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onkelUdo: Amitriptylin erneut nach Pause nehmen?

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onkelUdo
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onkelUdo: Amitriptylin erneut nach Pause nehmen?

Beitrag von onkelUdo »

Hallo ihr Lieben,

bin zufällig vor ein paar Tagen auf Euer Forum gestossen und will auch gleich mein Problem schildern. Ich hoffe,die Ausführlichkeit des nachstehenden Textes hält nicht zuviele Forumsteilnehmer vom Lesen ab.

Im Oktober 2018 sprach ich mit meiner neuen Ärztin (mein alter Arzt,bei dem ich 25 Jahre war, ging zuvor in Rente) über eine zunehmend geringere Wirkung meines Medikaments Amitriptylin. (10 Tropfen am Tag = 20 Mg).
Dieses Medikament hatte ich zu diesem Zeitpunkt 22 Jahre genommen. Gründe: Angstzustände nach erfolgtem 1,Herzinfarkt und ständige Schmerzen in Hüfte und Rücken. Zumindest Hüfte waren die Schmerzen nie erklärbar,da Röntgen und MRT's nie etwas zeigten. Den Rat der Ärztin, A.einfach abzusetzen,nahm ich gerne an. Nicht wissend,was ich heute weiß.

Ich glaube, es vergingen nur knapp 2 Wochen (? kann auch länger gedauert haben....) bis ich ohne Rücksprache A. wieder einnahm. Denn ich hatte ständig unerklärliche Schmerzen am Kopf (Nebenhöhlen,Zähne,Kiefer). Wurde nachts um 3 oder 4 wach und konnte nicht mehr einschlafen. Es waren noch viele andere Gründe,die mich zur Wiedereinnahme verführten,die ich im einzelnen aber nicht mehr weiß. Meine seit Jahren immer stärkeren Konzentrationsprobleme sind mir hier wieder mal im Weg.

Ich weiß es wirklich nicht mehr genau,wie lange ich A. diesmal einnahm. Jedenfalls hab ich irgendwann 2019 erneut versuicht,davon wegzukommen und hab es langsam ausgeschlcihen. Nach meinem heutigen Wissensstand aber auch viel zu schnell. Ende Dez. 2019 war ich das Zeug endlich losm aber die richtige Leidensgeschichte ging erst los. Und ich bin mir nicht sicher,ob ich nicht (nun nach 17 Mon !!) immer noch mittendrin bin.

Jedenfalls vergeht kaum ein Tag, wo ich nicht überlege, ob ich A. nicht doch wieder nehmen soll.
Zugegeben: ich glaube,daß die allergrößten Entzugserscheinungen langsam etwas nachlassen. Als da sind: scheckliche Nervosität,die man fast nicht beschreiben kann.Inneres Zittern. Sich aufregen (verbunden mit sofortigen Kopfschmerz) über die geringste Kleinigkeit. Das Zittern begleitet mich leider immer noch stark.Eben wollte ich ein Telefonat tätigen, wovon ich aber dann absah. Seitdem zittern mir die Hände.....
Zu allem kam nun in den letzten Wochen ein immer stärkerer Spannungsschmerz über den ganzen Kopf plus dem Gesicht. Und beim liegen auf dem Rücken (oder auch beim anlehnen am Rücken) spüre ich (ja man könnte sagen,ich höre fast) ganz stark den Puls bzw.den Herzschlag. Was man da am Kopf spürt,fühlt sich oft wie Schwindel zusätzlich an..ABER:was mich über eine Wiederaufnahme ständig nachdenken läßt, sind das Schlafen und schreckliche Schmerzen seit Januar 2020..

1.Mein Schlafen seitdem endet in aller Regel nach höchstens 4-5 Stunden. Das einzig Schhöne daran ist, daß ich nun richtig wach immer bin ;) Ein Gefühl,das ich 20 Jahre lang beim aufwachen nicht kannte.

2.Die Schmerzen nerhmen kein Ende. Zum Schmerz der ursprünglich nur an der rechten Hüfte v.h. war,kam nun die Llinke und besonders stark die LWS UND BWS dazu. Praktisch wechseln sich am kompletten Rücken die Schmerzen und Verspannungen ab.

Wanderte ich noch vor 2 Jahren wie ein Weltmeister, so komme ich heute nach einen Spaziergang von knapp 5 km nach Hause und habe Mühe ins 2.Stockwerk zu kommen!! Oder ist es evtl. doch das Alter? Bin nun halt doch auch im 74. Lebensjahr.Aber da ich seit 25 Jahren ohne Auto bin,mache ich praktisch alles zu Fuss und war eigentlich gut durchtrainiert,
Die geringste Steigung (in der Stadt !) führt nun allerdings dazu,daß ich immer wieder stehenbleiben muss um kurz auszuruhen. Leider kommt mein Physiotherapeut, wo mir früher immer geholfen wurde, hier nun auch nicht mehr richtig weiter.

Ob das alles nun wirklich "Entzugserscheinungen" von Amitriptylin sind? Ich kanns mir fast nicht vorstellen. Aber es ist halt auch irgwndwo die Hoffnung vorhanden, daß es mir (bei einem Wiedereinstieg) genauso beim Schmerz helfen würde wie "damals", wo ja auch ein unerklärlicher Hüftschmnerz (anfangs) damit wegging.

Was meint Ihr? Wer hat ähnliche Erfahrungen oder ähnliche Zweifel? UND: wie sollte man A. erneut eindosieren? Wenn ja, ei hoch?

Liebe Grüße
onkelUdo
Zuletzt geändert von Straycat am 10.06.2021 17:32, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
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Re: onkelUdo: Amitriptylin erneut nach Pause nehmen?

Beitrag von Straycat »

Hallo onkelUdo,

willkommen im ADFD :)
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob du mit deinem Anliegen hier im Forum richtig bist. Dieses Forum dient dem Austausch und der gegenseitigen Unterstützung beim Absetzen von Psychopharmaka (Antidepressiva, Benzodiazepine, Neuroleptika, etc.).
Ich weiß jetzt nicht genau, worum es dir persönlich geht? Überlegst du eine minimale Menge Amitriptylin wieder einzunehmen, um die Absetzsymptome zu lindern (das nennt sich dann Wiedereindosierung)? Oder überlegst du ganz generell das Medikament wieder einzunehmen, weil es dir einmal geholfen hat?
In zweiterem Fall wäre das Anliegen hier im Forum wohl nicht an der richtigen Stelle, da wir hier niemandem Empfehlungen für die Einnahme von Psychopharmaka geben. Hier findest du auch eine Beschreibung wofür das Forum gedacht ist und wofür nicht (zur Orientierung): https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... =12&t=1811

Wenn du dich generell zum Thema Psychopharmaka und Absetzsymptome einlesen willst, findest du hier eine Vielzahl an Studien, Artikeln und natürlich Erfahrungsberichten von Forumsteilnehmern.

Wenn du eine Signatur anlegst (wie das geht und was in die Signatur gehört verlinke ich dir gleich unten im Begrüßungstext), in der du die genaue Absetzhistorie beschreibst (vor allem von wann bis wann du Amitriptylin genommen hast, in welcher Dosis und in welchen Schritten du es wann jeweils reduziert hast), kann man eventuell mehr zu deinem Absetzverlauf schreiben.
Haben die Symptome, die dich quälen genau direkt nach dem Absetzen eingesetzt? Kanntest du sie schon von früher?

Oft kann man sich Entzugssymptome nach so langer Zeit nicht mehr vorstellen, aber wir haben hier einige Mitglieder, die auch lange Zeit nach dem Absetzen noch unter Symptomen leiden. Es ist individuell sehr unterschiedlich, wie der Entzug vertragen wird.



Nun noch wie angekündigt der Begrüßungstext:


Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße,
Cat
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Re: onkelUdo: Amitriptylin erneut nach Pause nehmen?

Beitrag von onkelUdo »

Hallo Cat,
vielen herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Wenn meine heutige Antwort darauf etwas gedauert hat,dann hat das verschiedene Gründe,die zumeist mit meiner Sehbehinderung zu tun haben. Mein Einstiegs-Beitrag (s.o.) hat mich einige Tage des Schreibens gekostet und ich dachte,damit wäre das Gröbste ausgestanden. Wie ich Deiner Antwort entnehmen mußte,hab ich mich da ja leider sehr getäuscht. Denn ein Großteil dessen was ich schon schrieb,muss ich jetzt erst noch in Kurzform tabellarisch in eine Signatur übertragen.Was ich wohl versuchen werde. Ob ichs wie gewünscht schaffe, wo mich mein Gedächtnis und die Konzentration doch schon sehr im Stich lassen ? Mal sehen.
Aber lass mich doch bitte schnell noch versuchen, deine Eingangsfrage zu beantworten. Du fragst:

"ch weiß jetzt nicht genau, worum es dir persönlich geht? Überlegst du eine minimale Menge Amitriptylin wieder einzunehmen, um die Absetzsymptome zu lindern (das nennt sich dann Wiedereindosierung)? Oder überlegst du ganz generell das Medikament wieder einzunehmen, weil es dir einmal geholfen hat?"
I

Ich kann Dir diese Frage praktisch nicht beantworten. Natürlich strebe ich eine Wiedereindosierung (mit Euerer Hilfe) an,weil die Schmerzen einfach unerträglich werden! Aber sollte es funktionieren und sollten die Schmerzen wirklich nachlassen oder weg sein,dann weiß ich heute noch nicht,ob ich die Kraft habe oder den Willen, es erneut auszuschleichen. Ich hoffe,Du kannst das verstehen?
Solltest Du der Meinung sein, daß ich damit fehl am Platz bin hier im Forum, dann sei so nett und lösche einfach meinen Beitrag,ja?
Liebe Grüße
onkelUdo
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Re: onkelUdo: Amitriptylin erneut nach Pause nehmen?

Beitrag von padma »

hallo onkelUdo, :)

ich versuche auf einige deiner Punkte einzugehen:
über eine zunehmend geringere Wirkung meines Medikaments Amitriptylin.
Das ist zumeist so, dass mit der Zeit die Wirkung eines Antidepressivums nachlässt. 22 Jahre Einnahme sind eine sehr lange Zeit.
Ich glaube, es vergingen nur knapp 2 Wochen (? kann auch länger gedauert haben....) bis ich ohne Rücksprache A. wieder einnahm. Denn ich hatte ständig unerklärliche Schmerzen am Kopf (Nebenhöhlen,Zähne,Kiefer). Wurde nachts um 3 oder 4 wach und konnte nicht mehr einschlafen.
Das waren mit Sicherheit Absetzsymptome.
ich glaube,daß die allergrößten Entzugserscheinungen langsam etwas nachlassen. Als da sind: scheckliche Nervosität,die man fast nicht beschreiben kann.Inneres Zittern. Sich aufregen (verbunden mit sofortigen Kopfschmerz) über die geringste Kleinigkeit.
Auch das würde ich dem Entzug zurechnen. Gut, dass sie langsam nachlassen. Auch Schlafstörungen sind typische Entzugssymptome
Die Schmerzen nerhmen kein Ende. Zum Schmerz der ursprünglich nur an der rechten Hüfte v.h. war,kam nun die Llinke und besonders stark die LWS UND BWS dazu. Praktisch wechseln sich am kompletten Rücken die Schmerzen und Verspannungen ab.
Das ist schwer einzuschätzen. Amitriptylin bewirkt ja eine Schmerzdistanzierung. Es ist kein wirkliches Schmerzmedikament, aber die Schmerzen werden nicht mehr so stark wahrgenommen. Beim Absetzen kann es zu einem Rebound (Gegemreaktion) kommen, so dass nun Schmerzen sehr viel stärker wahrgenommen werden.
Verspannungen sind ein typisches Absetzsymptom. Verspannungen und Schmerzen verstärken sich gegenseitig.
Oder ist es evtl. doch das Alter? Bin nun halt doch auch im 74. Lebensjahr.
Wurde medzinisch alles abgeklärt?
Aber es ist halt auch irgwndwo die Hoffnung vorhanden, daß es mir (bei einem Wiedereinstieg) genauso beim Schmerz helfen würde wie "damals", wo ja auch ein unerklärlicher Hüftschmnerz (anfangs) damit wegging.
Für eine Wiedereindosierung aufgrund von Absetzsymptomen ist es nach 17 Monaten eigentlich zu spät.
Inwieweit du als Schmerzmedikation davon profitieren würdest, kann ich nicht beurteilen. Das wäre dann Sache deines Arztes.
Falls du dich dafür entscheidest, würde ich mit höchstens 1 Tropfen anfangen, noch besser wäre ein halber Tropfen. Aber das Abmessen mit der Wasserlösemethode ist für dich aufgrund deiner Sehbehinderung vermutlich zu schwierig.

Ich möchte noch zu bedenken geben, dass Amitriptylin im Alter möglichst aufgrund seiner anticholinergen Nebenwirkungen nicht genommen werden sollte. Es erhöht u.a. das Risiko für Demenz.
Natürlich strebe ich eine Wiedereindosierung (mit Euerer Hilfe) an,weil die Schmerzen einfach unerträglich werden! Aber sollte es funktionieren und sollten die Schmerzen wirklich nachlassen oder weg sein,dann weiß ich heute noch nicht,ob ich die Kraft habe oder den Willen, es erneut auszuschleichen.
Ja, das ist sehr verständlich.

Ich denke, du besprichst am besten mit deinem Arzt, was an Schmerzmedikation für dich jetzt in Frage käme.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
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Re: onkelUdo: Amitriptylin erneut nach Pause nehmen?

Beitrag von onkelUdo »

Liebe Padma,
herzlichen Dank für Deine Antwort.Ich hab jetzt ein paar Tage immer wieder versucht,Dir zu antworten,aber leider komme ich mit dem Forum überhaupt nicht klar.
zum ersten bereitet mir die Zitatfunktion enorme Probleme (hängt wohl damit zusammen,daß ich alles enorm groß einstellen muss,und dabei natürlcih die Überscihtlichkeit auf der Strecke bleint.
Und 2) fand ich keine Speicherfunktion.D.h.wenn ich einen teil feertig habe und am nächsten tag weitermachen will,macht da das System nicht mit ?! (oder mein Hirn ? ;-)
Ein Teil des untenstehemden Textes wird also relativ ok sein (hoffe ich). Aber wenn sich weitere Fragen und Antworten (sollten sie sich ergeben) leichter über normale Mails machen lassen würden, wäre es eine enorme Erleicherung für mich. Allerdings müßte ich dann mein Profil ändern. Da einem Rat folgend ich eine mailadresse angab, die nur 24 Std. Gültigkeit hatte.
padma hat geschrieben: 16.06.2021 10:59 Wurde medzinisch alles abgeklärt?
Schwer zu beantworten. Orthopädisch würde ich sagen ja. Obwohl ich seit 2 oder 3 Jahren bei keinen Orthopäden war. Aber ich bin wöchentlich seit JAhren bei einem Physiotherpaeuten,der meinen Körper besser kennt wie ich selbst ;) Und in all den Jahren davor (und auch vor der Ami.-Zeit, waren meine Schmerzen nie (auch nicht durch MRTs) erklärbar.
Dann war ich 6 Monate nach dem Absetzen bei einer Neurologin.Die meinte allerdings, es wäre "unwahrscheinlich" daß nach so langer Zeit,meine Beschwerden mit dem Absetzen zu tun haben.
Dann gabs nur noch meine Internistin,die mich ja aber schon falsch beraten hat, als es ums erste Absetzen ging. Seitdem teilt sie konsequent die Meinung der Neurologin. Einwände meinerseits werden milde lächelnd nicht ernst genommen.
padma hat geschrieben: 16.06.2021 10:59 Inwieweit du als Schmerzmedikation davon profitieren würdest, kann ich nicht beurteilen. Das wäre dann Sache deines Arztes.
Falls du dich dafür entscheidest, würde ich mit höchstens 1 Tropfen anfangen, noch besser wäre ein halber Tropfen. Aber das Abmessen mit der Wasserlösemethode ist für dich aufgrund deiner Sehbehinderung vermutlich zu schwierig.
Meine Ärztin (die Internistin) ist dafür daß ich A. wieder einnehme,weil es ihrer Meinung nach speziell bei Schmerzen den größten Erfolg verzeichnet. Oder Anfangs meinte sie, Fluoxetin wäre gut für mich.

Inzwischen (dank Deiner ausführlcihne Antwort) denke über das Thema eh schon wieder ein bisschen anders: was Du über das Thema Demenz im Zusammenhang mit A. geschrieben hast, hat bei mir ein ziemlcihens Frösteln erzeugt. Und so denke ich doch wieder mehr über ein "aussitzen" der Schmerzen nacht.
Nur fareg ich mich da eben: kann sich das schädlich auswirken? Können die Schmerzen vieleicht so chronisch werden, daß ich sie dann nie mehr los werde?

Liebe Grüße
onkelUdo
Zuletzt geändert von Straycat am 21.06.2021 11:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert
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Re: onkelUdo: Amitriptylin erneut nach Pause nehmen?

Beitrag von Straycat »

Hallo OnkelUdo,

ein Austausch per Mail ist für uns leider nicht machbar. Wir (das Team, das dieses Forum moderiert) machen das alle ehrenamtlich und viele von uns leiden selbst noch ziemlich unter dem Entzug oder haben andere Schwierigkeiten. Da ist ein weiterer Austausch-Kanal für uns einfach nicht schaffbar - ich hoffe, du hast dafür Verständnis.

Aber deine Antwort an padma :) war auf jeden Fall übersichtlich und das zitieren hat auch gut funktioniert :)
Wenn du unten in dem Thread auf "Vollständiger Editor & Vorschau" klickst, dann hast du alle Bearbeitungsfunktionen.
Du kannst dann zB eine Textpassage aus der Antwort an dich, die du zitieren willst, kopieren und in das Antwortfeld einfügen. Dann markierst du die Textpassage und klickst oben auf das Symbol mit den Anführungszeichen ( " ... "). Dann wird der markierte Text als Zitat angezeigt.

Außerdem kannst du deine Antwort jederzeit als Entwurf speichern. Dazu klickst du unter dem Textfeld auf "Entwurf speichern". Wenn du dann an dem Entwurf weiterarbeiten willst, dann gehst du wieder im Thread ganz unten auf "Vollständiger Editor & Vorschau" und klickst dann auf "Entwurf laden" unter dem Textfeld. Dann werden dir alle Versionen von Entwürfen, die du gespeichert hast, angezeigt und du kannst sie anklicken und daran weiterschreiben.

Ich hoffe, das hilft dir erstmal etwas weiter bei der Bedienung des Forums :)

Zu deiner Überlegungen wegen Amitriptylin: Wir können hier niemandem guten Gewissens dazu raten, ein Psychopharmakon einzunehmen, da die überwiegende Mehrheit von uns hier schlechte Erfahrungen damit gemacht haben (entweder während der Einnahme bereits oder aber spätestens beim Absetzen). Aber wir verurteilen auch niemanden, wenn er sich dazu entscheidet, (wieder) ein Psychopharmakon einzunehmen. Es bleibt deine ganz höchstpersönliche Entscheidung.

Leider können alle Psychopharmaka beim Absetzen (und viele auch schon während der Einnahme) eine Fülle an negativen Symptomen bewirken. Da dieses Problem vielen Ärzten und Behandlern zu wenig bewusst ist, wurde dieses Forum unter anderem ins Leben gerufen. Hier können wir über ein risikominimierendes Absetzen informieren und uns zu Themen rund um das Absetzen austauschen. Aber eine Empfehlung, welches Medikament man wohl einnehmen könnte und ob man das soll, können wir nicht treffen.

Bei Schmerzen ist es immer eine Zwickmühle mit dem Schmerzgedächtnis. Ich kann das gut nachvollziehen, da ich auch als Entzugssymptom über längere Phasen starke Schmerzen hatte (und auch gelegentlich noch habe). Auch ich habe versucht das Schmerzgedächtnis zu beeinflussen, in dem ich anfangs Schmerzmittel genommen habe, in der Hoffnung, dass die Schmerzen dann nicht chronisch werden. Leider haben die Schmerzmittel bei mir nicht wirklich gegriffen und mir wurde seitens der Ärzte auch nur noch Psychopharmaka als Option geboten. Da meine Schmerzen aber schon durch das Absetzen von Psychopharmaka entstanden sind, habe ich es abgelehnt. Meine Schmerzen wurden glücklicherweise irgendwann wieder schwächer und gelegentlich scheinen auch Schmerzmittel wieder ein wenig zu greifen.

Es ist wirklich eine schwierige Entscheidung, wie man da vorgeht.
Da wir hier aber auch keine medizinische Ausbildung oder dergleichen haben und deshalb nur begrenzt etwas zum Thema Schmerzen und Schmerzbehandlung beisteuern können, denke ich auch (wie padma :) schon geschrieben hat), dass das wohl ein Thema ist, das am besten mit einem Schmerzspezialisten besprochen wird.

Die Wiedereindosierung, die hier im Forum auch immer wieder Thema ist, ist im Grunde keine echte "Wiedereinnahme eines Medikaments". Da geht es darum, dass wenn jemand ein Psychopharmakon zu schnell oder gar kalt abgesetzt hat, eine rasche Wiedereindosierung einer kleinsten Dosis Erleichterung bei den Absetzsymptomen bewirken kann. Hat man das Medikament aber schon länger abgesetzt, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Wiedereindosierung gegen die Absetzsymptome hilft.
Hier kannst du auch noch weitere Infos zum Thema Wiedereindosierung von kleinsten Mengen nachlesen: https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 15#p106315

Ich hoffe sehr stark für dich, dass deine Schmerzen nachlassen und irgendwie erträglich sind. Ständige starke Schmerzen sind wirklich die reinste Folter :(

Alles Gute,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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