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Das Team ist während dieser Zeit u wahrscheinlich auch etwas länger anhaltend, aus verschiedenen Gründen personell stark unterbesetzt, so daß hauptsächlich nur administrative Aufgaben erledigt werden können.

Wir bitten Euch deshalb, verstärkt gegenseitig nach Euch zu schauen u zu unterstützen.

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Herbstwind: Meine Erfahrungen mit Antidepressiva

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Herbstwind
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Re: Herbstwind: Vorstellung

Beitrag von Herbstwind »

Hallo padma und die anderen! :-)
padma hat geschrieben: 07.12.2020 13:42Retardtabletten dürfen nicht geteilt werden, da beim Teilen die Retardierung beschädigt wird. Dies führt zu einem schnellen Anfluten und wieder Absinken des Wirkspiegels. In unserem Lexikon viewtopic.php?f=66&t=16631 findest du unter "retard" mehr Infos.
Oh, das wusste ich nicht. Ich habe vorher in verschiedenen Wohnheimen gelebt und dort hat das Personal sie öfters geteilt, wenn die Tabletten mit der kleineren Dosierung aufgebraucht waren. Manchmal haben sie sie sogar ungenau geteilt.
padma hat geschrieben: 07.12.2020 13:42Off Label wollen sie nicht verschreiben, weil da der Arzt für Schäden haftbar gemacht werden kann. Um sich abzusichern, will der Arzt es daher nur nach Begutachtung durch die KK.
In der Fachinformation sind Persönlichkeitsstörungen wirklich nicht unter den Indikationen
https://www.ratiopharm.de/assets/produc ... zn=3659768
Ich würde ja auch am liebsten die Ärzte für das alles haftbar machen. Dann müsste ich aber bei der Ärztin anfangen, die mir damals das Fluvoxamin verschrieben hat, weil damit der Mist anfing.
padma hat geschrieben: 07.12.2020 13:42Eine Argumentation bei den Ärzten ist, dass es nicht abrupt abgesetzt werden darf und ausgeschlichen werden muss.
Sie wollen es sowieso nicht abrupt absetzten, ich weiß nur nicht, ob das nicht trotzdem noch zu schnell ist? Der Arzt meinte, pro Monat um 150 mg reduzieren. Ist das zu schnell?
padma hat geschrieben: 07.12.2020 13:42900 mg ist eine extrem hohe Dosis, ich bezweifle, dass das als "Erhaltungsdosis" zulässig ist.
Bei bipolar Erkrankten ist die Erhaltungsdosis geringer. Aber ich bin ja nicht bipolar, also im Grunde gibt es bei mir keine Richtlinie.

Mit Matthias Seibt hatte ich schonmal wegen eines anderen Themas Kontakt, aber da habe ich das mit dem Carbamazepin Retard nebenbei auch erwähnt. Er fand das auch nicht gut.
Meinst du, ich könnte mich von ihm beraten lassen, wie ich bei Ärzten besser meinen Standpunkt vertreten kann?

Das Schlimme ist, ich kann kaum noch Emotionen fühlen, aber die Angst vor Ärzten ist immer noch da. Das macht mich fertig. Vor allem hat man als ehemaliger Forensik-Patient einen schlechten Stand.


Gruß, Herbstwind
Psychopharmaka, die ich eingenommen habe:

09/1995 - 04/1996: Haloperidol, 21 Tropfen pro Tag (2,1 mg) wegen Wutanfällen, die ich hatte, weil ich in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Heimweh hatte), Promethazin gegen die durch Haloperidol ausgelösten Schlafstörungen, Levomepromazin als Bedarfsmedikation

Ende 1999 - Frühling 2000: Sulpirid gegen Schwindel (der eigentlich Erschöpfung war) und zur Antriebssteigerung, 200 mg pro Tag

Juni 2001 - Sommer 2002: Fluvoxamin, erst eindosiert auf 125 mg pro Tag, dann wegen Unruhe 75 mg pro Tag
Sommer 2002 - Februar 2003: Fluvoxamin 300 mg pro Tag

Herbst 2002: ca. 4 Wochen lang zusätzlich Clomipramin (geringe Dosis, um ein Serotonin-Syndrom zu vermeiden)
Zusätzlich Lorazepam und/oder Diazepam und/oder Oxazepam als Bedarf

Februar 2003 - April 2004: Paroxetin, erst 20, später 40 mg oder mehr (genaue Dosierung weiß ich nicht mehr)
Zusätzlich Lorazepam und/oder Diazepam und/oder Oxazepam als Bedarf, außerdem kurzzeitig Levomepromazin und Promethazin als Festmedikation, sowie später als Bedarf

März 2003 - Mai 2003: Risperidon, (Dosierung weiß ich nicht mehr genau, ich glaube 2 mg pro Tag)

Seit Juli 2003: Carbamazepin Retard, anfangs geringe bis normale Dosis, später 1200 mg pro Tag, von Mitte/Ende 2004 bis Frühsommer 2006 auf 900 mg pro Tag reduziert, seitdem offizielle Erhaltungsdosis
Anfangs kurzzeitiger Wechsel auf Valproat, dann aber wieder zu Carbamazepin Retard zurück, obwohl weder das eine noch das andere gegen die Wirkung der SSRI-Antidepressiva ankamen. Dafür wurden sie mir aber gegeben bzw. offiziell gegen eine Persönlichkeitsstörung, mein Verhalten war aber so extrem wegen der SSRI-Antidepressiva.

Sommer 2003 - Anfang 2005: Chlorprothixen als Bedarfsmedikation (Dosierung weiß ich nicht mehr genau, ich glaube, es waren 50 mg)

August 2003 - September 2003: Perazin (Dosierung weiß ich nicht mehr)

Herbst 2003: Ca. 4 Wochen lang Ziprasidon (Dosierung weiß ich nicht mehr)

April 2004 - Juli 2004: Escitalopram (Dosierung weiß ich nicht mehr)

Seit 2005: Promethazin als Bedarf, zwischendurch Pipamperon als Bedarf, Letzteres aber nie genommen, dann wieder Promethazin als Bedarf

April 2012 - Mai 2012: Haloperidol 10 mg pro Tag

Seit November 2014: Diazepam als Bedarf

Von September 2015 - Februar 2019: Carbamazepin Retard eigenmächtig reduziert (die genauen Schritte weiß ich nicht mehr, ich habe von September 2015 - Februar 2016 langsam runterdosiert) bis auf 150 mg pro Tag. Seit Februar 2019 wieder offizielle Dosis

Ende Januar 2021 - Mitte März 2021 : Carbamazepin Retard von 2 Mal 450 mg pro Tag reduziert auf 2 Mal 150 mg pro Tag
padma
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Re: Herbstwind: Vorstellung

Beitrag von padma »

hallo Herbstmilch, :)
Der Arzt meinte, pro Monat um 150 mg reduzieren. Ist das zu schnell?
Ich finde das viel zu schnell. Ich würde mich an der Richtlinie, die wir für Psychopharmaka empfehlen, von jeweils 10 % der letzten Dosis weniger, orientieren.
Bei bipolar Erkrankten ist die Erhaltungsdosis geringer. Aber ich bin ja nicht bipolar, also im Grunde gibt es bei mir keine Richtlinie.
Das stimmt zwar, dennoch könnte man das als Richtlinie nehmen. Auch bei den anderen Indikationen ist die empfohlene Dosis nicht so hoch. Und bei einer off label Verordnung über sonst übliche Dosierungen zu gehen, ist schon sehr fragwürdig.
Meinst du, ich könnte mich von ihm beraten lassen, wie ich bei Ärzten besser meinen Standpunkt vertreten kann?
Ich würde das machen. Er hat da ja viel Erfahrung, auch in solch komplexen "Fällen" mit Zwangsbehandlungen etc.
Wir haben hier einige Tipps zum Arztgespräch bgl Absetzen viewtopic.php?f=15&t=17091

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

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Re: Herbstwind: Vorstellung

Beitrag von Herbstwind »

Hallo padma,

ja, das werde ich so machen.
padma hat geschrieben: 08.12.2020 18:54Und bei einer off label Verordnung über sonst übliche Dosierungen zu gehen, ist schon sehr fragwürdig.
Ich hatte am Anfang sogar noch deutlich mehr. Die Klinik, in der ich war, während ich die Straftat begangen habe (während des Ausgangs) hat Carbamazepin Retard immer höher gesetzt, weil sie dachten, somit meine Suizidalität und mein fremdgefährdendes Verhalten in den Griff zu bekommen. Natürlich erfolglos, weil ich da ja noch die SSRI genommen habe.

Im Maßregelvollzug hat man anhand des Blutspiegels festgestellt, dass ich mit Carbamazepin Retard überdosiert war und es nach und nach bis auf 900 mg pro Tag reduziert. Bei der Dosierung sollte ich bleiben. Selber reduzieren oder ausschleichen durfte ich damals nicht.


Gruß, Herbstwind
Psychopharmaka, die ich eingenommen habe:

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Ende 1999 - Frühling 2000: Sulpirid gegen Schwindel (der eigentlich Erschöpfung war) und zur Antriebssteigerung, 200 mg pro Tag

Juni 2001 - Sommer 2002: Fluvoxamin, erst eindosiert auf 125 mg pro Tag, dann wegen Unruhe 75 mg pro Tag
Sommer 2002 - Februar 2003: Fluvoxamin 300 mg pro Tag

Herbst 2002: ca. 4 Wochen lang zusätzlich Clomipramin (geringe Dosis, um ein Serotonin-Syndrom zu vermeiden)
Zusätzlich Lorazepam und/oder Diazepam und/oder Oxazepam als Bedarf

Februar 2003 - April 2004: Paroxetin, erst 20, später 40 mg oder mehr (genaue Dosierung weiß ich nicht mehr)
Zusätzlich Lorazepam und/oder Diazepam und/oder Oxazepam als Bedarf, außerdem kurzzeitig Levomepromazin und Promethazin als Festmedikation, sowie später als Bedarf

März 2003 - Mai 2003: Risperidon, (Dosierung weiß ich nicht mehr genau, ich glaube 2 mg pro Tag)

Seit Juli 2003: Carbamazepin Retard, anfangs geringe bis normale Dosis, später 1200 mg pro Tag, von Mitte/Ende 2004 bis Frühsommer 2006 auf 900 mg pro Tag reduziert, seitdem offizielle Erhaltungsdosis
Anfangs kurzzeitiger Wechsel auf Valproat, dann aber wieder zu Carbamazepin Retard zurück, obwohl weder das eine noch das andere gegen die Wirkung der SSRI-Antidepressiva ankamen. Dafür wurden sie mir aber gegeben bzw. offiziell gegen eine Persönlichkeitsstörung, mein Verhalten war aber so extrem wegen der SSRI-Antidepressiva.

Sommer 2003 - Anfang 2005: Chlorprothixen als Bedarfsmedikation (Dosierung weiß ich nicht mehr genau, ich glaube, es waren 50 mg)

August 2003 - September 2003: Perazin (Dosierung weiß ich nicht mehr)

Herbst 2003: Ca. 4 Wochen lang Ziprasidon (Dosierung weiß ich nicht mehr)

April 2004 - Juli 2004: Escitalopram (Dosierung weiß ich nicht mehr)

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Herbstwind
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Herbstwind: Carbamazepin ausschleichen

Beitrag von Herbstwind »

Hallo,

ich eröffne hier einen Thread, wo ich den Ausschleichverlauf dokumentiere.

Gruß, Herbstwind
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März 2003 - Mai 2003: Risperidon, (Dosierung weiß ich nicht mehr genau, ich glaube 2 mg pro Tag)

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Sommer 2003 - Anfang 2005: Chlorprothixen als Bedarfsmedikation (Dosierung weiß ich nicht mehr genau, ich glaube, es waren 50 mg)

August 2003 - September 2003: Perazin (Dosierung weiß ich nicht mehr)

Herbst 2003: Ca. 4 Wochen lang Ziprasidon (Dosierung weiß ich nicht mehr)

April 2004 - Juli 2004: Escitalopram (Dosierung weiß ich nicht mehr)

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Herbstwind
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Warum hat mir Haloperidol als Kind geholfen und später nicht mehr?

Beitrag von Herbstwind »

Hallo,

ich habe als Kind Haloperidol genommen. Ich habe es eigentlich wegen Wutanfällen genommen, weil ich in der Kinder- und Jugendpsychiatrie eingesperrt war, aber es hat mir gegen manche meiner komischen Körperempfindungen geholfen.
Deshalb nahm ich es im Erwachsenalter nochmals ein. Da half es aber gar nicht, ich hatte nur unangenehme Nebenwirkungen.

Woran könnte das gelegen haben?

Beim zweiten Mal habe ich es übrigens zusammen mit Biperiden genommen, kann es sein, dass das die Wirkung vom Haloperidol abgeschwächt hat?
Macht es einen Unterschied, ob man es in Tropfen- oder Tablettenform nimmt?


Gruß, Herbstwind
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Re: Herbstwind: Carbamazepin ausschleichen

Beitrag von simonb »

Hallo Herbstwind :)

Deinen Absetzverlauf kannst du in deinem Usprungsthread dokumentieren. Bitte eröffne hier keine weiteren Threads , das wird sonst zu unübersichtlich.
Dein Ursprungsthread befindet sich in der Rubrik "Hier bist du richtig".
Ich werde deinen Beitrag später hier in gerade genannten Thread verschieben. Wenn du Fragen hast, melde dich gerne...

LG Simon
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Re: Herbstwind: Vorstellung

Beitrag von Straycat »

Hallo Herbstwind,

ich habe deinen letzten Beitrag hier deinem Thread angefügt.
Wir handhaben es im ADFD so, dass jeder Benutzer seinen eigenen Thread hat, in dem er alle Fragen, die ihn selbst betreffen stellt, über sein Absetzgeschehen berichtet etc.
Es wird nämlich sonst sehr unübersichtlich, wenn für jede Einzelfrage neue Threads eröffnet werden.
Deshalb würde ich dich bitten, hier in deinem Thread weiterzuschreiben, wenn es dir selbst betrifft und keine neuen Threads zu eröffnen.
Vielen Dank :)

Alles Liebe,
Cat
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Re: Herbstwind: Vorstellung

Beitrag von Herbstwind »

Hallo!

Das ist okay.
Ich dachte nur, dass vielleicht jemand was zu der Frage mit dem Haloperidol sagen könnte. Aber so ist es auch in Ordnung.

Gruß, Herbstwind
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Ende 1999 - Frühling 2000: Sulpirid gegen Schwindel (der eigentlich Erschöpfung war) und zur Antriebssteigerung, 200 mg pro Tag

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Sommer 2002 - Februar 2003: Fluvoxamin 300 mg pro Tag

Herbst 2002: ca. 4 Wochen lang zusätzlich Clomipramin (geringe Dosis, um ein Serotonin-Syndrom zu vermeiden)
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Februar 2003 - April 2004: Paroxetin, erst 20, später 40 mg oder mehr (genaue Dosierung weiß ich nicht mehr)
Zusätzlich Lorazepam und/oder Diazepam und/oder Oxazepam als Bedarf, außerdem kurzzeitig Levomepromazin und Promethazin als Festmedikation, sowie später als Bedarf

März 2003 - Mai 2003: Risperidon, (Dosierung weiß ich nicht mehr genau, ich glaube 2 mg pro Tag)

Seit Juli 2003: Carbamazepin Retard, anfangs geringe bis normale Dosis, später 1200 mg pro Tag, von Mitte/Ende 2004 bis Frühsommer 2006 auf 900 mg pro Tag reduziert, seitdem offizielle Erhaltungsdosis
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Sommer 2003 - Anfang 2005: Chlorprothixen als Bedarfsmedikation (Dosierung weiß ich nicht mehr genau, ich glaube, es waren 50 mg)

August 2003 - September 2003: Perazin (Dosierung weiß ich nicht mehr)

Herbst 2003: Ca. 4 Wochen lang Ziprasidon (Dosierung weiß ich nicht mehr)

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Re: Herbstwind: Vorstellung

Beitrag von lollarossa »

Guten Morgen Herbstwind :)

Zu deiner Frage. Erstmal denke ich, ein kindlicher Körper reagiert anders auf Medikamente, als wenn man ausgewachsen ist.

Eventuell hast du das Medikament bei erneuter späterer Einnahme nicht mehr vertragen. (eine Vermutung).

Zum anderen habe ich Haloperidol und Biperiden in den Wechselwirkungscheck eingegeben und es gibt wohl Wechselwirkungen. Wie die genau aussehen, kann ich dir leider nicht sagen.

Liebe Grüße Lolla
Diagnose+Entzug Escitalopram

https://adfd.org/austausch/viewtopic.p ... p391026


Entzugversuch Amisulprid:
► Text zeigen


Absetzverlauf mit Waage bisher:
https://adfd.org/austausch/viewtopic.p ... 0#p395440

30.12: 184
03.01: 183
07.01: 182
10.01: 181
13.01: 180
16.01: 179
18.01: 178
20.01: 177
22.01: 176
24.01: 175
26.01: 174
28.01: 173
30.01: 172
01.02: 171
03.02: 170
05.02: 169
06.02: 168
08.02: 167
09.02: 166
10.02: 165
11.02: 164
12.02: 163
14.02: 162
16.02: 161
18.02: 160
19.02: 159
20.02: 158
22.02: 157
09.03: 156,5
10.03: 156
12.03: 155,5
14.03: 155
17.03: 154
19.03: 153
06.04: 152,5
08.04: 152
10.04: 151
12.04: 150,8
13.04: 150 + Staubflöckchen
16.04: 150 Einnahme Tavor 1mg
19.04: Tavor 1mg
Jamie
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Re: Herbstwind: Vorstellung

Beitrag von Jamie »

Hallo lolla, hallo herbstwind :)

die Interaktionen von Haloperidol und Biperiden konnte ich nachlesen:
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten wie beispielsweise Sehstörungen, Mundtrockenheit, Probleme beim Wasserlassen, vermindertes Schwitzen, Herzrasen, Verwirrtheit, Beeinträchtigung der Denkleistung, Bewusstseinsstörungen mit starker Unruhe, Halluzinationen oder Verstopfung bis hin zum Darmverschluss.
Quelle: Apotheken Umschau Wechselwirkungscheck

Du Herbstwind kannst die Medikamente auch selbst eingeben und es so noch einmal nachvollziehen

https://www.apotheken-umschau.de/Medika ... kungscheck


Viele Grüße
Jamie
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:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Herbstwind: Vorstellung

Beitrag von Herbstwind »

Hallo!

Ich muss nun doch schneller reduzieren, als mir lieb ist, da der Psychiater mir keine Rezepte mehr ausstellt.

Ich bin mittlerweile bei 300 mg pro Tag.

Ich habe wieder das Gefühl, dass es mir ähnlich geht wie damals, als ich es eigenmächtig stark reduziert hatte. Eigentlich spüre ich keinen Unterschied, aber irgendwie doch.
Ich glaube, mit der hohen Dosis konnte ich über unangenehme Dinge in meinem Leben leichter hinwegsehen und habe das Leben als solches nicht so ernst genommen.

Ich habe seit langem mehrere unangenehme bis qualvolle Körpersymptome, für die ich keine Diagnose habe, und es könnte sein, dass mich das ohne Carbamazepin noch mehr als sonst stören würde.

Ich will mein Leben so unangenehm wie möglich gestalten.


Leider findet man im Internet kaum Infos darüber, wie Carbamazepin eigentlich wirkt. Ich kenne auch niemanden, der es aufgrund einer psychischen Erkrankung nimmt. Ich fühle mich wirklich sehr alleine gelassen.

Bitte versteht mich nicht falsch, ich bin gegen Psychopharmaka, vor allem, weil ich Carbamazepin ja nur wegen der Antidepressiva bekommen habe. Aber was ist, wenn ich durch die lange Einnahmezeit abhängig davon geworden bin oder wenn mein Gehirn durch die Antidepressiva dauerhaft so geschädigt worden ist, dass ich ein Medikament brauche, um die Folgen nicht zu spüren. Wäre sowas möglich?

Ich leide nämlich, seitdem ich Antidepressiva genommen habe, an chronischen negativen Verstimmungen, kann mich nicht mehr richtig freuen usw. Die schlimme Wirkung ging zwar nach dem Absetzen weg, aber ich bin nicht mehr wie vor der Antidepressiva-Zeit. Ich möchte wieder so sein wie vorher, da ging es mir psychisch sehr gut (Einnahmegrund war körperlich bedingte Erschöpfung).
Habe ich je wieder eine Chance so zu werden?

Kennt sich da jemand aus?

Liebe Grüße, Herbstwind
Psychopharmaka, die ich eingenommen habe:

09/1995 - 04/1996: Haloperidol, 21 Tropfen pro Tag (2,1 mg) wegen Wutanfällen, die ich hatte, weil ich in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Heimweh hatte), Promethazin gegen die durch Haloperidol ausgelösten Schlafstörungen, Levomepromazin als Bedarfsmedikation

Ende 1999 - Frühling 2000: Sulpirid gegen Schwindel (der eigentlich Erschöpfung war) und zur Antriebssteigerung, 200 mg pro Tag

Juni 2001 - Sommer 2002: Fluvoxamin, erst eindosiert auf 125 mg pro Tag, dann wegen Unruhe 75 mg pro Tag
Sommer 2002 - Februar 2003: Fluvoxamin 300 mg pro Tag

Herbst 2002: ca. 4 Wochen lang zusätzlich Clomipramin (geringe Dosis, um ein Serotonin-Syndrom zu vermeiden)
Zusätzlich Lorazepam und/oder Diazepam und/oder Oxazepam als Bedarf

Februar 2003 - April 2004: Paroxetin, erst 20, später 40 mg oder mehr (genaue Dosierung weiß ich nicht mehr)
Zusätzlich Lorazepam und/oder Diazepam und/oder Oxazepam als Bedarf, außerdem kurzzeitig Levomepromazin und Promethazin als Festmedikation, sowie später als Bedarf

März 2003 - Mai 2003: Risperidon, (Dosierung weiß ich nicht mehr genau, ich glaube 2 mg pro Tag)

Seit Juli 2003: Carbamazepin Retard, anfangs geringe bis normale Dosis, später 1200 mg pro Tag, von Mitte/Ende 2004 bis Frühsommer 2006 auf 900 mg pro Tag reduziert, seitdem offizielle Erhaltungsdosis
Anfangs kurzzeitiger Wechsel auf Valproat, dann aber wieder zu Carbamazepin Retard zurück, obwohl weder das eine noch das andere gegen die Wirkung der SSRI-Antidepressiva ankamen. Dafür wurden sie mir aber gegeben bzw. offiziell gegen eine Persönlichkeitsstörung, mein Verhalten war aber so extrem wegen der SSRI-Antidepressiva.

Sommer 2003 - Anfang 2005: Chlorprothixen als Bedarfsmedikation (Dosierung weiß ich nicht mehr genau, ich glaube, es waren 50 mg)

August 2003 - September 2003: Perazin (Dosierung weiß ich nicht mehr)

Herbst 2003: Ca. 4 Wochen lang Ziprasidon (Dosierung weiß ich nicht mehr)

April 2004 - Juli 2004: Escitalopram (Dosierung weiß ich nicht mehr)

Seit 2005: Promethazin als Bedarf, zwischendurch Pipamperon als Bedarf, Letzteres aber nie genommen, dann wieder Promethazin als Bedarf

April 2012 - Mai 2012: Haloperidol 10 mg pro Tag

Seit November 2014: Diazepam als Bedarf

Von September 2015 - Februar 2019: Carbamazepin Retard eigenmächtig reduziert (die genauen Schritte weiß ich nicht mehr, ich habe von September 2015 - Februar 2016 langsam runterdosiert) bis auf 150 mg pro Tag. Seit Februar 2019 wieder offizielle Dosis

Ende Januar 2021 - Mitte März 2021 : Carbamazepin Retard von 2 Mal 450 mg pro Tag reduziert auf 2 Mal 150 mg pro Tag
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Re: Herbstwind: Vorstellung

Beitrag von Straycat »

Hallo Herbstwind :)

ich glaube eher nicht, dass dein Hirn durch die Einnahme der AD dauerhaft geschädigt ist.
Aber es kann leider mitunter eine sehr lange Zeit dauern, bis das Gehirn alle Anpassungen, die es aufgrund der AD vorgenommen hat, wieder rückgängig gemacht hat. Und wenn das ZNS einmal gereizt ist, kann es auch viel Zeit brauchen, um wieder "runter zu kommen".
An und für sich ist das Gehirn darauf ausgerichtet wieder Harmonie herzustellen und strebt daher immer Homöostase an.

Das mit den Rezepten ist echt doof :( Kannst du denn mit dem Arzt reden, dass du es gerne langsam und schonend absetzen willst und fragen, ob er dir nicht zumindest für die Absetzzeit noch Rezepte ausstellt? Zumal du auch das letzte Mal mit dem raschen Absetzen Probleme hattest.
Hat der Arzt denn gesagt, weshalb er keine Rezepte mehr ausstellen will?
Ich finde das schon heftig, dass einem erst Rezepte mit nachweislich körperliche Abhängigkeit erzeugenden Medikamenten ausgestellt werden und dann wird es einfach eingestellt und mit den Absetzproblemen wird man alleine gelassen :(

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Herbstwind: Vorstellung

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Herbstwind,

kannst du vielleicht einen anderen Arzt finden der dir weiter Rezepte ausstellt? Jeder Arzt kann diese Medikamente verschreiben, auch zum Beispiel
Hausärzte.

Ich sehe es auch als problematisch an, so schnell auf 0 zu gehen.

Liebe Grüße

Niemandsland
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Re: Herbstwind: Vorstellung

Beitrag von padma »

hallo Herbstwind, :)
Leider findet man im Internet kaum Infos darüber, wie Carbamazepin eigentlich wirkt.
Die Wirkweise ist wohl nicht wirklich bekannt. Das habe ich dazu gefunden:

Pharmakodynamik (Wirkung)

Die genaue Wirkweise von Carbamazepin ist bislang nicht bekannt. Ähnlich wie Phenytoin hemmt Carbamazepin die synaptische Übertragung. Man geht davon aus, dass Carbamazepin den Einstrom von Natriumionen in Nervenzellen blockiert. So werden übermäßig stark erregte Nervenzellen beruhigt und wiederholte elektrische Entladungen vermindert. Damit kann Carbamazepin Muskelkontraktionen wirkungsvoll beenden.

Von der chemischen Struktur ähnelt Carbamazepin dem trizyklischen Antidepressivum Imipramin. Das könnte die vorbeugende Wirkung auf manische Phasen einer bipolaren Störung erklären. Die Schmerzlinderung bei der Trigeminus-Neuralgie kommt wahrscheinlich durch eine Hemmung der synaptischen Reizübertragung im spinalen Trigeminuskern zustande.
https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Carbamazepin_967

Also, es hemmt die Reizweiterleitung zwischen den Nervenzellen im Gehirn und wirkt dadurch gegen epileptische Anfälle. Bzgl. der stimmungstabilisierenden Wirkung gibt es nur Vermutungen. Wird dafür aber auch nur angewandt, wenn eine Therapie mit Lithium nicht möglich ist oder nicht greift.

Carbamazepin soll nach Herstellerangaben sehr langsam ausgeschlichen werden.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
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Re: Herbstwind: Vorstellung

Beitrag von Herbstwind »

Hallo!

Ich werde es bei anderen Ärzten versuchen.

Liebe Grüße, Herbstwind
Psychopharmaka, die ich eingenommen habe:

09/1995 - 04/1996: Haloperidol, 21 Tropfen pro Tag (2,1 mg) wegen Wutanfällen, die ich hatte, weil ich in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Heimweh hatte), Promethazin gegen die durch Haloperidol ausgelösten Schlafstörungen, Levomepromazin als Bedarfsmedikation

Ende 1999 - Frühling 2000: Sulpirid gegen Schwindel (der eigentlich Erschöpfung war) und zur Antriebssteigerung, 200 mg pro Tag

Juni 2001 - Sommer 2002: Fluvoxamin, erst eindosiert auf 125 mg pro Tag, dann wegen Unruhe 75 mg pro Tag
Sommer 2002 - Februar 2003: Fluvoxamin 300 mg pro Tag

Herbst 2002: ca. 4 Wochen lang zusätzlich Clomipramin (geringe Dosis, um ein Serotonin-Syndrom zu vermeiden)
Zusätzlich Lorazepam und/oder Diazepam und/oder Oxazepam als Bedarf

Februar 2003 - April 2004: Paroxetin, erst 20, später 40 mg oder mehr (genaue Dosierung weiß ich nicht mehr)
Zusätzlich Lorazepam und/oder Diazepam und/oder Oxazepam als Bedarf, außerdem kurzzeitig Levomepromazin und Promethazin als Festmedikation, sowie später als Bedarf

März 2003 - Mai 2003: Risperidon, (Dosierung weiß ich nicht mehr genau, ich glaube 2 mg pro Tag)

Seit Juli 2003: Carbamazepin Retard, anfangs geringe bis normale Dosis, später 1200 mg pro Tag, von Mitte/Ende 2004 bis Frühsommer 2006 auf 900 mg pro Tag reduziert, seitdem offizielle Erhaltungsdosis
Anfangs kurzzeitiger Wechsel auf Valproat, dann aber wieder zu Carbamazepin Retard zurück, obwohl weder das eine noch das andere gegen die Wirkung der SSRI-Antidepressiva ankamen. Dafür wurden sie mir aber gegeben bzw. offiziell gegen eine Persönlichkeitsstörung, mein Verhalten war aber so extrem wegen der SSRI-Antidepressiva.

Sommer 2003 - Anfang 2005: Chlorprothixen als Bedarfsmedikation (Dosierung weiß ich nicht mehr genau, ich glaube, es waren 50 mg)

August 2003 - September 2003: Perazin (Dosierung weiß ich nicht mehr)

Herbst 2003: Ca. 4 Wochen lang Ziprasidon (Dosierung weiß ich nicht mehr)

April 2004 - Juli 2004: Escitalopram (Dosierung weiß ich nicht mehr)

Seit 2005: Promethazin als Bedarf, zwischendurch Pipamperon als Bedarf, Letzteres aber nie genommen, dann wieder Promethazin als Bedarf

April 2012 - Mai 2012: Haloperidol 10 mg pro Tag

Seit November 2014: Diazepam als Bedarf

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Wie entsteht Suizidalität durch Medikamente?

Beitrag von Herbstwind »

Wie entsteht eigentlich Suizidalität durch Medikamente? Es betrifft ja nicht nur Antidepressiva, sondern auch Antibiotika und einige andere.

Wodurch entsteht sowas, was passiert da im Gehirn?
Weiß da jemand was?

Gruß, Herbstwind
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Herbst 2002: ca. 4 Wochen lang zusätzlich Clomipramin (geringe Dosis, um ein Serotonin-Syndrom zu vermeiden)
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Ständig über das Thema Antidepressiva nachdenken

Beitrag von Herbstwind »

Hallo!

Ich muss seit 2004 ständig darüber nachdenken, was mir passiert ist. Wobei dieses Nachdenken automatisch abläuft.
Ich habe über ein Jahrzehnt lang versucht es zu verdrängen, es war aber trotzdem innerlich immer präsent. Erst seit letztem Jahr schreibe ich darüber im Internet. Teilweise schreibe ich extra viel, um mich abzuhärten.

Offenbar kann ich das Thema nicht vergessen. Das macht mir sehr zu schaffen. Ich will doch einfach nur wieder fröhlich sein, so, wie vor der Einnahme. Besteht überhaupt noch eine Hoffnung darauf?

Natürlich kämpfe ich dagegen an, aber es ist irgendwie immer präsent. Wahrscheinlich, damit ich sie mir nicht nochmal verschreiben lasse. Die Gefahr ist theoretisch vorhanden, da ich unter komischen Körperempfindungen leide und gerne ein Medikament dagegen nehmen würde. Zumal mir das öfters von Ärzten angeraten wird.
Aber ich weiß ja, was diese Medikamente anrichten können.

Was kann ich tun, damit ich das Thema endlich vergessen kann? Das macht mich echt krank!!!


Es kann doch nicht sein, dass alles durch dieses negative Erlebnis gefärbt ist. Ich will dich einfach nur wieder fröhlich und halbwegs glücklich sein.

Ich leide seitdem auch unter leichter, aber chronischer Anhedonie, wobei die auch mit durch meine qualvollen Körpersymptome bedingt ist.
Ganz ehrlich: So möchte ich eigentlich nicht leben. Wenn ich mir vorstelle, dass ich so bis zu meinem Lebensende leben muss, wird mir ganz anders.


Gruß, Herbstwind
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Juni 2001 - Sommer 2002: Fluvoxamin, erst eindosiert auf 125 mg pro Tag, dann wegen Unruhe 75 mg pro Tag
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Zusätzlich Lorazepam und/oder Diazepam und/oder Oxazepam als Bedarf, außerdem kurzzeitig Levomepromazin und Promethazin als Festmedikation, sowie später als Bedarf

März 2003 - Mai 2003: Risperidon, (Dosierung weiß ich nicht mehr genau, ich glaube 2 mg pro Tag)

Seit Juli 2003: Carbamazepin Retard, anfangs geringe bis normale Dosis, später 1200 mg pro Tag, von Mitte/Ende 2004 bis Frühsommer 2006 auf 900 mg pro Tag reduziert, seitdem offizielle Erhaltungsdosis
Anfangs kurzzeitiger Wechsel auf Valproat, dann aber wieder zu Carbamazepin Retard zurück, obwohl weder das eine noch das andere gegen die Wirkung der SSRI-Antidepressiva ankamen. Dafür wurden sie mir aber gegeben bzw. offiziell gegen eine Persönlichkeitsstörung, mein Verhalten war aber so extrem wegen der SSRI-Antidepressiva.

Sommer 2003 - Anfang 2005: Chlorprothixen als Bedarfsmedikation (Dosierung weiß ich nicht mehr genau, ich glaube, es waren 50 mg)

August 2003 - September 2003: Perazin (Dosierung weiß ich nicht mehr)

Herbst 2003: Ca. 4 Wochen lang Ziprasidon (Dosierung weiß ich nicht mehr)

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Rechtliche Absicherung, wenn man Psychopharmaka nimmt?

Beitrag von Herbstwind »

Hallo!

Wie sähe eigentlich die rechtliche Lage aus, wenn ich nochmals ein Antidepressivum einnehmen würde und dann wieder etwas Schlimmes passiert? Könnte ich mich vorher absichern, dass ich dann nicht juristisch verurteilt werden dürfte?
Und auch nicht zwangsweise in der Psychiatrie untergebracht werden würde?

Und wie wahrscheinlich ist es, dass das, was ich unter der Einnahme von Antidepressiva erlebt habe, nochmals auftritt? Hat das möglicherweise etwas mit der geistigen Reife zu tun (wobei dagegen spricht, dass älteren Menschen sowas auch passiert ist)?
Wie kann man es Regeln, dass das Medikament dann von außenstehenden wieder ausgeschlichen wird?

Gruß, Herbstwind
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August 2003 - September 2003: Perazin (Dosierung weiß ich nicht mehr)

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Re: Herbstwind: Vorstellung

Beitrag von padma »

hallo Herbstwind, :)

bitte eröffne nicht für jede Frage einen neuen thread, das wird zu unübersichtlich. Ich habe die threads jetzt hier zusammengeführt.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Herbstwind: Vorstellung

Beitrag von Herbstwind »

Gut, werde ich nicht mehr machen.

Gruß, Herbstwind
Psychopharmaka, die ich eingenommen habe:

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