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Luisa97: Mirtazapin abgesetzt - Absetzerscheinungen

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Luisa97
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Luisa97: Mirtazapin abgesetzt - Absetzerscheinungen

Beitrag von Luisa97 »

 ! Nachricht von: Jamie
Thread gesperrt, es existiert offensichtlich ein Doppelthread in "AD absetzen"

Hallo Zusammen,

Ich bin Luisa und 23 Jahre alt. Auf Grund von Depressionen verschrieb mir mein Hausarzt im Juli 2019 30 mg Mirtazapin. Diese haben mir super gut geholfen. Ich hatte psychisch keine Probleme mehr, konnte super schlafen und hatte endlich wieder Appetit. Da ich durch die Depressionen kaum essen konnte und von Natur aus schon ein ziemliches Leichtgewicht bin, war ich von der appetitanregenden Wirkung absolut begeistert und ich konnte auch mein Gewichtsdefizit wieder aufholen.

Nachdem ich einige Monate stabil war beschloss ich die Tabletten langsam abzudosieren, sodass ich im Mai 2020 schon nur noch bei 3,75 mg war. Nach wenigen Wochen kehrten dann auch die Depressionen zurück, sodass ich schnell wieder auf 7,5 mg erhöhte. Da auch mit dieser Dosierung die Depressionen immer wieder wellenartig zurück kehrten empfahl mir mein Arzt wieder auf 15 mg zu erhöhen. Da auch das über mehrere Wochen zu keinem stabilen Zustand führte und meine Schlaflosigkeit und insbesondere Übelkeit und Erbrechen zunahmen, war ich am 27.10.2020 wieder bei 30 mg angelangt.

Nach der ersten Nacht mit 30 mg fühlte ich mich wie vergiftet. Ich habe am ganzen Körper gezittert, konnte nicht schlafen, musste mich permanent Übergeben und hatte extreme Wahnvorstellungen. Nachdem ich meinem Arzt also am nächsten Tag erneut mein Leid geklagt hatte meinte er ich solle die Tabletten sofort komplett absetzen. Da ich wusste, dass das in meinem Kopf erst recht alles durcheinander bringen würde nahm ich vorerst weiterhin 7,5 mg. Zittern, Übelkeit und Schlaflosigkeit blieben bestehen, psychisch war ich allerdings stabil. Am 2.11.2020 hatte ich dann den ersten Termin bei einer Psychiaterin. Auch diese riet mir zum sofortigen kalten Absetzen und überwies mich für einen körperlichen Check up für ein paar Tage in ein Krankenhaus. Dort wurde allerdings nichts organisches festgestellt.

Somit bin ich seit dem 2.11.2020 auf 0 mg. Mein Schlaf hat sich mittlerweile wieder gebessert und auch das Zittern tritt nur noch gelegentlich auf. Auch psychisch hatte ich bis jetzt keinen großen depressiven Rückfall, bis auf wenige sensible Tage. Womit ich allerdings noch häufig zu kämpfen habe ist die Übelkeit und Appetitlosigkeit. Vor allem morgens und tagsüber muss ich mich dazu überwinden überhaupt etwas zu essen und mich dabei extrem konzentrieren es überhaupt drin zu behalten. Gegen Abend verbessert es sich meistens und ich bin nahezu symptomfrei. Das Ganze tritt auch wellenartig auf. Mal geht es mir für 2 Wochen richtig gut und dann wieder 2-3 Wochen diese starke Übelkeit.

Gibt es hier im Forum vielleicht jemanden, der auch solche Erfahrungen mit Übelkeit im Zusammenhang mit dem Absetzen von Mirtazapin gemacht hat? Ich hab das zwar schon häufig gelesen aber ich weiß nicht, ob es normal ist, dass die Symptome bei mir so wellenartig auftreten. Neben der Übelkeit belastet es mich extrem, dadurch immer mehr an Gewicht zu verlieren, weil ich es mir einfach nicht leisten kann noch mehr abzunehmen. Ich weiß dass das absetzen auf 0 mg definitiv zu schnell war aber nach nun fast 2 Monaten ohne Tabletten kommt es für mich auch nicht mehr in Frage damit wieder anzufangen.

Ich bin dankbar für jeden Erfahrungsbericht und Tipps von euch!

Liebe Grüße,
Luisa
Zuletzt geändert von Annanas am 27.12.2020 12:51, insgesamt 1-mal geändert.
Juli 2019 30 mg Mirtazapin auf Grund von Depressionen, schnelle Linderung
Ab November 2019 schrittweise absetzen ohne weitere Probleme
Mai 2020 3,75 mg Mirtazapin, Depressionen und starke Übelkeit setzten ein, anschließend schrittweise aufdosiert
Oktober 2020 wieder bei 30 mg Mirtazapin, Depressionen weg, allerdings starke körperliche Symptome (Zittern, Übelkeit, Erbrechen, Schlaflosigkeit, wie vergiftet von den Tabletten)
Seit 2.11.2020 auf 0 mg auf Anraten von Arzt und Psychiaterin, nach 2 Wochen stabiler psychischer Zustand, phasenweise starke Übelkeit bis heute
Gesperrt