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Handbuch zur Planung deiner eigenen Recovery

Was gibt es für andere Behandlungsformen? Was hast Du ausprobiert? Was hilft Dir? Antidepressiva, Benzodiazepine, Neuroleptika und andere Psychopharmaka können manchmal kurzfristig helfen, sind aber keine dauerhafte Lösung.
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Handbuch zur Planung deiner eigenen Recovery

Beitrag von Murmeline » Freitag, 12.08.16, 9:21

Bin ich drüber gestolpert, habe es nur angelesen, dachte mir aber, ich stelle es mal ein.
Würde mich freuen, wenn derjenige, der sich wegen Interesse mal alles durchliest, berichtet, wie er es findet.
Mit diesem Buch erhalten Menschen mit seelischen Gesundheitsproblemen, insbesondere Menschen mit Psychose-Erfahrungen und Menschen in anderen Krisensituationen ein Werkzeug in die Hand, wie sie wieder Boden unter die Füsse bekommen und auch längerfristig behalten können. Dieses Selbstmanagement-Werkzeug wurde in Grossbritannien mit viel Begeisterung aufgenommen und wir dürfen gespannt sein auf das Potenzial im deutschsprachigen Raum. Der Leitfaden ist in einer ansprechenden, klaren Sprache verfasst. Da ist erstens einmal das Hauptbuch, in Form einer Anleitung. Zweitens gehört dazu ein Arbeitsheft (der „persönliche Recovery-Plan“) und drittens eine „Vorausverfügung“ (das ist eine modernere Form der Patientenverfügung oder Behandlungsvereinbarung).

Das Hauptbuch ist in acht Teile gegliedert, die im „persönlichen Recovery-Plan“ ausgearbeitet werden und eine „Vorausverfügung“ ermöglichen:

Einführung in die persönliche Recovery-Planung
Stabil bleiben
Umgang mit deinen Höhen und Tiefen
Wie es nach einer Krise weitergehen kann
Deine Ziele und Träume verfolgen
Ein grundlegender Problemlösungsansatz, um Schwierigkeiten bei deren Entstehen anzugehen
Selbsthilfe und von anderen Menschen mit ähnlichen Erfahrungen lernen
Eine „Vorausverfügung“ erarbeiten – entscheiden, was in einer Krise mit dir geschehen soll.

In der Frage, welchen dieser acht Teile zuerst angegangen werden soll, kann sich die Leserschaft kann ganz an ihrer aktuellen Lebenssituation und an ihren Bedürfnissen orientieren. Es ist keine Reihenfolge der Kapitel vorgegeben. Nicht zuletzt haben die im Ratgeber vermittelten Strategien Hand und Fuss, weil eine Autorin ebenfalls krisenerfahren und Nutzerin von psychiatrischen Diensten ist. „Das Leben wieder in den Griff bekommen“ orientiert sich an der Recovery-Philosophie. In der Zusammenarbeit des Autorenteams Rachel Perkins und Miles Rinaldi ist ein hoffnungsvolles, inspirierendes Werk entstanden, dank dem Betroffene wieder selbstbestimmt leben lernen und das dazu einlädt, wieder aktiv Zukunftsträume zu verfolgen.

In Grossbritannien wird dieses Recovery-Werkzeug in vielen psychiatrischen Institutionen eingesetzt, wie z.B. auf Akutabteilungen oder in Wohnheimen und die Sozialarbeitenden geben es Betroffenen.

Hier sehen die Initianten der deutschen Übersetzung auch das grösste Potenzial: Psychiatriefachkräfte stellen das Werkzeug den Betroffenen vor und unterstützen sie beim Durcharbeiten. Die Rolle der Psychiatriefachkräfte liegt dabei vor allem im Lehren, Vermitteln und Begleiten. Vielleicht kann das Handbuch eines Tages in der Psychoedukation eingesetzt werden?

Klar, Das Leben wieder in den Griff bekommen ist kein Zaubermittel und Wiedererkrankungen sind nicht ausgeschlossen. Jedoch haben nun auch im deutschsprachigen Raum Menschen in Krisen Zugang zu bewährten Alltagsbewältigungsstrategien in schriftlicher Form. Wir dürfen alle gespannt sein, welchen Nutzen uns das Buch bringen wird, denn je nach Umsetzung sind den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt.
Quelle

Handbuch: Das Leben wieder in den Griff bekommen: http://www.pflege-in-der-psychiatrie.eu ... rucker.pdf
Arbeitsheft: Persönlicher Recovery-Plan http://www.pflege-in-der-psychiatrie.eu ... rucker.pdf

Zusatzinfo:
Ein Leitfaden für psychiatrische Fachpersonen, 100 Wege um Recovery zu Unterstützen: http://www.pflege-in-der-psychiatrie.eu ... %20(2).pdf
Schulungsunterlagen «Recovery praktisch»: http://www.pflege-in-der-psychiatrie.eu ... n_2012.pdf
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Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Handbuch zur Planung deiner eigenen Recovery

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 10.01.18, 19:32

Für einen eigenen thread zu wenig, aber interessant: Braucht JEDER mit psychischen Problemen eine Therapie?
In dem Artikel heisst es : "Nein"
"Was uns stabil hält, wissen wir doch alle", sagt Schauenburg: "Eine ausfüllende Beschäftigung, eine tragfähige Partnerschaft und gute Freunde." Die wirklich schwierige Frage ist allerdings: "Wie komme ich da hin?" Eine universelle Antwort darauf gibt es leider nicht.
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 87062.html

Bin ich voll bei dem Herrn Schauenburg. :wink:

liebe Grüße Arian
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