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Leistungsfähig und hellwach durch Venlafaxin

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Felix_93
Beiträge: 3
Registriert: Mittwoch, 29.10.14, 14:41

Leistungsfähig und hellwach durch Venlafaxin

Beitrag von Felix_93 » Mittwoch, 29.10.14, 14:43

Guten Tag liebe Forengemeinde,

aufgrund von Schlafstörungen habe ich von meinem Facharzt das Medikament Venlafaxin (18,75 mg abends) verschrieben bekommen.
Sofort merkte ich, wie ich insgesamt ruhiger wurde, und die Dosis half mir sehr gut beim Einschlafen.
In den ersten 4-5 Tagen merkte ich, dass ich, selbst wenn ich nur 5 oder 6 Stunden Schlaf hatte, am Tag putzmunter und ausgeruht war. Ich konnte sogar mitten in der Nacht aufwachen und hatte das Gefühl, ausgeschlafen zu sein. Meine Konzentrationsfähigkeit stieg sehr stark an und ich war den ganzen Tag äußerst leistungsfähig.
Nach 5 Tagen ließ diese "Hellwach und Konzentriert"-Wirkung allerdings nach, und ich erhöhte in Rücksprache mit meinem Arzt die Dosis auf 37,5 mg.
Ich nehme die Tabletten nun seit 5 Tagen in der neuen Dosierung und habe gemerkt, dass sie zu Anfang der Einnahme putzmunter und hochkonzentriert macht, die Wirkung aber trotz der höheren Dosierung wieder nach einigen Tagen nachlässt.

Die Tabletten helfen mir nach wie vor sehr gut beim Einschlafen und machen mich auch tagsüber entspannter und ausgeglichener. Sie erfüllen also voll und ganz ihren Soll.

Mich würde nur interessieren, woran es liegt, dass die "Hellwach und Konzentriert"-Wirkung nach einiger Zeit nachlässt? Ich habe mich lange nicht so wach und wohl gefühlt wie in den ersten Tagen der Einnahme und möchte gerne verstehen, woran das liegt.

Vielen Dank für eure Antworten,

Felix

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 18346
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Leistungsfähig und hellwach durch Venlafaxin

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 29.10.14, 18:39

Hallo Felix,

willkommen im adfd :)

Also das finde ich ja spannend, dass du gegen Einschlafstörungen Venlafaxin verordnet bekommen hast.
Venlafaxin ist vom Typus her antriebssteigernd und pushend; das merkst du ja auch - nur macht es viele auch so wach oder zappelig, dass sie unter der Einnahme Schlafstörungen entwickeln.
Deine Wachheit führe ich schlicht und ergreifend auf die Veränderung der Neurochemie in deinem Gehirn zurück; es ist nun ja mehr Serotonin im synaptíschen Spalt vorhanden und damit gehen umgreifende Prozesse einher.
Bis heute ist nicht im Detail bekannt, a) was Depressionen auslöst und b) wie genau AD im Gehirn wirken; ich kann mir daher eine große Bandbreite an Phänomenen vorstellen und wir lesen hier täglich auch zur Genüge davon (eher die Schattenseiten, da wir hier Pharma-kritisch sind).

Das Gehirn ist immer bemüht, sein ihm bekanntes physiologisches Gleichgewicht wiederherzustellen; wenn die Dosis erhöht wird, erfolgt auf physiologischer Ebene einige Tage später eine Downregulierung der Rezeptoren.
Dies könnte erklären, weshalb immer wieder die Dosis gesteigert werden muss, um den Effekt zu haben.
Gleichzeitig dürfte genau an dieser Stelle auch das Gefahrenpotential der Substanz deutlich werden: Man ist sozusagen legal auf Droge :wacko: .
Die Wachheit ist unnatürlich und der Körper wird irgendwann gegenkompensieren oder Störungen davontragen.
Man läuft auch Gefahr, ständig die Dosis zu steigern, was wenig "Mehr-"Wirkung bringt (ich verlinke am Ende die Studien), dafür jedoch die NW anwachsen lässt.

Ich hoffe, du gehst mit Bedacht an deine Einnahme heran. Das hier sind keine Zuckerpillen, sondern stark wirksame Substanzen; sie sind nicht gedacht um die Leistung zu steigern, sondern um Depressionen zu bekämpfen.

wieso niedrige Dosen vorzuziehen sind (Rezeptorenbelegung): http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=8829
Was passiert im Gehirn bei Einnahme und Entzug von AD: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=8621
medication spellbinding: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=6&t=7963

Gruß
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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fruehling
Beiträge: 998
Registriert: Samstag, 08.03.14, 19:48

Re: Leistungsfähig und hellwach durch Venlafaxin

Beitrag von fruehling » Mittwoch, 29.10.14, 19:04

Ja, das ist durchaus spannend. Venlafaxin zur Nacht ist wohl eher kontraproduktiv.
Wenn du.das aufgrund von Schlafstörungen bekommen hast, würde ich es dringend ausschleichen.
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Felix_93
Beiträge: 3
Registriert: Mittwoch, 29.10.14, 14:41

Re: Leistungsfähig und hellwach durch Venlafaxin

Beitrag von Felix_93 » Mittwoch, 29.10.14, 20:11

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure Antworten.

So etwas ähnliches habe ich mir bereits gedacht; eine weitere Steigerung der Dosis werde ich nicht vornehmen. Es macht mich schön ruhig und ich kann wesentlich besser schlafen.

Mein Arzt hat bereits eine Psychotherapie für mich angeordnet, die mir helfen soll, meine innere Ruhe auch ohne Tabletten (z. B. mit Muskelrelaxation, also Progressive Muskelentspannung nach Jacobson) zu finden.

Viele Grüße und lieben Dank für die Studien zur Rezeptorbelegung! Das ist wirklich sehr interessant!

Felix
Zuletzt geändert von Felix_93 am Mittwoch, 29.10.14, 21:20, insgesamt 1-mal geändert.

fruehling
Beiträge: 998
Registriert: Samstag, 08.03.14, 19:48

Re: Leistungsfähig und hellwach durch Venlafaxin

Beitrag von fruehling » Mittwoch, 29.10.14, 20:59

Felix_93 hat geschrieben:Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure Antworten.

So etwas ähnliches habe ich mir bereits gedacht; eine weitere Steigerung der Dosis werde ich nicht vornehmen. Es macht mich schön ruhig und ich kann wesentlich besser schlafen.

Mein Arzt hat bereits eine Psychotherapie für mich angeordnet, die mir helfen soll, meine innere Ruhe auch ohne Tabletten (z. B. mit Muskelrelaxation) zu finden.

Viele Grüße und lieben Dank für die Studien zur Rezeptorbelegung! Das ist wirklich sehr interessant!

Felix
Hallo Felix,
das ist gut, dein Problem mit der Psychotherapie in den Griff zu bekommen.
Muskelrelaxantien werden eher für krampfhafte Muskelverspannungen mit Schmerzen angewendet. Bei innerer Unruhe sind diese nicht zu empfehlen.
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
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Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
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07.2013
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09.2013; Nachuntersuchung der SD
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Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
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2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
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fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
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Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
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13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
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25.06. -12,5
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seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Felix_93
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Registriert: Mittwoch, 29.10.14, 14:41

Re: Leistungsfähig und hellwach durch Venlafaxin

Beitrag von Felix_93 » Mittwoch, 29.10.14, 21:19

Mit Muskelrelaxation meine ich nicht Muskelrelaxantien, sondern Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson. ;)

fruehling
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Registriert: Samstag, 08.03.14, 19:48

Re: Leistungsfähig und hellwach durch Venlafaxin

Beitrag von fruehling » Mittwoch, 29.10.14, 21:34

Felix_93 hat geschrieben:Mit Muskelrelaxation meine ich nicht Muskelrelaxantien, sondern Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson. ;)
Ah, ok. Tut mir leid, habe zu schnell und flüchtig gelesen. Das wäre definitiv eine gute Möglichkeit zur Ruhe zu kommen.
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
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03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
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Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
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07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Petrol
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Registriert: Donnerstag, 30.10.14, 3:17

Re: Leistungsfähig und hellwach durch Venlafaxin

Beitrag von Petrol » Donnerstag, 30.10.14, 3:35

Hallo Felix,

mich würde ja interessieren seit wann du die Schlafstörungen hast und wie sie sich genau äußern?
(Einschlafprobleme, Durchschlafprobleme, ständiges Aufwachen, Ausschlafprobleme, kreisende Gedanken)
Das Ganze kann verschiedene Ursachen haben und diese anzugehen ist natürlich immer besser als sie mit einem Medikament zu betäuben/zu verdrängen.


Ein Antidepressiva sollte immer das letzte Mittel der Wahl sein, wenn nichts anderes geholfen hat und man so verzweifelt ist, dass es wirklich nicht mehr anders geht.
Abgesehen davon, dass ich ein Antidepressiva gegen Schlafstörungen als völlige Fehlbehandlung des Arztes sehe,
zumal sie für andere Anwendungsgebiete erdacht sind und große Kreise in deinem Körper ziehen, was wiederrum zu weiteren Problemen führen kann
die du vorher gar nicht hattest. Ganz zu schweigen von der Absetzproblematik und Abhängigkeit die damit einher geht.
Ich selbst kann seit Einnahme derer z.B. überhaupt nicht mehr durchschlafen und wache bei jeder Drehung auf (um man dreht sich nachts sehr oft ^^)

Ich hoffe du triffst die richtigen Entscheidungen für dich und findest den passenden Weg!

Liebe Grüße

Antworten