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An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.

Erste Hilfe ... Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

Grüße vom Team

Torner333: Clonazolam und Etizolam

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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torner333
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Torner333: Clonazolam und Etizolam

Beitrag von torner333 »

Hallo Zusammen,

Mein Name ist Stefan und ich nehme seit ca. 1 1/2 Jahren 2mg Clonazolam und 4 mg Etizolam täglich.

Jetzt war ich zur Beratung in München Haar und die wollen mich innerhalb von 2 Wochen auf null dosieren.

Das kann doch nicht richtig sein oder ?

Was haltet ihr davon ?

Ein langsamer Entzug über Monate sollte doch viel besser sein.


Besten Dank für eure Hilfe.
Gruß Markus
Zuletzt geändert von Towanda am 14.02.2021 22:58, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Namen im Titel ergänzt
lionel
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Re: Clonazolam und Etizolam

Beitrag von lionel »

Hallo Markus,

es wird sich noch jemand vom Moderationsteam melden und dir die wichtigsten Infos schreiben und verlinken.

Zu deiner Einschätzung:
Du hast vollkommen recht! So schnelle Entzüge erhöhen die Gefahr rückfällig zu werden sehr und können sehr ungute Entzungserscheinungen hervorrufen.
Hast du die Möglichkeit ambulant zu reduzieren?

Mein Vorschlag wäre einen realistischen Plan vorzulegen, also alle 2-4 Wochen ein Medikament um 10% (oder weniger) zu reduzieren und eine Abmachung darüber zu treffen.

Liebe Grüße,
lionel
Anfang 2017:
Angstzustände, Schlafstörungen, Depression, Panikattacken.
März 2017:
Von meiner Psychiaterin verschrieben und genommen ab 10. März:
15mg Praxiten (Benzo) 2mal
25mg Sertralin für eine Woche...danach auch 50mg hochdosiert.
NW: große nicht aushaltbare Anspannung in der Nacht, Kopfschmerzen, starke Verspannung beim Genick und Hals, psychosomatische Symptome (Zuckendes Auge, Sprachstörungen, Verkrampfung der linken Gesichtshälfte, Muskeltonus links nicht kontrollierbar, Schwierigkeiten zu stehen.

Ab Ende März: Aufentahlt in der Psychiatrie, 6 Wochen. Benzo wird innerhalb von 2 Wochen abgesetzt und nur noch bei Bedarf, Lyrica wird eindosiert, täglich um 25mg mehr bis zu 200mg und etwas später auf 300mg.

Ab Mai: 50mg Sertralin und 300mg Lyrica und bei Bedarf 15mg Oxazepam

Ab November 2017: 75mg Sertralin und 300mg Lyrica
NW: Einschlafprobleme, lebhafte Träume und Nachtschweiß
Libido kaum vorhanden...

10.3.18: weniger 25mg Sertralin, nun 50mg
NW: sehr trockener Hals -> Halsschmerzen, trockene Lippen, Nase und Augen; Muskelschmerzen am Rücken, sehr lebhafte Träume, dazwischen Kopfschmerzen und Verspannungen beim Hals.

28.3.18: etwas mehr Angstzustände, aber noch im Rahmen, Halsschmerzen und Trockenheit viel besser, Nachtschweiß ubd lebhafte Träume weiterhin vorhanden...

Sertralin wird erstmals nicht weiter abgesetzt!

10.6.18: Lyrica 125-0-150 (25mg am Vm reduziert)
NW: Muskelschmerzen, Darmprobleme und Schmerzen, Verspannungen.

9.7.18: Lyrica 100-0-150 (25mg am Vm reduziert)

10.10.18: Lyrica 100-0-125 (25mg am Abend weniger)

28.12.18: Lyrica 100-0-100 (25mg am Abend weniger)

April und Mai 2019: Unruhe und funktional neurologische "Anfälle" mehrmals wöchentlich. Ab Ende April nehme ich ca. 3mal die Woche Oxazepam 15 mg.

Juni und Juli 2019: Für beide Monate nur insgesamt 45mg Oxazepam.

02.08.19: Sertralin 25mg (25mg weniger)

30.9-8.10.19: mehrmalige funktional neurologische "Anfälle" + 1×7,5mg Oxazepam.

6.12.2019: Reduzierung der Abenddosis Lyrica auf 75mg (um 25mg weniger)

11.4.2020: Reduktion Vormittagsdosis von Lyrica auf 75mg (um 25mg weniger)

08.06.20: Reduktion der Abenddosis Lyrica auf 50mg (um 25mg weniger)

Aktuell

Sertralin 25mg und Lyrica 75-0-50mg

Bedarfsmedikation: 7,5mg Praxiten (Oxazepam)

Nahrungsergänzungsmittel
Mönchspfeffer 20mg/Tag, Magnesium 150mg/Tag
Vitamin D3 2000 I.E./Tag + Vitamin K2
Towanda
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Re: Torner333: Clonazolam und Etizolam

Beitrag von Towanda »

Hallo Markus,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen ein: Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
viele Grüße,

Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli - abgesetzt am 01.02.21


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
Jamie
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Re: Torner333: Clonazolam und Etizolam

Beitrag von Jamie »

Hallo Markus,

willkommen im Forum. :)

Hast du die Medikamente aus medizinischer Indikation heraus genommen oder ging es dir um Rausch / Wegknallen?

Clonazolam hat in DEU meines Wissens nach gar keine Zulassung und das rasch anflutende Etizolam in dieser Dosis ist sehr sehr hoch; alleine das Umrechnungsäquivalent bei Etizolam ist 1mg = 10mg Diazepam, das heißt bei 4mg bist du schon bei einer Äquivalenz von 40mg Diazepam.

Bei Clonazolam ist die Potenz noch höher, 0,5mg entsprechen 10mg Diazepam.
Bei 2mg Tagesdosis sind das erneute 40mg Diazepam, das heißt zusammen mit Etizolam hängst du auf sauberen 80mg Diazepam-Äquivalenz herum; eine schwere Hochdosisabhängigkeit.

Ich verurteile und bewerte das alles nicht, schreibe nur, in welchen Regionen du dich bewegst.
Selbstverständlich ist da ein 14-tägiger Entzug in einer Klinik ein Höllentrip; besser wäre es, dich über die nächsten 2-3 Jahre (ja, so lange wird das ambulant dauern) daheim in aller Ruhe zu entwöhnen, wobei es fraglich ist, wie du an die Stoffe kommst, wenn du sie bislang nicht auf Rezept bekommen haben solltest. Da müsste eine Versorgung sichergestellt sein.

Ich möchte hier keine Fragen stellen, die dich in Nöte bringen, deswegen einfach diese Infos.
Und noch etwas: alle beiden Susbtanzen fluten sehr schnell an, haben dadurch natürlich auch entsprechendes Kick-Potential und eine kurze bis sehr kurze HWZ. Das macht dann leider auch die Entzügigkeit umso schlimmer.
Falls du einen Suchtarzt findest, der bereit wäre dich zu begleiten, wäre es die Frage, ob man nicht besser auf ein Benzo mit langer HWZ (wie Clonazepam oder Diazepam) umstellt und dann langsam rausdosiert.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Torner333: Clonazolam und Etizolam

Beitrag von padma »

hallo Markus, :)

auch von mir willkommen.

Ich bin froh, dass du von diesen Substanzen wegmöchtest.
Dir ist vermutlich bewusst, dass du ein massives Problem hast und ein schwerer Weg vor dir liegt, egal für welches Vorgehen du dich entscheidest. Aber einen anderen Weg, als weg davon gibt es nicht. Dein aktueller Konsum ist ein Spiel mit dem Feuer.

Du liegst in einem sehr hohen Dosisbereich, 4 mg Etizolam entsprechen ca. 40 mg Diazepam; Clonazolam scheint äquivalent zu Alprazolam zu sein, da schwanken die Angaben, 2 mg dürften um die 30 mg Diazepamäquivalenz plus, minus sein.

Ein Entzug von dieser Dosis aus innerhalb von 2 Wochen ist Wahnsinn. Du würdest Krampfschutz bekommen und wohl weitere Psychopharmaka um das durchzustehen. Das Hauptproblem aber ist, dass das ja nur eine Entgiftung ist, d.h. du wärst nach den 2 Wochen weiter sehr entzügig mit hohem Rückfallsrisiko.

Bei einen ambulanten Entzug nach Ashton würde zunächst auf Diazepam oder ein anderes langwirksames Benzo umgestellt. Dafür brauchst du einen Arzt, der dir ausreichend lange ein entsprechendes Rezept verschreibt. Der Entzug wird Jahre brauchen.

Es wird sehr schwierig sein einen Arzt zu finden, der dazu bereit ist. Das ist bereits für Betroffene schwierig, die Benzos normal verschrieben bekommen haben und in therapeutischer Dosis einnehmen. Wenn du deine Substanzen nennst, wirst du in die entsprechende Ecke eingeordnet werden. Am ehesten könntest du bei einem Suchtmediziner Erfolg haben.

Ich schreibe dir das, nicht um dich zu demotivieren, sondern damit du darauf gefasst bist, dass du mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben wirst.

Der nächste Punkt ist, inwieweit du wirklich in der Lage bist einen ambulanten Entzug durchzustehen. Vermutlich kommt bei dir eine psychische Abhängigkeit hinzu und es gibt sicherlich Gründe, warum du in diese mißliche Lage geraten bist. Also auch von der psychischen Seite her, wirst du vermutlich Unterstützung brauchen.

Ich denke, das beste wäre, jetzt als erstes schauen, ob du bei einem ambulanten Suchtmediziner, die nötige Unterstüzung für einen ambulanten Entzug bekommst. Und wirklich ernsthaft zu überlegen, ob du das schaffen kannst.

Sollte ein ambulanter Entzug nicht möglich sein, würde ich nach Kliniken suchen, die deutlich mehr Zeit geben.

Es steht dir eine schwere Zeit bevor, aber du kannst das schaffen.

Sollte ein ambulanter Entzug möglich sein, können wir dich mit unterstützen.

Ich werde deinen thread zeitnah in die Rubrik "Benzodiazepine absetzen" verschieben, da da nur registrierten Mitgliedern lesen können.

Ich wünsche dir viel Kraft,
liebe Grüsse,
padma

überschnitten mit Jamie :)
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Sabs
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Re: Torner333: Clonazolam und Etizolam

Beitrag von Sabs »

Hi torner und willkommen :-)
Ich finde das vorgeschlagene Tempo Wahnsinn!
Um das zu überleben und zu ertragen, würdest du die Klinik dann wahrscheinlich mit drei anderen psychopharmaka verlassen, die laut vieler Ärzte nicht abhängig machen (was leider nicht stimmt).
Also würdest du, meiner Meinung nach, einen grausamen Fast-Kaltentzug durchmachen, ohne jeglichen nutzen, denn die anderen Medis wollen ja auch irgendwann wieder raus :-(

Ich bin antidepressiva-neuroleptika geschädigte, kenne mich also nicht aus eigener Erfahrung mit benzos und z-drugs aus.
Deshalb nun etwas off topic habe ich mir eben Gedanken gemacht:
Heroin oder Alkohol werden ja auch kalt entzogen und es gibt unterschiedliche Infos darüber, ob so ein Entzug nach 1-2 Wochen durchgestanden ist (jetzt mal vom craving abgesehen) oder ob er viele Monate bis Jahre dauert.
Im Geiste setze ich nun mal "craving-Drogen" halbwegs gleich (also Alkohol, benzos, Heroin...) und bin mir noch nicht sicher, ob ich ADs nicht auch dazu zählen würde. Ich denke das ist interpretationssache: wir haben kein Verlangen nach dem AD, da es uns aber schlecht geht, wenn wir es absetzen und es deshalb lieber wieder nehmen würden - ist es irgendwie doch ein Verlangen.
Ich dachte immer, der Unterschied ist, dass man die Dosis nicht steigern muss - aber das scheint bei vielen doch der Fall zu sein. Der einzige klare Unterschied ist, dass der kick bei Einnahme fehlt. Habe schon zu meinem Freund gesagt; ganz schön bescheuerte droge: man ist abhängig, hatte aber nichtmal einen Rausch anfangs.
Okay, das nur am Rande.

Die eigentliche Überlegung ist: ob durch das zügige absetzen von "craving-medis/Drogen (in Wahrheit das Gleiche :-() ein kurze Schrecken mit Ende folgt und durch risikominimierendes absetzen ein langer - etwas milderer Schrecken - mit sehr spätem Ende?!
Ich habe ja in einer suchtklinik gearbeitet und da ist mir allerdings bewusst geworden, dass solche kaltentzüge scheinbar iV mit der Gabe anderer Medis gemacht werden (die, wie eingangs erwähnt, angeblich ja nicht abhängig machen - stichwort: psychopharmaka-lüge).

Sind also alle Klinik-Turbo-Entzüge eigentlich nur Fake-Entzüge, da mit Deckelungsmedis gearbeitet wird UND wäre risikominimierendes Absetzen bei allen Drogen sinnvoll? Bzw ehrliche Substitution (ein Heroinabhängiger weiß mittlerweile, dass metadon genauso abhängig macht, bei einer Substitution/Deckelung mit PP wird anderes behauptet)

Ich weiß nicht torner, vielleicht helfen dir diese Überlegungen. Wollte nur mal ausführlich schreiben, weshalb zumindest ich sehr zweifle an diesen Fake-Schnell-Entzügen.
Außerdem interessiere ich mich für die Meinung der anderen Foris diesbezüglich.

Gruß Sabs
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