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Vielfalt an (Gesprächs-)Therapien, was nutzt ihr?

Was gibt es für andere Behandlungsformen? Was hast Du ausprobiert? Was hilft Dir? Antidepressiva, Benzodiazepine, Neuroleptika und andere Psychopharmaka können manchmal kurzfristig helfen, sind aber keine dauerhafte Lösung.
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lionel
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Vielfalt an (Gesprächs-)Therapien, was nutzt ihr?

Beitrag von lionel » Samstag, 21.04.18, 11:55

Hallöchen an Alle,

seit meinem stationären Psychiatrie Aufenthalt merke ich, dass Therapie eine große Unterstützung für mich ist und im letzten Jahr echt was vorangegangen ist! :)

Mich würde interessieren, welche Therapieformen ihr schon gemacht habt und von was ihr profitieren konntet oder auch nicht.

Ich geh derzeit in systemische Psychotherapie und Ergotherapie. Mit systemischer habe ich sehr gute Erfahrungen in Krisenzeiten gemacht, könnte mir allerdings auch vorstellen mal in Existenzanalyse oder Gestalttherapie zu gehen.

Liebe Grüße,
Nin
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Anfang 2017:
Angstzustände, Schlafstörungen, Depression, Panikattacken.
März 2017:
Von meiner Psychiaterin verschrieben und genommen ab 10. März:
15mg Praxiten (Benzo) 2mal
25mg Sertralin für eine Woche...danach auch 50mg hochdosiert.
NW: große nicht aushaltbare Anspannung in der Nacht, Kopfschmerzen, starke Verspannung beim Genick und Hals, psychosomatische Symptome (Zuckendes Auge, Sprachstörungen, Verkrampfung der linken Gesichtshälfte, Muskeltonus links nicht kontrollierbar, Schwierigkeiten zu stehen.

Ab Ende März: Aufentahlt in der Psychiatrie, 6 Wochen. Benzo wird innerhalb von 2 Wochen abgesetzt und nur noch bei Bedarf, Lyrica wird eindosiert, täglich um 25mg mehr bis zu 200mg und etwas später auf 300mg.

Ab Mai: 50mg Sertralin und 300mg Lyrica und bei Bedarf 15mg Oxazepam

Ab November 2017: 75mg Sertralin und 300mg Lyrica
NW: Einschlafprobleme, lebhafte Träume und Nachtschweiß
Libido kaum vorhanden...

10.3.18: weniger 25mg Sertralin, nun 50mg
NW: sehr trockener Hals -> Halsschmerzen, trockene Lippen, Nase und Augen; Muskelschmerzen am Rücken, sehr lebhafte Träume, dazwischen Kopfschmerzen und Verspannungen beim Hals.

28.3.18: etwas mehr Angstzustände, aber noch im Rahmen, Halsschmerzen und Trockenheit viel besser, Nachtschweiß ubd lebhafte Träume weiterhin vorhanden...

Sertralin wird erstmals nicht weiter abgesetzt!

10.6.18: Lyrica 125-0-150 (25mg am Vm reduziert)
NW: Muskelschmerzen, Darmprobleme und Schmerzen, Verspannungen.

9.7.18: Lyrica 100-0-150 (25mg am Vm reduziert)

Nahrungsergänzungsmittel
Vitamin D3 40.000 i.E. pro Woche, Mönchspfeffer 20mg/Tag, Magnesium 150mg/Tag und Vitamin K2 100mg/Tag

LinLina
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Re: Vielfalt an (Gesprächs-)Therapien, was nutzt ihr?

Beitrag von LinLina » Samstag, 21.04.18, 12:51

Hallo :-)

ich habe gute Erfahrungen mit Gestalttherapie gemacht. Eine frühere Verhaltenstherapie war für mich nicht so hilfreich. Ich denke aber, oft ist die Kompetenz des Therapeuten/der Therapeutin und ob man sich miteinander wohl fühlt und es "passt" wichtiger als die Therapieform, ich meine ich habe auch gelesen dass das bei Studien rauskam die die Effizienz verschiedener Therapieformen untersuchten.

Liebe Grüße
Lina
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Katharina
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Re: Vielfalt an (Gesprächs-)Therapien, was nutzt ihr?

Beitrag von Katharina » Samstag, 21.04.18, 14:47

Hallo ! :group:

mir helfen unterstützende Gespräche

sowie Suchttherapeutische Begleitung da ich von Benzodiazepine abhängig geworden bin.

Vor allem, weil ich nicht bereit bin, diese lange schwere Zeit allein zu tragen.

Ein schönes Wochenende,
Katharina
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Arianrhod
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Re: Vielfalt an (Gesprächs-)Therapien, was nutzt ihr?

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 21.04.18, 17:11

ich habe gute Erfahrungen mit Traumatherapie und EMDR gemacht.

Hat mir wirklich weitergeholfen.

liebe Grüße Arian
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Elefantenfuss
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Re: Vielfalt an (Gesprächs-)Therapien, was nutzt ihr?

Beitrag von Elefantenfuss » Samstag, 21.04.18, 18:20

Ich habe sehr von der KBT (konzentrative Bewegungstherpie) profitiert, seit 2 Jahren mache ich eine abgewandelte Form der analytischen Therapie, wobei es nun auch endlich die richtige Therapeutin ist. Davor war es eine Verhaltenstherapie, davon habe ich überhaupt nicht profitieren können. Ergo und Kunst haben mir damals auch sehr geholfen.

Liebe Grüße
Elefantenfuß
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- Seit 2011 Mirtazapin 45 mg. Beginn Absetzen 21.04.2017 mit der Wasserlösemethode 40,5mg.
1. Woche: Bisher nur Schwindel, Kopfschmerzen, morgens innere Unruhe, frühes Erwachen, vermehrtes Träumen, gereizter, schneller wieder "Reizüberflutung", wie Watte im Kopf
2. Woche: Immernoch zum Nachmittag hin starke Kopfschmerzen, Schwindel bei körperlicher Belastung und Unruhe weniger geworden. Gereiztheit weniger, wieder ruhigerer Schlaf. Keine Zunahme von depressiven Symptomatiken.

3. Woche: Deutliche Symptomzunahme, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Stimmungsverschlechterung, unruhiger Schlaf
4. Woche: Regulierung der Symptome, deutlich stabiler, nächsten Absetzschritt noch nicht vorgenommen bei 40,5 mg geblieben.
5. Woche: Keine Symptomzunahme, wieder stabil.
6. Woche 02.06.2017: Nächster Absetzschritt auf 37,5mg in Tablettenform. Morgendliche Maddeligkeit und Müdigkeit, keine weiteren Symptome.
ab 8. Woche Symptomverschlechterung, akustische Halluzinationen, Rückfälle
Juni 2017 bei 37,5 mg geblieben
28.06. stationär
seit 26.06.2017 Risperdal 1mg
seit 04.7. 2mg Risperdal
02.01. - 16.01. stationär, ausschleichen Risperdal
seit Januar 2018 Risperdal abgesetzt
seit 01/18 Seroquel 25mg zur Nacht
seit 01/18 Amisulprid erst 100mg, seit 02/18 200mg
03/18 Amisulprid wieder auf 100mg runter
13.04. Beginn Amisulprid komplett absetzen, Seroquel nur noch selten als Bedarf
Seit April 2018 nur noch Mirtazapin 37,5mg

- 01/2016 Seroquel 50mg retard 2x am Tag ca. 4 Monate, ohne Probleme abgesetzt und auf 25mg normal zur Nacht umgestiegen, ca. 1 Jahr, ohne Probleme abgesetzt Februar 2017
- 2012 Venlafaxin 250mg ca. 6 Wochen, abgesetzt da überhaupt nicht vertragen.
Zwischendurch ca. 1 Woche Lovamepromathazin, sofort wieder aufgehört.
Über die Jahre immer mal wieder Atosil als Bedarf, seit über 1 Jahr überhaupt nicht mehr.
Tavor nur im Ausnahmefall als Bedarf.


Problem - Die Anpassung ist ein eigenes Lehrfach; der Intelligentere bringt es darin weiter, der Widerstrebende ist ein Problem der Ärzte und Psychologen (Bertold Brecht)

Blumenwiese
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Re: Vielfalt an (Gesprächs-)Therapien, was nutzt ihr?

Beitrag von Blumenwiese » Sonntag, 22.04.18, 0:33

Am besten haben mir EMDR, Traumatherapie und DBT (Dialektisch Behaviorale Therapie) geholfen.

Liebe Grüße
Blumenwiese
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Diagnose u. vorherige Medikation:
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Quetiapin Retard Verlauf:
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Aktuell:
Quetiapin Retard 150 mg 0-0-1-0
Quetiapin 6,25 mg (1/4 Tablette) 0-0-1-0
Bedarf: Promethazin 25-50 mg/Tag
*********************************
Sonstige Medikamente:
Movicol 1-3 Beutel pro Tag, Grazax u. SliTONE Ultra zur Desensibilisierung geg. Pollenallergie, Magnesium 450 mg und Ortoton (Methacarbamol) gegen die Muskelspannung,Cranberry Kapseln, Ibulysin 684 mg auf Bedarf

Unchained
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Re: Vielfalt an (Gesprächs-)Therapien, was nutzt ihr?

Beitrag von Unchained » Mittwoch, 23.05.18, 22:18

Mir hilft auch die Gesprächstherapie am Besten. Habe meine Thera seit über 10 Jahren. Aufgrund meiner Diagnose durfte ich nur Verhaltenstherapie machen, aber meine Thera sieht das zum Glück nicht so eng und lässt mich an der langen Leine.
Mit uns Psychotikern kann man mangels Krankheitseinsicht ja angeblich nicht reden... Augenroll..... und da würde eine Gesprächstherapie nur verschlimmern. Musste damals wirklich richtig um die Therapie kämpfen.
Die klassischen VHTherapien find ich einfach nur furchtbar. Da komm ich mir mehr vor wie ein trainierter Zirkusaffe, als ein Mensch.
In über 10 Jahren wurde ich jedenfalls kein einziges mal psychotisch, nur weil mich meine Thera wie einen denkenden Menschen behandelt.

Bin sehr froh dass ich sie habe.
Sie hat mir mit Abstand, wirklich am allermeisten geholfen.
Seele und Kopf haben einfach Erklärungen und Sinn nach vielen Erlebnissen gesucht. Als ich die nicht finden konnte, hab ich mir eben die psychotischen Erklärungen zurecht gebastelt. Die meisten Trainigs oder Verhaltenssachen haben das eher nur noch verschlimmert.
Mit ihr zusammen konnte ich erstmalig in meinem Leben, alles vernünftig durch sprechen und sortieren. Das hat mich so unendlich viel weitergebracht. Es gibt immer noch so Einiges was mich beschäftigt, aber die allermeisten Sachen muss ich nicht mehr dauernd durchgrübeln, fürchten, paniken, oder was ich vorher sonst noch so alles hatte.
Wenn man den richtigen Thera gefunden hat, ist die genaue Art der Therapie am Ende gar nicht mehr so wichtig.
Einen geraden Weg gibt es selten und es hilft nicht jedem dasselbe.
Am Ende muss man auch einfach viel durchprobieren, was einem wirklich am Besten liegt. Die Praxis ist immer was anderes als Theorie.
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LinLina
In offizieller psychiatrischer Behandlung seit meinem 11. Lebensjahr. Ca 1992 wegs emotionaler Störung.
1999 Ausbruch der Psychose. Seit 2001 in medikamentöser Behandlung und seitdem auch nicht mehr akut psychotisch.
Letzter stationärer Aufenthalt 2006. Seitdem psychisch stabil mit durchgehender ambulanter Behandlung bei Ärztin und Gesprächstherapeutin
Quetiapin seit 2002 in verschiedenen Dosierungen. Höchst 600mg- Niedrigst 100mg.
Erhaltungsdosis normalerweise 300mg

Grobe Absetzübersicht ohne alle Schwankungen:
2014: 100mg Sertralin ganz ausgeschlichen (Nach etwa 6 Jahren regelmäßiger Einnahme)
2016: 300mg Quetiapin runter auf 250mg
2017: 250mg Quetiapin auf 175mg
2018: 175mg auf aktuell 100mg

Reduktion in den letzten Monaten:
28.02.18 175 mg runter auf 150mg
07.03.18 150mg runter auf 125mg
14.03.18 125mg runter auf 100mg
25.06.18 100mg rauf auf 112,5mg
Seit 05.07.18 2x2g Myo-Inositol im Versuch

aktuelle Medikation: 112,5 mg Quetiapin und 2x2g Myo-Inositol
Bin in Kinderwunschbehandlung

durchprobierte Psychopharmaka(Liste nicht vollständig, waren einfach zuviele)
Valdoxan, Cipramil, Venlafaxin, verschieden Stimmungsausgleicher bzw. Antiepileptika, diverse Tropfen gegen majordepressionen und Tropfen bei generalisierter Angststörung, Zoloft, diverse Hochpotente Neuroleptika als auch mittelstarke und leichte Neuroleptika, Abilify, Perazin, Amisulprid, Zyprexa, Risperdal, Zeldox

plus Bedarfsmedikationen
Tavor, Taxilan, nochwas mit T, andere Benzos
Benötige schon viele Jahre keine Bedarfsmedikation mehr. Zuletzt 2008 etwa.

Neverthelessw11
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Re: Vielfalt an (Gesprächs-)Therapien, was nutzt ihr?

Beitrag von Neverthelessw11 » Mittwoch, 23.05.18, 23:10

Interessante Frage... Ich glaub ich habe alles mal durch...

DBT: Skillsgruppen, Achtsamkeitstherapie, Edukation... sehr interessantes Prinzip, aber hat selten geholfen, da die Psychosomatik dadurch nicht verbessert wurde und die (daraus resultierende!!!) Angst daher auch auf Skills kaum ansprach. Für generelle Anspannung etc: Top. Achtsamkeit verändert den Blick auf die Welt am Anfang wirklich...
Verhaltenstherapie: Hilfreich um Verhaltensweisen zu reflektieren, Glaubenssätze umzustrukturieren und mich zu verändern... zu wachsen. Also ich würde sagen, dass ich durch VT gelernt hab mit der Krankheit umzugehen und gut (!) Zu leben. Aber halt MIT der Krankheit.
Sporttherapie: die Therapie, die mir in Krisen als einzige hilft. Hatte das Glück in allen Kliniken Sport-einzel zu haben. Hat mir Bewusstsein für den Körper und auch einen Funken vertrauen wieder gegeben. Und das hat mir geholfen meine durch die Angst vorgegaukelten Grenzen auszuweiten. Zu merken... Ok.. auch wenn der Körper verrückt spielt, es passiert beim Spazieren nichts etc. Ich würde sagen, dass (konzentrative) Sporttherapie den Grundstein in Krisen für eine Behandlung legt. Dass ich bereit bin aus dem Schneckenhaus rauszukommen
Kunst/Gestaltung/etc.. Für mich persönlich: nette Beschäftigung aber gänzlich unnötig. Also es hat was entspannendes zu malen...oder Körbe zu Flechten. Macht auch Spaß. Aber hat für mich den selben Stellenwert wie ein Stück Kuchen und Kaffee mit einer Freundin. Ich kriege da keinen Bezug zu Gefühlen rein.
Gesprächstherapie: bringt wenig... Ich verliere mich in Kleinigkeiten... man bespricht eher den Alltag... Also es tut mir oft gut, einfach reden zu können, ein neutrales Feedback zu bekommen und zu schauen was man tun kann. Geht aber nicht an den Kern der Probleme ran.
Expositionstraining: Anstrengend. Quälend. Aber zwingend notwendig. Für mich keine Therapie, sondern einfach eine Notwendigkeit. Aber man wächst. Wenn man bei 10% (Also einer Situation, die ca. 10% der Maximalangst entspricht) schon leidet und zweifelt. Und nach ein paar Stunden bei 60% angenommen ist und merkt dass die 10% Situation nur noch unangenehm ist. Nichts ansatzweise dieselbe Panik auslöst und vor allem einen nicht so zweifeln lässt
Emdr: ganz neues Gefühl. Eher weniger Gelaber über Dinge die oft eher einer Gefühl bei mir sind. Der Versuch die Gefühle zu verbalisieren führt oft bei mir dazu, dass ich das Urgefühl aus dem auge verliere und mich mir den Worten dazu nicht identifizieren kann, obwohl es meine eigenen sind. Emdr fühlt sich... am Kern der Probleme an... Ich habe wirklich ein körperliches Gefühl, dass mein Gehirn etwas verarbeitet... erst es hochholt, dann es aufwühlt...und es dann wieder abflaut. Der Blick auf das Gefühl sich ändert. Das Gefühl ist dasselbe aber die Wahrnehmung nicht.
Biofeedback: Meine Methode! Ich habe wieder gelernt, dass ich die Kontrolle habe und ich nicht verloren bin in der Angst. Dass ich mich regulieren kann auf ganz einfache Weise. Dass die Angst mich nicht einfach überrollt egal was ich tue. Ich bin Naturwissenschaftlerin mit Null gesundem Körpergefühl... Entspannung wie PMR stresst mich. Aber zu sehen wie mein Körper auf Musik reagiert... auf tiefe Atmung... auf ein Streicheln von mir selbst über die Arme... auf bescheuertes vor sich hin grinsen ... Das hat alles verändert für mich. Leider konnte Ich Das nur stationär machen... aber das Jahr danach war ich 100% angstfrei. Immer wenn Unruhe hoch kam... Angst kam... hab ich diese Kurve vor Augen gehabt... geatmet. Musik gehört. Gelächelt. Alles völlig unauffällige Universalmethoden. Und konnte wirklich spüren wie ich ruhig geworden bin. Ich wieder die macht hatte und total sicher war. Also wer stationär mal die Möglichkeit hat, das auszuprobieren.... Macht es. Ich würde behaupten, dass man damit nichts verschlimmern kann. Und selbst wenn es nur ein Selbstexperiment ist (auf was reagiere ich am positivsten) oder ein Test der SelbstWirksamkeit (wie gut kann ich mich entspannen)... Ich kanns empfehlen. Vorbehaltlos. Klar, einige haben davon nicht profitiert und sind nur eingeschlafen... Also ist kein Wunder... Aber ich würde das Jeder Zeit wieder tun.


PS: ich würde aber zu 100% unterschreiben, dass das WER die relevante Frage ist.
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LinLinaArianrhodinandout
Medikamente: Seroquel (Quetiapin retardiert) 150 mg + Seroquel (Quetiapin unretardiert) 25 mg abends bei Bedarf

Grund der Medikamenteneinnahme: Somatisierungsstörung, Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

Psychiatrieaufenthalte:
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Absetzgründe:
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Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 0
Zwischenstufen (Immer Anpassung an Klausuren und Uniplanung):
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Experimente mit NEM: Keine Aktiven.
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escargot
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Re: Vielfalt an (Gesprächs-)Therapien, was nutzt ihr?

Beitrag von escargot » Freitag, 29.06.18, 14:08

Körpertherapie und Autentic Movement war sehr hilfreich

Gesprächstherapie (VT) hat mir bislang nicht geholfen

Liebe Grüße
escargot
DIAGNOSEN
02.2014-12.2016 Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
01.2017-heute schizoaffektive Störung
05.2017-Schizophrenes Residuum

MEDIKATION
=> Bedarf max. 1-2 mg Tavor!

Täglich :
Olanzapin 1,125 mg, Risperdal 2 mg, Tavor 1 mg
zudem 2 X 425 mg Passionsblume
800 mg Magnesium
Vitamin B12

Wöchentlich Globulis
Elaps Corallinus LM1 1 Tropfen mit Pipette in ein Glas Wasser, davon 1 Löffel nur
Phosphorus C12 1 Globuli wöchentlich
....
► Text zeigen
seit 10.06.2018 - Olanzapin 1,25 mg, R 2 mg, T 1 mg, Tavorbedarf 1 - 2 X wöchentlich 1-2 mg
13.06.2018 Schlafprobleme, optische Halluzinationen, optische u. akustische Reizsensitivität, schwere Übelkeit, Unwirklichkeitsgefühle, kolossale Erschöpfung, Orientierungsprobleme
18.06.2018 besser, nur noch optische u. akustische Reizsensitivität, Unwirklichkeitsgefühle
22.06.2018 starke Angstunruhe durch Familienprobleme, Reizsensitivität etwas weniger geworden, Erschöpfung
27.06.2018 nahezu symptomfrei! :)
30.06.2018 schwere Angstattacke u. anschl. Wahrnehmungsstörungen dann erschöpft, dann wieder nahezu symptomfrei
09.07.2018 bunte Flimmerpunkte vor Augen, Übelkeit und Erbrechen, Angstunruhe
05.08.2018 - 1,125 mg Olanzapin, 2 mg R, 1 mg T
leichte Einschlafschwierigkeiten, Ängste und Unruhezustände frühs, Übelkeit, Appetitlosigkeit
17.08. endlich besser, aber noch nicht gut. Weiterhin appetitlos, erschöpft, lustlos

inandout
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Re: Vielfalt an (Gesprächs-)Therapien, was nutzt ihr?

Beitrag von inandout » Montag, 02.07.18, 20:39

Hallo,

bei mir hat zwar mal ein tiefenpsychologisch und gestalttherapeutisch orientierter Therapeut am meisten geholfen, aber eigentlich nur für die Zeit, wo ich bei ihm war, nicht nachhaltig. Am besten hat mir geholfen die Entdeckung der Rational-emotiven VT nach Albert Ellis, die ich aber nur als Bücher in Selbsthilfe kenne. Aber sie ist auch genauso angelegt, dass man damit selbst arbeiten kann. Generell ist meine Erfahrung, dass mit Therapie viel Unverantwortliches und Unvernünftiges getrieben wird.

LG,
inandout
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"The goal of life is to have a ball." (Albert Ellis)
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