Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->



Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch eine schöne Osterzeit mit möglichst entspannten Feiertagen und schönem Wetter.

Das Team ist während dieser Zeit u wahrscheinlich auch etwas länger anhaltend, aus verschiedenen Gründen personell stark unterbesetzt, so daß hauptsächlich nur administrative Aufgaben erledigt werden können.

Wir bitten Euch deshalb, verstärkt gegenseitig nach Euch zu schauen u zu unterstützen.

Danke für Euer Verständnis, liebe Grüße vom Team

---

An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegenden Absetzinfos ein: Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

EnyK: Mal wieder Venlafaxin

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Antworten
EnyK
Beiträge: 3
Registriert: 26.03.2021 14:10
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

EnyK: Mal wieder Venlafaxin

Beitrag von EnyK »

Hallo zusammen,

ich bin Eny, 34 Jahre alt und habe ein Problem mit dem SNRI Venlafaxin.
Ich habe seit der Jugend durch einmaligen Drogenkonsum des Öfteren Panikattacken.
Ca. 2015 habe ich von meiner Hausärztin Venlafaxin 75 bekommen und es ging mir sehr gut. Nicht eine einzige Attacke mehr. Dazu auch Gesprächstherapie, die aber nicht ganz so toll war. Anfang 2020 habe ich das Venlafaxin abgesetzt. Habe es natürlich falsch gemacht. Einfach immer eine 37.5 genommen, wenn Nebenwirkungen kamen. Das waren mal zwei Tage, dann drei usw... Irgendwann konnte ich es ganz weglassen.

Mitte November 2020 habe ich dann die stärkste Attacke meines Lebens gehabt. Absolute Katastrophe im Kopf. Auslöser war wohl akuter Stress, starke körperliche Belastung und viel drumherum zu der Zeit. Also wieder zur Ärztin, Venlafaxin geholt. Und damit begann der Horror.
Bis Silvester 20/21 konnte ich eigentlich nur im Bett liegen und hoffen, dass es bald vorbei ist. Von Depersonalisierung, über Panik bis in die Haarspitzen, bis 24h Übelkeit war alles dabei. Zwischenzeitlich wirklich nur mit Tavor auszuhalten (Von denen ich in den paar Wochen nur 4 oder 5 genommen habe, keine Sorge). Habe in der Zeit fast 15kg abgenommen, weil ich nichts essen konnte. Habe aber brav meine Venlafaxin genommen, müssen ja irgendwann wirken.
Nun ist es seit Anfang des Jahres ein Auf und Ab zwischen Daueranspannung/Angst/Nervosität/Innere Unruhe und relativ normal fühlen. Diese Symptome hatte ich noch nie, außer vielleicht vor Prüfungen oder wichtigen Dingen, aber im normalen Rahmen.

Nun ist es ja so, dass ich eine(!) Panikattacke an einem Freitag hatte, wo am Wochenende wieder alles gut war und ich seit dem Montag Venlafaxin habe und nicht wirklich ins normale Leben zurückfinde. Mache seit Anfang März eine Verhaltenstherapie, bin da noch am Anfang.
Aber ich möchte mein normales Leben wiederhaben wie vor der Panikattacke bzw. dem Venlafaxin.

Nun mache ich mir natürlich Gedanken, ob diese ganze Sch.... nur von dem Medikament kommt und beginne es gerade abzusetzen (Kügelchen zählen). Alle 10 Tage 12.5mg weniger.

Was meint ihr dazu, neue (Grund)Erkrankung oder reine Symptome vom Medikament?
Würde mich sehr über Meinungen freuen :)
34 Jahre alt, weiblich
Seit 2005 leichte Panikattacken, alle paar Wochen mal eine, nicht dramatisch
2015 stärke werdende Attacken, 37,5mg Venlafaxin, keine Nebenwirkungen
2016 Erhöhung auf 75mg Venlafaxin, keine Panikattacken mehr, keine Nebenwirkungen
Mitte 2019 Abruptes Runterdosieren auf 37,5mg Venlafaxin, keine Absetzerscheinungen
04/2020 - 06/2020 Komplettes Absetzen, immer 37,5mg Venlafaxin wenn Brainzaps/Unruhe. Sonst keine Absetzerscheinungen.
06/2020 Venlafaxin komplett weg
11/2020 Heftigste Panikattacke, 3 Tage später 37,5mg Venlafaxin, dann 5 Tage später 75mg. Starke Nebenwirkungen: Schwindel, Panik, Herzrasen, Herzklopfen, Extrasystolen, Hypertonie (bis 170 sys.), Derealisation, Unruhe, Appetitlosigkeit (15kg abgenommen), Übelkeit, Depression, Schlafstörungen, Schwitzen, Mundtrockenheit, Missempfindungen. Nur noch im Bett gelegen, zu sonst nichts fähig gewesen
01/2021 Schrittweise Beruhigung der NW, geblieben ist zeitweise Unruhe, Übelkeit, Ängstlichkeit, leichte Panikattacken.
15.03.2021 Reduzierung auf 62,5mg Venlafaxin, keine Absetzerscheinungen, weiterhin zeitweise Unruhe, Übelkeit, Ängstlichkeit, leichte Panikattacken.
Niemandsland
Beiträge: 327
Registriert: 07.05.2020 02:30
Wohnort: Niemandsland
Hat sich bedankt: 501 Mal
Danksagung erhalten: 504 Mal

Re: EnyK: Mal wieder Venlafaxin

Beitrag von Niemandsland »

Hallo EnyK,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße

Niemandsland
► Text zeigen
"Alt ist man erst, wenn man mehr Freude an der Vergangenheit hat als an der Zukunft!"

Euer Behandler erkennt Entzugssymptome nicht an? Zeigt ihm diese Patienteninformation -> viewtopic.php?p=401827#p401827
padma
Moderatorenteam
Beiträge: 23784
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 13573 Mal
Danksagung erhalten: 8494 Mal

Re: EnyK: Mal wieder Venlafaxin

Beitrag von padma »

hallo Enyk, :)

auch von mir willkommen.

Es hört sich für mich so an, als ob du die erneute Einnahme von Venlafaxin nicht vertragen hättest. Du bist vermutlich viel zu hoch wieder eingestiegen, nachdem du fast ein Jahr auf 0 warst. Nach einem solch langen Zeitraum ist eine Unverträglichkeit nicht selten.
und beginne es gerade abzusetzen (Kügelchen zählen). Alle 10 Tage 12.5mg weniger.
Dieses Tempo ist vermutlich zu schnell. Auch wenn du unter Unverträglichkeitssymptomen leidest, ist zu schnelles Absetzen riskant. Es hängt jetzt davon ab, wie schwerwiegend deine aktuelle Symptome sind.

Wie viel nimmst du denn aktuell? Bitte erstelle noch eine genaue Signatur, damit wir mehr dazu sagen können.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
► Text zeigen


Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

EnyK
Beiträge: 3
Registriert: 26.03.2021 14:10
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: EnyK: Mal wieder Venlafaxin

Beitrag von EnyK »

Genau das dachte ich mir schon. Eigentlich hätte ich es schon nach einer Woche sein lassen sollen. Aber das ist ja das Dilemma, wenn es ein Mal gut gewirkt hat.
Momentan geht es mir zuhause und bei normalen Aktivitäten recht gut. Ab und zu halt diese Unruhe und leicht Ängstlichkeit. Aber das ist auszuhalten.
Aber sobald es Richtung Arbeit geht (wo die letzte Panikattacke passiert ist) wird es wieder ekelig. Hatte die Woche ein Gespräch mit meinem Arbeitgeber und habe es gerade so ausgehalten. Da hab ich aber zum Glück volle Unterstützung und ich geh da sehr offen mit um.

Habe jetzt gerade mal dieses Diagramm gesehen, wieviel Rezeptoren bei welcher Dosierung noch besetzt sind. Das ist ja der Hammer...
Weiß noch nicht so genau wie ich das für meinen Fall interpretieren soll. Werde aber erstmal jetzt bei 62.5mg bleiben und jeweils nach 20 Tagen 12.5mg weniger nehmen bzw. schauen wie es mir geht und davon abhängig machen.

Die große Frage ist natürlich, wie komm ich aus dem Mist wieder raus? Kommt es überhaupt "nur" von dem Venlafaxin oder ist es ein Symptom was ohne Venlafaxin auch da wäre? Die Frage quält mich schon langsam, aber ich glaube ich werde gar keine Antwort darauf bekommen können. Ganz schöner Mist.

Signatur werde ich heute erstellen und danke schonmal :)
34 Jahre alt, weiblich
Seit 2005 leichte Panikattacken, alle paar Wochen mal eine, nicht dramatisch
2015 stärke werdende Attacken, 37,5mg Venlafaxin, keine Nebenwirkungen
2016 Erhöhung auf 75mg Venlafaxin, keine Panikattacken mehr, keine Nebenwirkungen
Mitte 2019 Abruptes Runterdosieren auf 37,5mg Venlafaxin, keine Absetzerscheinungen
04/2020 - 06/2020 Komplettes Absetzen, immer 37,5mg Venlafaxin wenn Brainzaps/Unruhe. Sonst keine Absetzerscheinungen.
06/2020 Venlafaxin komplett weg
11/2020 Heftigste Panikattacke, 3 Tage später 37,5mg Venlafaxin, dann 5 Tage später 75mg. Starke Nebenwirkungen: Schwindel, Panik, Herzrasen, Herzklopfen, Extrasystolen, Hypertonie (bis 170 sys.), Derealisation, Unruhe, Appetitlosigkeit (15kg abgenommen), Übelkeit, Depression, Schlafstörungen, Schwitzen, Mundtrockenheit, Missempfindungen. Nur noch im Bett gelegen, zu sonst nichts fähig gewesen
01/2021 Schrittweise Beruhigung der NW, geblieben ist zeitweise Unruhe, Übelkeit, Ängstlichkeit, leichte Panikattacken.
15.03.2021 Reduzierung auf 62,5mg Venlafaxin, keine Absetzerscheinungen, weiterhin zeitweise Unruhe, Übelkeit, Ängstlichkeit, leichte Panikattacken.
padma
Moderatorenteam
Beiträge: 23784
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 13573 Mal
Danksagung erhalten: 8494 Mal

Re: EnyK: Mal wieder Venlafaxin

Beitrag von padma »

hallo Enyk, :)
Momentan geht es mir zuhause und bei normalen Aktivitäten recht gut. Ab und zu halt diese Unruhe und leicht Ängstlichkeit. Aber das ist auszuhalten.
Das ist schon mal gut.
Aber sobald es Richtung Arbeit geht (wo die letzte Panikattacke passiert ist) wird es wieder ekelig.
Da spielen wahrscheinlich psychologische Faktoren eine grosse Rolle, die Angst vor der Angst. Gut, dass du damit offen umgehen kannst. Vermeiden wäre eher kontraproduktiv.

Wir haben einen thread mit Erfahrungen und Tipps zum Umgang mit Angst und Panik. Du findest ihn über de Themenübersicht "Was finde ich wo im Forum" ( oben angepinnt)
Werde aber erstmal jetzt bei 62.5mg bleiben und jeweils nach 20 Tagen 12.5mg weniger nehmen bzw. schauen wie es mir geht und davon abhängig machen.
Das ist viel schneller als wir empfehlen. Deine NW sind ja einigermaßen im Rahmen, daher würde ich nicht so schnell vorgehen.

Du hast vermutlich ein Präparat mit nur drei kleinen Pellets drin? Das ist zum Ausschleichen ungeeignet, lies dich bitte in die Kügelchenmethode ein.

Angst und Panik ist auch ein mögliches Absetzsymptom, ich hielte es für wirklich sicherer langsamer vorzugehen.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
► Text zeigen


Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

EnyK
Beiträge: 3
Registriert: 26.03.2021 14:10
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: EnyK: Mal wieder Venlafaxin

Beitrag von EnyK »

Ich habe die mit 6 Pellets drin. Also jeweils 12,5mg. Werde auf jeden Fall beim nächsten Rezept drauf achten bzw. das so besorgen, dass ich die kleinen Kügelchen bekomme.

Naja, die Angst und Panik hab ich ja auch schon vor dem Absetzen bekommen. Ich möchte halt rausfinden, ob es nur an den Tabletten liegt oder ob es wirklich so eine starke Angst vor der Angst ist.
34 Jahre alt, weiblich
Seit 2005 leichte Panikattacken, alle paar Wochen mal eine, nicht dramatisch
2015 stärke werdende Attacken, 37,5mg Venlafaxin, keine Nebenwirkungen
2016 Erhöhung auf 75mg Venlafaxin, keine Panikattacken mehr, keine Nebenwirkungen
Mitte 2019 Abruptes Runterdosieren auf 37,5mg Venlafaxin, keine Absetzerscheinungen
04/2020 - 06/2020 Komplettes Absetzen, immer 37,5mg Venlafaxin wenn Brainzaps/Unruhe. Sonst keine Absetzerscheinungen.
06/2020 Venlafaxin komplett weg
11/2020 Heftigste Panikattacke, 3 Tage später 37,5mg Venlafaxin, dann 5 Tage später 75mg. Starke Nebenwirkungen: Schwindel, Panik, Herzrasen, Herzklopfen, Extrasystolen, Hypertonie (bis 170 sys.), Derealisation, Unruhe, Appetitlosigkeit (15kg abgenommen), Übelkeit, Depression, Schlafstörungen, Schwitzen, Mundtrockenheit, Missempfindungen. Nur noch im Bett gelegen, zu sonst nichts fähig gewesen
01/2021 Schrittweise Beruhigung der NW, geblieben ist zeitweise Unruhe, Übelkeit, Ängstlichkeit, leichte Panikattacken.
15.03.2021 Reduzierung auf 62,5mg Venlafaxin, keine Absetzerscheinungen, weiterhin zeitweise Unruhe, Übelkeit, Ängstlichkeit, leichte Panikattacken.
padma
Moderatorenteam
Beiträge: 23784
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 13573 Mal
Danksagung erhalten: 8494 Mal

Re: EnyK: Mal wieder Venlafaxin

Beitrag von padma »

hallo EnyK, :)

es kann ja eine Kombination aus beidem sein. Wenn sich die absetzbedingte Angst gelegt hat, kannst du das, was an Angst dann noch da ist, bearbeiten.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
► Text zeigen


Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

EnyK
Beiträge: 3
Registriert: 26.03.2021 14:10
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: EnyK: Mal wieder Venlafaxin

Beitrag von EnyK »

Hallo nochmal,

Tja... wer nicht hören will muss fühlen. Das habe ich gestern gemerkt.
Habe ja von 75mg auf 62.5mg reduziert, ein paar schlechte Tage gehabt (nix wildes) und dann ging es wieder.
Habe dann vor ca. 3 oder 4 Wochen auf 50mg reduziert, ein paar schlechte Tage gehabt und von da an ging es mir sehr gut. Also gute drei Wochen völlig symptomfrei. Also vor 5 Tagen auf 37.5mg reduziert, aber nichts gemerkt.
Bis gestern, als mich morgens eine üble Panikattacke aus dem nichts heraus versuchte zu packen. Da ich aber dank Therapie das Ganze ganz gut im Griff habe, dauert es nicht lange und es gesellten sich Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schüttelfrost dazu. Da war sie also wieder, die absolute Katastrophe.
Den ganzen Tag gestern ging es mir beschi**en, heute morgen fing es wieder an, aber ich glaube es legt sich langsam wieder.
Habe gestern dann sofort wieder auf 50mg hochdosiert und werde jetzt erstmal komplett stabil werden damit.

Habe jetzt auch extrem viel gelesen im Forum und denke, mein Problem liegt beim ersten Entzug.
Viel zu schnell, viel zu viel hin und her. Dann ein paar Monate vermeintlich Ruhe bis zum Zusammenbruch.

Dann kam der zweite Fehler, das wieder hochdosiieren auf 75mg. Alles was von da an folgte, sehe ich mittlerweile als Symptome meines Nervensystems irgendwie mit diesem Chaos klar zu kommen.
Werde jetzt erstmal bei 50 bleiben bis alles sehr stabil ist und dann gaaaanz langsam und sachte runtergehen. Werde berichten
Zuletzt geändert von Jamie am 21.04.2021 14:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt, Kraftausdruck mit Stern versehen
34 Jahre alt, weiblich
Seit 2005 leichte Panikattacken, alle paar Wochen mal eine, nicht dramatisch
2015 stärke werdende Attacken, 37,5mg Venlafaxin, keine Nebenwirkungen
2016 Erhöhung auf 75mg Venlafaxin, keine Panikattacken mehr, keine Nebenwirkungen
Mitte 2019 Abruptes Runterdosieren auf 37,5mg Venlafaxin, keine Absetzerscheinungen
04/2020 - 06/2020 Komplettes Absetzen, immer 37,5mg Venlafaxin wenn Brainzaps/Unruhe. Sonst keine Absetzerscheinungen.
06/2020 Venlafaxin komplett weg
11/2020 Heftigste Panikattacke, 3 Tage später 37,5mg Venlafaxin, dann 5 Tage später 75mg. Starke Nebenwirkungen: Schwindel, Panik, Herzrasen, Herzklopfen, Extrasystolen, Hypertonie (bis 170 sys.), Derealisation, Unruhe, Appetitlosigkeit (15kg abgenommen), Übelkeit, Depression, Schlafstörungen, Schwitzen, Mundtrockenheit, Missempfindungen. Nur noch im Bett gelegen, zu sonst nichts fähig gewesen
01/2021 Schrittweise Beruhigung der NW, geblieben ist zeitweise Unruhe, Übelkeit, Ängstlichkeit, leichte Panikattacken.
15.03.2021 Reduzierung auf 62,5mg Venlafaxin, keine Absetzerscheinungen, weiterhin zeitweise Unruhe, Übelkeit, Ängstlichkeit, leichte Panikattacken.
Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 20636
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 8179 Mal
Danksagung erhalten: 10719 Mal

Re: EnyK: Mal wieder Venlafaxin

Beitrag von Jamie »

Hallo EnyK, :)

ich möchte dich bitten achtsamer mit dir und deinem Entzug umzugehen.
Niemand möchte hier jemandem etwas vorschreiben, aber diese unvernünftigen großen Dosisreduktionen führen nur dazu, dass es dir schlechter geht und dein ZNS immer empfindlicher - und immer weiter destabilisiert wird.

Irgendwann kommt dann vielleicht auch der Tag, wo sich der Körper nicht mehr fangen kann und auch Aufdosierungen nicht mehr greifen.
Dann hast du mehr als nur ein kleines Problem.

Der nachhaltige, schonende und achtsame Weg wäre es, wirklich langsam und vorsichtig abzudosieren, sodass es nicht zu größeren Einbrüchen kommt und man am Rumrotieren ist, welche Dosis man nun wieder suchen muss, um sich wieder zu fangen.

Der Effekt, dass Entzug immer schwerer wird, je öfters man ihn falsch angeht, ist übrigens wissenschaftlich belegt und nennt sich kindling effect.

Alles Gute für dich,
Grüße,
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos ueber mich:
► Text zeigen
EnyK
Beiträge: 3
Registriert: 26.03.2021 14:10
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: EnyK: Mal wieder Venlafaxin

Beitrag von EnyK »

Hallo Jamie,

Ja das werde ich auf jeden Fall nun tun. Jetzt erstmal bei 50mg wieder stabilisieren und dann ist hoffentlich erstmal Ruhe. Würde dann tatsächlich ein paar Monate oder vielleicht auch ein Jahr warten, dass alles wieder in normale Bahnen kommt. Und erst dann werde ich wieder ans absetzen denken und zwar allerhöchstens in 10% Schritten, eher 5%.

Hoffe es stabilisiert sich wieder. Aber nachdem ich von 0mg auf 75mg die Hölle überlebt habe, dürfte das eigentlich klappen.
34 Jahre alt, weiblich
Seit 2005 leichte Panikattacken, alle paar Wochen mal eine, nicht dramatisch
2015 stärke werdende Attacken, 37,5mg Venlafaxin, keine Nebenwirkungen
2016 Erhöhung auf 75mg Venlafaxin, keine Panikattacken mehr, keine Nebenwirkungen
Mitte 2019 Abruptes Runterdosieren auf 37,5mg Venlafaxin, keine Absetzerscheinungen
04/2020 - 06/2020 Komplettes Absetzen, immer 37,5mg Venlafaxin wenn Brainzaps/Unruhe. Sonst keine Absetzerscheinungen.
06/2020 Venlafaxin komplett weg
11/2020 Heftigste Panikattacke, 3 Tage später 37,5mg Venlafaxin, dann 5 Tage später 75mg. Starke Nebenwirkungen: Schwindel, Panik, Herzrasen, Herzklopfen, Extrasystolen, Hypertonie (bis 170 sys.), Derealisation, Unruhe, Appetitlosigkeit (15kg abgenommen), Übelkeit, Depression, Schlafstörungen, Schwitzen, Mundtrockenheit, Missempfindungen. Nur noch im Bett gelegen, zu sonst nichts fähig gewesen
01/2021 Schrittweise Beruhigung der NW, geblieben ist zeitweise Unruhe, Übelkeit, Ängstlichkeit, leichte Panikattacken.
15.03.2021 Reduzierung auf 62,5mg Venlafaxin, keine Absetzerscheinungen, weiterhin zeitweise Unruhe, Übelkeit, Ängstlichkeit, leichte Panikattacken.
Biggi 64
Beiträge: 59
Registriert: 30.11.2019 23:34
Hat sich bedankt: 54 Mal
Danksagung erhalten: 82 Mal

Re: EnyK: Mal wieder Venlafaxin

Beitrag von Biggi 64 »

Liebe Enyk,
Habe leider auch letztes Jahr hoch und runterdosiert

Vor ein paar Wochen habe ich nur ein paar Tage mehr genommen, dann wieder runter...war keine gute Idee

Versuche bei einer stabilen Dosis zu bleiben..mach langsam und wenn es halt länger dauert , dann ist das eben so...setzt Dich bitte selbst nicht unter Druck.
Wünsche Dir alles Gute
LG Biggi ( leider erfahren mit auf und abdosieren)
0.25 mg Brotizolam im April 2020
0.125vmg auf
0.0625( viel zu schnell, grosser Fehler) Januar / Februar
0.125 bis 0.180 April 2020 bis März 2022
0.125 mg ab 29 März
Nächste Reduzierung im April..wenn ich etwas stabiler bin.
0.110 mg seit 17.04 2021 :wink:
Antworten