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Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch eine schöne Osterzeit mit möglichst entspannten Feiertagen und schönem Wetter.

Das Team ist während dieser Zeit u wahrscheinlich auch etwas länger anhaltend, aus verschiedenen Gründen personell stark unterbesetzt, so daß hauptsächlich nur administrative Aufgaben erledigt werden können.

Wir bitten Euch deshalb, verstärkt gegenseitig nach Euch zu schauen u zu unterstützen.

Danke für Euer Verständnis, liebe Grüße vom Team

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An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegenden Absetzinfos ein: Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von padma »

hallo Georgy, :)

klasse, dass du durch hälst. Ganz ohne Symptome geht es vermutlich nicht, es scheint aber eingermaßen noch im Rahmen zu sein.

Die Probleme, die du zuvor schon hattest, sind jetzt natürlich leider auch noch da. Da hast du jetzt zwei Baustellen. An dem belastenden Ereignis hast du sicher auch noch zu knappen.
Keine leichte Zeit.

Bleib dran, dann wird es Schritt für Schritt wieder besser werden.

liebe Grüsse,
padma
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georgy123
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von georgy123 »

Liebe padma,

vielen dank, dass du mir immer wieder gut zusprichst. Das motiviert ungemein und freut mich.
Ich bin jetzt seit 1 Woche clean. Körperliche Symptome waren heute gefühlt besser. Kaum Kopfweh, kaum bis kein Kribbeln, Magen geht auch besser. Psychisch bin ich im Moment leider noch kaum belastbar. Ich bin generell schnell erschöpft, Schläfe extrem schwer ein, aber irgendwann dann doch, wenn auch nur für maximal 5-6 Stunden mit jeder Stunde aufwachen. Hoffe, das legt sich bald und ich kann wieder 8 Stunden durchschlafen.

Glaubt ihr, dass jetzt noch eine Steigerung der Symptome zu erwarten ist?
Seit 16.1.2021 3mg Bromazepam täglich (manchmal auch 6 bzw. 9 mg täglich)
21.2 - 26.2. 1,5mg täglich
27.2 0,75mg
28.2 0,75 mg
1.3 0,75 mg
2.3 0 mg

-> 29.3 (4 Wochen clean): immer noch starke Erschöpfung, leichte bis mittlere Schlafschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Nackenverspannung. Psychische Verfassung eher schlecht, aber leicht besser als als noch vor 3 Wochen.

Vorgeschichte:
Seit ca. Anfang 20 bis ca. Anfang 30 immer wieder kurzzeitig ADs (Cipralex, Sertralin, etc.), immer kalt abgesetzt, und Psychotherapie wegen Depressionen, Körperwahrnehmungsstörungen, allg. psychischen Problemen.
Ende 20 totaler Zusammenbruch mit Einweisung in Psychiatrie und danach kurzzeitig stationär in psychosomatischer Klinik.
in den letzten ca. 8 Jahren 2mal sehr kurzzeitig (wenige Tage) Bromazepam ohne Absetzprobleme, ansonsten keine ADs.

Jetzt (Alter: 42 J.):
Trennung von Freundin (gemeinsames Kind) nach fast 18 Jahren Beziehung seit 3 Jahren nicht überwunden.
Traumatisches Ereignis Ende 2020 hat starke Depressionen und Suizidgedanken ausgelöst bzw. meine "Krankheit" wieder voll ausbrechen lassen.
Komme mit dem Leben im Moment einfach nicht mehr zurecht, im Alltag und Beruf überfordert, keine Freude mehr an nichts, totaler sozialer Rückzug, ständige Verzweiflung.
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von padma »

hallo Georgy, :)

das ist gut, dass die Symptome nachlassen.
Wissen kan man es natürlich nicht, aber ich bin zuversichtlich, dass nichts Schlimmes mehr nachkommt.
Bis du die Sache ganz überstanden hast, kann jedoch schon noch etwas dauern.

Schlafstörungen sind ganz typisch für den Benzoentzug, das wird wieder besser.
Die schnelle Erschöpfbarkeit wundert mich nicht, dein Körper hat den Entzug zu verkraften und die Psyche hat viel zu verarbeiten. Das kostet viel Kraft.

Hab Geduld mit dir und sei so fürsorglich mit dir, wie es dir möglich ist.

liebe Grüsse,
padma
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von georgy123 »

Hallo!
12. Tag clean heute.
Symptome werdenbesser. Kribbeln in Gliedmaßen fast weg, innere Unruhe wird auch besser (auch wenn ich noch, vor allem Abends Panikzustände bekomme), Schlaf wird langsam auch besserl, Kopfschmerzen nur mehr phasenweise, oft gar nichts mehr.. Verlangen nach Tabletten ist nicht da, was sicher ein gutes Zeichen ist.

Ich hoffe, dass ich aus den gröbsten raus bin.
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Vorgeschichte:
Seit ca. Anfang 20 bis ca. Anfang 30 immer wieder kurzzeitig ADs (Cipralex, Sertralin, etc.), immer kalt abgesetzt, und Psychotherapie wegen Depressionen, Körperwahrnehmungsstörungen, allg. psychischen Problemen.
Ende 20 totaler Zusammenbruch mit Einweisung in Psychiatrie und danach kurzzeitig stationär in psychosomatischer Klinik.
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von padma »

hallo Georgy, :)

das freut mich sehr zu hören. :D
Du machst das super.

liebe Grüsse,
padma
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von georgy123 »

Hallo!

16 tage ohne Tabletten. Symptome werden weiterhin besser bzw. schwächer. Der Kopf ist wieder etwas klarer. Einschlafen immer noch nicht leicht, immer noch häufiges Aufwachen, ABER: die Schlafdauer wird länger. Mittlerweile komme ich wieder auf 6-8 Stunden.
Ich habe leider heute erfahren, dass ich auf eine für mich extrem wichtige Sache, die hoffentlich viele meiner Probleme lösen wird, noch 6 Wochen warten muss (ich dachte, dass es nur mehr 14 Tage dauert), und der Gedanke, diese 6 Wochen jetzt abzusitzen macht mich fertig. Ich hoffe im Moment nur, dass die Zeit schnell vergeht.
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von padma »

hallo Georgy, :)

wie schauts aus bei dir?
Ich hoffe, es geht weiter aufwärts.

liebe Grüsse,
padma
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von georgy123 »

Hallo padma!
Ich habe im Moment echt eine schwere Zeit, und ich war mehr als einmal in Versuchung, eine Tab zu nehmen.
Bin aber immer noch clean, 3 Wochen jetzt.
Physische Symptome eigentlich weg. Psychisch gehts mir sehr schlecht, aber weniger wegen dem Entzug, sondern wegen meiner Probleme. Sowie vor den Tabletten auch..Den Entzug habe ich glaub ich durch.
Ich bin aber wie zuvor psychisch am Ende.
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von padma »

hallo Georgy, :)

es tut mir leid, dass es dir psychisch schlecht geht. Hast du denn die passende Unterstützung?
Leider gibt es solch schwere Zeiten im Leben, es braucht viel Geduld, da durchzukommen.

Klasse, dass du es geschafft hast, das Benzo nicht mehr zu nehmen :D . Es verschafft ja bestenfalls nur kurze Erleichterung, für die man dann aber bitter bezahlen muss.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft, :hug:
liebe Grüsse,
padma
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von georgy123 »

Hallo!
25 Tage clean. Körperlicher Entzug ist glaub ich vorbei.

Heute war ich bei einer Psychotherapeutin und werde jetzt eine Therapie machen, die Therapeuting verschreibt natürlich keine Tabletten.
Ich weiss nicht genau, was ich habe. Meine Exfreundin meint, ich habe eine massive psychische Störung und dass ich Psychopharmaka nehmen sollte. Ich bin sehr skeptisch, aber Frage mich, ob man eine massive psychische Erkrankung ohne Medikamente erfolgreich behandeln kann.
Bei mir ist es so, dass ich immer, wenn ich mit einem Ereignis nicht umgehen kann, so wie jetzt gerade, komplett zusammen breche und regelrecht durchdrehe. Das geht dann so ca. 2-3 Monate, bevor ich mich wieder halbwegs gefestigt habe. Ich habe auch massive Körperwahrnehmungsstörungen, die mich schon seit jeher belasten.
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Georgy,

du hast schon einiges geschafft, dafür ein großes "Respekt".

Ganz vorbei ist es sicher noch nicht, aber wenn du dein Nervensystem jetzt nicht noch heftig belastest, wird auch das
immer besser werden.

Psychopharmaka können keine psychische Erkrankung heilen/behandeln, sie können höchstens Symptome deckeln. Du weißt jetzt
dank des Forums das jedes Psychopharmaka eine Abhängigkeit hevorruft und langsam ausgeschlichen werden muss (ADs, Benzos, Neuroleptika etc.)
und kannst glücklicherweise eine informierte Entscheidung über eine Einnahme machen. Hier wird dir aber niemand zu einer Einnahme raten,
zuviel Leid bringt die Einnahme und besonders der Entzug dieser Medikamente. Egal was die Ärzte einem "auftischen" wollen.

Du hast sicher schon im Forum quer gelesen und kennst die Qualen vieler Betroffenen hier. Glaub mir, das möchtest du nicht auch noch durchleben.

Liebe Grüße

Niemandsland
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von padma »

hallo Georgy, :)
Bei mir ist es so, dass ich immer, wenn ich mit einem Ereignis nicht umgehen kann, so wie jetzt gerade, komplett zusammen breche und regelrecht durchdrehe. Das geht dann so ca. 2-3 Monate, bevor ich mich wieder halbwegs gefestigt habe. Ich habe auch massive Körperwahrnehmungsstörungen, die mich schon seit jeher belasten.
Könnte es sein, dass du an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leidest? Was du schilderst, hört sich für mich danach an.
Auch "massive psychische Störungen" können durch Psychotherapie behandelt werden. Psychopharmaka sind ja eigentlich keine Behandlung, da sie nicht an der Ursache ansetzen.

liebe Grüsse,
padma
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von georgy123 »

Hallo!
Danke für eure Antworten.
Ich will eigentlich auch keine Psychopharmaka nehmen. Ich hoffe, dass die Therapie bei mir etwas bewirkt.
Ich habe in der Vergangenheit immer wieder mal ADs genommen, das letzte Mal so vor ca 10 Jahren. Immer nur wenige Wochen, Cipralex, Seroquel zB.
Ich habe es immer wieder selbst abgesetzt, weil irgendwas in mir sich dagegen gesträubt hat. Habe nie großartige Absetzsymptome gehabt, obwohl immer kalt abgesetzt, ausser bei Cipralex elektrische Schläge im Kopf.
Ich habe mich leider nie konsequent mit meinen Problemen auseinandergesetzt, nie die Ursachen aufgearbeitet.
Ob ich eine posttraumatische Belastungsstörung habe, kann ich nicht sagen. Mir ist eigentlich nie etwas so furchtbares passiert, wo man sowas erwarten würde (Missbrauch, etc.). Die Therapeutin findet es jetzt vielleicht heraus, was mit mir los ist.
Seit 16.1.2021 3mg Bromazepam täglich (manchmal auch 6 bzw. 9 mg täglich)
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Georgy,

oft kann man ADs nach nur wenigen Wochen Einnahme recht unkompliziert wieder loswerden.
Auch das ist allerdings nicht bei jedem der Fall.
Eine Therapie setzt immer darauf die Umstände/Hintergründe, welche diese Probleme verursacht haben zu ändern bzw. aufzuarbeiten.
Ich denke es ist richtig das du diese Ursachen therapeutisch angehen willst! Gib dem ruhig mehr Zeit, sowas ist nicht in ein paar
Wochen getan.

Lass dir bloß keine weiteren Psychopharmaka aufschwatzen...ist jedenfalls meine Meinung.

Liebe Grüße!

Niemandsland
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von georgy123 »

Ich wolk es eigentlich auch ohne ADs probieren. Viele, meine Exfreundin zb, sind halt der Meinung, dass psychische Krankheiten an einer Störung im Gehirn liegen, und ADs diese Störung beheben.
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von padma »

hallo Georgy, :)

es gibt keinerlei Belege für eine Störung im Gehirn. Eine solche konnte trotz massiver Forschung bisher nicht gefunden werden.
Die Serotoninmangelhypothese, die über viele Jahre verkündet wurde, ist mittlerweilen widerlegt.

Es ist eher so, dass AD und Co die natürlichen Abläufe im Gehirn stören und aus einem gesunden Gehirn ein pathologisch verändertes machen.

Allein den Begriff "psychische Krankheiten" halte ich in vielen Fällen für fragwürdig. Menschen sind unterschiedlich, manche sind besonders sensibel und tun sich schwerer damit Belastungen zu verarbeiten.

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Beitrag von georgy123 »

Hallo!
habe jetzt fast 4 Wochen (27 tage) ohne Benzos hinter mir. Dachte eigentlich, dass das nun vorbei ist, aber um ehrlich zu sein, ich spüre immer noch was.
Zuerst einmal leide ich immer noch unter andauernder Erschöpfung. Dazu kommt Appetitlosigkeit (ich zwinge mich aber zum Essen), Kopfschmerzen (phasenweise recht stark), Ziehen im Nacken, und (mittlerweile seltener) Einschlafen von Händen (öfter) und Füssen (seltener).
Schlafen (ein- und durchschlafen) geht von Woche zu Woche besser. Ich wache mittlerweile nur mehr 1-2 mal in der Nacht auf und komme auch auf 7-8 Stunden Schlaf.
Psychisch gehts zwar minimal besser, aber noch lange nicht gut.
Es ist alles auszuhalten, aber es ist schon sehr unangenehm. Ich hoffe, dass es bald komplett vorbei ist. Ich meine, 4 Wochen abstinent nach 6 Wochen Einnahme ist doch schon relativ lange, oder?

lg georgy
Seit 16.1.2021 3mg Bromazepam täglich (manchmal auch 6 bzw. 9 mg täglich)
21.2 - 26.2. 1,5mg täglich
27.2 0,75mg
28.2 0,75 mg
1.3 0,75 mg
2.3 0 mg

-> 29.3 (4 Wochen clean): immer noch starke Erschöpfung, leichte bis mittlere Schlafschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Nackenverspannung. Psychische Verfassung eher schlecht, aber leicht besser als als noch vor 3 Wochen.

Vorgeschichte:
Seit ca. Anfang 20 bis ca. Anfang 30 immer wieder kurzzeitig ADs (Cipralex, Sertralin, etc.), immer kalt abgesetzt, und Psychotherapie wegen Depressionen, Körperwahrnehmungsstörungen, allg. psychischen Problemen.
Ende 20 totaler Zusammenbruch mit Einweisung in Psychiatrie und danach kurzzeitig stationär in psychosomatischer Klinik.
in den letzten ca. 8 Jahren 2mal sehr kurzzeitig (wenige Tage) Bromazepam ohne Absetzprobleme, ansonsten keine ADs.

Jetzt (Alter: 42 J.):
Trennung von Freundin (gemeinsames Kind) nach fast 18 Jahren Beziehung seit 3 Jahren nicht überwunden.
Traumatisches Ereignis Ende 2020 hat starke Depressionen und Suizidgedanken ausgelöst bzw. meine "Krankheit" wieder voll ausbrechen lassen.
Komme mit dem Leben im Moment einfach nicht mehr zurecht, im Alltag und Beruf überfordert, keine Freude mehr an nichts, totaler sozialer Rückzug, ständige Verzweiflung.
3/2021 Therapie angefangen
padma
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von padma »

hallo Georgy, :)

es tut mir leid, dass du noch Entzugssymptome hast, ungewöhnlich ist es allerdings nicht.

Das ZNS und der Organismus hatten sich ja auf das Benzo eingestellt, die erneute Umstellung nun wieder ohne klar zu kommen, braucht Zeit. Siehe auch: viewtopic.php?p=183227#p183227

4 Wochen nach 0 ist leider noch nicht lange.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von georgy123 »

Hallo padma!

Ich meinte im Verhältnis zur Einnahmedauer von 6 Wochen sind 4 Wochen Abstinenz doch schon ein ordentlicher Zeitraum, oder? Irgendewo habe ich die Faustformel Jahre/Konsum entspricht gleicher Anzahl Monate Entzug, bzw Monate/Konsum entspricht gleicher Anzahl Wochen/Entzug gelesen. Stimmt offenbar nicht.
Das schlimmste ist im Moment die Erschöpfung. Bin gerade heim, weil ich nicht mehr weiter arbeiten konnte, bin total ausgelaugt und schwach.
Ich kann einfach nicht fassen, dass 6 Wochen in moderater Dosierung solange nachhängen.
Seit 16.1.2021 3mg Bromazepam täglich (manchmal auch 6 bzw. 9 mg täglich)
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-> 29.3 (4 Wochen clean): immer noch starke Erschöpfung, leichte bis mittlere Schlafschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Nackenverspannung. Psychische Verfassung eher schlecht, aber leicht besser als als noch vor 3 Wochen.

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in den letzten ca. 8 Jahren 2mal sehr kurzzeitig (wenige Tage) Bromazepam ohne Absetzprobleme, ansonsten keine ADs.

Jetzt (Alter: 42 J.):
Trennung von Freundin (gemeinsames Kind) nach fast 18 Jahren Beziehung seit 3 Jahren nicht überwunden.
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Niemandsland
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Re: georgy123: Ausschleichen nach 6 Wochen Bromazepam notwendig?

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Georgy,

ich weiß nicht wo du das gelesen hast, es ist aber leider nicht der Fall.
Du kannst dir aber sicher sein, das es Entzugssymptome sind. Jetzt dafür ein anderes (abhängig machendes) Psychopharmaka zu nehmen,
wäre kontraproduktiv und würde irgendwann wieder in einem langem Entzug enden (fals es überhaupt hilft).

Dennoch glaube ich, dass deine Entzugssymptome nicht für eine exorbitant lange Zeit anhalten werden, da deine Einnahmedauer wirklich recht kurz war. Du solltest versuchen weiter durchzuhalten (ich weiß, wie schwer das sein kann) und dein Nervensystem zu schonen wo immer möglich. Du wirst merken das die Wellen immer kürzer und die Fenster immer länger werden.

Liebe Grüße

Niemandsland
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"Alt ist man erst, wenn man mehr Freude an der Vergangenheit hat als an der Zukunft!"

Euer Behandler erkennt Entzugssymptome nicht an? Zeigt ihm diese Patienteninformation -> viewtopic.php?p=401827#p401827
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