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Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch eine schöne Osterzeit mit möglichst entspannten Feiertagen und schönem Wetter.

Das Team ist während dieser Zeit u wahrscheinlich auch etwas länger anhaltend, aus verschiedenen Gründen personell stark unterbesetzt, so daß hauptsächlich nur administrative Aufgaben erledigt werden können.

Wir bitten Euch deshalb, verstärkt gegenseitig nach Euch zu schauen u zu unterstützen.

Danke für Euer Verständnis, liebe Grüße vom Team

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An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegenden Absetzinfos ein: Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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georgy123
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von georgy123 »

Hallo!
Ich weiss, dass man das nur schwer sagen kann, aber nur damit ich einen vagen Anhaltspunkt habe:
Wie lange geschätzt dauert es noch? 2 Wochen, 4 Wochen, länger? Ich bin wie gesagt eindeutig besser drauf als noch vor 2-3 Wochen, kann bereits besser schlafen, aber fühle mich einfach total schwach und nicht belastbar, bin emotional sehr labil, habe null Appetit und muss mich zum Essen zwingen.

Und was auch total blöd ist:
Niemand glaubt mir, dass ich immer noch Probleme wegen der Benzos habe. Es heißt in meinem Umfeld immer, dass es jetzt langsam auch mal gut sein muss und ich mich zusammenreißen soll. Ich hätte vielleicht auch so reagiert, wenn ich es nicht jetzt selbst erleben müsste.
Zuletzt geändert von georgy123 am 29.03.2021 16:23, insgesamt 1-mal geändert.
Seit 16.1.2021 3mg Bromazepam täglich (manchmal auch 6 bzw. 9 mg täglich)
21.2 - 26.2. 1,5mg täglich
27.2 0,75mg
28.2 0,75 mg
1.3 0,75 mg
2.3 0 mg

-> 29.3 (4 Wochen clean): immer noch starke Erschöpfung, leichte bis mittlere Schlafschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Nackenverspannung. Psychische Verfassung eher schlecht, aber leicht besser als als noch vor 3 Wochen.

Vorgeschichte:
Seit ca. Anfang 20 bis ca. Anfang 30 immer wieder kurzzeitig ADs (Cipralex, Sertralin, etc.), immer kalt abgesetzt, und Psychotherapie wegen Depressionen, Körperwahrnehmungsstörungen, allg. psychischen Problemen.
Ende 20 totaler Zusammenbruch mit Einweisung in Psychiatrie und danach kurzzeitig stationär in psychosomatischer Klinik.
in den letzten ca. 8 Jahren 2mal sehr kurzzeitig (wenige Tage) Bromazepam ohne Absetzprobleme, ansonsten keine ADs.

Jetzt (Alter: 42 J.):
Trennung von Freundin (gemeinsames Kind) nach fast 18 Jahren Beziehung seit 3 Jahren nicht überwunden.
Traumatisches Ereignis Ende 2020 hat starke Depressionen und Suizidgedanken ausgelöst bzw. meine "Krankheit" wieder voll ausbrechen lassen.
Komme mit dem Leben im Moment einfach nicht mehr zurecht, im Alltag und Beruf überfordert, keine Freude mehr an nichts, totaler sozialer Rückzug, ständige Verzweiflung.
3/2021 Therapie angefangen
Niemandsland
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Georgy,

ich finde es super, dass du schon positive Entwicklungen ausmachen kannst. Das bedeutet du bist auf dem richtigen Weg.

Du kennst das Muster von Symptom-Wellen und symptomarmen Fenstern sicherlich. Genau sagen wie lange es dauert, kann
glaube ich hier niemand. Das ist leider individuell sehr verschieden und es gibt einfach zu viele Faktoren die dabei eine Rolle spielen
(Anzahl der Medis, Einnahmedauer, Absetzweg, eigener Stoffwechsel, Trigger für das Nervensystem, Gesundheitszustand und noch mehr...).

Alles andere wäre nur ein Blick in die Glaskugel. Ich sehe es aber als sehr gutes Zeichen, das du schon oft bessere Fenster erlebst.

Liebe Grüße

Niemandsland
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"Alt ist man erst, wenn man mehr Freude an der Vergangenheit hat als an der Zukunft!"

Euer Behandler erkennt Entzugssymptome nicht an? Zeigt ihm diese Patienteninformation -> viewtopic.php?p=401827#p401827
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Georgy,

lass dich von deinem Umfeld nicht beirren. Ich kann dir nur zustimmen, niemand der den Entzug nicht selbst erlebt hat, kann das nachvollziehen.
Wirklich niemand. Da kann mir ein Arzt oder ein anderer "Experte" erzählen was er will. Es ist wichtig sich da abzugrenzen und auf den eigenen
Körper zu hören. Vielleicht kannst du versuchen in den unangenehmen Stunden dir etwas zur Ablenkung zu suchen. Etwas was dir gut tut, die Gedanken auf etwas anderes zu lenken, aber nicht zu stressig oder "aufwühlend" ist.

Es wird wieder besser werden!

Liebe Grüße

Niemandsland
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georgy123
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von georgy123 »

Hallo wieder mal!

erstmal danke für eure Antworten, es tut gut zu wissen, dass man hier Unterstützung hat.
Ich habe mittlerweile, zumindest was die physischen Entzugssymptome angeht, immer wieder, wie ihr es nennt, "Fenster", wo es mir physisch ganz gut geht. Auch das Schlafen wird besser und besser. Ich wache in der Früh zb. nicht mehr um 5 oder 6 Uhr auf, um dann bis 7 wach zu liegen, sondern tue mir, wie früher, wieder schwer, aus dem Bett zu kommen. Ich bin mittlerweile bei 7-8 Stunden Schlaf, wache nur mehr 1-2 Mal in der Nacht auf. Nur das Einschlafen ist noch schwierig.
Psychisch geht's mir nach wie vor schlecht, aber das liegt zum Großteil an meiner Situation. Ich habe in gut 3 Wochen ein Ereignis, das hoffentlich mein derzeit größtes Problem lösen wird, ich hoffe so sehr, das es klappen wird. Es besteht also die Möglichkeit, dass im Mai schon die Welt ganz anders für mich aussieht. Drückt mir die Daumen.
lg georgy
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28.2 0,75 mg
1.3 0,75 mg
2.3 0 mg

-> 29.3 (4 Wochen clean): immer noch starke Erschöpfung, leichte bis mittlere Schlafschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Nackenverspannung. Psychische Verfassung eher schlecht, aber leicht besser als als noch vor 3 Wochen.

Vorgeschichte:
Seit ca. Anfang 20 bis ca. Anfang 30 immer wieder kurzzeitig ADs (Cipralex, Sertralin, etc.), immer kalt abgesetzt, und Psychotherapie wegen Depressionen, Körperwahrnehmungsstörungen, allg. psychischen Problemen.
Ende 20 totaler Zusammenbruch mit Einweisung in Psychiatrie und danach kurzzeitig stationär in psychosomatischer Klinik.
in den letzten ca. 8 Jahren 2mal sehr kurzzeitig (wenige Tage) Bromazepam ohne Absetzprobleme, ansonsten keine ADs.

Jetzt (Alter: 42 J.):
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Straycat
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von Straycat »

Hallo georgy,

fein, dass du mittlerweile Fenster hast :) Und auch, dass du wieder besser und länger schlafen kannst. 7-8 Stunden ist ja schon wirklich schön :)
Meine Daumen sind gedrückt für die Lösung deines Problems :hug:

Liebe Grüße,
Cat
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
padma
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von padma »

hallo Georgy, :)

meine Daumen sind fest gedrückt. :hug:

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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georgy123
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von georgy123 »

Hallo,
Ihr seid echt alle so nett, das berührt mich richtig, weil man irgendwie spürt, dass es nicht nur so dahin gesagt ist, sondern wirklich von Herzen kommt. DANKE :)
LG georgy
Seit 16.1.2021 3mg Bromazepam täglich (manchmal auch 6 bzw. 9 mg täglich)
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-> 29.3 (4 Wochen clean): immer noch starke Erschöpfung, leichte bis mittlere Schlafschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Nackenverspannung. Psychische Verfassung eher schlecht, aber leicht besser als als noch vor 3 Wochen.

Vorgeschichte:
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Jetzt (Alter: 42 J.):
Trennung von Freundin (gemeinsames Kind) nach fast 18 Jahren Beziehung seit 3 Jahren nicht überwunden.
Traumatisches Ereignis Ende 2020 hat starke Depressionen und Suizidgedanken ausgelöst bzw. meine "Krankheit" wieder voll ausbrechen lassen.
Komme mit dem Leben im Moment einfach nicht mehr zurecht, im Alltag und Beruf überfordert, keine Freude mehr an nichts, totaler sozialer Rückzug, ständige Verzweiflung.
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von georgy123 »

Hallo!
Kurzes update:
5 Wochen clean. Physische Symptome verbessern sich weiterhin. Psyche nach wie vor am Boden.

LG georgy
Seit 16.1.2021 3mg Bromazepam täglich (manchmal auch 6 bzw. 9 mg täglich)
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-> 29.3 (4 Wochen clean): immer noch starke Erschöpfung, leichte bis mittlere Schlafschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Nackenverspannung. Psychische Verfassung eher schlecht, aber leicht besser als als noch vor 3 Wochen.

Vorgeschichte:
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Ende 20 totaler Zusammenbruch mit Einweisung in Psychiatrie und danach kurzzeitig stationär in psychosomatischer Klinik.
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Traumatisches Ereignis Ende 2020 hat starke Depressionen und Suizidgedanken ausgelöst bzw. meine "Krankheit" wieder voll ausbrechen lassen.
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