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Wirksame Alternativen zu Antidepressiva

Was gibt es für andere Behandlungsformen? Was hast Du ausprobiert? Was hilft Dir? Antidepressiva, Benzodiazepine, Neuroleptika und andere Psychopharmaka können manchmal kurzfristig helfen, sind aber keine dauerhafte Lösung.
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Markus Huefner
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Wirksame Alternativen zu Antidepressiva

Beitrag von Markus Huefner » Dienstag, 24.10.17, 15:12

Es gibt gut wirksame Alternativen zur Behandlung einer Depression, die ich hier kurz vorstellen möchte.

»Achtsamkeitsbasierte kognitive Verhaltenstherapie« (MBCT)

Im Jahre 2008 wurde an der Universität von Oxford die »achtsamkeitsbasierte kognitive Verhaltenstherapie« (MBCT) durch Professor Mark Williams entwickelt. Diese Verhaltenstherapie kombiniert die von Jon Kabat-Zinn entwickelte »achtsamkeitsbasierte Stressreduktion« (MBSR) mit der kognitiven Verhaltenstherapie.

Studien konnten die Wirksamkeit von MBCT bei leichten bis mittelschweren Depressionen nachweisen. Das englische Gesundheitsministerium empfiehlt daher in seinen neuen Leitlinien MBCT als Standardtherapie bei leichten bis mittelschweren Depressionen und zur Rückfallprävention bei Depressionen. Antidepressiva werden nur noch bei schweren Depressionen empfohlen.

Meditation und Depression:

Studien haben bewiesen, dass das von Mark Williams und Kollegen entwickelte und in diesem Buch vorgestellte 8-Wochen-Programm in »achtsamkeitsbasierter kognitiver Therapie« (MBCT) das Risiko, an einer Depression zu erkranken, signifikant reduziert.

Bei Patienten, die bereits drei oder mehr Depressionsschübe erlebt haben, geht die Gefahr eines Rückfalls sogar um 40 bis 50 Prozent zurück.1 Damit wurde erstmals gezeigt, dass eine in symptomfreien Zeiten erfolgende psychologische Behandlung gegen Depressionen einem Rückfall tatsächlich vorbeugen kann.

ln ihren Empfehlungen zur Behandlung von Depressionen empfiehlt das britische »National Institute for Health and Clinical Excellence« (NI CE) mittlerweile MBCT für Patienten, die bereits drei oder mehr Depressionsschübe erlitten haben. Auch die Arbeiten von Maura Kenny in Adelaide und Stuart Eisendrath in San Francisco deuten darauf hin, dass MBCT eine effiziente Strategie für Patienten sein kann, die auf andere Behandlungen wie Antidepressiva oder kognitive Therapieformen nicht ansprechen.2

Meditation contra Antidepressiva:

Wir werden oft gefragt, ob die Schulung der Achtsamkeit parallel zur Einnahme von Antidepressiva erfolgen oder diese ersetzen kann. Die Antwort auf beide Fragen lautet Ja. Studien in Professor Kees van Heeringens Klinik im belgischen Gent zeigen, dass Patienten noch während der medikamentösen Behandlung mit der Schulung der Achtsamkeit beginnen können. Es wurde festgestellt, dass Achtsamkeit die Rückfallhäufigkeit von 68 auf 30 Prozent sinken ließ, obwohl die Probanden mehrheitlich (etwa gleich viele in der MBCT- und der Kontrollgruppe) Antidepressiva einnahmen.3

Im Hinblick auf die Frage, ob Meditation eine Alternative zur medikamentösen Behandlung sein kann, lieferten Willem Kuyken und Kollegen in Exeter sowie Zindel Segal und Kollegen in Toronto den Beweis, dass Patienten, die die Antidepressiva abgesetzt und stattdessen einen 8-Wochen-Kurs in MBCT absolviert hatten, sich genauso gut oder besser entwickelten als diejenigen, die die Medikamente weiternahmen.

Quelle: »Meditation im Alltag« von Mark Williams und Danny Penman

Fußnoten: 1. Ma, J., und Teasdale, J.D. (2004), »Mindfulness-based cognitive therapy for depression: Replication and exploration of differential relapse prevention effects«, Journal of Consulting and Clinical Psychology, 72, S. 31–40.
2. Kenny, M.A., und Williams, J.M.G. (2007), »Treatment-resistant depressed patients show a good response to Mindfulness-Based Cognitive Therapy« Behaviour Research and Therapy, 45, S. 617–665; Eisendrath, S.J. Delucchi, K., Bitner, R., Fenimore, P., Smit, M., und McLane, M. (2008), »Mindfulness-Based Cognitive Therapy for Treatment-Resistant Depression: A Pilot Study«, Psychotherapy and Psychosomatics, 77, S. 319–320; Kingston, T., et al. (2007), »Mindfulness-based cognitive therapy for residual depressive symptoms«, Psychology and Psychotherapy, 80, S. 193–203.
3. Godfrin, K., und van Heeringen, C. (2010), »The effects of mindfulness-based cognitive therapy on recurrence of depressive episodes, mental health and quality of life: a randomized controlled study«, Behaviour Research and Therapy, DOI: 10.1016/j.brat.2010.04.006.


Mehr Informationen über MBSR und MBCT erhälst Du auf der Website des MBSR-MBCT Verband Deutschland. Der Verband bietet Seminare und Kurse in MBSR (»Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion«) und MBCT (»Achtsamkeitsbasierte kognitive Verhaltenstherapie«). Hier findest Du auch ein Verzeichnis mit qualifizierten Achtsamkeitslehrerinnen und -lehrern.

Literaturempfehlungen zu MBCT:

Das MBCT-Arbeitsbuch Ein 8-Wochen-Programm zur Selbstbefreiung von Depressionen und emotionalem Stress – John Teasdale, Mark Williams & Zindel Segal:

Falls Sie jemals für einen kürzeren oder längeren Zeitraum zutiefst unglücklich mit Ihrem Leben waren oder noch sind, wissen Sie, wie schwierig es sein kann, etwas dagegen zu tun. Wie sehr Sie sich vielleicht auch bemühen, es wird einfach nicht besser – jedenfalls nicht auf Dauer.
Das achtwöchige MBCT-Programm (die Abkürzung MBCT steht für Mindfulness-Based Cognitive Therapy = Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie) wurde speziell entwickelt, um Menschen zu helfen, mit anhaltenden unerwünschten inneren Zuständen und Stimmungen umgehen zu lernen. MBCT wurde wissenschaftlich untersucht und hat sich in klinischen Studien weltweit als wirksame Methode bei Depressionen, Angstzuständen und einer ganzen Reihe anderer psychischer Probleme erwiesen.

Dieses praktische Arbeitsbuch führt Sie sehr anschaulich Schritt für Schritt durch das MBCT-Programm. Sie können es im Rahmen eines Gruppenseminars, einer Einzeltherapie oder auch als Selbsthilfe-Ratgeber benutzen. Die geführten Übungen auf der beiliegenden MP3-CD sind eine zusätzliche Unterstützung. (Quelle: Buchumschlag).

Verlag: Arbor (28. September 2015) | ISBN: 978-3867811200.

Der achtsame Weg durch die Depression von Mark Williams, John Teasdale, Zindel Segal & Jon Kabat-Zinn

Der achtsame Weg durch die Depression wurde für all jene geschrieben, die an Depression oder chronischer Unzufriedenheit leiden und auf der Suche nach einem Weg sind, ihr Leben zufriedener und ausgeglichener zu gestalten.

In diesem Grundlagenwerk entfalten drei der führenden Vertreter der kognitiven Psychotherapie gemeinsam mit Jon Kabat-Zinn die theoretischen Grundlagen der Achtsamkeitspraxis– am Beispiel der Begleitung von Menschen, die an Depression erkrankt sind.

Verlag: Arbor; Auflage: 1. Neuausg. (8. Juni 2009) | ISBN: 978-3936855807.

Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT)

Auch für die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) liegen Studien über die Wirksamkeit insbesondere bei Ängsten und Depressionen vor.1

ACT wird insbesondere in den USA und Australien sehr erfolgreich bei verschiedenen psychischen Störungen angewendet.

Literaturempfehlungen zu ACT:
Mehr Informationen über ACT:

Deutschsprachigen Gesellschaft für Kontextuelle Verhaltenswissenschaften (DGKV)

Offizielle deutsche Seite zur »Akzeptanz- und Commitment-Therapie« mit einer kompakten Erklärung des Konzeptes von ACT sowie Arbeitsmaterialien, Empfehlungen zu Fachliteratur und Selbsthilfe, relevante Links sowie ein Verzeichnis von ACT-Therapeuten, Coaches und Kliniken, die mit ACT arbeiten.

Association for Contextual Behavioral Science (ACBS)

Deutschsprachige Unterseite der ACBS mit Informationen rund um ACT, deutschen Arbeitsmaterialien u. a. zu den Büchern von Russ Harris und einer Liste von deutschsprachigen ACT-Websites.

1. E. M. Forman, J. D. Herbert, E. Moitra, P. D. Yeomans, P. A. Geller: A randomized controlled effectiveness trial of Acceptance and Commitment Therapy and Cognitive Therapy for anxiety and depression. In: Behavior Modification. 31(6) 2007, S. 772–799.
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Luisa1974Schwimmerin
Mein Name ist Markus Hüfner,

ich bin Autor, Blogger, Webdesigner und Künstler. In meinem Blog https://die-psychopharmaka-falle.de/ schreibe ich über meine Erfahrungen mit der Heilkraft der buddhistischen Psychologie beim Absetzen von Psychopharmaka . Ich gebe wertvolle Tipps und zeige einen erfolgreichen Weg aus der Psychopharmaka-Falle durch das A-B-S-Konzept. Hier erzähle ich meine Entzugsgeschichte.

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Achtsam sein, Beharrlich sein, Selbstmitfühlend sein
Raus aus der Psychopharmaka-Falle durch die Heilkraft der buddhistischen Psychologie

E-Mail: webautor@die-psychopharmaka-falle.de
Web: https://die-psychopharmaka-falle.de/

Psychopharmakahistorie:

seit 2009 60mg Paroxetin
2013 erster Entzugsversuch in einer Psychiatrie von 60 auf 40mg
seit dem Magen-Darm-Beschwerden, mit starken Krämpfen, Blähungen und Verdauungsproblemen
seit 2009 50mg Promethazin über Jahre reduziert auf heute 10mg
2011 traumatischer Tavorentzug in Klinik
2012 Rückfall und erneuter erfolgreicher Entzug
bis 2016 Tavor bei Beidarf
2016 zweiter Versuch Paroxetin abzusetzen mit einem Psychiater ambulant wieder von 60 auf 40mg
von einem Tag auf den anderen danach Reduzierung bis auf 20mg innerhalb 8 Wochen, dann extreme Suizidgedanken, Depressionen, Panik nur durch Tavor überlebt über Wochen langsam wieder mit dem Paroxetin hoch dadurch wieder abhängig von Benzodiazepinen
seit Sommer 2016 15mg Diazepam, weitere Versuche mit der 10% Methode Paroxetin abzusetzen
2017 neuer Psychiater der ein extremes Serotonin-Defizit im Darm nachgewiesen hat und dieses mit 5-HTP 900mg täglich behandelt, bisher erfolglos, letzte Bestimmung des Serotoninspiegels im Darm ergab keine Steigerung, weiterhin extremes Defizit.
09/2018 letzter Versuch Reduzierung um ein mg Paroxetin von 60mg auf 59mg für 3 Wochen, wegen extremer Entzugssymptome, starken Bauchschmerzen abgebrochen.
Seit dem 60mg Paroxetin, 10mg Promethazin, 15mg Diazepam, 900mg 5-HTP, Vitamin B-Komplex+Vitamin D3 (FolPlus), Synerga und probiotik pur (Darmbakterien), 20mg Pantoprazol, Buscopan Plus (Paracetamol) beinahe täglich gegen die Krämpfe und Bauchschmerzen.

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