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Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch eine schöne Osterzeit mit möglichst entspannten Feiertagen und schönem Wetter.

Das Team ist während dieser Zeit u wahrscheinlich auch etwas länger anhaltend, aus verschiedenen Gründen personell stark unterbesetzt, so daß hauptsächlich nur administrative Aufgaben erledigt werden können.

Wir bitten Euch deshalb, verstärkt gegenseitig nach Euch zu schauen u zu unterstützen.

Danke für Euer Verständnis, liebe Grüße vom Team

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An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegenden Absetzinfos ein: Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

Theedge71: Mirtazapin

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Theedge71
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Theedge71: Mirtazapin

Beitrag von Theedge71 »

Guten Tag, liebe Leute.
Wie ihr der Signatur entnehmen könnt, kämpfe ich mit dem Absetzen von Mirtazapin. War ich eventuell zu flott unterwegs, seit ein paar Tagen geht's mir wieder richtig schlecht. Überlege ob ich wieder rauf auf 3,75 gehe, weil ich auf dieser Dosierung relativ stabil war. Habt einen schönen Tag und liebe Grüße in die Runde
Fluoxetin 20 mg seit 2009
Trotzdessen immer wieder depressive Episoden, insbesondere in Verbindung mit Rauchstopp
Mirtazapin 15mg 26.10.2020
Dramatische Besserung nach einer Woche, die folgenden zwei Wochen auf der Arbeit und privat Vollgas gegeben, evtl. hypomanische Phase? Dann totaler Zusammenbruch, Erschöpfung, fast schon wahnhaftes Denken, trotz Antriebslosigkeit kaum erträgliche, innere Unruhe.
kurzzeitig 22,5, Verschlechterung des Zustandes
01/2021 7,5 mg
01.02.2021 3,75 mg
01.03 2021 1,9 mg
17.03 2021 abgesetzt
ab 27.03 wieder frühes erwachen, Übelkeit
Wiedereinnahme 1,9 mg
Zustand schlecht, starke Übelkeit, weiter frühes wach werden, sehr erschöpft
padma
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Re: Theedge71: Mirtazapin

Beitrag von padma »

hallo Theedge, :)

willkommen im ADFD.

Du warst schon recht schnell unterwegs. Du hast Mirtazapin zwar nicht so lange genommen, man muss es aber auch im Kontext der Fluoxetineinnnahme sehen.

Fluoxetin scheint dir ja auch nicht wirklich zu helfen, was nicht ungewöhnlich ist. Du nimmst es schon über 10 Jahre, was viel zu lange ist. Der Nutzen einer solchen Langzeiteinnahme ist nicht belegt.

Hast du auf andere Weisen versucht die Depressionen anzugehen? Z.B. mit Psychotherapie?

Bei Mirtazapin war die Wiedereindosierung auf gleich 1,9 mg evtl. zu hoch. Auch eine Wiedereindosierung belastet das ZNS. Höher gehen würde ich jetzt erstmal nicht.

Geht es dir seit der Wiedereinnahme eher besser oder schlechter oder unverändert?

Hier noch unser Begrüssungstext:

Hallo,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

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Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Niemandsland
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Re: Theedge71: Mirtazapin

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Theedge,

leider kann eine körperliche Abhängigkeit von Antidepressiva auch schon nach etwa einem Monat eintreten, zumal
du auch schon längere Erfahrung mit Fluoxetin hast. Ein schnelles rauf- und runterdosieren dieser Medikamente
kann starke Entzugssymptome auslösen.

Das Forum empfiehlt daher beim Ausschleichen maximal 10 % der zuletzt genommenen Dosis alle 4 - 6 Wochen zu reduzieren.
Damit kann man oftmals Entzugssymptome mindern und verkürzen. Dieses Wissen ist bei den Ärzten leider noch nicht angekommen.
Diese empfehlen daher ein viel zu schnelles Absetzen mit entsprechenden Konsequenzen für die Betroffenen.

Wann war denn deine Wiedereindosierung von 1,9 mg? Wie erreichst du diese Dosis?
Ich würde jetzt nicht schnell wieder höher gehen (wie Padma schon sagte). Erstmal ist Stabilisierung angesagt.

Bitte lies dir die Infos und Links im Begrüßungstext aufmerksam durch. Da findest du eine Menge Informationen über das schonende Absetzen.

Liebe Grüße

Niemandsland
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"Alt ist man erst, wenn man mehr Freude an der Vergangenheit hat als an der Zukunft!"

Euer Behandler erkennt Entzugssymptome nicht an? Zeigt ihm diese Patienteninformation -> viewtopic.php?p=401827#p401827
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Re: Theedge71: Mirtazapin

Beitrag von Theedge71 »

Hallo, ihr lieben Menschen.
Erst mal tausend Dank für Eure netten und aufschlußreichen Antworten. Heute wird die vierte Nacht nach der Wiederaufdosierung sein. Die letzten drei Tage waren nicht so nett. Voll neben mir gestanden, Übelkeit, seltsame Wahrnehmung (Gefühl neben sich zu stehen)und ich habe das Gefühl Kaffee überhaupt nicht vertragen zu können. Heute wurde es im Lauf des Tages besser. Ekliges Gefühl im Bauch, man könnte auch sagen "Kotzreiz" weniger und wieder mehr bei mir.
Lieben Gruß und einen schönen Frühlingsabend noch.
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01.02.2021 3,75 mg
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Re: Theedge71: Mirtazapin

Beitrag von Theedge71 »

Ach ja, habe Gott sei Dank eine Ärztin die das Thema ernst nimmt und mir eine Individualdosis verordnet. Sie sagt halt jeder Mensch ist anders und dementsprechend fällt die Reaktion unterschiedlich aus.
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Re: Theedge71: Mirtazapin

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Theedge,

es kann hilftreich sein, ärztliche Unterstützung zu haben. Ich hoffe allerdings sehr es war nicht die Ärztin, die dir geraten hat immer um 50 % zu reduzieren. Das war leider kein guter Rat und hat dir jetzt diese Entzugssymptome beschert.

Fals du Mühe bekommen solltest sie zu überzeugen, die Individualdosis immer in (maximal) 10 % Schritten alle 4 Wochen oder länger zu verschreiben/reduzieren, kannst du ihr diese offizielle Patienteninformation zeigen (viewtopic.php?p=401827#p401827).
Diese klärt über die Entzugserscheinungen und das langsame, schonende Absetzen in 5 % - 10 % Schritten auf.

Du hast jetzt mit dem gesammelten Wissen hier im Forum eine bessere Chance, symptomarm durch den Entzug zu kommen. Stabilisiere dich erstmal auf deiner Dosis (das kann etwas dauern), mach keine schnellen und hohen Dosisveränderung und wenn du stabil bist, reduziere weiter in maximal 10 % Schritten der zuletzt genommenen Dosis alle 4 - 6 Wochen oder länger.

Liebe Grüße

Niemandsland
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Re: Theedge71: Mirtazapin

Beitrag von Theedge71 »

Hallo, ihr lieben Leute!
Kurzer Zwischenstand.
Heute ist der 5. Tag nach der Wiedereindosierumg von 1,9g.
Die ersten drei Tage blieb es recht übel. Der Tag gestern war, abgesehen von kurzen, gemeinen Unruheattacken okay. Diese Nacht Gott sei Dank ohne Unterbrechung 9 Stunden durchgeschlafen. Heute auch nicht dieses Brechreizgefühl im Morgenbereich. Ich denke, ich stabilisiere mich jetzt erst mal auf 1,9g.
Habt ein schönes Wochenende und ich hinterlasse eine wunderbare Songzeile von dem großartigen Thees Uhlmann für Euch.
"Das ist nicht die Sonne die untergeht, sondern die Erde, die sich dreht."
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Re: Theedge71: Mirtazapin

Beitrag von Theedge71 »

Guten Tag, liebe Forum - Mitglieder,
ich hoffe ihr habt über die Ostertage etwas durchatmen können.
Ich hätte noch eine allgemeine Frage. Kann es sein, dass man während der Absetzphase eine Kaffeeunverträglichkeit entwickelt? Bin ADHS'ler und eigentlich wirkt Kaffee bei mir eher paradox, sprich beruhigend. Im Moment aber habe ich das Gefühl, dass durch Konsum des beliebten Getränks eine furchtbare, innere Unruhe entsteht. Hat da jemand ähnliche Erfahrungen?
Eine gute Woche und liebe Grüße allerseits,
Lars
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Re: Theedge71: Mirtazapin

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Lars,

Koffein wirkt "normalerweise" äußerst aufputschend/stimulierend auf das Nervensystem.
Ich könnte mir vielleicht vorstellen das durch das mäßige Abhängigkeitspotential von Koffein
sich dieser beruhigende Effekt einstellt. Bei Nikotin ist es ja auch so, eigentlich stimulierend,
aber der Raucher/Dampfer meint es beruhigt ihn.

Viele Betroffene müssen im Entzug den Konsum von diesen Stimulantien reduzieren, da das Nervensysten
sich in einem Ausnahmezustand befindet und nicht mehr so auf diese Stoffe reagiert wie man es gewohnt ist.
Es reagiert hypersensibel.

Liebe Grüße

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Re: Theedge71: Mirtazapin

Beitrag von Theedge71 »

Niemandsland hat geschrieben: 06.04.2021 13:30 Hallo Lars,

Koffein wirkt "normalerweise" äußerst aufputschend/stimulierend auf das Nervensystem.
Ich könnte mir vielleicht vorstellen das durch das mäßige Abhängigkeitspotential von Koffein
sich dieser beruhigende Effekt einstellt. Bei Nikotin ist es ja auch so, eigentlich stimulierend,
aber der Raucher/Dampfer meint es beruhigt ihn.

Viele Betroffene müssen im Entzug den Konsum von diesen Stimulatien reduzieren, da das Nervensysten
sich in einem Ausnahmezustand befindet und nicht mehr so auf diese Stoffe reagiert wie man es gewohnt ist.
Es reagiert hypersensibel.

Liebe Grüße

Niemandsland
Huhu Niemandsland,

vielen herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort,

lieben Gruß,
Thedge71
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01/2021 7,5 mg
01.02.2021 3,75 mg
01.03 2021 1,9 mg
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Re: Theedge71: Mirtazapin

Beitrag von Straycat »

Hallo Lars,

es ist, wie Niemandsland :) schon geschrieben hat, häufig so, dass man im Entzug nicht alles wie gewohnt verträgt. Kaffee kann ein Symptomtrigger sein.
Ich kann in akuten Entzugswellen auch keinen Kaffee trinken, da er mich auch - wie dich - sehr unruhig werden lässt und ich dazu starkes Herzklopfen bekomme (auch von leichtem Kaffee mit viel Milch in kleinen Mengen).
Im Entzug muss man wirklich vieles erst "neu kennenlernen" bei sich selbst und herausfinden, was einem gut tut und was nicht :-o

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Theedge71: Mirtazapin

Beitrag von Theedge71 »

....auch Dir, herzlich Dank für die schnelle Antwort. Das beruhigt ja ein wenig, dann werde ich es mal beim "Morgentässchen belassen und zumindest vorübergehend auf Rooboistee umsteigen.

Liebe Grüße,

Theedge71
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