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Baum: Absetzen von Venlafaxin

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Baum
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Baum: Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Baum »

Hallo liebe Benutzer,

ich möchte mich kurz vorstellen.
Ich bin 24 Jahre alt und bekomme schon Rente wegen meiner Depression und meinem Autismus.

Ich nehme seit c. a einem Jahr Venlafaxin 75mg.
Ich habe schon einmal sehr negative Erfahrungen mit Duloxetin gemacht. Da hatte ich das Medikament leider überdosiert, weil ich gehofft hatte, meine Depressionen so zu besiegen. Es waren mehr als 120mg pro Tag. Ich hab’s kalt abgesetzt und hatte nach 3 Monaten erst keine Entzugserscheinungen mehr.

Leider hab ich seit Einer längeren Zeit wieder Diamorphin angefasst. Ich hatte so starke Angst vor dem Entzug, dass ich substituieren wollte. Meine Suchtberaterin hat mir gesagt, dass ich das nicht machen soll, dafür wäre ich nicht süchtig genug und die Ärztin und ich selbst waren auch der Meinung. Deshalb hab ich es kalt zuhause abgesetzt bzw bin gerade bei Tag 6. Es war einfach nur Folter und ich werde das Zeug nicht nochmal anfassen. Das Schlimmste hab ich zum Glück jetzt hinter mir.

Nun wieder zum Antidepressivum. Ich habe Venlafaxin schon ohne Nebenwirkungen innerhalb von 4 Wochen abgesetzt. Erst von 75 auf 37,5 und dann auf 0.

Ich wurde vom Arzt und ambulanten bewo überredet Antidepressiva einzunehmen. Ich wäre Therapieresistent bla bla bla und ich war so doof und hab’s halt dann genommen.

Ihr redet immer von der 10% Regel. Die werde ich bei der Menge aber nicht einhalten (ich sehe euch schon mit dem Kopf schütteln).

Mein Plan ist es das Venlafaxin diesmal in 6 Wochen abzusetzen.
Ich habe retardierte Tabletten. Da sind 6 Kügelchen drin. Also möchte ich die ersten 2 Wochen 2 rausnehmen... dann nach den 2 Wochen wieder 2 und dann halt auf 0.

Meint ihr das kann klappen? Ich möchte genau ab heute anfangen.

Ich wünsche euch alles Liebe und freue mich auf eure Antworten. Ich würde euch auch auf dem Laufenden halten über mein Zustand.
Zuletzt geändert von Jamie am 23.01.2021 08:33, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
Sonne27
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Re: Baum - Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Sonne27 »

Guten Morgen,

toll das du ins Forum gefunden hast.

Ich sehe deinem Plan eher skeptisch entgegen, aber Schlußendlich handelt auch hier im Forum jeder für sich Eigenverantwortlich. Das Forum kann die Informationen bereitstellen, Umsetzen oder auch nicht, muss jeder Betroffene selbst.

Du schreibst du hast Duloxetin abgesetzt, Kalt darf ich fragen wann das war? Denn Absetzsymptome treten ja in Wellen und Fenstern auf, bedeutet selbst wenn innerhalb der ersten 3 Monate das gröbste vorbei war, das es keine Garantie ist, in Situationen die zb. Triggern können Absetzsymptome auch wieder auftreten oder aber wenn man in einer Welle ist.

Wieviel Zeit lag denn zwischen der Beendigung der Einnahme von dem Duloxetin und dem Beginn von Heroin?

Das so ein Heroin Entzug kein Zuckerschlecken ist, das kann ich mir vorstellen. Jedoch bist du wie du selbst geschrieben hast erst 6 Tage ohne und obwohl es noch nicht 100% wieder gut ist, magst du jetzt mit der Reduktion von Venlafaxin beginnen in einer Atemberaubenden Geschwindigkeit, das sehe ich persönlich sehr skeptisch aber es kann natürlich auch genauso gut sein, das du mit einem Blauen Auge davon kommst.

Du schreibst, du hast Venlafaxin bereits in der Vergangenheit schon mal innerhalb von 4 Wochen von 75mg auf 0 reduziert und keine Absetzsymptome gehabt? Wann hast du denn erstmalig das Venlafaxin reduziert und warum hast du es wieder eingenommen?

Ich kann Dir wirklich nur empfehlen, Deine Absetzgeschwindigkeit zu überdenken, das hat ein einfachen Grund: "machst du dies nun innerhalb von dein angepeilten 6 Wochen und das geht schief" musst du im schlimmsten Fall wieder aufdosieren und es entwickelt sich zum Teufelskreis und das Absetzen / Erhöhen, abgesehen mal von den wirklich abartigen Absetzsymptomen die auftreten können und im übrigen viele Monate anhalten können, dauert länger als wenn du von Anfang in Ruhe machst.

Liebe Grüße 🌞
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Jamie
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Re: Baum: Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Jamie »

Hallo Baum :)

Willkommen im Forum. :)
Ihr redet immer von der 10% Regel. Die werde ich bei der Menge aber nicht einhalten (ich sehe euch schon mit dem Kopf schütteln).

Mein Plan ist es das Venlafaxin diesmal in 6 Wochen abzusetzen.
Ich habe retardierte Tabletten. Da sind 6 Kügelchen drin. Also möchte ich die ersten 2 Wochen 2 rausnehmen... dann nach den 2 Wochen wieder 2 und dann halt auf 0.

Meint ihr das kann klappen? Ich möchte genau ab heute anfangen.
Tja, ob das klappen kann?

Das kann möglicherweise funktionieren, bei deiner Vorgeschichte würde ich aber langsamer machen.
Entzüge tendieren dazu immer schwerer zu werden, je mehr man von ihnen durchmachen musste.
Das nennt man kindling (Effekt).

Jeder Entzug, jedes neue Medikament, hoch-runter, rein- raus reizen dein ZNS und erschweren es deinem Gehirn mit weiteren Entzügen gut zurecht zu kommen.
Deswegen machen viele hier auch die Erfahrung, dass das erste - oder vielleicht auch zweite Absetzen in der Vergangenheit früher halbwegs klappte und dann tauchen aber plötzlich massive Probleme auf.

Da hier jeder für sich selbst entscheidet, obliegt es dir, wie du vorgehen möchtest.
Ich würde langsamer machen, aber ich bin ja nicht du ;).


Viele Grüße
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Re: Baum: Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Towanda »

Hallo Baum,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

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Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
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Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
viele Grüße,

Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

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alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli - abgesetzt am 01.02.21


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
Baum
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Re: Baum: Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Baum »

Hallo Jamie und Sonne27,

ich danke euch für eure Antworten.
Der Duloxetinentzug liegt 3 Jahre zurück. Ich hatte auch Wellenweise die Symptome. Nach 3 Monaten war ich wieder normal. Also ich hatte starke Angstzustände, Panikattacken alle 15 Minuten. Am Anfang war ich 5 Tage am Stück wach und war verwirrt.
Ich hab das Medikament ja nicht vorschriftsmäßig eingenommen und war selber schuld. Über 120mg kalt absetzen... jeder von euch kennt das bestimmt . Das war mehr als die Hölle.

Das Venlafaxin hab ich normal jeden Morgen 1x genommen. Ich gehe natürlich nicht von so heftigen Nebenwirkungen bzw Entzugserscheinungen aus.

Mhhh also ich war 1Jahr komplett abstinent von allem. Ich hab nicht mal Kaffee getrunken, weil es die absetzsymptome wieder leicht zum Vorschein gebracht hat.

Dann hab ich Heroin konsumiert x.a 2 Monate iv. Hab entzogen hab mir halt nach ein paar Monaten Venlafaxin andrehen lassen . Hab das nach 4 Monaten abgesetzt und hab paroxetin 30mg nach c.a 2 Monaten abgesetzt. Dann gabs wieder eine kurze Pause und dann hab ich es nochmal mit Venlafaxin versucht, weil es meinen Antrieb halt gesteigert hat etc. Ich kann besser mit Leuten reden usw.

Also genaue Daten kann ich leider nicht nennen. Das Heroin hab ich c.a 2 Monate wieder iv genommen.

Ich bin eigentlich optimistisch mit meinem Plan. Wenn es schief läuft kann ich ja wieder raufdosieren.

Ja das Entzüge immer schwerer werden hat mir auch damals meine Psychologin gesagt. Leider ist die Therapie schon vorbei. Ich bekomme aber in einem halben Jahr eine Therapie für den Autismus. Da freue ich mich drauf.

Ich finde eure Zweifel berechtigt, ihr habt bestimmt auch eure Erfahrung gemacht.
Natürlich hoffe ich, dass ich mit dem blauen Auge davon komme ;)
Ich gebe euch wöchentlich Updates über meinem Zustand.

Lg
Baum
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Re: Baum: Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Baum »

Hallo nochmal,

ich habe im Krankenhaus angerufen und die Ärztin meinte auch, dass ich mir mehr Zeit lassen soll. Am besten auch 1 oder 2 Monate nach dem Heroinentzug. Da ich so eine große Angst vor dem Absetzen des Antidepressivums habe, werde ich auch darauf hören. Ab morgen nehme ich ganz normal die 75mg. Ich werde mich trotzdem melden, wenn es soweit ist und ich das Medikament absetze.

Vielen Dank für euer Verständnis und eure Tipps usw.

Liebe Grüße
Baum
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Re: Baum: Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Baum »

Hallo Leute,

Update:
Hab es doch nach meinem anfänglichen Plan gemacht.
75 - 50 - 25 - 0 ( alle 2 Wochen reduziert.)

Bin gerade bei den 25mg
Mir gehts super und ich hab keinerlei Absetzerscheinungen.
Das freut mich ;)
Nochmal Glück gehabt.

Ich wünsche euch alles Gute!
Straycat
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Re: Baum: Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Straycat »

Hallo Baum,

es freut mich sehr für dich, dass es bislang so gut läuft :)
Ich will dir darüber auch gar nicht die Freude verderben, ich würde dich nur gerne zur Vorsicht mahnen. Oft kumulieren die Absetzsymptome im Hintergrund und schlagen dann verspätet zu... deshalb würde ich zumindest längere Absetzpausen einlegen als 2 Wochen - wenn du schon so große Schritte machst.

Ich drücke die Daumen, dass es weiter so gut geht :)
Liebe Grüße,
Cat
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Re: Baum: Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Baum »

Hallo an Straycat und auch allen Anderen ;),

ich gebe euch mal ein kurzes Update. Momentan bin ich noch auf den 25mg Venlafaxin. Die ersten 3 Tage waren etwas anstrengend bei der Reduktion von 50 auf 25. Es hat sich aber genau so wie von 75 auf 50 verhalten.

Jetzt hat sich alles wieder ein wenig stabilisiert. Nächste Woche Sonntag gehe ich von 25mg auf 0mg. Das Heroin hab ich natürlich auch nicht mehr angefasst. Ich hab da auch kein Suchtdruck oder Ähnliches. Eventuell weil ich nicht so viel oder lange wie andere konsumiert hab? Oder ich hab da nicht so eine Veranlagung für? Mit dem Rauchen hab ich auch vor Jahren aufgehört und ich hatte kein Verlangen danach.

Naja ich möchte nicht vom Thema Venlafaxin ablenken.
Mir geht es gut! Meine Depressionen hab ich auch im Griff.
Hab mir ein Computer gekauft und zocke jetzt sehr viel online mit Anderen. Momentan kann man ja kaum was draußen unternehmen.

Ich wollte eigentlich eine Langzeittherapie für Sucht machen... jedoch muss man vorher in einem Krankenhaus entgiftet haben. Die Psychiaterin fande die Idee gut mit der Therapie... jedoch möchte mich kein Krankenhaus aufnehmen, weil ich ja schlecht entgiften kann, wenn ich kein Gift im Körper hab ;) und einfach so kann man nicht in Kliniken für eine Langzeittherapie aufgenommen werden.

Einerseits ist das gut... Andereseits hatte ich mich gefreut, weil eine Klinik Pferde hatte usw.
Mhhh ich hab mir überlegt im Sommer einfach in den Urlaub zu fahren oder fliegen, falls dich die Lage mit Corona verbessert. Ich war noch nie im Urlaub, deshalb muss ich das unbedingt nachholen ;)

Ich wünsche euch alles Liebe und auch so viel Glück beim Absetzen.
padma
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Re: Baum: Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von padma »

hallo Baum, :)

dein Vorgehen ist, wie du weisst, sehr zügig, zumal es nicht dein erster Entzug ist. Ich würde noch zumindest auf 12,5 mg runterreduzieren, das wäre sicherer.
jedoch möchte mich kein Krankenhaus aufnehmen, weil ich ja schlecht entgiften kann, wenn ich kein Gift im Körper hab ;) und einfach so kann man nicht in Kliniken für eine Langzeittherapie aufgenommen werden.
Wie absurd ist das denn? Kann deine Psychiaterin dir denn nicht bescheinigen, dass du ambulant mit "ihrer Betreuung" entgiftet hast?

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
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Re: Baum: Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Baum »

padma hat geschrieben: 20.02.2021 18:05 hallo Baum, :)

dein Vorgehen ist, wie du weisst, sehr zügig, zumal es nicht dein erster Entzug ist. Ich würde noch zumindest auf 12,5 mg runterreduzieren, das wäre sicherer.
jedoch möchte mich kein Krankenhaus aufnehmen, weil ich ja schlecht entgiften kann, wenn ich kein Gift im Körper hab ;) und einfach so kann man nicht in Kliniken für eine Langzeittherapie aufgenommen werden.
Wie absurd ist das denn? Kann deine Psychiaterin dir denn nicht bescheinigen, dass du ambulant mit "ihrer Betreuung" entgiftet hast?

liebe Grüsse,
padma
Hallo Padma ;D

Es spielt keine Rolle, ob die Psychiaterin mir bescheinigt, dass ich ambulant entgiftet habe. Zudem war ich jetzt das erste Mal bei ihr.
Da gehts eher um Bürokratie. Man kommt dann direkt von der Entgiftung in die Klinik. Der Typ am Telefon (Also von der Klinik mit der Langzeittherapie) meinte, dass er noch nie erlebt hat, dass jemand Daheim entgiftet und dann eine Langzeittherapie machen möchte. Bei den Krankenhäuser haben die mir Ähnliches gesagt. Man muss vorher die Entgiftung machen.
Der Kostenträger wäre die Krankenkasse, da ich ja schon Rente bekomme und dadurch keine Reha mehr bekomme.
Eine psychosomatische Klinik ohne Suchtprobleme wäre kein Problem.

Ich überlege mir halt einfach in so eine Klinik zu gehen.
Ich hab eigentlich auch kein Suchtdruck oder Ähnliches.

Liebe Grüße

Baum
Sabs
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Re: Baum: Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Sabs »

Hi Baum,
Dann geh doch einfach in eine psychosomatische - ich bin vom Fach, es gibt natürlich unterschiedliche Schwerpunkte in der gruppentherapie, aber die restlichen Angebote sind ähnlich bzw gleich.
Und in den einzelsitzungen kannst du ja über die suchtthematik sprechen

Gruß Sabs
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