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Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Murmeline »

Hallo Daniel,

was steckt denn hinter der Frage? Also was ist bei dir los, hast du das Gefühl, irgendwas sei derartig beschädigt? Das Gefühl kennen ja leider einige hier.

Die Perspektive, dass Symptome ein Zeichen der Heilung sind, kann dann als hilfreich empfunden werden.
viewtopic.php?f=50&t=11472

Grüße, Murmeline
- überschnitten-
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von padma »

hallo Daniel, :)
1. Können AD grundsätzlich was nachhaltig (irreparabel) beschädigen durch die Einname?
Ich möchte noch mögliche Folgeschäden aufführen, die zumindest durch AD mitbedingt werden können.
Ein Beispiel ist Osteoporose. Es ist nachgewiesen, dass SSRI zum Verlust an Knochensubstanz führen. Dies ist soviel ich weiss, irreversibel.

Eine weitere mögliche Folgeschädigung ist Diabetes, bedingt durch die starke Gewichtszunahme unter AD.

Zumindest TZA können nachgewissernermaßen bei älteren Personen durch ihre anticholinerge Wirkung eine Demenz begünstigen, auch das ist irreversibel.

Das alles sind multifaktorielle Geschehen, aber AD können maßgeblich mit dazu beitragen.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Hallo Jamie,
vielen Dank für die Antwort. Ich frage nicht darüber hinaus wenn zum Beispiel eines der Absetzsymptome Depression oder depressiv sein ist, was nicht von der Grunderkrankung kommt, ob dass dann sozusagen „therapierbar“ ist. Ich komme mit meinem GrundThema sehr gut voran, und habe eine klasse Therapeutin. Für mich ist nur die Frage wenn eine Depression durch das absetzen entsteht, ist das für mich wie eine andere Welt, beziehungsweise der Auslöser dafür. Ist das überhaupt unterstützend therapierbar zur Vebesserung. Ich hoffe Ihr versteht was ich meine. Das ist ja durch Absetzen entstanden und nach meiner Logik dann nicht zugänglich bzw. ich habe den Eindruck da keinen Zugang dazu zu haben wie auf meine eigentlichen Themen. Und das macht mir Angst. Vielleicht liege ich (hoffentlich) falsch und es wirkt nur so im Moment?!

Liebe Grüße
Daniel
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Straycat »

Hallo Daniel,

du meinst, wenn du Depressionen hast, die ein Absetzsymptom bei dir sind?
Das ist dann natürlich recht schwer, da mit Therapie "ranzukommen". Denn der Auslöser, also die Ursache der Depression ist dann ja das Absetzen und nichts anderes. Eventuell könnte man da mit einer Verhaltenstherapie hilfreiche Skills erlernen, mit den depressiven Episoden besser umzugehen.

Wir haben hier auch einen Thread mit Tipps zum Umgang mit Depressionen: viewtopic.php?f=4&t=17369

Wenn das Absetzen der alleinige Auslöser für die Depressionen ist, dann würde ich aber auch davon ausgehen, dass sie sich wieder von selbst legen, wenn das ZNS wieder zur Ruhe findet. Denn dann wurden sie ja durch die Irritation des ZNS durch das Absetzen ausgelöst.

Ich habe zum Beispiel Depressionen quasi als "Grunderkrankung". Die hatte ich auch unter AD-Einnahme und ohne.
Erst durch das Absetzen kamen bei mir dann zeitweise Panikattacken hinzu. Ich ordne sie ganz eindeutig dem Entzug zu, da sie damals zum ersten Mal aufgetaucht sind und nie Problem meiner Grundproblematik waren.
Diese absetzinduzierten Panikattacken konnte ich insofern nicht durch Therapie beseitigen, weil die Ursache ja im Absetzen lag, aber ich konnte Skills erlernen, damit ich mit aufkommenden Panikattacken besser umgehen kann.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Hallo,

dank der ausführlichen Symptomliste finde ich das meiste wieder, was ich empfinde. Ich wollte nur mal wissen ob jmd. das folgende Phänom kennt, was augenscheinlich eine Kombination diverser Symptome aus der Liste ist:
Wenn ich mich hinlege, und je „entspannter“ ich werde, komme ich nicht wirklich in den Schlaf, sondern in eine Art luzide Trance wo ich schon merke, gleich „passiert“ was irrationales/verzerrtes. Und jetzt wirds spuky :D, und ich habe das Gefühl innerlich zu fallen/sterben, und dann kommt so eine Energiewelle vom Bauchraum impulsiv durch meinen ganzen Körper bis in den Kopf (nicht Brainzaps), und dann (er)schrecke ich extrem hoch, kann es nicht greifen weil null rational, und bin dann richtig neben der Spur.
Kennt das jemand? Bzw. Wie geht ihr damit um? Weil von mal zu mal wo das passiert fühl ich mich geschockter und „verrückter“, und kann ja nichts dagegen tun, weil es ja ein autarker Ablauf des Körpers ist, der willentlich nicht zu vermeiden scheint. Resultat ist halt Schlafentzug und Angst vorm Schlafen...

Danke vorab.

Liebe Grüße
Daniel
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Straycat »

Hallo Daniel,

Pomgranate beschreibt hier ähnliches: viewtopic.php?p=298551#p298551
Und hier findest du eine Beschreibung über das "enthemmte Alarmsystem": viewtopic.php?f=6&t=10373
Könnte es das sein?

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Hallo Cat,

das Thema Enthemmung ist zutreffender.
bzgl. dem ersten Link mit den Geräuschen nicht.
Nur in dem Artikel mit der Enthemmung steht halt, dass Medis wie Duloxetin und Mirta vermieden werden sollten, weil diese die Enthemmung fördern, ich habe beide :(.

Und ich musste am Freitag bei Duloxetin von meinen 20 Kügelchen auf 40 Kügelchen gehen, 7mg, hab die körperlichen Symptome nichtmehr ausgehalten und jetzt sind sie besser. Bis auf dieses verzerrte „Sterben“/Hochschrecken beim Einschlafen und die niedergeschlagene, depressive Stimmung. Das depressive verleitet halt schnell zur weiteren Erhöhung, weil ich hatte vor dem Ausschleichen oder in höheren Dosen keine depressiven Stimmungen. Auch hier hab ich halt in den Infotexten gelesen, dass man mit „zu hoher“ Dosis vielleicht vieles schlimmer und langwieriger macht, auch das macht mir Angst, weil ich jetzt auf den 7mg wieder bin. Aber ich habe mich dazu entscheiden weil die Symptome nichtmehr aushaltbar waren und für mich ist das „nicht zu hoch“ wenn man meinen Ausschleich-Thread sieht und die Dosisreduzierungen über 6 Monate, ist es ja nicht so, dass ich 1. wieder auf die Ausgangsdosis bin, sondern nur ein Viertel und 2. war das ja meine drittletzte Stufe, hatte ja nicht so kleine penible Stufen, ist aber halt meine Interpretation, macht mir aber trotzdem Angst wegen dem Infotext und Gefahren der Langwierigkeit :(

Liebe Grüße
Daniel
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Towanda
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Towanda »

Hallo Daniel,

es wäre gut, dieses ständige Hin- und Herspringen von 20 auf 40 Kügelchen und zurück in sehr kurzen Abständen zu vermeiden. Du hast seit Dezember 6 x die Dosis halbiert und wieder verdoppelt, da ist es nicht erstaunlich, daß Du so viele Symptome hast.

Das Nervensystem braucht mindestens 4 Tage, um sich auf eine neue Dosis einzustellen, es wäre also gut, einer Dosisänderung mindestens eine Woche Zeit zu geben, um beurteilen zu können, ob sie greift. Auch braucht es meist nur sehr kleine Schritte bis zu einer Verbesserung, es kann also gut sein, daß schon 5 Kügelchen mehr einen guten Effekt gehabt hätten.

Es wäre gut, wenn Du Dich nun erstmal für eine Dosis entscheiden würdest und die auch mal für ein paar Wochen zu halten.Beim weiteren Reduzieren ist es ratsam, sich an die 10 % Regel zu halten, das ist wesentlich schonender für den Körper als das ständige hin- und herspringen. Des Weiteren wäre es wichtig, mindesten 4-6 Wochen Pause zwischen den Reduzierungsschritten einzuhalten. Ungeduld ist im Entzug ein schlechter Ratgeber, jede Veränderung, egal ob nach oben oder unten, ist ein zusätzlicher Reizfaktor für das Nervensystem.

Nimmst Du die Erhöhung vom Freitag bitte noch in Deine Signatur auf?

Gruß, Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli - abgesetzt am 01.02.21


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
Leinad
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Hallo Towanda,

danke für die Rückmeldung. Für die zukünfige Reduzierung werde ich mich definitv daran halten, die Vorgehensweise ist mir jetzt bewusst (bzw. seit ich das Forum kenne seit 2 Wochen). Ich werde jetzt auch bei den 40 Kügelchen bleiben und muss wohl diese depressive Verstimmung/Niedergeschlagenheit und das Hochschrecken im Moment akzeptieren. Ich hatte mich dazu entscheiden, weil das ja meine Schritte waren, der 20 Kugeltakt, deshalb machte ich es nicht in kleineren Schritten rückwirkend, auch das weiß ich jetzt durch Euch, dass da kleinere Schritte besser gewesen wären. Wie gesagt, ich hoffe ich habe nichts langwierig verschlimmert...

Signatur ist angepasst.

Liebe Grüße
Daniel
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Die »

Hi Daniel

Dieses Hochschrecken kenne ich aus der Vergangenheit, als ich auf venlafaxin und duloxetin eingestellt wurde. Habe bei Medis nach einigen Wochen einfach abgesetzt, weil es so schlimm war.
Ich kann es jedenfalls nachvollziehen und es ist echt ekelhaft.
Damals, ich glaube es war 2017, habe ich mir rat in anderen Foren diesbezüglich geholt. Dort wurde mir immer gesagt : du musst es durchstehen, es wird besser. Naja, dem war nicht so.
Ob es beim Absetzen genauso ist wie beim Ansetzen? So könnte ich es mir jedenfalls erklären.

Lg
2009-2018 citalopram, sertralin, venlafaxin usw...
Zum Schluss 100 mg sertralin, über einen Monat ausgeschlichen. 2 Monate später heftige "depressionen"
Ausgestanden und irgendwann war es plötzlich vorbei

Frühjahr und Sommer 2020 (vor dem Citalopram)
1 Woche Atosil
2 Wochen Pipamperon
2 Wochen Valdoxan


14.08.2020 citalopram 20mg
26.08.2020 citalopram 10mg reduziert
04.11.2020 9mg, gestartet mit der Wasserlösemethode
Soweit läuft es, gelentlich schwindel, Kopfweh, immer noch Albträume
17.11.2020 8mg :fly:
10.12.2020 7mg
17.01.2021 6,3mg
Versehentlich 5,4 mg
Bleibe erstmal bei der dosis
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Hallo und danke für die Rückmeldung,

ja es ist eher ein Ausschleich/Asbetzproblem bei mir. Während ich es die letzten beiden Jahre geholt habe, hatte ich das nie. Es hat definitv mit dem Entzug zu tun. Hoffe es wird bei sorgsamerem Ausschleichen in Zukunft besser.

LG
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padma
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von padma »

hallo Walter, :)

dieses Hochschrecken wird oft beschrieben und hat wie Cat :) schon schrieb, mit einem enthemmten Alarmsystem zu tun. search.php?keywords=hochschrecken

Das wird wieder besser werden, wenn sich alle Systeme wieder stabilisieren.

Noch eine Anmerkung dazu:
Für mich ist nur die Frage wenn eine Depression durch das absetzen entsteht, ist das für mich wie eine andere Welt, beziehungsweise der Auslöser dafür.
Ich würde in dem Falle nicht von einer Depression sprechen, sondern von Absetzsymptomen, die einer Depression ähneln. Ich halte es für sehr wichtig, diese Begriffe auseinanderzuhalten. Das ist ja der Fehler, den so viele Ärzte machen, dass sie Absetzsymptome mit einer Depression verwechseln.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Hallo,

hat jemand einen positiven Thread zum Verschwinden oder Vorübergehen von Depersonalisierung? Wenn ich dazu im Forum Erfolgserlebnisse suche, wird mir immer düsterer, finde nur Threads wo das Jahre anhielt oder noch hält. Wenn jemand einen/mehrere positive hat, gerne hier Link rein. Würde mich aufbauen. Ich hab nämlich das Gefühl, das wird mir immer klarer, dass das nicht nur durch Entzug bei mir ist, sondern auch durch Medis die ganze Zeit selbst.

Danke.

LG
Daniel
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Hallo Padma,

danke für deine Antwort. Ja ich vermute dass mit dem Hochschrecken kommt von der Enthemmung. Trotz des Medikamente runter gehens und „augenscheinlich“ weniger Sedierung oder Verzerrung durch jene im System ist, fühlt sich das eigene System doch verzerrter an. Ich kann das Gefühl sogar noch genauer beschreiben, wie als wenn sich ein Loch in meinem Bauch befindet, etwas „passierr“ und beim Einschlafen falle ich dann da rein/oder „sterbe“ grad, und dann kommt diese seltsame Emergiewelle bis in den Kopf. Und dann Schock und Verwirrung. Hab das bisher nur bessern können durch Dosiserhöhung. Ich spüre das auch schon Abends vorm Schlafen im Bauch und Kopf irgendwie, dass es kommen wird. Das fühlt sich einfach anders an wie normal wenn man „entspannter“ zur Bettruhe geht. Aber ja, klar kommts vom Medi, hatte das ja früher vor den Medis nicht. Es kann nur die Hoffnung bleiben dass es besser wird, weil das Gefühl ist einfach ekelhaft und der Schlafentzug schlimm. Ich weiß halt noch keinen konstruktiven Umgang damit bzw. wie ichs selbst bessern kann (da es ja autonom im Körper/Gehirn abläuft und schießt) außer aushalten.

Liebe Grüße
Daniel
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Hallo zusammen,

ich habe mal eine generelle Frage an erfolgreich ausgeschlichene oder die noch dabei sind. Wie ist es mit Arbeiten gehen während des Entzuges, ist wirklich eine ernste Frage bzw. welche Erfahrungen ihr dabei macht. Es wird ja generell vorgeschlagen Stress so gut es geht zu vermeiden, allerdings kann ich ja zb. nicht 4-5 Jahre, je nachdem wie vorsichtig ich ausschleiche, nicht arbeiten gehen :D. Welche Erfahrungen habt ihr dabei? Wie geht ihr mit Symptomen während des Arbeitsalltags um, weil diese ja noch mehr gereizt werden können durch Stress. Und generell meine Lebensgestaltung...
Da ich ja noch sehr am Anfang stehe mit der Erfahrung des Ausschleichens, habe ich einfach Angst dass ich mich da nurnoch verbarrikadieren muss, damit nur kein Stress noch zusätzlich kommt aus Angst vor Rückschlägen/Retourkutschen. Wie habt ihr dabei einen halbwegs „normalen“ Alltag/Leben geschafft bzw. war das möglich? Bräuchte hier positive Impressionen zur Motivation :(.

Liebe Grüße
Daniel
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von padma »

hallo Daniel, :)

viele können arbeiten, einigen ist es jedoch nicht möglich.
Das Ziel des langsamen Ausschleichens ist es, die Symptome möglichst so klein zu halten, dass ein weitgehend normaler Alltag möglich ist. Im Forum sind v.a. besonders schwer Betroffene, das ist nicht repräsentativ.

Zum Thema "Arbeit und Entzug" haben wir einen eigenen thread. Du findest ihn über die Übersicht "Was finde ich wo im Forum" (link in meiner Signatur)

liebe Grüsse,
padma
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Ajnevs
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Ajnevs »

Hey Leinad,

Ich gehe eigentlich immer arbeiten - trotz der Entzugssymptome. Die Arbeit tut mir gut, der Tag geht rum.

In schlimmen Phasen bin ich wenig produktiv...aber ich mache so viel wie ich kann.

Ich gehe oft früh ins Bett und ruhe am WE viel aus....

Liebe Grüße
Diagnose: Wochenbettdepression (Juli 2015)

Einnahme von Duloxetin und Fluanxol ab Aug 2015
ab Januar 2016 insgesamt 120 mg Duloxetin, 2mg Fluanxol

Reduktion ab Frühjahr 2017: Duloxetin jeweils um 30 mg alle 3 Wochen nach Absprache mit der Ärztin, Fluanxol um je 0.5 mg

im Juni 17 Duloxetin auf 30 mg reduziert und Fluanxol auf 0 mg; heftige Absetzsymptome ; Klinikaufenthalt erforderlich

Dortige Aufdosierung auf 120 mg Duloxetin und 1 mg Fluanxol

Nach Absprache mit meiner Ärztin zunächst Fluanxol erfolgreich abgesetzt zum Ende 2017

Beginn der Reduktion des Duloxetin Ende 17
- 3 Monate 105 mg
- 3 Monate 90 mg
- 3 Monate 75 mg
- 3 Monate 60 mg

ab Dez 18 Reduktion auf 45 mg - stärkere Entzugssymptome als vorher

19.12.18 Erhöhung auf 46 mg Duloxetin

30.12.18 Erhöhung auf 48 mg Duloxetin - Einschlafprobleme, Reizbarkeit, Ohrgeräusche

08.01.2019 Erhöhung auf 50 mg

01.03.2019 Reduktion auf 47.5 mg
14.04.2019 Reduktion auf 45 mg
02.06.2019 Reduktion auf 40 mg
08.07.2019 Reduktion auf 35 mg
05.08.2019 Reduktion auf 31 mg
23.09.2019 Reduktion auf 28 mg
10.10.2019 Erhöhung auf 28.5 mg

November 2019 Absetzen der Anti-Baby-Pille

27.03.2020 Reduktion auf 27 mg
Seit Woche 5 verstärkt Entzugssymptome; neu dabei: Kopfschmerzen, Nackenverspannungen

Ab Mai über 3 Wochen 0.5 mg reduziert (3 Kügelchen, wöchentlich eins weggelassen) - 26.5 mg
Entzugssymptome vorhanden, aushaltbarer, kürzere und mildere Wellen bekannter Symptome, getriggert durch den Hormonstatus (Tage über den Eisprung waren furchtbar!)

07.07.2020 26 mg
09.09.2020 26.5 mg
Leinad
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Hallo Padma, hallo Ajnevs,

vielen Dank für Eure Rückmeldung. Es ist wichtig für mich solche Referenzen zu haben, weil wenn ich mich hier im Forum in den allgemeinen Infobereichen umsehe wie z.b. viewtopic.php?p=129990#p129990 oder die Liste mit Symptomtriggern viewtopic.php?f=19&t=6442, dann könnte ich durchdrehen. Ich bin da total anfällig dafür und schaue ja schon nicht in einzelnen Threads, sondern nur im allgemeinen Bereich. Aber wenn dort solche Sachen schon stehen, dann hat man ja Angst überhaupt noch ein normales Leben zu führen aus Angst vor jeglichem Stress, Dingen tun die man immer mochte und Rückschlägen. Das geht bei mir soweit kein Sport mehr zu machen, kein Urlaub, keine Sonne, keine Partys usw. (Alkohol und Rauchen etc... ist für mich selbstverständlich nicht zu genießen im Entzug, aber alles andere zu verzichten oder einschränken zu müssen, Horror) nur aus Angst dass es schlimmer wird, was ja oft geschildert wird, dass es verzögert eintritt. Wie gesagt, da hab ich hölllliiiischhhe Angst davor. Und weil ich hier im Forum im allgemeinen Bereich über solche für mich "Horrorszenarien" in jedem zweiten Artikel stolpere, weiß ich garnicht wie ich Hoffnung schöpfen soll. Klar muss das alles nicht sein, nur wenn das hier in jedem zweiten Text so plattgetreten wird, fühle ich maue Aussichten für mein restliches Leben...

Liebe Grüße
Daniel
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Ajnevs
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Ajnevs »

Hey,

Schau auf dich - und guck, was dir gut tut.

Bei mir ist es immer unterschiedlich. Mal geht Sport gut, mal ist es doof danach.

Mal vertrage ich Sonne, mal nicht.

Du wirst lernen mit der Zeit, auf deinen Körper zu hören.

Ich zb trinke abends mit Freunden auch mal 1 Glas Wein. Und Kaffee trinke ich auch...den lasse ich nur weg, wenn ich merke, es geht mir nicht gut damit.

Tatsächlich ist meine Devise, dass mein Leben jetzt stattfindet...da reduziere ich lieber sehr langsam und kleinschrittig um die Symptome möglichst klein zu halten. Das gelingt mal besser, mal schlechter.

Vertrau deinem Körper, er zeigt dir wann es Zeit wird zum Ausruhen...

Und manchmal hilft es, nicht so viel bedrückendes zu lesen.

LG
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ab Januar 2016 insgesamt 120 mg Duloxetin, 2mg Fluanxol

Reduktion ab Frühjahr 2017: Duloxetin jeweils um 30 mg alle 3 Wochen nach Absprache mit der Ärztin, Fluanxol um je 0.5 mg

im Juni 17 Duloxetin auf 30 mg reduziert und Fluanxol auf 0 mg; heftige Absetzsymptome ; Klinikaufenthalt erforderlich

Dortige Aufdosierung auf 120 mg Duloxetin und 1 mg Fluanxol

Nach Absprache mit meiner Ärztin zunächst Fluanxol erfolgreich abgesetzt zum Ende 2017

Beginn der Reduktion des Duloxetin Ende 17
- 3 Monate 105 mg
- 3 Monate 90 mg
- 3 Monate 75 mg
- 3 Monate 60 mg

ab Dez 18 Reduktion auf 45 mg - stärkere Entzugssymptome als vorher

19.12.18 Erhöhung auf 46 mg Duloxetin

30.12.18 Erhöhung auf 48 mg Duloxetin - Einschlafprobleme, Reizbarkeit, Ohrgeräusche

08.01.2019 Erhöhung auf 50 mg

01.03.2019 Reduktion auf 47.5 mg
14.04.2019 Reduktion auf 45 mg
02.06.2019 Reduktion auf 40 mg
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23.09.2019 Reduktion auf 28 mg
10.10.2019 Erhöhung auf 28.5 mg

November 2019 Absetzen der Anti-Baby-Pille

27.03.2020 Reduktion auf 27 mg
Seit Woche 5 verstärkt Entzugssymptome; neu dabei: Kopfschmerzen, Nackenverspannungen

Ab Mai über 3 Wochen 0.5 mg reduziert (3 Kügelchen, wöchentlich eins weggelassen) - 26.5 mg
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Straycat »

Hallo Daniel,

ich verstehe, dass dich manche Beiträge verunsichern können.

Allerdings können und wollen wir diese auch nicht aus dem allgemeinen Bereich entfernen. Denn eines der Anliegen dieses Forums ist es, ehrlich und wahrheitsgetreu über den Entzug zu berichten, damit andere Betroffene ihre Entscheidungen möglichst gut informiert treffen können.
Wenn wir hier im Forum nur positives schreiben würden und das Negative bewusst weglassen, wäre das verzerrt und nicht der Realität entsprechend. Denn der Entzug kann nun mal für manche Betroffene (muss natürlich nicht für alle gelten, das ist sehr unterschiedlich) auch sehr belastend sein.
Eine Aufklärung zB über mögliche Symptomtrigger ist daher sehr wichtig.

Wenn du sehr sensibel darauf reagierst, wenn du Negatives liest und dazu neigst, dann zB Symptome zu entwickeln, nur weil du darüber liest, dann würde ich dir raten, diese Threads nicht zu lesen.

Manche Betroffene haben weniger Probleme im Entzug, aber es gibt eben auch Betroffene, die vieles nicht mehr so vertragen und sehr vorsichtig vorgehen müssen. Und auch deren Erfahrungen fließen hier in den Austausch und die Informationen selbstverständlich mit ein.

Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
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