Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe Fories, liebe Interessierte,

seit 1.8.2019 gibt es Änderungen im Forum. Es ist nur noch teilweise öffentlich zugänglich. Ohne Anmeldung können nur die Rubriken "Informationen", "Neue Teilnehmer" sowie "Erfahrungsberichte" gelesen werden.

Die anderen Rubriken sind nur noch für registrierte Mitglieder einsehbar. Dazu gehört auch der Bereich "Ausschleichen von Psychopharmaka" mit Dokumentation der einzelnen Verläufe (Tagebücher) zum Absetzen von Antidepressiva, Neuroleptika und Benzodiazepinen. Hier findet Ihr alle Neuerungen und Änderungen. Hier steht alles Wichtige für noch nicht registrierte Interessierte.

Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wer sich registriert, um einen eigenen Thread zu eröffnen, entscheidet sich auch dafür, sich aktiv mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen. Neue Mitglieder bitten wir daher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die Grundlagentexte durchzulesen und anzueignen. Wer nach der Registrierung nur still mitlesen will, ist auch willkommen.

Ein Dankeschön an alle, die sich bereits aktiv in den Erfahrungsaustausch einbringen. Gegenseitige Unterstützung stärkt jede Selbsthilfegruppe.

Euer ADFD-Team

Quetiapin uvm.

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Antworten
curtis9876
Beiträge: 7
Registriert: Montag, 31.03.14, 19:52

Quetiapin uvm.

Beitrag von curtis9876 » Montag, 31.03.14, 20:17

Hallo, ich habe hier ein wenig gelesen und die Beiträge die ich las fand ich Ok im Bezug auf die wohl bedachte Einnahme von Neuroleptika. Zu meiner Vorgeschichte, ich hatte vor 2013 keinerlei psychischen Probleme. Das hat sich innerhalb von wenigen Wochen total verändert, ich hatte über viele Jahre Nahrungsergänzungsmittel genommen wegen CFS, unter anderem einen Schwermetallchelator der mir "das Genick brach". Ich hatte nach absetzen davon starke Demenzsymptome ,Tremor,Krämpfe ,Lähmungen... Und auch starke Depressionen,Wahnvoratellungen,Echolalie...
Seit diesem Zeitpunkt bin ich mit einem Bein in der PsChatrie ,so fühle ich mich. Ich habe starkes Brennen im Kopf und irrsinnige Schmerzen. Was mich aber am meisten plagt sind Wahnvorstellungen und ich fühle mich nicht sicher und habe absolut kranke Gedanken teilweise. Ich hatte diverse SSRI und auch Neuroleptika Perazin und Quetiapn. Ich schlage auf alles negativ an. Eine Erklärung dafür ist mein Gendefekt im CYP2D6 , ich bin mir sicher das ist dem ein oder anderen hier geläufig. Kurz mal zu Perazin, das ist der reine Alptraum, null Gefühle mehr und ich habe mich gefühlt wie ein Zombie. An meinen wirren Gedanken hat es nichts getan. Ich wollte aber auch nicht weiter hochdosieren weil ich mich unter 25mg schon schlevhter gefühlt habe als vorher. Im Moment nehme ich Quetiapin was aber null die gewünschte Wirkung bring ausser das mein Kreislauf total am Ende ist und ich neben der Spur bin.
So, nun bin ich am Überlgen auf Risperdal zu wechseln habe aber vor diesem Medikament einen Höllenrespekt und traue mich nicht, vor allem wegen Dyskinesien etc..
Noch mal zu meinem Beschwerdebild ,ich leide im Moment unter Zwangsvorstellungen ,Derealisation. Meine Frau meint ich sei total unauffällig und ihr würde nichts auffallen.
Kann mir jemand einen Ratschlag geben was evtl. das richtige wäre und ob Risperdal wirklich so gefährlich ist?

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 18648
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Quetiapin uvm.

Beitrag von padma » Montag, 31.03.14, 21:07

Hallo Curtis, :)

herzlich willkommen im ADFD

Das ist ja leider sehr schlimm, was du da durchmachst.
ich hatte über viele Jahre Nahrungsergänzungsmittel genommen wegen CFS, unter anderem einen Schwermetallchelator der mir "das Genick brach".
Kannst du das noch etwas erklären? Hast du eine Art Schwermetallvergiftung, oder was bedeutet das?
Eine Erklärung dafür ist mein Gendefekt im CYP2D6
Hier ein link dazu:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=15&t=7754
Uli :) kennt sich damit sehr gut aus, du kannst ihn über PN mal anschreiben.
So, nun bin ich am Überlgen auf Risperdal zu wechseln habe aber vor diesem Medikament einen Höllenrespekt und traue mich nicht, vor allem wegen Dyskinesien etc..
Nach dem was du alles schon ausprobiert und nicht vertragen hast, würde ich dir von jedem weiteren Psychopharmaka dringend abraten. Dein Nervensystem ist vermutlich schon völlig gereizt, und jedes weitere Medikament wird zu einer weiteren Reizung führen.

Risperidon kann heftigste Nebenwirkungen haben,(z.B. erhöhtes Risiko eines Schlaganfalls) das würde ich keinesfalls nehmen.
Noch mal zu meinem Beschwerdebild ,ich leide im Moment unter Zwangsvorstellungen ,Derealisation. Meine Frau meint ich sei total unauffällig und ihr würde nichts auffallen.
Diese Symotome sind typisch für ein gereiztes Nervensystem und treten auch bei Absetzsyndromen auf.
Wie haben deine Symptome sich denn seit der Psychopharmakaeinnahme und dem jeweiligen Absetzen entwickelt? Möglicherweise leidest du zusätzlich unter einem Absetzsyndrom.

Wir brauchen noch weitere informationen, um deine Situation besser einschätzen zu können. Welche Medikamente du in welcher Dosierung wann genommen hast, wie du jeweis abgesetzt bzw. gewechselt hast, wann welche Symptome aufgetreten sind.
Bitte erstelle dazu eine Signatur (Persönlicher Bereich/ Profil/ Signatur)

Quetiapin muss ausgeschlichen werden, bitte nicht einfach absetzen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.08.2019: 0,02 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


curtis9876
Beiträge: 7
Registriert: Montag, 31.03.14, 19:52

Re: Quetiapin uvm.

Beitrag von curtis9876 » Dienstag, 01.04.14, 8:19

Ja, mein Fehler war ein NEM zu nehmen (Alphaliponsäure) das die Fähigkeit besitzt die Bluthirnschranke zu überwinden und das mit liegenden Füllungen. Ich will das nicht noch ausführlicher erläutern das würde auch keinen Sinn machen.
Wegen dem CYP2D6 ,ich kenne einige die den Defekt auch haben und irgendwann resigniert haben was zu nehmen da es oft kontraproduktiv war. Ich habe vor allem mit AD nur schlechte Erfahrungen, wobei als depressiv würde ich mich nicht bezeichnen ,eher als ein "Verrückter".
Ich habe Risperdal als Empfehlung von einem Experten was Umweltvergiftete angeht und der wohl mit meheren zu tun hatte. Mich schrecken die Nebenwirkungen und Langzeitfolgen extrem ab, vor allem wenn es als Dauermedikation gedacht ist! Fakt ist ich brauche etwas und das als Dauermediaktion, leider.
Quetiapin nehme ich seit zwei Wochen 50mg am Abend und das soll als Überhang den nächsten Tag wirken.
Ich bin in erster Linie neben der Spur und an meinen Gedanken ändert sich nicht viel.
Perazin nahm ich an zwei Tagen vor Quetiapin und das war furchtbar so das ich das sofort abgesetzt habe.
Ich nehme ausser Quetiapin keine anderen Medikamente.

Vielen Dank

LG

Curtis

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 18346
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Quetiapin uvm.

Beitrag von Jamie » Dienstag, 01.04.14, 19:34

Hallo curtis,

CYP2D6 - da kann man meines Wissens keinen Gendefekt haben. Du meinst wohl eher, dass du zu einem speziellen, eher seltenen Metabolisierungs-Typus gehörst (?).

Ich weiß nicht, zu deiner Vorgeschichte kann ich nicht viel sagen. Ich verstehe es nicht richtig und es scheint zu kompliziert zu sein es zu erklären, aber da das Kind jetzt eh in den Brunnen gefallen ist, ist das wohl auch egal.
Da ist wohl ziemlich viel schief gelaufen.
Im Übrigen sind sehr viele Substanzen gehirngängig. Ich weiß nicht, woher die Mär kommt, dass das nicht so sein sollte.

Was ist denn die Diagnose, weshalb du erst mit Perazin, dann mit Quetiapin und jetzt evtl. mit Risperidon behandelt werden solltest?
Du selbst schreibst, es sind krasse Gedanken und Zwangsgedanken. Ist das so eine Art Psychose?

Also Risperidon ist natürlich ein starkes Medikament und vor allem für die Langzeitanwendung vollkommen ungeeignet. Das würde ich auch nur "versuchsweise" einnehmen um zu schauen, ob es überhaupt etwas an dem Zustand ändert. Wenn nein, ist es eh für die Katz.
Es gibt nur leider nicht sehr viel, was man bei Zwangsgedanken verordnen kann.
Mit einer Psychotherapie oder Verhaltenstherapie kann man dir nicht helfen?

Ich weiß nicht, das klingt alles so unausgegoren. Wer behandelt dich denn neurologisch? Ein niedergelassener Arzt oder eine Institutsambulanz / Klinik?

Kann man möglicherweise versuchen, den Körper von den NEM / Chelatbildner zu entgiften? Du scheinst ja alternativmedizinisch aufgeschlossen zu sein.
Allerdings gibt es da auch viel Mist auf dem Markt! Da musst du gut aufpassen.
Go*gle doch mal nach Klinoptilolith - das könnte eine für dich möglicherweise interessante Substanz sein (gibt auch eine facebo*k-Seite dazu).


Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

curtis9876
Beiträge: 7
Registriert: Montag, 31.03.14, 19:52

Re: Quetiapin uvm.

Beitrag von curtis9876 » Dienstag, 01.04.14, 20:50

Jamie1979 hat geschrieben:Hallo curtis,

CYP2D6 - da kann man meines Wissens keinen Gendefekt haben. Du meinst wohl eher, dass du zu einem speziellen, eher seltenen Metabolisierungs-Typus gehörst (?).
Ja, stimmt bei mir "erniedrigt", bin ein slow metabolizer in CYP2D6.
Leider kann man eine Gehirnvergiftung nicht mit Verhaltenstherapie oder ähnlichem korrigieren. Ich war zwei Wochen in der Psychatrie und ein Jahr Psychotherapie, das bringt mich alles nicht weiter. Eine Entgiftung wenn möglich dauert Jahre und so wie es jetzt ist ,ist es kaum zum Aushalten für mich. Ich brauche definitiv was ,bloss was?
Neurologen und Psychater würden mir nie diese Dinge sagen wie ihr, von wegen Risperdal usw. ist nicht zur Dauermedikation gedacht, für die zählt ein Menschenleben null. Das ist mein Eindruck nach ca.10 solcher Ärzte.
Ob es eine Psychose ist glaube ich nicht ,einfach eher abstrakte Gedanken,Zwangsgedanken, Angst vor Gegenständen oder einfach nur die Kontrolle zu verlieren. Ich bin eigentlich nicht depressiv und bin es komischerweise erst richtig mit Antidepressiva geworden, was sich nach Absetzen wieder gelegt hatte. Vor allem Cipralex war brutal schlecht für meine Psyche!
Was wäre was für mich ,jemand eine Idee?

LG

Curtis

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 18648
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Quetiapin uvm.

Beitrag von padma » Dienstag, 01.04.14, 21:34

Hallo Curtis, :)

ich befürchte, dass da medikamentös nichts zu machen ist, dein Nervensystem braucht Zeit sich selbst zu heilen. Jeder weitere Eingriff mit chemischen Substanzen kann weitere Probleme nach sich ziehen.

Auch was eine Entgiftung anbelangt wäre ich zur Zeit extrem vorsichtig, auch das könnte für dein Nervensystem zuviel sein und weitere Symptome triggern.

Ich persönlich halte viel von der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), allerdings bräuchtest du da einen sehr erfahrenen Therapeuten.
Ich habe Risperdal als Empfehlung von einem Experten was Umweltvergiftete angeht und der wohl mit meheren zu tun hatte. Mich schrecken die Nebenwirkungen und Langzeitfolgen extrem ab, vor allem wenn es als Dauermedikation gedacht ist! Fakt ist ich brauche etwas und das als Dauermediaktion, leider.
Also mir kommt eine solche Empfehlung sehr fragwürdig vor. :evil: Ich habe mittlerweilen gelernt solchen Empfehlungen gegenüber sehr, sehr kritisch zu sein.
Warum meinst du denn, dass du eine Dauermedikation brauchst?

Zu Risperidon findest du einige Erfahrungsberichte im Neuroleptikabereich.
Vielleicht ist für dich auch der thread von FrauWolke (AD Bereich) interessant, da spielt auch ein seltener Metabolisierungstyp eine Rolle.

Hier noch ein thread, was bei Absetzsymptomen hilfreich sein kann (deine Symptome sind ja sehr ähnlich, vielleicht ist was für dich dabei:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=7663

Liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.08.2019: 0,02 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


curtis9876
Beiträge: 7
Registriert: Montag, 31.03.14, 19:52

Re: Quetiapin uvm.

Beitrag von curtis9876 » Mittwoch, 02.04.14, 12:44

Danke, konnte ja nichts gutes über Risperidal finden. Das ist schon heftig, Fakt ist ich brauche was, fragt sich bloss was. Ohne ist es die reine Folter. Von alleine wird sich das auch nicht regeln, die Gifte gehen nicht von alleine raus und die. Halbwertzeit von Quecksilber im Gehirn ist jenseits von 20 Jahren. Mir wurde geraten was zu finden was den Zustand erträglich macht und nebenher zu entgiften. Ich reagiere schon auf kleine Dosierungen von Dmsa,Dmps,ALA was schlicht und einfach heisst die Vergiftung ist doch recht hoch. Möglicherweise kennt hier jemand Andrew Hall Cutler.
Ich habe einen Haartest machen lassen bei dem z.B rauskam dass Lithium so gut wie nicht vorhanden ist. Habe das als NEM schon versucht ,hat aber null gebracht. Was mich vor allem total fertig macht ist, das die bisherigen Versuche mit NL oder AD total in die Hose gegangen sind, mir gings eher schlechter als besser. Habe aber auch keines der Dinge genommen länger als zwei Wochen. Das hätte ich garnicht ausgehalten da es immer schlechter wurde. Das Quetiapin habe ich drei mal gestartet , das werde ich nicht mehr versuchen. Evtl. habe ich zusätzliches Pech durch meinen slow metabolizer im CYP2D6?
Es muss doch was geben, auch für jemand wie mich der das 40. Lebensjahr bestreitet dieses jahr.

LG

Curtis

edgar
Beiträge: 1232
Registriert: Donnerstag, 16.08.12, 14:04

Re: Quetiapin uvm.

Beitrag von edgar » Donnerstag, 03.04.14, 21:01

Hallo Curtis,

habe Dir eine Persönliche Nachricht zu Deinen Fragen geschickt.

Viele Grüße
edgar
Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.

fruehling
Beiträge: 998
Registriert: Samstag, 08.03.14, 19:48

Re: Quetiapin uvm.

Beitrag von fruehling » Freitag, 31.10.14, 20:10

Hallo Curtis,
tut mir leid, was Du durchmachst.
Ich kann gerade nicht nachvollziehen, warum du deinem Körper das antun möchtest, warum du dich vergiften möchtest indem du andere Medikamente nehmen möchtest. Klar, wenn man verzweifelt ist, greift man ja nach jedem Strohhalm, aber bitte keine neuen Medikamente.
Zudem hast du doch auch durchweg negative Erfahrungen mit Psychopharmaka gesammelt.
Auf der einen Seite muss dein Körper das Quecksilber abbauen und auf der anderen Seite fügst du neue chemische Stoffe zu.
Entschuldige, aber dass Du nach Mitteln wie Risperdal greifen würdest, ist unverständlich.
Hast du es mal mit Ausleitungsverfahren probiert? Chlorella z.B.?! Wie wurde das mit der hohen Quecksilberbelastung festgestellt?
In Impfungen ist übrigens auch Quecksilber :!:
Der Teufelskreis wird immer größer werden, wenn du weitere Mittel nimmst.
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

curtis9876
Beiträge: 7
Registriert: Montag, 31.03.14, 19:52

Re: Quetiapin uvm.

Beitrag von curtis9876 » Donnerstag, 26.03.15, 15:18

Hallo, nach längerer Zeit ohne Besserung möchte ich hier wieder posten. Im Moment nehme ich 15mg Trimipramin, sonst nichts. Mein Befinden ist sehr schlecht. Ich heule fast den ganzen Tag, fühle mich hoffnungslos, Angst ,Panik etc....
Das Trimipramin stellt mich ruhiger aber auf meine Psyche hat es null Effekt gehabt seit meiner ersten Einnahme 09/2014.
Da ich im Vorfeld schon zig andere Medikamente versucht habe die alles nur verschlimert haben, bin ich auch nicht besonders zuversichtlich noch das Richtige Medikament zu finden. Ich würde gerne nochmal Alternativen versuchen wie 5htp oder Johanniskraut, oder aber auch TCM oder Homeopathie. Kann sowas helfen? 5HtP und Johanniskraut hatte ich mal früher und 2gr Johanniskraut haben mir auch nicht geholfen. Ich brauche aber dringend eine Alternative.
Ich habe auch Schiß das Trimipramin wegzulassen da ich üble Geschichten gelesen habe. Aber kann man mit 5htp z.B. Absetzerscheinungen dämpfen?

Clarissa
Beiträge: 2908
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37

Re: Quetiapin uvm.

Beitrag von Clarissa » Donnerstag, 26.03.15, 17:06

Hallo, curtis - nein, das 5HTP oder Johanniskraut dämpfen keine Absetzerscheinungen und heilen keine Depression. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. Im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, meine Beschwerden wurden immer angetriggert, wenn ich was Neues ausprobierte. Ich habe auch lange verzweifelt nach jeden Strohhalm gegriffen. Das Einzige, was am Ende half, war Medikamentenfreiheit, und dem Gehirn und dem Körper Zeit geben, selbst zu heilen. Warum nimmst Du weiter Trimipramin, wenn es Dir nicht hilft?
Meine Alternative war ein medikamentenfreies Leben über kurz oder lang. Medikamente sind m.E. auf Dauer keine Alternative.

VG sendet sleepless
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen fast 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 18648
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Quetiapin uvm.

Beitrag von padma » Donnerstag, 26.03.15, 18:00

hallo Curtis, :)

es tut mir leid, dass es dir weitehin so schlecht geht.

Bitte nimm auf keinen Fall 5 HTP oder Johanniskraut während du ADs nimmst
und auch nicht im direkten Anschluss. Es besteht die Grfahr eines Serotoninsyndroms. :!:

Von Johanniskraut wissen wir auch, dass es Absetzsymptome verstärken kann.

TCM kannst du während der AD Einnahme vorsichtig versuchen, allerdings Vorsicht mit Akkupunktur, das kann Symptome triggern. Homöopathische Medizin kannst du niedrig potenziert versuchen, allerdings am besten nur ein Mittel zur gleichen Zeit. Auch Schüsslersalze können hilfreich sein.

Allerdings nicht alles gleichzeitig versuchen.

Schau auch mal hier rein: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=7663

Ob es gerade ein guter Zeitpunkt ist, Trimipramin auszuschleichen, kann ich schlecht einschätzen. Tut dir die ruhigstellende Wirkung denn gut? Kannst du schlafen?
Bitte keinesfalls einfach weglassen, nach mehrmonatiger Einnahme muss es ausgeschlichen werden :!:

Könntest du bitte noch eine Signatur erstellen (Persönlicher Bereich /Profil/Signatur ändern). Es ist für uns nicht leistbar, immer wieder die ganzen threads zu lesen, um die Informationen zusammen zu suchen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.08.2019: 0,02 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Antworten