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Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

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Herzi
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Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von Herzi »

Hallo ihr lieben,

hier ist Herzi :) bin neu Hier und lese hier mit großen Interesse eure Erfahrungen die mich sehr rühren und auch motivieren. Bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen, als mich jemand in den Youtube Komments (namens Besmo der seit 2 Jahren auf Null ist) auf diesen unersetzlichen Forum aufmerksam machte, worüber ich heute sehr dankbar bin.

Meine Angelegenheit handelt sich um die Schlaflosigkeit meiner Ehefrau die seit ca. 3 Monate verbissen anhält.
Sie leidet seit März 2021 unter massiver Schlaflosigkeit, hier ein kleines Rund um Info:
November 2020 ist sie von NRW zu mir nach Frankfurt am Main gezogen. (Seit 11 Jahren ein glückliches Paar) Alles war für Sie neu und die Umgebung war ihr überhaupt nicht vertraut.
Tagsüber arbeitete ich und Sie war in dieser Zeit Zuhause. Die Abende hat man zusammen verbracht. Sie fing im Februar an zu Grübeln ob die Entscheidung nach Frankfurt zu kommen und ihre Familie und vertraute Umgebung zu verlassen richtig war. Das ganze hat sich gesteigert bis Sie irgendwann nicht mehr einschlafen konnte (so mein Eindruck, da diese Gedanken immer nur kurz vor dem Einschlafen geäußert wurden). Sie fuhr zu ihrer Familie und blieb dort für 3 Wochen und kam wieder zurück. Ihre Lage hatte sich un der zwischen Zwit verschlechtert. Die Schlaflosigkeit war enorm.

Anfang April war es für sie unterträglich und sie kam in die Psychatrische Klinik wo man sie mit SSRI Sertalin 75 mg und Quetiapin 50 mg wieder zum schlafen bringen konnte. Ihr Zustand verbesserte sich und 2 wochen vor Entlassung hatte sie den SSRI Sertalin langsam ausgeschlichen und weiterhin das Quetiapin eingenommen. Tag der Entlassung war 08. Mai 2021.

Nach der Entlassung setze sie das Quetiapin abrupt ab und war ganz ohne SSRI und NL. Und wieder konnte sie nicht mehr schlafen bis ich sie 6 Tage später dazu bewegte am Abend eine Quetiapin Tablette zu nehmen um etwas schlafen zu können(Aus unwissenheit). Sie schlief paar stunden und ich war Glücklich darüber. Am nächsten Morgen war sie nach dem Aufwachen für eine Minute ansprechbar, dann bekam sie einen Trip, den ich nie vergessen werde. Es war alles aufeinmal Akhatesie, Wahnvorstellungen, endloses Gedanken-Kreisen Bewegungsdrang, was den halben Tag andauerte, So ging ich an die Ursache ran und brachte sie zu ihrer Familie nach NRW wo sie nicht mehr alleine ist und gab ihr zu verstehen, dass ich alle ihre Entscheidungen aktzeptieren würde, im Falle, das etwas mit der Beziehung nicht stimmen sollte.

Am nächsten Abend bekam sie wieder 50 mg Quetiapin und konnte lange einschlafen, was eigentlich unser Ziel war und immer noch ist. Nach Rücksprache mit dem Krankenhaus sollte sie auch das SSRI wieder einnehmen. Am 8.Tag nach dem Absetzen dosierten wir wieder 75 mg Sertalin und 50 mg Quetiapin ein. Ab da schlief sie von Tag zu Tag weniger und ist wieder bei etwa 0 Null Stunden.

Mittlerweile sind 2 Wochen nach der wieder Eindosierung noch keine Besserung eingetreten.

Ich weiß nicht wirklich wie ich Ihr helfen kann. Wir haben noch keinen Psychiater und Psychologen. Termine sind vor August 2021 nicht zu finden. Stehen Hilflos dar.
Irgenwie bereue ich, dass ich sie im April in die Klinik für Psychatrie gebracht habe.
Jeder Ratschlag wäre eine große Hilfe.
Was sollte man jetzt machen. Abwarten, oder an der Tagesdosis der PP umstellen?

Für jede Art Hilfe wäre ich sehr Dankbar.

LG
Herzi
Zuletzt geändert von Annanas am 30.05.2021 12:46, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Nutzername im Titel ergänzt, Absätze eingefügt, Medikamente ergänzt
Schlaflosigkeit meiner Frau dauert seit Mitte März 2021 an. Sie ist 32 Jahre alt.
Hat ein Herz Septum ASD2 was bald operiert werden soll. Sobald sich ihre Schlaflosigkeit gebessert hat.

Einahme von PP seit dem April.2021

03.04.2021 - 26.05.2021 75 mg Sertalin
26.04 2021 50 mg Sertalin
03.05.2021 25 mg Sertalin
07.05.2021 0.0 mg Sertalin Abgesetzt

03.04.2021 - 03.05.2021 50 mg Quetiapin
03.05.2021 - 07.05.2021 25 mg Quetiapin
07.05.2021 0.0 mg Quetiapin abgesetzt.

Danach Schlafstörung total ausgebrochen unregelmäßiger Schlaf bis fast kein Schlaf.

16. Main 2021 Am Abend eine Quetiapin 50 mg ca. 7 Stunden schlaf. Danach nur Horror Trip.
17. Mai 2021 50 mg Quetiapin am Abend 8. Stunden Schlaf. (Was sie total abstreitet)

Seit 18.05.2021 wieder Eindosierung von Sertalin 75 mg und gleichzeitiger Einnhame von Quetiapin 50 mg.

Seit 03.07.2021 Sertalin von 75 mg auf 50 mg reduziert.

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Niemandsland
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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Herzi,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,

liebe Grüße

Niemandsland
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2021 Wichtige Umfrage über Antidepressiva-Entzug, BITTE TEILNEHMEN: viewtopic.php?p=411512#p411512
Herzi
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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von Herzi »

Hallo Niemandsland,

Vielen Dank fürs Freischalten. Freue mich schon auf die Ratschläge und Kommentare.

Schöne Grüße

Herzi
Schlaflosigkeit meiner Frau dauert seit Mitte März 2021 an. Sie ist 32 Jahre alt.
Hat ein Herz Septum ASD2 was bald operiert werden soll. Sobald sich ihre Schlaflosigkeit gebessert hat.

Einahme von PP seit dem April.2021

03.04.2021 - 26.05.2021 75 mg Sertalin
26.04 2021 50 mg Sertalin
03.05.2021 25 mg Sertalin
07.05.2021 0.0 mg Sertalin Abgesetzt

03.04.2021 - 03.05.2021 50 mg Quetiapin
03.05.2021 - 07.05.2021 25 mg Quetiapin
07.05.2021 0.0 mg Quetiapin abgesetzt.

Danach Schlafstörung total ausgebrochen unregelmäßiger Schlaf bis fast kein Schlaf.

16. Main 2021 Am Abend eine Quetiapin 50 mg ca. 7 Stunden schlaf. Danach nur Horror Trip.
17. Mai 2021 50 mg Quetiapin am Abend 8. Stunden Schlaf. (Was sie total abstreitet)

Seit 18.05.2021 wieder Eindosierung von Sertalin 75 mg und gleichzeitiger Einnhame von Quetiapin 50 mg.

Seit 03.07.2021 Sertalin von 75 mg auf 50 mg reduziert.

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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von simonb »

Hallo Herzi :)

Ich habe eure Geschichte kurz überflogen, bitte erstelle eine Signatur (Anleitung im Begrüßungstext), dann können wir besser verstehen wann welche Psychopharmaka eingenommen wurden.
Vorweg: Das SSRI Sertralin ist massiv antriebssteigernd, das ist bei Schlafstörungen genau das falsche, wie lange hat sie das denn insgesamt schon eingenommen? Vielleicht kann man das relativ schnell noch wieder ausschleichen.

Aber erstmal bitte eine ausführliche Signatur, und keine Schnellschüsse. Jetzt sollte man geplant und überlegt vorgehen.
Hat deine Frau denn einen Psychotherapeuten? Das wäre ja mal das erste was man hätte versuchen können, vor Medikamenten Verschreibung,
aber gut ist jetzt so, diese Pillen werden viel zu leichtfertig verschrieben.

LG Simon
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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von Straycat »

Hallo Herzi,

auch von mir willkommen im Forum. Das tut mir sehr leid zu lesen, was deine Frau und auch mittelbar du da bis jetzt durchmachen musstet.

Deine Frau hat das Sertralin und das Quetiapin nicht sehr lange genommen, weshalb ein rascheres Ausschleichen noch hätte möglich sein können. Allerdings sind Psychopharmaka in der Regel nach ca. 4 Wochen regelmäßiger Einnahme schon recht fest in den Gehirnstoffwechsel verbaut. Es könnte also sein, dass das großschrittige Ausschleichen von Sertralin und Quetiapin zu rasch für deine Frau war. Auch die Wiedereindosierung mit so großen Dosen von 50mg Quetiapin und dann auch gleich 75mg Sertralin war vielleicht zu heftig für sie. Für eine Wiedereindosierung ist häufig eine sehr viel kleinere Dosis geeignet, da sich der Körper in der Zeit auf 0mg schon begonnen hat, wieder daran zu gewöhnen und im Gehirn schon "Rückbauarbeiten" vorgenommen hat.
Genaueres kannst du auch in unseren FAQ zum Wiedereindosieren nachlesen: https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 15#p106315

Kannst du deine Frau mal bitten ihre Symptome genau zu beschreiben? Wie war dieser "Horrortrip"? Waren das Symptome, die sie vorher schon einmal hatte?
Wie lange schläft sie seit der Wiedereinnahme nun schon gar nicht mehr? Wie sind ihre Symptome jetzt?

Alles Gute euch beiden!
Liebe Grüße,
Cat
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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von Herzi »

Hallo Simonb, Hallo Straycat, 😊

Danke für die liebe Begrüßung von euch hier im Forum. Ich freue mich riesig über eure Teilnahme.

Für mich ist das eine Rettungsaktion einen lieben, bedingungslos hilfsbereiten Menschen das Leben zu retten. Ich bin Ihr für vieles im Leben Dankbar. Ich werde keine Mühe scheuen Sie wieder auf die Beine zu verhelfen.

@Simonb ..👋 die Signatur sollte unter dem Text erscheinen. Habe es als aller erstes ausgefüllt und bin dann auf Absenden gegegangen. Hoffe, dass die Signatur für euch nun sichtbar wird. Bitte um Rückinfo, falls es noch nicht erscheint.

Die Medikamente wurden ihr bei der Stationären Behandlung in der Klinik für Psychatrie in Frankfurt verordnet (5 Wochen Aufenthalt). Ich freue mich auf den weiteren Austausch.
Danke für den Hinweis auf die Wirkung von Sertalin.
Als wir wieder eindosierten haben wir 2 Tage davor alleine mit dem Queptiam begonnen.
An diesen beiden Tagen schlief sie auch. Mit der Einnahme vom Sertalin, ging mit den Tagen, die Stundenzahl kontinuierlich auf nahe Null runter.
Könnte das vom Sertalin kommen? kann es nicht genau bestimmen, aber grund genug verdacht zu schöpfen.


@Straycat👋:
Ihr Zustand ist Tagesüber sehr Ruhig. Zu Ruhig. Sprechen tut sie fast kein Wort mehr. Nur auf Nachfrage und zig facher wiederholungen, kommt mal, wenn überhaupt ein Wort weinerlich raus.
Wenn mal ein Satz raus kommt, ist das ein gutes Zeichen von dem ich Tage lang Hoffnung zerren kann.

Ihre Mutter gibt ihr Aufgaben, um sie einwenig in der Realität zu halten. Weil sie sonst nur am Grübeln und Ausschweifen wäre.
Tagesüber ist Schlaf unmöglich. Sie zuckt kurz vor dem einschlafen auf. Das war bevor der PP Einnahme auch schon so. (Grunderkrankungseit Mitte/Ende Februar).
Gegen Abend kommt eine merkbare Anspannung/Bereitschaft es wieder zu versuchen. Wie ein Profi Sportler kurz vor dem Anpfiff. Meiner Ansicht nach kommt es vom Gedanke wieder nicht einschlafen zu können.

Gegen 21:30 nimmt sie die Queptiamin 50mg unretadiert ein und geht gegen 22 Uhr ins schlafen.

Hier geht die Routine des hin und her wendes los. Je länger die Nacht andauert desto schlimmer werden ihre Vorstellungen und kleiner die Hoffnung jemals wieder normal ein zu schlafen. Sie spielt bewusst mit ihrem Fuß um dadurch dem Kopfkino zu entfliehen. Das ist mal mehr mal weniger, je nach dem wie fortgeschritten der Schlafentzug ist. Falls Sie mal Glück hat und einschläft, danach wieder aufwacht wird sie noch verzweifelter.

Das ganze, obwohl sie vor dem Absetzen noch auf ca. 5-6 Stunden Schlaf pro Nacht gekommen ist.
Haben das Queptiamin 2 Tage vor dem Sertalin eindosiert und an beiden Tagen hat sie meiner Meinung nach felsen fest geschlafen.
Erst am dritten Tag nahm das Sertalin hinzu und der schlaf ließ wieder nach, bis es ganz weg geblieben ist.

simonb hat das bereits angedeutet, aber ob es am Sertalin liegt bin ich nicht sicher, da Sertalin vor dem Absetzen den Schlaf auch nicht behindert hat.

Wenn sie einschläft
(In der Signatur angegeben). Bemerkt sie das nicht und streitet es immer ab. (Kein Schlaf erleben)
Ich höre wie sie im schlaf murmelt, oder wenn sie lauter träumt. Diese Zeichen sprechen doch dafür, dass sie am Schlafen ist, oder?

Es gibt Tage, da halte ich mit ihr nicht mit und verfalle in Schlaf und fühle mich so mies beim aufwachen, wenn ich sehe, dass sie dasselbe auch gerne tun würde. Zereißt mir das Herz Stunde für Stunde.

Ich danke euch für die Zeit die ihr hier einsetzt. Das verhindert so viel zusätzliches Leid.

Hoffe das irgendwann mal jemand vom Weg den meine Frau geht profitieren wird und schnel zur Gesundheit findet.

LG an euch 😊
Herzi

LG
Schlaflosigkeit meiner Frau dauert seit Mitte März 2021 an. Sie ist 32 Jahre alt.
Hat ein Herz Septum ASD2 was bald operiert werden soll. Sobald sich ihre Schlaflosigkeit gebessert hat.

Einahme von PP seit dem April.2021

03.04.2021 - 26.05.2021 75 mg Sertalin
26.04 2021 50 mg Sertalin
03.05.2021 25 mg Sertalin
07.05.2021 0.0 mg Sertalin Abgesetzt

03.04.2021 - 03.05.2021 50 mg Quetiapin
03.05.2021 - 07.05.2021 25 mg Quetiapin
07.05.2021 0.0 mg Quetiapin abgesetzt.

Danach Schlafstörung total ausgebrochen unregelmäßiger Schlaf bis fast kein Schlaf.

16. Main 2021 Am Abend eine Quetiapin 50 mg ca. 7 Stunden schlaf. Danach nur Horror Trip.
17. Mai 2021 50 mg Quetiapin am Abend 8. Stunden Schlaf. (Was sie total abstreitet)

Seit 18.05.2021 wieder Eindosierung von Sertalin 75 mg und gleichzeitiger Einnhame von Quetiapin 50 mg.

Seit 03.07.2021 Sertalin von 75 mg auf 50 mg reduziert.

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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von simonb »

Hallo, eventuell war das Nervensystem bei der erstmaligen Gabe vom Sertralin noch nicht gereizt. Durch das Absetzen von Sertralin fand eventuell eine Reizung statt, bzw hatte sich das Nervenssystem schon an eine niedrigere Dosis angepasst. Das wiedereinsteigen mit direkt 75 mg war eventuell viel zu hoch.

Ich würde an eurer Stelle mit dem Sertralin etwas runter gehen, sagen wir zunächst auf 50mg . Das Quetiapin würde ich zunächst so lassen.
Aber eventuell gibt es hier auch noch andere Meinungen...

LG Simon
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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von Herzi »

@ Straycat,

Meine Frau wohnt seit dem einschleichen am 18.05.2021 wieder bei ihren Eltern (NRW). Da wir zu viel angst haben, wenn sie alleine ist, während ich auf meiner Vollzeit Stelle bin.

Seit mindestens einer Woche schläft sie höchstens 1-2 Stunden, auch oft gar keine.
Es fragt auch keiner mehr danach, damit das Thema Schlafen aus ihrem Fokus verschwindet und sie damit beginnt die Anspannung davor zu verlieren. Werde am Mittwoch (übermorgen) hin fahren und werde mir selbst ein Eindruck von der Lage machen. Man kann stark davon ausgehen, dass es noch keine Besserung gab, sonst hätte man mich bestimmt informiert.

Möchte dir noch vom Horror Trip berichten, der zum ersten mal in dieser Form aufgetretten ist.
Zwar war der Laufdrang mit starker Unruhe schon einmal Morgens bis in den Mittag aufgetretten. War am 5. Tag nach dem Absetz Versuch. Dennoch war ein Bewusstsein zu erkennen und man konnte durch die Trübing hindurch mit ihr kommunizieren.

Während dem großen Trip 2 Tage danach, war von außen gar keine Kommumikation möglich. Ich wüsste nur zu gerne wie sie verstanden hat, dass ich mit ihr nach draußen an die Frische Luft wollte.

So hat die Wahn/ Angst Attacke seinen Lauf genommen:

6 Tage nach dem absetzen, war ihr schlaf bei ca Null angelangt. So habe ich Sie überredet für die bevorstehende Nacht die Schlaftablette zu nehmen, um etwas Schlaf zu finden. Im festen Glauben die Queptiamin Tablette die sie noch vom Krankenhaus übrig hatte, wäre eine schlaftablette.
Sie warf die Tablette runter trank etwas Wasser dazu. Dann kam der Abend Ritual und sie trank einen Glas Milch mit Honig. Haben etwa ne halbe Stunde zusammen eine Naturexpeditions Sendung angeschaut, um einwenig auf andere Gedanken zu kommen.

Ihr Befinden war am Abend sehr entspannt und natürlich.
Gegen 22:45 seit Monaten gleiche Uhrzeit um zu Bett zu gehen. Sie schlief sehr gut ein bis um ca. 8 Uhr Morgens. Ich war schon gegen 6 Uhr wach und beobachtete mit tiefer Zufriedenheit ihr wohl verdientes Nickerchen.

Nach dem Aufwachen war sie ein Augenblick normal, so dass ich fast gratulieren wollte. Dann war von ihr nur noch ein einziges OHH-NEIN zu hören und der Terror nahm seinen Lauf.

In Panik drehte sie ihren Kopf links und rechts so, als ob sie die vorbeifliegenden Gedanken zu folgen/fangen versucht.
Die Gedanken/Vorstellungen hatten all ihre Aufmerksamkeit für sich.
Stundenlang war sie in den Fängen dieser Wahnvorstellungen.

Hat sich im Bett auf und ab bewegt. Nach den ich quf richtete, kam ein Drang zu gehen ohne sich fortzubewegen (Akathesie ?).
Sie sah sich im spiegel, spielte mit den Haaren, getrieben vom Laufdrang, ohne dabei vom Fleck zu kommen. Die Laufbewegungen habe ich als Zeichen der Flucht vor den Zwangsgedanken verstanden. Bis sie sich von ihr anziehen lassen hat, dauerte seine 20 minuten. Vor dem raus gehen habe ich sie dazu gebracht soviel Wasser wie möglich trinken. Das tat sie auch.
Danach hingen wir viele viele Runden umher um den Laufdrang zu entschärfen.
Ich dachte wenn sie läuft, würden die Gedanken wieder zum fließen kommen und der Zustand sich wieder beruhigen.
Sie war nicht Ansprechbar. Sie war nur unterbewusst gesteuert. Ihr Wachbewusstsein war nicht vorhanden.

Gegen 12 schraubte sich das ganze etwas runter und die Zwangs-Bewegungen ließen allmählich nach.
Endlich wurde sie Ruhig um Frühstücken zu können. Wir machten einen Stop bei einem Bäcker. Danach gingen weiter für ne Stunde spazieren, wo sie überhaupt nicht ansprechbar war. Halbwegs zu Bewusstsein kam sie erst gegen 16 Uhr würde ich jetzt schätzen.

Als sie die Beherschung wieder gewonnen hatte, wusste sie nicht mehr was sie die letzten 8 Stunden erlitten hatte.
Von Tag zu Tag gingen die Zwangsbewegungen immer mehr zurück. Wobei diese Morgens am ausgeprägtesten sind. Je später der Vormittag wird desto ruhiger und klarer wird sie. (Denoch mit sich selbst beschäftigt, am grübeln über die eigene Lage)


Man berichtet mir, dass die Zwangsbewegungen morgens gar nicht mehr vor kommen. (Ist seit genau 11 Tagen bei ihren Eltern). Am Mittwoch Abend fahre ich zu zu Ihr nach NRW und bleibe bis Sonntag dort. Werde dann natürlich über den Zustand berichten.

Möglich, dass bis dahin die wieder Eindosierung hoffentlich geholfen hat.

Der Text ist etwas lang geworden, um so detaillierte Angaben wie mir persönlich möglich ist, zu machen.
Danke für's lesen und die Hilfsbereitschaft.

Ich wünsche ein friedvollen Abend euch allen.
Danke der Nachfrage Straytcat 👋
LG
Herzi
Schlaflosigkeit meiner Frau dauert seit Mitte März 2021 an. Sie ist 32 Jahre alt.
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Einahme von PP seit dem April.2021

03.04.2021 - 26.05.2021 75 mg Sertalin
26.04 2021 50 mg Sertalin
03.05.2021 25 mg Sertalin
07.05.2021 0.0 mg Sertalin Abgesetzt

03.04.2021 - 03.05.2021 50 mg Quetiapin
03.05.2021 - 07.05.2021 25 mg Quetiapin
07.05.2021 0.0 mg Quetiapin abgesetzt.

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16. Main 2021 Am Abend eine Quetiapin 50 mg ca. 7 Stunden schlaf. Danach nur Horror Trip.
17. Mai 2021 50 mg Quetiapin am Abend 8. Stunden Schlaf. (Was sie total abstreitet)

Seit 18.05.2021 wieder Eindosierung von Sertalin 75 mg und gleichzeitiger Einnhame von Quetiapin 50 mg.

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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von Blumenwiese »

Hallo Herzi,

ich habe nicht so ganz verstanden, was ihre Grunderkrankung ist. Nur dass sie als Symptom dieses extreme Grübeln hatte und dann die Schlaflosigkeit folgte. Hab ich das richtig verstanden? Hat sie in der Klinik eine Diagnose bekommen?

Dieser "Horrotrip" liest sich wirklich ganz gruselig und ich findes es schwer, diese Symptomatik einzuschätzen. Ein Teil davon klingt wie schwere, dissoziative Symptome. Aber es passt nicht alles dazu, was mich dann wieder verwirrt. Würde "Katatonie" das Verhalten beschreiben?
https://de.wikipedia.org/wiki/Katatonie

Meine Erfahrung bei Neuroleptika (bei mir Quetiapin und Promethazin) ist, dass bei Reduktionen die Symptome der Grunderkrankung verstärkt zurückkommen. Also sich viel heftiger äußern als vor der erstmaligen Einnahme. Und ich reduziere ja langsam und dennoch merke ich das.
Wäre es möglich, dass sie durch eine Art Rebound-Effekt eine extreme Verschlimmerung der Grundsymptomatik erleidet?
Liebe Grüße
B L U M E N W I E S E


Bitte keine religiösen Worte in meinem Thread

Diagnosen u. vorherige Medikation:
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Absetzverläufe: Quetiapin, Promethazin, Prednisolon
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Erfahrungsberichte:
1. Corona-Impfung
2. Corona-Impfung


Aktuell:
Quetiapin 0-0-4 mg
Promethazin 25-0-28,75 (53,75 mg)
Bedarf: 2x10 mg Promethazin
*********************************
Sonstige Medikamente:
Artelac Complete, Chelidonium Rh D4, Magnesiumglycinat
Bedarf: Movicol, Salbutamol, Levociterizin, Mometason, Ibulysin, Cranberry, Vit. B-Komplex, Eisen+C, Heilerde

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Herzi
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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von Herzi »

Hallo ihr lieben 😊

Beim wieder Eindosieren kannte ich diesen Forum noch nicht und habe nach Rezept vom Krankenhaus gehandelt (keine schuldzuweisung an das Krankenhaus). Dieser Fehler hat uns jetzt Wochen nach hinten geworfen und eine Menge Leid mit sich gebracht.

Frage mich wann sich ihre Lage wieder stabilisiert um die Herzop aufgrund eines Herzseptums zu machen. Laut Empfehlung der Kardiologie sollte es unbedingt noch dieses Jahr gemacht werden.
Hoffe es gelingt ihr wieder zu schlafen, sonst ist eine OP undurchführbar.


Habe von euch nun zwei übereinstimmende Ratschläge bekommen und zwar Sertalin reduzieren.

Wann wäre es am klügsten die Dosis umzustellen, da sie erst vor kurzem die schweren Symptome hatte und eine Umstellung an dieser Stelle doch gegenteilig wirken könnte?

Am Mittwoch werde ich von Ihrer derzeitigen Verfassung genausten Berichten um eine Entscheidung zu treffen was das beste in dieser Situation für sie ist.

Ich Danke euch für die Unterstützung <3

LG
Herz
Schlaflosigkeit meiner Frau dauert seit Mitte März 2021 an. Sie ist 32 Jahre alt.
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03.04.2021 - 26.05.2021 75 mg Sertalin
26.04 2021 50 mg Sertalin
03.05.2021 25 mg Sertalin
07.05.2021 0.0 mg Sertalin Abgesetzt

03.04.2021 - 03.05.2021 50 mg Quetiapin
03.05.2021 - 07.05.2021 25 mg Quetiapin
07.05.2021 0.0 mg Quetiapin abgesetzt.

Danach Schlafstörung total ausgebrochen unregelmäßiger Schlaf bis fast kein Schlaf.

16. Main 2021 Am Abend eine Quetiapin 50 mg ca. 7 Stunden schlaf. Danach nur Horror Trip.
17. Mai 2021 50 mg Quetiapin am Abend 8. Stunden Schlaf. (Was sie total abstreitet)

Seit 18.05.2021 wieder Eindosierung von Sertalin 75 mg und gleichzeitiger Einnhame von Quetiapin 50 mg.

Seit 03.07.2021 Sertalin von 75 mg auf 50 mg reduziert.

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Herzi
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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von Herzi »

Hallo Blumenwiese 😊👋

Danke dir fürs Einschalten 😊.

Die Grunderkrankung ist die in den Wahn treibende Schlaflosigkeit die sich seit Mitte März eingeschlichen hat. Jede Nacht, jede Stunde ist ein Kampf 😪😥

Der Grund dafür war Grübeln über den Umzug nach Frankfurt und die ständige Einsamkeit was sie bei ihrer Familie in NRW nicht kannte. Das ganze wurde begünstigt durch die Corona Regeln, Schließung der Geschäfte, keine Geselschaftlichen Ereignisse sowie die Ausgangssperre. Konnte nicht viel unternehmen, denke das kennt jeder hier.

Für mich war das keine Belastung, da ich sowieso seit meiner Jugend einzelgängerisch bin und alleine gut klar kommen kann. So habe ich es vermasselt, in ihre Lage herein zu versetzen um zu verstehen, wie es ihr geht.

Stattdessen kam von mir immer nur, Augen zu und durch, oder ähnliches. Was natürlich nicht geholfen hat und sie immer mehr mit sich ins grübeln gefallen ist.

Katanie war das defenitiv nicht. Da die geschilderten Symptome nicht an die meiner Frau erinnern.

Vermute auch stark dass es was mit dem Absetzen und wieder Einnahme des Queptiamin zu tun haben muss, oder zumindest alle Symptome auf die Spitze getrieben zu haben.

Die Grundsymptomatik hat sich wieder erholt und ist wie am Beginn, nur dass Sie jetzt Sertalin und Queptiamin nimmt, ohne dass diese beiden irgenwelche positive Wirkung mit sich bringen.

Soweit ich verstanden habe, darf Queptiamin nicht als einziges PP ohne in Kombinationen eines anderen PP eingenommen werden. Schon mal gehört?

Und genau das taten wir in 2 aufeinander folgenden Nächten. Oder liegt das eher am zu starken wieder Eindosierung? Was ich selbst auch stark vermute.

Zum Glück sind diese Ausartungen vorbei und weniger Glück die Schlaflosigkeit als Grunderkrankung geblieben. Jetzt sind wir fast am Anfang wo alles los ging, nur das jetzt Sertalin und Queptiamin mit im Gepäck haben.

Wenn der Gesundheitliche Zustand zulässt, wird die Dosis vom Sertalin runter gestellt in der Hoffnung das mehr Schlaf hervorkommt wird. Wurde auch hier im Forum von Straycat und simonb so vorgeschlagen.

Werde am Mittwoch über ihren aktuellen Zustand berichten, um die weitere Vorgehensweise besser einzukalkulieren.

Ich freue mich auf eure Beteiligung und bin unendlich dankbar dafür. <3

Gute Nacht Blumenwiese

LG
Herzi
Schlaflosigkeit meiner Frau dauert seit Mitte März 2021 an. Sie ist 32 Jahre alt.
Hat ein Herz Septum ASD2 was bald operiert werden soll. Sobald sich ihre Schlaflosigkeit gebessert hat.

Einahme von PP seit dem April.2021

03.04.2021 - 26.05.2021 75 mg Sertalin
26.04 2021 50 mg Sertalin
03.05.2021 25 mg Sertalin
07.05.2021 0.0 mg Sertalin Abgesetzt

03.04.2021 - 03.05.2021 50 mg Quetiapin
03.05.2021 - 07.05.2021 25 mg Quetiapin
07.05.2021 0.0 mg Quetiapin abgesetzt.

Danach Schlafstörung total ausgebrochen unregelmäßiger Schlaf bis fast kein Schlaf.

16. Main 2021 Am Abend eine Quetiapin 50 mg ca. 7 Stunden schlaf. Danach nur Horror Trip.
17. Mai 2021 50 mg Quetiapin am Abend 8. Stunden Schlaf. (Was sie total abstreitet)

Seit 18.05.2021 wieder Eindosierung von Sertalin 75 mg und gleichzeitiger Einnhame von Quetiapin 50 mg.

Seit 03.07.2021 Sertalin von 75 mg auf 50 mg reduziert.

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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von Blumenwiese »

Hallo Herzi,

Das Quetiapin wird auch als Monotherapie verschrieben. Es hat eine Zulassung für die Behandlung von bipolarer Störung, bei Schizophrenie zur Vorbeugung von erneuten psychotischen Episoden und in Kombination mit einem Antidepressivum, um die Wirkung dieses Medikaments zu verstärken (bei schwerer Depression, die auf andere medikamentöse Therapien nicht anspricht.)

Off-Label wird es genutzt, um die Nebenwirkungen von Antidepressiva zu deckeln, gegen Schlafstörung und bei Traumafolgestörungen (besonders um dissoziative Symptome zu verringern).

Das Tückische bei Neuroleptika (zumindest bei mittel-bis hochpotent wirkenden) ist, dass ein zu schnelles Absetzen eine Absetzpsychose auslösen kann. Selbst wenn der Betroffene zuvor noch nie psychotisch gewesen war. Quetiapin gehört zu den mittelpotenten.

Im Forum wird auch immer wieder berichtet, dass dissoziative Symptome als Absetzerscheinung auftreten, auch wenn keine Grunderkrankung im Bereich der dissoziativen Störungen bestand.

Grübeln und Schlaflosigkeit sind typische Symptome einer Depression. Vielleicht haben die Ärzte darum diese Medikamente gewählt. :(

Absetzsymptome vom Quetiapin treten recht zügig ein. Mit dem Sertralin kenne ich mich leider nicht aus.
Als ich einmal das Quetiapin (knapp 170 mg) vergessen hatte zu nehmen und es dann 6 Stunden verspätet einnahm, bekam ich ganz schlimme Symptome vom Wiedereindosieren. Die waren noch schlimmer als die Absetzsymptome, die ich die Stunden davor hatte.
Bei mir äußerte es sich in starke Schmerzzustände. Es fühlte sich an, als ob mein Bauch durchgestanzt wird.

Ich kann mir also schon vorstellen, dass sowohl das Absetzen sowie das Wiedereindosieren schwere Symptome auslösen können.
Ich konnte mich nach einer Woche wieder stabilisieren.

Als ich eine geringere Dosis leider für einen Tag komplett vergessen hatte (13 mg) hatte ich nach etwa 24 Stunden heftige Symptome bekommen:
Schwitzen, Frieren, Schlaflosigkeit, Durchfall, extreme Konzentrationsprobleme u. Amnesien (konnte nicht mehr bis 3 zählen), wirr im Kopf, akustische Reize verzögert, Reizüberflutung

Ich hoffe, dass es ihr inzwischen schon etwas besser geht. Ich wünsche euch beiden und auch ihrer Familie ganz viel Kraft für diese schwere Zeit.
Liebe Grüße
B L U M E N W I E S E


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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von Ginger0813 »

Hallo Herzi,
Ich kann zu den betreffenden Medikamenten leider nicht viel sagen, wollte dir aber einmal viel Kraft und Alles Gute für dich und deine Frau wünschen.
Ich selbst kenne Schlafprobleme und weiß, wie sehr man darunter leidet, bin aber nicht so schlimm dran wie deine Frau :/

Ich werde hier ein wenig mitlesen und falls ich etwas beitragen kann, dies tun.

Alles Liebe,
Ginger
Diagnose: Generalisierte Angsterkrankung

Derzeitige Medikamente: Pantoprazol 20 mg, Mesalazin 500 mg (wegen entzündlicher Darmerkrankung)
Abends Baldriandragees

Ab Februar 2021 (3 Monate lang, davor nur bei Bedarf) 3 mg Bromazepam
Ab 12. Mai 2021 2,25 mg Bromazepam (der erste Schritt war wohl etwas zu zügig, das war, bevor ich hier angemeldet war)
Ab 07. Juni 2021 2 mg Bromazepam
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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von Herzi »

Grüße euch alle miteinander,
Hoffe euch gings die letzte Zeit gut!

Hallo Ginger, herzlichen Dank für die lieben Worte. Gerne her mit allen Tipps die dir einfallen!

Habe alle euren Beiträge mit großer Dankbarkeit gelesen.
Würde euch gerne berichten was sich in den letzten Wochen und Tagen entwickelt hat. Die letzten Tage war ich in einem tief, wo ich nur am trauern war, so als ob sie nie wieder die gleiche wird. Sie spricht seit 5 Wochen fast keinen Satz. Meldet tut sie sich auch nicht und sprechen tut sie auch mit gar keinem mehr.

Ich konnte Sie nicht besuchen fahren, da ich positiv auf Covid 19 getestet wurde (ohne nennenswerten Symptomen). Bin seit dem Daheim und als Angehöriger einer Leidenden Person ist man so stark in der Problematik eingespannt und hofft ständig auf eine endliche Besserung. In der Hoffnung auf eine gute Nachricht ist man um so enttäuschter, wenn das gegenteil der Fall ist.

Heute war sie das erstemal bei Ihrer Psychiaterin und es wurde ihr geraten die Dosis von Sertalin zu erhöhen, wenn auch die Unruhe zugenommen hat. Meine Frau lehnte ab, mit der Begründung, dass sowie so alles zu nichts führen würde. Sie sieht leider keine Aussicht auf Besserung. Zu dem wurde ihr die Diagnose einer schweren Depression gemacht, wie Blumenwiese es in Ihrem Beitrag anhand der Symptome bereits erkennen konnte.

Die Fußbewegungen haben wieder zu genommen und die Schlaflosigkeit lässt sie höchstens mal 2 Stunden schlafen. Das ganze geht seit 3 einhalb Monaten.
Hat jemand mal hier solch eine Depression erlebt, mit dem Symptom der Schlaflosigkeit und des schweregrades?

Was mir noch einfällt ist:
sie rannte vor 2 Tagen von Zuhause weg, weil sie nicht essen wollte um so den Tod herbei zuführen. Sie wurde nach 4 Stunden von der Polizei am Bahnhof in ihrer kleinen Stadt gefunden. Da bin ich vom schlimmsten ausgegangen und war froh, dass es noch mal glimpflich ausgegangen ist.

Bin nur am hoffen, dass es sich um eine erste und letzte Episode handelt.

In eine Woche möchte die Psychiaterin die Zustimmung meiner Frau haben bzgl. dem Anheben der AD Dosis.
Die Psychiaterin erklärte es damit, dass die aktuelle Dosis nicht stabilisieren könne. Da frage ich mich natürlich, warum die gleiche Dosis während der stationären Behandlung im Krankenhaus so gut gegriffen hat.
Im gegenteil zu mir möchten die Eltern und Geschwister meiner Frau natürlich exakt die Verordnung der Ärztin befolgen. Was ich auch gut nachvollziehen kann. Weiß im Moment kein Schritt weiter..

Danke für eure Hilfe im Voraus.
Ich wünsche allen hier alles erdenklich Gute!

Liebe Grüße
Herzi
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Einahme von PP seit dem April.2021

03.04.2021 - 26.05.2021 75 mg Sertalin
26.04 2021 50 mg Sertalin
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07.05.2021 0.0 mg Sertalin Abgesetzt

03.04.2021 - 03.05.2021 50 mg Quetiapin
03.05.2021 - 07.05.2021 25 mg Quetiapin
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Danach Schlafstörung total ausgebrochen unregelmäßiger Schlaf bis fast kein Schlaf.

16. Main 2021 Am Abend eine Quetiapin 50 mg ca. 7 Stunden schlaf. Danach nur Horror Trip.
17. Mai 2021 50 mg Quetiapin am Abend 8. Stunden Schlaf. (Was sie total abstreitet)

Seit 18.05.2021 wieder Eindosierung von Sertalin 75 mg und gleichzeitiger Einnhame von Quetiapin 50 mg.

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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von Blumenwiese »

Hallo Herzi,

Ja, ich hatte vor vielen Jahren mal eine ähnlich schwere depressive Episode gehabt. Ich konnte allerdings schlafen.

Triggerwarnung
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Dann bekam ich mein erstes AD und hatte das Glück, dass es mir half. Ich weiß nicht, ob es ein Placeboeffekt war oder wirklich wirkte wie es sollte. Ich weiß leider keinen Rat, wie das ohne Medikamente gelöst werden kann, da ich selbst keine anderen Erfahrungen in der Zeit machen konnte und weil ich auch nicht weiß, inwiefern Medikamente ihren Zustand verursacht haben.

Ich wünsche euch ganz viel Kraft, diese schwere Zeit durchzustehen.
Liebe Grüße
B L U M E N W I E S E


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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von padma »

hallo Herzi, :)

das tut mir sehr leid zu hören, wie schlecht es deiner Frau geht. Dass du darunter auch sehr leidest und dir grosse Sorgen machst, verstehe ich gut. :hug:

Die Erhöhung vor Sertralin sehe ich sehr kritisch. Zum einen wegen der Schlafstörung. Zum anderen kann es Suizidalität auslösen oder verstärken, insbesonders bei Dosisveränderungen. Sollte sie sich dafür entscheiden, dann müßte das unbedingt stationär erfolgen. Zuhause wäre das viel zu gefährlich. Das müßte die Psychiaterin eigentlich wissen.
Die Psychiaterin erklärte es damit, dass die aktuelle Dosis nicht stabilisieren könne. Da frage ich mich natürlich, warum die gleiche Dosis während der stationären Behandlung im Krankenhaus so gut gegriffen hat.
Dass bei einer Wiedereindosierung die gleiche Dosis nicht mehr greift, ist nicht ungewöhnlich. Allerdings finde ich es sehr fraglich, ob eine höhere Dosis helfen würde.

Ich kann dir leider nicht wirklich zu was raten, da sich die Situation deiner Frau mit der bereits bestehenden Suizidalität als wirklich gefährlich anhört. Und die Tendenz sich ja verschlechtert hat. Sie bräuchte dringend angemessene Hilfe.

Bei akuter Suizidalität wäre eine Klinik insgesamt sicherer.

Ich bin gestern zufällig auf diese Seite des Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V. gestoßen https://www.bapk.de/angebote/selbsthilf ... atrie.html
Sie haben viel Informationen,auch zu Unterstützungsmöglichkeiten bereit gestellt.

Sie bieten auch eine Telefonberatung für Angehörige an https://www.bapk.de/angebote/seelefon.html

Wir haben bisher keine Erfahrung mit ihnen, aber einen Versuch wäre es vielleicht wert.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von Herzi »

Hallo ihr Lieben,

Ich schreibe euch gerade mit einem Zittern und Unwohlsein unendlichen Maßen. Danke für eure Nachrichten und Tipps, das bedeutet mir sehr viel.

Die Situation hat sich geändert.

Sie hat versucht am Donnerstag Früh sich das Leben zu nehmen. Mit einer Überdosis an Medikamenten. Das zum Glück ihr nicht geglückt ist.

Ihre Eltern ist nichts außer die Einweisung in die LVR Düren eingefallen. Klar, es ist auch nichts alltägliches wenn die Tochter nicht mehr leben kann und will.
Ich kann Ihre Eltern super nachvollziehen.

Dadurch ergeben sich nun neue Probleme, die vielleicht die Lösung in sich birgt.
Sie soll ab nächste Woche ein drittes Medikamente verordnet bekommen gegen Psychose (sie möchte gar keinebMedikamente).

Sie ist in der geschlossen Psychatrie wenn ich mich nicht irre, darf sich meines halb-Wissens nach, nicht selbst wieder entlassen. Bitte korrigiere mich da jemand, falls ich in meiner Annahme falsch liegen sollte, weil möchte sie so schnell wie möglich aus der Klinik holen.

Habe gestern seit 5 Wochen das erte mal mit meiner Frau für eine Dreiviertelstunde telefonieren können. Wie sie mir gefehlt hat. Aus dem Gespräch hat sich folgende Erkenntnis für mich ergeben:

Wunsch ist: die Einnahme des dritten Medikamentes zu verweigern, ihre Entlassung aus Klinik herbei zu führen und in Schlafmedizinische Hände zu bringen. Die Betroffene geht selbst von einer Insomnie aus und es wäre richtig da weiter nach zu forschen.


Wegen dem hohen Leidensdruck, hat es ihr viel Kraft abverlangt das Gespräch zu führen. Sie hat mir mit großer Überzeugung tausendfach versichert, dass sie nicht an Depression leide, sondern an der Schlaflosigkeit
/insomie. Da habe ich alles nochmal überdacht und das muss stimmen was sie sagt. Sobald sie mal schläft geht es ihr besser. Das ganze Problem handelt sich bei Ihr nur um das Thema Schlafen.

Sie hat es dringend nötig dass man endlich auf Ihre Wahrnehmung eingeht und die Schlaflosigkeit behandelt.
Das würde bestimmt ihr Lebenswillen noch mal stärken und sie würde nach Monaten großen Leid endlich wissen, dass endlich das wahre Problem in Augenschein genommen wird.

Es tut mir so Leid, weil ich die ganze Zeit ihr was von Depression eingeredet habe, während ihr einziges großes Leid der Schlaf ist und sie doch von nichts anderes spricht.

Klar ähneln sich sich die Symptome, weil wie soll man Glücklich sein wenn man das Schlafen verlernt.
Zudem ändert sich nach nur paar Tagen Schlafentzug die gesamte Wahrnehmung und der ganze Mensch an sich fällt in einem Dämmerungs und Verwirrungszustand. (Das ist bei Ihr seit Monaten so).

Plan ist jetzt, bevor noch ein Psychopharmaka hinzu kommt und noch mehr Wertvolle Zeit vergeht, sie am Montag aus der Psychatrie zu holen, dann in Schlafmedizinische Behandlung/Therapie unterzubringen. Ich denke hier liegt die Lösung.
Eine Stationäre Therapie in einer auf Insomnie spezialisiert Klinik zu beginnen. Das Sertalin nach 2,5 Monaten Einnahme wieder auszuschleichen.
Das Queptiamin kann noch warten.

Vielleicht liegt hier die Chance auf eine baldige Besserung und ermöglicht eine Rückkehr ins Leben.

Wird es Möglich sein sie am Montag aus dem Krankenhaus zu holen?
Kann die Einnahme des dritten Medikaments irgendwie verhindert werden?

Danke für eure unterstützenden Ratschläge im Voraus.
Es ist ein Kraftakt jedes Ding tausendfach zu überlegen und sich kein Fehler leisten zu können. Die Zeit rennt und die folgen könnten Fatal sein.

Euch ihr Lieben wünsche ich besonders viel Kraft für eure eigenen Anliegen und dass diese bald geheilt sind.

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Liebe Grüße
Herzi
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26.04 2021 50 mg Sertalin
03.05.2021 25 mg Sertalin
07.05.2021 0.0 mg Sertalin Abgesetzt

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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von padma »

liebe Herzi, :)

das ist eine schlimme Entwicklung . Ich bin froh, dass der Versuch nichr geglückt ist.
Sie ist in der geschlossen Psychatrie wenn ich mich nicht irre, darf sich meines halb-Wissens nach, nicht selbst wieder entlassen. Bitte korrigiere mich da jemand, falls ich in meiner Annahme falsch liegen sollte, weil möchte sie so schnell wie möglich aus der Klinik holen.
Sie ist vermutlich "freiwillig" da, oder hat ein Richter die Unterbringung angeordnet?
Wenn sie freiwillig da ist, kann sie die Klinik verlassen. Allerdings kann die Klinik, wenn die Ärzte der Meinung sind, dass eine akute Gefahr besteht, dass sie einen erneuten Suizidversuch unternimmt, sie zunächst auch unfreiwillig da behalten (ich meine für 24 Stunden). In der Zeit können sie einen Richter bestellen um eine Unterbringung gegen ihren Willen zu bewirken.

Das ist so mein Wissensstand. Wenn es Probleme gibt, schalte am besten einen Anwalt ein.
Sie hat mir mit großer Überzeugung tausendfach versichert, dass sie nicht an Depression leide, sondern an der Schlaflosigkeit
/insomie. Da habe ich alles nochmal überdacht und das muss stimmen was sie sagt. Sobald sie mal schläft geht es ihr besser. Das ganze Problem handelt sich bei Ihr nur um das Thema Schlafen.
Das hört sich auch überzeugend an. Schwere Schlafstörungen werden häufiger als Depression fehldiagnostiziert und Schlaflosigkeit kann zu psychoseähnlichen Zuständen führen.

Dass sie so klar mit dir gesprochen und ihre Einschätzung und Wünsche geäussert hat, spricht wirklich gegen eine Psychose
Kann die Einnahme des dritten Medikaments irgendwie verhindert werden?
Sie kann das verweigern. Eine Zwangsmedikation ist in Deutschland nicht erlaubt. Das geht nur in wenigen Ausnehmefällen, wenn ein Richter bestätigt, dass jemand keine Verantwortung mehr für sich übernehmen kann und eine akute Gefahr vorliegt.
Eine Stationäre Therapie in einer auf Insomnie spezialisiert Klinik zu beginnen.
Hast du bereits mit einer solchen Klinik gesprochen und hast du eine Zusage für die Aufnahme, möglichst zeitnah? Das würde sicherlich helfen, sie aus der Klinik zu holen.

Ich würde auch alles dran setzen, ein drittes Medikament zu verhindern.

Ich drücke euch die Daumen,
liebe Grüsse,
padma
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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von Klaudia »

Hallo Herzi,

es ist wirklich sehr, sehr schlimm, was deine Frau, ihre Familie und auch du gerade durchmachen müsst.

Ich schreibe dir als Mutter eines Sohnes, der im letzten Jahr nach einer Psychose vier Monate in der Psychiatrie war, darunter auch 10 Tage auf der Geschlossenen, weil er nach zu schnellem Absetzen der Medikation in schlimmste Zustände geraten ist und stark suizidal wurde.

Es ist so, dass man jemanden gegen seinen Willen nur eine kurze Zeit auf der Geschlossene behalten kann. Ich glaube, es sind 24 oder 48 Stunden. Dies geht, wenn diese Person Eigen- oder Selbstgefährdend ist. In dieser Zeit muss ein Richter bestellt werden, der dies prüft und ggf. kommt es auch zu einer gesetzlichen Betreuung.

Man kann als Angehöriger auch selbst die gesetzliche Betreuung beantragen. Dies muss man beim zuständigen Betreuungsgericht tun. Das ist eine sehr, sehr große Verantwortung und Aufgabe!

In diesem Fall hat der Betreuer idR auch das Bestimmungsrecht über Aufenthaltsort und Medikation.

Bei meinem Sohn war es so, dass der Chefarzt nochmal mit ihm gesprochen und ihn überzeugt hat, freiwillig für 10 Tage auf der geschlossene Station zu bleiben. Damit wurde der Richter wieder abbestellt und er konnte selbst bestimmen.

Es ist wirklich sehr, sehr gut zu überlegen, inwieweit man die die Verantwortung für eine höchst suizidale Person übernehmen kann und will.

Mein Sohn schläft seit fast 10 Monaten auch gar nicht oder nur sehr oberflächlich mit mehrmaligem aufwachen. Ich weiß absolut, was das bedeutet.

Alles Gute und viel Kraft euch!

Klaudia
Sohn
Vorgeschichte 08-12/2020
viewtopic.php?p=415389#p415389

Reduktion Risperidon 01-05/2021
(Beta-Blocker Bisoprolol abgesetzt, Umstellung 200 mg Quetiapin retadiert auf 200 mg Quetiapin unretadiert in Einmalgabe)
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Reduktion Quetiapin ab 06/2021
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Aktuelle Medikation:
Risperidon 0-0-0,5-0
Quetiapin unretadiert 0-0-0-150
NEMs: Ashwagandha
NEMs (bei Bedarf): Passionsblumentee, Flohsamenschalen, CBD-Öl, Melatonin 2 mg, Baldrian 700 mg, Omega3, Magnesiumcitrat
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Re: Herzi: Schlaflosigkeit (Sertralin/Quetiapin)

Beitrag von Blumenwiese »

Lieber Herzi,

Ich wäre sehr vorsichtig mit einer verfrühten Entlassung.

Kennst du die Phasen die zum S*izidversuch führen?

1. Erwägung
2. Ambivalenz
3. Entschluss.
Diese Entschlussphase die dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Mensch nun endgültig den Entschluss fasst, ich setze meinem Leben ein Ende, diese Entschlussphase ist durch einen erheblichen Befindlichkeitswandel gekennzeichnet. Nach außen hin wirkt der Mensch plötzlich gelassen, kühl und sehr ruhig. Das macht diese Phase für Außenstehende missverständlich.
https://loadmedical.com/ausbildung-psyc ... gungsphase

Die 3. Phase kann fälschlicherweise als Abkehr von der S*izidabsicht interpretiert werden. Es wäre möglich, dass sie nur darauf abzielt, ihr Vorhaben umzusetzen. Das habe ich auch im Studium gelernt.

Neue Medikamente kann sie meiner Meinung nach ablehnen.
Liebe Grüße
B L U M E N W I E S E


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Bedarf: 2x10 mg Promethazin
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