Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->


An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.

Erste Hilfe ... Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

Grüße vom Team

Zapo: Escitalopram 10 mg absetzen

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Antworten
Zapo
Beiträge: 4
Registriert: 15.02.2021 08:50
Danksagung erhalten: 3 Mal

Zapo: Escitalopram 10 mg absetzen

Beitrag von Zapo »

Servus Leute, kurz zu mir, ich bin der Evangelos und bin 37 Jahre alt.

Ich habe ein schweres Jahr hinter mir, scheidungsjahr, kurzarbeit, 4 jährige Tochter nicht jeden Tag bei mir...

Vor ca 6 Monate habe ich meine erste Panik Attacke bekommen, Atemnot, stechen auf der brust, kriebeln im Arm, Druck im kopf und noch so einiges.

Nach einen arzt Marathon, 10 mal Blutabnahme, 3 mal Krankenwagen, alles in Ordnung.

Anfang Dezember 2020 habe ich dann von meinem Hausarzt Escitalopram 10 mg verschrieben bekommen, er meinte ubergangsmässig bis sich meine Situation verbessert, die wurden mir helfen.

Dummerweise, kam parallel dazu ein riesen Paket mit jede Menge vitamine die ich bestellt hatte. A, B, C, D3, K2, OPC, MSM, Q10, B-Komplex, Magnesium und vitamin E.
Arginin, Carnitin und citrullin, gegen meinen hohen blutdruck auch.

Also habe ich gleichzeitig angefangen alles zu nehmen,
Escitalopram 10 mg morgens, und die vitamine über den Tag verteilt, seit dem Tag keine einzige panikattacke mehr und die Angst ist auch zu 90% zurück gegangen, wenn ich manchmal das Gefühl habe das ich mich nicht so wohl fühle, Meditiere ich 20 min und dann ist meistens auch wieder alles gut.

So, ich war jetzt Anfang Januar 2021 bei meinem Hausarzt um alle Ergebnisse von allen Ärzten zu besprechen. Kardiologe, nephrologe, plus daemspieglung habe ich auch machen lassen. Durch die daemspieglung hat sich ein Abszess entwickelt gehabt der auch operativ entfernt werden musste, und ich drei Tage im Krankenhaus bleiben musste. Alle Untersuchungen ohne Befund, egal welcher Arzt.

Mein Hausarzt meinte dann Anfang Januar zu mir ich kann wann ich möchte die Escitalopram 10 mg absetzen, meine Entscheidung, ich könnte Sie auch von heute auf morgen absetzen, es passiert nichts, aber weil es oft kopfsache ist solle ich für eine Woche bis 10 Tage erstmal alle zwei Tage einen nehmen und die dann ganz weg lassen. Als ich ihn nochmal fragte ob das so klappt und nichts passieren kann, lachte er, und ich zitiere "Das sind doch keine Drogen, vor was hast du Angst, schön wärs wenn es Drogen wären" wollte bisschen einen auf locker machen. Er ist auch ziemlich nett muss ich ehrlich sagen.

So, daraufhin, habe ich beim nächsten Gespräch bei unseren oaartherapeutin die auch psychologin ist das Thema angesprochen und Sie meinte ich kann das ruhig so machen, alles gut.

So, dann heute, bei meine einzeltherapie bei meine psychologin das Thema angesprochen und Sie meinte ihre Sicht her brauche ich keine antidepresiva und ich kann es so ruhig machen, es passiert nichts, vor allem da es mein Hausarzt auch gesagt hat.
Meine psychologin war 10 Jahre Leiterin einer Psychosomatische Klinik und hat vor kurzem ihre eigene Praxis aufgemacht, daher denke ich kennt Sie sich gut aus. Hoffe ich zumindest.

So, jetzt zu meinem Problem.
Ich Idiot, lese viel zu viel nach, auch über Sachen wo ich vielleicht nicht lesen sollte, und ich muss sagen nach all dem was ich jis her gelesen habe habe ich schon meine Gedanken ob das so einfach ist.

Klar würde ich mich freuen wenn es einfach so klappt und es läuft alles prima. Aber was, wenn nicht.

Ich habe mir überlegt, ich habe hier noch eine Packung 5htp, ein kg kurkuma pulver und ein kg ashwagandha pulver.
Ich dachte mir, nach den 10 Tage absetzphase fange ich einfach an kurkuma und ashwagandha zu nehmen und sehe einfach was passiert.
5htp habe ich keine Erfahrung, vielleicht sollte ich ein paar Monate nach dem absetzen warten und dann zwischendurch eine Kapsel nehmen.

Über Tipps und eure Meinung würde ihh mich sehr freuen.

Liebe Grüsse an alle und bleibt gesund.
Zuletzt geändert von Straycat am 15.02.2021 17:26, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
Zapo 37 Jahre alt
Seit Anfang 12.2020 Escitalopram 10 mg täglich.
Soll die jetzt ab morgen für ca 10 Tage alle 2 Tage nehmen und dann komplett absetzen.
Grund: Seit ca 6 Monate panikattacken die sich in eine angstörung entwickelt hat.
Seit erster Tag der Einnahme von Escitalopram 10 mg keine einzige panikattacke mehr und die Angst ist auch zurück gegangen seit Tag 1 der Medikation.
Towanda
Teamunterstützung
Beiträge: 4116
Registriert: 16.01.2018 18:23
Wohnort: Bayern
Hat sich bedankt: 457 Mal
Danksagung erhalten: 2172 Mal

Re: Zapo: Escitalopram 10 mg absetzen

Beitrag von Towanda »

Hallo Zapo,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
viele Grüße,

Towanda
► Text zeigen

02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli - abgesetzt am 01.02.21


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 20578
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 7985 Mal
Danksagung erhalten: 10602 Mal

Re: Zapo: Escitalopram 10 mg absetzen

Beitrag von Jamie »

Hallo Zapo, :)

das vorgeschlagene Vorgehen ist viel zu schnell und falsch.
Auch von 10mg Escitalopram muss man sich gewissenhaft entwöhnen.
Die Grundlagen wurden für bereits verlinkt, Richtlinie ist 10% weniger alle 4-6 Wochen.

Bitte lasse keinesfalls tageweise Dosen aus, das ist Gift für das ZNS und reizt dieses enorm.
Der Körper hat die Substanz in seinen Gehirnstoffwechsel eingebaut und muss sanft entwöhnt werden.

Auch die Nahrungsergänzung würde ich aktuell nicht einnehmen, sie kann einen Psychopharmaka Entzug auch nicht deckeln.
Das 5HTP vor allem nicht, weil man es nicht gleichzeitig mit SSRI einnehmen darf wegen der Gefahr eines Serotoninsyndroms.

Bitte lies aufmerksam die Basisinfos und frage gern nach. Mach nichts Überstürztes, sondern plane dein Absetzen.

Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos ueber mich:
► Text zeigen
Zapo
Beiträge: 4
Registriert: 15.02.2021 08:50
Danksagung erhalten: 3 Mal

Re: Zapo: Escitalopram 10 mg absetzen

Beitrag von Zapo »

Hi, danke für die Antwort.

Das habe ich mir schon gedacht, ich habe zwar null Erfahrung damit, da es das erste mal ist das ich mit Thematik in Kontakt komme. Hatte auch noch nie davor in meinem Leben panikattacken oder antidepressiva nehmen müssen.

Da ich viel gelesen habe um mich einfach über diese Phase meines Lebens besser klar zu kommen und besser einschätzen kann was gerade in mir passiert, habe ich oft gelesen vom richtigen absetzen von AD.
Umso mehr hat es mich gewundert das mein Hausarzt, sowie zwei Psychologen so optimistisch sind und es mir so raten 🤔

Warum sollte ich keine NEM einnehmen? Das mit 5HTP oder Ashwagandha verstehe ich schon. Aber was spricht gegen den anderen Vitaminen?
Das habe ich auch bei allen Ärzten angesprochen, Hausarzt, Kardiologe, nephrologe, gastroentorologe, psychologinen und sogar mit dem Chirurg im Krankenhaus 😂

Ausser der psychologinen, den Hausarzt und den Chirurgen die gemeint haben das vitamine gut sind und ich die weiter einnehmen kann, haben die andere Ärzte nur mit Geldverschwendung reagiert 🤔

Kann das zu irgendwelche Probleme führen?
Es geht mir wesentlich besser und ich fühle mich auch fiter um ehrlich zu sein.
Zapo 37 Jahre alt
Seit Anfang 12.2020 Escitalopram 10 mg täglich.
Soll die jetzt ab morgen für ca 10 Tage alle 2 Tage nehmen und dann komplett absetzen.
Grund: Seit ca 6 Monate panikattacken die sich in eine angstörung entwickelt hat.
Seit erster Tag der Einnahme von Escitalopram 10 mg keine einzige panikattacke mehr und die Angst ist auch zurück gegangen seit Tag 1 der Medikation.
Straycat
Moderatorenteam
Beiträge: 5682
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 4230 Mal
Danksagung erhalten: 2836 Mal

Re: Zapo: Escitalopram 10 mg absetzen

Beitrag von Straycat »

Hallo Zapo,

herzlich willkommen bei uns :)

Im Entzug vertragen viele Betroffene NEM nicht so, wie sie sonst vertragen. Deshalb wird meist angeraten, zunächst mal nur eine minimale Menge anzutesten, wie man sie verträgt. Und eben auch nur ein NEM nach dem anderen (denn sonst wüsste man ja wieder nicht, was Probleme auslöst, falls man eines davon nicht verträgt).

Vorsicht ist da oft besser als Nachsicht. Denn irritiert man sein ZNS erstmal mit etwas, dauert es oft einige Zeit, bis man es wieder beruhigen kann. Da zahlt es sich meist aus, klein anzufangen und wenn man es verträgt, erst dann zu steigern.

Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Zapo
Beiträge: 4
Registriert: 15.02.2021 08:50
Danksagung erhalten: 3 Mal

Re: Zapo: Escitalopram 10 mg absetzen

Beitrag von Zapo »

Hi, danke nochmal für die Aufnahme.

Ja, ich verstehe vorauf das hinausläuft.
Ich nehme die NEM jetzt mittlerweile seit knapp 3 Monate, wie gesagt, parallel zu den Escitalopram 10 mg.

Habe am Anfang auch magnesium und opc langsam angefangen, sowie arginin und citrullin.
D3 habe ich hochdosiert am Anfang um aufzuladen, jetzt nehme ich konstant 5.000 i.e. Täglich.

Also wie gesagt, mir geht es viel besser, fiter...

Mein Problem ist das ich auch an bluthochdruck leide und Medikamente einnehmen muss. Da alles abgecheckt ist, heisst es jetzt das der bluthochdruck psychisch bedingt ist, weil ich mir immer um alles und alle Sorgen mache. Bzw zu emphatisch bin.

Also habe ich mich informiert mit welche NEM gegen zu hohen bluthochdruck helfen.

Ich weiss jetzt nicht ob das so gut wenn ich die von heute auf morgen absetze. Dann gibt's wieder durcheinander. Wie gesagt, mein erstes Ziel ist es dasEscitalopram 10 mg abzusetzen. War ein Fehler es einzunehmen. Ich wusste es aber zu den Zeitpunkt nicht besser und mein Arzt hat mir garantiert das es kaum Nebenwirkungen hat und nicht abhängig macht.
Ob er das jetzt gesagt hat um mich zu beruhigen oder nicht weiss ich nicht.
Das Problem war, daß während der panikattacken mein blutdruck in die Höhe geschossen ist, einmal wert von 195 zu 95 oder so. War aber nach ein paar Minuten wieder gut. Wie gesagt, alles abchecken lassen, alles scheint in Ordnung zu sein und ich mavhe mir auch keine Sorgen das mir noch was passiert.

Denn sollte es so sein, dann ist es hakt so, niemand weiss wann es mal zu Ende ist und verhindern großartig kann man es auch nicht. Kann ja keinen Arzt 24 Stunden neben mir laufen haben 🙈

Ich habe mein bestes getan, alles mögliche abchecken lassen, mich informiert welche NEM gegen bluthochdruck und schlaganfall helfen können. Gehe mind alle zwei Tage laufen, achte mehr auf meine Ernährung, Meditiere fast täglich mind 20 min., gehe zu Paartherapie, gehe auch seit einen Monat zur einzeltherapie, und am allen wichtigsten denke ich, ist es die Sache so anzunehmen wie sie ist.

Mir ist aufgefallen, wenn ich merke das mir schwindelig ist oder so, sobald ich denke Ach mir egal, wenn ich umkipoe dann ist es halt mal so, dann geht es mir gleich viel besser und es verschwindet wieder. Ich meine es auch in den moment so, den manchmal kann man nicht alles beeinflussen.

Ich möchte so gerne die AD absetzen, das ist das einzige woran ich jeden Morgen denke wenn ich die nehme.

Wenn ich jetzt anfange mit alle 4 Wochen 10% runter zu gehen dauert es ja ein Jahr bis ich die absetzen kann.
Ich bin ziemlich irritiert wie ich jetzt vorgehen muss.

Ich verstehe einfach nicht wie mein Hausarzt, und der ist ziemlich jung noch, um die 40, mir rät die einfach sofort abzusetzen und er sagt es passiert nichts. Hat sogar vor mir nochmal nachgeschaut, hat gesagt es wäre okay so und dann noch meine psychologin heute, die 10 Jahre in der psychosomatische Klinik war. Bin ich denen egal? 🤔
Und die paartherapeutin ist fast wie Familie für uns geworden, Sie hat mir auch gesagt das es in Ordnung so wäre. Komisch, sehr komisch...
Zapo 37 Jahre alt
Seit Anfang 12.2020 Escitalopram 10 mg täglich.
Soll die jetzt ab morgen für ca 10 Tage alle 2 Tage nehmen und dann komplett absetzen.
Grund: Seit ca 6 Monate panikattacken die sich in eine angstörung entwickelt hat.
Seit erster Tag der Einnahme von Escitalopram 10 mg keine einzige panikattacke mehr und die Angst ist auch zurück gegangen seit Tag 1 der Medikation.
Zapo
Beiträge: 4
Registriert: 15.02.2021 08:50
Danksagung erhalten: 3 Mal

Re: Zapo: Escitalopram 10 mg absetzen

Beitrag von Zapo »

Also mein Arzt meinte du kannst die eigentlich von heute auf morgen absetzen, aber viele haben ein Problem damit, ist einfach koofsache, nimm einfach eine Woche lang alle zwei Tage 1 und lass es dann einfach.
Es sind ja keine Drogen, schon wärs, und hat gegrinst. Brauchst keine Angst haben 🤔

Die paartherapeutin die auch Kinder und jugendpsychologin ist, meinte Sie hat einige Jugendliche die auch Escitalopram 10 mg seit längere Zeit einnehmen und es ist alles gut. Dann meinte Sie, Sie hat eine Patientin die Studentin ist, Sie hatte letztens Prüfungen, konnte nicht schlafen durch den stress und auch 3 Monate Escitalopram 10 mg genommen über die Prüfungen, dann direkt innerhalb vor ein paar wochen abgesetzt. Alles gut.

Dann heute habe ich das Thema bei meiner psychologin nochmal angesprochen, Sie meinte ich kann es genau so machen wie es mein Hausarzt gesagt hat, passiert schon nichts. Und ich meine, Sie ist zwar gerade mal 36 Jahre alt, aber war 10 Jahre in eine Psychosomatische Klinik tätig, die letzte Jahre sogar als Leiterin.

Ich bin einfach nur irritiert, vor allem nach all dem was ich hier gelesen habe und bin mir jetzt unsicher, und habe auch bisschen Angst wie ich vorgehen soll. Keine panische Angst, aber schon bedenken.

Oh man, keine Ahnung.
Zapo 37 Jahre alt
Seit Anfang 12.2020 Escitalopram 10 mg täglich.
Soll die jetzt ab morgen für ca 10 Tage alle 2 Tage nehmen und dann komplett absetzen.
Grund: Seit ca 6 Monate panikattacken die sich in eine angstörung entwickelt hat.
Seit erster Tag der Einnahme von Escitalopram 10 mg keine einzige panikattacke mehr und die Angst ist auch zurück gegangen seit Tag 1 der Medikation.
Niemandsland
Beiträge: 152
Registriert: 07.05.2020 02:30
Wohnort: Niemandsland
Hat sich bedankt: 213 Mal
Danksagung erhalten: 217 Mal

Re: Zapo: Escitalopram 10 mg absetzen

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Zapo,

das Absetzen von Psychopharmaka wird in den Ausbildungen der Mediziner nur kurz überflogen, Entzugserscheinungen werden als nicht so schlimm
und als sehr kurz verlaufend verharmlost. Jedes Symptom welches durch den Entzug von den Patienten wahrgenommen wird, wird dann als
"Wiederauftreten der Grunderkrankung" erklärt...und dann geht die Medikamenten-Reise weiter.

Es ist ein medizinisches Dilemma das es kaum Interesse und Aufklärung zur Abhängigkeit dieser Medikamente gibt. Wenn du dir mal ein paar Threads hier durchliest, wirst du merken das der Anfang sich zu 90% (!) ähnelt. Es ist immer das Gleiche. Ärzte sagen den Patienten "Ach dann halbieren sie mal ein oder zwei Wochen und dann setzen sie ganz ab, machen ja nicht abhängig".

Ja und so findet sich der Patient in der Hölle wieder, ist ja nicht dem Arzt sein Körper. Du hast dieses Forum noch vor dem Absetzen gefunden und das ist VIEL wert. Wenn du gleich zu Beginn schonend absetzt, sind die Chancen hoch das du gut davon wegkommst und nicht noch weiter in die Psychopharmaka-Spirale reinkommst. Leider haben hier zuerst viele den Medizinern vertraut (wäre schön wenn man das in diesem Fall wirklich könnte, aber dann gäbe es diese Foren nicht weltweit).

Wir haben hier schon alle Aussagen gehört von Ärzten, Professoren, Klinikleitern und so weiter. Es gibt nur sehr wenige Ärzte die einen Entzug und die Symptome überhaupt anerkennen. Eine seltene Ausnahme sei mal hier erwähnt (von der Dachorganisation der Psychiater in England, die empfehlen "langsames" ausschleichen): https://www.rcpsych.ac.uk/docs/default- ... 2c9a63e0_2

Und ja, schonend ausschleichen dauert leider ein paar Jahre. Aber wenn du den Entzug damit lindern kannst (lies dir ruhig mal ein paar Threads hier durch was die Leute erleiden müssen...alles ohne medizinische Unterstützung), dann ist es das allemal Wert.

Das soll dich nicht verschrecken, sondern dich bewahren vor dem Leid von dem man hier überall lesen kann.

Liebe Grüße

Niemandsland
Zuletzt geändert von Niemandsland am 15.02.2021 23:35, insgesamt 5-mal geändert.
► Text zeigen
"Alt ist man erst, wenn man mehr Freude an der Vergangenheit hat als an der Zukunft!"

Mein Thread: viewtopic.php?f=35&t=17576

Euer Behandler erkennt den Entzug nicht an? Zeigt ihm diese Patienteninformation -> viewtopic.php?p=401827#p401827
Towanda
Teamunterstützung
Beiträge: 4116
Registriert: 16.01.2018 18:23
Wohnort: Bayern
Hat sich bedankt: 457 Mal
Danksagung erhalten: 2172 Mal

Re: Zapo: Escitalopram 10 mg absetzen

Beitrag von Towanda »

Hallo Zapo,

hier im Forum werden Informationen bereit gestellt, die auf langjährigen Erfahrungen basieren. Wenn Du oben in die Suchfunktion Escitalopram eingibst, kannst Du Entzugsverläufe nachlesen und Dir selber ein Urteil bilden.

Wie Du dann letztendlich vorgehst, bleibt alleine Deine Entscheidung.

Gruß, Towanda
► Text zeigen

02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli - abgesetzt am 01.02.21


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
Guglhupf
Beiträge: 814
Registriert: 23.07.2017 14:26
Hat sich bedankt: 47 Mal
Danksagung erhalten: 143 Mal

Re: Zapo: Escitalopram 10 mg absetzen

Beitrag von Guglhupf »

Zapo hat geschrieben: 15.02.2021 22:39 Also mein Arzt meinte du kannst die eigentlich von heute auf morgen absetzen, aber viele haben ein Problem damit, ist einfach koofsache, nimm einfach eine Woche lang alle zwei Tage 1 und lass es dann einfach.
Es sind ja keine Drogen, schon wärs, und hat gegrinst. Brauchst keine Angst haben 🤔

Die paartherapeutin die auch Kinder und jugendpsychologin ist, meinte Sie hat einige Jugendliche die auch Escitalopram 10 mg seit längere Zeit einnehmen und es ist alles gut. Dann meinte Sie, Sie hat eine Patientin die Studentin ist, Sie hatte letztens Prüfungen, konnte nicht schlafen durch den stress und auch 3 Monate Escitalopram 10 mg genommen über die Prüfungen, dann direkt innerhalb vor ein paar wochen abgesetzt. Alles gut.

Dann heute habe ich das Thema bei meiner psychologin nochmal angesprochen, Sie meinte ich kann es genau so machen wie es mein Hausarzt gesagt hat, passiert schon nichts. Und ich meine, Sie ist zwar gerade mal 36 Jahre alt, aber war 10 Jahre in eine Psychosomatische Klinik tätig, die letzte Jahre sogar als Leiterin.

Ich bin einfach nur irritiert, vor allem nach all dem was ich hier gelesen habe und bin mir jetzt unsicher, und habe auch bisschen Angst wie ich vorgehen soll. Keine panische Angst, aber schon bedenken.

Oh man, keine Ahnung.
Hallo Zapo :)

Ich nehme auch Escitalopram. Ebenfalls vom Hausarzt wegen Stressphase verschrieben nach 5 Minuten Gespräch. Das war 2008. Dazwischen hatte ich einige Absetzversuche - jedes Mal so wie auch dir geraten wurde - einmal direkt ohne groß auszuschleichen. Dann nur jeden zweiten Tag etwas weglassen.. und jeder einzelne Versuch endete im absoluten Horror! Panikphasen - also Panikattacke die aber nicht nach 30 Minuten endeten, sondern über Tage gingen. Der schlaue Arzt, der zuvor erklärte wie easy das wäre, meinte dann dass das wohl die Grunderkrankung ist und ich eben ein Leben lang die Tabletten nehmen müsste. Es war immer das gleiche. Und genau diese Erfahrung kannst du hier zigfach auch von anderen Usern lesen. Es gibt auch heute noch kaum Ärzte, die sich wirklich mit den Prozessen auskennen, welche durch SSRI im Hirn ausgelöst werden. Sicher, es gibt keinen Suchtdruck, das heißt aber noch lange nicht, dass man von heute auf morgen absetzen kann.

Rezeptoren werden umgebaut, alles wird umstrukturiert, angepasst. Das braucht Zeit und diese Zeit ist es, die man dem Körper geben muss, um die Umbauprozesse rückgängig zu machen.

Wenn mir ein Arzt sagt das ist nur Kopfsache , dann muss ich ihm leider sagen, dass ein medizinisches Studium allein leider kein Garant dafür ist, dass jemand auch ein Talent, das richtige Gespür für seinen Beruf hat. Wenn man bei Jus nur auswendig lernt, mag es noch klappen. Bei Medizin sollte man schon ein bisschen mehr Leidenschaft investieren. Sonst endet es da wo wir jetzt sind - mit einem Rezept für Medikamente, die verglichen zu ihrem enormen Potential viel zu achtlos verschrieben werden. Ausbaden dürfen wir es.

Du kannst es ja versuchen.. ich wünsche niemanden, solch elementare, zerstörerische Angst durchleben zu müssen. Vielleicht hast du Glück und es geht dir gut, weil du es nicht allzu lange genommen hast. Falls es nicht gut geht, würdest du hinterher alles dafür geben, es doch anders gemacht zu haben. Aber das weiß man erst, wenn man mal diesen Abgrund erlebt hat. Das klingt dramatisch.. weil es das leider auch ist.

Ich frage mich dann immer, ob Ärzte meinen dass man Spaß daran hat, wie ein Junkie seine Minidosen abzumessen und ja auf Prozent genau einzunehmen. Ich hätte nichts lieber getan, als die Tabletten wegzuwerfen und fertig. Tat ich auch. Bis ich nach einer Woche mit Brain Zaps verzweifelt eine neue Packung geholt habe.

Ich wünsche dir alles Gute und dass du den richtigen Weg für dich findest,

Lg Anna
Meine Signatur
► Text zeigen
- bei Bedarf Magnesium
- Passionsblumentee zur Milderung entzugsbedingter NW
- Mönchspfeffer
- reines Lavendelöl

"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher."
Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 20578
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 7985 Mal
Danksagung erhalten: 10602 Mal

Re: Zapo: Escitalopram 10 mg absetzen

Beitrag von Jamie »

Hallo Zapo, :)

ich gehe nur auf die Sache mit den NEM ein.
Wenn du die jetzt schon 3 Monate nimmst und gut verträgst und dich besser fühlst, behalte es bei und ändere nichts.
Aber nimm bitte nichts Neues dazu, denn wenn du dann anfängst abzusetzen und es tauchen Probleme auf, dann weiß man nicht, ob das von den neu eingenommenen NEM oder vom Absetzen des AD kommt.

Du musst dich nicht an unsere Absetzempfehlungen halten, bitte habe aber Verständnis, dass wir jetzt auch nicht seitenlang darüber diskutieren möchten, was deine Ärzte sagen, was wir sagen und was du denkst.
Du bist erwachsen und kannst mündige Entscheidungen treffen und selbst beurteilen, wem du mehr Glauben schenken magst.

Mündige Entscheidungen kann man dann treffen, wenn man Informationen hat, informiert ist.
Dazu gibt es hier mannigfaltige gut recherchierte Artikel.
Wir respektieren jede deiner Entscheidungen; hier im Forum empfehlen wir aufgrund leidvoller Erfahrungen jedoch immer ein vorsichtiges, schrittweises, sanftes Abdosieren.

Das sagt die Escitalopram Fachinfo zum Thema Absetzen:
Absetzsymptome bei Beendigung der
Behandlung

Wenn die Behandlung beendet wird, sind
Absetzsymptome häufig, insbesondere bei
einem plötzlichen Abbruch der Therapie
(siehe Abschnitt 4.8).

In klinischen Studien traten unerwünschte
Ereignisse nach Beendigung der Behandlung bei etwa 25 % der Patienten auf, die mitEscitalopram behandelt wurden, und bei 15 % der Patienten, die Placebo erhielten.
Das Risiko von Absetzsymptomen kann von verschiedenen Faktoren wie der Dauer und
der Dosierung der Therapie sowie der Geschwindigkeit der Dosisreduktion abhängig sein.

Schwindelgefühl, sensorische Störungen (einschließlich Parästhesien und stromschlagähnlicher Empfindungen), Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensiver Träume), Agitiertheit oder Angst, Übelkeit und/oder Erbrechen, Tremor, Verwirrtheit, Schwitzen, Kopfschmerzen, Diarrhö, Palpitationen, emotionale Instabilität, Reizbarkeit und Sehstörungen sind die am
häufigsten berichteten Reaktionen. Im Allgemeinen sind diese Symptome leicht bis
mittelschwer, bei einigen Patienten können sie aber auch mit starker Intensität auftreten.
Sie treten normalerweise innerhalb der ersten Tage nach der Beendigung der Behandlung auf, es gab aber auch sehr seltene Berichte von solchen Symptomen bei Patienten, die versehentlich eine Dosis ausgelassen hatten.
Im Allgemeinen sind diese Symptome vorübergehend und klingen innerhalb von zwei Wochen ab, obwohl sie bei einigen Patienten auch länger bestehen bleiben können (2 – 3 Monate oder länger).

Daher ist es ratsam, bei Beendigung der Therapie die Escitalopram-Dosis schrittweise über einen
Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten, angepasst an die Bedürfnisse des
Patienten, zu verringern
(siehe „Absetzsymptome bei Beendigung der Behandlung“, Abschnitt 4.2).
https://www.ratiopharm.de/assets/produc ... pzn=270484


Eine Bitte noch: Wir haben eine Foren-Netiquette hier.
Es wäre schön, wenn du deine Beiträge mit einem Hallo am Anfang und einem Gruß o.Ä. am Ende formulieren könntest. Das klingt dann gleich viel netter und trägt zur freundlichen Atmosphäre hier im Forum bei. Danke :)

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos ueber mich:
► Text zeigen
Sabs
Beiträge: 888
Registriert: 10.01.2020 09:42
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 335 Mal

Re: Zapo: Escitalopram 10 mg absetzen

Beitrag von Sabs »

Hi und willkommen,
Meine vorschreiber haben alles relevante geschrieben.
Ich muss nur kurz hinzufügen, dass ich tierisch wütend bin über die Aussagen deines hausarztes :evil:
Er ist vielleicht nett, aber von psychopharmaka hat er leider keine Ahnung. Das zeigt sich schon dabei, dass er sie überhaupt verschreibt! Denn gescheite Hausärzte überweisen zum Facharzt, die leider in Bezug auf Entzug aber auch viele Unwahrheiten verbreiten.
Ebenso die Psychologin hat sich in ihrer Ausbildung therapeutisches wissen angeeignet, aber keine Ahnung zT psychopharmaka.
Dass ungelernte und unerfahrene leute da ihren Senf dazu geben, finde ich total daneben!! Und äußerst gefährlich!

Ich kann dir nur sehr ans Herz legen langsam abzusetzen, denn was du ggf sonst erlebst, wünsche ich meinem schlimmsten Feind nicht. Wobei diese Ärzte ruhig mal ne Woche in diesem Zustand verbringen könnten, um ihre Aussagen zu überdenken.

Es tut mir leid, ich schreibe gerade etwas unreflektiert, weil mich das Thema emotional mitreisst.
Deshalb nochmal der schlusssatz; vertraue bei diesem Thema nicht den Ärzten, sondern informiere dich selbst.
Ich habe in der letzten Zeit sogar die Erfahrung gemacht, dass man bei jedem medizinischen Problem lieber eine zweitmeinung einholen und sich selbst informieren sollte.
Die Ärzte haben einfach zu wenig Zeit und manche sind abgestumpfte Fachidi*ten, da werden schnell mal unnötige medis verordnet oÄ

Gruß Sabs
Zuletzt geändert von Jamie am 16.02.2021 13:35, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Kraftausdruck mit Stern versehen
► Text zeigen
padma
Moderatorenteam
Beiträge: 23315
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 13089 Mal
Danksagung erhalten: 8164 Mal

Re: Zapo: Escitalopram 10 mg absetzen

Beitrag von padma »

hallo Zapo, :)

da du Escitalopram erst seit knapp 3 Monaten nimmst, würde ich persönlich versuchen, es schneller als nach der 10 % Empfehlung auszuschleichen.
Es ist das erstemal, dass du ein Psychopharmakon einnimmst, oder?

Bei einer Kurzzeiteinnahme so bis zu 3 Monaten, ist es sehr individuell, wie schnell man vorgehen kann. Abrupt weglassen würde ich es allerdings nicht und tageweises Auslassen ist sehr ungünstig, da das ZNS auf eine gleichmässige Wirkstoffzufuhr angewiesen ist.

Du könntest es mit 20 % weniger als ersten Schritt versuchen, denke ich.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
► Text zeigen


Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Zapo
Beiträge: 4
Registriert: 15.02.2021 08:50
Danksagung erhalten: 3 Mal

Re: Zapo: Escitalopram 10 mg absetzen

Beitrag von Zapo »

Hallo Leute,

Danke für die zahlreiche Beiträge und Ratschläge.

Ja, das ist das erste Mal, und ich nehme die so ziemlich genau seit dem 06.12.2020. Das ärgert mich am meisten wenn ich jetzt über ein Jahr brauche um die abzusetzen. Sind ja nicht mal 3 Monate her 😥

Naja, ich habe gerade keine Ahnung wie ich das machen soll. Danke auf jeden Fall für die wertvollen Tipps, ich kann so ziemlich alles nachvollziehen was ihr so geschrieben habt.

Liebe Grüsse
Zapo 37 Jahre alt
Seit Anfang 12.2020 Escitalopram 10 mg täglich.
Soll die jetzt ab morgen für ca 10 Tage alle 2 Tage nehmen und dann komplett absetzen.
Grund: Seit ca 6 Monate panikattacken die sich in eine angstörung entwickelt hat.
Seit erster Tag der Einnahme von Escitalopram 10 mg keine einzige panikattacke mehr und die Angst ist auch zurück gegangen seit Tag 1 der Medikation.
Antworten