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Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

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Mareia
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Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von Mareia »

Liebes ADFD Forum,

Ich begleite dieses Forum jetzt bereits seit meiner ersten Erschöpfungsdepression im Jahr 2015. Dies ist jetzt mein erster eigener Beitrag. Eine Signatur habe ich auch erstellt.

Leider hat mich die gleiche Symptomatik im Jahr 2020 erneut ereilt. Diese zwang mich wieder zu einem Klinikaufenthalt von Januar bis Februar 2021.
Ich wurde mit folgender Medikation auf eigenen Wunsch nach 5 Wochen entlassen, da ich eine stete Verschlechterung verspürte.

30mg Mirtazapin, 25mg Seroquel, 300 mg Elontril

Aufgrund von massiven Herzrasen und Bluthochdruck reduzierte ich im März/2021 das Elontril auf 150mg: Keine Auswirkungen
Danach reduzierte ich das Elontril wie folgt weiter:
1. Lasse die 150mg jeden 4. Tag weg
2. Jeden 3. Tag weg
3. Nehme es seit zwei Wochen (12.05.21) nur noch jeden 2. Tag

Seroquel habe ich auch ausgeschlichen, aufgrund der Auswirkungen auf die Schilddrüse: keine Probleme bis auf leichte Übelkeit

Alles ist mit meinem Hausarzt und meiner Therapeutin abgestimmt.

Seit März/2021 habe ich auch mit der Mirtazapin Reduzierung begonnen. Sicherlich war das sehr früh, aber die Erfahrung mit dem Absetzen von vor 5 Jahren hat mir zu diesem Medikament eine sehr negative Einstellung beschert.
Schritte jeweils im zwei Wochenrythmus:
1. 22,5
2. 18,75
3. 15 mg
4. 7,5 mg
5. 3,75 mg
6. 2.5 mg
7. 2.2 mg
8. 0mg (seit dem 01.05.21)

Die erste Woche verlief super, keine Probleme. War einfach nur happy dieses Zeug loszuwerden.
Aber das alles war wohl doch zu schnell und nach zwei Wochen ohne Mirtazapin kam der massive Einbruch:
- Schwindel
- Übelkeit
- Krämpfe, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Panikanfälle, die Haut brennt, Sehstörungen bleischwere Müdigleit Druck auf der Brust, Kribbeln in Beinen und Armen
-> es wurde leider jeden Tag schlimmer!!!!! Bekam immer mehr Panik, weil alle Symptome von Januar plötzlich verstärkt wieder da sind.

Nach drei Wochen unerträglicher sich steigender Symptome, nehme ich seit zwei Tagen (21.05.21 ) wieder Mirtazapin in der letzten Dosis von 2,5 mg ein und hoffe auf Besserung. Auch das Elontril nehme ich wieder täglich ein.

Im Moment plagen mich noch alle oben beschriebenen Symptome in heftigen Wellen.

Ich bin immer noch völlig verunsichert und voller Ängste, wie ich mit dieser Situation jetzt richtig umgehe. Ich wäre daher unglaublich dankbar, eine Hilfestellung durch dieses Forum zu bekommen.

Ich weiss jetzt nicht ob die Einstiegsdosis von 2,5 mg zu hoch war, würde aber jetzt gerne nicht mehr so viel hoch und runterschrauben. Zusätzlich hatte ich natürlich auch noch das Elontril reduziert, was dann vielleicht insgesamt zu viel war.

Haltet ihr daher meine Vorgehensweise für sinnvoll mit 2,5 mg Mirtazapin und wieder tgl. Elontril, oder würdet ihr mir etwas anderes empfehlen.

Wie schon oben beschrieben, geht es mir im Moment wirklich gar nicht gut und Ärzte oder Psychiater können das überhaupt nicht nachvollziehen. Für die ist das einfach die Grunderkrankung und man soll alle Tabletten wieder auf Höchstdosis setzen.

Seit dem 15. April habe ich wieder mit der Wiedereingliederung in den Beruf begonnen. Geplant ist Diese für 2,5 Monate bis Ende Juni. Begleitend mache ich eine wöchentliche Verhaltenstherapie.

Ganz liebe Grüsse,
Mareia
Zuletzt geändert von Annanas am 23.05.2021 16:52, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Nutzername u Wirkstoff im Titel ergänzt
2015/2016: Schwere Erschöpfungsdepression
Juni - August: Stationärer Aufenthalt in der Psychiatrie
-> während des Aufenthaltes mehrfache Änderungen der Medikation:
1. Cymbalta/Mirtazapin/Tavor
2. Sertralin/Quentiapin
3. Brintelix/Trazodon
Mir erging es während des Aufenthaltes immer schlechter und ich habe mich mit der 3. Medikation aus Verzweiflung selbst entlassen.
Zu Hause habe ich dann das Brintelix in Abstimmung mit meinem Psychiater selber abgesetzt und erleide innerhalb von 4 Wochen einen totalen Absturz.

Oktober bis Januar 2016 erneuter stationärer Aufenthalt:
Werde mit folgender Medikation sehr instabil entlassen
45mg Mirtazapin, 50 mg Seroquel, 300 mg Elontril

Von Januar bis Februar Aufenthalt in einer psychosomatischen Kurklinik:
Werde mit folgender Medikation entlassen:
15mg Mirtazapin, 50 mg Seroquel, 300 mg Elontril

Meine neue Psychiaterin legt mir dringend Nahe, trotz Ängsten und Schwäche, wieder langsam mit der Wiedereingliederung zu starten. Mein anfänglicher Schock über diese Empfehlung löst sich irgendwann und ich starte ab März/2016 mit der Wiedereingliederung. Die ersten Wochen sind extrem hart, aber ich schaffe es.

Nach der Wiedereingliederung starte ich auf Wunsch langsam mit dem Ausschleichen:
1. Seroquel weg: ein paar Tage morgens Übelkeit, dann ok
2. Mirtazapin auf 7,5 mg: kein Problem
3. Mirtazapin nach einer weiteren Woche auf Null
- > nach ein paar Tagen massive Entzugserscheinungen, die mich zum Wiedereindosieren mit 3,75 mg zwingen

Es beginnt eine monatelange sehr leidgeplagte Zeit mit dem Versuch, die Medikamente auszuschleichen!
Ende 2016: Alle Medikamente abgesetzt.
‐-----‐-------------------------------------
Dezember 2020: Erneute schwere Erschöpfungsdepression, die mich zu einem Klinikaufenthalt von Januar bis Februar 2021 zwingt.
Werde mit folgender Medikation auf eigenen Wunsch nach 5 Wochen entlassen:
30mg Mirtazapin, 25mg Seroquel, 300 mg Elontril

Aufgrund von massiven Herzrasen und Bluthochdruck reduziere ich im März/2021 das Elontril auf 150mg: Keine Auswirkungen
Danach reduziere ich das Elontril wie folgt weiter:
1. Lasse die 150mg jeden 4. Tag weg
2. Jeden 3. Tag weg
3. Nehme es seit zwei Wochen nur noch jeden 2. Tag

Seroquel schleiche ich auch aus, aufgrund der Auswirkungen auf die Schilddrüse: keine Auswirkungen

Alles ist mit meinem Hausarzt und meiner Therapeutin abgestimmt.

Seit März/2021 habe ich auch mit der Mirtazapin Reduzierung begonnen:
Schritte jeweils im zwei Wochenrythmus:
1. 22,5
2. 18,75
3. 15 mg
4. 7,5 mg
5. 3,75 mg
6. 2.5 mg
7. 2.2 mg
8. 0mg (01.05.21)

Die erste Woche verlief super, keine Probleme.
Aber das alles war wohl doch zu schnell und nach zwei Wochen ohne Mirtazapin massiver Einbruch:
- Schwindel
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Im Moment plagen mich noch starke Unruhe, Krämpfe, Müdigkeit, Ängste und Schlafprobleme.

Seit dem 15. April habe ich wieder mit der Wiedereingliederung in den Beruf begonnen. Geplant ist Diese für 2,5 Monate bis Ende Juni. Die ersten drei Wochen verliefen gut.
Niemandsland
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Mareia

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

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Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße

Niemandsland
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2021 Wichtige Umfrage über Antidepressiva-Entzug, BITTE TEILNEHMEN: viewtopic.php?p=411512#p411512
Mareia
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von Mareia »

Liebes ADFD Team,
Ich wollte nur mal nachfragen, wann man mit einer Antwort rechnen darf.

LG,
Mareia
2015/2016: Schwere Erschöpfungsdepression
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Oktober bis Januar 2016 erneuter stationärer Aufenthalt:
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45mg Mirtazapin, 50 mg Seroquel, 300 mg Elontril

Von Januar bis Februar Aufenthalt in einer psychosomatischen Kurklinik:
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Aufgrund von massiven Herzrasen und Bluthochdruck reduziere ich im März/2021 das Elontril auf 150mg: Keine Auswirkungen
Danach reduziere ich das Elontril wie folgt weiter:
1. Lasse die 150mg jeden 4. Tag weg
2. Jeden 3. Tag weg
3. Nehme es seit zwei Wochen nur noch jeden 2. Tag

Seroquel schleiche ich auch aus, aufgrund der Auswirkungen auf die Schilddrüse: keine Auswirkungen

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Seit März/2021 habe ich auch mit der Mirtazapin Reduzierung begonnen:
Schritte jeweils im zwei Wochenrythmus:
1. 22,5
2. 18,75
3. 15 mg
4. 7,5 mg
5. 3,75 mg
6. 2.5 mg
7. 2.2 mg
8. 0mg (01.05.21)

Die erste Woche verlief super, keine Probleme.
Aber das alles war wohl doch zu schnell und nach zwei Wochen ohne Mirtazapin massiver Einbruch:
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padma
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von padma »

hallo Mareia, :)

spätestens morgen bekommst du eine Antwort. Wir sind nur wenig Aktive hier und an Feiertagen, brauchen die auch mal etwas Ruhe der Abstand.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
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karamaus05
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von karamaus05 »

Hallo :-),

Ich kenne das so gut , dieses angebliche Wiederauftreten der Grunderkrankung, das wurde mir auch immer gesagt.
Du machst ja Therapie und arbeitest daran.
Ich würde die Dosis warscheinlich jetzt erstmal so belassen bis Du Tipps vom Team bekommst.
Dieses auf und ab der Dosierung wird Dein ZNS noch mehr triggern.
Immerhin ist die Dosis die Du jetzt hast (2,5) im Gegensatz zu am Anfang ( 30) schonmal ein großer und enormer Fortschritt und ich denke wenn Du Dich ertsmal darunter stabilisieren kannst hast Du schon sehr viel gewonnen.
Da Du jetzt erst seit März dabei bist mit der Reduzierung würde ich eine Pause einlegen und versuchen zur Ruhe zu kommen.

Lg Karamaus
Diagnosen : schwere Depressive Episode, Hypochondrie, Agoraphoboie
Seit 2015 Einnahme von Paroxetin 20 mg.

Erneute Depressive Episode

Februar 2020: 40 mg Paroxetin
Januar 2021: 30 mg Paroxetin
April 2021 : 20 mg
Die nächsten Absetzschritte werden in der 10 % Regel erfolgen. Die Probleme fangen bei mir im unteren Bereich an .
Eine Schwangerschaft unter Paroxetin, mein Sohn hatte nach der Geburt eine Pulmonale Hypertonie, höchstwahrscheinlich durch das Paroxetin.
Mareia
Beiträge: 14
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von Mareia »

Hallo Karamaus,

Ich freue mich sehr über Deine Antwort, denn ein verständnisvoller Austausch ist eigentlich nur möglich, wenn man die gleiche Erfahrung gemacht hat.

Schlimm finde ich im Moment die vielen Vorwürfe, das ich durch mein Verhalten alle Fortschritte wieder kaputt gemacht habe. Das zieht mich dann noch mehr in das Kummertal.

Ich glaube auch, dass ich jetzt erstmal bei der folgenden Dosierung für mindestens 6 Wochen bleibe und dann schaue, wie es mir geht:
2,5 mg Mirtazapin
150 mg Elontril (wieder täglich)

Bei dem Elontril bin ich nur leicht unsicher. Ich hatte es ja die letzten Wochen langsam runterdosiert und zum Schluss war ich bei jedem 2. Tag 150mg. Es ist ja immer schwierig zu wissen, woher jetzt mein Zusammenbruch kam. Nur vom Mirtazapinentzug, oder auch von der Elontril Reduzierung.

Jetzt hatte ich mich ja dazu entschieden beide Medikamente wieder anzupassen. Ist das sinnvoll?

Bei einer Kombination von mehreren Medikamenten finde ich es total schwer, eine Reihenfolge festzulegen. Aus dem Bauch heraus hatte ich aufgrund des hohen Blutdrucks zunächst das Elontril von 300 auf 150mg reduziert und das hat mir sehr gut getan. Daraufhin habe ich dann die Mirtazapin Reduzierung gestartet.
Da man die Elontril Tabletten nicht teilen kann, habe ich nach Vorschlägen und Erfahrungen im Internet recherchiert und fand die schrittweise Reduzierung durch tageweise Weglassen recht plausibel.

Habt ihr eine Empfehlung für mein "Problem" und meine momentane Dosierung?

Ganz liebe Grüsse,
Mareia
2015/2016: Schwere Erschöpfungsdepression
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Zu Hause habe ich dann das Brintelix in Abstimmung mit meinem Psychiater selber abgesetzt und erleide innerhalb von 4 Wochen einen totalen Absturz.

Oktober bis Januar 2016 erneuter stationärer Aufenthalt:
Werde mit folgender Medikation sehr instabil entlassen
45mg Mirtazapin, 50 mg Seroquel, 300 mg Elontril

Von Januar bis Februar Aufenthalt in einer psychosomatischen Kurklinik:
Werde mit folgender Medikation entlassen:
15mg Mirtazapin, 50 mg Seroquel, 300 mg Elontril

Meine neue Psychiaterin legt mir dringend Nahe, trotz Ängsten und Schwäche, wieder langsam mit der Wiedereingliederung zu starten. Mein anfänglicher Schock über diese Empfehlung löst sich irgendwann und ich starte ab März/2016 mit der Wiedereingliederung. Die ersten Wochen sind extrem hart, aber ich schaffe es.

Nach der Wiedereingliederung starte ich auf Wunsch langsam mit dem Ausschleichen:
1. Seroquel weg: ein paar Tage morgens Übelkeit, dann ok
2. Mirtazapin auf 7,5 mg: kein Problem
3. Mirtazapin nach einer weiteren Woche auf Null
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Es beginnt eine monatelange sehr leidgeplagte Zeit mit dem Versuch, die Medikamente auszuschleichen!
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1. Lasse die 150mg jeden 4. Tag weg
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1. 22,5
2. 18,75
3. 15 mg
4. 7,5 mg
5. 3,75 mg
6. 2.5 mg
7. 2.2 mg
8. 0mg (01.05.21)

Die erste Woche verlief super, keine Probleme.
Aber das alles war wohl doch zu schnell und nach zwei Wochen ohne Mirtazapin massiver Einbruch:
- Schwindel
- Übelkeit
- Krämpfe, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Panikanfälle, die Haut brennt, Sehstörungen bleischwere Müdigleit
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Nach drei Wochen unerträglicher sich steigender Symptome, nehme ich seit zwei Tagen (21.05.21)wieder Mirtazapin in der letzten Dosis von 2,5 mg ein und hoffe auf Besserung. Auch das Elontril nehme ich wieder täglich mit 150mg ein.

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Seit dem 15. April habe ich wieder mit der Wiedereingliederung in den Beruf begonnen. Geplant ist Diese für 2,5 Monate bis Ende Juni. Die ersten drei Wochen verliefen gut.
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von padma »

hallo Mareia, :)

deine Situation ist wirklich komplex.
Durch die bisherigen Entzüge ist dein ZNS sicher bereits sehr sensibilisiert, daher ist es nicht erstaunlich, dass es diesmal mit dem Absetzen nicht so funktioniert hat wie früher.
Du hast die Psychopharmaka jetzt zwar nicht so lange genommen, aber lange genug, dass sie bereits wieder in den Gehirnstoffwechsel eingebaut sind.
Bei einer Kombination von mehreren Medikamenten finde ich es total schwer, eine Reihenfolge festzulegen. Aus dem Bauch heraus hatte ich aufgrund des hohen Blutdrucks zunächst das Elontril von 300 auf 150mg reduziert und das hat mir sehr gut getan.
Am besten setzt man zuerst das Medikament ab, das am meisten Probleme macht. Allgemein ist es günstig, zuerst das antriebssteiernde abzusetzen. Deine Entscheidung was also richtig.

Elontril ist schwierig abzusetzen, da es ja nicht geteilt werden darf. Daher ist das tageweise Auslassen, wie du es gemacht hast, bei Elontril eine Option. Allerdings wäre es günstiger gewesen, zuerst Elontril komplett rauszunehmen und dann nach einer Pause mit der Reduktion von Mirtazapin anzufangen.

Mirtazapin hast du sehr schnell abgesetzt, das hat sicher einen großen Anteil an den Absetzsymptomen. Bei Mirtazapin würde ich jetzt die Dosis halten.

Bei Elontril ist es schwer einzuschätzen, aber eine tägl. gleiche Dosis ist jetzt sicherlich von Vorteil. Durch die aufputschende Wirkung, kann es allerdings die Entzugssymptome auch verstärken.

Ich denke, ich würde jetzt erstmal alles so lassen und darauf setzen, dass du dich damit stabilisieren kannst.
Wenn du dich stabilisiert hast, würde ich als erstes Elontril absetzen, wieder mit Auslassen von Dosen.

Leider kann es etwas dauern, bis du dich stabilisieren kannst.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von Mareia »

Hallo Padma,

Vielen Dank für deine Antwort🌝

Ich denke auch, dass mein Nervensystem jetzt erstmal Ruhe und Stabilität braucht. Und ich werde jetzt auch lieber alles so belassen. Es gibt Stunden, bei denen ich denke, ich bin über den Berg und dann fängt mein Körper wieder total an zu verkrampfen und zu vibrieren.

Durch das wieder tägliche Nehmen des Elontril merke ich tatsächlich seit gestern Abend mehr Unruhe, aber ich hoffe, dass sich das bald legen wird. Eine Option wäre ja auch, das Elontril zumindest jeden 4. oder 3. Tag wegzulassen, um ein wenig Druck rauszulassen. Was hältst du davon?

Sobald ich wieder stabil bin werde ich auf jeden Fall deinem Rat folgen, erst das Elontril langsam auszuschleichen und später das Mirtazapin. Dadurch, dass ich an beiden Schrauben gedreht hatte, wusste ich natürlich nicht, ob es jetzt an beiden Medikamenten lag oder nur dem einen.

Ganz liebe Grüsse,
Mareia
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Oktober bis Januar 2016 erneuter stationärer Aufenthalt:
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1. Seroquel weg: ein paar Tage morgens Übelkeit, dann ok
2. Mirtazapin auf 7,5 mg: kein Problem
3. Mirtazapin nach einer weiteren Woche auf Null
- > nach ein paar Tagen massive Entzugserscheinungen, die mich zum Wiedereindosieren mit 3,75 mg zwingen

Es beginnt eine monatelange sehr leidgeplagte Zeit mit dem Versuch, die Medikamente auszuschleichen!
Ende 2016: Alle Medikamente abgesetzt.
‐-----‐-------------------------------------
Dezember 2020: Erneute schwere Erschöpfungsdepression, die mich zu einem Klinikaufenthalt von Januar bis Februar 2021 zwingt.
Werde mit folgender Medikation auf eigenen Wunsch nach 5 Wochen entlassen:
30mg Mirtazapin, 25mg Seroquel, 300 mg Elontril

Aufgrund von massiven Herzrasen und Bluthochdruck reduziere ich im März/2021 das Elontril auf 150mg: Keine Auswirkungen
Danach reduziere ich das Elontril wie folgt weiter:
1. Lasse die 150mg jeden 4. Tag weg
2. Jeden 3. Tag weg
3. Nehme es seit zwei Wochen nur noch jeden 2. Tag

Seroquel schleiche ich auch aus, aufgrund der Auswirkungen auf die Schilddrüse: keine Auswirkungen

Alles ist mit meinem Hausarzt und meiner Therapeutin abgestimmt.

Seit März/2021 habe ich auch mit der Mirtazapin Reduzierung begonnen:
Schritte jeweils im zwei Wochenrythmus:
1. 22,5
2. 18,75
3. 15 mg
4. 7,5 mg
5. 3,75 mg
6. 2.5 mg
7. 2.2 mg
8. 0mg (01.05.21)

Die erste Woche verlief super, keine Probleme.
Aber das alles war wohl doch zu schnell und nach zwei Wochen ohne Mirtazapin massiver Einbruch:
- Schwindel
- Übelkeit
- Krämpfe, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Panikanfälle, die Haut brennt, Sehstörungen bleischwere Müdigleit
-> es wird jeden Tag schlimmer!!!!! Bekomme Panik, weil alle Symptome von Januar plötzlich verstärkt wieder da sind

Nach drei Wochen unerträglicher sich steigender Symptome, nehme ich seit zwei Tagen (21.05.21)wieder Mirtazapin in der letzten Dosis von 2,5 mg ein und hoffe auf Besserung. Auch das Elontril nehme ich wieder täglich mit 150mg ein.

Im Moment plagen mich noch starke Unruhe, Krämpfe, Müdigkeit, Ängste und Schlafprobleme.

Seit dem 15. April habe ich wieder mit der Wiedereingliederung in den Beruf begonnen. Geplant ist Diese für 2,5 Monate bis Ende Juni. Die ersten drei Wochen verliefen gut.
Sabs
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von Sabs »

Hi und willkommen.
Gibt es kein ersatzpräparat für elontril, dass man besser Ausschleichen kann (Tropfen oder so)?
Da du elontril nur noch jeden 2.tag genommen hast und es dir erst richtig schlecht ging mit der mirtazapin - Reduktion, würde ich elontril eher weiterhin reduziert nehmen - also wenn es nicht anders geht vielleicht jeden 3.tag,da es eben antriebssteigernd ist und dein Körper ja schon weniger gewöhnt war. Oder gibt es eine geringer tablettengröße 75mg oder so?
Mist, wenn man so ein schlecht auszuschleichendes Mittel verschrieben bekommt :-(

Du kannst selbst am besten einschätzen, welche Dosis bzw welcher einnahmeintervall in deiner jetzigen Lage am besten ist.
Es sollte jetzt also in erster Linie darum gehen, die zu stabilisieren und erst dann, um weitere absetzversuche.

Gruß Sabs
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Mareia
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von Mareia »

Hallo Sabs,

Vielen Dank für Deine Rückmeldung

Das Elontril ist wirklich sehr schwierig in der Runterdosierung, da es nur die zwei Dosistufen 150mg und 300mg Retardtabletten gibt. Es gibt auch keinen Ersatz, oder die Möglichkeit der Teilung. Daher habe ich auch zuerst den Schritt von 300 auf 150mg gemacht und danach das tageweise Weglassen vorgenommen. Also erst jeden 4. Tag weggelassen, dann jeden 3. Tag und zum Schluss jeden 2. Tag. Ich hab eigentlich alles gut bis zu dem Zeitpunkt verpackt, als ich das Mirtazapin ganz weg ließ.

Da ich tatsächlich seit gestern eine unangenehme Aktivierung durch das Elontril spüre, denke ich, dass täglich einfach zu viel ist. Ich war ja schon jeden 2. Tag gewöhnt, (allerdings erst seit einer Woche).
Es war einfach meine Panik, dass ich sowohl Mirtazapin als auch Elontril hochgesetzt habe. Verstehe ich dich jetzt richtig, dass ich das Elontril wie vorher nur noch jeden 2. Tag nehmen sollte? Oder vielleicht etwas mehr, d.h. 2 Tage einnehmen und jeden 3. Tag weglassen?

Seit gestern Abend ( nach dreitägiger Einnahme hintereinander) verspüre ich nun mal diese sehr unangenehme Aktivierung, die ich im Moment nicht gut verpacken kann.

Ich würde mich sehr um eine Antwort von dir freuen.

Ganz liebe Grüsse,
Mareia
2015/2016: Schwere Erschöpfungsdepression
Juni - August: Stationärer Aufenthalt in der Psychiatrie
-> während des Aufenthaltes mehrfache Änderungen der Medikation:
1. Cymbalta/Mirtazapin/Tavor
2. Sertralin/Quentiapin
3. Brintelix/Trazodon
Mir erging es während des Aufenthaltes immer schlechter und ich habe mich mit der 3. Medikation aus Verzweiflung selbst entlassen.
Zu Hause habe ich dann das Brintelix in Abstimmung mit meinem Psychiater selber abgesetzt und erleide innerhalb von 4 Wochen einen totalen Absturz.

Oktober bis Januar 2016 erneuter stationärer Aufenthalt:
Werde mit folgender Medikation sehr instabil entlassen
45mg Mirtazapin, 50 mg Seroquel, 300 mg Elontril

Von Januar bis Februar Aufenthalt in einer psychosomatischen Kurklinik:
Werde mit folgender Medikation entlassen:
15mg Mirtazapin, 50 mg Seroquel, 300 mg Elontril

Meine neue Psychiaterin legt mir dringend Nahe, trotz Ängsten und Schwäche, wieder langsam mit der Wiedereingliederung zu starten. Mein anfänglicher Schock über diese Empfehlung löst sich irgendwann und ich starte ab März/2016 mit der Wiedereingliederung. Die ersten Wochen sind extrem hart, aber ich schaffe es.

Nach der Wiedereingliederung starte ich auf Wunsch langsam mit dem Ausschleichen:
1. Seroquel weg: ein paar Tage morgens Übelkeit, dann ok
2. Mirtazapin auf 7,5 mg: kein Problem
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Es beginnt eine monatelange sehr leidgeplagte Zeit mit dem Versuch, die Medikamente auszuschleichen!
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Dezember 2020: Erneute schwere Erschöpfungsdepression, die mich zu einem Klinikaufenthalt von Januar bis Februar 2021 zwingt.
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Aufgrund von massiven Herzrasen und Bluthochdruck reduziere ich im März/2021 das Elontril auf 150mg: Keine Auswirkungen
Danach reduziere ich das Elontril wie folgt weiter:
1. Lasse die 150mg jeden 4. Tag weg
2. Jeden 3. Tag weg
3. Nehme es seit zwei Wochen nur noch jeden 2. Tag

Seroquel schleiche ich auch aus, aufgrund der Auswirkungen auf die Schilddrüse: keine Auswirkungen

Alles ist mit meinem Hausarzt und meiner Therapeutin abgestimmt.

Seit März/2021 habe ich auch mit der Mirtazapin Reduzierung begonnen:
Schritte jeweils im zwei Wochenrythmus:
1. 22,5
2. 18,75
3. 15 mg
4. 7,5 mg
5. 3,75 mg
6. 2.5 mg
7. 2.2 mg
8. 0mg (01.05.21)

Die erste Woche verlief super, keine Probleme.
Aber das alles war wohl doch zu schnell und nach zwei Wochen ohne Mirtazapin massiver Einbruch:
- Schwindel
- Übelkeit
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Nach drei Wochen unerträglicher sich steigender Symptome, nehme ich seit zwei Tagen (21.05.21)wieder Mirtazapin in der letzten Dosis von 2,5 mg ein und hoffe auf Besserung. Auch das Elontril nehme ich wieder täglich mit 150mg ein.

Im Moment plagen mich noch starke Unruhe, Krämpfe, Müdigkeit, Ängste und Schlafprobleme.

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Straycat
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von Straycat »

Liebe Mareia,

auch von mir herzlich willkommen im Forum.

Ich würde, wie auch schon padma :) geschrieben hat, erstmal alles gleichbleibend nehmen und dann abwarten, bis du dich wieder stabiler fühlst. Und erst dann würde ich mit der Reduktion von Bupropion beginnen.
Denn es ist aktuell nicht zuordenbar, ob die Aktivierung nicht auch dem Turboentzug von Mirtazapin zuzuschreiben ist.

Das Absetzen von Bupropion ist wirklich schwierig, weil es nur retardiert in diesen beiden Dosierungen erhältlich ist. Da bleibt einem nur das tageweise Auslassen von Dosen. Aber das würde ich erst dann machen, wenn sich dein ZNS wieder etwas erholt hat. Sonst sind die Dosisschwankungen evtl. noch ein zusätzlicher Trigger.

Leider kommen viele Absetzsymptome mit einiger Verzögerung, weshalb man anfangs, wenn man so rasch unterwegs ist, noch denkt, es läuft alles glatt und dann holt einen der Entzug ein :(

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von Mareia »

Liebe Cat,

Vielen Dank für Deine Antwort.

Ja, jetzt ist wirklich erstmal Ruhe angesagt. Ich habe halt diese Verunsicherung wegen dem Elontril, da ich es jetzt schon seit einigen Wochen tageweise ausgesetzt hatte und jetzt wieder jeden Tag nehme. Es ist halt einfach blöd, wenn man mehrere Tabletten einnimmt und diese auch gleichzeitig angepasst hat. Wenn einem so ein Crash passiert, will man halt bloss keinen Fehler mehr machen. Aber ich denke so geht es jedem, der plötzlich in diesen heftigen Entzugssymptomen drin steckt. Ich hatte und habe eine riesige Angst, wieder ins Krankenhaus zu müssen. Diese Erfahrung war für mich einfach traumatisch.

Ich versuche mich also jetzt abzulenken und nicht zu sehr an die Tabletten zu denken. Damit ist dann glaube ich schonmal ein wichtiger Heilungsschritt getan.

Ganz liebe Grüsse,
Mareia
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1. 22,5
2. 18,75
3. 15 mg
4. 7,5 mg
5. 3,75 mg
6. 2.5 mg
7. 2.2 mg
8. 0mg (01.05.21)

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- Schwindel
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von Mareia »

Puh, es ist wirklich ganz schlimm heute mit der Nervosität und den Krämpfen.

Letzten Freitag hatte ich ja Mirtazapin wieder mit 2,5 mg abends eingenommen und habe 10 Stunden durchgeschlafen. Am Sonntag war ich zwar noch ziemlich angeschlagen aber recht ruhig. Aber bereits am Sonntag hatte ich wieder morgens heftige Stimmungstiefs und auch Erschöpfung. Und heute kommt wieder eine quälende Angst und Unruhe dazu.

Ich verstehe nicht, warum es erst etwas besser wird und dann wieder von Tsg zu Tag schlechter?

Habt ihr vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und wie geht man damit um?

Die jetzt wieder tägliche Dosis des Elontril kann das natürlich auch verschärfen, aber das würde nicht die Verschlechterung bereits am Sonntag erklären.

Wie ihr merkt, bin ich ziemlich verzweifelt.🤷‍♀️

Liebe Grüsse,
Mareia
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1. 22,5
2. 18,75
3. 15 mg
4. 7,5 mg
5. 3,75 mg
6. 2.5 mg
7. 2.2 mg
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- Übelkeit
- Krämpfe, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Panikanfälle, die Haut brennt, Sehstörungen bleischwere Müdigleit
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von Straycat »

Hallo Mareia,

das liegt an dem Wellen-Fenster-Muster im Entzug. Das ZNS heilt wellenförmig. Deshalb gibt es immer wieder Phasen mit stärkeren Symptomen (Wellen) und dann wieder Fenster ohne Symptome oder mit milderen Symptomen. Das ist soweit ganz normal.

Hier findest du auch etwas zum Wellen-Fenster-Muster: viewtopic.php?f=50&t=15887

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von Mareia »

Ganz lieben Dank Cat, das erklärt es tatsächlich.

Vielleicht tröstet auch jetzt der Gedanke, dass in heftigen Zeiten man auch heftig heilt.

Morgen ist wieder ein neuer Anfang!

Liebe Grüsse,
Mareia
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von karamaus05 »

Hallo Mareia,

Wenn der Abend einigermaßen gut war dann versuche die Stimmung mit in den nächsten Morgen zu nehmen ( ein Versuch ist es wert).
Ich schleiche zwar grad Paroxetin aus, aber auch ich merke meine Panikattacken werden wieder stärker, trotz Therapie...
Das was mir wirklich geholfen hat gegen Depression ist tatsächlich schnelles Laufen ( habe mir einen Hund zugelegt), also leichte Ausdauer.
Ich hätte es nicht gedacht, aber die Wirkung ist deutlich spürbar und ich muss mich davor immer aufraffen.
Auch diese Angst vor der Klinik kenne ich zu gut, auch für mich war es traumatisch, da ich kleine Kinder habe ( und wieder mal versagt? habe).
So waren meine Gedanken.

Wenn ich es richtig in Deiner Signatur lese warst Du von 2016-2020 Medikamentenfrei?
Danach kam eine erneute depressive Episode?

4 Jahre sind eine lange Zeit. Warst Du in dieser Zeit stabil?
An Ängsten kann man sehr gut arbeiten, wenn sie zur Grunderkrankung gehören....

Lg Karamaus
Diagnosen : schwere Depressive Episode, Hypochondrie, Agoraphoboie
Seit 2015 Einnahme von Paroxetin 20 mg.

Erneute Depressive Episode

Februar 2020: 40 mg Paroxetin
Januar 2021: 30 mg Paroxetin
April 2021 : 20 mg
Die nächsten Absetzschritte werden in der 10 % Regel erfolgen. Die Probleme fangen bei mir im unteren Bereich an .
Eine Schwangerschaft unter Paroxetin, mein Sohn hatte nach der Geburt eine Pulmonale Hypertonie, höchstwahrscheinlich durch das Paroxetin.
Mareia
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von Mareia »

Hallo Karamaus,

Vielen lieben Dank für deine Antwort.

Letzte Nacht habe ich 8 Stunden durchgeschlafen. Nur das nervöse Zittern in der Brust und die allgemeine Erschöpfung sind noch deutlich spürbar. Auch haben mich wieder heftige Wadenkrämpfe in der Nacht geplagt, daher werde ich mal jetzt Magnesium einnehmen.

Die Psychiatrie kann einen manchmal noch viel kränker machen als zuvor und man wird mit einem Diagnosestempel und einer Menge Tabletten wieder entlassen. Und ich stelle mir auch Deine Erfahrung mit kleinen Kindern zu Hause noch zusätzlich extrem belastend vor.

Ich war tatsächlich ab Ende 2016 bis Ende 2020 tablettenfrei und hatte mit dem ganzen Thema wie ich dachte abgeschlossen. Allerdings spürte ich immer mal wieder diese unterschwellige Angst vor dem Krankenhaus und ich hatte auch in regelmäßigen Abständen mit Überlastungssymptomen zu kämpfen. Das ich jetzt erneut gezwungen war, ins Krankenhaus zu gehen und Tabletten
einzunehmen, hat mich zutiefst erschüttert. Daher kam wohl auch mein extremes Tempo, diese nach 3 Monaten wieder langsam auszuschleichen. Aber man kann den Heilungsprozess halt nicht beschleunigen oder gar einzelne Schritte überspringen. Das ist jetzt meine Erfahrung nach meinem Crash.

Auch eine Therapie kann einem den Schmerz und das Leid nicht wegnehmen, es können nur mögliche Wege aufgezeigt werden. Welchen Weg man geht muss man dann selber entscheiden. Meine Therapeutin empfahl mir letzte Woche, den Entzug durchzuhalten und mich irgendwie abzulenken. Aber sie hat ja keine eigene Erfahrung wie schlimm das sein kann. Dennoch fühlte ich mich nach meiner Entscheidung, wieder mit Mirtazapin anzufangen, als totale Versagerin.

Deine Erfahrung mit dem Hund kann ich total nachvollziehen. Ich denke auch schon darüber nach, zumal ich auch nach Corona 3 Tage die Woche im Homeoffice bin.

Gestern habe ich mir auch nochmal detailliert aufgeschrieben, was meine momentanen Symptome antriggert und was sie erleichtert oder zumindest etwas abmildern. Jeder hat da sicherlich seine eigene Liste, aber ich kann das nur empfehlen.

Mir hilft zum Beispiel auch sehr die Arbeit, weil es eine Ablenkung und ersehnte Normalität bedeutet. Aber ich werde sicherlich in diesem und nächsten Jahr nicht mehr in die Vollzeit gehen. Das hatte ich 2016 und 2018 auch sehr reduziert.

Ganz liebe Grüsse,
Mareia
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Juni - August: Stationärer Aufenthalt in der Psychiatrie
-> während des Aufenthaltes mehrfache Änderungen der Medikation:
1. Cymbalta/Mirtazapin/Tavor
2. Sertralin/Quentiapin
3. Brintelix/Trazodon
Mir erging es während des Aufenthaltes immer schlechter und ich habe mich mit der 3. Medikation aus Verzweiflung selbst entlassen.
Zu Hause habe ich dann das Brintelix in Abstimmung mit meinem Psychiater selber abgesetzt und erleide innerhalb von 4 Wochen einen totalen Absturz.

Oktober bis Januar 2016 erneuter stationärer Aufenthalt:
Werde mit folgender Medikation sehr instabil entlassen
45mg Mirtazapin, 50 mg Seroquel, 300 mg Elontril

Von Januar bis Februar Aufenthalt in einer psychosomatischen Kurklinik:
Werde mit folgender Medikation entlassen:
15mg Mirtazapin, 50 mg Seroquel, 300 mg Elontril

Meine neue Psychiaterin legt mir dringend Nahe, trotz Ängsten und Schwäche, wieder langsam mit der Wiedereingliederung zu starten. Mein anfänglicher Schock über diese Empfehlung löst sich irgendwann und ich starte ab März/2016 mit der Wiedereingliederung. Die ersten Wochen sind extrem hart, aber ich schaffe es.

Nach der Wiedereingliederung starte ich auf Wunsch langsam mit dem Ausschleichen:
1. Seroquel weg: ein paar Tage morgens Übelkeit, dann ok
2. Mirtazapin auf 7,5 mg: kein Problem
3. Mirtazapin nach einer weiteren Woche auf Null
- > nach ein paar Tagen massive Entzugserscheinungen, die mich zum Wiedereindosieren mit 3,75 mg zwingen

Es beginnt eine monatelange sehr leidgeplagte Zeit mit dem Versuch, die Medikamente auszuschleichen!
Ende 2016: Alle Medikamente abgesetzt.
‐-----‐-------------------------------------
Dezember 2020: Erneute schwere Erschöpfungsdepression, die mich zu einem Klinikaufenthalt von Januar bis Februar 2021 zwingt.
Werde mit folgender Medikation auf eigenen Wunsch nach 5 Wochen entlassen:
30mg Mirtazapin, 25mg Seroquel, 300 mg Elontril

Aufgrund von massiven Herzrasen und Bluthochdruck reduziere ich im März/2021 das Elontril auf 150mg: Keine Auswirkungen
Danach reduziere ich das Elontril wie folgt weiter:
1. Lasse die 150mg jeden 4. Tag weg
2. Jeden 3. Tag weg
3. Nehme es seit zwei Wochen nur noch jeden 2. Tag

Seroquel schleiche ich auch aus, aufgrund der Auswirkungen auf die Schilddrüse: keine Auswirkungen

Alles ist mit meinem Hausarzt und meiner Therapeutin abgestimmt.

Seit März/2021 habe ich auch mit der Mirtazapin Reduzierung begonnen:
Schritte jeweils im zwei Wochenrythmus:
1. 22,5
2. 18,75
3. 15 mg
4. 7,5 mg
5. 3,75 mg
6. 2.5 mg
7. 2.2 mg
8. 0mg (01.05.21)

Die erste Woche verlief super, keine Probleme.
Aber das alles war wohl doch zu schnell und nach zwei Wochen ohne Mirtazapin massiver Einbruch:
- Schwindel
- Übelkeit
- Krämpfe, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Panikanfälle, die Haut brennt, Sehstörungen bleischwere Müdigleit
-> es wird jeden Tag schlimmer!!!!! Bekomme Panik, weil alle Symptome von Januar plötzlich verstärkt wieder da sind

Nach drei Wochen unerträglicher sich steigender Symptome, nehme ich seit zwei Tagen (21.05.21)wieder Mirtazapin in der letzten Dosis von 2,5 mg ein und hoffe auf Besserung. Auch das Elontril nehme ich wieder täglich mit 150mg ein.

Im Moment plagen mich noch starke Unruhe, Krämpfe, Müdigkeit, Ängste und Schlafprobleme.

Seit dem 15. April habe ich wieder mit der Wiedereingliederung in den Beruf begonnen. Geplant ist Diese für 2,5 Monate bis Ende Juni. Die ersten drei Wochen verliefen gut.
padma
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von padma »

hallo Mareia, :)
Auch haben mich wieder heftige Wadenkrämpfe in der Nacht geplagt, daher werde ich mal jetzt Magnesium einnehmen.
Ja, das ist eine gute Idee. Es gibt verschiedene Arten von Magnesiumverbindungen, im Gesndheitsbereich gibt es einen thread dazu. Beim Absetzen von Mirtazapin entwickelt sich gerne eine Histaminintoleranz, Magnesiumcitrat könnte daher ungünstig sein.

Das wäre sowieso etwas worauf du noch achten könntest. Verschlimmern manche Nahrungsmittel deine Symptome?
Aber man kann den Heilungsprozess halt nicht beschleunigen oder gar einzelne Schritte überspringen. Das ist jetzt meine Erfahrung nach meinem Crash.
Das ist eine ganz wichtige Erkenntnis
Dennoch fühlte ich mich nach meiner Entscheidung, wieder mit Mirtazapin anzufangen, als totale Versagerin.
Das ist kein Versagen, sondern eine kluge Entscheidung um deinem ZNS zu helfen sich anzupassen. Du wirst es später ja wieder ausschleichen.
Es ist ja auch kein Versagen, sich nach einem Beinbruch einen Gips anlegen zu lassen, damit der Knochen besser zusammenwachsen kann.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
► Text zeigen


Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Mareia
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von Mareia »

Liebe Padma,🌝

Ich danke Dir sehr für Deine Antwort.

Tatsächlich merke ich, dass ich manche Lebensmittel im Moment nicht mehr vertrage, aufgrund einer plötzlichen Histaminintolleranz. Auch Kaffee scheint die Symptome extrem anzutriggern, also lasse ich es sein. Im Moment trinke ich daher viel Wasser und ernähre mich sehr ausgewogen.

Ein grosser Fehler von mir war sicherlich, dass ich nach dem Mirtazapin Absetzen eine Entgiftungskur gestartet hatte. Ich weiss wirklich nicht, warum ich so früh damit begonnen habe und kann es mir nur mit meiner extremen Aversion gegen die Antidepressiva erklären.🤷‍♀️

Ich nehme jetzt seit 5 Tagen wieder 2,5 mg Mirtazapin und täglich 150mg Elontril ein und habe immer noch sehr mit all den Symptomen zu kämpfen. Es reicht nur ein kleiner Reiz aus (z.b. es redet jemand sehr schnell, oder zügige Bewegungen, längere Autofahrten, manchmal auch ein Windstoß, Telefonklingeln) und schon verkrampft sich mein ganzer Körper und mir wird übel und schwindlig. Alle Symptome kommen dann nacheinander hoch.

Kennst Du/Ihr das auch? Ich weiss überhaupt nicht, damit umzugehen, weil ich dadurch das Gefühl habe, nicht mehr am normalen Leben teilnehmen zu können. Lange Unterhaltungen gehen im Moment gar nicht.

Ich hab solche Sorge, dass die Symptome nicht besser, sondern eher schlimmer werden. Wie kommt man da nur aus diesem Prozess wieder heraus?

Ganz liebe Grüsse,
Mateia
2015/2016: Schwere Erschöpfungsdepression
Juni - August: Stationärer Aufenthalt in der Psychiatrie
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2. Sertralin/Quentiapin
3. Brintelix/Trazodon
Mir erging es während des Aufenthaltes immer schlechter und ich habe mich mit der 3. Medikation aus Verzweiflung selbst entlassen.
Zu Hause habe ich dann das Brintelix in Abstimmung mit meinem Psychiater selber abgesetzt und erleide innerhalb von 4 Wochen einen totalen Absturz.

Oktober bis Januar 2016 erneuter stationärer Aufenthalt:
Werde mit folgender Medikation sehr instabil entlassen
45mg Mirtazapin, 50 mg Seroquel, 300 mg Elontril

Von Januar bis Februar Aufenthalt in einer psychosomatischen Kurklinik:
Werde mit folgender Medikation entlassen:
15mg Mirtazapin, 50 mg Seroquel, 300 mg Elontril

Meine neue Psychiaterin legt mir dringend Nahe, trotz Ängsten und Schwäche, wieder langsam mit der Wiedereingliederung zu starten. Mein anfänglicher Schock über diese Empfehlung löst sich irgendwann und ich starte ab März/2016 mit der Wiedereingliederung. Die ersten Wochen sind extrem hart, aber ich schaffe es.

Nach der Wiedereingliederung starte ich auf Wunsch langsam mit dem Ausschleichen:
1. Seroquel weg: ein paar Tage morgens Übelkeit, dann ok
2. Mirtazapin auf 7,5 mg: kein Problem
3. Mirtazapin nach einer weiteren Woche auf Null
- > nach ein paar Tagen massive Entzugserscheinungen, die mich zum Wiedereindosieren mit 3,75 mg zwingen

Es beginnt eine monatelange sehr leidgeplagte Zeit mit dem Versuch, die Medikamente auszuschleichen!
Ende 2016: Alle Medikamente abgesetzt.
‐-----‐-------------------------------------
Dezember 2020: Erneute schwere Erschöpfungsdepression, die mich zu einem Klinikaufenthalt von Januar bis Februar 2021 zwingt.
Werde mit folgender Medikation auf eigenen Wunsch nach 5 Wochen entlassen:
30mg Mirtazapin, 25mg Seroquel, 300 mg Elontril

Aufgrund von massiven Herzrasen und Bluthochdruck reduziere ich im März/2021 das Elontril auf 150mg: Keine Auswirkungen
Danach reduziere ich das Elontril wie folgt weiter:
1. Lasse die 150mg jeden 4. Tag weg
2. Jeden 3. Tag weg
3. Nehme es seit zwei Wochen nur noch jeden 2. Tag

Seroquel schleiche ich auch aus, aufgrund der Auswirkungen auf die Schilddrüse: keine Auswirkungen

Alles ist mit meinem Hausarzt und meiner Therapeutin abgestimmt.

Seit März/2021 habe ich auch mit der Mirtazapin Reduzierung begonnen:
Schritte jeweils im zwei Wochenrythmus:
1. 22,5
2. 18,75
3. 15 mg
4. 7,5 mg
5. 3,75 mg
6. 2.5 mg
7. 2.2 mg
8. 0mg (01.05.21)

Die erste Woche verlief super, keine Probleme.
Aber das alles war wohl doch zu schnell und nach zwei Wochen ohne Mirtazapin massiver Einbruch:
- Schwindel
- Übelkeit
- Krämpfe, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Panikanfälle, die Haut brennt, Sehstörungen bleischwere Müdigleit
-> es wird jeden Tag schlimmer!!!!! Bekomme Panik, weil alle Symptome von Januar plötzlich verstärkt wieder da sind

Nach drei Wochen unerträglicher sich steigender Symptome, nehme ich seit zwei Tagen (21.05.21)wieder Mirtazapin in der letzten Dosis von 2,5 mg ein und hoffe auf Besserung. Auch das Elontril nehme ich wieder täglich mit 150mg ein.

Im Moment plagen mich noch starke Unruhe, Krämpfe, Müdigkeit, Ängste und Schlafprobleme.

Seit dem 15. April habe ich wieder mit der Wiedereingliederung in den Beruf begonnen. Geplant ist Diese für 2,5 Monate bis Ende Juni. Die ersten drei Wochen verliefen gut.
Mareia
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Re: Mareia: Absetzprobleme bei Elontril (Bupropion)/Mirtazapin

Beitrag von Mareia »

Ich würde wirklich sehr gerne mit meiner jetzigen Tablettendosis erstmal Stabilität reinbringen. Aber irgendwie klappt das diesmal nicht so schnell wie erhofft.

Ist es jetzt sinnvoll erstmal ein paar Wochen alles so zu belassen und dem ZNS Zeit zur Regeneration zu geben, oder sollte ich nochmal was anpassen?

LG,
Mareia
2015/2016: Schwere Erschöpfungsdepression
Juni - August: Stationärer Aufenthalt in der Psychiatrie
-> während des Aufenthaltes mehrfache Änderungen der Medikation:
1. Cymbalta/Mirtazapin/Tavor
2. Sertralin/Quentiapin
3. Brintelix/Trazodon
Mir erging es während des Aufenthaltes immer schlechter und ich habe mich mit der 3. Medikation aus Verzweiflung selbst entlassen.
Zu Hause habe ich dann das Brintelix in Abstimmung mit meinem Psychiater selber abgesetzt und erleide innerhalb von 4 Wochen einen totalen Absturz.

Oktober bis Januar 2016 erneuter stationärer Aufenthalt:
Werde mit folgender Medikation sehr instabil entlassen
45mg Mirtazapin, 50 mg Seroquel, 300 mg Elontril

Von Januar bis Februar Aufenthalt in einer psychosomatischen Kurklinik:
Werde mit folgender Medikation entlassen:
15mg Mirtazapin, 50 mg Seroquel, 300 mg Elontril

Meine neue Psychiaterin legt mir dringend Nahe, trotz Ängsten und Schwäche, wieder langsam mit der Wiedereingliederung zu starten. Mein anfänglicher Schock über diese Empfehlung löst sich irgendwann und ich starte ab März/2016 mit der Wiedereingliederung. Die ersten Wochen sind extrem hart, aber ich schaffe es.

Nach der Wiedereingliederung starte ich auf Wunsch langsam mit dem Ausschleichen:
1. Seroquel weg: ein paar Tage morgens Übelkeit, dann ok
2. Mirtazapin auf 7,5 mg: kein Problem
3. Mirtazapin nach einer weiteren Woche auf Null
- > nach ein paar Tagen massive Entzugserscheinungen, die mich zum Wiedereindosieren mit 3,75 mg zwingen

Es beginnt eine monatelange sehr leidgeplagte Zeit mit dem Versuch, die Medikamente auszuschleichen!
Ende 2016: Alle Medikamente abgesetzt.
‐-----‐-------------------------------------
Dezember 2020: Erneute schwere Erschöpfungsdepression, die mich zu einem Klinikaufenthalt von Januar bis Februar 2021 zwingt.
Werde mit folgender Medikation auf eigenen Wunsch nach 5 Wochen entlassen:
30mg Mirtazapin, 25mg Seroquel, 300 mg Elontril

Aufgrund von massiven Herzrasen und Bluthochdruck reduziere ich im März/2021 das Elontril auf 150mg: Keine Auswirkungen
Danach reduziere ich das Elontril wie folgt weiter:
1. Lasse die 150mg jeden 4. Tag weg
2. Jeden 3. Tag weg
3. Nehme es seit zwei Wochen nur noch jeden 2. Tag

Seroquel schleiche ich auch aus, aufgrund der Auswirkungen auf die Schilddrüse: keine Auswirkungen

Alles ist mit meinem Hausarzt und meiner Therapeutin abgestimmt.

Seit März/2021 habe ich auch mit der Mirtazapin Reduzierung begonnen:
Schritte jeweils im zwei Wochenrythmus:
1. 22,5
2. 18,75
3. 15 mg
4. 7,5 mg
5. 3,75 mg
6. 2.5 mg
7. 2.2 mg
8. 0mg (01.05.21)

Die erste Woche verlief super, keine Probleme.
Aber das alles war wohl doch zu schnell und nach zwei Wochen ohne Mirtazapin massiver Einbruch:
- Schwindel
- Übelkeit
- Krämpfe, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Panikanfälle, die Haut brennt, Sehstörungen bleischwere Müdigleit
-> es wird jeden Tag schlimmer!!!!! Bekomme Panik, weil alle Symptome von Januar plötzlich verstärkt wieder da sind

Nach drei Wochen unerträglicher sich steigender Symptome, nehme ich seit zwei Tagen (21.05.21)wieder Mirtazapin in der letzten Dosis von 2,5 mg ein und hoffe auf Besserung. Auch das Elontril nehme ich wieder täglich mit 150mg ein.

Im Moment plagen mich noch starke Unruhe, Krämpfe, Müdigkeit, Ängste und Schlafprobleme.

Seit dem 15. April habe ich wieder mit der Wiedereingliederung in den Beruf begonnen. Geplant ist Diese für 2,5 Monate bis Ende Juni. Die ersten drei Wochen verliefen gut.
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