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Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch eine schöne Osterzeit mit möglichst entspannten Feiertagen und schönem Wetter.

Das Team ist während dieser Zeit u wahrscheinlich auch etwas länger anhaltend, aus verschiedenen Gründen personell stark unterbesetzt, so daß hauptsächlich nur administrative Aufgaben erledigt werden können.

Wir bitten Euch deshalb, verstärkt gegenseitig nach Euch zu schauen u zu unterstützen.

Danke für Euer Verständnis, liebe Grüße vom Team

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An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegenden Absetzinfos ein: Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

Glowy: 15 Jahre Venlafaxin - das Absetzen ein einziger Albtraum.

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Glowy
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Re: Glowy: 15 Jahre Venlafaxin - das Absetzen ein einziger Albtraum.

Beitrag von Glowy »

Lieber Niemandsland,
Liebe Susanne,

vielen lieben Dank euch zwei für eure Antworten. Tatsächlich ist die 10% Methode an mir vorbei gegangen. Jedenfalls kein böser Wille meinerseits.
Ich habe jedenfalls gerade die fehlenden 5mg eingenommen und verbleibe nun erst einmal dort bis ich mich stabil genug fühle weitere Schritte zu gehen.

Wie immer bin ich euch sehr dankbar dafür, dass ihr da seid.

Viele liebe Grüße
Glowy
Ursprüngliche Symptome: Depressionen (Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Suizidgedanken, psychische Schmerzen im Bauch)
Jahr 2005: Stationär eingestellt auf Venlafaxin 75mg + 50mg Trimipramin
Jahr 2005: Trimipramin konnte abgesetzt werden da es keine Schlafprobleme mehr gab.
Jahr 2008: Venlafaxin auf 150mg erhöt
Jahr 2010: Venlafaxin auf 225mg erhöt (sehr stabil)
Juni 2018: Venlafaxin reduziert auf 150mg
September 2019: Venlafaxin reduziert auf 75mg

März 2020: Einsetzen eines dauerhaften Schwankschwindels.

01.01.2021: Venlafaxin reduziert auf 37,5mg
08.02.2021: Venlafaxin reduziert auf 0mg
15.02.2021: Venlafaxin wieder eindosiert 10mg
27.02.2021: Venlafaxin reduziert auf 5mg
01.03.2021: Venlafaxin wieder auf 10mg erhöht da zu voreilig gehandelt
13.03.2021: Venlafaxin reduziert auf 9mg
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Re: Glowy: 15 Jahre Venlafaxin - das Absetzen ein einziger Albtraum.

Beitrag von Straycat »

Hallo Glowy,

man kann ja schon mal was überlesen bei den vielen Texten ;-)

Aber es ist absolut in deinem Sinne, wenn du dir die ganzen Grundlageninfos in Ruhe durchliest. Denn für viele gibt es da einige "Aha-Effekte" und man versteht besser, weshalb ein langsames Vorgehen sinnvoller und risikominimierend ist. Und wenn man es versteht, macht man es auch eher so (so ist es zumindest bei mir - wenn ich mal begriffen habe, wieso ich etwas so machen soll, dann fällt es mir leichter mich daran zu halten). Also du tust dir wirklich selbst einen Gefallen, wenn du dich gut einliest und informierst :)

Liebe Grüße und alles Gute weiterhin,
Cat
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Glowy
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Re: Glowy: 15 Jahre Venlafaxin - das Absetzen ein einziger Albtraum.

Beitrag von Glowy »

Hallo ihr lieben,

ich habe seit etwa 3 Tagen, jeden Morgen, ganz schlimme Angstzustände. Mit Zittern, heulen und dem Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Das Gefühl läßt sich vergleichen wie als mich mit 17 Jahren meine erste Freundin verließ. Nur diesmal gab es für diese Gefühle keine Grund. Ich habe eine Frau die mich liebt und generell ist in meinem Leben alles geregelt.

Da heute Samstag war konnte ich einen langen Spaziergang machen. Danach ging es definitiv besser. Arbeiten war allerdings am Donnerstag und Freitag die Hölle mit dieser Angst. Ich bin mal wieder leider an einem Punkt wo ich nicht weiß was ich tun soll. :(

Soll ich weiter bei den aktuellen 9mg Venlafaxin verbleiben oder sollte ich noch einmal erhöhen?
Ist ggf. davon auszugehen, dass die Angstzustände wieder abnehmen?

Ich habe jedenfalls gerade absolut keine Lebensqualität mehr und das alles quält mich wirklich sehr...

Wie immer sage ich schon einmal vielen lieben Dank für eure Antworten.

Viele liebe Grüße
Glowy
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Jahr 2010: Venlafaxin auf 225mg erhöt (sehr stabil)
Juni 2018: Venlafaxin reduziert auf 150mg
September 2019: Venlafaxin reduziert auf 75mg

März 2020: Einsetzen eines dauerhaften Schwankschwindels.

01.01.2021: Venlafaxin reduziert auf 37,5mg
08.02.2021: Venlafaxin reduziert auf 0mg
15.02.2021: Venlafaxin wieder eindosiert 10mg
27.02.2021: Venlafaxin reduziert auf 5mg
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Susanne1978
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Re: Glowy: 15 Jahre Venlafaxin - das Absetzen ein einziger Albtraum.

Beitrag von Susanne1978 »

Hallo Glowy, warum hast du vor 2 Wochen um 10 Prozent reduziert? Bist du so stabil gewesen oder ungeduldig?!

Letztendlich denke ich das dein Körper jetzt versucht die Reduzierung zu verarbeiten. Da geht es vielen nicht sonderlich gut.

Auch hier kann nur gesagt sein: Geduld und Spucke....

LG Susanne 🙋
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 . /. 5% = 142,50 mg/ 01.02.2019 . /. 10% = 128,25 mg/ 01.03.2019 . /. 10%= 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg/ 01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg/ 11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 = 100,00 mg/ 11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg/ 29.10.2019 = abzgl. 8% = 87,50 mg
12.01.2020 = abzgl. 5% = 83,00 mg/ 18.02.2020 = abzgl. 10% = 75,00 mg/ 01.05.2020 = abzgl. 10% = 67,50 mg
02.07.2020 = abzgl. 7,5% = 62,50 mg/ 26.08.2020 = abzgl. 10% = 56,25 mg/ 23.10.2020 = abzgl. 10% = 50,00 mg
25.01.2021 = abzgl. 10% = 45,00 mg
29.01.2021 wieder auf 50 mg
10.02.2021. /. 10%= 45 mg
01.04.2021. /. 10%=40,5 mg
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Re: Glowy: 15 Jahre Venlafaxin - das Absetzen ein einziger Albtraum.

Beitrag von Glowy »

Hallo Susanne,

vielen lieben Dank für deine Nachricht. Nein ich habe mich tatsächlich ganz okay gefühlt bei 10mg. Ich hatte definitiv keine so dauerhaften und starken Angstgefühle wie ich sie jetzt habe. Heute morgen war es schon wieder sehr schlimm. Ich komme aus dem grundlosen heulen gerade gar nicht mehr raus. Dieses starke Gefühl der tiefen Trauer und Angst lässt mich gerade an gar nicht mehr anderes denken.

Hat jemand eine Idee was ich tun könnte?
Ursprüngliche Symptome: Depressionen (Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Suizidgedanken, psychische Schmerzen im Bauch)
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Juni 2018: Venlafaxin reduziert auf 150mg
September 2019: Venlafaxin reduziert auf 75mg

März 2020: Einsetzen eines dauerhaften Schwankschwindels.

01.01.2021: Venlafaxin reduziert auf 37,5mg
08.02.2021: Venlafaxin reduziert auf 0mg
15.02.2021: Venlafaxin wieder eindosiert 10mg
27.02.2021: Venlafaxin reduziert auf 5mg
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Re: Glowy: 15 Jahre Venlafaxin - das Absetzen ein einziger Albtraum.

Beitrag von Sabs »

Hi :-)
Da gibt es viele Möglichkeiten und du musst ausprobieren, welche für dich hilfreich ist.
Hier meine ideen:
Ein Spaziergang an der frischen Luft (baut cortisol=Stresshormon ab und soll Serotonin aufbauen)
Ablenkung jeder art (mit lieben Menschen reden, sich trösten lassen, ein buch lesen, einen film schauen, spielen...)
Atemübungen zur Entspannung (kannste googlen)
Baldrian und passionsblume
Tulsitee

Ich hoffe etwas davon hilft dir ein wenig :-)

Gruß Sabs
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Susanne1978
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Re: Glowy: 15 Jahre Venlafaxin - das Absetzen ein einziger Albtraum.

Beitrag von Susanne1978 »

Hallo Glowy, vielleicht ein lustiges Buch lesen oder einen lustigen Film gucken? Ich bin heute 12 KM spazieren gegangen und sowas tut wahre Wunder.
LG Susanne
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 . /. 5% = 142,50 mg/ 01.02.2019 . /. 10% = 128,25 mg/ 01.03.2019 . /. 10%= 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg/ 01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg/ 11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 = 100,00 mg/ 11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg/ 29.10.2019 = abzgl. 8% = 87,50 mg
12.01.2020 = abzgl. 5% = 83,00 mg/ 18.02.2020 = abzgl. 10% = 75,00 mg/ 01.05.2020 = abzgl. 10% = 67,50 mg
02.07.2020 = abzgl. 7,5% = 62,50 mg/ 26.08.2020 = abzgl. 10% = 56,25 mg/ 23.10.2020 = abzgl. 10% = 50,00 mg
25.01.2021 = abzgl. 10% = 45,00 mg
29.01.2021 wieder auf 50 mg
10.02.2021. /. 10%= 45 mg
01.04.2021. /. 10%=40,5 mg
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Re: Glowy: 15 Jahre Venlafaxin - das Absetzen ein einziger Albtraum.

Beitrag von padma »

hallo Glowy, :)
Nein ich habe mich tatsächlich ganz okay gefühlt bei 10mg.
Du hattest jetzt so massive Dosisveränderungen. Wenn es bei 10 mg besser war, würde ich wieder leicht erhöhen, auf 9,5 mg.

Sobald du dich auf einer Dosis stabilisiert hast, wäre es wichtig, diese dann eine längere Zeit zu halten. Ich würde nach einer Stabilisierung ca 3 Monate warten, vor der nächsten Reduktion.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
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Re: Glowy: 15 Jahre Venlafaxin - das Absetzen ein einziger Albtraum.

Beitrag von Glowy »

Hallo ihr lieben,

ich habe nun fast eine Woche lang, jeden Tag bis zum Nachmittag ganz starke Angstgefühle und Panikattaken. Es ist mir unmöglich zu Arbeiten. Mein Arbeitgeber hat leider absolut kein Verständnis. Dadurch fürchte ich jetzt noch zusätzlich um meine Existenz.
padma hat geschrieben: 22.03.2021 17:35 Sobald du dich auf einer Dosis stabilisiert hast, wäre es wichtig, diese dann eine längere Zeit zu halten. Ich würde nach einer Stabilisierung ca 3 Monate warten, vor der nächsten Reduktion.
Ich würde gerne meinen derzeitigen Versuch das Venlafaxin abzusetzen, abbrechen. Ich bin einfach viel zu Planlos und mit viel zu viel Eile an die Sache rangegangen. Ich würde mich gerne wieder um die 75mg stabilisieren und wenn ich mich dazu bereit fühle noch einmal einen Versuch starten. Viel gezielter und mit mehr bedacht.

Ein direkt aufdosieren ist wahrscheinlich kontraproduktiv. Wie gehe ich hierbei am besten vor? Ich muss leider definitiv etwas in diese Richtung tun, ich möchte meinen Job wirklich nicht verlieren. :(

Ich danke euch schon einmal sehr für eure Antworten.

Viele liebe Grüße
Glowy
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September 2019: Venlafaxin reduziert auf 75mg

März 2020: Einsetzen eines dauerhaften Schwankschwindels.

01.01.2021: Venlafaxin reduziert auf 37,5mg
08.02.2021: Venlafaxin reduziert auf 0mg
15.02.2021: Venlafaxin wieder eindosiert 10mg
27.02.2021: Venlafaxin reduziert auf 5mg
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Re: Glowy: 15 Jahre Venlafaxin - das Absetzen ein einziger Albtraum.

Beitrag von Straycat »

Hallo Glowy,

da du schon seit einigen Monaten nicht mehr auf 75mg bist, ist es möglich, dass dein ZNS eine so hohe Dosis nicht so ohne weiteres wieder toleriert.
Wenn du jetzt auf 75mg erhöhst, kann alles mögliche passieren. Auch eine Dosiserhöhung ist Stress für das ZNS, da es sich ja an wieder neue Gegebenheiten anpassen muss.

Leider denkt man oft: Ich gehe einfach wieder auf die Dosis, auf der ich ursprünglich mal war und dann geht es mir auch wieder wie damals. Doch so einfach ist es leider nicht, da sich das ZNS ja auch schon begonnen hat sich an die reduzierte Dosis zu gewöhnen. Das Gehirn und gesamte ZNS sind in Veränderung durch die Dosisänderungen - da gibt es leider nicht sowas, wie einen "Reset-Knopf" und man geht automatisch "zurück zum Start".

Ich verstehe gut, dass du deinen Job nicht riskieren willst, aber es ist leider nicht gesagt, dass du mit 75mg dann einfach wieder stabil bist und alles wieder gut ist.
Ich würde an deiner Stelle ein kleines bisschen wieder die Dosis steigern - wie padma :) vorgeschlagen hat - und schauen, ob es auf der Dosis dann besser wird.

Aber letztlich bleibt es natürlich deine Entscheidung, was du machst.

Liebe Grüße,
Cat
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Annazen
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Re: Glowy: 15 Jahre Venlafaxin - das Absetzen ein einziger Albtraum.

Beitrag von Annazen »

Hallo Glowy,

ich bin auf deinen 'Schwindel gestossen' weil ich das genau gleiche habe seit 8 Monaten und es macht mich wahnsinnig....

Wie geht es dir zur Zeit ? Hast du noch diese Angst und Panikattaken ?

Auf 75 mg würde ich auch nicht gehen. Ich habe kleine Aufdosierungen (5%) gemacht und dachte dass meine Symptome weg gehen werden, leichte Besserung auf Schwindel aber dass hat leider auch heftige Panikattaken mit Terrorzustand für 3 Wochen ausgelöst.
Vielleicht sehr kleine Aufdosierungen machen und mindestens ein paar Wochen abwarten bis was du wieder ändern kannst. Jede Modifikation ist ein Stress für dein ZNS...

LG, Annazen
- seit 1998 : Einschlafstörung. Depressive Episoden (nie mit AD behandelt wegen Unverträglichkeit). Seit dem brutalem Benzoentzug : Angsstörung, Panikattaken, Horrorgedanken. Noch nie Psychose gehabt mit der NL-Reduktion mehrmals erlebt
- 1998-2020 : regelmäßiger Konsum Alkohol und Partydrogen. Seit 1.01.2020 abstinent für Alkohol und Drogen

Benzoentzug : Bromazepam :
- 1998 bis 06.2017 und 12.2017 bis 31.01.2020 : Bromazepam tgl. zum Schlafen. Am Anfang 3 mg, am Ende 10 mg.
- ambulante Benzoentgiftung 01 bis 06.2017 ohne Entzugssymptome
- 21.01.2020 - 31.01.2020 : stationäre Entgiftung von Benzodiazepin in 9 Tage ! und Tercian (plötzlich abgesetzt am Tag der Aufnahme !) : was ich für ein Horror erlebt habe.... Mir wurde von allen Ärzten verprochen dass ich 2 Wochen nach der Entgiftung topfit sein werde und wieder arbeiten können werde. Seitdem nicht mehr arbeitsfähig...
- 31.01.2020 : Benzoentzug erfolgreich abgeschlossen :)

AD-Entzug : Trimipramin :
- 21.01.2020 bis heute : Trimipramin 75 mg wurde mir in der Psychiatrie gegeben um den Benzoentzug zu unterstützen und versprochen dass das Absetzen vom Trimipramin keine Entzugssymptome auslöst...
- 11.02.2020 : Trimipramin 69 mg Tpf.
- 18.05.2020 : trimipramin 66 Tpf.
- 10.06.2020 : trimipramin 63,17 Tpf.
- 01.04.2021 : Trimipramin 62,50 : Umstellung auf Tabletten weil der Wirkstoff der Lösung mit der Zeit abbaut. Aufdosierungssymptome nach der Umstellung für 7 Tage

NL-Entzug : Tercian (Cyamemazin):
http://cdn.neiglobal.com/content/pg/liv ... mazine.pdf
katastrophischer Entzugsverlauf bei schlechter ärztlichen Begleitung (ich dachte ich habe mit dem Benzoentzug das schlimmste erlebt, aber der NL-Entzug ist noch heftiger)
- 2008 - 21.01.2020 : Tercian = Cyamemazin 10 mg : NL niedrigdosiert häufig als Schlafmittel in Frankreich verordnet. Am Aufnahmetag in der Psychiatrie plötzlich abgesetzt.
- 25.02.2020 : leider Wiedereinnahme von Tercian wg Schlafstörung ca. 10 mg
- 28.06 : Reduktion 8,5 mg (-15%)
- 28.07 : Reduktion 7,5 mg(-11,7%)
- 28.08 : Reduktion 6,5 mg (13,3 %) sehr heftige Entzugsymptome mit Entzugspsychose
- 4.09 : Reduktion 5,5 mg (-15,4%) nicht gewusst dass man mind. 4 Wochen warten soll. Unerträgliche Entzugsymptomen mit Entzugspsychose
- 22.09 : Erhöhung 6 mg (+9%)
- 19.10 : ungewollte Reduktion 4,5 mg (-25%) (Problem mit der Spritze)
- 23.11 : ungewollte Reduktion 3,75 mg (-17,7%) (Problem mit der Spritze) : Entzugspsychose
- 07.01 : Erhöhung 5 % : 4,03 mg -> Panikattaken ausgelöst
- 14.01 : Erhöhung 5 % : 4,21 mg
- 27.01 : Erhöhung 4,71 mg (10,7 %) nach Arztempfehlung. Am nächster Tag -> Panikattacken und extrem Angstzustand:
- 28.01 : wieder 4,21 mg. Am 29.01 Panikattaken weg
- 19.02.21 : NL-Flaschenwechsel (die Haltbarkeit war von 3 Wochen überschritten) -> Angstzustand, heftige Panikattaken während 3 Wochen
- 10.03 : neue NL Flasche, wieder Aufdosierungssymptomen (Depersonalisation, Panikattaken).
Ab jetzt alle 6 Tage Flaschenwechsel und trotzdem nach jedem Wechsel Aufdosierungssymptome !
- 6.04 : mini Reduktion auf 4,14 mg wg. Flaschenwechsel
- 13.04.2021 : Aufnahme Psychiatrie zur Umstellung cyamemazin Tropfen auf Tabletten sodass ich ein Präparat habe in dem der Wirkstoff mit der Zeit nicht abbaut.
- 19.04 : Umstellung auf Wasserlösmethode
- 20.04 : Entzugssymptome nach Methodenumstellung

Ich bin Französin und mein Deutsch ist nicht perfekt, also Bitte Entschuldigung für die Grammatikfehler....
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