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pflanzliche Mittel als Alternative

Beitrag von Lana19 » Dienstag, 24.01.17, 10:18

Hallo ihr Lieben,

ich finde irgendwie im Suchlauf nicht was ich suche...darum eröffne ich einen neuen Thread. Falls nicht gewünscht, dann bitte löschen!

Es geht um meinen Mann, der ja momentan selbst in einem ziemlichen Loch steckt. Ich habe echt Angst, dass er immer weiter abrutscht. Es ist soooooo schwierig ihn davor zu "beschützen", da er völligst blockiert ist . Wie gelähmt.

Ich will da jetzt gar nicht so weit ausholen. Er hatte bisher noch nie AD genommen , und wird es auch nicht. Aber ich habe überlegt ob ihm irgendwas pflanzlichen helfen könnte um aus diesem Loch zu kommen und aktiv zu werden. Nur was?
Laif. Lasea, Passiflora, Baldrian, Joihanniskraut...es gibt so Vieles.
Ich denke, reines Johanniskraut ist nicht so gut.
Ich denke, eine Mischung aus Lavendel und Passionsfrucht wäre besser. Was meint ihr? Habt ihr Tipps? Bin so unschlüssig.

Und ja...gestern hat er Therapeuten angerufen, endlich. Denn ohne geht es nicht. Hoffe es hilft und findet sich jemand. Eine hat auf ihrem Band schon die Ansage Wartezeit mindestens 12 Monate! Erschreckend!


Grüße
und Danke euch!
Lana
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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von lunetta » Dienstag, 24.01.17, 12:28

Hallo!

Kann ich mir vorstellen, dass es ihm nicht so gut geht.
Du hast sicher Passionsblume gemeint, gell?

Ich würde dir zu Urtinkturen raten - die sind hochpotent und super verträglich. Ich selbst verwende Passionsblume und Baldrian - wirkt sehr gut.
Neurexan und Calmavera wären sonst noch gut.

Alles Gute! LG
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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 25.01.17, 18:56

Hallo Lana,

ich würde nur die Hände von Johanniskraut lassen. Es wirkt ähnlich wie ein chemisches AD und kann sehr tückisch sein. Es kann auch Entzugssymptome hervorrufen und muss vorsichtig ausgeschlichen werden.

Ich kämpfe gerade selbst mit dem Absetzen von JK. Meine Ärztin (mit naturheilkundlicher Ausbildung), die pflanzlichen Mitteln gegenüber sehr aufgeschlossen ist, meinte neulich, dass sie JK mittlerweile sehr kritisch sieht. Ihrer Meinung nach habe es nur den Vorteil gegenüber einem chemischen AD, dass es zu nicht ganz so extremer Gewichtszunahme führt. :o

Mittel mit Passionsblume, Hopfen, Baldrian, Melisse etc., auch homöopathische, sind i. d. R. unproblematisch.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von Frd » Sonntag, 29.01.17, 15:10

Ich schleiche gerade Venlafaxin aus und federe die Nebenwirkungen mit rhodiolan etwas ab. Das funktioniert super für mich und hilft vllt auch deinem Mann?
rhodiolan ist rein pflanzlich, wirkt gegen Müdigkeit und Schwächegefühl.
Es wird v.a. in Schweden schon seit Jahrzehnten eingesetzt und es sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Tja, ansonsten, wenn er wirklich keine ADs nehmen will, hilft natürlich auch immer Sport, Bewegung, frische Luft, Sonne.
Oh und mein Arzt empfahl mir eine Darmkur. Klingt erstmal eklig, aber die Darmflora hat große Auswirkungen auf die Serotoninaufnahme. Es gibt da bspw. Symbioflor, das sind so Bakterienkulturen - das ist allerdings relativ teuer.
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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 29.01.17, 16:06

Hi.

Ich persönlich habe jahrelang und vergeblich alles mögliche ausprobiert, um die Depression und Schlafstörungen ohne AD in den Griff zu bekommen. Mit dem Ergebnis, schließlich abhängig vom Diazepam und Zolpidem geworden zu sein.

Mir hat geholfen: mein Leben so anzunehmen, wie es ist. Die Lebensumstände zu ändern, soweit das möglich war. Zu versuchen, aus dem Rest das Beste zu machen.
Ich habe einen sozialen Abstieg vom Feinsten hingelegt, aber das wäre es mir wert.
Wenn nicht der quälende protrahierte Entzug und die Angst vor einer bleibenden Schädigung wären.

Immer wieder: Finger weg von Psychopharmaka!

VG von sleepless.
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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von Arianrhod » Montag, 30.01.17, 15:14

Hallo Lana,

mein letzter Psychiater, also der, der mir geholfen hat, die NL abzusetzen, arbeitet durchaus mit Lasea. Er verordnet es Patienten besonders bei Depressionen, die mit Unruhe und Schlaflosigkeit einhergehen.

Eine zeitlang bekam ich es auch und habe es gut vertragen, musste nur ab und an nach Lavendel aufstoßen.

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von Lana19 » Samstag, 04.02.17, 19:28

Hallo!

Lieben Dank noch für eure Antworten!

Nachdem er krank geschrieben wurde ging es etwas besser. Das Schönste ist: Er hat schon einen Therapie platz!!! :party2: Das freut mich am meisten, denn das ist dringend notwendig.

Alles Liebe und nochmal DANKE!!!
Lana
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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von wichtelanna » Sonntag, 12.02.17, 19:04

Hi Lana, ich nehme auch mittlerweile wieder Johnanniskrauttropfen ein, ich würde nicht sagen, dass es so heftig ist wie ein Antidepressivum, es hat eigentlich keine Nebenwirkungen. Ich nehme es zur Unterstützung bei der Reduzierung der Neuroleptika und fühle mich weniger depressiv. Aber das es jetzt ein Wundermittel wäre kann ich auch nicht behaupten. Aber ich nehme ja auch noch Psychopharmaka und da kann man immer nicht so genau unterscheiden, welche Wirkung von den Medis sind und welche von den pflanzlichen Sachen.
Lg von wichtelanna
Angefangen hat es mit Depressionen in der Jugend und Anfang 20 hatte ich dann eine Schwangerschaftspsychose(2006). Ich bekam Seroquel und Timonil (ich weiß nicht mehr wie hoch die Dosis war)
Danach hatte ich noch vier weitere Psychosen, die sind leider immer nach dem Reduzieren der Medikamente aufgetreten. Irgendwann wurde ich in der Klinik auf Abilify umgestellt -- fühlte mich nicht mehr geerdet, sondern ständig abgehoben. Ichnahm nur noch Abilify. Hatte mich an den Zustand gewöhnt. Irgendwann kam Zyprexa dazu -- Gweichtszunahme (sowiso aber jetzt noch mehr)
Diagnostiziert wurde bei mir so einiges: Mittelschwere Depressionen, instabile Persöhnlichkeitsstöhrung, Borderline, Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis. Ich würde noch ergänzen: Angst-und Panikattacken.
Momentane Medikation: 15 mg Abilify, 7,5 mg Zyprexa
Reduziert am 04.01.2017 von 10 mg Zyprexa auf 7,5 mg -- ging gut. Was mir geholfen hat: Symptome aufzuschreiben. Anfangs Schlafprobleme, Atriebsschwäche und Depressionen, jedoch keine Angstzustände! Fühle mich ein wenig 'wacher'
Momentane alternative Medikation: Johanniskrauttropfen, 3 x 15 Tr. tgl. plus Omega 3 Fettsäuren (Fischöl, San Omega) 1Eßl tgl
Als körperliche Erkrankung habe ich das Lipödem.
29.07.2017: 25 mg Sertralin, einen Monat später 50 mg Sertralin
24.10.2017: 7,5 mg Zyprexa, 5 mg Zyprexa

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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von Jamie » Montag, 13.02.17, 13:25

Hallo wichtelanna :),

jeder entscheidet natürlich selbst, was er nimmt :) .

Allerdings finde ich, darf Johanniskraut nicht derart verharmlosend dargestellt werden; ich würde da gerne etwas präzisieren.

Viele Menschen denken, wenn es pflanzlich ist, ist es harmlos.
Das ist aber nicht korrekt.
Einige der potentesten Arzneien der Welt stammen aus der Pflanzen- und Tierwelt; Stichpunkt: Atropin, Digitalis, Schlangengift bei Chemotherapien usw...
ich nehme auch mittlerweile wieder Johnanniskrauttropfen ein, ich würde nicht sagen, dass es so heftig ist wie ein Antidepressivum
Es ist ein Antidepressivum. Vergleichbar mit der Wirkweise von SSRI. Ab einer höheren Dosierung unterliegt es der Verschreibungspflicht.
es hat eigentlich keine Nebenwirkungen
Das ist individuell sehr verschieden. JK löst phototoxische Hautreaktionen aus.
Es hat außerdem mannigfaltige Interaktionen mit Medikamenten, weil es ein starker Enzyminduktor ist.
Es kann die Antibabypille unwirksam machen und lebenswichtige Medikamente (zB bei Organtransplantationen) werden u.U. so schnell abgebaut, dass sie nicht mehr wirken, was eine Abstoßungsreaktion zur Folge hat.

Wenn es dir bekommt und du dich besser fühlst, dann ist das natürlich schön für dich.
Nur bitte bedenke, dass auch JK ausgeschlichen werden muss.

Grüße
Jamie
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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von wichtelanna » Montag, 13.02.17, 17:18

Hallo Jamie, ich bin dir dankbar für den Hinweis, dass Johanniskraut ausgeschlichen werden muss, wahrscheinlich kennst du dich einfach besser aus. Ich kann tatsächlich sagen, dass es mir ganz gut bekommt. Na ja, vielleicht habe ich da vorschnell etwas verallgemeinert, was individuell auf mich zutrifft. Weißt du auch, ob man es vorsichtig hochdosieren sollte? Nehme es jetzt schon seit drei Monaten und ab und zu ist die Flasche leer und ich muss sie erst neu bestellen...dann kommt es immer zu Pausen, wo ich es mal gar nicht nehme, habe da aber noch nicht groß drauf geachtet. Klingt jetzt wohl etwas naiv, aber jeder muss sich eben selbst ausprobieren. Ach na ja somit kann ich mir dann meine Frage auch selbst beantworten.
Gruß von wichtelanna
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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von wichtelanna » Montag, 13.02.17, 17:33

Hi arianrhod,
ich würde gerne von dir wissen, ob du Lasea bedarfsweise einnimmst oder regelmäßig, bzw täglich? Überlege auch, ob ich mir das mal anschaffen sollte, weil ich oft unter Einschlafstöhrungen leide. Ich habe keine massiven Schlafstöhrungen, eher einmal im Monat ne Nacht, wo ich gar nicht schlafe und vielleicht drei Nächte im Monat, wo ich mal häufiger nachts aufwache. Ich habe allerdings öffter mit Ängsten zu tun -- welche allerdings nach der Reduzierung des Zyprexas noch weniger geworden sind -- außerdem kann ich mich schlecht konzentrieren und bin innerlich unruhig...also wenn ich mal ne halbe Stunde am Stück lese ist das für mich schon super! ;-)
Lg von wichtelanna
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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von Lalisa2 » Dienstag, 21.03.17, 12:19

Hey Leute,

eigentlich wollte ich ein neues Thema eröffnen, doch wurde mir dann der Link zu dieser Diskussion geschickt. Ich konnte schon tolle Informationen diesem Chat entnehmen und würde mich demnach gern einklinken, ich hoffe das ist ok :)
Ich bin dabei meine angstlösenden Mittel (die auch eine Art Antidepressiva sind) abzusetzen. Sie waren nur temporär gegen Panikattacken und Angstzustände im Flugzeug gedacht. Ich suche nun ebenfalls eine pflanzliche Lösung und würde mich sehr freuen, wenn jemand aus Erfahrung sprechen könnte. Gibt es pflanzliche, homöopathische oder sonstige Mittel, die in solchen Situationen besonders zu empfehlen sind? Oder eine Art Therapie? Ich würde gern ganz viele Ideen sammeln und mich dann darüber informieren wollen. Ich wäre euch sehr dankbar :)

Viele Grüße
Seit ca. 3 Jahren Panikattacken, besonders bei Flugangst und an stressigen Tagen im Beruf.
Dagegen habe ich Opipramol verschrieben bekommen. Einnehmen kann ich es bei Gelegenheit oder bis zu 2 mal am Tag.
Meine Einnahme ist unterschiedlich und abhängig von der Tagesform.
Ich möchte gern zu einer pflanzlichen alternativen Methode umsteigen.

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Pflanzliches Mittel zur Beruhigung beim Absetzen

Beitrag von Yogi0512 » Freitag, 31.03.17, 9:21

Guten Morgen

Kennt jemand von euch ein gutes pflanzliches Mittel, was man wärend der Symptomzeit zur Beruhigung nehmen könnte???Lavendel usw???ein bekannter hat mit lorazepam drei Wochen ein AD eingeschlichen und nach 5 Jahren mit lorazepam ausgeschlichen ohne Probleme aber ich möchte nicht unbedingt Chemie nehmen .jemand Erfahrung mit einem präperat???

Vielen Dank

Lieben Gruss Michel
Grüsse Yogi
Grunderkrankung Depression und Generalisierte Angststörung

2007-2014 citalopram 40mg
2014-2017 cipralex 20mg (direkter Umstieg)
Januar 2017 sertralin. Direkter Umstieg. 25,50,100.die 100 nicht Vertragen. 75mg über 4 wochen.dann auf 50 wegen Probleme Wo man nicht wusste ob Symptome der Krankheit oder Nebenwirkungen. Paar Tage ausgelassen aus angst. Jetzt aktuell 25 mg sertralin zum stabilisieren.
Seit 26.03.17 auf null mg sertralin (wegen angst vor der Wirkung)
Anfang April 2017 paar Tage citalopram. 5mg und 10mg
Verschrieben bekommen weil es 7 Jahre gut wirkte.
Angst Verstärkung. Zum Nachmittag besser. Seitdem ohne AD.
Anfang Mai 2017 valdoxan 25 aber nicht eingenommen.
Seit Vatertag 2017 teils auch Symptome bis in die Nacht. Gefühl das sich das Gehirn auflöst und nicht mehr da zu sein .Angst verrückt zu werden und abwesend zu bleiben. Angst geistig behindert zu werden.
November 2017
Teils Flashback ähnliche Effekte. Gehirn wirft einfach was im Kopf wo man oft nicht weiss ob erlebt, geträumt, oder ungewollt gedacht.
Gedächtnisstörung. Teils auch Gedankenblitze und Abreissen. Erlebtes schwer aufrufbar. Häufigkeit der Fenster wurde mal mehr. Stimmung öfter gut trotz symptome. Schlaf normal. Gewicht wieder wie vor der Tabletten einnahme. Mal das Gefühl wieder ins Leben geholt zu werden aber auch oft das Gefühl woanders hin zu verschwinden bzw total crash.
Teils Gefühl verwirrt zu sein .
Aktuell Januar 2018
Verschlechterung. Neuartige Symptome. Gefühl das Gedankenbilder neben dem Kopf statt finden. Matschaugen. Momentan Symptome auch abends und nachts nach dem aufwachen ca 1 Stunde das Gefühl das das Gehirn weg sei. Und andere Effekte die sich nicht beschreiben lassen. Zwischendurch aber Linderung. Alltag einigermassen im Griff zu bekommen. Gedächtnisstörung.
Angst Geistig nicht mehr da zu sein

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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von Jamie » Freitag, 31.03.17, 10:52

Hallo Yogi, :)

zur Beruhigung eignen sich Hopfen, Baldrian, Passionsblume und Melisse.
Lavendel sehen wir skeptisch, seit wir einen Fall hatten, wo jemand von Lasea (Kapseln mit Lavendelöl) abhängig wurde.
Wir können das nur als Erfahrung weitergeben, wissen aber nicht, ob es tatsächlich eine Abhängigkeit bei Lavendel gibt.
Man sollte Lasea auch nicht nehmen, wenn man einen empfindlichen Magen hat, da das äther. Öl im Magen reizend wirken kann.

Es gibt Kombipräparate, da sind mehrere dieser Stoffe drin, zB Kytta sedativum für die Nacht (Baldrian, Hopfen, Passionsblume) oder Baldriparan zur Beruhigung (Melisse, Hopfen).

Was man nicht nehmen darf sind Kombipräparate mit Johanniskraut. JK kann ein Serotoninsyndrom verursachen, wenn man bereits Antidepressiva nimmt.

Lasse dich auch nicht stören, dass manche Präparate für die Nacht ausgewiesen sind; man kann sie auch tagsüber nehmen.

Grüße
Jamie
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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von Fisch » Dienstag, 04.04.17, 19:51

hallöchen,

ich nehme oxacant sedativ liquid und lycopus.

Das ist weißdorn, herzgespann, melisse, baldrian.
lycopus ist wolfstrapp und beruhigt die Schilddrüsenhormone.

Aber sowas sollte mit einem guten HP besprochen werden. Auch pflanzliche Mittel können enormen Schaden anrichten!!!

Bei mir waren nach zwei Tagen die Angstgefühle, Schlaflosigkeit, nächtliches Schwitzen wie weggeblasen.

lg
Andrea
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4/2015 Diagnose reaktive Depression auf fam. Lebensumstände
4/2015 - 7/2016 20 mg Escitalopram
+Mirtazapin gelegentlich, aber schnell einfach weggelassen
nach Anraten der Ärzte direkt auf 10 mg reduziert, dann einfach weggelassen
8/2016-12/2016 zunehmend schlechteres Befinden - Angst und Panik (kannte ich noch nie in dem Maß)
extremes nächtliches Schwitzen, extreme Unruhe, als nix mehr ging wieder zum Arzt
01/2017 Diagnose: Grunderkrankung zurück, die sich plötzlich in eine endogene Depression gewandelt haben soll - die ersten großen Fragezeichen tauchen auf - wieder eindosieren auf 20mg
nicht vertragen -> eigenmächtig auf 10mg reduziert
14.02.17 10 mg
25.02.2017 auf 9mg reduziert - Tropfen -> oft schlechter Schlaf, nachts Schwitzen
13.03.17 8,9 mg
20.03.17 10mg wegen schlaflos
21.03.17 10 mg Beginn homöopath. Mittel, Wolfstrapp für die SD, Vit D auffüllen, B12 auffüllen, Darmsanierung, Lebersanierung mit Mariendistel, Schlaf nach zwei Tagen wieder gut, alle Symptome weg
03.04.2017 US der Inneren Organe Leber, Nieren, Milz alles o.B.- HA, Antikörperbestimmung Schilddrüse bei HP
AD ausgeschlichen ohne Probleme - wie sollen sie auch bei einer SD Erkrankung helfen

Sonstiges: Aromatherapie
autogenes Training, Training Muskelentspannung, EFT-Training
gelegentlich: Magnesiumchlorid zum Einreiben, Lichttherapiegerät
Ernährung: Kochen mit viel Ingwer, Knoblauch, Chayennepfeffer, Kurkuma - alles entgiftend bzw. immunsystemstärkend

Lalisa2
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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von Lalisa2 » Mittwoch, 12.04.17, 8:35

Hallo Andrea,

was kann es denn für Nebenwirkungen geben und welche Ursache hat das? Meinst du Überdosierungen oder falsche Kombinationen verschiedener Pflanzen mit Tabletten?

Könntest du dieses oxacant sedativ liquid und lycopus auch gegen Flugangst und tägliche Panikattacken empfehlen? Oder wirkt es nicht so punktuell?

Viele Grüße
Seit ca. 3 Jahren Panikattacken, besonders bei Flugangst und an stressigen Tagen im Beruf.
Dagegen habe ich Opipramol verschrieben bekommen. Einnehmen kann ich es bei Gelegenheit oder bis zu 2 mal am Tag.
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Ich möchte gern zu einer pflanzlichen alternativen Methode umsteigen.

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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von JanaWer » Mittwoch, 19.04.17, 11:27

Hallo ihr alle,

ich bin zwar erst ganz neu hier, aber ich bin gleich auf dieses Thema und deine Frage gestoßen. Ich hatte auch lange Zeit über pflanzliche Sachen nachgedacht. Besonders Freunde, die diese Medikamente wie Antidepressiva und angstlösende Mittel nicht befürworten, versuchen mich die ganze Zeit dazu zu überreden pflanzliche Sachen einzunehmen oder eine Art pflanzliche/alternative Therapie zu versuchen. Aber die wissen auch nicht, wie schlimm es ist.. ich sehe Lalissa, dass du auch Opipramol eingenommen hast. Mir hatte man das auch in der Klinik verschrieben und ich hatte es jetzt ein halbes Jahr eingenommen. Ich kenne mich nicht so gut aus, denn es ist das erste Mal, dass ich solche Medikamente eingenommen habe. Aber ich habe stark mit Nebenwirkungen zu kämpfen. Schon während der Einnahme und besonders jetzt bei der Absetzung. War das bei dir auch so?
Deswegen bin ich auch schon am überlegen und besprechen mit meinem Therapeuten, Hausarzt und HP, was man da am besten machen kann..

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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 19.04.17, 17:35

Hallo JanaWer :),

bevor du unnötig Geld ausgibst für pflanzliche Präparate, lege lieber etwas davon zur Seite für einen gescheiten Heilpraktiker und lasse dort austesten, auf welche Pflanzen (oder homöopathische Zubereitungen) dein Körper anspricht. Das Geld ist so besser aufgehoben als durch wahlloses Kaufen von z.B. pflanzlichen Beruhigungsdragees.

Du kannst in drei Richtungen denken - will ich etwas, das mich beruhigt? Will ich etwas, das meine Stimmung stabilisiert? Will ich etwas, das mich aktiviert?
Letzteres kann im Entzug problematisch sein, weil das ZNS in aller Regel überreizt ist und eher Substanzen benötigt, die es runterfahren.

Nicht empfehlen kann ich dir Johanniskraut. Dein Heilpraktiker soll das bitte außen vor lassen.
Es darf nicht mit Antidepressiva kombiniert werden, weil es selbst wie ein SSRI wirkt und es hat viele Interaktionen mit anderen Medikamenten, kann zudem die Pille unwirksam machen und hat phototoxische Eigenschaften.

Grüße
Jamie
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JanaWer
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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von JanaWer » Donnerstag, 20.04.17, 11:05

Hallo Jamie,

danke, dass ist schon mal ein sehr guter Tipp. Ich hatte tatsächlich noch gar nicht daran gedacht, was denn eigentlich das Ziel ist und dass es Einflussnahme auf die Art der Therapie hat. Aber wie ist es denn, wenn man verschiedene Ziele hat? Wie: ich möchte mich von diesen Panikattacken beruhigen, brauche aber Stabilität und Erheiterung im Alltag, um auch wieder komplett am Leben teilzunehmen?
Hast du denn schon mal eine alternative Therapieform versucht?

Liebe Grüße

JanaWer
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Re: Welches pflanzliche Mittel

Beitrag von JanaWer » Mittwoch, 26.04.17, 9:59

Ich habe noch eine weitere Frage, mir wurden nun von Bekannten Schüßler Salze empfohlen. Wie sieht es denn damit aus? Sind diese zu empfehlen? Hat damit jemand Erfahrung gemacht?

Liebe Grüße

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