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wir wünschen Euch eine schöne Osterzeit mit möglichst entspannten Feiertagen und schönem Wetter.

Das Team ist während dieser Zeit u wahrscheinlich auch etwas länger anhaltend, aus verschiedenen Gründen personell stark unterbesetzt, so daß hauptsächlich nur administrative Aufgaben erledigt werden können.

Wir bitten Euch deshalb, verstärkt gegenseitig nach Euch zu schauen u zu unterstützen.

Danke für Euer Verständnis, liebe Grüße vom Team

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An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegenden Absetzinfos ein: Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Manati
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Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Hallo an alle!

Ich bin in einer ziemlichen Notsitation, nachdem ich aus Unwissenheit VIEL zu abrupt von etwa 33mg Venlafaxin Retard auf null abgesetzt hab.
Nach den üblichen Absetzsymptomen, die etwa 4-6 Wochen anhielten und wirklich heftig waren, ging der Spaß erst richtig los - ihr wisst, wovon ich rede.

Am schlimmsten waren die nächtlich-morgendliche, stundenlange ANGSTKRÄMPFE, von denen ich regelrecht Muskelkater bekam, und die mit meiner Ursprungssymptomatik (gelegentlichen Panikattacken, über die ich heute nur noch lachen würde..) rein garnichts mehr zu tun hatten. Etwas in diesem Ausmaß habe ich noch NIE erlebt!! Es hat einige Wochen gedauert, bis ich auf die englischsprachige Entsprechung dieses Forums (SA) gestoßen bin, und gecheckt habe, was da eigentlich gerade passiert, und dass ich auf dem Wege bin, in ein protrahiertes Absetzssyndrom zu rutschen!!!

Also habe ich schleunigst (vor 6 Tagen) mit 2 Kügelchen (etwa 0,7mg) wieder eingeschlichen. Die extremen nächtlichen Angstkrämpfen sind seither auch tatsächlich einer Grundängstlichkeit gewichen, die sich besser bewältigen lässt.
Ich hoffe, das hat tatsächlich mit dem Einschleichen zu tun, und nicht bspw. einfach mit dem Magnesium, das ich parallel dazu zu nehmen begonnen habe.

Dennoch geht es mir immer noch extrem schlecht: Ich schlafe kaum und flach, werde ständig ängstlich wach, und wache morgens todmüde, ängstlich und mit einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit auf. Das zieht sich so durch den Tag, spät abends wird es meist etwas besser. Dazu kommen noch ein Ohrgeräusch (mal stärker, mal schwächer) und merkwürdige Spannungskopfschmerzen, Empfindungsstörungen (Kältegefühl in Gesicht und Händen) etc.
Wenige Tage nach dem Wiedereinschleichen war ich morgens EXTREM agitiert, es war so quälend und kaum auszuhalten, aber ich erinnere mich, dass ich das bei allerersten Einschleichen von Venlafaxin damals vor 15 Jahren auch hatte.

Gestern habe ich um 1 Kügelchen hochdosiert, und hab die ganze Nacht mit krampfenden Beinen hellwach verbracht. Nun kann ich nicht einschätzen, ob das bereits so schnell eine aversive Reaktion auf das zusätzliche Kügelchen war, oder eine verzögerte Reaktion auf das Einschleichen von 6 Tagen. Oder komplett unabhängig von beidem einfach eine physische Angstsymptomatik?? So vieles in diesem Prozess wirft Fragen auf!! Was ist Ursache, was Wirkung?

Ich frage mich nun, wie ich mit dem Wiedereinschleichen weiter vorgehen soll?? Für mindestens 10 Tage auf einer Dosis bleiben, habe ich gelesen. Aber nach welchen Kriterien soll ich dann weiter vorgehen? Aufdosieren wenn die Symptome nicht besser werden? Oder dann erst mal abwarten, ob noch Besserung eintritt? So ganz hab ich das Prinzip noch nicht verstanden.
Ich mache mir auch ziemliche Sorgen angesichts meiner 'ungünstigen' Voraussetzungen: 15 Jahre Einnahme des Medikaments (also echt Langzeit!!), krasses Absetzen von 33mg auf Null - und das bei einem so fiesen Medikament wie Venlafaxin und nach bereits 13 Wochen ohne Medikament.
Was meint ihr, gibt's da noch Hoffnung??

Bin für alle Tips, Erfahrungen und Ermutigungen dankbar!! :( :shock: :shock: :shock:
Zuletzt geändert von Murmeline am 03.01.2021 07:41, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel angepasst
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

02. März: zusätzlich GABA-Sticks
Murmeline
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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Murmeline »

Hallo Manati,

liest sich ja ziemlich anstrengend, wie es bei dir gerade ist.

Für das Eindosieren gibt es Tipps, aber auch das Bauchgefühl gehört dazu. Vielleicht wartest du einfach mal ein paar Tage, wie es sich entwickelt, und entscheidest dann?

Du scheinst ja schon vor deinem Zugang zu Betroffenengruppen schrittweise reduziert zu haben. Wie bist du darauf gekommen?

Wenn du dir unsicher wegen dem Magnesium bist, vielleicht erstmal wieder weglassen oder weniger nehmen?

In deiner Signatur schreibst du von einem Notfall-Benzo, welche Auswirkungen bemerkst du hier?

Es ist schwer, hoffnungsvoll zu sein, wenn man sich sehr schlecht fühlt. Manchmal geht es erstmal nur um das aushalten, aber es kommen bestimmt Zeiten wieder, in denen du mehr Hoffnung und Zuversicht spüren kannst.

Murmeline
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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Towanda »

Hallo Manati,

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Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

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Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

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Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

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viele Grüße,

Towanda
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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von simonb »

Hallo,

Ich würde an deiner Stelle jetzt mal bei einer Dosis bleiben, und ein paar Wochen abwarten, ob eine Stabilisierung eintritt, das dauert.

LG Simon
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Mit dem Entzug ist es wie mit dem Glück, wenn man's zwingt ist's Schei :censored: e!

"Weniger ist mehr im Entzug" ( meine Meinung zu Nems)
Cashi
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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Cashi »

Hallo von mir
Ich selber hab venla ausgeschlichen.. Anstrengend.. Hing ja auch 20 Jahre drauf und hab 5 Jahre gebraucht um 75 mg los zu werden. Ich kenne das was du beschreibst. Sehr anstrengend. Vielleicht bleibst du erstmal bei einer dosis um zu sehen wie es dir damit geht. LG Cashi
1996 erstmals Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb 2 Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
März 2011 Panikattacken. fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor angefangen. Beschwerden weg.
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober 5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wo Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16. 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16. 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig.wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla.Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16,
22.11.2016. 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 auf 48,6 mg
15.01.17 auf 46,17 mg
12.02.17 auf 43,50 mg
13.03.17 auf 41,40 mg
11.04.17 auf 39 mg Trevilor
01.05.17 auf 37,5 mg Trevilor. Halbzeit
28.08.17 auf 33.75 mg
25.09.17 auf 31.25 mg
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg
07.04.18 auf 30 mg
20.05.18 auf 29 mg
03.06.18 auf 28.12 mg
10.06.18 auf 27.5 mg
16.07.18 auf 26.87 mg
05.08.18 auf 26.56 mg
19.08.18 auf 26.25 mg
16.09.18 auf 25.62 mg
01.10.18 auf 25 mg
21.10.18 auf 24.37 mg
23.11.18 auf 23.12 mg
10.12.18 auf 22 mg
13.01.19 auf 21 mg
20. 01.19 auf 20 mg
Seither setze ich wöchentl. Bzw alle 2 Wochen je nach befinden ab
13.10.19 auf 9 mg
26.11.19 auf 5 mg
Die mg Angaben beziehen sich auf die Wirkstoffmenge. Nicht auf das Gesamtgewicht der Kügelchen
Seit 15.03.20 kein Medikament mehr
Manati
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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Liebe Murmeline,

liebe Dank schon mal für Deine nette Antwort!!

Ja, ich hatte vorm Absetzen schon recherchiert, dass dies schrittweise und nicht allzu schnell passieren sollte - über 4 Monate war ich dann auch ganz präzise und geduldig. Dass der 'jump' von 33mg noch so riesig sein würde, war mir nicht klar. Ich hatte an dem Tag die Einnahme vergessen, und fühlte mich erst mal prima - angenehm ruhig sogar (das Venlafaxin hat mich immer latent ein wenig 'aufgeputscht'). Da dachte ich naiverweise - komm, ich lass es jetzt einfach weg und zieh's durch.

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, nach dem Einschleichen erst mal geduldig auszuharren - aber der Zustand während der letzten Woche war einfach nach wie vor unerträglich! Zwar hatte ich nicht mehr diese Angstkrämpfe in der Nacht, aber immer noch ständiges Aufwachen mit Angst, Agitiertheit und körperliche Krämpfe (insbesondere der Beine). Vorgestern habe ich deswegen nur 1h50 in der ganzen Nacht geschlafen. Außerdem eben das krasse Ohrgeräusch und absurd starkes 'Ziehen' im Kopf.
Da die Symptome so superkrass sind und keinen normalen Alltag erlauben, bin ich ständig verzweifelt auf der Suche nach irgendeiner Maßnahme, die den Zustand abmildern könnte.

Außerdem habe ich Sorge, dass die 0.7mg zu wenig sein könnten, um das 'Fenster' des Wiedereinschleichens offen zu halten, wenn Du versteht, was ich meine? Gleichzeitig will ich natürlich keine Gegenreaktion provozieren. Gibt es denn Erfahrungswerte hier im Forum, ab welcher Dosierung sich üblicherweise eine Stabilisierung einstellt?

Der 1/4 Notfall-Benzo soll eine Ausnahme bleiben - ich will nicht noch mehr Probleme. Da er schon seit Jahren in ner Schublade lag und kein Ablaufdatum draufstand, kann ich nicht mal mit Bestimmtheit sagen, dass er noch wirkte, ich war nach der Einnahme lediglich recht müde. Aber es war auch nur 1/4, also schwer zu sagen.

Mir ist aber ein anderer Gedanke gekommen: In diesem Artikel aus dem Forum hier https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 40#p169196 , bin ich auf folgenden Satz gestoßen:

..."haben wir bereits früher vorgeschlagen SSRI Entzug mit Antiepileptika, im Speziellen mit Gabapentin und Lamotrigin, zu behandeln. Antiepileptika können mit einem Antipsychotikum oder SSRI eingesetzt werden um deren Dosierung zu reduzieren oder sie abzusetzen. Ein vorgestellter Mechanismus erklärt die positive Auswirkung von Antiepileptika als Zusatzmedikation zu Antipsychotika bei der Behandlung von Schizophrenie und seinen „anti-Kindling“ Effekt. "

In diesem Paper http://www.breggin.com/td-resources/Chouinard2008.pdf weiterhin auf diese:

"The long-term maintenance with second-generation antidepressants and subsequent relapse of a major depressive disorder [67– 69] is another example of the difficulty encountered in decreasing and withdrawing psychotropic drugs during long-term maintenance treatment. The SSRI paroxetine has also recently been shown to produce a new persistent re-bound panic disorder following withdrawal [61, 70] , thought to be related to noradrenergic supersensitivity"
...We recommend the use of anticonvulsants in supersensitivity panic and generalized anxiety disor-der induced by the discontinuation of SSRIs, particularly the anticonvulsant gabapentin. An anticonvulsant can be used in conjunction with an antipsychotic or an SSRI in order to more effectively decrease or withdraw these psychotropic drugs and find the minimal therapeutic dose for patients who still need long-term treatment."

.."One proposed mechanism explaining the beneficial results of anticonvulsant adjunctive treatment in schizophrenia is their antikindling effect"

..."We recommend adjunctive gabapentin treatment as a first choice for desensitization from SSRI treatment".


Nun habe ich mir überlegt, ob dieser 'anti-kindling' Effekt nicht auch für das Wieder-Einschleichen des Medikaments nützlich sein könnte. Mein letzter Neurologe hat mir Pregalabin - also auch ein Antikonvulsivum - zur Behandlung der Angst verschrieben. Bislang hatte ich Bedenken, es zu nehmen, weil ich mich ungern von einem zweiten Präparat abhängig machen will. Da viele meiner Beschwerden aber krampfartigen Charakter haben, kaum auszuhalten sind, und das Pregalabin wohl einen anti-kindling Effekt hat, überlege ich nun doch, es zu nehmen. Natürlich habe ich nicht vor, infolge Aufzudosieren wie verrückt, keine Sorge. Was meint ihr??

Lieben Dank nochmal und viele Grüße!!


Murmeline hat geschrieben: 03.01.2021 08:30 Hallo Manati,

liest sich ja ziemlich anstrengend, wie es bei dir gerade ist.

Für das Eindosieren gibt es Tipps, aber auch das Bauchgefühl gehört dazu. Vielleicht wartest du einfach mal ein paar Tage, wie es sich entwickelt, und entscheidest dann?

Du scheinst ja schon vor deinem Zugang zu Betroffenengruppen schrittweise reduziert zu haben. Wie bist du darauf gekommen?

Wenn du dir unsicher wegen dem Magnesium bist, vielleicht erstmal wieder weglassen oder weniger nehmen?

In deiner Signatur schreibst du von einem Notfall-Benzo, welche Auswirkungen bemerkst du hier?

Es ist schwer, hoffnungsvoll zu sein, wenn man sich sehr schlecht fühlt. Manchmal geht es erstmal nur um das aushalten, aber es kommen bestimmt Zeiten wieder, in denen du mehr Hoffnung und Zuversicht spüren kannst.

Murmeline
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

02. März: zusätzlich GABA-Sticks
Manati
Beiträge: 22
Registriert: 01.01.2021 22:14
Hat sich bedankt: 20 Mal
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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Vielen lieben Dank für Deine Antwort, Simon!

Du hast sicherlich recht - es ist halt so schwer, einen so unerträglichen Zustand über Wochen auszusitzen.
Könnte ich wenigstens den Alltag normal bewältigen, wäre es einfacher, aber so verfalle ich schnell in Aktionismus...
Gleichzeitig dreht sich mein Gedankenkarussel - sind 0.7mg nicht viel zu wenig, um das 'Wiedereinschleichfenster' offen zu halten? Andere schleichen direkt mit 2,5mg ein, vielleicht sollte ich das auch etc.

Aber ich versuche, mich zu gedulden...

Viele liebe Grüße

simonb hat geschrieben: 03.01.2021 14:25 Hallo,

Ich würde an deiner Stelle jetzt mal bei einer Dosis bleiben, und ein paar Wochen abwarten, ob eine Stabilisierung eintritt, das dauert.

LG Simon
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

02. März: zusätzlich GABA-Sticks
Manati
Beiträge: 22
Registriert: 01.01.2021 22:14
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 25 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Hallo Cashi,

lieben Dank für Deine Nachricht! Das macht mir Hoffnung, dass es überhaupt funktioniert - aber im Gegensatz zu mir bist Du es ja vernünftig angegangen!! Ich könnte mir in den Hintern beißen, echt!! :frust:
Bitte drück mir die Daumen, dass ich es nochmal eindosiert kriege, um die Symptome in den Griff zu kriegen - die sind tatsächlich so unterträglich, dass es schwer fällt, erst mal länger abzuwarten...

viele liebe Grüße!!

Cashi hat geschrieben: 03.01.2021 20:18 Hallo von mir
Ich selber hab venla ausgeschlichen.. Anstrengend.. Hing ja auch 20 Jahre drauf und hab 5 Jahre gebraucht um 75 mg los zu werden. Ich kenne das was du beschreibst. Sehr anstrengend. Vielleicht bleibst du erstmal bei einer dosis um zu sehen wie es dir damit geht. LG Cashi
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

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Cashi
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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Cashi »

Hallo. Natürlich drücke ich dir die Daumen. Nein ich hab erst angefangen es vernünftig abzusetzen als ich auf das forum gestoßen bin. Zuvor hatte ich unzählige absetzversuche. Mit schlimmen Entzugserscheinungen.
Lg Cashi
1996 erstmals Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb 2 Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
März 2011 Panikattacken. fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor angefangen. Beschwerden weg.
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober 5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wo Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16. 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16. 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig.wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla.Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16,
22.11.2016. 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 auf 48,6 mg
15.01.17 auf 46,17 mg
12.02.17 auf 43,50 mg
13.03.17 auf 41,40 mg
11.04.17 auf 39 mg Trevilor
01.05.17 auf 37,5 mg Trevilor. Halbzeit
28.08.17 auf 33.75 mg
25.09.17 auf 31.25 mg
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg
07.04.18 auf 30 mg
20.05.18 auf 29 mg
03.06.18 auf 28.12 mg
10.06.18 auf 27.5 mg
16.07.18 auf 26.87 mg
05.08.18 auf 26.56 mg
19.08.18 auf 26.25 mg
16.09.18 auf 25.62 mg
01.10.18 auf 25 mg
21.10.18 auf 24.37 mg
23.11.18 auf 23.12 mg
10.12.18 auf 22 mg
13.01.19 auf 21 mg
20. 01.19 auf 20 mg
Seither setze ich wöchentl. Bzw alle 2 Wochen je nach befinden ab
13.10.19 auf 9 mg
26.11.19 auf 5 mg
Die mg Angaben beziehen sich auf die Wirkstoffmenge. Nicht auf das Gesamtgewicht der Kügelchen
Seit 15.03.20 kein Medikament mehr
Manati
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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Vielen Dank für Deine Anwort, Cashi! Oh ja - ich habe es gerade erst in Deiner Signatur nachverfolgt. Dann kannst Du Dir das Elend ja vorstellen... Ich wünschte, ich wäre das Dreckszeug los - aber zunächst mal muss ich ja hoffen, dass es überhaupt wieder wirkt!! Also vielen Dank auch fürs Daumen drücken - das kann ich wirklich brauchen...
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Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Straycat »

Hallo Manati,

auch von mir herzlich willkommen im ADFD.
Ich habe ähnlich wie du vor 4 Jahren mein SSRI (bei mir war es damals Escitalopram) abgesetzt - nach 10 Jahren Einnahme. Deine Symptomatik, die du beschreibst, kenne ich auch. Diese Angstkrämpfe - bei mir ist es wie Schüttelfrost mit Übelkeit und Angst, dass es nicht mehr weggeht - können wirklich sehr quälend sein.
Manati hat geschrieben: 04.01.2021 00:42 Da die Symptome so superkrass sind und keinen normalen Alltag erlauben, bin ich ständig verzweifelt auf der Suche nach irgendeiner Maßnahme, die den Zustand abmildern könnte.
Manati hat geschrieben: 04.01.2021 00:42 Nun habe ich mir überlegt, ob dieser 'anti-kindling' Effekt nicht auch für das Wieder-Einschleichen des Medikaments nützlich sein könnte. Mein letzter Neurologe hat mir Pregalabin - also auch ein Antikonvulsivum - zur Behandlung der Angst verschrieben. Bislang hatte ich Bedenken, es zu nehmen, weil ich mich ungern von einem zweiten Präparat abhängig machen will. Da viele meiner Beschwerden aber krampfartigen Charakter haben, kaum auszuhalten sind, und das Pregalabin wohl einen anti-kindling Effekt hat, überlege ich nun doch, es zu nehmen. Natürlich habe ich nicht vor, infolge Aufzudosieren wie verrückt, keine Sorge. Was meint ihr??
Ich verstehe dich sehr gut, dass du das Bedürfnis hast eine "Lösung" zu finden, einen Wirkstoff, ein Verfahren, ein NEM - man wünscht sich oft einfach nur Linderung. Das Gemeine ist, dass alle ZNS-gängigen Substanzen und oft auch viele Verfahren oder sogar NEM das ZNS noch mehr reizen können und die Heilung eher verlangsamen, als beschleunigen. Ich denke es ist oftmals dem Bedürfnis nach Selbstwirksamkeit geschuldet, dass man etwas unternehmen will, damit es besser wird. Aber leider ist es häufig so, dass es durch die Unternehmungen nicht besser wird und man sich dann noch hoffnungsloser fühlt. Oder man hat im schlimmsten Fall ein neues Präparat an der Backe, das ebenso NW hat, Absetzsymptome bewirkt und langsam ausgeschlichen werden muss.
Ich würde aus diesem Grund nichts weiteres einnehmen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie quälend es sein kann, wenn man einfach nur abwartet. Aber ich sehe darin wirklich die besten Chancen auf Heilung, wenn man dem Körper die Möglichkeit gibt, sich an die veränderte Dosis anzupassen und die Veränderungen, die im Gehirn durch den Wirkstoff vorgenommen wurden, wieder rückgängig zu machen. Unser Gehirn strebt nach Homöstase - wir müssen ihm allerdings auch die Möglichkeit geben, dort hin zu kommen. Das ist zumindest meine Ansicht dazu.
Manati hat geschrieben: 04.01.2021 00:42 Außerdem habe ich Sorge, dass die 0.7mg zu wenig sein könnten, um das 'Fenster' des Wiedereinschleichens offen zu halten, wenn Du versteht, was ich meine? Gleichzeitig will ich natürlich keine Gegenreaktion provozieren. Gibt es denn Erfahrungswerte hier im Forum, ab welcher Dosierung sich üblicherweise eine Stabilisierung einstellt?
Das kann man leider nicht pauschal beantworten, denn jedes Gehirn ist unterschiedlich und die davor durchlebte Geschichte eine andere. Da spielen so viele Faktoren hinein: Die Dosis, die man genommen hat, die Dauer der Einnahme, die Absetzschritte, von welcher Dosis man auf "null" gesprungen ist, wie lange es her ist...
Ich sehe die beste Chance darin, dass du dich langsam herantastest und versuchst herauszufinden, wo die Dosis liegt, mit der es dir besser geht als auf der "Null". Besser heißt allerdings oft auch weit entfernt von wirklich gut. Manche Symptome bleiben einfach auch einige Zeit und man kann sie nicht durch die Wiedereinnahme restlos beseitigen.
Da braucht es vor allem viel Geduld. Wie simon :) auch schon geschrieben hat, ist es ratsam die Dosis erstmal etwas zu halten und abzuwarten, ob sich etwas bessert. Insbesondere wenn man schon länger auf null war, ist eine Wiedereindosierung heikel und greift oft nicht mehr so gut, wie wenn man direkt nach dem zu raschen Absetzen wiedereindosiert.
Manati hat geschrieben: 04.01.2021 00:42 Der 1/4 Notfall-Benzo soll eine Ausnahme bleiben - ich will nicht noch mehr Probleme.
Das halte ich auch für eine gute Entscheidung. Man macht sich mit weiteren Substanzen oft nur noch größere Probleme.

Ich wünsche dir viel Geduld mit deinem Körper - gib dir die Zeit und Ruhe, damit es besser wird!
Alles Gute,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von paul1 »

Hallo manati,

Wie ich gerade lese haben wir wohl das gleiche Problem mit venlafaxin 😪!

Ich habe mich auch vor paar Tagen entschieden bisschen hoch zugehen! Ein wenig hat sich der Körper beruhigt aber gut ist es nicht aber besser zu ertragen! Vielleicht klappt das bei dir ja auch 🤗

Und wie du will auch auch ständig was machen damit es besser wird ...

Ganz liebe Grüße Sarah
Ich nehme seit ca. 2005 Venlafaxin retard
Kurze zeit 150mg
Dann 75 mg
Bin dann ab ca 2007 jedes Jahr um 12,5mg runter gegangen
(aber ohne Hilfe da mein Therapeut sich nicht aus kannte und falsche Ratschläge gegeben hat)
Habe immer gemerkt das mir das Medikament nicht gut tut und mich massiv verändert aber war immer unsicher weil mir keiner geglaubt hat .

Hatte Panikattacken wenn ich draußen keine Toilette gefunden habe (chronische Darmerkrankung)
Leichte Depressionen weil ich 8 Jahre mit einem Narzissten zusammen war


Ca 2006 von 150mg auf 75 mg ganz schlimme Probleme wusste aber nicht was das ist mein Therapeut meinte das wäre ich und hat ständig eine andere Diagnose gestellt bis es mir besser ging und er meinte sie haben ja nichts mehr außer die Panik (Toilette) .
in der Zeit habe ich mir durch Meditieren geholfen und meinen Glauben das ich nicht so krank bin sondern das Medikament das ausgelöst hat


21.09.2020 Ven. Von 37,5 auf 25 mg

ganze viele unterschiedliche Symptome :
Gedankenrasen, Wirr, kaum Konzentration ,Panik, Unruhe, ständige Angst, Magendarm, massive Schmerzen am Körper , massive Muskelzuckungen , Alpträume, Emotionen nicht zu regulieren, und irgendwie läuft die Verarbeitung nicht der Emotionen und Gedanken
Wutausbrüche, Weinen
Alte Erinnerungen vom Absetzen sind wieder hoch gekommen und auch so kommen alles alte Sachen hoch die keinen Sinn ergeben

Immer mal wieder kurze Fenster wo ich merke wie gut es mir geht das ich runter gesetzt habe da diese MUSS Gedanken weg sind

01.01.20201 von 25mg auf ca 27,5 -28 mg (Kügelchen) hochdosiert

Schmerzen werden bisschen besser aber der Rest ist noch da aber bisschen milder
Aber sehr unruhig und MUSS Gedanken sind wieder sehr stark und die
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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

paul1 hat geschrieben: 08.01.2021 12:11 Hallo manati,

Wie ich gerade lese haben wir wohl das gleiche Problem mit venlafaxin 😪!

Ich habe mich auch vor paar Tagen entschieden bisschen hoch zugehen! Ein wenig hat sich der Körper beruhigt aber gut ist es nicht aber besser zu ertragen! Vielleicht klappt das bei dir ja auch 🤗

Und wie du will auch auch ständig was machen damit es besser wird ...

Ganz liebe Grüße Sarah

Liebe Sarah,

ach Mensch, das tut mir leid, dass Du Dich auch gerade so damit quälst... Aber bei Dir sieht es doch ganz gut aus - Du bist ja vernünftig am Ausschleichen!! Bestimmt wird das dann auch gut bei Dir klappen, da bin ich ganz zuversichtlich.
Ja - man will einfach IRGENDWAS machen, um das Schlimmste zu lindern, oder??
Aber vermutlich ist Geduld wirklich das Wichtigste, auch wenn es so schwer fällt.

Ich wünsche Dir, dass es ab jetzt ganz smooth und unkompliziert bei Dir funktioniert!!

Ganz liebe Grüße!!
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Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Liebe Cat!

Tausend Dank für Deine nette und ausführliche Antwort!! :hug:

Das ist ja interessant, dass Du auch diese krassen Krämpfe hattest.

Vielen Dank auch für Dein Verständnis bzw. Deine Rückmeldung bezüglich meines verzweifelten Aktionismus. Theoretisch leuchtet mir völlig ein, dass neue Substanzen auch mehr Stress für das ZNS bedeuten, und ich geduldig sein sollte. Solange man keinen Zustand erreicht hat, der zumindest 'aushaltbar' ist, fällt das leider super schwer.
Das Pregabalin habe ich nur 3 Tage lang genommen, und mir dann nochmal vorgenommen, es ohne zu versuchen - um den Effekt des Venlafaxin-Wiedereinschleichens auch 'unmaskiert' durch eine andere Substanz beobachten zu können. Zum Glück ließ es sich irgendwie aushalten, und die Angst-Symptomatik hat sich unter dem Venlafaxin tendenziell verbessert. Das Einschleichen ist nun etwa 2 Wochen her. Leider hatte ich vom 07.-10.01. 3 schlaflose Nächte hintereinander! Ich bin mir recht sicher, dass das mit dem Venlafaxin zu tun hatte, und habe mir ziemlich Sorgen gemacht. Letzte Nacht habe ich dann zum Glück nochmal etwas schlafen können. Ich hoffe also, dass die Schlaflosigkeit nur ein vorübergehendes Phänomen war und nicht den Wiedereinschleicherfolg sabotiert!!
Wenn das Medikament erst mit etwa 2 Wochen Verzögerung therapeutisch wirkt, dürfte ich auch erst in ein paar Tagen die Wirkung vom Aufdosieren auf 3 Kügelchen merken - ich hoffe, das geht gut!

Was den gesamten 'Wiedereinschleichprozess' angeht, bin ich nach wie vor etwas ratlos. Ich habe verstanden, dass man erst mal ganz vorsichtig und niedrig eindosieren soll, um dann langsam/geduldig die Reaktion des Systems abzuwarten. Aber was dann? Angenommen, es zeigt sich nun eine stabil andauernde Verbesserung - würde ich dann grundsätzlich versuchen, noch weiter hochzudosieren? Oder bei der Dosis bleiben und darauf bauen, dass sich das ZNS mit der Zeit an die gegebene Dosis anpasst und sich der Zustand damit von alleine' weiter verbessert?

Irgendwie fällt es mir schwer, mir vorzustellen, dass sich mein gesamtes System auf 3 Kügelchen stabilisieren soll. Andererseits sollte das, ausgehend vom Homöostasestreben des Systems, ja eigentlich unweigerlich irgendwann geschehen?
Dabei beunruhigt mich die Frage, wie ich das Medikament dann jemals werde absetzen können - nachdem ich mein ZNS so nachhaltig auf nur 3 Kügelchen sensibilisiert habe?? Also wie sollte das funktionieren, 3 Kügelchen langsam und schonend auszuschleichen??

Nach dem Wiedereinschleichen von 3 Kügelchen (wobei ich derzeit vermutlich erst die Wirkung der Anfangsdosis von 2 Kügelchen wahrnehme) geht es mir insgesamt besser als auf 0. Aber - wie Du auch schreibst - immer noch weit entfernt von gut! Ich frage mich, ob sich der Zustand mit der Zeit von alleine verbessern wird (weil der Körper sich anpasst), oder ich ca. alle 14 Tage ein Kügelchen mehr nehmen sollte, um das Ganze etwas abzukürzen bzw. den Körper nicht auf diese Mikrodosis zu sensibilisieren?

Sicher gibt es auf diese Fragen keine eindeutigen richtig vs. falsch - Antworten, für Deine Einschätzung oder Erfahrungswerte aus dem Forum wäre ich dennoch sehr dankbar!

Vielen Dank nochmal für Deine Antwort und guten Wünsche!!



Straycat hat geschrieben: 07.01.2021 12:22 Hallo Manati,

auch von mir herzlich willkommen im ADFD.
Ich habe ähnlich wie du vor 4 Jahren mein SSRI (bei mir war es damals Escitalopram) abgesetzt - nach 10 Jahren Einnahme. Deine Symptomatik, die du beschreibst, kenne ich auch. Diese Angstkrämpfe - bei mir ist es wie Schüttelfrost mit Übelkeit und Angst, dass es nicht mehr weggeht - können wirklich sehr quälend sein.
Manati hat geschrieben: 04.01.2021 00:42 Da die Symptome so superkrass sind und keinen normalen Alltag erlauben, bin ich ständig verzweifelt auf der Suche nach irgendeiner Maßnahme, die den Zustand abmildern könnte.
Manati hat geschrieben: 04.01.2021 00:42 Nun habe ich mir überlegt, ob dieser 'anti-kindling' Effekt nicht auch für das Wieder-Einschleichen des Medikaments nützlich sein könnte. Mein letzter Neurologe hat mir Pregalabin - also auch ein Antikonvulsivum - zur Behandlung der Angst verschrieben. Bislang hatte ich Bedenken, es zu nehmen, weil ich mich ungern von einem zweiten Präparat abhängig machen will. Da viele meiner Beschwerden aber krampfartigen Charakter haben, kaum auszuhalten sind, und das Pregalabin wohl einen anti-kindling Effekt hat, überlege ich nun doch, es zu nehmen. Natürlich habe ich nicht vor, infolge Aufzudosieren wie verrückt, keine Sorge. Was meint ihr??
Ich verstehe dich sehr gut, dass du das Bedürfnis hast eine "Lösung" zu finden, einen Wirkstoff, ein Verfahren, ein NEM - man wünscht sich oft einfach nur Linderung. Das Gemeine ist, dass alle ZNS-gängigen Substanzen und oft auch viele Verfahren oder sogar NEM das ZNS noch mehr reizen können und die Heilung eher verlangsamen, als beschleunigen. Ich denke es ist oftmals dem Bedürfnis nach Selbstwirksamkeit geschuldet, dass man etwas unternehmen will, damit es besser wird. Aber leider ist es häufig so, dass es durch die Unternehmungen nicht besser wird und man sich dann noch hoffnungsloser fühlt. Oder man hat im schlimmsten Fall ein neues Präparat an der Backe, das ebenso NW hat, Absetzsymptome bewirkt und langsam ausgeschlichen werden muss.
Ich würde aus diesem Grund nichts weiteres einnehmen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie quälend es sein kann, wenn man einfach nur abwartet. Aber ich sehe darin wirklich die besten Chancen auf Heilung, wenn man dem Körper die Möglichkeit gibt, sich an die veränderte Dosis anzupassen und die Veränderungen, die im Gehirn durch den Wirkstoff vorgenommen wurden, wieder rückgängig zu machen. Unser Gehirn strebt nach Homöstase - wir müssen ihm allerdings auch die Möglichkeit geben, dort hin zu kommen. Das ist zumindest meine Ansicht dazu.
Manati hat geschrieben: 04.01.2021 00:42 Außerdem habe ich Sorge, dass die 0.7mg zu wenig sein könnten, um das 'Fenster' des Wiedereinschleichens offen zu halten, wenn Du versteht, was ich meine? Gleichzeitig will ich natürlich keine Gegenreaktion provozieren. Gibt es denn Erfahrungswerte hier im Forum, ab welcher Dosierung sich üblicherweise eine Stabilisierung einstellt?
Das kann man leider nicht pauschal beantworten, denn jedes Gehirn ist unterschiedlich und die davor durchlebte Geschichte eine andere. Da spielen so viele Faktoren hinein: Die Dosis, die man genommen hat, die Dauer der Einnahme, die Absetzschritte, von welcher Dosis man auf "null" gesprungen ist, wie lange es her ist...
Ich sehe die beste Chance darin, dass du dich langsam herantastest und versuchst herauszufinden, wo die Dosis liegt, mit der es dir besser geht als auf der "Null". Besser heißt allerdings oft auch weit entfernt von wirklich gut. Manche Symptome bleiben einfach auch einige Zeit und man kann sie nicht durch die Wiedereinnahme restlos beseitigen.
Da braucht es vor allem viel Geduld. Wie simon :) auch schon geschrieben hat, ist es ratsam die Dosis erstmal etwas zu halten und abzuwarten, ob sich etwas bessert. Insbesondere wenn man schon länger auf null war, ist eine Wiedereindosierung heikel und greift oft nicht mehr so gut, wie wenn man direkt nach dem zu raschen Absetzen wiedereindosiert.
Manati hat geschrieben: 04.01.2021 00:42 Der 1/4 Notfall-Benzo soll eine Ausnahme bleiben - ich will nicht noch mehr Probleme.
Das halte ich auch für eine gute Entscheidung. Man macht sich mit weiteren Substanzen oft nur noch größere Probleme.

Ich wünsche dir viel Geduld mit deinem Körper - gib dir die Zeit und Ruhe, damit es besser wird!
Alles Gute,
Cat
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Straycat »

Hallo Manati,

wärst du so nett und würdest das Pregabalin noch in deine Signatur aufnehmen?
Auch wenn du es nur 3 Tage genommen hast, kann es dein ZNS irritieren und ist deshalb wichtig für die Gesamtbeurteilung, wenn man dir Feedback zu deinem Verlauf gibt :) Danke!

Das Wiedereindosieren ist so eine Sache, bei der man leider nie im Vorhinein weiß, wie es anschlägt. Und je länger man auf 0mg war, umso schwieriger kann es sein, die richtige Dosis zur Stabilisierung zu finden.
Unsere FAQ zum Wiedereindosieren kennst du? https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 15#p106315

Zu deiner Frage, ob du dich auch auf einer so minimalen Dosis stabilisieren kannst:
Ja, denn SSRI/SNRI wirken auch in minimalsten Dosen noch sehr stark.
Hier findest du Grafiken zur Serotonintransporterbelegung bei einzelnen SSRI/SNRI und hier konkret die zu Venlafaxin:
viewtopic.php?p=105715#p105715
Wie du siehst steigt die Kurve sehr steil an. Das bedeutet, dass schon bei einer sehr geringen Dosis relativ viele Serotonintransporter belegt sind.
Der steilste Anstieg ist ca. zwischen 0 und 5mg.
Aus diesem Grund ist beim langsamen Reduzieren auch häufig die Reduktion der letzten paar mg am schwierigsten, da das ZNS bei den geringsten Dosen die Schritte am stärksten registriert.

Warum ist es nun sinnvoll längere Zeit auf der Minidosis zu bleiben?
Dein ZNS hat nun schon seit September damit begonnen sich an das Fehlen des gewohnten Venlafaxin anzupassen. Durch diese Anpassungen hat es die unangenehmen Symptome fabriziert. Wenn du nun die Dosis zu schnell zu stark steigerst, dann bringst du dein ZNS quasi noch mehr durcheinander, weil es eigentlich schon dabei war, sich an die 0mg zu gewöhnen.
Es ist sehr unterschiedlich, wie lange es dauert, bis sich ein ZNS nach Wiedereindosierung des ursprünglichen Medikaments wieder stabilisiert. Bei manchen geschieht das schon nach einigen Tagen, bei anderen nach Wochen und bei wieder anderen nach Monaten.
Wenn man nun alle paar Tage hinaufdosiert, gibt man dem ZNS quasi keine Chance, dass es sich auf einer gleichbleibenden Dosis stabilisiert.
Deswegen ist es immer so eine Fingerspitzengefühl-Sache, wie schnell man die Dosis beim Wiedereindosieren steigert und wie lange man der jeweiligen Dosis Zeit gibt, zu wirken.
Wenn du eine Dosis gefunden hast, bei der du dich wieder stabiler fühlst (wie gesagt muss das nicht 100% toll sein, aber eben die schlimmsten Symptome sollten weg oder deutlich besser sein), dann würde ich diese Dosis mal für mindestens 8 Wochen halten. Und dann kannst du von dieser Dosis aus das schrittweise Reduzieren angehen. Auch 3 Kügelchen kann man Ausschleichen. Natürlich nicht in 10%-Schritten, aber in ca. 30%-Schritten und man kann zwischen den Reduktionen ausreichend Zeit lassen, damit das ZNS sich langsam an die Reduktion gewöhnen kann.

3 schlaflose Nächte sind natürlich sehr mies :( Aber wenn du jetzt schon wieder schlafen kannst, würde ich noch nicht automatisch davon ausgehen, dass das nun ein Symptom ist, das dauerhaft bleibt. Vielleicht hat dein Nervensystem erstmal mit Schlaflosigkeit reagiert und die pendelt sich nun wieder ein. Auch äußere Umstände, Stress und Druck, sonstiges körperliches Befinden, Tagesablauf usw. können auf den Schlaf einwirken. Ich würde da noch nicht davon ausgehen, dass es automatisch vom Venlafaxin kommt und würde es auch definitiv nicht als Unverträglichkeitsreaktion verstehen.

Mir ist noch nicht ganz klar, was du damit meinst, dass du deinen Körper nicht auf diese geringe Dosis sensibilisieren willst. Vielleicht kannst du das noch näher erklären, dann kann ich (oder jemand anderes, der dir antwortet) besser darauf eingehen :)

Alles Liebe,
Cat
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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von paul1 »

Manati hat geschrieben: 11.01.2021 22:04
paul1 hat geschrieben: 08.01.2021 12:11 Hallo manati,

Wie ich gerade lese haben wir wohl das gleiche Problem mit venlafaxin 😪!

Ich habe mich auch vor paar Tagen entschieden bisschen hoch zugehen! Ein wenig hat sich der Körper beruhigt aber gut ist es nicht aber besser zu ertragen! Vielleicht klappt das bei dir ja auch 🤗

Und wie du will auch auch ständig was machen damit es besser wird ...

Ganz liebe Grüße Sarah

Liebe Sarah,

ach Mensch, das tut mir leid, dass Du Dich auch gerade so damit quälst... Aber bei Dir sieht es doch ganz gut aus - Du bist ja vernünftig am Ausschleichen!! Bestimmt wird das dann auch gut bei Dir klappen, da bin ich ganz zuversichtlich.
Ja - man will einfach IRGENDWAS machen, um das Schlimmste zu lindern, oder??
Aber vermutlich ist Geduld wirklich das Wichtigste, auch wenn es so schwer fällt.

Ich wünsche Dir, dass es ab jetzt ganz smooth und unkompliziert bei Dir funktioniert!!

Ganz liebe Grüße!!
Hallo 🤗

Ich sehe auch gerade deine liebe Antwort, vielen Dank 😊

Ich wünsche dir auch ganz viel Kraft du hast es bald geschafft wie ich sehe 🤗🤗 das freut mich.

Genau man möchte was machen und ein normales Leben haben und dann kommen die Zweifel ob man nicht doch Medikamente brauch aber dann wird mir bewusst das es ja erst so schlimm wurde als ich versucht habe abzusetzen!

Wie schaffst du das durch zuhalten ?

Ich finde rückwirkend so schlimm wie das Medikament einen verändert hat und ich habe immer gemerkt da stimmt was nicht aber keiner hat einen geglaubt 😢

Freue mich über Austausch 🤗

Lg Sarah
Ich nehme seit ca. 2005 Venlafaxin retard
Kurze zeit 150mg
Dann 75 mg
Bin dann ab ca 2007 jedes Jahr um 12,5mg runter gegangen
(aber ohne Hilfe da mein Therapeut sich nicht aus kannte und falsche Ratschläge gegeben hat)
Habe immer gemerkt das mir das Medikament nicht gut tut und mich massiv verändert aber war immer unsicher weil mir keiner geglaubt hat .

Hatte Panikattacken wenn ich draußen keine Toilette gefunden habe (chronische Darmerkrankung)
Leichte Depressionen weil ich 8 Jahre mit einem Narzissten zusammen war


Ca 2006 von 150mg auf 75 mg ganz schlimme Probleme wusste aber nicht was das ist mein Therapeut meinte das wäre ich und hat ständig eine andere Diagnose gestellt bis es mir besser ging und er meinte sie haben ja nichts mehr außer die Panik (Toilette) .
in der Zeit habe ich mir durch Meditieren geholfen und meinen Glauben das ich nicht so krank bin sondern das Medikament das ausgelöst hat


21.09.2020 Ven. Von 37,5 auf 25 mg

ganze viele unterschiedliche Symptome :
Gedankenrasen, Wirr, kaum Konzentration ,Panik, Unruhe, ständige Angst, Magendarm, massive Schmerzen am Körper , massive Muskelzuckungen , Alpträume, Emotionen nicht zu regulieren, und irgendwie läuft die Verarbeitung nicht der Emotionen und Gedanken
Wutausbrüche, Weinen
Alte Erinnerungen vom Absetzen sind wieder hoch gekommen und auch so kommen alles alte Sachen hoch die keinen Sinn ergeben

Immer mal wieder kurze Fenster wo ich merke wie gut es mir geht das ich runter gesetzt habe da diese MUSS Gedanken weg sind

01.01.20201 von 25mg auf ca 27,5 -28 mg (Kügelchen) hochdosiert

Schmerzen werden bisschen besser aber der Rest ist noch da aber bisschen milder
Aber sehr unruhig und MUSS Gedanken sind wieder sehr stark und die
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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Liebe Cat!

Vielen tausend Dank für Deine ausführliche Antwort, und dass Du Dir so viel Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten!!
Aus irgendwelechen Gründen habe ich sie jetzt erst gesehen!!

Ich habe das Pregabalin mit aufgenommen - auf rationaler Ebene ist mir total klar, dass ich wohl zu viele Änderungen an meiner Einnahme vornehme, um mein ZNS zur Ruhe kommen zu lassen. Aber der Leidensdruck ist einfach so enorm - neben der extremen Agitiertheit mittlerweile auch dauerhafte Schlaflosigkeit von 3 Nächten am Stück, in denen ich maximal 50 Minuten leicht döse. Das macht mir echt Angst. Ich leide außdem an diesen 'Schlafschocks', die auch Altostrata hier https://www.patientslikeme.com/members/34434 beschreibt, und durch ein überaktives glutamaterges System erklärt. Wann immer ich so erschöpft bin, dass ich in Schlaf falle, 'schockt' mein ZNS mich wach - und das stundenlang. Es ist FOLTER, wirklich FOLTER, so übermüdet im Bett zu liegen, und nicht schlafen zu dürfen. Ich bin echt ziemlich am Ende. Ich habe Ashwagandha Pulver entdeckt, dass zumindest die krassen Cortisol Spikes am Morgen etwas runterzuregulieren scheint.

Wegen der krassen Schlaflosigkeit nehme ich auch immer mal wieder das Pregabalin mit dazu - ich weiß, ich sollte es ganz oder garnicht nehmen - derzeit tendiere ich zu 'ganz', um einfach etwas Schlaf zu bekommen! Mit 6mg habe ich etwas schlafen können, mit 2mg gestern leider nicht.

Vielen Tausend Dank für Dein Feedback zu meinem Wiedereindosierungsprozess, insbesondere auch für die Grafik zur Rezeptorbelegung von Venlafaxin - super aufschlussreich!! Demnach dürfte ich mit meinem 1mg ja schon bis zu 15% Rezeptorsättigung erreichen. Ich frage mich, ob eine Erhöhung auf bis zu 20mg und damit etwa 70% Sättigung meinen Symptomen helfen könnte? Aber nach 4 Monaten? Nach dem, was Du geschrieben hast, hätte das wohl eher das Potential, die Nebenwirkungen zu verstärken, statt meine Symptome zu lindern? Natürlich kannst Du es auch nicht wissen, aber vielleicht hast Du eine Erfahrungs-basierte Meinung?
Nach dem Versuch, ein 4. Kügelchen einzuschleichen, war ich total agitiert - wobei ich natürlich nicht ganz sicher sagen kann, dass es daran lag. Aber seitdem hab ich Hemmungen, weiter hochzudosieren!

Mein Neurologe hatte mir erst Escitalopram und dann Fluoxetin zur Einnahme vorgeschlagen - ich habe beides abgelehnt, da es wahrscheinlich noch unwägbarer ist, eine Zweitsubstanz ins Spiel zu bringen, die man dann auch wieder ausschleichen müsste. Aber sind Dir Fälle bekannt, in denen eines der Medikamente eine Venlafaxin-Entzugssymptomatik lindern konnte?
Ich setze eher auf Pregabalin, um ein Minimum an Schlaf zu finden, und den Locus coeruleus zu besänftigen. (wobei ich einigermaßen Hemmungen habe, es konsequent einzuschleichen, aber so komplett ohne Schlaf geht einfach nicht!!). Hast Du dazu Erfahrungen?

Meine Symptome sind nach wie vor so intensiv und unerträglich, dass ich permanent fieberhaft nach Lösungen suche. Zumal ich total beunruhigt bin durch meine schlechten Ausgangsbedingungen: Langzeiteinnahme von 15 Jahren, ausgerechnet Venlafaxin, KALTENTZUG und schon über 3 Monate draußen beim Wieder-Eindosieren. Kennst Du überhaupt Erfolgsgeschichten bei diesen Ausgangsbedingungen? Ich bin einfach am verzweifeln und sehe mich kaum in der Lage, diese Symptome mittel- oder gar langfristig zu ertragen!! Den Gedanken an JAHRE ertrage ich nicht, da breche ich regelmäßig zusammen.

Ich bin froh und dankbar, dass meine Angstkrämpfe weg sind, und das schreibe ich schon dem Venlafaxin zu, aber diese komplette Schlaflosigkeit (vor allem diese Schocks!), Agitiertheit und Anhedonie sind einfach unerträglich. Bei der krassen Agitiertheit weiß ich nicht, ob sie nun vom Entzug, oder vom Venlafaxin kommt!

Aktuell bin ich jedenfalls total verzweifelt, fertig mit den Nerven und weiß nicht, wie ich so weitermachen kann!!

Für Deine Antwort und jegliche Tips, Erfahrungen und Meinungen wäre ich total dankbar!!

Liebe Grüße!!


Straycat hat geschrieben: 12.01.2021 09:31 Hallo Manati,

wärst du so nett und würdest das Pregabalin noch in deine Signatur aufnehmen?
Auch wenn du es nur 3 Tage genommen hast, kann es dein ZNS irritieren und ist deshalb wichtig für die Gesamtbeurteilung, wenn man dir Feedback zu deinem Verlauf gibt :) Danke!

Das Wiedereindosieren ist so eine Sache, bei der man leider nie im Vorhinein weiß, wie es anschlägt. Und je länger man auf 0mg war, umso schwieriger kann es sein, die richtige Dosis zur Stabilisierung zu finden.
Unsere FAQ zum Wiedereindosieren kennst du? https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 15#p106315

Zu deiner Frage, ob du dich auch auf einer so minimalen Dosis stabilisieren kannst:
Ja, denn SSRI/SNRI wirken auch in minimalsten Dosen noch sehr stark.
Hier findest du Grafiken zur Serotonintransporterbelegung bei einzelnen SSRI/SNRI und hier konkret die zu Venlafaxin:
viewtopic.php?p=105715#p105715
Wie du siehst steigt die Kurve sehr steil an. Das bedeutet, dass schon bei einer sehr geringen Dosis relativ viele Serotonintransporter belegt sind.
Der steilste Anstieg ist ca. zwischen 0 und 5mg.
Aus diesem Grund ist beim langsamen Reduzieren auch häufig die Reduktion der letzten paar mg am schwierigsten, da das ZNS bei den geringsten Dosen die Schritte am stärksten registriert.

Warum ist es nun sinnvoll längere Zeit auf der Minidosis zu bleiben?
Dein ZNS hat nun schon seit September damit begonnen sich an das Fehlen des gewohnten Venlafaxin anzupassen. Durch diese Anpassungen hat es die unangenehmen Symptome fabriziert. Wenn du nun die Dosis zu schnell zu stark steigerst, dann bringst du dein ZNS quasi noch mehr durcheinander, weil es eigentlich schon dabei war, sich an die 0mg zu gewöhnen.
Es ist sehr unterschiedlich, wie lange es dauert, bis sich ein ZNS nach Wiedereindosierung des ursprünglichen Medikaments wieder stabilisiert. Bei manchen geschieht das schon nach einigen Tagen, bei anderen nach Wochen und bei wieder anderen nach Monaten.
Wenn man nun alle paar Tage hinaufdosiert, gibt man dem ZNS quasi keine Chance, dass es sich auf einer gleichbleibenden Dosis stabilisiert.
Deswegen ist es immer so eine Fingerspitzengefühl-Sache, wie schnell man die Dosis beim Wiedereindosieren steigert und wie lange man der jeweiligen Dosis Zeit gibt, zu wirken.
Wenn du eine Dosis gefunden hast, bei der du dich wieder stabiler fühlst (wie gesagt muss das nicht 100% toll sein, aber eben die schlimmsten Symptome sollten weg oder deutlich besser sein), dann würde ich diese Dosis mal für mindestens 8 Wochen halten. Und dann kannst du von dieser Dosis aus das schrittweise Reduzieren angehen. Auch 3 Kügelchen kann man Ausschleichen. Natürlich nicht in 10%-Schritten, aber in ca. 30%-Schritten und man kann zwischen den Reduktionen ausreichend Zeit lassen, damit das ZNS sich langsam an die Reduktion gewöhnen kann.

3 schlaflose Nächte sind natürlich sehr mies :( Aber wenn du jetzt schon wieder schlafen kannst, würde ich noch nicht automatisch davon ausgehen, dass das nun ein Symptom ist, das dauerhaft bleibt. Vielleicht hat dein Nervensystem erstmal mit Schlaflosigkeit reagiert und die pendelt sich nun wieder ein. Auch äußere Umstände, Stress und Druck, sonstiges körperliches Befinden, Tagesablauf usw. können auf den Schlaf einwirken. Ich würde da noch nicht davon ausgehen, dass es automatisch vom Venlafaxin kommt und würde es auch definitiv nicht als Unverträglichkeitsreaktion verstehen.

Mir ist noch nicht ganz klar, was du damit meinst, dass du deinen Körper nicht auf diese geringe Dosis sensibilisieren willst. Vielleicht kannst du das noch näher erklären, dann kann ich (oder jemand anderes, der dir antwortet) besser darauf eingehen :)

Alles Liebe,
Cat
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Straycat »

Hallo Manati,
Manati hat geschrieben: 25.01.2021 16:44 Ich leide außdem an diesen 'Schlafschocks', die auch Altostrata hier https://www.patientslikeme.com/members/34434 beschreibt, und durch ein überaktives glutamaterges System erklärt. Wann immer ich so erschöpft bin, dass ich in Schlaf falle, 'schockt' mein ZNS mich wach - und das stundenlang. Es ist FOLTER, wirklich FOLTER, so übermüdet im Bett zu liegen, und nicht schlafen zu dürfen. Ich bin echt ziemlich am Ende.
Das liest sich nach einem "enthemmten Alarmsystem" :( Sowas ist übel und es tut mir sehr leid, dass du damit zu kämpfen hast.
Mit Schlaflosigkeit habe ich (zum Glück) keine großen eigenen Erfahrungen, weshalb ich dir dazu wenig Tipps geben kann.
Aber wir haben einen Thread zum Thema Schlaflosigkeit, vielleicht findest du dort etwas.
Das was du beschreibst, haben wir hier auch in einem übersetzten Text von Altostrata zusammengefasst: viewtopic.php?f=6&t=10373
Dass dir Ashwagandha hilft, ist schon mal gut.
Manati hat geschrieben: 25.01.2021 16:44 Wegen der krassen Schlaflosigkeit nehme ich auch immer mal wieder das Pregabalin mit dazu - ich weiß, ich sollte es ganz oder garnicht nehmen - derzeit tendiere ich zu 'ganz', um einfach etwas Schlaf zu bekommen! Mit 6mg habe ich etwas schlafen können, mit 2mg gestern leider nicht.
Ich verstehe absolut, dass dich der Leidensdruck zur Einnahme verleitet. Eines der Probleme dabei ist, dass Pregabalin eigentlich kein "Bedarfsmedikament" ist. Das heißt dein ZNS wird durch die Einnahme wohl jedes mal wieder irritiert.
Wie du weißt geht es in diesem Forum um das Absetzen von PP, weshalb wir nicht zur Einnahme neuer Substanzen raten. Wenn du dich entscheidest, das Pregabalin einzunehmen, weil du dir davon Linderung versprichst, werden wir dich hier nicht dazu ermuntern. Aber es wird dich sicherlich auch niemand hier deshalb verurteilen. Du kennst dich ja hier im Forum schon etwas aus und kannst nachlesen (auch bei den Absetztagebüchern der anderen Foris, die zB Pregabalin absetzen). Dann kannst du dir selbst eine Meinung bilden.
Manati hat geschrieben: 25.01.2021 16:44 Ich frage mich, ob eine Erhöhung auf bis zu 20mg und damit etwa 70% Sättigung meinen Symptomen helfen könnte? Aber nach 4 Monaten? Nach dem, was Du geschrieben hast, hätte das wohl eher das Potential, die Nebenwirkungen zu verstärken, statt meine Symptome zu lindern? Natürlich kannst Du es auch nicht wissen, aber vielleicht hast Du eine Erfahrungs-basierte Meinung?
Nach dem Versuch, ein 4. Kügelchen einzuschleichen, war ich total agitiert - wobei ich natürlich nicht ganz sicher sagen kann, dass es daran lag. Aber seitdem hab ich Hemmungen, weiter hochzudosieren!
Eine Erhöhung direkt auf 20mg wäre sicherlich ein viel zu großer Sprung. Du schreibst selbst, dass du dich schon bei der Erhöhung auf 4 Kügelchen agitierter fühlst, da würde ich erstmal nicht weiter hochdosieren, sondern diese Dosis erstmal halten.
Bei der Wiedereindosierung gilt es die niedrigst mögliche Dosis zu finden, auf der du dich wieder stabilisieren kannst. Dass das 20mg sein sollten, halte ich für eher unwahrscheinlich.
Manati hat geschrieben: 25.01.2021 16:44 Mein Neurologe hatte mir erst Escitalopram und dann Fluoxetin zur Einnahme vorgeschlagen - ich habe beides abgelehnt, da es wahrscheinlich noch unwägbarer ist, eine Zweitsubstanz ins Spiel zu bringen, die man dann auch wieder ausschleichen müsste. Aber sind Dir Fälle bekannt, in denen eines der Medikamente eine Venlafaxin-Entzugssymptomatik lindern konnte?
Das ist leider ein gängiges Vorgehen bei Ärzten, dass sie einfach die Palette an AD, die sie haben, durchprobieren. Das rührt oft auch daher, dass sie Absetzsymptome für das Wiederauftreten der Grunderkrankung halten und meinen sie müssen ein "wirksameres" AD finden. Allerdings ist es sehr häufig der Fall, dass es eben Entzugssymptome sind und bei Einnahme einer neuen Substanz das ZNS nur noch mehr irritiert wird.
Ich kenne keine Fälle in denen die Einnahme eines anderen SSRI/SSNRI den Entzug eines solchen gedeckelt hätte.
Manati hat geschrieben: 25.01.2021 16:44 Meine Symptome sind nach wie vor so intensiv und unerträglich, dass ich permanent fieberhaft nach Lösungen suche. Zumal ich total beunruhigt bin durch meine schlechten Ausgangsbedingungen: Langzeiteinnahme von 15 Jahren, ausgerechnet Venlafaxin, KALTENTZUG und schon über 3 Monate draußen beim Wieder-Eindosieren. Kennst Du überhaupt Erfolgsgeschichten bei diesen Ausgangsbedingungen? Ich bin einfach am verzweifeln und sehe mich kaum in der Lage, diese Symptome mittel- oder gar langfristig zu ertragen!! Den Gedanken an JAHRE ertrage ich nicht, da breche ich regelmäßig zusammen.
Ich verstehe dich sehr gut, dass du gerne handeln willst, um deine Situation zu verbessern. Nur leider ist im Entzug oft Gegenteiliges viel sinnvoller: Also Ruhe und nicht aktionistisch etwas tun. Ich weiß, es ist ziemlich schwer. Mir hat es am meisten geholfen, als ich zu mehr Akzeptanz meiner Symptome gefunden habe. Klar hat es das nicht komplett vereinfacht, aber ich konnte dann einfach hinnehmen, wie die Situation im Moment ist und entsprechende Anpassungen in meinem Alltag vornehmen (möglichst keine Reizüberflutung und Überstimulation meines ohnehin schon irritierten ZNS). Mit dieser radikalen Ruhe habe ich bei mir persönlich die meisten und größten Verbesserungen erreichen können.
Und ich habe auch 10 Jahre SSRI eingenommen und einen Quasi-Kaltentzug gemacht... also ich habe auch nicht gerade die besten Voraussetzungen. Und da ich damals auf die Ärzte gehört habe, habe ich jetzt noch ein neues Medikament an der Backe... Wie bei dir hat mir mein Arzt ein anderes SSRI (bzw. in meinem Fall SNRI) verschrieben, weil er meinte es wäre die Grunderkrankung, die zurück sei. Naja was solls, kann man jetzt nicht mehr ändern ;-)
Manati hat geschrieben: 25.01.2021 16:44 Ich bin froh und dankbar, dass meine Angstkrämpfe weg sind, und das schreibe ich schon dem Venlafaxin zu, aber diese komplette Schlaflosigkeit (vor allem diese Schocks!), Agitiertheit und Anhedonie sind einfach unerträglich. Bei der krassen Agitiertheit weiß ich nicht, ob sie nun vom Entzug, oder vom Venlafaxin kommt!
Es ist im Entzug häufig so, dass manche Symptome verschwinden und dafür neue auftreten.
Hattest du diese Agitiertheit denn schon früher? Oder erst seit der Wiedereindosierung?

Ich wünsch dir weiterhin alles Gute :)
Cat
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Manati
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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Liebe Cat,

ganz lieben Dank für Deine liebe und ausführliche Antwort. Ich bewundere Dich dafür, dass Du trotz Deiner eigenen Symptomatik die Kraft aufzubringst, so vielen Betroffenen hier zu helfen. Vielen Dank dafür!!

Danke auch für dafür, dass Du auf alle meine Fragen so ausführlich eingegangen bist. Vor allem der Text von Altostrata bezüglich des enthemmten glutamatergen Systems hat bei mir für einen 'Aha-Effekt' gesorgt!
Ich nehme jetzt aber seit etwas über einer Woche eine kleine Dosis Pregabalin (aktuell 8mg), um wenigstens ein bisschen Schlaf zu finden und das glutamaterge System mittelfristig hoffentlich zu beruhigen. Ich wusste mir anders nicht mehr zu helfen - gerade die Nächte waren und sind reine Folter. Mir ist klar, dass die Einnahme weiterer Substanzen zur Deckelung der Symptome hier im Forum eher kritisch bewertet wird, und ich habe mir die Entscheidung auch nicht leicht gemacht. Ich kann auch noch nicht wirklich einschätzen, inwieweit es funktioniert - ich befinde mich gerade in einer unangenehmen Zwischensituation aus Überreizung und Dumpfheit. Aber der Zustand war einfach nicht mehr auszuhalten.

Vielen Dank auch für die Rückmeldung bezüglich meiner Frage zum Hochdosieren. Es ist schwer, nicht der Logik zu folgen, dass mit dem Einschleichen einer höheren Dosis des Medikaments auch die Symptome wieder verschwinden würden.
Nun nehme ich ja meine 3 Kügelchen (max 1mg) Venlafaxin täglich, und frage mich, was ich nun mittelfristig erwarten soll - wird mein Gehirn aufbauend auf dieser Mikrodosis irgendwann eine Homöostase herstellen?
Sollte ich also diese Mikrodosis so lange wie möglich beibehalten, bis ich dann irgendwann einmal symptomfrei sein werde, um sie dann langsam abzusetzen? Oder sollte ich sie schon vorher langsam ausschleichen?

Ich bin gerade wieder so hoffnungslos, so verzweifelt. Ich habe keine Ahnung, wie ich so weiterleben soll. Mir gleitet gerade mein ganzes Leben durch die Hände - mein Studium, mein Job, meine Zukunft. Werde ich überhaupt wieder genesen??

Demoralisierte Grüße




Straycat hat geschrieben: 25.01.2021 17:29 Hallo Manati,
Manati hat geschrieben: 25.01.2021 16:44 Ich leide außdem an diesen 'Schlafschocks', die auch Altostrata hier https://www.patientslikeme.com/members/34434 beschreibt, und durch ein überaktives glutamaterges System erklärt. Wann immer ich so erschöpft bin, dass ich in Schlaf falle, 'schockt' mein ZNS mich wach - und das stundenlang. Es ist FOLTER, wirklich FOLTER, so übermüdet im Bett zu liegen, und nicht schlafen zu dürfen. Ich bin echt ziemlich am Ende.
Das liest sich nach einem "enthemmten Alarmsystem" :( Sowas ist übel und es tut mir sehr leid, dass du damit zu kämpfen hast.
Mit Schlaflosigkeit habe ich (zum Glück) keine großen eigenen Erfahrungen, weshalb ich dir dazu wenig Tipps geben kann.
Aber wir haben einen Thread zum Thema Schlaflosigkeit, vielleicht findest du dort etwas.
Das was du beschreibst, haben wir hier auch in einem übersetzten Text von Altostrata zusammengefasst: viewtopic.php?f=6&t=10373
Dass dir Ashwagandha hilft, ist schon mal gut.
Manati hat geschrieben: 25.01.2021 16:44 Wegen der krassen Schlaflosigkeit nehme ich auch immer mal wieder das Pregabalin mit dazu - ich weiß, ich sollte es ganz oder garnicht nehmen - derzeit tendiere ich zu 'ganz', um einfach etwas Schlaf zu bekommen! Mit 6mg habe ich etwas schlafen können, mit 2mg gestern leider nicht.
Ich verstehe absolut, dass dich der Leidensdruck zur Einnahme verleitet. Eines der Probleme dabei ist, dass Pregabalin eigentlich kein "Bedarfsmedikament" ist. Das heißt dein ZNS wird durch die Einnahme wohl jedes mal wieder irritiert.
Wie du weißt geht es in diesem Forum um das Absetzen von PP, weshalb wir nicht zur Einnahme neuer Substanzen raten. Wenn du dich entscheidest, das Pregabalin einzunehmen, weil du dir davon Linderung versprichst, werden wir dich hier nicht dazu ermuntern. Aber es wird dich sicherlich auch niemand hier deshalb verurteilen. Du kennst dich ja hier im Forum schon etwas aus und kannst nachlesen (auch bei den Absetztagebüchern der anderen Foris, die zB Pregabalin absetzen). Dann kannst du dir selbst eine Meinung bilden.
Manati hat geschrieben: 25.01.2021 16:44 Ich frage mich, ob eine Erhöhung auf bis zu 20mg und damit etwa 70% Sättigung meinen Symptomen helfen könnte? Aber nach 4 Monaten? Nach dem, was Du geschrieben hast, hätte das wohl eher das Potential, die Nebenwirkungen zu verstärken, statt meine Symptome zu lindern? Natürlich kannst Du es auch nicht wissen, aber vielleicht hast Du eine Erfahrungs-basierte Meinung?
Nach dem Versuch, ein 4. Kügelchen einzuschleichen, war ich total agitiert - wobei ich natürlich nicht ganz sicher sagen kann, dass es daran lag. Aber seitdem hab ich Hemmungen, weiter hochzudosieren!
Eine Erhöhung direkt auf 20mg wäre sicherlich ein viel zu großer Sprung. Du schreibst selbst, dass du dich schon bei der Erhöhung auf 4 Kügelchen agitierter fühlst, da würde ich erstmal nicht weiter hochdosieren, sondern diese Dosis erstmal halten.
Bei der Wiedereindosierung gilt es die niedrigst mögliche Dosis zu finden, auf der du dich wieder stabilisieren kannst. Dass das 20mg sein sollten, halte ich für eher unwahrscheinlich.
Manati hat geschrieben: 25.01.2021 16:44 Mein Neurologe hatte mir erst Escitalopram und dann Fluoxetin zur Einnahme vorgeschlagen - ich habe beides abgelehnt, da es wahrscheinlich noch unwägbarer ist, eine Zweitsubstanz ins Spiel zu bringen, die man dann auch wieder ausschleichen müsste. Aber sind Dir Fälle bekannt, in denen eines der Medikamente eine Venlafaxin-Entzugssymptomatik lindern konnte?
Das ist leider ein gängiges Vorgehen bei Ärzten, dass sie einfach die Palette an AD, die sie haben, durchprobieren. Das rührt oft auch daher, dass sie Absetzsymptome für das Wiederauftreten der Grunderkrankung halten und meinen sie müssen ein "wirksameres" AD finden. Allerdings ist es sehr häufig der Fall, dass es eben Entzugssymptome sind und bei Einnahme einer neuen Substanz das ZNS nur noch mehr irritiert wird.
Ich kenne keine Fälle in denen die Einnahme eines anderen SSRI/SSNRI den Entzug eines solchen gedeckelt hätte.
Manati hat geschrieben: 25.01.2021 16:44 Meine Symptome sind nach wie vor so intensiv und unerträglich, dass ich permanent fieberhaft nach Lösungen suche. Zumal ich total beunruhigt bin durch meine schlechten Ausgangsbedingungen: Langzeiteinnahme von 15 Jahren, ausgerechnet Venlafaxin, KALTENTZUG und schon über 3 Monate draußen beim Wieder-Eindosieren. Kennst Du überhaupt Erfolgsgeschichten bei diesen Ausgangsbedingungen? Ich bin einfach am verzweifeln und sehe mich kaum in der Lage, diese Symptome mittel- oder gar langfristig zu ertragen!! Den Gedanken an JAHRE ertrage ich nicht, da breche ich regelmäßig zusammen.
Ich verstehe dich sehr gut, dass du gerne handeln willst, um deine Situation zu verbessern. Nur leider ist im Entzug oft Gegenteiliges viel sinnvoller: Also Ruhe und nicht aktionistisch etwas tun. Ich weiß, es ist ziemlich schwer. Mir hat es am meisten geholfen, als ich zu mehr Akzeptanz meiner Symptome gefunden habe. Klar hat es das nicht komplett vereinfacht, aber ich konnte dann einfach hinnehmen, wie die Situation im Moment ist und entsprechende Anpassungen in meinem Alltag vornehmen (möglichst keine Reizüberflutung und Überstimulation meines ohnehin schon irritierten ZNS). Mit dieser radikalen Ruhe habe ich bei mir persönlich die meisten und größten Verbesserungen erreichen können.
Und ich habe auch 10 Jahre SSRI eingenommen und einen Quasi-Kaltentzug gemacht... also ich habe auch nicht gerade die besten Voraussetzungen. Und da ich damals auf die Ärzte gehört habe, habe ich jetzt noch ein neues Medikament an der Backe... Wie bei dir hat mir mein Arzt ein anderes SSRI (bzw. in meinem Fall SNRI) verschrieben, weil er meinte es wäre die Grunderkrankung, die zurück sei. Naja was solls, kann man jetzt nicht mehr ändern ;-)
Manati hat geschrieben: 25.01.2021 16:44 Ich bin froh und dankbar, dass meine Angstkrämpfe weg sind, und das schreibe ich schon dem Venlafaxin zu, aber diese komplette Schlaflosigkeit (vor allem diese Schocks!), Agitiertheit und Anhedonie sind einfach unerträglich. Bei der krassen Agitiertheit weiß ich nicht, ob sie nun vom Entzug, oder vom Venlafaxin kommt!
Es ist im Entzug häufig so, dass manche Symptome verschwinden und dafür neue auftreten.
Hattest du diese Agitiertheit denn schon früher? Oder erst seit der Wiedereindosierung?

Ich wünsch dir weiterhin alles Gute :)
Cat
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

02. März: zusätzlich GABA-Sticks
Manati
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Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Liebe Cat, liebe Alle!

Nach mittlerweile 3 Monate geht es mir leider kein bisschen besser und ich bin am verzweifeln!! Ich frage mich, wie lange die Symptome so noch bestehen bleiben.. Ich weiß dass es darauf keine verlässliche Antwort gibt, und dass das immer Einzelfallabhängig ist. Aber vielleicht hast Du oder andere Moderatoren doch ungefähre Erfahrungswerte, wie lange denn z.B. der fiese typische 'Venla-Kopfschmerz' anhält? Das enthemmte Erregungssystem mit den typischen Schocks im Schlaf? Oder die ewig verstopfte Nase?? Die Schlaflosigkeit?
Ich bin mittlerweile so verzweifelt - wenn doch nur eines der Symptome sich mal abschwächen oder gar verschwinden würde... Liest das hier irgendjemand, bei dem eines der genannten Symptome bei Venlafaxinentzug nach einigen MOnaten verschwunden ist?? Wie sind hier eure Erfahrungen? Ich lese immer, dass sich die Symptome verändern würde, und einige gehen und neue kommen würden. Aber bei mir ist es gleichbleibend derselbe Horror! Ich verliere langsam die Hoffnung...

Sorry für den Outburst und danke für jegliche Antworten, die ein wenig Hoffnung machen!!
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

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