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Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Yuki76
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Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Hallo ihr Lieben,

ich bin so froh, dieses Forum gefunden zu haben - nachdem ich seit einer Woche extreme Entzugserscheinungen nach quasi "kalt" absetzen von Pregabalin habe (200mg in 50mg-Schritten runterdosiert über 2 Wochen, dann direkt von 50mg auf 0...), die ich aber nicht als solche erkannt habe, weil ich dachte, ich habe vielleicht eine heftige Nebenhöhlenentzündung :? , hat mir meine behandelnde Ärztin in der Schmerzambulanz den Hinweis gegeben, dass das alles vom Absetzen kommen kann. Leider erst im Nachhinein.

Auf der Suche nach Infos habe ich hierher gefunden und mich in den Beschreibungen einiger LeidensgenossInnen wiedergefunden.

Aktuell habe ich folgende Symptome:
extreme Abgeschlagenheit, "Pudding"beine, Schwächegefühl beim Gehen, Schwindel, Gefühl wie Watte im Kopf, Konzentrationsschwierigkeiten, stark verlangsamtes Denken, hin und wieder auch Wortfindungsstörungen, Schlafprobleme (kein erholsamer Schlaf), Nase dicht ohne Schnupfen, Druck auf Stirnbereich, leichte, aber spürbare Wassereinlagerungen in den Augenlidern und den Händen.

Nachdem ich hier schon ein bisschen quergelesen habe, fühle ich mich einerseits beruhigt, die Ursache zu kennen, andererseits macht die Aussicht auf ein längerfristiges Bestehen der Symptomatik mir große Angst, weil ich mich massiv eingeschränkt fühle.

Als freie Übersetzerin und Alleinverdienerin mit zwei Kindern, Hund und (Therapie)pony kann ich nicht ausfallen, arbeiten geht noch einigermaßen, aber auch nur, weil ich komplett frei bin in der Einteilung und alles von zu Hause aus mache.

Ich hoffe jetzt, mit vorsichtigem Aufdosieren und dann noch vorsichtigerem Absetzen aus der Nummer wieder rauszukommen - nachdem ich heute hier angefangen hatte zu lesen, hab ich vor Schreck erstmal gleich eine 50mg-Kapsel eingeworfen, bis mir dann später klar wurde, dass das viel zu hoch ist :cry:
Ich hoffe nur, die einmalige Einnahme macht noch nichts weiter kaputt, ab morgen wird per Feinwaage und Wasserlösemethode gearbeitet und ich schaffe es hoffentlich, mich an dir richtige Dosis ranzutasten.

Für Tipps bin ich sehr, sehr dankbar, ansonsten lese ich mich erstmal weiter hier ein :)

Ach, eine Frage habe ich direkt noch: in der Schmerzambulanz wurde mir jetzt für den Schlaf Trittico (Trazodon) verschrieben - gehe ich richtig in der Annahme, dass ich das lieber erstmal lasse, wenn ich das Pregabalin wieder aufdosiere?

Liebe Grüße
Yuki :marionette:
Diagnosen: rezidivierende Erschöpfungsdepression sei 2009, chronische Schmerzerkrankung (HWS-Schädigung) seit 2017, Migräne (isolierte Aura) seit Jugendalter

Seit 2009 in Behandlung wg. Erschöpfungsdepression, seit 2019 zusätzlich wg. chronischer Schmerzen (Spondylarthrose, Bandscheibenvorfall und Steilstellung der HWS)
Erstmedikation nach Tagesklinik Citalopram 40mg bis 2013, Opipramol phasenweise für abends, stationäre Therapie in der Psychosomatik 2014, danach Wechsel zu Venlaflaxin 75mg
Zwischenzeitlich hoch auf 150mg Venlaflaxin, keine Verbesserung, deshalb langfristig auf 75mg bis 2019
Sommer 2018 stationäre Therapie in der Schmerzklinik, Novalgin 4x1000mg tägl., versuchsweise Venlaflaxin auf 210mg, da keine Verbesserung bzgl. Schmerzen wieder runter auf 75mg, Herbst 2018 Novalgin abgesetzt
Venlaflaxin abgesetzt nach langer guter Phase Ende 2019 schrittweise über 5 Monate, 2 Monate Medikationsfrei, Frühjahr 2020 schwerer Rückfall in die Erschöpfungsdepression plus Ängste und Schlafstörungen
Seit Sommer 2020 Fluoxetin 30mg, 5 Tage lang Tavor zum Schlafen, danach abgesetzt (problemlos), Opipramol zum Schlafen nach Bedarf, deutliche Verbesserung der Depressionssymptomatik, Opipramol inzwischen abgesetzt (problemlos)
Seit November 2020 ambulante Therapie in der Schmerzambulanz und dauerhaft Novalgin 4x1000mg tägl.
Zur Schmerzbehandlung versuchsweise Pregabalin, Dosissteigerung bis 2x100mg tägl., da keinerlei Auswirkung auf Schmerzsymptomatik wieder abgesetzt in 50mg-Schritten bis auf 0

22.1.21 Pregabalin von 50g auf 0 nach Kalt-Entzug - eine Woche später heftige Entzugserscheinungen

Entzugssymptome:
extreme Abgeschlagenheit, "Pudding"beine, Schwächegefühl beim Gehen, Schwindel, Gefühl wie Watte im Kopf, Konzentrationsschwierigkeiten, stark verlangsamtes Denken, hin und wieder auch Wortfindungsstörungen, Schlafprobleme (kein erholsamer Schlaf), Nase dicht ohne Schnupfen, Druck auf Stirnbereich, leichte, aber spürbare Wassereinlagerungen in den Augenlidern und den Händen, überfordert mit kleinsten Anforderungen an die Aufmerksamkeit

Start Aufdosierung 4.2. (am 3.2. versehentlich eine ganze 50mg Kapsel eingenommen)
4.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
5.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
6.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
7.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
8.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
9.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalt von 25mg in Wasser)
10.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalts von 25mg in Wasser)
11.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalts von 25mg in Wasser)
seitdem täglich 12,5mg und nachlassende Entzugssymptome mit schubweiser Verschlechterung


Medikation aktuell: Novalgin 4x40 Tropfen, Fluoxetin morgens 20mg-mittags 10mg, Pregabalin morgens 12,5mg
NEM: Mönchspfeffer 4mg, Allegra (Antihistaminikum) 1x tägl., Vitamin D-Tropfen, Floradix-Eisen-Tabletten
Jamie
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Jamie »

Hallo Yuki,

willkommen im Forum :)

Pregabalin ist in den letzten 15 Jahren zum Bestseller geworden und leider hat es nicht nur erhebliches Gewöhnungspotential, sondern wird auch manchmal missbraucht, weil es ein Highgefühl auslösen kann.
Man ist erst in den letzten Jahren drauf gekommen, dass das Mittel "nicht ohne" ist und das betrifft auch die Absetzsymptome.

Darf ich fragen, weswegen es verordnet wurde?
Es hat eine Zulassung als AD, eigentlich war es mal ein Antiepileptikum, und zusätzlich darf es auch bei neuropathischen Schmerzen verordnet werden und wird off-label auch gerne als beruhigendes Medikament zum Schlafen verordnet.

Wir können nicht voraussagen, inwieweit die Einnahme der 50mg dir jetzt Probleme macht; von besonderer Wichtigkeit ist das Datum, an dem du das letzte Mal Pregabalin genommen hast. Wann genau war das? Danach richtet sich nämlich die Wiedereinstiegsmenge.
50mg war ganz sicher zu hoch, aber ob es besser 25mg oder gar nur 5mg sein sollten, dazu brauchen wir mehr Infos von dir.

edit: Signatur entdeckt. 22.1. war letzte Einnahme. Dann würde ich nun 10mg - 15mg einsteigen.

Bitte mache dich mit der Wasserlösemethode vertraut; Pregabalin ist ein Pulver, das man in Wasser geben kann (Pulver in einer Kapselhülle); damit kann man super dosieren.

Ich sende dir noch unseren Begrüßungstext; darin stehen auch u.a. Links zur Wasserlösemethode.

Viele Grüße
Jamie
Zuletzt geändert von Jamie am 04.02.2021 07:55, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: ergänzt
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Jamie »

Hallo Yuki :)

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Neuroleptika absetzen verschoben

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Liebe Jamie,

danke schon mal! :)
Bzgl. der Dosis hilft mir das sehr weiter, ich war unsicher, wie ich am besten anfange.
Spricht etwas dagegen, den Inhalt der Kapsel per Feinwaage abzuwiegen und jeweils nur die passende Teilmenge in Wasser zu nehmen?
So könnte ich die 50mg-Kapseln gut aufbrauchen, ohne etwas verwerfen zu müssen.

Liebe Grüße

Yuki
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9.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalt von 25mg in Wasser)
10.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalts von 25mg in Wasser)
11.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalts von 25mg in Wasser)
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Jamie »

Hallo Yuki :),

nein, dagegen spricht nichts.
Allerdings wird es bei kleineren Dosierungen schnell ungenau, also spätestens dann kann man mit einer Feinwaage nicht mehr arbeiten.

Es gibt auch sehr unterschiedliche Hersteller; manche haben recht große Kapseln (einfach mehr Füllstoff) und das lässt sich besser abwiegen als diejenigen, die weniger Füllstoff verwenden.
Meine Kapseln (ich nehme sie nicht, hatte sie angetestet wegen Nervenschmerz) sind 25mg und sind von Glenmark und die sind winzig; da weiß ich jetzt schon, dass ich nicht abwiegen könnte.

Du musst auf deiner Feinwaage ausprobieren, inwieweit es möglich ist, genau zu messen.
Was das ZNS überhaupt nicht mag sind Schwankungen und wenn man das nicht gewährleisten kann, dann lieber "verschwenderisch" umgehen und sich stattdessen eine neue Schachtel verordnen lassen.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Liebe Jamie,

alles klar, dann probier ich mal, wie genau ich das hinkriege, ansonsten besorge ich mir nochmal 25mg-Kapseln :)

Liebe Grüße

Yuki
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Start Aufdosierung 4.2. (am 3.2. versehentlich eine ganze 50mg Kapsel eingenommen)
4.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
5.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
6.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
7.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
8.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
9.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalt von 25mg in Wasser)
10.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalts von 25mg in Wasser)
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Straycat »

Liebe Yuki,

Herzlich willkommen bei uns!

Zu Pregabalin hat dir Jamie :) schon alles wichtige geschrieben.

Weil du nach Trazodon (Trittico) gefragt hast: das ist ebenfalls ein Psychopharmakon (PP), das erhebliche Probleme beim Absetzen bereiten kann. Ich würde an deiner Stelle kein neues PP einnehmen, das wiederum dein ZNS sehr reizen kann.
Details zu verschiedenen PP findest du auch in den Steckbriefe im Bereich "Medikamenteninfos, Lexikon, Übersichten".

Alles Gute,
Cat
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Liebe Cat,

danke dir für die Begrüßung und die Info! :)
Sowas hab ich mir schon fast gedacht und nicht mit der Einnahme begonnen.

Mit dem Thema gereiztes ZNS hab ich mich jetzt ein bisschen beschäftigt, erscheint mir alles sehr logisch und eine plausible Erklärung für meine aktuellen Zustände.
Bei meiner Schmerztherapie stehen bei mir viele Methoden im Vordergrund, die dem Gehirn alternative Reize geben sollen, dazu gehören auch Akupunktur, Tens-Gerät usw., ich schätze mal, auch damit muss ich erstmal vorsichtig sein.

Heute habe ich das Pulver aus den Kapseln abgewogen und die 12mg entsprechende Menge eingenommen, so richtig genau kriegt man es nicht hin, ich glaube die Wasserlösemethode ist dann doch vernünftiger.

Liebe Grüße

Yuki
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22.1.21 Pregabalin von 50g auf 0 nach Kalt-Entzug - eine Woche später heftige Entzugserscheinungen

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extreme Abgeschlagenheit, "Pudding"beine, Schwächegefühl beim Gehen, Schwindel, Gefühl wie Watte im Kopf, Konzentrationsschwierigkeiten, stark verlangsamtes Denken, hin und wieder auch Wortfindungsstörungen, Schlafprobleme (kein erholsamer Schlaf), Nase dicht ohne Schnupfen, Druck auf Stirnbereich, leichte, aber spürbare Wassereinlagerungen in den Augenlidern und den Händen, überfordert mit kleinsten Anforderungen an die Aufmerksamkeit

Start Aufdosierung 4.2. (am 3.2. versehentlich eine ganze 50mg Kapsel eingenommen)
4.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
5.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
6.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
7.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
8.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
9.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalt von 25mg in Wasser)
10.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalts von 25mg in Wasser)
11.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalts von 25mg in Wasser)
seitdem täglich 12,5mg und nachlassende Entzugssymptome mit schubweiser Verschlechterung


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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Straycat »

Hallo Yuki,

es ist sehr unterschiedlich welche Reize wer im Entzug verträgt. Manche vertragen auch NEM problemlos, andere nicht.
Am besten du testest es vorsichtig aus, ob zB das Tens-Gerät bei dir die Symptome verstärkt oder es dir gut tut.

Ja, die Wasserlösmethode ist da sicherlich die bessere Alternative, da man damit genauer dosieren kann.

Alles Gute,
Cat
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Ihr Lieben,

ich bin nun an Tag 4 mit dem Wiederaufdosieren und es geht mir unverändert schlecht.

Ich nehme ein Viertel der letzten Dosis vor dem Absetzen, also 12,5mg, indem ich das Pulver aus der 50mg-Kapsel in 100ml Wasser auflöse und 25ml davon einnehme.

Ich weiß, dass mir niemand beantworten kann, wie schnell und ob überhaupt eine Veränderung eintritt, aber habe ich das richtig verstanden, dass beim Aufdosieren erst nach ein paar Tagen überhaupt was im Nervensystem ankommt und man es für 1 Woche bei der gleichen Dosierung belassen soll...?

Ich bin ziemlich verzweifelt über meinen Zustand, mit allem überfordert und der Angst, das wird nicht wieder gut :(

Danke schonmal für eure Antworten.

Liebe Grüße

Yuki
Diagnosen: rezidivierende Erschöpfungsdepression sei 2009, chronische Schmerzerkrankung (HWS-Schädigung) seit 2017, Migräne (isolierte Aura) seit Jugendalter

Seit 2009 in Behandlung wg. Erschöpfungsdepression, seit 2019 zusätzlich wg. chronischer Schmerzen (Spondylarthrose, Bandscheibenvorfall und Steilstellung der HWS)
Erstmedikation nach Tagesklinik Citalopram 40mg bis 2013, Opipramol phasenweise für abends, stationäre Therapie in der Psychosomatik 2014, danach Wechsel zu Venlaflaxin 75mg
Zwischenzeitlich hoch auf 150mg Venlaflaxin, keine Verbesserung, deshalb langfristig auf 75mg bis 2019
Sommer 2018 stationäre Therapie in der Schmerzklinik, Novalgin 4x1000mg tägl., versuchsweise Venlaflaxin auf 210mg, da keine Verbesserung bzgl. Schmerzen wieder runter auf 75mg, Herbst 2018 Novalgin abgesetzt
Venlaflaxin abgesetzt nach langer guter Phase Ende 2019 schrittweise über 5 Monate, 2 Monate Medikationsfrei, Frühjahr 2020 schwerer Rückfall in die Erschöpfungsdepression plus Ängste und Schlafstörungen
Seit Sommer 2020 Fluoxetin 30mg, 5 Tage lang Tavor zum Schlafen, danach abgesetzt (problemlos), Opipramol zum Schlafen nach Bedarf, deutliche Verbesserung der Depressionssymptomatik, Opipramol inzwischen abgesetzt (problemlos)
Seit November 2020 ambulante Therapie in der Schmerzambulanz und dauerhaft Novalgin 4x1000mg tägl.
Zur Schmerzbehandlung versuchsweise Pregabalin, Dosissteigerung bis 2x100mg tägl., da keinerlei Auswirkung auf Schmerzsymptomatik wieder abgesetzt in 50mg-Schritten bis auf 0

22.1.21 Pregabalin von 50g auf 0 nach Kalt-Entzug - eine Woche später heftige Entzugserscheinungen

Entzugssymptome:
extreme Abgeschlagenheit, "Pudding"beine, Schwächegefühl beim Gehen, Schwindel, Gefühl wie Watte im Kopf, Konzentrationsschwierigkeiten, stark verlangsamtes Denken, hin und wieder auch Wortfindungsstörungen, Schlafprobleme (kein erholsamer Schlaf), Nase dicht ohne Schnupfen, Druck auf Stirnbereich, leichte, aber spürbare Wassereinlagerungen in den Augenlidern und den Händen, überfordert mit kleinsten Anforderungen an die Aufmerksamkeit

Start Aufdosierung 4.2. (am 3.2. versehentlich eine ganze 50mg Kapsel eingenommen)
4.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
5.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
6.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
7.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
8.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
9.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalt von 25mg in Wasser)
10.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalts von 25mg in Wasser)
11.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalts von 25mg in Wasser)
seitdem täglich 12,5mg und nachlassende Entzugssymptome mit schubweiser Verschlechterung


Medikation aktuell: Novalgin 4x40 Tropfen, Fluoxetin morgens 20mg-mittags 10mg, Pregabalin morgens 12,5mg
NEM: Mönchspfeffer 4mg, Allegra (Antihistaminikum) 1x tägl., Vitamin D-Tropfen, Floradix-Eisen-Tabletten
lionel
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von lionel »

Hallo Yuki,

es wird bestimmt wieder gut! Es braucht nur leider manchmal ein bisschen bis es wieder anschlägt und diese Tage kommen einen oftmals ewig vor.

Ich hoffe du kannst dir etwas gutes tun, wie kurz spazieren gehen, ein Bad nehmen, Tee trinken usw.

Und es gibt immer die Möglichkeit eine höhere Dosis zu probieren und von dort ganz langsam abzudosieren, wenn du in den nächsten Tagen nicht genug darauf ansprichst.

Liebe Grüße,
lionel
Anfang 2017:
Angstzustände, Schlafstörungen, Depression, Panikattacken.
März 2017:
Von meiner Psychiaterin verschrieben und genommen ab 10. März:
15mg Praxiten (Benzo) 2mal
25mg Sertralin für eine Woche...danach auch 50mg hochdosiert.
NW: große nicht aushaltbare Anspannung in der Nacht, Kopfschmerzen, starke Verspannung beim Genick und Hals, psychosomatische Symptome (Zuckendes Auge, Sprachstörungen, Verkrampfung der linken Gesichtshälfte, Muskeltonus links nicht kontrollierbar, Schwierigkeiten zu stehen.

Ab Ende März: Aufentahlt in der Psychiatrie, 6 Wochen. Benzo wird innerhalb von 2 Wochen abgesetzt und nur noch bei Bedarf, Lyrica wird eindosiert, täglich um 25mg mehr bis zu 200mg und etwas später auf 300mg.

Ab Mai: 50mg Sertralin und 300mg Lyrica und bei Bedarf 15mg Oxazepam

Ab November 2017: 75mg Sertralin und 300mg Lyrica
NW: Einschlafprobleme, lebhafte Träume und Nachtschweiß
Libido kaum vorhanden...

10.3.18: weniger 25mg Sertralin, nun 50mg
NW: sehr trockener Hals -> Halsschmerzen, trockene Lippen, Nase und Augen; Muskelschmerzen am Rücken, sehr lebhafte Träume, dazwischen Kopfschmerzen und Verspannungen beim Hals.

28.3.18: etwas mehr Angstzustände, aber noch im Rahmen, Halsschmerzen und Trockenheit viel besser, Nachtschweiß ubd lebhafte Träume weiterhin vorhanden...

Sertralin wird erstmals nicht weiter abgesetzt!

10.6.18: Lyrica 125-0-150 (25mg am Vm reduziert)
NW: Muskelschmerzen, Darmprobleme und Schmerzen, Verspannungen.

9.7.18: Lyrica 100-0-150 (25mg am Vm reduziert)

10.10.18: Lyrica 100-0-125 (25mg am Abend weniger)

28.12.18: Lyrica 100-0-100 (25mg am Abend weniger)

April und Mai 2019: Unruhe und funktional neurologische "Anfälle" mehrmals wöchentlich. Ab Ende April nehme ich ca. 3mal die Woche Oxazepam 15 mg.

Juni und Juli 2019: Für beide Monate nur insgesamt 45mg Oxazepam.

02.08.19: Sertralin 25mg (25mg weniger)

30.9-8.10.19: mehrmalige funktional neurologische "Anfälle" + 1×7,5mg Oxazepam.

6.12.2019: Reduzierung der Abenddosis Lyrica auf 75mg (um 25mg weniger)

11.4.2020: Reduktion Vormittagsdosis von Lyrica auf 75mg (um 25mg weniger)

08.06.20: Reduktion der Abenddosis Lyrica auf 50mg (um 25mg weniger)

Aktuell

Sertralin 25mg und Lyrica 75-0-50mg

Bedarfsmedikation: 7,5mg Praxiten (Oxazepam)

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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Straycat »

Hallo Yuki,

Ja, eine Woche würde ich an deiner Stelle mindestens die Dosis beibehalten (eher 1-2 Wochen). Wenn sich dann rein gar nichts an der Symptomatik geändert hat, könntest du es langsam steigern zB auf vielleicht 15-20 mg?
Aber erstmal würde ich noch abwarten. Es kann etwas dauern, bis es anschlägt, wie lionel :) schon geschrieben hat.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Ihr Lieben,

heute ist der 8. Tag des Wiedereindosierens, ich habe inzwischen 25mg-Kapseln und das klappt gut mit Wasserlösemethode und 12,5mg einnehmen.
Nachdem ich am Wochenende wirklich wie ein Zombie rumgelaufen bin (eher rumgesessen, laufen war keine gute Sache), habe ich seit gestern das Gefühl, eine Verbesserung zu spüren, ich bin nicht mehr ganz so blockiert im Kopf und nicht mehr so wackelig auf den Beinen.
Nach der ersten großen Verzweiflung fasse ich ganz vorsichtig etwas Hoffnung, dass ich mich zumindest erstmal wieder stabilisieren kann.

Seit gestern habe ich allerdings wie zu Beginn der Entzugssymptome wieder stark geschwollene Augenlider bzw. Wassereinlagerungen an den Augen und in den Händen.
Gibt es dafür irgendeine Erklärung oder fällt das einfach unter "allgemeine Überraschungsnebenerscheinungen"...? :roll:

Liebe Grüße

Yuki
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Seit 2009 in Behandlung wg. Erschöpfungsdepression, seit 2019 zusätzlich wg. chronischer Schmerzen (Spondylarthrose, Bandscheibenvorfall und Steilstellung der HWS)
Erstmedikation nach Tagesklinik Citalopram 40mg bis 2013, Opipramol phasenweise für abends, stationäre Therapie in der Psychosomatik 2014, danach Wechsel zu Venlaflaxin 75mg
Zwischenzeitlich hoch auf 150mg Venlaflaxin, keine Verbesserung, deshalb langfristig auf 75mg bis 2019
Sommer 2018 stationäre Therapie in der Schmerzklinik, Novalgin 4x1000mg tägl., versuchsweise Venlaflaxin auf 210mg, da keine Verbesserung bzgl. Schmerzen wieder runter auf 75mg, Herbst 2018 Novalgin abgesetzt
Venlaflaxin abgesetzt nach langer guter Phase Ende 2019 schrittweise über 5 Monate, 2 Monate Medikationsfrei, Frühjahr 2020 schwerer Rückfall in die Erschöpfungsdepression plus Ängste und Schlafstörungen
Seit Sommer 2020 Fluoxetin 30mg, 5 Tage lang Tavor zum Schlafen, danach abgesetzt (problemlos), Opipramol zum Schlafen nach Bedarf, deutliche Verbesserung der Depressionssymptomatik, Opipramol inzwischen abgesetzt (problemlos)
Seit November 2020 ambulante Therapie in der Schmerzambulanz und dauerhaft Novalgin 4x1000mg tägl.
Zur Schmerzbehandlung versuchsweise Pregabalin, Dosissteigerung bis 2x100mg tägl., da keinerlei Auswirkung auf Schmerzsymptomatik wieder abgesetzt in 50mg-Schritten bis auf 0

22.1.21 Pregabalin von 50g auf 0 nach Kalt-Entzug - eine Woche später heftige Entzugserscheinungen

Entzugssymptome:
extreme Abgeschlagenheit, "Pudding"beine, Schwächegefühl beim Gehen, Schwindel, Gefühl wie Watte im Kopf, Konzentrationsschwierigkeiten, stark verlangsamtes Denken, hin und wieder auch Wortfindungsstörungen, Schlafprobleme (kein erholsamer Schlaf), Nase dicht ohne Schnupfen, Druck auf Stirnbereich, leichte, aber spürbare Wassereinlagerungen in den Augenlidern und den Händen, überfordert mit kleinsten Anforderungen an die Aufmerksamkeit

Start Aufdosierung 4.2. (am 3.2. versehentlich eine ganze 50mg Kapsel eingenommen)
4.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
5.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
6.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
7.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
8.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
9.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalt von 25mg in Wasser)
10.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalts von 25mg in Wasser)
11.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalts von 25mg in Wasser)
seitdem täglich 12,5mg und nachlassende Entzugssymptome mit schubweiser Verschlechterung


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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von padma »

liebe Yuki, :)

es freut mich zu hören, dass es bei dir aufwärts geht. :D
Ödeme (Wassereinlagerungen) werden bei Pregabalin als NW aufgeführt. Es kann jetzt entweder eine NW aufgrund der Wiedereindosierung sein, oder eine Folge des zwischenzeitlichen Absetzens.

Entzugssymptome sind oft die gleichen wie NW, da die Körpersysteme reagieren auf die das PP einwirkt.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Vielen Dank, padma! :)
Ich hab es mir fast gedacht...

Übrigens war ich heute bei einem Neurologen wegen Abklärung meines schon ewig bestehenden Karpaltunnelsyndroms und hab mal ganz naiv gefragt, ob gewisse Symptome vom Absetzen von Pregabalin kommen können - nö. :frust: Weil: ich hab ja schrittweise abgesetzt und am Schluss von 50 auf 0, das wäre ja nicht abrupt :?
Dann weiß ich ja Bescheid :roll:

Liebe Grüße

Yuki
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Zwischenzeitlich hoch auf 150mg Venlaflaxin, keine Verbesserung, deshalb langfristig auf 75mg bis 2019
Sommer 2018 stationäre Therapie in der Schmerzklinik, Novalgin 4x1000mg tägl., versuchsweise Venlaflaxin auf 210mg, da keine Verbesserung bzgl. Schmerzen wieder runter auf 75mg, Herbst 2018 Novalgin abgesetzt
Venlaflaxin abgesetzt nach langer guter Phase Ende 2019 schrittweise über 5 Monate, 2 Monate Medikationsfrei, Frühjahr 2020 schwerer Rückfall in die Erschöpfungsdepression plus Ängste und Schlafstörungen
Seit Sommer 2020 Fluoxetin 30mg, 5 Tage lang Tavor zum Schlafen, danach abgesetzt (problemlos), Opipramol zum Schlafen nach Bedarf, deutliche Verbesserung der Depressionssymptomatik, Opipramol inzwischen abgesetzt (problemlos)
Seit November 2020 ambulante Therapie in der Schmerzambulanz und dauerhaft Novalgin 4x1000mg tägl.
Zur Schmerzbehandlung versuchsweise Pregabalin, Dosissteigerung bis 2x100mg tägl., da keinerlei Auswirkung auf Schmerzsymptomatik wieder abgesetzt in 50mg-Schritten bis auf 0

22.1.21 Pregabalin von 50g auf 0 nach Kalt-Entzug - eine Woche später heftige Entzugserscheinungen

Entzugssymptome:
extreme Abgeschlagenheit, "Pudding"beine, Schwächegefühl beim Gehen, Schwindel, Gefühl wie Watte im Kopf, Konzentrationsschwierigkeiten, stark verlangsamtes Denken, hin und wieder auch Wortfindungsstörungen, Schlafprobleme (kein erholsamer Schlaf), Nase dicht ohne Schnupfen, Druck auf Stirnbereich, leichte, aber spürbare Wassereinlagerungen in den Augenlidern und den Händen, überfordert mit kleinsten Anforderungen an die Aufmerksamkeit

Start Aufdosierung 4.2. (am 3.2. versehentlich eine ganze 50mg Kapsel eingenommen)
4.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
5.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
6.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
7.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
8.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
9.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalt von 25mg in Wasser)
10.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalts von 25mg in Wasser)
11.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalts von 25mg in Wasser)
seitdem täglich 12,5mg und nachlassende Entzugssymptome mit schubweiser Verschlechterung


Medikation aktuell: Novalgin 4x40 Tropfen, Fluoxetin morgens 20mg-mittags 10mg, Pregabalin morgens 12,5mg
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von lionel »

Hi Yuki,

ja, dass kommt mir und vielen anderen bestimmt bekannt vor.

Sogar in der Packungsbeilage wird das nicht empfohlen...

Hoffe es geht weiter bergauf!
Liebe Grüße,
lionel
Anfang 2017:
Angstzustände, Schlafstörungen, Depression, Panikattacken.
März 2017:
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15mg Praxiten (Benzo) 2mal
25mg Sertralin für eine Woche...danach auch 50mg hochdosiert.
NW: große nicht aushaltbare Anspannung in der Nacht, Kopfschmerzen, starke Verspannung beim Genick und Hals, psychosomatische Symptome (Zuckendes Auge, Sprachstörungen, Verkrampfung der linken Gesichtshälfte, Muskeltonus links nicht kontrollierbar, Schwierigkeiten zu stehen.

Ab Ende März: Aufentahlt in der Psychiatrie, 6 Wochen. Benzo wird innerhalb von 2 Wochen abgesetzt und nur noch bei Bedarf, Lyrica wird eindosiert, täglich um 25mg mehr bis zu 200mg und etwas später auf 300mg.

Ab Mai: 50mg Sertralin und 300mg Lyrica und bei Bedarf 15mg Oxazepam

Ab November 2017: 75mg Sertralin und 300mg Lyrica
NW: Einschlafprobleme, lebhafte Träume und Nachtschweiß
Libido kaum vorhanden...

10.3.18: weniger 25mg Sertralin, nun 50mg
NW: sehr trockener Hals -> Halsschmerzen, trockene Lippen, Nase und Augen; Muskelschmerzen am Rücken, sehr lebhafte Träume, dazwischen Kopfschmerzen und Verspannungen beim Hals.

28.3.18: etwas mehr Angstzustände, aber noch im Rahmen, Halsschmerzen und Trockenheit viel besser, Nachtschweiß ubd lebhafte Träume weiterhin vorhanden...

Sertralin wird erstmals nicht weiter abgesetzt!

10.6.18: Lyrica 125-0-150 (25mg am Vm reduziert)
NW: Muskelschmerzen, Darmprobleme und Schmerzen, Verspannungen.

9.7.18: Lyrica 100-0-150 (25mg am Vm reduziert)

10.10.18: Lyrica 100-0-125 (25mg am Abend weniger)

28.12.18: Lyrica 100-0-100 (25mg am Abend weniger)

April und Mai 2019: Unruhe und funktional neurologische "Anfälle" mehrmals wöchentlich. Ab Ende April nehme ich ca. 3mal die Woche Oxazepam 15 mg.

Juni und Juli 2019: Für beide Monate nur insgesamt 45mg Oxazepam.

02.08.19: Sertralin 25mg (25mg weniger)

30.9-8.10.19: mehrmalige funktional neurologische "Anfälle" + 1×7,5mg Oxazepam.

6.12.2019: Reduzierung der Abenddosis Lyrica auf 75mg (um 25mg weniger)

11.4.2020: Reduktion Vormittagsdosis von Lyrica auf 75mg (um 25mg weniger)

08.06.20: Reduktion der Abenddosis Lyrica auf 50mg (um 25mg weniger)

Aktuell

Sertralin 25mg und Lyrica 75-0-50mg

Bedarfsmedikation: 7,5mg Praxiten (Oxazepam)

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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Ihr Lieben,

so langsam bin ich endgültig desillusioniert, was die Fachärzte zu dem Thema Entzug angeht.

Aufgrund der chronischen Schmerzerkrankung habe ich regelmäßig Termine in der Schmerzambulanz, wo mir ja auch das Pregabalin verschrieben wurde, und als ich gestern dort der Ärztin von den Entzugserscheinungen und dem Wiedereindosieren erzählte, hat sie mir gesagt sie macht jetzt eine "Stabilisierung" mit mir und dann ist das Thema erledigt, ich soll das Pregabalin dann endgültig weglassen (natürlich ohne Ausschleichen, einfach so. Und ich hab ihr noch nicht mal gesagt, dass ich nur einen Teil der Kapsel nehme).

Diese "Stabilisierung" bestand darin, dass ich die Pregabalin-Kapsel in der Hand halten sollte und sie währenddessen Akupunktur-Punkte an meinem Körper gedrückt hat. Ich bin jetzt also geheilt :frust:

Mir ist natürlich völlig klar, dass das absoluter Schwachsinn ist, aber ich bin wirklich fassungslos über die Kombination von der Verschreibung schwerer Psychopharmaka und dem Einsatz von Pseudomedizin hinterher, dabei aber auch ein quasi Negieren der verursachten Abhängigkeit.
Ich hab wirklich nichts gegen Akupunktur für bestimmte Einsatzzwecke, auch wenn ich grundsätzlich nach langen Jahren Erfahrungen mit "alternativen Heilmethoden" nicht mehr wirklich dafür zu begeistern bin, aber mein naturwissenschaftliches Denken ist sehr ausgeprägt und in manchen Dingen schreit mein Hirn dann einfach nur noch "Humbug!".
In diesem Fall grenzt es für mich sogar an Körperverletzung. Wenn ich jetzt nicht so informiert wäre und das Pregabalin tatsächlich einfach weggelassen PLUS das neu verschrieben Trittico begonnen hätte (wozu mir gestern erneut geraten wurde), wäre klar, was passieren würde :vomit:

Auf eine sinnvolle Schmerztherapie brauche ich dann wohl nicht mehr hoffen, leider gibt es weit und breit keine andere Anlaufstelle.

Liebe Grüße

Yuki
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Zwischenzeitlich hoch auf 150mg Venlaflaxin, keine Verbesserung, deshalb langfristig auf 75mg bis 2019
Sommer 2018 stationäre Therapie in der Schmerzklinik, Novalgin 4x1000mg tägl., versuchsweise Venlaflaxin auf 210mg, da keine Verbesserung bzgl. Schmerzen wieder runter auf 75mg, Herbst 2018 Novalgin abgesetzt
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Seit Sommer 2020 Fluoxetin 30mg, 5 Tage lang Tavor zum Schlafen, danach abgesetzt (problemlos), Opipramol zum Schlafen nach Bedarf, deutliche Verbesserung der Depressionssymptomatik, Opipramol inzwischen abgesetzt (problemlos)
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22.1.21 Pregabalin von 50g auf 0 nach Kalt-Entzug - eine Woche später heftige Entzugserscheinungen

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Start Aufdosierung 4.2. (am 3.2. versehentlich eine ganze 50mg Kapsel eingenommen)
4.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Lapa »

Hallo Yuki,

Habe das mit det Akupunktur zufällig gelesen. Ich bin fassungslos. Gut, dass Du besser informiert bist als Dein Arzt.

Ich habe leider von 50 mg auf 0 abgesetzt und habe nun seit mehr als 1 Jahr kein Leben mehr.

Wie lange hast Du Pregabalin genommen? Habe das aus Deiner Signatur nicht so rauslesen können oder einfach nicht verstanden. Bin seit Pregabalin nicht mehr so klar im Kopf. :(

Wünsche Dir alles erdenklich Gute bei Deine Heilung. Alle Achtung, dass Du das alles mit 2 Kids alleine schafst. Ich habe auch 2 kleine Kinder und kann mich kaum noch um sie kümmern. Muss alles meiner Frau überlassen. Das macht michbunendlich traurig.
Liebe Grüße
Lapa


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Diagnose: Generalisierte Angststörung mit innerer Unruhe und depressive Episode

Lyrica (pregabalin)
2 Wochen Einnahme von 75 mg
2 Wochen Einnahme von 100 mg
Dann runter von 100mg über 4 Wochen.
1 Woche -25 mg auf 75 mg
2 Woche -25 mg auf 50 mg
3 Woche ./.
4 Woche -50 mg
Letzte Lyrica am 27.12.19
Absetzsymptome: innere Unruhe/Akatisie, Schlaflosigkeit, zeitweise auch: diffuse Angstgefühle, Benommenheit, Frieren

Wegen der Absetzsymptome in die Psychiatrie Januar 2020:
Pipamperon 1 x (Dosis unbekannt)
Quetiapin 2 x (Dosis unbekannt)
Tavor 0,5 mg für 5 Tage
Doxepin 25 mg für 5 Tage
Mirtazapin 3,35 mg für 7 Tage
Atosil bei Bedarf ca. 15 mg ca. 18 mal eingenommen
dann:
Zyprexa (olanzapin) zur Beruhigung und zum Schlafen bekommen.
5.2.20 2,5 mg
22.2.20 1,25 mg (Herabsetzung, ohne größere Probleme)
6.3.20 0,8 mg (innere Unruhe/Angespanntheit nach vier Tagen eingesetzt), zeitweise diffuse Angstgefühle, Frieren, Benommenheit
25.3.20 0,625 mg (innere Unruhe/Anspannung; Benommenheit, Kribbeln im Körper, körperliche Schwäche, Gangunsicherheit, Brennen in der linken Brustseite unter den Rippen), Extrasystolen/Begiminus.
17.4.20 0,56 mg innere Unruhe, Schlaf etwas schlechter
30.4.20 0,27 mg innere Anspannung, zeitweise depressiv
21.5.20 0,125 mg für die ersten 2 Tage diffuse Angstgefühle, danach: Nervosität, zeitweise Niedergeschlagenheit
11.6.20 0 mg Innere Unruhe, Angstgefühle, Erschöpfungszustände, Muskelzucken (Myoklonien, Faszikulationen), Sehstörungen, extremes Gedankenkreisen.
derzeit noch: an einigenmuskuläre Schwäche in Armen und Beinen, Klumpen im Mangen zu haben), Verspannungen im HWS/BWS-Bereich, zeitweise Kurzatmigkeit (ggf. vom Magen oder Rücken kommen), ab und an ein Kribbeln im Körper

Derzeitige Beschwerden: schlimme innere Anspannung/Unruhe, totale Erschöpfung und Schwäche mit Kurzatmigkeit, Bluthochdruck. Schwer Depressiv, massiv Benommen, keine klaren Gedanken


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Willst Du aus einem kleinen Problem ein großes machen, nimm Psychopharmaka! Einmal und nie wieder!!!
Yuki76
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Hallo Lapa,

ja, es ist wirklich erschreckend, was diese Medikamente auslösen können :cry:
Ich habe das Pregabalin 2 Monate genommen, ohne Wirkung für den eigentlich vorgesehenen Einsatz (chronische Schmerzen).
Meine Kinder sind zum Glück schon Teenager und helfen mir viel, sonst wäre das auch nicht zu schaffen. Ich krieg gerade so meine Arbeit hin (glücklicherweise freiberuflich und komplett frei in der Zeiteinteilung), aber auch das nur mit vielen Pausen und sehr mühsam.

Heute habe ich auch das Gefühl, kein Leben mehr zu haben, hab heute wieder die volle Entzugssymptomatik. Ich weiß durch das Lesen hier schon, dass dieses Auf und Ab normal ist, aber es deprimiert schon sehr, wenn es davor ein paar Tage schon deutlich besser war :(
Aber da hilft wohl nur Geduld haben...

Liebe Grüße

Yuki
Diagnosen: rezidivierende Erschöpfungsdepression sei 2009, chronische Schmerzerkrankung (HWS-Schädigung) seit 2017, Migräne (isolierte Aura) seit Jugendalter

Seit 2009 in Behandlung wg. Erschöpfungsdepression, seit 2019 zusätzlich wg. chronischer Schmerzen (Spondylarthrose, Bandscheibenvorfall und Steilstellung der HWS)
Erstmedikation nach Tagesklinik Citalopram 40mg bis 2013, Opipramol phasenweise für abends, stationäre Therapie in der Psychosomatik 2014, danach Wechsel zu Venlaflaxin 75mg
Zwischenzeitlich hoch auf 150mg Venlaflaxin, keine Verbesserung, deshalb langfristig auf 75mg bis 2019
Sommer 2018 stationäre Therapie in der Schmerzklinik, Novalgin 4x1000mg tägl., versuchsweise Venlaflaxin auf 210mg, da keine Verbesserung bzgl. Schmerzen wieder runter auf 75mg, Herbst 2018 Novalgin abgesetzt
Venlaflaxin abgesetzt nach langer guter Phase Ende 2019 schrittweise über 5 Monate, 2 Monate Medikationsfrei, Frühjahr 2020 schwerer Rückfall in die Erschöpfungsdepression plus Ängste und Schlafstörungen
Seit Sommer 2020 Fluoxetin 30mg, 5 Tage lang Tavor zum Schlafen, danach abgesetzt (problemlos), Opipramol zum Schlafen nach Bedarf, deutliche Verbesserung der Depressionssymptomatik, Opipramol inzwischen abgesetzt (problemlos)
Seit November 2020 ambulante Therapie in der Schmerzambulanz und dauerhaft Novalgin 4x1000mg tägl.
Zur Schmerzbehandlung versuchsweise Pregabalin, Dosissteigerung bis 2x100mg tägl., da keinerlei Auswirkung auf Schmerzsymptomatik wieder abgesetzt in 50mg-Schritten bis auf 0

22.1.21 Pregabalin von 50g auf 0 nach Kalt-Entzug - eine Woche später heftige Entzugserscheinungen

Entzugssymptome:
extreme Abgeschlagenheit, "Pudding"beine, Schwächegefühl beim Gehen, Schwindel, Gefühl wie Watte im Kopf, Konzentrationsschwierigkeiten, stark verlangsamtes Denken, hin und wieder auch Wortfindungsstörungen, Schlafprobleme (kein erholsamer Schlaf), Nase dicht ohne Schnupfen, Druck auf Stirnbereich, leichte, aber spürbare Wassereinlagerungen in den Augenlidern und den Händen, überfordert mit kleinsten Anforderungen an die Aufmerksamkeit

Start Aufdosierung 4.2. (am 3.2. versehentlich eine ganze 50mg Kapsel eingenommen)
4.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
5.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
6.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
7.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
8.2. 12,5mg (1/4 des Kapselinhalts von 50mg in Wasser)
9.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalt von 25mg in Wasser)
10.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalts von 25mg in Wasser)
11.2. 12,5mg (1/2 Kapselinhalts von 25mg in Wasser)
seitdem täglich 12,5mg und nachlassende Entzugssymptome mit schubweiser Verschlechterung


Medikation aktuell: Novalgin 4x40 Tropfen, Fluoxetin morgens 20mg-mittags 10mg, Pregabalin morgens 12,5mg
NEM: Mönchspfeffer 4mg, Allegra (Antihistaminikum) 1x tägl., Vitamin D-Tropfen, Floradix-Eisen-Tabletten
Lapa
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Lapa »

Hallo Yuki,

Du machst das schon richtig. Schön langsam runter. Du nimmst ja zum Glück nur eine sehr niedrige Dosis. Stabilisier Dich, bevor Du weiter reduziert. Das Du halbwegs arbeiten kannst ist doch schon mal was Positives und hilft beim Stabilisieren.
Liebe Grüße
Lapa


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Diagnose: Generalisierte Angststörung mit innerer Unruhe und depressive Episode

Lyrica (pregabalin)
2 Wochen Einnahme von 75 mg
2 Wochen Einnahme von 100 mg
Dann runter von 100mg über 4 Wochen.
1 Woche -25 mg auf 75 mg
2 Woche -25 mg auf 50 mg
3 Woche ./.
4 Woche -50 mg
Letzte Lyrica am 27.12.19
Absetzsymptome: innere Unruhe/Akatisie, Schlaflosigkeit, zeitweise auch: diffuse Angstgefühle, Benommenheit, Frieren

Wegen der Absetzsymptome in die Psychiatrie Januar 2020:
Pipamperon 1 x (Dosis unbekannt)
Quetiapin 2 x (Dosis unbekannt)
Tavor 0,5 mg für 5 Tage
Doxepin 25 mg für 5 Tage
Mirtazapin 3,35 mg für 7 Tage
Atosil bei Bedarf ca. 15 mg ca. 18 mal eingenommen
dann:
Zyprexa (olanzapin) zur Beruhigung und zum Schlafen bekommen.
5.2.20 2,5 mg
22.2.20 1,25 mg (Herabsetzung, ohne größere Probleme)
6.3.20 0,8 mg (innere Unruhe/Angespanntheit nach vier Tagen eingesetzt), zeitweise diffuse Angstgefühle, Frieren, Benommenheit
25.3.20 0,625 mg (innere Unruhe/Anspannung; Benommenheit, Kribbeln im Körper, körperliche Schwäche, Gangunsicherheit, Brennen in der linken Brustseite unter den Rippen), Extrasystolen/Begiminus.
17.4.20 0,56 mg innere Unruhe, Schlaf etwas schlechter
30.4.20 0,27 mg innere Anspannung, zeitweise depressiv
21.5.20 0,125 mg für die ersten 2 Tage diffuse Angstgefühle, danach: Nervosität, zeitweise Niedergeschlagenheit
11.6.20 0 mg Innere Unruhe, Angstgefühle, Erschöpfungszustände, Muskelzucken (Myoklonien, Faszikulationen), Sehstörungen, extremes Gedankenkreisen.
derzeit noch: an einigenmuskuläre Schwäche in Armen und Beinen, Klumpen im Mangen zu haben), Verspannungen im HWS/BWS-Bereich, zeitweise Kurzatmigkeit (ggf. vom Magen oder Rücken kommen), ab und an ein Kribbeln im Körper

Derzeitige Beschwerden: schlimme innere Anspannung/Unruhe, totale Erschöpfung und Schwäche mit Kurzatmigkeit, Bluthochdruck. Schwer Depressiv, massiv Benommen, keine klaren Gedanken


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