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Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Hoffnung92 »

Hey ihr Lieben,

also ich bin weiterhin auf 30 mg duloxetin.

Wie sehen die nächsten Schritte für mich aus? In 10 Prozent schritten runter oder doch schneller?

Liebe Grüße
Februar 2019 / Sertralin 75 mg
April 2020 - Mai 2020 / Sertralin 62,5 mg
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31.12.2020 Wechsel auf Cymbalta 30 mg
Gleichzeitiges absetzen von Sertralin 75mg innerhalb von 4 Tagen
14.01.2021 Cymbalta 45 mg
19.01.2021 Cymbalta 60 mg
29.01.2021 Cymbalta 45 mg
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Straycat »

Hallo Hoffnung,

wie geht es dir denn auf den 30mg Duloxetin? Sind seit der Reduktion neue Symptome dazugekommen?

Ich würde es - wie padma :) es schon geschrieben hat - schrittweise (z.B. auf 15mg, dann auf 7,5mg, dann auf 3,75mg und dann raus) weiter reduzieren. 10% Schritte sind zwar an und für sich das Mittel der Wahl, aber da du es noch nicht lange nimmst, würden so kleine Reduktionsschritte die Einnahmedauer insgesamt stark verlängern, was auch kontraproduktiv ist, da sich dein ZNS dann immer mehr an das Duloxetin gewöhnt. Das ist wirklich immer eine Ermessensfrage, wie rasch man nach kurzer Einnahmedauer reduziert.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Hoffnung92 »

Hey ihr Lieben,

fühle mich heute etwas schwindelig und leicht kränklich.

Unruhe und ein Angstgefühl habe ich auch, was aber glaube ich nicht durch die Reduzierung kommt...

Liebe Grüße
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Straycat »

Hallo Hoffnung,

dann würde ich die aktuelle Dosis von 30mg vielleicht noch 2-3 Tage halten und erst dann reduzieren.
Wenn der Schwindel stärker wird, müsstest du vielleicht eine längere Stabilisierungsphase einlegen.
Dass sich Symptome beim raschen Reduzieren zeigen ist nicht untypisch. Die Frage ist natürlich wie heftig sie sind und wie sehr sie dich beeinträchtigen. Das kann man daher immer nur selbst entscheiden, ob man schon weiter reduzieren kann oder lieber noch abwartet.

Wenn die Angstgefühle schon vor dem Abdosieren von Duloxetin da waren, dann kann es sein, dass sie nicht direkt damit zusammenhängen. Aber natürlich können Dosisveränderungen auch vorhandene Symptome verstärken.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Hoffnung92 »

Hey cat,

danke für die schnelle Antwort:)

Bei mir liegt halt immernoch die Frage im Kopf, was passiert wenn ich dann kein antidepressiva mehr nehme. Es hat mir ja schon irgendwie mal gut geholfen. Bleibt diese Unruhe und Traurigkeit dann oder geht sie wieder weg.

Fühlt euch gedrückt !

Liebe Grüße
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Hoffnung92 »

Hey ihr Lieben,

also es hat sich ein ganz schönes krankheitsgefühl eingeschlichen. Mit Kopfschmerzen und leichten Halsschmerzen... :(

Liebe Grüße
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Straycat »

Hallo Hoffnung,

Es kann natürlich auch ganz normale Gründe für Krankheitsgefühl geben, wie ein Infekt.
Nicht alles muss mit dem Entzug zusammenhängen - kann aber natürlich.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Svenja »

Hallo Hoffnung,

wenn es über Nacht schlechter wird, solltest dich morgen beim Arzt melden und einen Coronatest machen, um sicherzugehen.

Es muss nicht sein, wäre aber möglich.

Ich drücke dir die Daumen. Gute Besserung.

Liebe Grüße
Svenja
1998 erste Depression - Tiefenpsychologische Therapie - keine Medikamente
1999 geheiratet, Geburt der Kinder: 2000 und 2002
2005 mittelschwere Depression - Mirtazapin und Venlaflaxin
2006 Depression - Verhaltenstherapie - Mirtazapin und Duloxetin
Im weiteren Verlauf Mirtazapin abgesetzt. Duloxetin 30 mg - etliche Absetzversuche gescheitert- erneute Depression wenn nicht schnell genug wieder eindosiert
2013 Lamotrigin soll Duloxetin ersetzen - funktioniert nicht - Lamotrigin wieder abgesetzt
2017: MBSR-Kurs, seitdem tägliche Meditation

bis 02.10.2019: 30 mg Duloxetin
ab 03.10.2019: 27 mg - keine Symptome
ab 24.11.2019: 24,3 mg - nach ca. 3 Wochen Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafprobleme, hält ca. 2 Wochen an
ab 24.01.2020: 23,1 mg - nach 2 Wochen sehr gereizt, schlechte Laune, übersteigertes Schmerzempfinden, hält den ganzen Februar an
ab 30.05.2020: 22,0 mg - 4. bis 6. Woche: Schlafprobleme, kein Appetit, innere Unruhe, Angst
ab 25.08.2020: 21,4 mg - so gut wie keine Absetzsymptome
ab 23.09.2020: 20,7 mg
ab 20.11.2020: 20,0 mg - 4. Woche: 2 Nächte Schlafprobleme
ab 01.01.2021: 19,3 mg
ab 12.02.2021: 18,6 mg
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Jamie »

Hallo Hoffnung, :)

egal was es ist - du solltest jetzt auf jeden Fall einen Stopp einlegen und absolut nichts mehr ändern, bis klar ist, was ist, was du hast.
Es gibt beim Absetzen die sog. Absetzgrippe.
Sie tritt auf, wenn man zu schnell abdosiert hat und die Symptome entsprechen dem eines gripp. Infekts.
Sie kann durchaus auch mit Zeitverzögerung auftreten.

Inwieweit Halzkratzen und Kopfschmerzen ausreichen einen Test beim Arzt auf Covid zu bekommen, um auf ajnevs :) einzigehen, ist fraglich.
Mein Arzt testet, aber die Kriterien sind dermaßen hoch gesetzt worden, dass wirklich aktuell nur noch Patienten mit schwerer Symptomatik getestet (PCR) werden, weil die Labore völlig überlastet sind.
Bei sehr milden Symptomen ist m.W. nach noch ein Schnelltest möglich, an den käme man leichter, aber ich will auch gar keine Panik schieben, dass das bei dir jetzt möglicherweise dieses sch** Virus ist.

Beobachte es mal und natürlich, wenn du unsicher bist, dann ruf bei deinem Hausarzt an (symptomatische Patienten sollen ja nicht einfach so in der Arztpraxis erscheinen).

Bei weiterer Verschlechterung (jetzt nicht der grippalen Symptome, sondern generell alles zusammen, auch Psyche), muss über eine Wiederaufdosierung auf zB 35mg nachgedacht werden.

Grüße und gute Besserung
Jamie
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Hoffnung92 »

Hey ihr Lieben,

Danke Für Eure Anteilnahme und euer ganzes Feedback!

die Grippeähnlichen Symptome sind heute leichter geworden.

Worunter ich sehr leide ist die innere Unruhe.

Habt ihr in dem Zusammenhang Erfahrung mit Lavendel oder Baldrian gemacht oder sind diese ebenfalls schädlich fürs ZNS.

Liebe Grüße
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Straycat »

Hallo Hoffnung,

Nahrungsergänzungsmittel (NEM) werden von manchen im Entzug auch nicht so gut vertragen, wie bisher. Deshalb ist es sinnvoll zunächst eine kleine Menge zu testen und zu schauen, ob man es verträgt.

In der Regel werden Baldrian und Lavendel meist gut vertragen. Du findest auch viele Beiträge dazu, wenn du die Suchfunktion oben rechts benutzt.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Hoffnung92 »

Hey zusammen,

also Lavendel (lasea) habe ich gelesen, soll auch eine Abhängigkeit auslösen. Dann lieber Baldrian, Passionsblume oder Rosenwurz.

Ich bin innerlich sehr unruhig. Glaube es liegt einfach an der Krankheit. Meine muskelschmerzen sind mit besserer psychischer Verfassung auch besser. Die letzten Tage haben zumindest Hoffnung gegeben dass es wieder besser wird. Mit dem aufdosieren wird schwierig da ich noch in der Klinik bin. Könnte nur von einem anderen Hersteller 2 x 20 mg nehmen, aber ein Hersteller Wechsel ist auch wieder blöd...

Hat jemand von euch Erfahrung mit GABA? Hab gemischte Erfahrungen dazu gelesen.

Liebe Grüße
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von FineFinchen »

Hallo Hoffnung, :-)

kannst Du bitte die Quelle angeben, dass Lasea (oder ging es um generell um Lavendel?) eine Abhängigkeit erzeugen soll? Wurde das in einer repräsentativen Studie erwiesen?
Meines Wissens stimmt das nicht. Lavendel wird als Phytopharmakon eingesetzt und hat keinerlei suchtauslösenden Bestandteile.

Wenn du GABA ins Suchfeld (oben rechts) eingibst, findest Du viele Treffer zum Thema.

Viele Grüße
Finchen
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Towanda »

Hallo Hoffnung,

ich weiß nicht, wo Du das gelesen hast, aber Lavendel macht definitiv nicht abhängig.
Eine gewisse Abhängigkeit kann man allerdings bei allem entwickeln. Wenn man täglich vor dem schlafengehen Milch mit Honig oder einen Beruhigungstee trinkt, kann man sich auch einreden, ohne diesen nicht schlafen zu können, was dann auch oft so eintrifft.

Bei Rosenwurz sollte beachtet werden, dass er Antriebssteigernd wirkt und im Entzug oft nicht gut vertragen wird. Also wenn überhaupt, wirklich nur mit einem Krümel über mehrere Tage testen. Und vor allem niemals zwei Dinge gleichzeitig testen, sondern einzeln nacheinander.

Zu Gaba findest Du hier im Forum viele Informationen, entweder über den Thread "Was finde ich wo im Forum" - siehe Link im Begrüßungstext, oder einfach über die Suchfunktion oben rechts.

Viele Grüße, Towanda

Edit: Überschnitten mit Fischen :)
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Towanda »

Hallo Hoffnung,

ich möchte darauf nochmal eingehen:
Hoffnung92 hat geschrieben: 01.02.2021 12:08
Bei mir liegt halt immernoch die Frage im Kopf, was passiert wenn ich dann kein antidepressiva mehr nehme. Es hat mir ja schon irgendwie mal gut geholfen. Bleibt diese Unruhe und Traurigkeit dann oder geht sie wieder weg.
Meinst Du das langfristig, oder meinst Du,was direkt nach dem Absetzen von Duloxetin passiert?

Zu ersterem: PP heilen nicht die Ursprungsproblematik, im besten Fall, wie offensichtlich bei Dir, deckeln oder dämpfen sie die Symptome und machen das Leben etwas erträglicher. Solange aber die Grundproblematik nicht durch andere Wege (Therapie, Achtsamkeit, Akzeptanz ect.) nicht gelöst wird, wird es immer wieder auftauchen.

Zum zweiten Punkt haben Padma, Jamie und Straycat schon was geschrieben:
padma hat geschrieben: 27.01.2021 18:44 Das ist eine ganz schwierige Situation. Niemand kann voraussagen, was passiert, wenn du erneut wechselst. Es kann sein, dass die anschliessende Wiedereindosierung von Sertralin greifen würde, es kann aber auch sein, dass ein erneuter Wechsel noch mehr Unruhe in dein Nervensystem bringt.

Abrupt ginge es sowieso nicht, wenn dann müsste schrittweise reduziert und dann Sertralin auf Minimaldosis eingeschlichen werden. Ich würde zunächst Cymbalta reduzieren und dann weiterschauen. Als erstes wieder zurück auf 45 mg und dann in ein paar Tagen (2-3), je nach dem, wie es dir geht, weiter überlegen.
Jamie hat geschrieben: 27.01.2021 21:12 ich denke vorrangig muss das Duloxetin runter oder ggf. auch raus.
Es wird jetzt 28 Tage ohne durchschlagenden Erfolg genommen, da wird sich wohl auch nichts Tolles mehr einstellen.
Klar, wir haben keine Glaskugel :roll: , aber auch der kurz-vor-Panikattacke-Zustand heute weist wohl eher darauf hin, dass das Duloxetin evtl. nicht geeignet ist.
Ziel sollte es sein jetzt erst mal auf 30mg und dann ggf. weiter runter zu gehen.
Und eben beobachten, was der Körper macht.

GGf. kann man, sollte es nötig sein, auch auf Sertralin zurückwechseln, aber das ist noch Zukunftsmusik.
padma hat geschrieben: 29.01.2021 19:19 Ich würde auf 15mg und dann noch zumindest auf 7,5 mg runterdosieren, besser auch noch auf 3,75 vor dem Absetzen.
Eine Wiedereindosierung von Sertralin dann mit höchstens 5 mg, das ist dafür schon recht viel.
Viele Grüße, Towanda
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Hoffnung92 »

Hey zusammen,

ich hatte das mit dem lasea irgendwo hier im Forum gelesen, find es leider nicht mehr .. :/

Und zum GABA, wie auch Tryptophan oder 5 HTP, hab ich hier unterschiedliche Meinung zu gelesen...

Viele Grüße
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Straycat »

Hallo Hoffnung,

meinst du vielleicht, dass jemand die Einnahme von Lasea nicht so gut vertragen hat?
Das kann schon mal vorkommen. Jeder reagiert unterschiedlich auf NEM und viele reagieren im Entzug nochmal sensibler auf alles mögliche.

Deswegen ist es auch sinnvoll NEM erstmal in kleiner Dosis zu testen und wenn man sie gut verträgt zu steigern.

Aber von einem echten Abhängigkeitspotenzial bei Lasea hätte ich auch noch nicht gelesen.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von padma »

hallo zusammen, :)

doch Hoffnung hat recht. Wir hatten ein Mitglied (Wolfe), das auf Lasea eine Abhängigkeit entwickelt hatte und nur sehr langsam ausschleichen konnte. Da ging es allerdings auch um einen Benzoentzug, was eine Rolle gespielt haben dürfte (Stichwort GABA). Inwieweit das ein Einzelfall ist, kann ich nicht beurteilen.

Zudem wird Lasea von Menschen mit empfindlichem Magen schlecht vertragen.
Aber wie immer ist alles sehr individuell.

Ich persönlich würde vorrangig auf Baldrian etc. zurückgreifen. Lavendel kann man evtl. als Entspannungsbad nutzen.

Von Tryptophan oder 5 HTP raten wir ab, solange man noch ein AD einnimmt, wegen der Gefahr eines Serotoninsyndroms. Im Anschluss an einen Entzug ist 5 HTP ein möglicher Entzugstrigger.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Jamie »

Guten Morgen, :)

die Heilpflanzen, die meistens (wie gesagt, immer individuell testen) recht gut vertragen werden, sind Baldrian, Hopfen, Melisse (gibt es zB als Kombipräparate) und Passionsblume.
Gerade Passionsblume (zB Pascoflair) nehmen viele hier.
Neurexan als homöopathisches Komplexmittel wird ebenfalls gern ausprobiert.

Lavendel als Lasea ist für Menschen mit sensiblem Magen fürchterlich und wie padma :) schrieb, gab es hier einen User mit massiven Problemen damals. Der musste sich regelrecht vom Lasea entwöhnen.
Dafür gibt es andere Teilnehmer im Forum, die gut damit zurecht kommen.

Wenn einen das Bauchgefühl zu Lavendelöl hinzieht, kann man sich ja erst einmal ein hochwertiges natürliches (bevorzugt bio) kaufen und zB auf ein Tuch träufeln und daran schnuppern bzw. in einer Aromalampe verdampfen. Es soll ja beruhigend wirken.
Orangenöl ist bei der Aromatherapie übrigens auch sehr gut geeignet, und zwar als Stimmungsaufheller.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Hoffnung92: Von Sertralin auf Duloxetin und wieder zurück?

Beitrag von Hoffnung92 »

Hallo zusammen,

die letzten Tage ging es wirklich aufwärts.

Aber heute fühl ich mich wieder kränklich, mit starken Kopfschmerzen, was auch die Laune wieder nach unten reißt.

Ist schwer einzuschätzen ob es an der Reduzierung vor 1 Woche liegt oder einfach nen leicht Infekt ist.

Da muss ich wohl durch, vielleicht ist es morgen schon besser.

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