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Valeska: Trevilor (Venlafaxin) abgesetzt - ein paar Fragen

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Valeska
Beiträge: 106
Registriert: 11.09.2005 01:39

Valeska: Trevilor (Venlafaxin) abgesetzt - ein paar Fragen

Beitrag von Valeska »

Hallo!

Ich habe gerade Trevilor abgesetzt, wie ihr meiner Signatur entnehmen könnt.
Erstmal schön (oder auch nicht) zu lesen, dass meine Absetzerscheinungen wie z.B. diese elektrischen Zuckungen/Aussetzer oder wie auch immer man das bezeichnen soll spezifisch für's absetzen sind und nicht an mir liegen. Oder das man das Gefühl hat plötzlich nach oben aber leider auch nach unten wieder anfälliger für Emtionen ist.
Wie geht Ihr mit diesen flashs um?

Desweiteren wollte ich fragen habt Ihr auch das Gefühl Euch neu definieren zu müssen, weil soviele alte, scheinbar "wegtherapierte" Sachen wiederkommen? Denkt Ihr auch dass vielleicht jetzt erst die richtige Therapie beginnt, weil das Medikament vieles verfälscht hat? Klar dass es nötig sein kann wenn man nicht mehr ansprechbar ist, wobei ich mir da auch nicht sicher bin, was man da so liest, Placebowirkung, und beim zweiten Mal habe ich auch eine Entgiftung gleichzeitig gemacht und meine Ernährung gerade umgestellt gehabt. Ich weiß also auch gar nicht so genau was mich beim zweiten Mal rausgeholt hat. Vielleicht wäre ich ja jetzt ohne Medikament viel weiter.
Jedenfalls ist es für mich keine Dauerlösung, meine Leber ist jedenfalls nach den über 4 Jahren Einnahme alles andere als gesund.

Ich habe natürlich v.a. nach dem ersten Absetzversuch immer Angst wieder in so ein Loch zu fallen, und dann dauert es ja da auch bis die Medikamente wieder anschlagen. Da denke ich dann, dass man dazu ein paar Monate Ruhe bräuchte von Uni oder sonstigem aber das ist nunmal kaum machbar. Jedenfalls kommt bei mir da der Eindruck auf dass ich vielleicht aus dieser Angst heraus so abhängig von den Medikamenten zu sein und nach Jahren nicht ohne auskommen zu können, das ich gerade wegen dieser Angst in das befürchtete Loch falle, und nicht wegen den Ausschleichen.
Kennt Ihr das?

Jedenfalls schön dass es so ein Forum gibt, einerseits weiß man dass man nicht alleine ist, aber leider auch dass das Ganze wohl doch schwieriger wird als einem die Ärzte das sagen. Wenn ich das hier lese, dann hätte ich eigentlich noch langsamer ausschleichen sollen. Meine Annahme war dass die Absetzerscheinugen tageweise linear abnehmen, aber nicht dass sie kommen und gehen wie mir das jetzt erscheint.
Zuletzt geändert von Straycat am 10.09.2020 15:11, insgesamt 1-mal geändert.
Symptome:
Depression, Panikattacken, Schlafprobleme, chronische Müdigkeit

Diagnosen:
ADHS, ASD Verdacht, Depression, Panikattacken
(chronische Schmerzen Gesicht/Kopf, Spondylarthrose/instabile HWS, Endometriose, Morbus Conn (ja, Conn, nicht Crohn ;-)) und dementsprechend auch brain fog, Schwindel, Konzentrationsprobleme, chron. Müdigkeit etc.)

Medikation:
250 mg Venlafaxin Heuman (von 300 runter durch die 12,5 mg Kugeln in Heumann oder Heunet)
100 mg Lamotrigin
(20 mg Pantropazol)

Abgesetzt:
- zweimal Pregabalin (zweites Mal wegen chronischen Schmerzen probiert, nicht gewirkt):
nach zweitem Mal dauerhaft Reflux, Dauererregung trotz niedrigsten Dosen einkapseln lassen, dadurch Magen nicht mehr richtig geschlossen
- dreimal Lorazepam 1mg/Tag nach einigen Monaten
- nicht erfolgreich: 150 mg Venlafaxin über ein Jahr (wusste damals noch nicht, wie wichtig der letzte Schritt ist)
(leider wirkte es danach nicht mehr so gut und später wurde mir in einer Klinik einfach so die Dosis verdoppelt + Pregabalin dazugegeben, was natürlich unverantwortlich war bei kleiner Größe und Gewicht)

(Amitryptilon nicht gewirkt gegen Schmerzen, Mirtrazapin zum Schlafen Albträume, Opipramol zu schwach, Ortoton Albträume, Gaba, Lithium und anderes abgelehnt, Diclophenac 2 Jahr 150 mg Wechselwirkungen (Hormone komplett druch den Wind, Manie), verschiedene Blutdruckmittel wegen Conn nicht vertragen, Antibiotika wegen Helicobakter überhaupt nicht vertragen)

Ich überlege meine Leberenzyme entschlüsseln zu lassen. Ich hab bei Einnahme und auch Absetzen immer ziemliche Nebenwirkungen und einige Ärzte glauen mir gar nicht, wie krass ich Entzugserscheinungen habe und von Jahr zu Jahr und Medikament zu Medikament dass ich neu einnehme/ absetze scheint das schlimmer zu werden.
Valeska
Beiträge: 106
Registriert: 11.09.2005 01:39

Beitrag von Valeska »

Glaubt Ihr das es einem wegen dem Reboundeffekt, Entzugserscheinungen und den Altlasten/Entgiftung jahrelanger Medikamenteneinnahme so schlecht geht nach dem Absetzen oder wirklich weil man das Zeug noch braucht?
Ich meine, es ist doch logisch dass das Transmittersystem wieder durcheinanderkommt wenn man die Transmitterzufuhr/bzw. Wiederaufnahmehemmung abschaltet, und es für den Körper immer erst mal eine Anstrengung ist auf das normale Level zu kommen, nach jahrelanger Einnahme. Und gegen das Durcheinander hilft wieder ein Antidepressivum das ist doch ein Teufelskreislauf, habe ich den Eindruck.
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250 mg Venlafaxin Heuman (von 300 runter durch die 12,5 mg Kugeln in Heumann oder Heunet)
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(20 mg Pantropazol)

Abgesetzt:
- zweimal Pregabalin (zweites Mal wegen chronischen Schmerzen probiert, nicht gewirkt):
nach zweitem Mal dauerhaft Reflux, Dauererregung trotz niedrigsten Dosen einkapseln lassen, dadurch Magen nicht mehr richtig geschlossen
- dreimal Lorazepam 1mg/Tag nach einigen Monaten
- nicht erfolgreich: 150 mg Venlafaxin über ein Jahr (wusste damals noch nicht, wie wichtig der letzte Schritt ist)
(leider wirkte es danach nicht mehr so gut und später wurde mir in einer Klinik einfach so die Dosis verdoppelt + Pregabalin dazugegeben, was natürlich unverantwortlich war bei kleiner Größe und Gewicht)

(Amitryptilon nicht gewirkt gegen Schmerzen, Mirtrazapin zum Schlafen Albträume, Opipramol zu schwach, Ortoton Albträume, Gaba, Lithium und anderes abgelehnt, Diclophenac 2 Jahr 150 mg Wechselwirkungen (Hormone komplett druch den Wind, Manie), verschiedene Blutdruckmittel wegen Conn nicht vertragen, Antibiotika wegen Helicobakter überhaupt nicht vertragen)

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Straycat
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Re: Valeska Trevilor (Venlafaxin) abgesetzt - ein paar Fragen

Beitrag von Straycat »

Hallo Valeska,

dein Thread war seit 2005 nicht aktiv, weshalb er in den Bereich "alte Beiträge" verschoben wurde.
Ich habe ihn nun wieder "hervorgekramt" :)

Bitte schreibe immer hier in deinem Thread weiter, wenn du Fragen betreffend dich und dein Absetzen hast.

Ist deine Signatur denn noch aktuell? Falls nicht, würde ich dich bitten sie zu aktualisieren.
Ich stelle dir auch gleich noch unseren Begrüßungstext ein, den wir neuen Mitgliedern normalerweise zu Beginn schreiben.
Da du schon so lange nicht mehr im Forum aktiv warst, würde ich das jetzt nachholen :)

Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
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Re: Valeska Trevilor (Venlafaxin) abgesetzt - ein paar Fragen

Beitrag von Straycat »

Begrüßungstext:

Hallo Valeska,

willkommen (zurück ;-)) im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
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Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Cat
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