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Wut, Ängste und Depression

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Blumenwiese
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Wut, Ängste und Depression

Beitrag von Blumenwiese » Dienstag, 24.04.18, 19:09

Hallo,

Ich wollte mit euch gern teilen, was ich durch meine erste Therapeutin gelernt habe.

Früher hatte ich sehr oft heftige Panikattacken, die kaum auszuhalten waren. Auch meine depressiven Phasen waren schlimmer als heute und auch Selbstverletzungen waren früher ein größeres Problem als heute.

Meine Therapeutin fand damals mit mir zusammen heraus, dass das Grundproblem für meine unaushaltbaren Zustände Wut war. Im Rahmen der Therapie lernte ich mich zu trauen, die Wut zuzulassen, indem ich bei ihr mit einem Teppichklopfer auf ihren Sessel schlagen sollte. Von ihr heraus sollte ich gezielt schlagen und was dabei sagen, was mich wütend macht. Ich stellte dann aber fest, dass es mir selber mehr half, wenn ich einfach nur wild drauf einschlagen konnte, bis ich total ausgepowert war. Ich bastelte mir dann für zu Hause einen mit Schaumstoffüberzogenen Knüppel und schlug damit täglich auf ein großes Kissen ein, auch vorsorglich, selbst wenn ich keine Wut spürte. Nach nur kurzer Zeit hatte ich keine Panikattacken mehr..nur ab und an leichtere Angstzustände.

Ähnlich verhielt es sich mit den Depressionen. Wenn ich täglich meine innere Wut loswerden konnte, wurden die Depressionen weniger.

Dadurch dass Wut zu haben bei mir nie erlaubt war, muss ich mich auch heute immer wieder dazu überwinden sie zuzulassen. Heute habe ich zu Hause einen Boxsack, den ich jeden Tag benutze.

Auch gegen die Ängste und Annspannungszustände vom Mediabsetzen hilft mir das Boxen.

Es hilft aber nur, wenn ich es täglich mache, sonst kommen die Panikattacken zurück.

Bei PTBS aber bitte beachten, dass es Flashbacks auslösen kann. Sobald man merkt, dass man abdriftet und den Bezug zur Realität verliert, sofort aufhören und wieder erden.

Liebe Grüße
Blumenwiese
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