Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->
Liebe ADFDler,


wir wünschen euch einen schönen Sommer. Achtet gut auf euch, überlastet euch nicht und denkt daran, dass die Hitze für den Körper nicht leicht ist, gerade im Entzug und/oder wenn man Medikamente nimmt.

Das Team ist weiterhin nur gering besetzt, die Neuanmeldungen nehmen aber weiter zu. Bitte schaut daher gegenseitig gut auf euch. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

Positive Psychologie als Alternative für Depressive

Was gibt es für andere Behandlungsformen? Was hast Du ausprobiert? Was hilft Dir? Antidepressiva, Benzodiazepine, Neuroleptika und andere Psychopharmaka können manchmal kurzfristig helfen, sind aber keine dauerhafte Lösung.
Antworten
Straycat
Beiträge: 220
Registriert: Montag, 10.10.16, 16:51
Hat sich bedankt: 169 Mal
Danksagung erhalten: 502 Mal

Positive Psychologie als Alternative für Depressive

Beitrag von Straycat » Sonntag, 01.10.17, 11:10

Hallo ihr Lieben,

ich habe vor ca. 2 Wochen einen regelrechten Durchbruch im Zusammenhang mit meinen Depressionen erfahren und möchte das mit euch teilen, das es der/dem ein oder anderen hier vielleicht auch helfen könnte.
Zu meinem Hintergrund: Ich habe seit ca. 16 Jahren mittelschwere Depressionen und wurde 10 Jahre lang mit SSRI (Escitalopram) behandelt und habe in dieser Zeit auch viele Arten von Gesprächstherapie in Anspruch genommen. Leider brachten weder die SSRI, noch die Gesprächstherapie langanhaltende Verbesserungen.

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich nun mit der Positiven Psychologie nach Martin Seligman. Der Ansatz dieser Psychologie, die bereits in die Psychotherapie Einzug gefunden hat, ist jener, auf die eigenen Stärken und die konkrete Nutzung dieser Stärken zu fokussieren. Klingt sehr banal, ich weiß, aber es ist tatsächlich extrem wirksam. Auf der deutschsprachigen Seite http://www.charakterstaerken.org kann man kostenlos einen entsprechenden Test machen, um mehr über seine persönlichen Stärken herauszufinden. Was auf mich anfangs nur wie ein weiterer "netter Ansatz, um vorübergehende Symptomlinderung zu erzielen" gewirkt hat, ist tatsächlich viel weitreichender wirksam, als man denkt. Seligman fokussiert bei der Erarbeitung seines Konzepts insbesondere auf die echte Heilung von mäßigen und leichten Depressionen und nicht auf die kosmetische "Überdeckung" von Symptomen - ganz anders also als Psychopharmaka.
In diesem Zusammenhang kann ich sein Buch "Wie wir aufblühen" sehr empfehlen: Link zu Amazon Es kostet nur 10 Euro und für mich ist es bis jetzt jeden Cent wert :)

Kurz gesagt ist das Ziel der positiven Psychologie das Wohlbefinden und die Lebenszufriedenheit so zu steigern, dass man Depressionen tatsächlich dauerhaft heilt.
Seit ich mich mit der Positiven Psychologie beschäftige und die darin enthaltenen Ratschläge und Übungen beherzige, geht es mir nun wirklich deutlich besser. Ich fühle mich seit Jahren wieder wie ich selbst und zu 100% stabiler.

Vielleicht hilft dieses Prinzip anderen, die an mittleren bis mäßigen Depressionen leiden, auf ähnliche Weise wie mir.
Ich kann nur sagen, ich dachte lange Zeit, das Gefühl wieder wirklich zufrieden zu sein und mit sich selbst "im Reinen" zu sein gehört der Vergangenheit an, doch ich habe es nach vielen Jahren wiedergefunden :)

Alles Liebe,
Cat
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Straycat für den Beitrag (Insgesamt 7):
RosenrotJamiepadmaMurmelineEvaKatharinaOliver
Symptome : Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas; Panikattacken/ Neuralgien seit 2017 Diagnose: unipolare Depression (2006), Panikstörung (2017)
Behandlung mit Escitalopram 10mg, später Steigerung auf 15mg und 20mg - ingsgesamt 10 Jahre
08/2016: Bupropion 300mg - eingeschlichen 1 Woche 150mg, dann 300mg
seit Volldosierung Bupropion (300mg) schrittweises Ausschleichen von Escitalopram (1 Woche 15mg, 2 Wochen 10mg, 1 Woche 5mg)
Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
Seit 03/2017: 2 Wochen 37,5mg Venlafaxin, seither 75mg Venlafaxin
04-05/2017: 50mg Trittico, wieder abgesetzt
Seit 06.05.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% (also Reduktion um 7,5 mg) - derzeit also 67,5 mg Venlafaxin
Seit 05.06.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6,7 mg) - derzeit 60,75 mg Venlafaxin
Seit 05.07.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6 mg) - derzeit 54,7 mg Venlafaxin
Seit 01.08.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 5,5 mg) - derzeit 49,2 mg Venlafaxin
Seit 10.08.2018: leichte Anhebung wieder auf 54 mg Venlafaxin (aufgrund eines Kreislaufkollaps, von dem ich mir nicht sicher bin, ob eine Panikattacke dabei war)
Link zu meinem Thread

Katharina
Beiträge: 5437
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24

Re: Positive Psychologie als Alternative für Depressive

Beitrag von Katharina » Sonntag, 21.01.18, 22:17

Liebe straycat !

Vielen Dank für Dein Schreiben und Deinen Link, weiterhin alles Gute für Dich.

herzlich,
Katharina
► Text zeigen

Oliver
Gründer
Beiträge: 8429
Registriert: Freitag, 10.10.03, 23:58

Re: Positive Psychologie als Alternative für Depressive

Beitrag von Oliver » Sonntag, 21.01.18, 23:31

Hallo,

hat mir auch geholfen: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=4&t=661

Sollte ich mich auch mal wieder mit beschäftigen...

Alles Gute
Oliver
Bitte beachten: Bitte melde Beiträge, die gegen die Regeln verstoßen über einen Klick auf das Ausrufezeichen oben rechts im problematischen Beitrag und erkläre in der Meldung was das Problem ist. Das Team wird sich dann darum kümmern. Da das Team nur ehrenamtlich in der Freizeit aktiv ist, kann das allerdings auch mal dauern.
Forenregeln | Über das ADFD | Was dieses Forum ist und was es nicht ist

Antworten