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violett: Wiedereindosierung Escitalopram nach 6 Monaten ?

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violett
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violett: Wiedereindosierung Escitalopram nach 6 Monaten ?

Beitrag von violett »

Hallo,

leider ist meine Signatur etwas zu lange geraten. Seit 2011 nehme ich immer wieder Antidepressiva.
Bereits zwei mal wurde nach zu schnellem Absetzen eine erneute Depression diagnostiziert und höhere Dosen AD wieder eingeschlichen.
Den letzten und nun dritten Absetzversuch startete ich Mitte 2018.
Zuletzt setzte ich das Mirtazapin im Dezember 2019 in der Dosis 3,75 mg auf 0 und das Es-Citalopram im Mai 2020 mit 5mg auf 0 ab.
Dies war wie ich nun durch das Forum erfahren habe immernoch zu schnell.
Seit dem kämpfe ich mit den in der Signatur aufgezählten Sypthomen
Meine Psychiaterin diagnostizierte erneut eine Depression und drängt seit September darauf wieder die AD einzuschleichen.
Um endlich wieder schlafen zu können willigte ich ein wieder eine geringe Dosis Mirtazapin mit 7,5 mg zu nehmen...
das hat mich zusätzlich regelecht "verspult"...
Ich hoffe meine Angaben in der Signatur zu den Syptomen reichen aus...
Ich bin sehr verzweifelt und versuche wieder einigermaßen zurecht zu kommen um weitermachen zu können.

Ich überlege nun ob es sinnvoll ist das Es-Citalopram mit 1 mg wieder einzunehmen um vielleicht wenigstens wieder klar denken zu können...?

Danke für eure Hilfe...
Zuletzt geändert von Murmeline am 09.01.2021 15:26, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
2011:
Überforderung am Ende des Studiums, Schlafstörungen, Traurigkeit
Diagnose: mittelschwere Depression: 40 mg Citalopram + 30 mg Mirtazapin

2013:
AD im Laufe des Jahres abgesetzt, unwissend in zu großen Schritten
Leere, Traurigkeit, Entscheidungsunfähigkeit, Gedankenkreisen
Überforderungssituation berufliche Zukunft ungewiss
Ende 2013 Wiedereinnahme Citalopram -wirkt nicht mehr

2014:
01/2014 Tagesklinik
Diagnose: Depression + Anpassungsstörung
Venlafaxin 300 mg + Mirtazapin 45 mg + Atosil + Olanzapin 5-10 mg

2015:
Venlafaxin 300 mg + Mirtazapin 45 mg + 2x 25 mg Atosil
+ pflanzliche Beruhigungsmittel und NEM

2015-ca.07/2016: Verhaltenstherapie

2016:
01/2016: "kalt" abgesetzt, unwissend über Konsequenzen
berufliche Überforderungssituation
Leere, Traurigkeit, Entscheidungsunfähigkeit, Gedankenkreisen

05/2016: Wiedereinnahme Mirtazapin 15 mg - wirkt nicht mehr
Gedankenkreisen und Entscheidungsunfähigkeit verstärkt
Erhöhung auf 150 mg Venlafaxin + 30mg Mirtazapin
Einen Tag später stationär in Klinik
Diagnose: "schwere Depression"
150mg Venlafaxin + 60mg Mirtazapin, Bedarf Neuroleptikum

10/2016-10/2017 Tiefenpsychologische/Psychoanalytische Therapie

zwischen
2016 +2017:
wegen starker Nebenwirkungen
Umstellung von Venlafaxin auf 20 mg Escitalopram + 45mg Mirtazapin

ab ca Mitte 2018:
20 mg Escitalopram + 45mg Mirtazapin schrittweise abgesetzt, jeweils Monate Abstand nach jedem Schritt.

letzte Schritte:
12/2019: 3,75 mg Mirtazapin abgesetzt
05/2020: 5 mg Escitalopram abgesetzt

ab 01/2020: gereizt, agitiert
ab 05/2020: zusätzlich weinerlich
ab 07/2020:
extrem agitiert
starke Gewichtsabnahme
Nervensystem überreizt
Angstgefühle (selbst beim Fernsehen... vorher unbekannt...)
massive Schlafstörungen über 3 Monate (höchstens 1- 2 Stunden pro Nacht)
hoffnungslos
verzweifelt
in dieser Zeit weitergearbeitet trotz zunehmender Überforderung (auch durch neue Aufgabe bedingt)

lt. Psychiaterin Grunderkrankung Depression zurück: drängt auf Wiedereinnahme der AD
um wieder schlafen zu können auf 7,5 Mirtazapin eingewilligt
zu mehr nicht bereit - möchte es ohne schaffen

ab 10/2020: Wiedereindosierung 7,5 mg Mirtazapin

Schlaf wieder möglich
extremer Appetit
Gefühl verrückt zu werden
Gefühl mich aufzulösen, keine Begrenzung mehr zu haben
innere Leere
Denksperre - kein Zugang zu Gedanken
Gedankengänge gestört, kann Sachen nicht mehr durchdenken
Wortfindungsstörung
keinen Zugang mehr zu mir selbst
entscheidungsunfähig
kopflos
Gefühl trage Körper nur noch wo hin und weiß nicht mehr warum
laufe wie gelähmt
Wesensveränderung
unmenschlich, kalt, gefühllos
aggressiv (schreie vor Verzweiflung, schubse, trete, beschimpfe... Menschen die mir am Herzen liegen :cry: )
Überforderung
Kontrollverlust
zusätzlich Überforderung mit Arbeit

Habe das Gefühl, dass mir das Mirtazapin allgemein aber auch in dieser Dosis nicht gut tut.

Überlege ob es Sinn macht nach 6 Monaten wieder auf 1 mg Escitalopram einzudosieren...
violett
Beiträge: 1
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Re: violett: Wiedereindosierung Escitalopram nach 6 Monaten ?

Beitrag von violett »

Hallo liebes Team,

ich befürchte meine Frage ist nicht aussagekräftig genug, da ich nur auf die Signatur verweise... könnt ihr den Beitrag wieder löschen?

Oder kann ich das selbst?

Vielen Dank!
2011:
Überforderung am Ende des Studiums, Schlafstörungen, Traurigkeit
Diagnose: mittelschwere Depression: 40 mg Citalopram + 30 mg Mirtazapin

2013:
AD im Laufe des Jahres abgesetzt, unwissend in zu großen Schritten
Leere, Traurigkeit, Entscheidungsunfähigkeit, Gedankenkreisen
Überforderungssituation berufliche Zukunft ungewiss
Ende 2013 Wiedereinnahme Citalopram -wirkt nicht mehr

2014:
01/2014 Tagesklinik
Diagnose: Depression + Anpassungsstörung
Venlafaxin 300 mg + Mirtazapin 45 mg + Atosil + Olanzapin 5-10 mg

2015:
Venlafaxin 300 mg + Mirtazapin 45 mg + 2x 25 mg Atosil
+ pflanzliche Beruhigungsmittel und NEM

2015-ca.07/2016: Verhaltenstherapie

2016:
01/2016: "kalt" abgesetzt, unwissend über Konsequenzen
berufliche Überforderungssituation
Leere, Traurigkeit, Entscheidungsunfähigkeit, Gedankenkreisen

05/2016: Wiedereinnahme Mirtazapin 15 mg - wirkt nicht mehr
Gedankenkreisen und Entscheidungsunfähigkeit verstärkt
Erhöhung auf 150 mg Venlafaxin + 30mg Mirtazapin
Einen Tag später stationär in Klinik
Diagnose: "schwere Depression"
150mg Venlafaxin + 60mg Mirtazapin, Bedarf Neuroleptikum

10/2016-10/2017 Tiefenpsychologische/Psychoanalytische Therapie

zwischen
2016 +2017:
wegen starker Nebenwirkungen
Umstellung von Venlafaxin auf 20 mg Escitalopram + 45mg Mirtazapin

ab ca Mitte 2018:
20 mg Escitalopram + 45mg Mirtazapin schrittweise abgesetzt, jeweils Monate Abstand nach jedem Schritt.

letzte Schritte:
12/2019: 3,75 mg Mirtazapin abgesetzt
05/2020: 5 mg Escitalopram abgesetzt

ab 01/2020: gereizt, agitiert
ab 05/2020: zusätzlich weinerlich
ab 07/2020:
extrem agitiert
starke Gewichtsabnahme
Nervensystem überreizt
Angstgefühle (selbst beim Fernsehen... vorher unbekannt...)
massive Schlafstörungen über 3 Monate (höchstens 1- 2 Stunden pro Nacht)
hoffnungslos
verzweifelt
in dieser Zeit weitergearbeitet trotz zunehmender Überforderung (auch durch neue Aufgabe bedingt)

lt. Psychiaterin Grunderkrankung Depression zurück: drängt auf Wiedereinnahme der AD
um wieder schlafen zu können auf 7,5 Mirtazapin eingewilligt
zu mehr nicht bereit - möchte es ohne schaffen

ab 10/2020: Wiedereindosierung 7,5 mg Mirtazapin

Schlaf wieder möglich
extremer Appetit
Gefühl verrückt zu werden
Gefühl mich aufzulösen, keine Begrenzung mehr zu haben
innere Leere
Denksperre - kein Zugang zu Gedanken
Gedankengänge gestört, kann Sachen nicht mehr durchdenken
Wortfindungsstörung
keinen Zugang mehr zu mir selbst
entscheidungsunfähig
kopflos
Gefühl trage Körper nur noch wo hin und weiß nicht mehr warum
laufe wie gelähmt
Wesensveränderung
unmenschlich, kalt, gefühllos
aggressiv (schreie vor Verzweiflung, schubse, trete, beschimpfe... Menschen die mir am Herzen liegen :cry: )
Überforderung
Kontrollverlust
zusätzlich Überforderung mit Arbeit

Habe das Gefühl, dass mir das Mirtazapin allgemein aber auch in dieser Dosis nicht gut tut.

Überlege ob es Sinn macht nach 6 Monaten wieder auf 1 mg Escitalopram einzudosieren...
Murmeline
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Re: violett: Wiedereindosierung Escitalopram nach 6 Monaten ?

Beitrag von Murmeline »

Hallo!

Mit deinem Beitrag ist alles ok. Möchtest du hier mit anderen Betroffenen in den Austausch gehen? Dann kann dein Beitrag stehen bleiben und bestimmt meldet sich jemand bei dir.

Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
Annanas
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Re: violett: Wiedereindosierung Escitalopram nach 6 Monaten ?

Beitrag von Annanas »

Hallo violett :) ,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße, Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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13.12.20 13 Kügelchen (ca. 3,9 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.


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Jamie
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Re: violett: Wiedereindosierung Escitalopram nach 6 Monaten ?

Beitrag von Jamie »

Hallo violett,

willkommen im Forum :).

Die Frage ist absolut klar, auch deine Schilderungen.
Es ist uns nur nicht möglich, immer sofort zu reagieren, da dies ein ehrenamtlich betriebenes Forum ist, das von Menschen organisiert und aufrecht erhalten wird, denen es allesamt auch nicht gut geht.

Ich sitze hier zZt. mit einem Zustand, der einer Gallenkolik nahe kommt und es ist mir aktuell nicht möglich inhaltlich zu antworten, ich schaffe nur diesen kurzen Text :(.

Es werden sich aber im Laufe des Wochenendes sicher noch User bei dir melden; ein wenig Geduld ist da schon gefragt. :)

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Sabs
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Re: violett: Wiedereindosierung Escitalopram nach 6 Monaten ?

Beitrag von Sabs »

Hi :-) und willkommen :-)
Ich denke, es geht dir so schlecht, da du über die Jahre zuviele medis an und abgesetzt hast - aber du wirst dich mit der Zeit wieder normaler fühlen, dein Körper muss sich nun langsam regulieren.
Deshalb neige ich auch dazu, dir zu raten nun nichts mehr an den medis zu ändern.
Dass du durch mirtazapin wieder schlafen kannst ist schonmal sehr wichtig, denn im Schlaf kann der Körper heilen.
Ich persönlich würde Citalopram nun nicht mehr Eindosieren, da der Entzug schon zu lange her ist und die Wahrscheinlichkeit einer Unverträglichkeit somit hoch ist.
Wenn dir aber danach ist, es doch zu versuchen, dann vielleicht erstmal mit 0,5mg und nur wenige Tage, falls sich dein Zustand verschlechtert, lass es sein.
Falls nicht, könntest du ganz langsam aufdosieren.

Das Mirtazapin würde ich erstmal so lassen, außer du bist dir sehr sicher, dass es dir schadet, dann langsam runterdosieren.

Also Quintessenz : ich würde die medis so beibehalten - wenn nichts gravierendes dagegen spricht und auf die Zeit bauen.
Vielleicht helfen dir entspannungstechniken, beruhigungstees oÄ ein wenig.
Bewegung in der Natur finde ich auch hilfreich.

Liebe Grüße und gute Besserung :-/ Sabs
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Straycat
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Re: violett: Wiedereindosierung Escitalopram nach 6 Monaten ?

Beitrag von Straycat »

Liebe Violett,

Herzlich willkommen im Forum!

Kann gerade nur kurz antworten.
Ich würde an deiner Stelle das Escitalopram nicht wieder einschleichen. Und wenn dann nur mit einer minimalsten Dosis von 0,1 mg.
Ich vermute eher, dass eine Wiedereindosierung nun dein ZNS noch mehr stressen würde.
Die von dir aufgelisteten Symptome könnten Absetzsymptome sein. Auf unserer Liste der Symptome findest du viele davon wieder.

Liebe Grüße,
Cat
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violett
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Re: violett: Wiedereindosierung Escitalopram nach 6 Monaten ?

Beitrag von violett »

Hallo,

herzlichen Dank für die nette Aufnahme und eure Antworten bisher.

Auch dir Jamie und vor allem gute Besserung...
Verstehe das vollkommen, dass es länger dauern kann und bin über jede Antwort froh.

Tue mich gerade schwer mich richtig auszudrücken und komme nicht richtig an das ran, was ich schreiben möchte. Und ich hätte mich lieber kompakt und strukturiert ausgedrückt. Vielleicht gelingt mir das ja irgendwann noch...

Verstehe was ihr meint Sabs und Cat, lieben Dank für eure Einschätzung!

Ja, gefühlt kam die "Denksperre" und die Aggression und Kälte vermehrt durch das Mirtazapin.
Es ist schwierig gegen das nicht mehr zielgerichtet denken zu können anzukämpfen... Es klingt komisch aber irgendwas scheint gestört zu sein.

Aber ja was von was kommt ist schwierig einzuschätzen...

Auch liebe Grüße
2011:
Überforderung am Ende des Studiums, Schlafstörungen, Traurigkeit
Diagnose: mittelschwere Depression: 40 mg Citalopram + 30 mg Mirtazapin

2013:
AD im Laufe des Jahres abgesetzt, unwissend in zu großen Schritten
Leere, Traurigkeit, Entscheidungsunfähigkeit, Gedankenkreisen
Überforderungssituation berufliche Zukunft ungewiss
Ende 2013 Wiedereinnahme Citalopram -wirkt nicht mehr

2014:
01/2014 Tagesklinik
Diagnose: Depression + Anpassungsstörung
Venlafaxin 300 mg + Mirtazapin 45 mg + Atosil + Olanzapin 5-10 mg

2015:
Venlafaxin 300 mg + Mirtazapin 45 mg + 2x 25 mg Atosil
+ pflanzliche Beruhigungsmittel und NEM

2015-ca.07/2016: Verhaltenstherapie

2016:
01/2016: "kalt" abgesetzt, unwissend über Konsequenzen
berufliche Überforderungssituation
Leere, Traurigkeit, Entscheidungsunfähigkeit, Gedankenkreisen

05/2016: Wiedereinnahme Mirtazapin 15 mg - wirkt nicht mehr
Gedankenkreisen und Entscheidungsunfähigkeit verstärkt
Erhöhung auf 150 mg Venlafaxin + 30mg Mirtazapin
Einen Tag später stationär in Klinik
Diagnose: "schwere Depression"
150mg Venlafaxin + 60mg Mirtazapin, Bedarf Neuroleptikum

10/2016-10/2017 Tiefenpsychologische/Psychoanalytische Therapie

zwischen
2016 +2017:
wegen starker Nebenwirkungen
Umstellung von Venlafaxin auf 20 mg Escitalopram + 45mg Mirtazapin

ab ca Mitte 2018:
20 mg Escitalopram + 45mg Mirtazapin schrittweise abgesetzt, jeweils Monate Abstand nach jedem Schritt.

letzte Schritte:
12/2019: 3,75 mg Mirtazapin abgesetzt
05/2020: 5 mg Escitalopram abgesetzt

ab 01/2020: gereizt, agitiert
ab 05/2020: zusätzlich weinerlich
ab 07/2020:
extrem agitiert
starke Gewichtsabnahme
Nervensystem überreizt
Angstgefühle (selbst beim Fernsehen... vorher unbekannt...)
massive Schlafstörungen über 3 Monate (höchstens 1- 2 Stunden pro Nacht)
hoffnungslos
verzweifelt
in dieser Zeit weitergearbeitet trotz zunehmender Überforderung (auch durch neue Aufgabe bedingt)

lt. Psychiaterin Grunderkrankung Depression zurück: drängt auf Wiedereinnahme der AD
um wieder schlafen zu können auf 7,5 Mirtazapin eingewilligt
zu mehr nicht bereit - möchte es ohne schaffen

ab 10/2020: Wiedereindosierung 7,5 mg Mirtazapin

Schlaf wieder möglich
extremer Appetit
Gefühl verrückt zu werden
Gefühl mich aufzulösen, keine Begrenzung mehr zu haben
innere Leere
Denksperre - kein Zugang zu Gedanken
Gedankengänge gestört, kann Sachen nicht mehr durchdenken
Wortfindungsstörung
keinen Zugang mehr zu mir selbst
entscheidungsunfähig
kopflos
Gefühl trage Körper nur noch wo hin und weiß nicht mehr warum
laufe wie gelähmt
Wesensveränderung
unmenschlich, kalt, gefühllos
aggressiv (schreie vor Verzweiflung, schubse, trete, beschimpfe... Menschen die mir am Herzen liegen :cry: )
Überforderung
Kontrollverlust
zusätzlich Überforderung mit Arbeit

Habe das Gefühl, dass mir das Mirtazapin allgemein aber auch in dieser Dosis nicht gut tut.

Überlege ob es Sinn macht nach 6 Monaten wieder auf 1 mg Escitalopram einzudosieren...
Straycat
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Hat sich bedankt: 3853 Mal
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Re: violett: Wiedereindosierung Escitalopram nach 6 Monaten ?

Beitrag von Straycat »

Liebe violett,

Dieses "Brett vor'm Kopf" scheint ein typisches Absetzsymptom zu sein. Ich habe es auch selbst oft und weiß es auch von einigen anderen, die damit immer wieder kämpfen. Man kann sich dann schwer richtig ausdrücken und alles erscheint einem konfus.
Aber keine Sorge, deine Beiträge sind gut verständlich :)

Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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Hinweis:
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