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MsJay: Hallo, i bims - das neue Ich ohne Citalopram

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Straycat
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Re: MsJay: Hallo, i bims - das neue Ich ohne Citalopram

Beitrag von Straycat »

Hallo MsJay,

Vitamin D wird von einigen im Entzug auch nicht so gut vertragen. Es bewirkt bei manchen Unruhe.
Am besten ist es, einzelne NEM klein dosiert zu testen, um zu sehen, ob man sie verträgt.

Liebe Grüße,
Cat
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Sabs
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Re: MsJay: Hallo, i bims - das neue Ich ohne Citalopram

Beitrag von Sabs »

Hi,
Hab deine Frage erst jetzt gesehen.
Ja, also mit venlafaxin bin ich bald durch, nehme nur noch 3 Kügelchen.
Und mirtazapin habe ich genommen, um meinen Entzug etwas zu Deckeln, ich möchte auch weg von den AD, aber eben behutsam.
Möchte mich nie wieder so fühlen, wie nach dem Kaltentzug.

Gruß Sabs
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MsJay
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Re: MsJay: Hallo, i bims - das neue Ich ohne Citalopram

Beitrag von MsJay »

krasiva hat geschrieben: 21.12.2020 14:46
Mir helfen die NEM's die ich in der Signatur aufgelistet habe sehr, nehme ich aber keine AD's, sondern Neuroleptika.
Ja ich habe zu große Angst etwas neues einzudosieren dass ich def nur leichte NEM oder Medis nehmen mag nicht mehr solche "Chemie Keulen". Kann aber durchaus alle Menschen nachvollziehen die das als Unterstützung noch nehmen - ich habe einfach zu große Angst davor dass ich das mir für mich nicht mehr vorstellen kann.
krasiva hat geschrieben: 21.12.2020 14:46: bewegst du dich alltäglich auf der frischen Luft? Machst du etwas Sport (individuell wie viel)?
Ich gehe täglich 2 Stunden spazieren mit meinem Hund daher viel an der Luft =)
Ausgangssymptome: Traurigkeit, Suizidgedanken und Einschlafprobleme 2012
Diagnose: rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode; instabile Persönlichkeitsstörung

Medikation: ein paar ausprobiert, erinnere mich nicht mehr wirklich daran.
Psychopharmaka: seit 2012 Citalopram 40mg
Erwünschte Wirkung: keine Depressionen mehr, keine Einschlafprobleme
Nebenwirkung: Dissoziationen wurden häufiger, Emotionale Taubheit zT, Libido Verlust, starkes Schwitzen, Kribbeln in den Adern, 2013 dann 30 mg wegen zu langsamen QT

Psychopharmaka 2012 zusätzlich paar Wochen Valdoxan zum einschlafen paar Monate(weiß die Mengenangabe nicht mehr)
Erwünschte Wirkung: keine Einschlafprobleme, schlief schnell ein
Nebenwirkung: permanent Müde, kam morgens nicht mehr aus dem Bett und war ab Einnahme müde auch wenn ich halt mal ausgehen wollte
Ziemlich schnell wieder abgesetzt.

Frühere Absetzversuche:
- 2016 - 2020 kein Fleisch gegessen (Pescetarier)
- 2012 - 2017 Citalopram; innerhalb 3 Wochen auf 0 mg
- 2016 - 2018 THC; kalter Entzug
Symptome: Harninkontinenz, Starkes Schwitzen im Schlaf, starke Albträume, erhöhter Puls, komplexes Denken + schnellere Denkaktivität, Einschlafschwierigkeiten, Depressionen, Suizidgedanken, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Schlafmangel, Derealisation/Depersonalisation: Vermutung einer Persönlichkeitsspaltung von paar Tagen, Panikattacken, Reizverarbeitung gestört, Brain zaps, Tinnitus, Zittern, Unreine Haut
stärkerer Puls beim Rauchen & Kaffee trinken hielt 4 Monate an

keine Wiedereinnahme

Mittlerweile aktuelle Diagnose
- Posttraumatische Belastungsstörung (bei emotional instabiler Akzentuierung).
- Agoraphobie mit Panikstörung

Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
2005 - 10/2017 Valafee Antibabypille - T4 Wert sank 3 Jahre durchs Absetzen und viele weitere Absetzsymptome wie Haarausfall, übertrieben unreine Haut, PMS? Depressive Episoden Zyklusnah

Um Entzugssymptome zu lindern ausprobiert:
2017- 10/2020 Wirkstoff Lavendelöl: Lasea täglich [leichte Beruhigung wahrgenommen, bei Ausfall deutlich unruhiger]
2019 - 10/2020 Johanniskraut Laif, L-Tryptophan NEM [habe beides wundersamerweise gut vertragen, als ich Laif absetzte wurden die Depressionen stärker]
2018 - 2019 B12 NEM
10/2019- 5/2020 Hyaluronsäure mit Biotin, Zink, Vitamin C und B12

Ausprobiert 1-2 Monate:
6/2019 LaVita Saftkonzentrat (Frucht,Gemüse,Kräuterextrakten, pflanzlichen Ölen, Vitaminen und Mineralstoffen) NEM [keine Nebenwirkung]
2/2020 Fitline Powercocktail & Restorare NEM [keine Nebenwirkungen, fühlte mich aber fitter täglich]
11/2020 Serotalin NEM (5 HTP und mehrere Inhalsstoffe) (bis 8/12/2020)
[Angstzustände wurden stärker, Kribbeln in Beinen abends]

Aktuelle Medikamente:

2017 - 2020 Vitamin D [Vitamin D Mangel im Blut festgestellt]
2018 Rescue Tropfen bei Bedarf
seit 9/12/2020 :
Neurexan
Omega 3 (Doppelherz)
wieder mit Lasea begonnen

Mein Cholesterin ist dauerhaft zu hoch, liegt jedoch in der Familie.
MsJay
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Re: MsJay: Hallo, i bims - das neue Ich ohne Citalopram

Beitrag von MsJay »

Straycat hat geschrieben: 21.12.2020 16:06
Vitamin D wird von einigen im Entzug auch nicht so gut vertragen. Es bewirkt bei manchen Unruhe.

Ich hab einen so hohen Vitamin D Mangel dass ich dass einfach nehmen muss. Ich habe selbst mit der Einnahme nicht genug Vitamin D weil ich nur täglich 100 iE nehme. :/
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Re: MsJay: Hallo, i bims - das neue Ich ohne Citalopram

Beitrag von MsJay »

seit meinem ersten beitrag habe ich bei mir eine art von Motivation gehabt das ganze zu lösen, doch leider bin ich seit einer woche wieder total in das loch gefallen. Die Tatsache, dass sich mein Leben seit 2 jahren einfach so schlagartig gewandelt hat und ich mit der intensität an beeinträchtigung nur bedingt ein normales leben führen kann macht mich so fertig. ich will mein altes leben zurück... ich will einfach nicht mehr krank sein. egal was ich tue, mein zustand wird einfach nicht dauerhaft gut. ich habe so vieles ausprobiert und einfach die suche nach der ursache bringt mich schon in die verzweiflung. jeder sagt was anderes und die einzige hilfe soll neuroleptika sein.
ich hatte nie solche angstzustände.. mein ganzes leben wird mittlerweile davon beherrscht und zu wissen, wie ich vorher war ist für mich vermutlich das schlimmste daran. ich erreiche diese Person eifnach nicht, egal wie sehr ich nach lösungen suche.
Ein leben mit so vielen Beeinträchtigungen ist für mich knapp über der grenze dass es für mich zT nicht mehr als lebenswert erscheint. Ich würde mir nie was antun, aber so zu leben ist für mich eifnach unerträglich. ich erlebe schwankungen von Ich akzeptiere es und ich kämpfe dagegen an...
ich wünschte es würde einen Arzt geben, der mit mir zusammen alles tut was auf natürlichem wege helfen kann und mich darin begleitet aber ich erlebe einfach nur ärtze die keine antwort wissen und es psychisch abtun.
ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll...
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Re: MsJay: Hallo, i bims - das neue Ich ohne Citalopram

Beitrag von Sabs »

Hey meine Liebe,
Es gibt immer Phasen, in denen einem alles zu viel wird - Du wirst wieder Mut finden.
Es gibt zwar keine hilfreichen Ärzte, aber im Forum so viele Ansätze, die du selbstständig probieren kannst - ich habe das fast studiert und bin nun in den letzten Zügen, dieses ganze zusammengetragen wissen in einem buch zusammenzufassen.
Wenn du dich mit den Infos der anderen beschäftigst, hast du das Gefühl aktiv an deiner Heilung zu arbeiten.

Es helfen nicht nur neuroleptika, sondern eher zum größten Teil die Zeit.

Aufbauende Grüße Sabs
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MsJay
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Re: MsJay: Hallo, i bims - das neue Ich ohne Citalopram

Beitrag von MsJay »

danke für deine aufbauenden Sätze, ich versuche dran zu bleiben... weil Neuroleptika wäre für mich ganz klar aufgeben und die letzten 3 Jahre nichtig machen... ich muss nur einfach gucken wie lang ich diesen Zustand noch neben unserer Gesellschaft aushalten kann. herzlichen Dank für die Worte. allein das tat schon gut..
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Re: MsJay: Hallo, i bims - das neue Ich ohne Citalopram

Beitrag von Ululu »

Hallo Ms Jay,

ich habe eine Bitte an dich.

Würdest auch du dich bitte an unsere Forumsnetiquette halten (wurde dir am Anfang verlinkt) und deine Beiträge mit einem kurzen Gruß beginnen und auch so enden.

Das liest sich schöner und klingt nicht so nach Kasernenhof.

LG Ute
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Re: MsJay: Hallo, i bims - das neue Ich ohne Citalopram

Beitrag von Straycat »

Hallo MsJay,
MsJay hat geschrieben: 09.01.2021 15:51 Die Tatsache, dass sich mein Leben seit 2 jahren einfach so schlagartig gewandelt hat und ich mit der intensität an beeinträchtigung nur bedingt ein normales leben führen kann macht mich so fertig. ich will mein altes leben zurück... ich will einfach nicht mehr krank sein.
Ich - und vermutlich auch sehr viele andere Betroffene hier - kann das sehr sehr gut nachvollziehen. So eine Veränderung im Leben, so einen Einschnitt, hat sich sicherlich niemand gewünscht. Auch mich hat das zeitweise schon in sehr tiefe Löcher geworfen und ich war nahe dran jede Hoffnung aufzugeben.
Aber zum Glück konnte ich die Hoffnung jedes Mal wiederfinden. Denn ich bin überzeugt davon, dass das nicht für den Rest unseres Lebens unabänderlich so bleiben wird. Es ist eine Phase - eine sehr dunkle und leider manchmal auch sehr lange. Aber auch sie wird vorbeigehen.
Unser Körper ist quasi darauf "programmiert" zu heilen und in Balance zu kommen. Deshalb glaube ich fest daran, dass wir das auch schaffen werden.
MsJay hat geschrieben: 09.01.2021 15:51 ich habe so vieles ausprobiert und einfach die suche nach der ursache bringt mich schon in die verzweiflung. jeder sagt was anderes und die einzige hilfe soll neuroleptika sein.
Auch das kenne ich nur zu gut aus eigener Erfahrung. Man forscht und grübelt, was die Ursache sein könnte.
Mir hat es an einem Punkt auch geholfen, es einfach zu akzeptieren, dass es im Moment eben so ist wie es ist. Ich weiß das hört sich wie "Aufgeben" an, aber das ist es nicht. Ich resigniere nicht und sage "egal, ich gebe auf", sondern ich versuche zu akzeptieren, dass diese sehr schwierige Phase derzeit einfach dazu gehört, dass ich sie durchstehen muss und es danach auch wieder Hoffnung auf ein lebenswertes, schönes Leben gibt.
Psychopharmaka sind aus meiner Sicht niemals die Lösung - denn sie verändern nichts an der Ursache, sie heilen nicht. Sie verändern vielleicht die Empfindungen und ändern eine Symptomatik - aber sehr häufig ist das auch nicht auf Dauer so und die Symptome kommen wieder (manchmal auch stärker als vorher). Und davon abgesehen muss man sich oft schweren Erfahrungen stellen, wenn man die Medikamente wieder los werden will.
MsJay hat geschrieben: 09.01.2021 15:51 ich hatte nie solche angstzustände.. mein ganzes leben wird mittlerweile davon beherrscht und zu wissen, wie ich vorher war ist für mich vermutlich das schlimmste daran. ich erreiche diese Person eifnach nicht, egal wie sehr ich nach lösungen suche.
Angstzustände können wirklich das Quälendste überhaupt sein - weil sie einen komplett lahmlegen. Und häufig reduziert man seinen Radius immer weiter, bis man sich irgendwann nichts mehr zutraut.
Ich habe letztens erst gelesen, dass es zB vollkommen normal und natürlich ist, dass man eine gewisse Angst verspürt, wenn man sich in einer Situation wiederfindet, die man so noch nicht kennt und für die man keine schon erprobte Lösung parat hat. Aber man kann lernen, dass diese Angst dann nicht außer Rand und Band gerät und man neue Lösungen für neue Probleme Schritt für Schritt lernen kann.
Am besten funktioniert das vermutlich in einer Therapie mit einem guten Therapeuten, der auf Angstprobleme spezialisiert ist.
Mir hat es auch geholfen, einiges darüber zu lesen und mich mit den natürlichen Reaktionen des Körpers auseinanderzusetzen. So konnte ich besser verstehe, was woher kommt und das hat mir schon einige Angst genommen.

MsJay hat geschrieben: 09.01.2021 15:51 Ein leben mit so vielen Beeinträchtigungen ist für mich knapp über der grenze dass es für mich zT nicht mehr als lebenswert erscheint. Ich würde mir nie was antun, aber so zu leben ist für mich eifnach unerträglich. ich erlebe schwankungen von Ich akzeptiere es und ich kämpfe dagegen an...
ich wünschte es würde einen Arzt geben, der mit mir zusammen alles tut was auf natürlichem wege helfen kann und mich darin begleitet aber ich erlebe einfach nur ärtze die keine antwort wissen und es psychisch abtun.
ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll...
Ich verstehe deine Sorge, dass das Leben so nicht mehr lebenswert ist. Aber versuche es wirklich so zu sehen, dass das eine vorübergehende Phase ist. Auch ich habe mir schon häufig "mein Leben von früher" zurückgewünscht. Aber das ist eigentlich nicht wirklich wünschenswert, denn dann hätte ich den ganzen beschwerlichen Weg, den ich nun schon hinter mich gebracht habe, noch vor mir.
Es ist sehr frustrierend, wenn man das Gefühl hat, man stagniert und nichts wird besser. Aber es wird auch besser. Oft in so klitzekleinen Schritten, dass wir sie "von außen" gar nicht so recht bemerken. Und natürlich kann es auch immer wieder Rückschläge geben und dann fühlt es sich so an, als wäre nichts je besser geworden. Aber das stimmt nicht, es WIRD besser!

Dass es von ärztlicher Seite keine bessere Unterstützung gibt ist wirklich traurig. Leider ist die Erforschung von psychischen Problemen noch nicht so wirklich viel weiter gekommen in den letzten Jahrzehnten. Auf dem Gebiet der Neurowissenschaft wird immer mehr geforscht und man findet immer neue Zusammenhänge, Erklärungstheorien und Hypothesen. Aber eine praktische 1:1 Anwendung auf psychische Probleme gibt es leider (noch) nicht. In so einer Situation ist es dann leider immer verlockend, wenn einem ein Arzt (dem man vielleicht auch noch sehr vertraut, weil er ja schließlich Medizin studiert hat) ein Medikament anpreist, das angeblich die Lösung des Problems ist. Ist es nur leider eben nicht. Die Ärzte haben keine bessere Lösung...

Ich wünsche dir ganz viel Kraft - auch diese dunkle Episode wird einmal zu Ende gehen und dann wirst du auch wieder Hoffnung schöpfen können, ganz bestimmt!

Alles Liebe,
Cat
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Re: MsJay: Hallo, i bims - das neue Ich ohne Citalopram

Beitrag von MsJay »

Hallo liebe Cat, danke für deinen langen Text.
Gerade in der Zeit eine Woche vor meiner Periode sehe ich ziemlich oft alles grauer als es ist. Seit zwei Tagen geht es mir wieder Stimmungsmäßig besser und ich bin wieder zuversichtlicher. Ich hab diesen Breakdown eigentlich alle 4 Wochen, wo ich einfach keinen Ausweg darin sehe.
Im Vergleich zu der Zeit wo ich den Kaltentzug gemacht habe geht es mir so viel besser, aber besser ist eben nicht die MsJay die ich einst war und das ist manchmal einfach hart zu verdauen...
Ich werde nicht aufgeben :)

Ganz liebe Grüße und ich wünsche euch allen auch viel Kraft weiterhin bei dem steinigen aber so so wichtigem Weg!
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Erwünschte Wirkung: keine Einschlafprobleme, schlief schnell ein
Nebenwirkung: permanent Müde, kam morgens nicht mehr aus dem Bett und war ab Einnahme müde auch wenn ich halt mal ausgehen wollte
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- Agoraphobie mit Panikstörung

Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
2005 - 10/2017 Valafee Antibabypille - T4 Wert sank 3 Jahre durchs Absetzen und viele weitere Absetzsymptome wie Haarausfall, übertrieben unreine Haut, PMS? Depressive Episoden Zyklusnah

Um Entzugssymptome zu lindern ausprobiert:
2017- 10/2020 Wirkstoff Lavendelöl: Lasea täglich [leichte Beruhigung wahrgenommen, bei Ausfall deutlich unruhiger]
2019 - 10/2020 Johanniskraut Laif, L-Tryptophan NEM [habe beides wundersamerweise gut vertragen, als ich Laif absetzte wurden die Depressionen stärker]
2018 - 2019 B12 NEM
10/2019- 5/2020 Hyaluronsäure mit Biotin, Zink, Vitamin C und B12

Ausprobiert 1-2 Monate:
6/2019 LaVita Saftkonzentrat (Frucht,Gemüse,Kräuterextrakten, pflanzlichen Ölen, Vitaminen und Mineralstoffen) NEM [keine Nebenwirkung]
2/2020 Fitline Powercocktail & Restorare NEM [keine Nebenwirkungen, fühlte mich aber fitter täglich]
11/2020 Serotalin NEM (5 HTP und mehrere Inhalsstoffe) (bis 8/12/2020)
[Angstzustände wurden stärker, Kribbeln in Beinen abends]

Aktuelle Medikamente:

2017 - 2020 Vitamin D [Vitamin D Mangel im Blut festgestellt]
2018 Rescue Tropfen bei Bedarf
seit 9/12/2020 :
Neurexan
Omega 3 (Doppelherz)
wieder mit Lasea begonnen

Mein Cholesterin ist dauerhaft zu hoch, liegt jedoch in der Familie.
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