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Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch eine schöne Osterzeit mit möglichst entspannten Feiertagen und schönem Wetter.

Das Team ist während dieser Zeit u wahrscheinlich auch etwas länger anhaltend, aus verschiedenen Gründen personell stark unterbesetzt, so daß hauptsächlich nur administrative Aufgaben erledigt werden können.

Wir bitten Euch deshalb, verstärkt gegenseitig nach Euch zu schauen u zu unterstützen.

Danke für Euer Verständnis, liebe Grüße vom Team

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An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegenden Absetzinfos ein: Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Jack
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jack »

Hallo Luna,

ich habe halt ein allgemeines Krankheitsgefühl bei Reduzierung des Omep. Bin dann sehr schlapp, wie bei einer Grippe. Aber ich bin mir halt auch nicht sicher, ob es nicht auch von den Depressionen kommt. Fakt ist... sobald ich die Omep runterfahre habe ich morgens Halsschmerzen und hänge komplett in den Seilen.

Ich bin jetzt bei ca. 7-8 mg (ca- 50 Kügelchen). Da ich wahrscheinlich zu viel damit experimentiert habe (mal runter - in schlechten Phasen wieder hoch - dann wieder zur reduzierten Dosis) habe ich jetzt 2 Wochen die 7-8 mg genommen. Will dann in 10er Schritten weitermachen. Aber gerade hat mein Körper genug mit dem Einsetzen der AD zu kämpfen.

LG Jack
Symptome:
Abgeschlagenheit, Darm-Beschwerden, Glieder- & Gelenkschmerzen, Rückenbeschwerden mit Blockadenbildungen, Depressive Phasen, Missempfindungen in Armen & Beinen

Krankheiten:
Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis, Small Fiber Neuropathie

Absetzung Amineurin 75 mg:
22.10.2017: 68,75 mg (91,67 %)
langsame Umstellung auf Tropfen:
1 Tropfen = 2 mg
17.11.2017: 68,5 mg (91,33 %) 62,5 mg Tabletten + 3 Tropfen
[/color]12.08.2018: 68 mg (90,67 %) 50 mg Tabletten + 9 Tropfen
[/color]25.10.2018: 62 mg (82,67 %) 50 mg Tabletten + 6 Tropfen
Umstellung zurück auf Tabletten:
[/color]25.11.2018: 62,5 mg (83,33 %)
[/color]26.03.2019: 60 mg (80 %)


Absetzung PPI - Omebeta 20 mg ca. 150 Kügelchen
20.10.2017: Reduzierung auf ca. 15 mg
04.12.2017: Reduzierung auf ca. 13 mg
13.12.2017: Erhöhung auf 16 mg (120 Kügelchen)
11.01.2018: Reduzierung auf 14 mg (105 Kügelchen)
17.01.2017: Erhöhung auf 16 mg (120 Kügelchen)
03.02.2018: Reduzierung auf 14 mg (105 Kügelchen)
25.02.2018: Reduzierung auf 12 mg (90 Kügelchen)
27.03.2018: Reduzierung auf 10 mg (75 Kügelchen)
01.02.2019: Reduzierung auf 0 mg
Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie »

Hallo Leute,

auch von mir ein kurzes Update, ich dümpele nach wie vor auf 15,5mg Esomeprazol.
Durch den Umzug (und den Behördengängen davor; dafür fehlen mir immer noch die Worte :shock: ) bedingt war ich so gestresst, dass ich jetzt schon recht lange bei den 15,5mg bin. Ich denke ich werde dann irgendwann Ende nächster Woche mal auf 15mg runtergehen.

Ich ärgere mich etwas, dass ich mir nicht den Zeitpunkt gemerkt habe, wann ich überhaupt mit dem (zuerst Umstellen von Pantoprazol auf Esomprazol und dann) Reduzieren angefangen habe, aber ein Jahr dürfte das Ganze schon gehen *schneck schneck* :schnecke:

Liebe Grüße
Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von pz1987 »

Möchte mich auch zu Wort melden.
Hatte Ende Juli eine Magenspiegelung mit dem Ergebnis Speiseröhrenentzündung. Nahm seit dem täglich 40 mg Pantaprazol.

Danach ständig saures Aufstossen und aufgeblassener Magen. Hatte vor nem Monat Termin beim Heilptraktiker er meinte ich soll Pantaprozol absetzen. Im Gegenzug soll ich Homöopatische Mittel nehmen die besser wirken und keine Nebenwirkungen haben.

Am 10.11. habe ich nun das letzte Mal Pantaprozol genommen. Die Ersten 5 Tage keine Wirkungen.

Danach massive Schlafstörungen. Innerhalb von 6 Tage habe ich 4 Nächte keine Minute geschlafen. Sodbrennen war auch eine weitere Folge. Danach habe ich zusätzlich Basentabletten genommen. Die Schlafstörungen war auf einmal verschwunden. Seit dem massiver Schwindel, Übelkeit, fühl mich total schlapp. Starke Nervosität und Gefühlsstörungen. Das Sodbrennen habe ich soweit wieder im Griff. Kann mir jemand sagen wie lang ca. noch der Rebound-Effekt anhält aufgrund der relativ kurzen Einnahme von einem Zeitraum von 3 Monaten?
Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie »

Hallo pz,

leider habe ich keine verlässlichen Infos, wie lange so ein Rebound anhalten kann. Ich fürchte aber man muss womöglich von Monaten ausgehen :( .

Dein Heilpraktiker hätte dich nicht sofort auf Null setzen dürfen, auch wenn er stattdessen alternative Medikamente verordnet hat.
Rebounds bei PPI sind bekannt und gefürchtet.
Immerhin wurde die Säureproduktion mehrere Monate fast auf null gedrosselt und dann hört man von einem Tag auf den anderen auf das zu nehmen und natürlich schmeißt dann der Magen seine HCl-Produktion sofort an; und das zumeist überschießend, wie du leidvoll erleben musst.

Wenn du mich fragst, würde ich Omeprazol oder Esomeprazol wieder eindosieren (unbedingt die Kapseln aufschreiben lassen und auch in der Apotheke auf die Kapseln bestehen) und dann wie ich, nach der Kügelchenmethode ausschleichen. Nimm dir 3 Monate Zeit dafür.
Kügelchenmethode: Kapsel öffner, ein paar Kugeln raus und wegschmeißen, Kapsel wieder zu und schlucken.
Methode hier: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=8897
(ich weiß, dass du Pantoprazol genommen hast; das gibt es dooferweise nicht als Kapsel mit Kügelchen; die meisten Menschen merken aber keinen Unterschied bei den PPI und es hilft ihnen zumeist jedes PPI, das sie bekommen; insofern sollte es kein Problem sein von Panto auf Omep oder Esomep zu wechseln.)

Durch das sukzessive Runterfahren des Wirkstoffs hat dein Magen die Chance, sich an das verminderte Wirkstoffangebot anzupassen und seine Produktion sachte wieder hochzufahren; das dürfte einen Rebound wesentlich abmildern.


Grüße und alles Gute :)
Jamie
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pz1987
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von pz1987 »

Ich hoffe das es sich nur um wenige Wochen dauert und nicht um Monate. Hab das Zeug ca. 100 Tage genommen. Bin jetzt seit 17 Tagen auf "Entzug". Sind also ca. 20% der gesamten Einnahmedauer. Die letzten 2 Wochen waren die Hölle. Hab gar nicht gewusst das es solche Nebenwirkungen sind, bin immer davon ausgegangen es sind Nebenwirkungen wie Sodbrennen oder Übelkeit. Aber ich werd jetzt nicht den Fehler machen und wieder damit anfangen. Dann wären die 17 Tage Hölle voll für die Katz. Werd jetzt meine Ernährung voll umstellen. Nur basische Produkte essen. Und soweit ich weiß sollen Bäder mit Badesalz auch mich unterstützen.
Fuzzbox
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Fuzzbox »

Hey Leute

Ich mal wieder. War nach einem Zusammenbruch bis Anfang November acht Wochen stationär. Leider hat es nicht ganz so hingehauen wie es sollte.

Vor meinem Aufenthalt habe ich Abends 75mg Ranitidin genommen. Mit strenger Diät hat das runterdosieren geklappt.

Ich bin dort auf Lyrica/Pregabalin eingestellt worden weil ich wegen des kaputten Magens fast nichts an AD oder BM vertrage. Vom Ranitidin hat man mir abgeraten weil es "Bessere Mittel gibt". Deshalb sollte ich lieber Pantoprazol nehmen. Die Schwestern haben kontrolliert ob man auch alles nach Anweisung nimmt. Nach ein paar Tagen habe ich der Ärztin gesagt meine Muskelschmerzen werden wieder mehr, so konnte ich Pantoprazol dann wieder absetzen. Natürlich wurd mir direkt die Alternative Omep empfohlen.

Die Krankenhausküche war ein Zustand. Ich musste zwei Wochen herumstreiten bis ich mir 2-3 Mal die Woche mein Abendessen selbst machen durfte. Leider sahen einige Pfleger es nicht ein, da ich dafür ja die Herdplatte benutzen musste und aus SVV Gründen immer jemand daneben stehen musste. Als ob ich meinen Kopf auf ne heisse Herdplatte lege. Hab echt andere Sorgen. Ausserdem bekam ich ja jeden Abend leckeres KH Essen.
Nach viel hin und her und schriftlicher Beschwerde bei der Ombudsfrau habe ich dann in der 6 Woche ein Gespräch mit dem Koch gehabt. Er konnte nicht viel machen da alles in Fertigportionen angeliefert wird und nur noch erwärmt wird. In der 7 von 8 Wochen hat man mich aus der Ernährung genommen und ich habe 2,50€ tgl. Zur Selbstversorgung ausbezahlt bekommen.

Durch das ganze Hin und Her bin ich mittlerweile wieder auf knapp 200mg Ranitidin hoch. Selbste die paar Tage Pantoprazol haben dazu geführt, dass ich das Zeug jetzt wieder alle paar Tage nehme. Zwar nur noch 10mg wenn es akut wird aber immerhin.

Vom Pregabalin konnte ich wieder etwas mehr essen da es meine Schmerzgrenze deutlich herabgesetzt hat. Ich habe 300mg tgl. Bekommen. Ich habe es etwa zehn Wochen genommen und musste es mehr als 4 Wochen ausschleichen. Auf eigenen Wunsch hin. Selbst diese zehn Wochen haben dafür gesorgt dass ich übelste Entzugserscheinungen hatte. Ich hab mich fast gefühlt wie Christiane F. Wo sie zum ersten mal merkt dass sie drauf ist. Pregabalin bin ich wieder los.

Ansonsten entziehe ich immer noch die Magenmittel und fange halt wieder oben an. Ohne den KH Aufenthalt wär ich den Scheiss vielleicht schon los. Wer weiss.

Lg
Anna
Einmal wird es wieder so wie früher. Ohne Medikamente, ohne Chemie. Das glaube ich ganz fest. Der Weg ist doch das Ziel.
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von padma »

hallo Fuzzbox, :)

es tut mir leid zu hören, dass du einen Zusammenbruch hattest und diese Klinik ertragen musstest. :frust:

Pregabalin ist dafür bekannt, dass es sehr abhängig macht. Gut, dass du es wieder abgesetzt hast.
Wir haben einen extra thread zu Pregabalin, vielleichst magst du da deine Erfahrung reinschreiben, um andere zu warnen.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=6&t=7964

Hast du denn Unterstützung um die Schwierigkeiten, die zu deinem Zusammenbruch geführt haben, zu bewältigen?

Viel Erfolg bei deinem weiteren PPI Entzug.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von LinLina »

Hallo :-)

wärt ihr einverstanden diesen Thread in den Gesundheitsbereich zu verschieben? Ich finde er passt dort gut hinein, weil ja viele im Entzug Magenprobleme bekommen und sich dann manchmal die Frage stellt PPi einnehmen, absetzen...?

LG Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Fuzzbox »

@Lina

Also mich stört es nicht. Ich bin da ja auch so hineingeraten. Egal wo man geht und steht wird einem das Zeug als "Magenschutz" angeboten.
Und damit fängt der Spass erst an.

Ich entziehe Ranitidin seit zwei Tagen wieder radikal. Versuche es zumindest. Ich bin der festen Überzeugung dass ebenfalls meine Histaminintoleranz und meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten daher kommen.
Ich hoffe, der Entzug klappt dieses Mal. Tut im Moment ganz schön weh. Aber ich versuche durchzuhalten.
Einmal wird es wieder so wie früher. Ohne Medikamente, ohne Chemie. Das glaube ich ganz fest. Der Weg ist doch das Ziel.
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Lana19 »

Hallo,

ich habe auch eine Frage zum Esomeprazol. Wollte aber nicht extra was Neues aufmachen dafür.
Mein Sohn,15 Jahre, hat Esomeprazol verschrieben bekommen. Zweimal täglich für 6-8 Wochen. Je 20 mg. Ich habe nun Angst, dass das nach hinten los geht, denn wenn es nach mir ginge, würde er damit gar nicht erst anfangen.... :frust:
Vorgeschichte: Seit 2-3 Jahren immer mal wieder Sodbrennen, seit Sommer vermehrt. Letzte Woche im Krankenhaus zur Magenspiegelung. Speiseröhre leicht entzündet, Stadium 1, ansonsten alles ganz. Biopsiebefund noch ausstehend.
Er soll das jetzt 6-8 Wochen nehmen, danach auf Ernährung und äußere Umstände achten. Naja....in vollpubertärem Zustand etwas schwierig :rotfl:

Ich sehe es ja ein, dass er zur Beseitigung der Entzündung die Medis mal eine Zeit lang nimmt, wobei ich eine Tablette für ausreichend halten würde....aber selbst der Kinderarzt meinte, er solle wenigstens 3 Wochen zweimal täglich nehmen, danach 1 mal täglich und gucken wie es ist....

Im Krankenhaus hat mir der Arzt es so erklärt, das Menschen unterschiedlich viel Magensäure auf verschiedene Lebensmittel produzieren. Und er reagiert da halt sensibel drauf. Mein Mann wie auch Schwiegervater nehmen schon Jahre lang das Zeug....von daher ist er eh vorbelastet. Aber hallo...er ist 15! Und ich möchte nicht dass er jetzt schon damit anfangen muss!
Muss ich mir arg viele Gedanken machen? Wie seht ihr das?

Liebe Grüße
[spoil]Depressionen und Angststörung Diagnose 9/05
11/05: Beginn Paroxetin
4/06-11/06 erste Absetzversuche gescheitert, Symptomverschlimmerung, wieder Beginn mit 20 mg
5/07 30 mg Paroxetin
von 2/08 bis 9/08 abgesetzt, zum Schluss mit Seroxat


12/08 Rückfall, Beginn mit 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 10 und 20 mg
5/10 0mg!

2/11 Rückfall Panik, Beginn 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 5 und 20 mg je nach Zustand
12/14 20mg

Jahr 2015
5.1.15 10mg
9.1.15 15 mg, Schmerzen in Rücken, Depri, heulen,....
1.2.15 12,5 mg
1.3.15 10mg erstaunlicherwesie ohne Probleme! freu
16.3.15 2 Krümelchen weniger, nach drei Tagen fängt der miese Schwindel an, aber ich halte durch. Ansonsten nur Übelkeit und blöde Träume
10.04.15 schätzungsweise bei 8mg angekommen.
25.04.15 Umstellung auf Seroxat 4 ml
27.04.15 wieder 8 mg Paroxetin, Seroxat war Hölle. Finde keinen Schlaf mehr, stattdessen nervöse Unruhe mit Übelkeit, Depri, völliger Kraftverlust
29.04.15 wieder 10mg Paroxat, muss raus aus diesem Loch, sonst geh ich kaputt!!!
24.4.15 Hoch auf 15 mg. Burn Out. Nichts geht mehr. Fühl mich total wie ein Versager
01.06.15 20mg auf anraten vom Doc.
habe nicht das Gefühl dass es überhaupt noch wirkt!
01.07.15 15 mg So, erneuter Versuch und diesesmal SCHAFFE ICH ES !!!!
18.07.15 wieder 17,5 mg, seit 12.07. jeden Tag mehr Angst, Unruhe, nervosität, Übelkeit
07.09.15 17 mg 28.09.15 15 mg , zwei Tage gut, dann massiv Ängste und Panik
01.10.15 16mg finde mit der Reduktion leider überhaupt keine Ruhe , darum:
30.10.15 16,5 mg = 0,200g auf der Feinwaage
[highlight=yellow]Ab jetzt Reduktion mit Mikrotapering[/highlight]
......wöchentliche Reduktion um 0,25mg......
19.12.15 [highlight=yellow]15,00mg[/highlight]
.......ab Mai alle 5 Tage Reduktion um 0,25 mg, der Versuch ging allerdings schief, lassen wir es bei alle 7 Tage!
02.12.2016[highlight=yellow]5,00mg[/highlight] :party2:
01.01.17 4,75mg
26.01.17 4,50 mg
06.02.17 4,25mg schlimmer Schub mit Depri, Nervosität, extreme Rückenschmerzen, könnt nur heulen, aber das bringt auch nix! Erstmal Absatzpause, so deprimierend es ist
01.03.17 aufdosiert 4,75mg nachdem es immer schlimmer wurde. Voll Depri, kein Schlaf mehr ab 3 Uhr morgens, nervöse Unruhe, mag nicht mehr.
Nach 3-4 Tagen :Schlaf wird besser, zum Glück, aber immer noch in einem Loch drinnen....
16.03.17 Schlaf wurde weiter immer schlimmer, nur noch 2-3 Stunden, dann wach, nervös, Übel, kann nicht mehr. Aufdosieren auf 5 mg

29.04.17stehe jetzt ca. bei 4mg

30.06.17 3mg

31.08.17 2mg

es geht voran, sogar ganz gut! Habe das Gefühl das Schlimmste ist vorüber mit der großen Welle vom Frühjahr

25.09.17 0!!!!




:schnecke: :schnecke:[/spoil]
Luna
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Luna »

Ich gehe davon aus,dass dein Sohn auch auf Fast Food und Fertigprodukte steht wie viele Teenys?
Wenn es so ist,dann kann es gut sein,dass sein Sodbrennen davon kommt. Traurig,dass schon Kids so Probleme haben aber bei den ganzen Zusatsstoffen in Lebensmitteln :shock:
Ich kenne soviele,die dank falscher Ernährung Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben. Selbst meine Thera sagt,dass die Leute im Bekanntenkreis hat,die zb Laktoseintoleranz haben oder sowas,weil die Dinge gegessen haben,die Schädlich sind. In vielen Lebensmitteln ist Chemie drin oder zuviel Zucker bzw Zuckerersatzstoffe. Heutzutage macht Ernährung krank...ist leider so aber es geht auch anders. Bei einem Teeny wird es wohl schwieriger sein aber man kann den erklären was es mit seinem Körper macht.
Ich würde sagen,dass er die Pillen nicht nehmen soll. Ich habe eine heftige Entzündung der Speiseröhre ohne Pillen durchgestanden und die ist dann mit angepasster Ernährung geheilt. Der Körper ist in der Lage sowas selbst zu heilen wenn man ihm ein wenig hilft mit Ernährung.Manchmal dauert es ein wenig...je nach Schaden.
Versuche mit deinem Sohn zu reden,dass er für eine Weile anders essen soll und das er sonst seinem Körper schädigt auf Dauer. Man kann nur hoffen,dass er auf dich hört.
Manchmal reichen 6-8 Wochen um damit Medikamente im Körper schaden anrichten und diese können das wirklich sehr gut.
Wichtig ist auch zu schauen ob es nicht andere Ursachen hat außer Ernährung. Möglich sind genetische oder erworbene Nahrungsmittelunverträglichkeiten,Stress,Bakterien im Magen,Krankheiten,Rauchen oder Drogen. Geh mal mit ihm zum Gastro und der soll mal ein Laktose bzw Fruktosetest machen.
Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.
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Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie »

Hallo,

also ich bin nicht deiner Meinung Luna.
Ich denke, so lange das Esomeprazol wirklich nur 3 Wochen zum Abheilen der Speiseröhre benutzt wird, ist das ein völlig legitimer Einsatz.
Das Problem würde damit beginnen, wenn man es als weiternimmt und nicht aufhört.
Nach 3 Wochen sollte die Entzündung ausgeheilt sein, ab dann würde ich das PPI ausschleichen.
Wichtig wäre zu wissen, ob Lanas Sohn Helicobakter pylori hat; dann stünde ihm erhebliches Ungemach ins Haus. Ich hoffe nicht.
Und 1mal täglich sollte bei einem 15-jährigen völlig ausreichen; 2 Tabletten / Tag finde ich auch zuviel.

PPI sind gut wirksame und sichere Medikamente im Kurzzeitgebrauch. Im Langzeitgebrauch sind sie ne Seuche, ich weiß ja selbst, wovon ich rede :( .

Aber ansonsten hast du Luna natürlich recht - unbedingt auf die Ernährung gucken. Softdrinks (Limo, Cola, Energiedrinks) locken Säure, ebenso Fettiges und Süßes. Ich kenne allerdings auch einen 16-Jährigen, der reagiert auch empfindlich auf gewisse Lebensmittel und meidet sie freiwillig, einfach weil er merkt, sie tun ihm nicht gut und seine Gesundheit verschlechtert sich - vielleicht ist ja auch Lanas Sohn so einer?

Er sollte in der kommenden Zeit mal etwas bewusster leben; manchmal reicht es schon die Süßigkeiten und Chipszufuhr sowie Kaffeekonsum und Fast Food Essen etwas zu reduzieren und drauf zu achten, ob im Kaugummi Süßstoffe sind (meiden!), um eine Verbesserung zu erreichen, ohne dass sich das für ihn wie ein totaler Verzicht anfühlen würde.

Grüße
Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Luna »

Ja Jamie du hast schon recht, dass man sowas kurz nehmen kann wenns ganz schlimm ist! Ich persönlich bin halt gehen Medikamente! Ich habe die Erfahrungen gemacht, dass man vieles mit Ernährung heilen kann und man nicht gleich zur Chemie greifen muss! Ob nun eine oder 5 Wochen Chemie....gesund ist das zeug nicht für den Körper! Letztendlich muss man selbst entscheiden ob Pillen oder nicht! Für mich ist das keine Option mehr und meine Freundin bekam vor kurzem eine heftige Entzündung im Magen, die durch Antibiotika kam, weg nur durch leichte Kost! Dauerte etwas länger als mit Pillen aber es klappte! Nun wie man es macht...Man muss selbst entscheiden! Möglich sind beide Wege!
Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

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(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Lana19 »

:) Hallo

Irgendwie ist meine Antwort verschwunden....
Also nochmal in Kürze:
Danke für eure Meinungen.
Fast Food gibt es nicht wirklich oft, auch nicht Cola oder so. Koche auch recht gesund denke ich.

Das einzig negative ist ein oder zweimal die Woche Fleischkäse Brötchen und eistee wenn er lang Schule hat. Da gehen die zu R.... Und holen das. Aber die Schulzeit ist ja bald vorbei :D

Mein Mann nimmt das jetzt 15 Jahre und kommt gut damit klar. Ist mir leider dadurch keine Hilfe was meinen Sohn angeht....
Ich warte jetzt mal ab. Helicobacter war im Sommer negativ.

Grüße
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11/05: Beginn Paroxetin
4/06-11/06 erste Absetzversuche gescheitert, Symptomverschlimmerung, wieder Beginn mit 20 mg
5/07 30 mg Paroxetin
von 2/08 bis 9/08 abgesetzt, zum Schluss mit Seroxat


12/08 Rückfall, Beginn mit 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 10 und 20 mg
5/10 0mg!

2/11 Rückfall Panik, Beginn 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 5 und 20 mg je nach Zustand
12/14 20mg

Jahr 2015
5.1.15 10mg
9.1.15 15 mg, Schmerzen in Rücken, Depri, heulen,....
1.2.15 12,5 mg
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16.3.15 2 Krümelchen weniger, nach drei Tagen fängt der miese Schwindel an, aber ich halte durch. Ansonsten nur Übelkeit und blöde Träume
10.04.15 schätzungsweise bei 8mg angekommen.
25.04.15 Umstellung auf Seroxat 4 ml
27.04.15 wieder 8 mg Paroxetin, Seroxat war Hölle. Finde keinen Schlaf mehr, stattdessen nervöse Unruhe mit Übelkeit, Depri, völliger Kraftverlust
29.04.15 wieder 10mg Paroxat, muss raus aus diesem Loch, sonst geh ich kaputt!!!
24.4.15 Hoch auf 15 mg. Burn Out. Nichts geht mehr. Fühl mich total wie ein Versager
01.06.15 20mg auf anraten vom Doc.
habe nicht das Gefühl dass es überhaupt noch wirkt!
01.07.15 15 mg So, erneuter Versuch und diesesmal SCHAFFE ICH ES !!!!
18.07.15 wieder 17,5 mg, seit 12.07. jeden Tag mehr Angst, Unruhe, nervosität, Übelkeit
07.09.15 17 mg 28.09.15 15 mg , zwei Tage gut, dann massiv Ängste und Panik
01.10.15 16mg finde mit der Reduktion leider überhaupt keine Ruhe , darum:
30.10.15 16,5 mg = 0,200g auf der Feinwaage
[highlight=yellow]Ab jetzt Reduktion mit Mikrotapering[/highlight]
......wöchentliche Reduktion um 0,25mg......
19.12.15 [highlight=yellow]15,00mg[/highlight]
.......ab Mai alle 5 Tage Reduktion um 0,25 mg, der Versuch ging allerdings schief, lassen wir es bei alle 7 Tage!
02.12.2016[highlight=yellow]5,00mg[/highlight] :party2:
01.01.17 4,75mg
26.01.17 4,50 mg
06.02.17 4,25mg schlimmer Schub mit Depri, Nervosität, extreme Rückenschmerzen, könnt nur heulen, aber das bringt auch nix! Erstmal Absatzpause, so deprimierend es ist
01.03.17 aufdosiert 4,75mg nachdem es immer schlimmer wurde. Voll Depri, kein Schlaf mehr ab 3 Uhr morgens, nervöse Unruhe, mag nicht mehr.
Nach 3-4 Tagen :Schlaf wird besser, zum Glück, aber immer noch in einem Loch drinnen....
16.03.17 Schlaf wurde weiter immer schlimmer, nur noch 2-3 Stunden, dann wach, nervös, Übel, kann nicht mehr. Aufdosieren auf 5 mg

29.04.17stehe jetzt ca. bei 4mg

30.06.17 3mg

31.08.17 2mg

es geht voran, sogar ganz gut! Habe das Gefühl das Schlimmste ist vorüber mit der großen Welle vom Frühjahr

25.09.17 0!!!!




:schnecke: :schnecke:[/spoil]
Iiyama
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Iiyama »

Hallo ihr,
bin durch Recherchen auf dieses Forum gestoßen und möchte mich dem gemeinsamen Leidensweg anschließen.

Mir wurde erstmals im Jahre 2014 PPI verordnet. Hab das für ca. 2 Wochen genommen, danach abgesetzt und alles war in Ordnung.
letztes Jahr November ging es wieder los mit Säurebedingten Magenbeschwerden. Hab einmal zwei Tage hintereinander PPI genommen und die Schmerzen waren wieder weg. Dann Dezember 2015, eigentlich durchgehend Magenschmerzen. PPI also wieder genommen. Für ca 2-3 Wochen danach endlich Besserung. Hatte mich zur damaligen Zeit schon im Internet schlaugemacht, dass man PPI nicht einfach so absetzen darf und vermutete diesen Fehler auch auf die erneute Attacke zurückführen zu können.
Daher habe ich ein bisschen mit der Kügelchen-Methode herumexperimentiert. Naiv wie ich bin hab ich mir keinen konkreten Plan gemacht sondern einfach "nach Gefühl" ein bisschen herumexperimentiert. D.h. heute mal ne ganze Kapsel, morgen ne halbe, dann ein paar Tage nur 20 Kügelchen, und letztlich nichts mehr. Meine "Ausschleichphase" war ca 5-7 Tage. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr genau.
Seit 1.1.16 war ich beschwerdefrei. Seit drei Tagen plagen mich allerdings wieder extreme Magenschmerzen, so dass ich wieder zu den PPI greifen musste. Habe mir nun vorgenommen die PPI konsequenter auszuschleichen und das auch hier zu dokumentieren.

Zunächst meine Frage an euch: Da ich die PPI nie über einen längeren Zeitraum genommen hab ... wie langsam bzw. schnell sollte man ausschleichen und in welchen Schritten dosiert reduzieren? Das ist mein größtes Problem. Ich möchte jetzt nämlich nicht über 12 Wochen ausschleichen, wenn ich die PPI effektiv nie so lange genommen habe um die Ursache zu beheben.

Momentan nehme ich Esomeprazol, 20mg.
In einer Kapsel sind ca. 150 Kügelchen enthalten. Das entspricht pro Kügelchen ca 0,133 mg.

Aktuelle Dosierungen:
20.01. Abends eine halbe Kapsel (ca 10mg) da dachte ich noch nicht, dass es so schlimm wird.
21.01. Morgens eine halbe Kapsel (ca 10mg), Abends eine ganze Kapsel (ca 20mg)
22.01. Morgens eine geteilte und abgezählte Kapsel (ca 10mg, 75 Kügelchen)



Ich versuche nebenbei die Symptome mit ganz Viel Tee und Bananen zu lindern und den Heilungsprozess zu fördern.

Gruß
Luna
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Luna »

Hallo Iiyama
Herzlichen Willkommen im Forum. Zum genauen Entziehen kann ich nicht viel sagen aber zb Jamie kennt sich da gut aus wobei hier dürfte auch schon einiges dazu stehen.

Was mir allerdings auffällt ist,dass du anscheinend Probleme hast mit dem Magen,das immer wieder kommt.Ich weiß nicht ob da mal ein Arzt geschaut hat bevor er dir Pillen verschrieben hat.Das mit dem Magen bzw Sodbrennen hat meist einen Grund wie zb falsche Ernährung,Nahrungsmittelunverträglichkeiten,Stress,Krankheiten,Helicobacter oder andere Bakterien/Pilze,Medikamente usw.
Ich würde es sinnvoll finden da mal auf den Grund zu gehen,weil die Probleme haben ja begonnen bevor du mit PPi angefangen hast.
Bevor du zu irgendwelchen Untersuchungen gehst, schleiche das PPi erstmal in ruhe aus,weil man sollte zb bei einer Magenspieglung ca 2 Wochen PPi frei sein damit keine Werte verfälscht werden. Bei der Untersuchung kann nach Bakterien,Pilzen, Zöliakie usw geschaut werden. Nach Zöliakie schauen die meist nicht aber man kann es den vorher sagen. Beim Gastrologen kann auch nach Nahrungsmittelunverträglichkeiten geschaut werden. Sind nur Tipps...Sodbrennen oder Magenschmerzen können auch ganz einfach von falscher Ernährung kommen oder zuviel Stress dann kannst du da schauen ob du was ändern kannst. Schritt für Schritt.
21.01. Morgens eine halbe Kapsel (ca 10mg), Abends eine ganze Kapsel (ca 20mg)
22.01. Morgens eine geteilte und abgezählte Kapsel (ca 10mg, 75 Kügelchen)
Nach meinem Gefühl ist das zu schnell. Soweit ich weiß gehen die meisten hier 10% runter alle 4 Wochen oder so.Wobei ich weiß nicht ob es Sinn macht so langsam zu gehen,weil du es noch nicht so lange genommen hast und deine Magenschmerzen scheinen nicht daher zu kommen,dass du PPi absetzt,weil die waren ja schon vorher da wenn ich dich richtig verstanden habe.
Die Probleme machen die Medikamente meist wenn man sie länger nimmt. Wenn ich früher mal 2 oder 3 Wochen PPI genommen habe dann passierte nichts nach absetzen. Ich kenne eine,die hat es ein halbes Jahr genommen und da wars dann bei ihr zu lange.
Ich möchte da nichts falsches sagen wie du entziehen sollst deswegen schieb ich das mal weiter :wink:

Ich wünsche dir alles Gute!
Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.
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Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie »

Hallo Iiyama,

willkommen hier :).

Was mir auch sofort auffällt ist, ob das, was du mit dem Magen hast, mal abgeklärt wurde.
Es ist heikel unklare, immer wiederkehrende Magenschmerzen mit einem PPI zu behandeln, wenn man die Ursache nicht kennt.
Es kann alles Mögliche dahinterstecken, begonnen mit Nahrungsunverträglichkeit über Nebenwirkungen anderer Medikamente (nimmst du andere Medikamente?) über nervös / stressbedingte Beschwerden bis hin zu handfesten organischen Problemen wie einer Schleimhautentzündung, Magengeschwür oder Befall mit Helicobakter pylori etc. Manchmal stimmt auch die "Mechanik" im Magen nicht, sprich dass sich der Mageneingang nicht richtig schließt und somit der Säurebrei hochsteigt in die Speiseröhre etc. Das könnte man alles mit einer Magenspiegelung abklären.

Zu den PPi an sich. Als allererstes musst du da mal Konstanz reinbringen. Nicht einen Tag die Dosis, am nächsten Tag eine andere ... und erst recht nicht mal 2mal täglich eine Kapsel, mal einmal täglich usw.
Weißt du, dass man PPI mindestens 2 bis 3 Tage kontinuierlich morgens nüchtern nehmen muss, damit die blockierende Wirkung eintritt? Immer mal nehmen und weglassen ist für den Magen nicht gut, der kann sich ja auf gar nichts einstellen!?! PPI sind keine Kopfschmerztabletten, die man sich einmalig einwirft und dann wrd das mit der Magensäure besser.

Mein Vorschlag: Jetzt mal kontinuierlich 5 Tage 10mg nehmen, dann 5 Tage 7,5mg, 5 Tage 4,5mg und 5 Tage 2mg (insgesamt 20 Tage) und dann weglassen.
besser wäre es allerdings, es wirklich mal organisch klären zu lassen.

Sollten Säurespitzen auftreten, muss man auch nicht gleich wieder das PPi ändern / erhöhen, sondern kann als add-on ein Antacidum wie Riopan flüssig nehmen.
Das hilft vielen sehr gut.

Ansonsten Augen auf bei dem, was du isst. Wenn ich Magenschleimhautentzündung hatte, war Tee bei mir übrigens völlig kontraproduktiv und hat alles verschlimmert, gerade Kamillentee. Ich kam immer am besten mit Wasser zurecht und das ist auch heute noch so. Hausmittel gibt es ja viele, aber man muss immer für sich selbst schauen, was einem bekommt und hilft.

Grüße
Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Luna »

Ist in Riopan nicht Aluminium zugesetzt? Ich meine schon.
Es gibt auch sowas ohne Aluminium aber ich weiß leider den Namen nicht mehr.
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Jamie »

Hallo,
Ist in Riopan nicht Aluminium zugesetzt? Ich meine schon.
nein ist es nicht. Deswegen habe ich es auch vorgeschlagen! :wink:
Riopan Magengel, Beipackzettel hier, Inhaltsstoffe gleich zu Beginn: https://www.docmorris.de/medias/sys_mas ... 592945.pdf

Maaloxan und Co sind problematischer!

Grüße
Jamie
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Luna »

http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Magaldrat

http://www.apotheken-umschau.de/Medikam ... 92922.html
Ich hab mal nachgesehen,weil ich meinte,dass eine Apothekerin mir das mal sagte mit dem Alu aber war mir nicht sicher.
Also der Wirkstoff von dem Riopan ist Magaldrat und oben (Link) steht,dass das aus Aluminium besteht.
Magaldrat besteht aus Aluminium- und Magnesiumhydroxiden und -sulfaten. Die Zusammensetzung entspricht etwa der Formel Al5Mg10(OH)31(SO4)2 · x H2O (PhEur). Die Substanz ist praktisch unlöslich in Wasser, löst sich jedoch in verdünnten Mineralsäuren. Magaldrat liegt als weisses bis fast weisses, kristallines Pulver vor.
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