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Swaantje: Abdosierung von Seroquel (Quetiapin) nach 18 Jahren

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Swaantje
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Swaantje: Abdosierung von Seroquel (Quetiapin) nach 18 Jahren

Beitrag von Swaantje »

Hallo,
Ich bin Swaantje, 44 Jahre alt und habe eine chronische PTBS und ich bin eingestellt auf:

- 17ml Polamidon
- 600mg Seroquel (vor 6 Monaten noch 1200mg, ich schlafe ca 4 Stunden und hatte es einmal auf null abdosiert und durch Venlafaxin ersetzt. 2 Wochen später bekam ich MASSIVE Entzugserscheinungen)
- 30mg Diazepam

Ich MUSS das Seroquel unbedingt absetzen, da ich schwere Blutbild Störungen und Schilddrüsenprobleme habe.

Ich habe nun 18 Jahre lang zwischen 900 und 1200mg Seroquel eingenommen, aufgrund einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Erst seit ca 4 Monaten nur noch 600, manchmal 800mg unretardiert.

Ich las hier im Forum, ich hätte Jahre (!!) damit zu tun, die letzten 600mg abzudosieren. Ist das wahr?

Das Diazepam ist kein Problem - ein halbes Jahr Entzug und gut.
Das Polamidon MUSS ich nur abdosieren auf ca 4-7 ml, denn völlig im Gegensatz zum Seroquel schadet es dem Körper nicht.

Aber bitte berichtet von Eurem Seroquel Entzug und ich spreche hier ganz besonders diejenigen an, die deutlich länger, als 10 Jahre dieses Medikament Einnahmen und wie sie es abdosierten.

Euch allen einen schönen Tag,

Swaantje
Zuletzt geändert von Annanas am 23.05.2021 16:50, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Nutzername u Wirkstoff im Titel ergänzt
Niemandsland
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Re: Swaantje: Abdosierung von Seroquel (Quetiapin) nach 18 Jahren

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Swaantje

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

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Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße

Niemandsland
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padma
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Re: Swaantje: Abdosierung von Seroquel (Quetiapin) nach 18 Jahren

Beitrag von padma »

hallo Swaantje, :)

auch von mir willkommen.
Ich MUSS das Seroquel unbedingt absetzen, da ich schwere Blutbild Störungen und Schilddrüsenprobleme habe.
Bei schwerwiegende, potentiell lebensbedrohliche Blitbildveränderungen muß ein Medikament zwingend sehr schnell reduziert bzw. abgesetzt werden. Ein langsames Ausschleichen, wie wir es ansonsten im Forum empfehlen, ist dann leider nicht machbar.

Bitte besprich mit deinem Arzt, wie schnell Quetiapin raus muß, das können wir von hier aus nicht beurteilen. Evtl. ist es vertretbar von einer niedrigen Dosis aus langsam zu reduzieren, unter ärztlicher Überwachung.

Wer hat dir denn diese Wahnsinnsdosen verschrieben :shock: ? Eine übliche Dosierung zur Behandlung der Schizophrenie und mittelschweren bis schweren manischen Episoden bei bipolaren Störungen ist bis 600 mg, in Ausnahmefällen bis 800 mg. Dies liegt bei dir jedoch nicht vor. Zur Behandlung von schweren depressiven Episoden bei bipolaren Störungen werden 300 mg gegeben. Bei einer PTBS falls überhaupt (ist keine Indikation) noch weniger.
Das Diazepam ist kein Problem - ein halbes Jahr Entzug und gut.
Das Polamidon MUSS ich nur abdosieren auf ca 4-7 ml, denn völlig im Gegensatz zum Seroquel schadet es dem Körper nicht.
Du weisst, dass die Kombination von Polamidon und Diazepam hochgefährlich ist?
Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber ich habe den Eindruck, dass du dir nicht so bewusst bist, in was für einer schwierigen Situation du steckst.
30 mg Diazepam in einem halben Jahr entziehen zu wollen, ist ein sehr sportliches Unterfangen.

Es gibt sicher Gründe, warum du in diese Situation geraten bist. Daher schreibe ich ganz wertneutral. Ich möchte aber an dich appellieren im Interesse deiner Gesundheit, deine Medikamentensituation sehr ernstzunehmen und dich gut zu informieren.

Wenn du mit deinem Arzt Rücksprache bzgl. der Seroquelreduktion gehalten hast, können wir dich diesbezüglich unterstützen. Auch zum Diazepamentzug haben wir viele Infos, so du dass denn dann möchtest.

Denkst du bitte noch an die Signatur?

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
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