Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->



Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch eine schöne Osterzeit mit möglichst entspannten Feiertagen und schönem Wetter.

Das Team ist während dieser Zeit u wahrscheinlich auch etwas länger anhaltend, aus verschiedenen Gründen personell stark unterbesetzt, so daß hauptsächlich nur administrative Aufgaben erledigt werden können.

Wir bitten Euch deshalb, verstärkt gegenseitig nach Euch zu schauen u zu unterstützen.

Danke für Euer Verständnis, liebe Grüße vom Team

---

An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegenden Absetzinfos ein: Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

Lillifee1487: Leben zerstört durch Antidepressiva wird es besser? (Venlafaxin, Mirtazapin)

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Antworten
Lillifee1487
Beiträge: 0
Registriert: 26.03.2021 12:27

Lillifee1487: Leben zerstört durch Antidepressiva wird es besser? (Venlafaxin, Mirtazapin)

Beitrag von Lillifee1487 »

Hallo,

ich heisse Steffi und bin 33 Jahre alt und habe 2 Kinder. etzten Sommer habe ich angefangen, Setralin zunehmen geringste Dosis. Ich war zu diesem Zeitpunkt ständig traurig und konnte die Affäre meines Mannes mit meiner Schwägerin nicht verarbeiten. Ich dachte es hilft mir wenn ich ein paar Monate Antidepressiva nehme.

2 Tage nach Beginn ging gar nichts mehr ich bin in einer Derealisation gefallen ich konnte mich nicht mehr rühren nichts. Ich bin dann in die Klinik wo man das Setralin absetzte und mir Mirtazepin und Queatepin gab. Am Anfang habe ich Tsvor bekommen mir ging es so gut ich war voller Lebenslust alles wie früher. Die Ärtze dachten schon sie können mich nach Hause lassen. Als das Tavor weg war kam die Derealisation wieder. Ich war auf einmal wieder total Krafrlos. Fühlte mich aber nicht depressiv. Ich hatte das Gefühl dass es ehr Angst ist.

Nach 8 Wochen haben sie mich entlassen weil es keine Fortschritte gab. Sodann suchte ich meine Psychaterin auf. Diese war auch der Meinung, dass es keine Depression sondern eine Angststörung ist sie verschrieb mir zusätzlich Venlafaxin.

Also nahm ich 45 mg Mirta und nach einiger Zeit 75 mg Venla zudem 25 mg Quetiapi. Ich bin bei meiner Schwester eingezogen da ich mich nach der Klinik von meinem Mann getrennt habe. An dem Tsg des Einzugs dort ging es mir besser. Ab und an Schmerzen im Nacken und Kraftlosigkeit aber durch meine Schwester hatte ich wieder Halt. Wir haben 8 Wochen dort gelebt in der Zeit habe ich auch einen wundervollen Mann kennengelernt. Ich bin mit den Kindern wieder nach Hause gezogen. Dann kam der erste Rückfall von Angst. Das Venla wurde nochmals um 37,5 erhöht. Nun ist es aktuell so dass es mir ab und an mal eine Woche gut geht und von heute auf morgen spannen sich meine Muskeln so sehr an, mir wird übel und ich fühle mich als ob ich nicht da wäre und bin zudem kraftlos. Meist dauert es 2 Wochen bis es wieder für ein paar Tage gut ist . Da ich das Mirtazepin einige male vergessen habe und gemerkt habe, dass ich dann nicht mehr so müde bin habe ich es ich gebe zu etwas zu schnell abgesetzt. Seit 2 Wochen bin ich auf Null und nehme nur noch Venla. Das Quetiapin habe ich schon bei meiner Schwester abgesetzt, da ich nachts meinen kleinen nicht mehr hörte Mir geht es nun aber wieder richtig blöd. Ich schwitzte mir ist übel, ich kann kaum reagieren bin wie benommen. Seit fast einem Jahr kämpfe ich jetzt obwohl ich jetzt so glücklich sein könnte kommt es immer und immer wieder. Ich sehe keine Zukunft mehr ich habe Angst meine Kinder zu verlieren weil ich bald gar nicht mehr reagieren kann. Was ist los mit mir? Kennt einer solch komische Symptome?
Zuletzt geändert von padma am 26.03.2021 17:07, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Benutzernamen und Wirkstoffe ergänzt
Niemandsland
Beiträge: 327
Registriert: 07.05.2020 02:30
Wohnort: Niemandsland
Hat sich bedankt: 501 Mal
Danksagung erhalten: 504 Mal

Re: Leben zerstört durch Antidepressiva wird es besser?

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Lillifee,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße

Niemandsland
► Text zeigen
"Alt ist man erst, wenn man mehr Freude an der Vergangenheit hat als an der Zukunft!"

Euer Behandler erkennt Entzugssymptome nicht an? Zeigt ihm diese Patienteninformation -> viewtopic.php?p=401827#p401827
Herbstwind
Beiträge: 78
Registriert: 02.12.2020 19:38
Hat sich bedankt: 43 Mal
Danksagung erhalten: 47 Mal

Re: Leben zerstört durch Antidepressiva wird es besser?

Beitrag von Herbstwind »

Hallo und herzlich willkommen!

Das benommen sein kann eine Spätfolge sein. Wie lange das anhalten wird, kann keiner sagen.

Gruß, Herbstwind
Psychopharmaka, die ich eingenommen habe:

09/1995 - 04/1996: Haloperidol, 21 Tropfen pro Tag (2,1 mg) wegen Wutanfällen, die ich hatte, weil ich in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Heimweh hatte), Promethazin gegen die durch Haloperidol ausgelösten Schlafstörungen, Levomepromazin als Bedarfsmedikation

Ende 1999 - Frühling 2000: Sulpirid gegen Schwindel (der eigentlich Erschöpfung war) und zur Antriebssteigerung, 200 mg pro Tag

Juni 2001 - Sommer 2002: Fluvoxamin, erst eindosiert auf 125 mg pro Tag, dann wegen Unruhe 75 mg pro Tag
Sommer 2002 - Februar 2003: Fluvoxamin 300 mg pro Tag

Herbst 2002: ca. 4 Wochen lang zusätzlich Clomipramin (geringe Dosis, um ein Serotonin-Syndrom zu vermeiden)
Zusätzlich Lorazepam und/oder Diazepam und/oder Oxazepam als Bedarf

Februar 2003 - April 2004: Paroxetin, erst 20, später 40 mg oder mehr (genaue Dosierung weiß ich nicht mehr)
Zusätzlich Lorazepam und/oder Diazepam und/oder Oxazepam als Bedarf, außerdem kurzzeitig Levomepromazin und Promethazin als Festmedikation, sowie später als Bedarf

März 2003 - Mai 2003: Risperidon, (Dosierung weiß ich nicht mehr genau, ich glaube 2 mg pro Tag)

Seit Juli 2003: Carbamazepin Retard, anfangs geringe bis normale Dosis, später 1200 mg pro Tag, von Mitte/Ende 2004 bis Frühsommer 2006 auf 900 mg pro Tag reduziert, seitdem offizielle Erhaltungsdosis
Anfangs kurzzeitiger Wechsel auf Valproat, dann aber wieder zu Carbamazepin Retard zurück, obwohl weder das eine noch das andere gegen die Wirkung der SSRI-Antidepressiva ankamen. Dafür wurden sie mir aber gegeben bzw. offiziell gegen eine Persönlichkeitsstörung, mein Verhalten war aber so extrem wegen der SSRI-Antidepressiva.

Sommer 2003 - Anfang 2005: Chlorprothixen als Bedarfsmedikation (Dosierung weiß ich nicht mehr genau, ich glaube, es waren 50 mg)

August 2003 - September 2003: Perazin (Dosierung weiß ich nicht mehr)

Herbst 2003: Ca. 4 Wochen lang Ziprasidon (Dosierung weiß ich nicht mehr)

April 2004 - Juli 2004: Escitalopram (Dosierung weiß ich nicht mehr)

Seit 2005: Promethazin als Bedarf, zwischendurch Pipamperon als Bedarf, Letzteres aber nie genommen, dann wieder Promethazin als Bedarf

April 2012 - Mai 2012: Haloperidol 10 mg pro Tag

Seit November 2014: Diazepam als Bedarf

Von September 2015 - Februar 2019: Carbamazepin Retard eigenmächtig reduziert (die genauen Schritte weiß ich nicht mehr, ich habe von September 2015 - Februar 2016 langsam runterdosiert) bis auf 150 mg pro Tag. Seit Februar 2019 wieder offizielle Dosis

Ende Januar 2021 - Mitte März 2021 : Carbamazepin Retard von 2 Mal 450 mg pro Tag reduziert auf 2 Mal 150 mg pro Tag
Straycat
Moderatorenteam
Beiträge: 6216
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 4715 Mal
Danksagung erhalten: 3113 Mal

Re: Lillifee1487: Leben zerstört durch Antidepressiva wird es besser? (Venlafaxin, Mirtazapin)

Beitrag von Straycat »

Liebe Steffi,

auch von mir herzlich willkommen bei uns.
Es ist sehr wichtig, dass du mal eine Signatur anlegst (wie das geht, hat dir Niemandsland :) verlinkt).
Du hast einige Präparate genommen und abgesetzt und da ist es idR sehr schwer zu sagen, was wovon genau kommt. Wenn man da mal mehr Durchblick hat (mit Hilfe der Signatur), kann man dir vielleicht besser Feedback geben.

Die Symptome, die du beschreibst, können sowohl NW sein, als auch Absetzsymptome - wie schon geschrieben, ist das schwer auseinander zu halten.
Aber in der Regel gehen solche Symptome auch wieder weg, wenn sie durch Psychopharmaka (PP) ausgelöst wurden. Es kann aber sein, dass du dafür eine Menge Geduld benötigen wirst.

Alles Liebe,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Antworten