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... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

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Kop2014
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Kop2014 »

Hallo Mira,
Du hast die 30 mg nicht so lange genommen, dass sich dein Körper darauf eingependelt hat und das Gastrin hochgezogen hat. Das ist der Grund warum ich empfehle sofort auf 20 zu gehen, solange das ohne Probleme möglich ist.
Also noch merkt dein Körper das nicht.
Du brauchst auch nicht 2 mal 10 nehmen, das bringt nichts gegenüber 1 mal 20
Von den 20 mg kannst Du in 5 mg Schritten auf 10 und dann mach eine Pause, du hast die ÜÜI nicht so lange genommen, dass solche Schritte zu Problemen führen sollten
Gruß
KoP
Ein Jahr Pantoprazol 40 dann 60.Dann von 60 auf 40 dann nach 4 Wochen auf 20 und nach weiteren 2 Wochen auf Omeprazol 10 und in Wochenschritten von 10 auf 8 6 4 2 und Null. Wegen des Wiederauftretens von Sodbrennen seit 3 Wochen täglich 8mg Omeprazol was ausreichend ist. Null funktioniert nicht und 5 mg hat immer nach 14 Tagen zu Brennen in der Speiseröhre geführt.
mira44
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von mira44 »

Guten Morgen Kop,

jetzt nehme ich seit MItttwoch 2x 10 mg (habe ich schon vom Doc verschrieben bekommen und fühle mich wohler damit als 1x 20 mg, Kopfsache :roll: ). Seit heute ist der Magen etwas gereizert, geht aber noch. Meinst du, wenn sich das so in Grenzen hält, könnte ich nächsten Mittwoch gleich auf 1 x 10 mg runter oder würde das das Glück zu sehr herausfordern?

Übrigens ist es so, wenn mein Mgen spinnt und ich was essen muß (Hunger oder Sättigungsgefühl habe ich ja nicht mehr), geht es mir danach nicht wirklich besser. Es wird nur nicht schlechter. Zuerst habe ich immer eine ganze Weile das Gefühl, dass der Magen gar nicht weiß, was er mit dem Essen anstellen soll, besonders wenn ich mich hinlege. Besser ist laufen, sogar während des essens. MCP hatte ich schon mal gegen die Übelkeit, aber nur 1 abends, direkt vor dem Schlafengehen. Hat nischt gebracht... Vielleicht war es zu wenig? Ich denke halt an die Motilität des Magens, aber davon wollen Gastro und Hausarzt nix wissen.
Besseren Hausarzt werde ich hier auch nicht finden, ist schon der beste im Umkreis, der keinen Aufnahmestopp hat. Aber das alles führt jetzt zu weit.

Was ich dich noch fragen wollte: Wenn ich dich richtig verstanden habe, würdest du das Probiotikum erst nach dem Ausschleichen beginnen? Gibt es dafür einen Grund?

So, jetzt habe ich dich genug gelöchert. Nochmals vielen Dank, dass du dir so viel Mühe gibst. Im "real life" gibt es immer nur ein Schulterzucken und ein "ich weiß auch nicht mehr weiter" von den "kompetenten Personen".

LG

Mira
Kop2014
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Kop2014 »

Hallo Mira
Ja du kannst sicherlich runter auf einmal 10 mg und das Probiotikum solltest du jetzt nehmen
Gruß
KoP
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Kop2014 »

Hallo Mira und beim Essen nicht laufen , bitte
In Ruhe Essen der Magen wird es Dir auf Dauer Danken Dein Körper ist keine Maschine sondern ein sensibles Zusammenspiel vieler Funktionen
Das wird schon und das mit dem Hungergefühl pendelt sich auf Dauer auch ein, denk an Deine Kinder und bekomm wieder etwas auf Deine Rippen👍
Gruß KoP
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von mira44 »

Lieber Kop,

ja, ich hoffe, vor allem, dass die ständige Übelkeit mal verschwindet. Da wäre ich schon mal superglücklich.

Weiß immer noch nicht, ob ich den 5 mg Schritt auslassen soll. Entweder ich nehme jetzt morgens 5 mg und abends 10 mg oder gleich morgens nichts mehr und abends 10 mg.
Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust: ich möchte so schnell wie möglich runter von dem Zeug (vor allem, da ich in zwei Wochen für 10 Tage in ein naturheilkundliches KH darf und die Krankenkasse sogar zahtl :party2: und da möglichst niedrig dosiert auftreten will). Andererseits habe ich halt Bammel, wenn ich jetzt morgens komplett weglasse, ob mich dann vielleicht ein schöner Rebound einholt, den ich bis zum KH nicht losbekomme (muss da 4 h mit dem Zug hinfahren).
Bis morgen früh muss ich mich entschieden haben.

Mit dem Laufen gebe ich dir Recht, aber ich es fühlt sich wirklich besser an, wenn ich laufe, sei es beim Essen oder sonstwann. Am Wochenende, wenn ich mich nochmal nach dem Frühstück ins Bett lege und mit der Familie kuschle, geht es mir besonders schlecht. Genauso wie morgens.
Habs schon überlegt, ob die Motilität von Magen und Darm gestört ist, aber Iberogast vertrage ich nicht vom Darm her und von MCP hält mein Arzt nichts. Das habe ich schon mal genommen, allerdings nur abends, vor dem Schlafengehen auf nüchternen Magen. Da hat das nichts gebracht, die Übelkeit war am nächsten Morgen genauso stark wie zuvor.

Grüße

Mira
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Kop2014 »

Hallo Mira nimm 10 mg bitte morgens 30 min vor dem Essen.
Und bei Völlegefühl das Inerogast nach dem Essen, Probiere das mal aus.
Aber wie gesagt, du kannst runter auf 10 mg und für einen Rebound hast Du den PPI nicht lange genug genommen.
LG
KoP
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von mira44 »

Hallo,

jetzt melde ich mich mal wieder. Ging mir die letzte Woche ziemlich schlecht. Dieses Mal hat mein Magen die Reduzierung um 10 mg nicht so gut verkraftet. Habe ziemliche Magenschmerzen. Ich werde das aber aussitzen!

Nächste Woche gehe ich in die naturheilkundliche Klinik, bis dahin werde ich nicht weiter reduzieren, erst wieder wenn ich wieder daheim bin. Mache mir ein bisschen Sorgen, ob das alles klappt (wegen dem Corona-Virus). Jetzt die FAmilie allein lassen ist irgendwie nicht so dolle. Und dann hoffe ich, dass ich in zwei Wochen wieder unbeschadet zurück komme (wenn man sieht, was da in Italien abläuft). Mache mir wirklich große Sorgen, ich weiss nicht, ob ihr das verstehen könnt. Aber ich habe prinzipiell keine Corona-Angst, aber jetzt hier meine Kinder und Mann zurücklassen, das belastet mich und meinen Magen sehr. Würde am liebsten hierbleiben, obwohl ich weiss, dass es eine große Chance für mich darstellt. Ich muss ja auch mit dem Zug hin- und wieder zurückfahren. Ich sage euch, ich bin gerade so unglücklich, dann noch mein schlimmer Magen und Übelkeit, ich könnte wirklich heulen...
So, jetzt aber genug, wollte eigentlich gar nicht so viel jammern.

LG

MIra
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Kop2014 »

Hallo Mira wie geht es Dir?
Liebe Grüße
KoP
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von mira44 »

Hallo Kop,

ich hoffe, dir und euch allen geht es soweit gut.

Mir geht es leider immer noch nicht besser. Ich bin jetzt seit genau 3 Wochen los vom Omeprazol, aber mein Magen ist immer noch furchtbar: Übelkeit (besonders morgens, Magenschmerzen, kann fast nichts essen, kein Hunger- oder Sättigungsgefühl, schlechter Geschmack im Mund, Brennen im Mund).

Nehme aktuell nur morgens 1 Probio-Cult (enthalten einen Stamm Bifido- und einen Lactobacillus) sowie 2 Mutaflor Mite. Seit gestern probiere ich auch Gentiana Magen Globuli velati. Kam mir gestern so vor, als würde mir das Bittere guttun, aber ich kriege davon Schmerzen im linken und rechten Unterbauch (vielleicht Blähungen).

Weiß momentan, ehrlich gesagt, nicht weiter. WAr vor dem Lockdown auch bei einem Osteopathen, der meinte, das könnte von meiner Brustwirbelsäule kommen. Aber drei Behandlungen haben auch keine Verbesserung gebracht. Gehe auch gerade nicht mehr zur Heilpraktikerin oder sonstwo hin, da ich im Haushalt einen Risikopatienten habe und deshalb alle nicht notwendigen Termine absage.

Hänge also gerade ziemlich in der Luft und bin sehr verzweifelt. Kann es so lange dauern, bis der Magen wieder in Ordnung kommt? Versteh mich nicht falsch, ich will gar nicht rumjammern, ich weiß es gibt hier viele, denen es viel schlechter geht. Aber ich kann langsam nicht mehr... Ich quäle mich durch jeden einzelnen Tag durch und mache mir Sorgen, was aus meinen Kindern wird. Corona macht das alles noch viel schwerer. Mein Mann ist Risikopatient, ich weiß nicht, wie gut mein Körper momentan mit dem Virus klarkäme. Ich habe wirklich Angst, dass meine KInder, wenn es dumm läuft alleine dastehen. Und wir haben keine liebevollen Verwandten, bei denen sie unterkommen könnten. Das wäre kein schönes Schicksal für 10 und 12- ährige...

Ich weiß, schon wieder gejammert. Aber vielleicht hat ja jemand ein paar aufbauende Worte für mich, das kann ich wirklich gut gebrauchen.

Liebe Grüße

MIra

PS: Aus der naturheilkundlichen Klinik ist natürlich nichts geworden wegen Corona.
Kop2014
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Kop2014 »

Liebe Mira
Du hast Stress und das schlägt Dir auf den Magen und das kann auch Mundbrennen verursachen.
Setz doch einfach mal all die Pillen ab und nimm mal Omeprazol 10 mg für 14 Tage , aber nicht mehr und schau mal wie es sich entwickelt.
Dann nimm Dir bitte am Tag 20 min Zeit und mach Meditation mit Headspace.
Das ist eine App die sehr erfolgreich ist.
Gibt es als freie Version.
Mir hat es sehr geholfen
LG
KoP
Ein Jahr Pantoprazol 40 dann 60.Dann von 60 auf 40 dann nach 4 Wochen auf 20 und nach weiteren 2 Wochen auf Omeprazol 10 und in Wochenschritten von 10 auf 8 6 4 2 und Null. Wegen des Wiederauftretens von Sodbrennen seit 3 Wochen täglich 8mg Omeprazol was ausreichend ist. Null funktioniert nicht und 5 mg hat immer nach 14 Tagen zu Brennen in der Speiseröhre geführt.
mira44
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von mira44 »

Lieber KoP,

lieben Dank für deine Antwort.

Ich meditiere bereits jeden Tag ca 25 Min. Ist eine Meditation zum Thema "Selbstheilungskräfte aktivieren". ABer ich schaue mir die App auf jeden Fall an, vielen Dank.

Mit Omeprazol möchte ich, ehrlich gesagt, nicht mehr anfangen. Bin so froh, von dem Zeug los zu sein. Hatte ja auch nie wirklich eine Besserung mit den PPI. Im Oktober hatte ich schon mal 2 Wochen Esomeprazol 20 mg und das hat nix gebracht. Jedes Mal, wenn ich wieder mit den PPI angefangen habe (insgesamt dreimal) fiel mir das Ausschleichen schlechter.
Vielleicht dauert es auch einfach noch? Hab ja von Ende Oktober bis Ende März PPI genommen, die meiste Zeit war davon zwar Ausschleichen, aber das ist ja doch sehr lange.

Hab auch den Verdacht, dass ich vielleicht "Stillen Reflux" habe: Das würde das Mundbrennen, den unangenehmen Geschmack und auch meine Nebenhöhlenprobleme erklären. Aber da gibt es nur wenige Ärzte in D, die das wirklich diagnostizieren können und wirkliche Heilungsmöglichkeiten gibt es auch nicht. Erklärt aber nicht meine Magenprobleme.

Habe auch schon überlegt: Als ich damals das Betain HCL mit Pepsin genommen habe, habe ich teilweise die Kapseln geöffnet und in Wasser gelöst genommen, um die Menge mehr auf den Tag zu verteilen. Jetzt habe ich gelesen, dass beim "Stillen Reflux" sich teilweise auch Pepsine in der Rachenschleimhaut einnisten und dann bei Kontakt mit ph-sauren Lebensmitteln (sind ja die meisten) aktiv werden und anfangen, die Rachenschleimhaut zu "verdauen". Das kann zu Übelkeit führen. Vielleicht reizt das auch die Magennerven, dass der Magen so reagiert?
Außerdem habe ich oft das Gefühl, dass Hinlegen nicht so gut ist.
ABer das sind nur so Überlegungen von mir. WAs ich dagegen machen kann? Ich versuche, vorsichtig wieder etwas mehr Gemüse und Salat in meinen Speiseplan einzubauen ohne den Darm zu überlasten.

Was ich im letzten Post vergessen hatte: Ich hatte auch noch Nux vomica D4 genommen und nachdem ich es zwei Tage probeweise abgesetzt hatte, hatte ich das Gefühl, der Magen ist noch schlechter (mußte dauernd würgen). Scheinbar ist Nux Vomica nicht verkehrt, auch wenn es nicht wirklich hilft.

LG

MIra
Knabenkraut
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Knabenkraut »

Liebe Mira44,
Ich stelle gerade um von Lormetazepam auf Diazepam, um danach ausschleichend benzofrei zu werden.
Wie ich hier im Forum gelernt habe,können viele Absetzerscheinungen und Entzugssymptome , egal, um welche Substanzklasse es sich handelt, auftreten.

Ich bin heute im 21. Tag der Umstellung. Verdauungsveränderungen wie Stuhlgang zu ungewöhnlichen Zeiten oder auch Durchfall habe ich seither, macht mich aber nicht kirre, ich verlängere eher meine Absetzschritte und verkleinere sie.

Wenn ich Reduzierschritte gemacht habe ( Ich war bei einem Maximum von 64 mg! pro Tag - lässt 64 benzo-ungewohnte 80-kg-Männer oder Frauen eine ganze Nacht schlafen) verteilt auf mehrere Einzeldosen, bin nach ca. 7 Jahren bei 5 mg am Tag in 2 Einzeldosen) , hatte ich oft vor der nächsten Einnahme einen bitteren Geschmack im Mund, andere beschreiben ihn als metallisch.

Das ist für mich das führende Symptom für entzügig.

Refluxartige Beschwerden habe ich nie gehabt, bin aber auch ein Hänfling (53 kg bei 1,63m Größe).Vielleicht kommt das noch.
Aber egal, was kommt, ich merke daran, dass das ein Zeichen ist für Gesundung- vorausgesetzt, ich reduziere nicht zu schnell.
Daher bin ich, was Symptome angeht, sehr viel ruhiger geworden als noch vor drei Wochen.

Manchmal hilft es, das Betthaupt auf einen 5 cm hohen Balken zu stellen. Dass Du bei Hinlegen mehr Beschwerden hast, spricht für Reflux:
das Häufige ist häufig.
Fein, wenn Dir Nux vomica hilft.
Bei Brechreiz hilft mir Gentiana Magen Globili velati von Wala, PZN.-00081441
( Pharmazentralnummer, darunter findet Deine Apotheke es leicht. )Hatte es benutzt bei einem Magen-Darm-Infekt mit Schmerzen und mehrfachem Erbrechen.
Ich wünsche Dir viel guten Mut und Zuversicht : es lohnt sich !
Liebe Grüße Knabenkraut.
Alkoholabhängigkeit, trocken seit Jan. 2013 , Selbsthilfegruppe 1-3 Mal die Woche

Lormetazepamabhängigkeit : seit über 30 Jahren mit Maximaldosis 64 mg / Tag in mehreren Dosen
Dosisreduktion seit 2013 auf zur Zeit 1,5 mg um 13 Uhr, ca. 22:30 2,5 mg = 5 mg / Tag.

Seit 1.4.2020 1,5 mg Lorm. 1,5 mg um 13 Uhr, ca. 22.30 Uhr 2 mg. Lorm.und 10 TROPFEN Diazepam.
Seit 3.4.2020 11 Tropfen Diazepam,
Grund : schlechter Geschmack im Mund ( mein Entzugssymptom, wenn Dosis zu spät eingenommen.)
Seit 9.4.2020 1,0mg Lorm. und 12 Tr. Diazepam um 13 Uhr,dabei Geschmack ok, schlafe wie ein Bär,
statt 7 Std. 8-8,5 Std.
Überlegung zur weiteren Reduktion: Dosis beibehalten bis 25.4.2020, dann Verminderung der Abenddosis um 5%
4 Wochen lang, dann Reduktion der 13 Uhr Dosis ebenfalls um 5 %. Sollte das zu schnell sein, Reduiktion um 2%
mittags, wieder für vier Wochen.
Ist alle 4 Wochen alternierend jeweils 5% ( oder weniger) zu langsam, bzw. sollte ich besser die Abenddosis schneller zurückfahren( Bärenschlaf muß ja nicht sein) ?
Ein Problem ist für mich ,dass Lorm. mittlerweile in Deutschland nicht mehr erhältlich ist. Im Elsass von Bayer "Noctamid" 2 mg Anfang Januar noch erhältlich, 1mg nur noch von arrow.
Diese 1 mg arrow erschienen weniger wirksam als die von Bayer ( Entzugserscheinung Spezifischer schlechter Geschmack im Mund trat wieder auf. habe mittlerweile bei Euch gelernt, dass Generika zwischen 80 und 125 % Wirkstoff im Vergleich zum Original haben dürfen).

Ich habe zuvor alle 4 Wochen die Dosis reduziert,wenn dieser Geschmack 10 Tage nicht mehr aufgetreten war oder nur bei Stress( dann aber nicht die Dosis erhöht). War alle 4 Wochen möglich.

Ziel : benzofrei werden und nach Empfehlung Ashton Manual mit Diazepam reingehen zum Umstellen und damit ( Tropfen) auf null kommen, ohne oder kaum Entzugssymptome , lieber hnreichend langsam ( nach so langer Einnahme kommt es auf Monate oder Jahre ? auch nicht mehr an ).

Hat jemand Erfahrung mit Lormetazepam , Umstellung auf Diazepam, Abdosierungsintervallen, Wechselwirkungen -Diazepam statt Lormetazepam für Annäherung an meine derzeitige Menge und 2x täglich wie oben beschrieben ?

Weitere Medikamente : Sertralin 150 mg ( Depression , seit 7/ 2018),Bisoprolol 0,625 mg und Candesartan 2 mg seit 10/2018. Kein Alkohol, Kaffee hälftig coffeinhaltig/..frei ( Fertige Mischung) morgends 2 Tassen, 14 Uhr 2 Tassen.
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Kop2014 »

Liebe Mira
Ich würde trotzdem alles absetzen , denn Du nimmst eine Menge Sachen wofür es keine klinische Daten gibt und man nicht weiß wie sie miteinander interagieren.
Das mit dem Pepsin in der Rachenwand ist Internet Fake.
Die Magensäure kann die Schleimhäute schädigen aber Pepsin lagert sich nicht ein.
Und Nebebhöhlenbeschwerden durch Reflux ist wohl eher anatomisch unmöglich
LG
KoP
Ein Jahr Pantoprazol 40 dann 60.Dann von 60 auf 40 dann nach 4 Wochen auf 20 und nach weiteren 2 Wochen auf Omeprazol 10 und in Wochenschritten von 10 auf 8 6 4 2 und Null. Wegen des Wiederauftretens von Sodbrennen seit 3 Wochen täglich 8mg Omeprazol was ausreichend ist. Null funktioniert nicht und 5 mg hat immer nach 14 Tagen zu Brennen in der Speiseröhre geführt.
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Kop2014 »

Hallo Mira,
hast Du dich schon mal gefragt, was Deine Ängste auslöst?
Auch solche Gedanken wie was soll aus meinen Kindern werden?
Da würde ich mal ansetzen, denn diese Ängste können die Symptome auch auslösen.
Liebe Grüße
KoP
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Knabenkraut »

Hallo, Mira44, habe gemerkt, dass ich alles lesen sollte, vor dem vorschnellen Antworten: habe Dir also viel am Thema vorbei geschrieben.

Gerade, wenn Du eine Kümmerin sein solltest ( jemand, der sich seehr um seine Lieben kümmert) , nimmt das eine große Rolle ein. Die Vorstellung, sich nicht in gewohnter Weise kümmern zu können während eines Klinikaufenthaltes , macht Stress.
Denk mal so: wenn Du Dich völlig frei um Dich kümmerst, kannst Du viel besser für Deine Familie da sein !
Das mit der Betthaupterhöhung würde ich trotzdem ausprobieren.
Liebe Grüße Knabenkraut.
Alkoholabhängigkeit, trocken seit Jan. 2013 , Selbsthilfegruppe 1-3 Mal die Woche

Lormetazepamabhängigkeit : seit über 30 Jahren mit Maximaldosis 64 mg / Tag in mehreren Dosen
Dosisreduktion seit 2013 auf zur Zeit 1,5 mg um 13 Uhr, ca. 22:30 2,5 mg = 5 mg / Tag.

Seit 1.4.2020 1,5 mg Lorm. 1,5 mg um 13 Uhr, ca. 22.30 Uhr 2 mg. Lorm.und 10 TROPFEN Diazepam.
Seit 3.4.2020 11 Tropfen Diazepam,
Grund : schlechter Geschmack im Mund ( mein Entzugssymptom, wenn Dosis zu spät eingenommen.)
Seit 9.4.2020 1,0mg Lorm. und 12 Tr. Diazepam um 13 Uhr,dabei Geschmack ok, schlafe wie ein Bär,
statt 7 Std. 8-8,5 Std.
Überlegung zur weiteren Reduktion: Dosis beibehalten bis 25.4.2020, dann Verminderung der Abenddosis um 5%
4 Wochen lang, dann Reduktion der 13 Uhr Dosis ebenfalls um 5 %. Sollte das zu schnell sein, Reduiktion um 2%
mittags, wieder für vier Wochen.
Ist alle 4 Wochen alternierend jeweils 5% ( oder weniger) zu langsam, bzw. sollte ich besser die Abenddosis schneller zurückfahren( Bärenschlaf muß ja nicht sein) ?
Ein Problem ist für mich ,dass Lorm. mittlerweile in Deutschland nicht mehr erhältlich ist. Im Elsass von Bayer "Noctamid" 2 mg Anfang Januar noch erhältlich, 1mg nur noch von arrow.
Diese 1 mg arrow erschienen weniger wirksam als die von Bayer ( Entzugserscheinung Spezifischer schlechter Geschmack im Mund trat wieder auf. habe mittlerweile bei Euch gelernt, dass Generika zwischen 80 und 125 % Wirkstoff im Vergleich zum Original haben dürfen).

Ich habe zuvor alle 4 Wochen die Dosis reduziert,wenn dieser Geschmack 10 Tage nicht mehr aufgetreten war oder nur bei Stress( dann aber nicht die Dosis erhöht). War alle 4 Wochen möglich.

Ziel : benzofrei werden und nach Empfehlung Ashton Manual mit Diazepam reingehen zum Umstellen und damit ( Tropfen) auf null kommen, ohne oder kaum Entzugssymptome , lieber hnreichend langsam ( nach so langer Einnahme kommt es auf Monate oder Jahre ? auch nicht mehr an ).

Hat jemand Erfahrung mit Lormetazepam , Umstellung auf Diazepam, Abdosierungsintervallen, Wechselwirkungen -Diazepam statt Lormetazepam für Annäherung an meine derzeitige Menge und 2x täglich wie oben beschrieben ?

Weitere Medikamente : Sertralin 150 mg ( Depression , seit 7/ 2018),Bisoprolol 0,625 mg und Candesartan 2 mg seit 10/2018. Kein Alkohol, Kaffee hälftig coffeinhaltig/..frei ( Fertige Mischung) morgends 2 Tassen, 14 Uhr 2 Tassen.
mira44
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Registriert: 22.02.2020 16:06
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von mira44 »

Lieber Kop und lieber Knabenkraut,

lieben Dank für eure Antworten. Will auch gleich was zu euren Posts schreiben:

Knabenkraut:
Ich hoffe, es klappt bei dir mit dem Ausschleichen.Drücke dir die Daumen.
Die Gentiana Globuli nehme ich auch gerade. Merke aber keine Wirkung. Nehme aber auch nur 5 Stück dreimal täglich. Vielleicht sollte ich das grundsätzlich hochsteigern?

Mit dem KH wird das sicher nichts solange Corona noch akut ist. Wie gesagt, mein Mann ist Risikopatient, den kann ich momentan nicht alleine lassen mit den Kids.

Bin übrigens auch nur ne halbe Portion (156 cm und 44 kg). Und das auch nur mittels hochkalorischem Drink, den ich einmal am Tag noch zu mir nehme. DAs macht mir auch zu schaffen, dass ich essen MUSS, obwohl ich keinen Hunger habe und dann auch vom Magen her gefühlt viel, damit ich nicht noch weiter runterkomme vom Gewicht. Versuche schon, möglichst magenfreundlich zu essen (viel Haferflocken, Gemüse soweit ich das bei meiner FI vertrage, kein Zucker, nicht zu fett, nicht scharf, nicht zu viel Fleisch, kein Kaffee oder Alkohol), aber z.B. eine Auslassdiät mit nur Reis oder Kartoffeln würde bei mir nicht funktionieren, das Gewicht würde sofort noch schneller nach unten rauschen (war immer schon ein schlechter Futterverwerter). Das macht alles nicht einfacher.

Kop:
hatte vor kurzem das Nux Vomica weggelassen, dann ging es mir aber die nächsten Tage noch schlechter. Kam dann auf die Idee mit den Gentiana Globuli. Meinst du wirklich, ich soll die Probiotika weglassen? Habe das Gefühl, sie tun meinem Darm wenigstens ein bisschen gut. Weiß nämlich immer noch nicht, ob nicht der Darm zumindest mitschuld an meinen Magenproblemen ist.

Auf den stillen Reflux bin ich übrigens durch meinen HNO gekommen (war da im Herbst zu meiner jährlichen Kontrolle wegen meiner NNH-OP von 2015). Er meinte, dass ich vielleicht gasförmigen Reflux habe, den ich im Rachen und auch in den NNH merke. Nach seiner Meinung kann das z.B. von einem kleinen Loch im Magenpförtner kommen und man kann nichts dagegen machen. DAs mit dem Loch kommt mir aber irgendwie komisch vor.
Das sich Pepsine nicht anlagern können, da bin ich froh. ES gibt im Internet eine Seite, die "verspricht" Heilung vom stillen Reflux. Gegen teuer Geld bekommt man da ein Buch und ähnliches. DAs ist natürlich reine Abzocke und bringt sicher nix (habe auch entsprechende KOmmentare im Netz gefunden). Aber auch auf anderen Seiten war von den Pepsinen die Rede. Und als Laie tut man sich dann doch manchmal schwer, einen Fake zu erkennen.

Jetzt aber zu meinen Ängsten, da hast du was Wichtiges angesprochen. Ich habe intensiv darüber nachgedacht, woher die Ängste kommen:
1. In meinem Bekanntenkreis sind in den letzten Jahre drei Mamas gestorben und ich habe gesehen, wie das einige von den Kinder total aus der Bahn geworfen hat und sie nicht mehr klarkommen.
2. Meinem Mann geht es gesundheitlich nicht so gut und ich hofffe, er erlebt noch, wie die KInder erwachsen werden. ES ist also nicht so, dass ich sagen kann, zur Not haben die Kinder ja noch den Papa.
3. Ich bin von Natur aus ein eher pessimistischer Mensch, bei mir ist das Glas immer halbleer, nie halbvoll. Ich sehe immer die Probleme in allem. Ich hatte z.B. schon als KInd immer Angst, wenn meine Eltern weg waren, dass sie ihnen etwas passiert. Wahrscheinlich kommt das daher, dass ich als 1-hähriges KInd wegen schwerem Magen-Darm-Infekt zwei Wochen auf die Kinderintensivstation musste. Und damals in den 70ern durfte meine Mutter die ganze Zeit nicht zu mir, nur durch die Glasscheibe schauen. Ich habe das erst erfahren, als ich erwachsen war. Aber sie sagte, dass ich danach total verändert war. Vielleicht sitzt deshalb so eine "URangst" in mir drin und ich möchte irgendwie verhindern, dass meine KInder auch erleben, verlassen zu werden.

Eigentlich bin ich trotzdem immer ganz gut klargekommen. Ich hatte nie übertrieben Angst. KLar, manchmal habe ich mir Sorgen gemacht, das aber immer mit rationalen Überlegungen ganz gut in den Griff bekommen. Nur jetzt komme ich von dem Gedanken, dass ich doch etwas schlimmes habe, einfach nicht mehr los. Hatte auch schon oft gebeten, doch nochmal eine Magenspiegelung zu machen (die erste war ja im August und wer weiss durch die ganzen Absetzversuche und ähnliches, wie sich mein Magen entwicklet hat). ABer die Ärzte lehnen das grundweg ab. Sie sagen, sie könnten mir nicht helfen, ich solle doch vielleicht Yoga machen oder mir ein Probiotikum suchen oder einen Homoöpathen. Ansonsten müsse ich einfach damit klarkommen.

ABer das ist halt einfach kein Leben und ich finde auch keinen Weg, wie ich das für mich akzeptieren kann. Deshalb hoffe ich, dass es irgendwie mal besser wird und ich villeicht irgendwann den entscheidenden Tipp bekomme, der alles verändert.
Darum bin ich auch sehr froh, dass ich hier Anregungen bekomme, vielen Dank.

So, jetzt habe ich aber wirklich viel geschrieben. DAnke fürs Lesen.

LG MIra

PS: Falls das jemand liest, der unter stillem Reflux leidet, vielleicht kann sich derjenige melden und mir über seine Symptome und was er dagegen machen kann, schreiben.
Kop2014
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Kop2014 »

Liebe Mira hier ein kurzer Ausflug in die Physiologie der Verdauung.
Es gibt 2 große Player der Sympathikus und
Parasympathetikus die die Verdauung beringt.
Der Parasympathetikus ist zum Beispiel für die Bewegung des Magens und auch des Verschlusses der unteren Speiseröhre zuständig.
Der Sympathikus mehr für Aktivitäten im Rahmen von Stressreaktionen zuständig wie zum Beispiel Prüfungen sportliche Höchstleistungen wo Du schnell und plötzlich Energie brauchst.
Der Sympathikus hemmt den Parasympathetikus.
Also bei Stress wird der Parasympathetikus gehemmt und damit sinkt auch die Spannung in der unteren Speiseröhre und es kommt zum Reflux.
Oder im Magen wird durch den Sympathikus die Säureproduktion angeworfen.
So nun zur Angst die führt zum Anstieg des Sympathikus.
Da kannst Du Globuli etc nehmen aber das hilft nicht viel, setze das alles ab und gib Deinem Verdauungssystem die Change sich selbst wieder einzupendeln.
Gleichzeitig muss die Angst auf ein Normales Niveau runtergefahren werden.
Das geht mit Verhaltenstherapie bei einer guten Psychotherapeuten, das funktioniert.
Ich habe es auch gemacht und damit die Angst und die damit verbundenen Stressreaktionen im Verdauungssystem unter Kontrolle gebracht und auch wieder zugenommen.
So mehr kann ich nicht für Dich tun , der Rest liegt in Deinen Händen und auch unterbCorona ist es möglich eine solche Therapie zu beginnen
LG
KoP
Ein Jahr Pantoprazol 40 dann 60.Dann von 60 auf 40 dann nach 4 Wochen auf 20 und nach weiteren 2 Wochen auf Omeprazol 10 und in Wochenschritten von 10 auf 8 6 4 2 und Null. Wegen des Wiederauftretens von Sodbrennen seit 3 Wochen täglich 8mg Omeprazol was ausreichend ist. Null funktioniert nicht und 5 mg hat immer nach 14 Tagen zu Brennen in der Speiseröhre geführt.
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von padma »

[mod=padma]hallo Hopeful68,
ich habe dir hier viewtopic.php?f=35&t=17603 einen eigenen thread erstellt
liebe Grüsse,
padma[/mod]
Anikke
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Anikke »

Hallo,

ich setze grad esomeprazol ab und bin bei 60 von 164 Kügelchen = 20mg. Ich weiß nicht wie man ausrechnete bei wieviel mg ich bin, etwas mehr als 1/3 würde ich sagen.

Esomeprazol ist in meinem Ort grad nicht lieferbar. Die Apothekerietu mir, auf Omeprazol umzustellen.

Ich recherchierte hier

https://www.online-zfa.de/archiv/ausgab ... enhemmern/

Und las zur äquivalenzdosierung:

10mg Esomeprazol wie 16mg Omeprazol

Wie kann ich nun meine ursprüngliche Dosis finden?

Kann mir jmd helfen?

Oder soll ich einfach so beginnen, dass ich das Omeprazol halbiere und dann normal weiter reduziere? Das erscheint mir am einfachsten, oder? Und würde etwa hinhauen, was meint ihr?

Liebe Grüße

Anikke
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Anikke
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Re: PPI absetzen. Probleme, Hilfe, Tipps, Austausch

Beitrag von Anikke »

Hallo, ich nochmal.

Habe jetzt die Kügelchen vom Omeprazol gezählt.

Es sind 104.

Esomeprazol hat 164.

10 mg esomeprazol entsprechen 16 mg Omeprazol.

Es sind aber auch 1,6x mehr Kügelchen im esomeprazol.

Ist mein Denkweg richtig: ich nehme einfach 60 Kügelchen omeprazol weiter, pro Kügelchen müsste doch die gleiche Dosierung da sein??

Wäre hier über hilfe sehr froh..

Liebe e grüße

Anikke
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