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Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch eine schöne Osterzeit mit möglichst entspannten Feiertagen und schönem Wetter.

Das Team ist während dieser Zeit u wahrscheinlich auch etwas länger anhaltend, aus verschiedenen Gründen personell stark unterbesetzt, so daß hauptsächlich nur administrative Aufgaben erledigt werden können.

Wir bitten Euch deshalb, verstärkt gegenseitig nach Euch zu schauen u zu unterstützen.

Danke für Euer Verständnis, liebe Grüße vom Team

---

An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegenden Absetzinfos ein: Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

Liya85: Vorstellung Lisa und das Fluoxetin (Absetzen)

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Liya85
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Liya85: Vorstellung Lisa und das Fluoxetin (Absetzen)

Beitrag von Liya85 »

Hallo ihr lieben tapferen Menschen, :fly:

ich habe nach einigem Suchen zu dem Thema "Absetzen / Entzugserscheinungen Antidepressiva" dieses Forum hier entdeckt und bin heilfroh darüber, da ich mich sowohl von meiner Psychaterin als auch Therapeutin (allerdings Gruppentherapie) nicht ausreichend informiert/unterstützt fühle. Und andere Menschen es einfach nicht verstehen können, die das nicht selber erlebt haben.
Von "Setz die Tabletten ab. Tabletten sind böse" bis zu "Die Tabletten sind ein Teil von dir. Andere brauchen auch Insulin" ist alles dabei. Meist nett gemeint.
Aber den täglichen Kampf ( sowohl mit den Medikamenten, als auch der psychischen Beeinträchtigung - in meinem Fall Ängste und Depressionen) kann eben keiner nachvollziehen, der das nicht selbst erlebt (hat). Deswegen tat es meinem Herz SO gut mich hier einzulesen!

Es klingt vielleicht erstmal komisch, aber ich bin derzeit auf 0 Miligramm, habe aber viel zu schnell abgesetzt und muss aufgrund starker Entzugserscheiningen erstmal wieder "hochdosieren" Bevor ich RICHTIG ausschleichen kann.

Ich habe heute wieder 2,5 mg Fluoxetin genommen, und werde mir am Dienstag Equipment kaufen, so dass ich die Wasserlösemethode anwenden kann, die doch etwas exakter klingt als mit dem Messer die 5mg nochmal zu zerbröseln.

Aber vielleicht erstmal zu mir ganz kurz:


Ich komme aus einer schwer depressiven Familie, inklusive Suizidversuchen (mein Vater, dessen Vater, mein Onkel....) ich bin also mit einer schwarzen Wolke über dem Kopf aufgewachsen, alles war immer grau und sehr unlebendig. Ich war ein sehr lebendiges Kind, und das durfte nicht sein. Wir sollten still und unauffällig sein. Nicht stören. Das Leben ist eine Last, ein täglicher Kampf, wurde mir eingeimpft....
Das gedachte ich zu ändern, in dem ich Schauspielerin werden wollte.... also furchtbar laut, frech und lebendig...
Long story short,
Aus vielen Gründen ist das mit der Schauspielerei nix geworden und ich arbeite als Hörbuchsprecherin jetzt (die Nische die halbwegs funktioniert, trotz Ängste und Depressionen)
Ich mache schon länger Therapien in Jahren als ich Finger an meinen Händen habe (alles durch: PA, VT, TP komische Schamanen und Heilpraktiker...) dazu kommen zwei Klinikaufenthalte: Einmal 3 Monate Tagesklinik, Einmal 3 Monate Vollzeitklinik)

Psychopharmaka nehme ich seit 2012 (unglaublich wie lange schon!!)
2012-2018 nahm ich 20 mg Citalopram (größtenteils, in ganz schlimmen Phasen 30mg)
2018- 2021 nahm ich 20 mg Fluoxetin

Als "Bedarfsmedikation" in schlimmen Panikfällen und Schlaflosigkeit noch Trimipramin aber da reichen mir schon 4 Tropfen

Die Medikamente wurden (meist in den Kliniken) relativ schnell ein- und hochdosiert (so jeden Tag 10 mg mehr...)

Durch die Medikamente habe ich aber eine Hyperhydrose (starkes Schwitzen, wohl oft eine NW bei SSRI) entwickelt und dagegen dann ebenfalls Medikamente genommen (da ich viel körperlich tätig bin, störte mich das zu sehr!)
Das ist auch mit einer DER Hauptgründe gewesen es absetzen zu wollen. Und der andere Grund war, dass ich herausfinden wollte (nach knapp 10 Jahren Psychopharmaka) wer ich OHNE das Zeug bin, bzw was DRUNTER liegt. Das immer zu deckeln kam mir auf einmal autoaggressiv vor.
Zudem war mein damaliger Freund (ein leider selbst schwer gestörter Mann, Teil meines Problems...) der festen Überzeugung dass ich die Tabletten absetzen sollte...

Nun der Freund ist passé, aber abgesetzt habe ich trotzdem.
Viel zu schnell.
Alle 2 Wochen 5 mg runter. Von Ende Dezember bis Ende Januar.
Was ich hier so gelesen habe ist das waaayyy toooo fast.
Nun jetzt hab ich die Rechnung für meine Ungeduld.

Ich habe so schöne Entzugserscheinungen wie:
Grippegefühle
Muskelschmerzen
Übelkeit
Schlaflosigkeit
Gedankenrasen (und dabei keinen einzigen Gedanken greifen können, manchmal weiß ich nicht was ich 5 min vorher gemacht habe)
Taubheitsgefühle (alles wie in Watte/ Nebel)
Muskelzucken
Dissoziation (ich spüre meinen Körper nicht mehr)
intrusive autoaggressive Gedanken und große Selbstzweifel
Antriebslosigkeit

Damit habe ich die letzten Wochen durchgearbeitet, meine Beziehung beendet und immer gehofft, dass es schon bald besser wird, wurde es aber nicht, eher im Gegenteil...

Daher habe ich mich entschlossen es jetzt "vernünftig" zu machen, auch wenn das bedeutet, dass ich erst nochmal einschleichen muss bevor ich dann langsamer ausschleiche.

Ich werde noch fleißig hier weiterlesen natürlich, falls jemand aber Tipps/ Tricks/ Anregungen und Ermutigungen für mich hat ich nehme dankbar alles an!! zb wie ihr hochdosieren würdet, aber auch über ein einfacher toitoitoi oder gemeinsame Erfahrungen freue ich mich sehr!

So long, danke an alle die es durch meinen langen Text geschafft haben! :D Und DANKE an alle Beteiligten die dieses Forum und den Austausch hier möglich machen!!

Liebe Grüße

Lisa :) :)
Zuletzt geändert von Liya85 am 04.04.2021 21:18, insgesamt 2-mal geändert.
Diagnose:
rezidivierende mittelschwere Depressionen und Angstzustände, ängstlich-dependente Persönlichkeitsstörung
TheraphieHistorie:
seit 2012 regelmäßig in Therapie. Alle Arten durch: PA/TP/VT
Kliniken:
Nov-Jan 2012 Tagesklinik
Nov-Januar 2018: Klinik

AD-Geschichte:
2012-2018: 20 mg Citalopram
2018-2020: 20 mg Fluoxetin
Bedarfsmedikation: Trimipramin

Dann mein erster stümperhafter Absetzversuch (viel zu schnell):

bis 30.11.2020: 20 mg Fluoxetin
von 1-14.12: 10 mg Fluoxetin
von 14-24.12: 5mg Fluxetin
von 25.12.2020-03.04.2021: 0mg Fluoxetin


dann war es eine Weile lang "okay", jetzt kam der Entzugshammer mit allen Facetten an Nebenwirkungen. Deswegen versuche ich jetzt erstmal wieder einzuschleichen:

seit 3.4.2021: 2,5 mg Fluoxetin
06.04: 3mg Fluoxetin / 4 Tropfen Trimipramin Nachts
Niemandsland
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Re: Vorstellung Lisa und das Fluoxetin

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Lisa

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

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Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

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Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße

Niemandsland
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"Alt ist man erst, wenn man mehr Freude an der Vergangenheit hat als an der Zukunft!"

Euer Behandler erkennt Entzugssymptome nicht an? Zeigt ihm diese Patienteninformation -> viewtopic.php?p=401827#p401827
Lory
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Re: Liya85: Vorstellung Lisa und das Fluoxetin (Absetzen)

Beitrag von Lory »

Hallo Lisa 🙂

Definitiv war es zu schnell wie du ja selber weißt. Es wird sich sicher noch jemand melden bezüglich "wieviel mg du am besten wieder eindosieren sollst".

Aber es werden sich dann deine Absetzsymptome bestimmt wieder bessern und wenn du dich wieder stabilisiert hast kannst du es langsamer machen 👍.
Gib dir nur genug Zeit zum stabilisieren, ich habe öfters den Fehler gemacht zu schnell wieder weiter zu machen.

Ich selber nehme auch Fluoxetin, muss mich aber noch gedulden mit dem weiteren Absetzen da ich Ende letzten Jahres Trittico (Trazodon) komplett abgesetzt habe und ich merke einfach das mein NS noch nicht bereit ist für weitere Schritte 😀

Liebe Grüße, Lory
Seit ca 2007 Fluoxetin 20 - 40mg (wg Angst und Panikattacken, auch immer mal depressive Episoden) - das alles kam aber nicht aus heiterem Himmel sondern es passierte nach einer schweren sehr belastenden Zeit.
Seit 2018 Trittico 25 - 150mg wg Akute Angst u Depressionsphase - auch nach schwierigen und belastenden Ereignissen.
Mai 2019 - 3 wöchige Einnahme Mirtazapin 30mg...in einer Woche wieder abgesetzt

Absetzverlauf

Mai 2019 Fluoxetin 40mg auf 30mg reduziert (während 3 wöchiger Einnahme von mirtazapin 30mg - psychiater wollte mich auf das umstellen - hab es nicht vertragen und einfach wieder weg gelassen)
Trazodon in dieser zeit auch von 125mg auf 75mg reduziert. Ende Mai Trazodon wieder hochdosiert auf 150mg.
August 2019 Fluoxetin von 30mg auf 20mg reduziert (vorher ca 3 Wochen einen Tag 30mg, nächsten Tag 20mg)
September 2019 Trazodon von 150mg auf 75mg in zwei Schritten reduziert
November 2019 Fluoxetin 20mg auf 19mg
Dezember 2019 Trazodon 75mg auf 50mg
Nach 3 Wochen starke absetzsymptome

Absetzpause

28. Jänner 2020 aufdosiert - 52mg Trazodon (nach ca 3 wochen gefühl dass ich mich stabilisiere)
22. Februar 2020 Fluoxetin 18,7mg
25.Februar Fluoxetin wieder auf 19mg, geht noch nicht -weinerlich u depressive stimmung
11.März 2020 Einmalige Einnahme 53mg Trazodon
05.April 2020 Trazodon 50mg (nach ein paar Tagen Symptome wie Unruhe, Angst, Getriebenheit, Gereiztheit, extreme Kopf u Nackenverspannung, komisches Hautgefühl)
28.April 2020 Fluoxetin 18,8 mg
28.Juni 2020 Fluoxetin 18,41mg
1.September 2020 Trazodon 25mg -in Österr. gibt es nur retard Tabl. deshalb nochmals ein so grosser Absetzschritt
15.November 2020 Trazodon 0mg, Fluoxetin 18,41mg (immer wieder mal Symptomwellen....Gereiztheit, depressive Verstimmung, Abgeschlagenheit, Überforderungsgefühl, Krankheitsgefühl..
13.März 2021 Fluoxetin - 0,2mg 🙈 (NS noch nicht bereit - fühle mich nicht gut: zeitweise starke Unruhe, Deprigefühl, schnell gereizt, Überforderungsgefühl, Krankheitsgefühl)
Niemandsland
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Re: Liya85: Vorstellung Lisa und das Fluoxetin (Absetzen)

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Lisa,

kannst du uns das genaue Datum deiner letzten Absetzschritte und die dazugehörige Dosis mitteilen? Schreib diese am besten gleich in deine Signatur (Infos dazu im Begrüßungstext).

Deine Reaktion der Wiedereinnahme ist absolut die richtige gewesen. Mit den Informationen oben kann man gemeinsam schauen, welche Dosis momentan hoffentlich die sinnvollste ist.

Allgemeine Infos zum Wiedereindosieren findest du hier: https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 15#p106315

Liebe Grüße

Niemandsland
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Susanne1978
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Re: Liya85: Vorstellung Lisa und das Fluoxetin (Absetzen)

Beitrag von Susanne1978 »

Hallo Lisa, willkommen im Club....
Es ist doch immer wieder erstaunlich wie weit verbreitet diese dummen Aussagen sind....
Aber in unserer Not hören wir darauf und glauben daran.

Tröste dich, ich nehme über 20 Jahre PP, bin nie von losgekommen, weil ich immer nach Plan der Ärzte abgesetzt habe. Zig Therapien hatte ich auch.

Aber ich bin meinem Leiden zum Glück auf die Spur gekommen. Es war die hormonelle Verhütung die mich durcheinander gebracht hat. Was natürlich jeder Arzt belächelt und mir auch keiner glaubt.

LG Susanne
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 . /. 5% = 142,50 mg/ 01.02.2019 . /. 10% = 128,25 mg/ 01.03.2019 . /. 10%= 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg/ 01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg/ 11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 = 100,00 mg/ 11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg/ 29.10.2019 = abzgl. 8% = 87,50 mg
12.01.2020 = abzgl. 5% = 83,00 mg/ 18.02.2020 = abzgl. 10% = 75,00 mg/ 01.05.2020 = abzgl. 10% = 67,50 mg
02.07.2020 = abzgl. 7,5% = 62,50 mg/ 26.08.2020 = abzgl. 10% = 56,25 mg/ 23.10.2020 = abzgl. 10% = 50,00 mg
25.01.2021 = abzgl. 10% = 45,00 mg
29.01.2021 wieder auf 50 mg
10.02.2021. /. 10%= 45 mg
01.04.2021. /. 10%=40,5 mg
Liya85
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Re: Liya85: Vorstellung Lisa und das Fluoxetin (Absetzen)

Beitrag von Liya85 »

Hallo ihr Lieben, danke für eure Antworten und euer Mitgefühl. Das tut soooo gut!! <3

@ Susanne
Ja, irgendwann probiert man echt alles aus.... das schrägste was ich hatte war eine Schamanin die auch wollte, dass ich meine Tabletten absetze aprupt, inklusive Seelenwanderung zu meinen Ahnen um das Trauma zu lösen und indianischer Steinkreis... :roll:
Im Nachhinein lustig, aber... es ist schon krass wie sehr es 1. immer noch stigmatisiert ist und 2. immer noch viele Leute das total ablehnen, und sagen "Reiß dich mal zusammen" "Durch rumjammern wirds nichts besser" "Andere gehen auch den ganzen Tag arbeiten und heulen nicht rum" (damit meinen sie meistens sich selbst, und eigentlich hat man da auch schon die Antwort...)
Natürlich habe ich auch andere ganz tolle Erlebnisse von Verständnis und Mitgefühl, auch von Menschen die das gar nicht kennen, aber wenn sie dann sagen: "Ich habe keine Ahnung wie sich das anfühlt, aber es klingt mies, und es tut mir leid, dass es dir so geht." das reicht ja schon.

Und die hormonelle Verhütung? JAAA DAS IST SO KRASS!!! Wie wild das Zeug verschrieben wird obwohl es SO SCHLIMME Nebenwirkungen haben kann!! Ich selbst habe deswegen nie die Pille genommen (habe eine Kupferkette)

@ Niemandsland
Danke fürs Willkommen heißen, und ich baue mir eine Signatur, habe mich schon ein bisschen reingelesen bei anderen.

@ Lory

Ich habe ja auch den Threat gelesen, in dem gut beschrieben ist, wie man am besten wieder eindosiert. Trotzdem ist es schön, Erfahrungen zu lesen. :)
Ja, bei mir und meinem Körper/ZNS ist alles durcheinander, ich hoffe ich vertrage das Medikament noch gut und dann kann ich irgendwann wieder richtig anfangen auszuschleichen (vielleicht wenn nicht mehr so schlimm Corona ist und die Trennung ein bisschen verarbeitet)

Ja, dann würde ich mir auch noch ein wenig Zeit lassen damit das andere abzusetzen. Da hast du ja schon eine Absetzreise hinter dir, dann brauch dein Körper erstmal Urlaub und Erholung davon bestimmt! :)

liebe Grüße,

Lisa
Zuletzt geändert von Liya85 am 05.04.2021 22:36, insgesamt 1-mal geändert.
Diagnose:
rezidivierende mittelschwere Depressionen und Angstzustände, ängstlich-dependente Persönlichkeitsstörung
TheraphieHistorie:
seit 2012 regelmäßig in Therapie. Alle Arten durch: PA/TP/VT
Kliniken:
Nov-Jan 2012 Tagesklinik
Nov-Januar 2018: Klinik

AD-Geschichte:
2012-2018: 20 mg Citalopram
2018-2020: 20 mg Fluoxetin
Bedarfsmedikation: Trimipramin

Dann mein erster stümperhafter Absetzversuch (viel zu schnell):

bis 30.11.2020: 20 mg Fluoxetin
von 1-14.12: 10 mg Fluoxetin
von 14-24.12: 5mg Fluxetin
von 25.12.2020-03.04.2021: 0mg Fluoxetin


dann war es eine Weile lang "okay", jetzt kam der Entzugshammer mit allen Facetten an Nebenwirkungen. Deswegen versuche ich jetzt erstmal wieder einzuschleichen:

seit 3.4.2021: 2,5 mg Fluoxetin
06.04: 3mg Fluoxetin / 4 Tropfen Trimipramin Nachts
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Re: Liya85: Vorstellung Lisa und das Fluoxetin (Absetzen)

Beitrag von Straycat »

Hallo Lisa,

auch von mir willkommen bei uns im Forum :)

Wenn ich das deiner Signatur richtig entnehme, hast du zuletzt am 24.12. letzten Jahres 5mf Fluoxetin genommen und dann bist du auf 0mg.
Seit drei Tagen nimmst du nun wieder 2,5mg ein, oder?
Ich vermute die 2,5mg könnten eine etwas zu hohe Wiedereinstiegsdosis sein. Man muss bedenken, dass du nun schon mehr als 3 Monate auf 0mg warst. Da hat dein ZNS schon begonnen, sich an die 0mg zu gewöhnen und Anpassungen vorzunehmen. Deswegen ist es meist sinnvoll nach mehreren Monaten auf 0mg mit wirklich nur eine Minimalstdosis wiedereinzusteigen. Ansonsten kann es sein, dass man den Wirkstoff nicht mehr so gut verträgt oder das ZNS noch mehr reizt, weil die Wiedereinstiegsdosis zu hoch angesetzt ist.
Aber wie geht es dir denn mit den 2,5mg jetzt? Haben sich die Absetzsymptome gebessert? Kamen neue Symptome dazu?

Alles Gute,
Cat
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Re: Liya85: Vorstellung Lisa und das Fluoxetin (Absetzen)

Beitrag von Liya85 »

Hey Cat :)

Danke für deine Antwort...

Das Problem ist, dass ich gerade eine Trennung hinter mir habe, was mich immer komplett umhaut und ich gerade gar nicht mehr weiß ob meine ganzen Symptome meine Verlustängste sind, Nachwirkungen dieser Beziehung die sehr manipulativ und destruktiv war, oder Entzugserscheinungen, oder oder... ich kann das gerade ganz schlecht zuordnen.

2,5 mg war die kleinste Dosis die ich hinbekommen hatte ohne Hilfsmittel.

Gestern hatte ich Herzrasen, Übelkeit, Gedankenrasen, Gedächnislücken, Schlaflosigkeit.... :( neu war das Herzrasen...
dann war ich um 5 Uhr morgens so verzweifelt, dass ich 3 Tropfen Trimipramin genommen habe.
Werde ich gleich noch in die Signatur einfügen.

Ich erinnere mich noch, dass sie mir in der Klinik damals nach aprupten Absetzen vom Citalopram an Tag 1 10mg Fluoxetin gegeben haben und an Tag 2 schon 20mg. Wie kann der Körper das beim quasi ersten Mal so gut wegsteckt und sich jetzt schwer tut?

Mein größtes Problem ist, dass ich zu ungeduldig bin und Panik bekomme und denke, diesen Zustand halte ich keine 10 Minuten mehr aus, und dann will ich gleich die Dosis erhöhen, damit ich das "nicht mehr fühlen muss" und nur noch will, dass es aufhört... dadurch mache ich es wahrscheinlich oft noch schlimmer...

Ist gerade nicht einfach.

Liebe Grüße,

Lisa
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AD-Geschichte:
2012-2018: 20 mg Citalopram
2018-2020: 20 mg Fluoxetin
Bedarfsmedikation: Trimipramin

Dann mein erster stümperhafter Absetzversuch (viel zu schnell):

bis 30.11.2020: 20 mg Fluoxetin
von 1-14.12: 10 mg Fluoxetin
von 14-24.12: 5mg Fluxetin
von 25.12.2020-03.04.2021: 0mg Fluoxetin


dann war es eine Weile lang "okay", jetzt kam der Entzugshammer mit allen Facetten an Nebenwirkungen. Deswegen versuche ich jetzt erstmal wieder einzuschleichen:

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Re: Liya85: Vorstellung Lisa und das Fluoxetin (Absetzen)

Beitrag von Straycat »

Hallo Lisa,

Ungeduld ist leider ganz allgemein kein guter Ratgeber im Entzug - auch wenn ich sie sehr gut nachvollziehen kann :(
Man verfällt schnell mal in Panik und neigt dann dazu, zu rasch zu viel zu ändern. Und bei PP ist es nicht so, dass viel auch automatisch mehr hilft.

Das ZNS ist vermutlich durch den zu raschen Entzug Ende 2020 etwas sensibilisiert. Deswegen verträgt man eine Wiedereindosierung manchmal nicht so gut, wie man die erste Eindosierung des gleichen Wirkstoffs damals vertragen hat.
Es kann auch sein, dass dein ZNS die 2,5mg toleriert, deswegen habe ich nach deiner aktuellen Symptomatik gefragt. Offensichtlich hast du keine Unverträglichkeitsreaktion, denn die Symptome sind - bis auf das Herzrasen - wenn ich dich richtig verstehe die gleichen wie sie nach dem Absetzen aufgetreten sind. Das Herzrasen kann natürlich auch der Angst geschuldet sein - man macht sich ja viele Gedanken und verfällt dann schnell mal in eine aufgeregtere Stimmung.

Ich würde an deiner Stelle die 2,5mg, die du als Wiedereinstieg gewählt hast erst mal beibehalten und abwarten, ob du dich auf dieser Dosis stabilisieren kannst. Aber ich würde nicht jetzt einfach immer weiter hochdosieren. Denn das ZNS ist - wie schon geschrieben - meist irritiert und wechselnde Dosierungen tragen zu noch mehr Irritation bei.
Mit Trimipramin als Bedarfsmedikament kenne ich mich nicht so gut aus. Aber ich würde nach Möglichkeit alle zusätzlichen Reize für das ZNS unterlassen. ich weiß, das kann schwer sein, wenn man sich so aus der Bahn geworfen fühlt, aber langfristig tust du deinem ZNS keinen Gefallen, wenn du es immer wieder durch neue Dosierungen oder zusätzliche PP reizt.

Bei Fluoxetin kommt auch noch die lange HWZ hinzu - dadurch zeigen sich Absetzsymptome oft erst mit einer großen zeitlichen Verzögerung. Deshalb ist es besonders wichtig, dass du mal längere Zeit auf einer Dosis bleibst und die Kurzschlusshandlungen unterlässt.

Eine kürzliche Trennung ist natürlich noch ein weiterer Stressfaktor, der Absetzsymptome auch verstärken kann. Aber da du berichtet hast, dass die Symptome nach dem Absetzen auftreten sind (und nicht erst seit der Trennung, oder?) würde ich eher darauf tippen, dass es Absetzsymptome sind. Das kann manchmal schwer auseinanderzuhalten sein.

Versuche dir nach Möglichkeit viel Ruhe zu gönnen. Ein gereiztes ZNS braucht vor allem Ruhe und Zeit, um wieder ins Lot zu kommen.

Alles Gute,
Cat
Zuletzt geändert von Straycat am 06.04.2021 13:32, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Tippfehler korrigiert
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Re: Liya85: Vorstellung Lisa und das Fluoxetin (Absetzen)

Beitrag von Liya85 »

Liebe Cat,

da Panikattacken und Angstzustände zu meinen Problemen gehört macht es das nicht gerade einfacher. Ich denke dann immer, ich werde das nicht noch zwei Stunden aushalten/überleben und nehme dann irgendwas (wie man auch an meinem Signaturverlauf sieht :( )
Ich versuche jetzt es auszuhalten und nichts panisch hoch- oder runter zu dosieren...

Das typische Problem wer ich ohne Tabletten bin habe ich halt auch. Was sind Entzugserscheinungen? Was ist meine Depression/Ängste? Gibt es mich überhaupt ohne? Ich kenne mich nur depressiv/ängstlich oder okay auf Tabletten. Ich weiß nicht wer ich sonst bin. :(

Ich versuche einen Mix hinzukriegen aus Ruhe und Ablenkung.

Danke dir herzlich für deine ausführliche Antwort! :)

liebe Grüße.

Lisa
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Bedarfsmedikation: Trimipramin

Dann mein erster stümperhafter Absetzversuch (viel zu schnell):

bis 30.11.2020: 20 mg Fluoxetin
von 1-14.12: 10 mg Fluoxetin
von 14-24.12: 5mg Fluxetin
von 25.12.2020-03.04.2021: 0mg Fluoxetin


dann war es eine Weile lang "okay", jetzt kam der Entzugshammer mit allen Facetten an Nebenwirkungen. Deswegen versuche ich jetzt erstmal wieder einzuschleichen:

seit 3.4.2021: 2,5 mg Fluoxetin
06.04: 3mg Fluoxetin / 4 Tropfen Trimipramin Nachts
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