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Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

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Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

Beitrag von yberion45 » Mittwoch, 20.06.18, 16:46

Hey ihr

Wollt mal fragen, was ihr von Cannabis gegen Pyschische Krankheiten haltet?

Text aus Urheberrechtsgründen gelöscht (Gwen).

Artikel findet sich hier:
https://www.leafly.de/wie-kann-medizini ... en-helfen/
Zuletzt geändert von yberion45 am Mittwoch, 20.06.18, 17:47, insgesamt 1-mal geändert.
Februar 2017:Diagnose : zwangsgedanken (post thc und amphetamine Syndrom)

01.05.2017 20mg Fluoxetin Libido Verlust
05.07.2017 Fluoxetin 20 mg und Tolvon 10 mg kalt abgesetzt
20 mg Citalopram libido wieder da, dafür Kopfschmerzen Wahrnehmung beeinträchtigt, je mehr ich mich bewege um so schlimmer NW
20.12.2017 - 5mg:15 mg Citalopram Nw besser, zwei Tage müde
02.02.2018 -5mg: 10 mg keine Symptome kaum Nebenwirkungen keine Gedanken
06.02.2018 mir geht es Super keine Symptome fast keine NW Wohlfühldosis
07.02.2018 Nebenwirkungen wieder da aber abgeschwächt als bei 15 mg sonst ganz gut keine Gedanken

09.02.2018 Mir geht es super, keine Symptome und die Nebenwirkung sind noch da, aber sehr erträglich
17.02.2018 keine Absetz Symptome, Nebenwirkungen sehr schwach
20.02.2018 immer noch keine absetz Symptome, Nebenwirkungen da
01.03.2018 keine Absetz Symptome bekommen seid 3 Tagen sind die Nebenwirkungen gesunken. Ich vermute es liegt daran, dass ich jetzt jeden Tag jogge
05.03.2018 immer noch keine Probleme, aber Nebenwirkungen wieder etwas stärker. Keine Gedanken. Kann kaum abwarten bis zur nächsten Reduktion
23.03.2018 - 5mg: 5 mg mal sehen wie es wird bis jetzt ist nichts, aber auch zu früh
04.04.2018 Noch keine Symptome, mir geht es Super und die Nebenwirkung sind sehr gering. Von meiner Grunderkrankung keine Spur
10.04.2018 Noch keine Symptome. Mir geht es immer noch sehr gut und vom Zwang auch keine Spur. Bin leicht müde, liegt aber vom Wochenende noch, da ich wegen einem Paris Trip kaum geschlafen habe.
05.04.2018 seid heute 0 mg
28.04.2018 folgende Absetz Symptome sind verschwunden:
Übelkeit und Schwindel
Folgende Absetz Symptome habe ich noch:
Augen brennen, komische Wahrnehmung von mir selber und manchmal Kopfschmerzen und Matschig. Jedoch Wellen artig mal besser und mal schlechter.
26.06.2018 immer noch Absetz Symptome, die stündlich ihre Starke ändern aber Alltag tauglich bleibt. Wahrnehmung immer noch gestört. Seid 3 Tagen CBD seid 8 Tagen Mariendistelsamen und L-Tryptophan
31.08.2018: Symptome sehr zurück gegangen, normale Gedanken kommen wieder, Gehirn nur noch leicht betäubt, schwankt etwas

Gwen
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Re: Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 20.06.18, 17:13

Hallo Yberion,
es ich vermute, das ist aus einem Artikel? Komplette Artikel wieder zu geben ist aus urheberrechtlichen Gründen nicht erlaubt. Du kannst aber die Inhalte zusammen fassen und einzelne Sätze als Zitate übernehmen, wenn Du es entsprechend kennzeichnet und die Quelle angibst. Ansonsten müssen wir den Post löschen

Viele Grüße Gwen
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Re: Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

Beitrag von yberion45 » Mittwoch, 20.06.18, 17:47

Hey gwen

Hab Quelle hinzugefügt

Ich sehe in Cannabis ein sehr großes Potenzial für viele Krankheitdtbilder. Die neuen Studien die in USA laufen sind sehr viel Versprechenden und ich bin mir sicher, daß in 5 Jahren In vielen Bereichen es eingesetzt wird.

LG yberion
Februar 2017:Diagnose : zwangsgedanken (post thc und amphetamine Syndrom)

01.05.2017 20mg Fluoxetin Libido Verlust
05.07.2017 Fluoxetin 20 mg und Tolvon 10 mg kalt abgesetzt
20 mg Citalopram libido wieder da, dafür Kopfschmerzen Wahrnehmung beeinträchtigt, je mehr ich mich bewege um so schlimmer NW
20.12.2017 - 5mg:15 mg Citalopram Nw besser, zwei Tage müde
02.02.2018 -5mg: 10 mg keine Symptome kaum Nebenwirkungen keine Gedanken
06.02.2018 mir geht es Super keine Symptome fast keine NW Wohlfühldosis
07.02.2018 Nebenwirkungen wieder da aber abgeschwächt als bei 15 mg sonst ganz gut keine Gedanken

09.02.2018 Mir geht es super, keine Symptome und die Nebenwirkung sind noch da, aber sehr erträglich
17.02.2018 keine Absetz Symptome, Nebenwirkungen sehr schwach
20.02.2018 immer noch keine absetz Symptome, Nebenwirkungen da
01.03.2018 keine Absetz Symptome bekommen seid 3 Tagen sind die Nebenwirkungen gesunken. Ich vermute es liegt daran, dass ich jetzt jeden Tag jogge
05.03.2018 immer noch keine Probleme, aber Nebenwirkungen wieder etwas stärker. Keine Gedanken. Kann kaum abwarten bis zur nächsten Reduktion
23.03.2018 - 5mg: 5 mg mal sehen wie es wird bis jetzt ist nichts, aber auch zu früh
04.04.2018 Noch keine Symptome, mir geht es Super und die Nebenwirkung sind sehr gering. Von meiner Grunderkrankung keine Spur
10.04.2018 Noch keine Symptome. Mir geht es immer noch sehr gut und vom Zwang auch keine Spur. Bin leicht müde, liegt aber vom Wochenende noch, da ich wegen einem Paris Trip kaum geschlafen habe.
05.04.2018 seid heute 0 mg
28.04.2018 folgende Absetz Symptome sind verschwunden:
Übelkeit und Schwindel
Folgende Absetz Symptome habe ich noch:
Augen brennen, komische Wahrnehmung von mir selber und manchmal Kopfschmerzen und Matschig. Jedoch Wellen artig mal besser und mal schlechter.
26.06.2018 immer noch Absetz Symptome, die stündlich ihre Starke ändern aber Alltag tauglich bleibt. Wahrnehmung immer noch gestört. Seid 3 Tagen CBD seid 8 Tagen Mariendistelsamen und L-Tryptophan
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Re: Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

Beitrag von inandout » Mittwoch, 20.06.18, 22:03

Hi yberion,

ich halte zwar das Verbot in D.land für absurd, und finde es gut, an Cannabis rumzuforschen, vor allem den verschiedenen Züchtungen, die damit möglich sind. Solche mit THC und solche ohne z.B.

Als "Waffe" gegen "psychische Krankheiten" halte ich davon aber letztlich das Gleiche wie von allen Drogen (womit ich alle bewußtseinsverändernden Substanzen meine, selbstverständlich auch PP) - ob sie chemisch hergestellt sind oder aus einer Pflanze gewonnen, sie beeinflussen die Seele chemisch. Das mag ja manchmal für eine Weile als hilfreich empfunden werden, auf Dauer ist das aber keine Lösung.

Und es wird im Moment viel Werbung für Hanf/ Cannabis gemacht, ein bisschen wie ein neues Wundermittel. Das kann es aber nicht sein, keine Droge kann das. Auch wenn mir das immer noch lieber ist als die Verteufelung in D.land, die vor allem von der CSU immer noch hochgehalten wird.

Also wenns nach mir ginge, wäre das frei verkäuflich, und man könnte es ausprobieren. Ich selbst würde aber versuchen, mich auch daran nicht zu gewöhnen.

Herzlich,
inandout
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Re: Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

Beitrag von yberion45 » Mittwoch, 20.06.18, 22:58

Hey inahoud

Ich hab da leider eine andere Meinung dazu. Leider wird Cannabis als Droge gesehen und nicht zu letzt wegen dieser Politik und der aus Jahre fehlgeleiten Information. Das Cannabis die Seele beeinflusst ist auch richtig aber ich denke eher zum Positiven und sind kein Vergleich zu diesen ganzen Chemischen Bullshit wie amphetamine etc. Ich war lang Jährig amphetamine süchtig und thc. Meine Therapeutin sagt aber, dass meine Zwangsstörung definitiv vom amphetamine kommt. Selbst wenn kiffen nicht heilt, und die Symptome nur unterdrückt, wäre es immer noch 1000 mal besser als diese :censored: Antidepressiva. Ein Kollege von. Mir hat Epilepsie und die Medikamente die eher nehmen soll machen hochgradig abhängig und lala in der Birne. Er hat sich fürs Kiffen entschieden und hat die Medikamente abgesetzt. Seid 3 Jahren nimmt er sie nicht und kifft dafür. Das Paradoxe ist er hat seid dem keine Anfälle mehr die eher aber bei Medikamenten trozdem hatte samt den ganzen Nebenwirkungen.

Ich vermute wenn man es wirklich erforschen würde, was zur Zeit außerhalb der USA leider nicht wirklich passiert, würde noch größeres Potenzial an Tage kommen. Mein Hausarzt beschäftigt sich wegen mir grad mit US Studien und er sagt selber, wohl gemerkt er ist 50 und sehr konservativ das da viel Potenzial hinter steht. Ob nun CBD haltiges Gras oder eher thc haltiges hilft, muss und sollte noch erforscht werden. Auch wenn es nicht heilen sollte aber wie Antidepressiva wirkt wäre das die deutlich angenehmere Variante. Die Zukunft wird zeigen, aber allein die Erfolge bei Tourette und diversen Zwängen haben Potenzial. Gras kit chemischen Drogen gleichzu setzen ist völlig verkehrt. So was wie amphetamine oder Ecstasy und Kokain zerstören einen Pyschisch massiv.

LG yberion
Zuletzt geändert von Gwen am Donnerstag, 21.06.18, 8:50, insgesamt 1-mal geändert.
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10.04.2018 Noch keine Symptome. Mir geht es immer noch sehr gut und vom Zwang auch keine Spur. Bin leicht müde, liegt aber vom Wochenende noch, da ich wegen einem Paris Trip kaum geschlafen habe.
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Übelkeit und Schwindel
Folgende Absetz Symptome habe ich noch:
Augen brennen, komische Wahrnehmung von mir selber und manchmal Kopfschmerzen und Matschig. Jedoch Wellen artig mal besser und mal schlechter.
26.06.2018 immer noch Absetz Symptome, die stündlich ihre Starke ändern aber Alltag tauglich bleibt. Wahrnehmung immer noch gestört. Seid 3 Tagen CBD seid 8 Tagen Mariendistelsamen und L-Tryptophan
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Re: Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 22.06.18, 12:11

Hallo ihr Lieben, :)

versteht mich bitte nicht falsch, ich bin auch für eine Legalisierung von Cannabis.
Eines sollte man aber nicht aus den Augen verlieren, THC wirkt zentral und ist leider nicht in allen Fällen so harmlos.

Im übelsten Fall und bei entsprechender Disposition. kann es schon bei einmaligem Konsum Psychosen auslösen, die dann nicht einfach so wieder verschwinden. Langzeitkonsum hat schon den ein oder anderen mit einer drogeninduzierten Psychose hier im Forum aufschlagen lassen.

Ich möchte nur darauf hinweisen. Es lesen ja viele Menschen mit.

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Re: Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

Beitrag von yberion45 » Freitag, 22.06.18, 12:14

Ululu 69 hat geschrieben:
Freitag, 22.06.18, 12:11
Hallo ihr Lieben, :)

versteht mich bitte nicht falsch, ich bin auch für eine Legalisierung von Cannabis.
Eines sollte man aber nicht aus den Augen verlieren, THC wirkt zentral und ist leider nicht in allen Fällen so harmlos.

Im übelsten Fall und bei entsprechender Disposition. kann es schon bei einmaligem Konsum Psychosen auslösen, die dann nicht einfach so wieder verschwinden. Langzeitkonsum hat schon den ein oder anderen mit einer drogeninduzierten Psychose hier im Forum aufschlagen lassen.

Ich möchte nur darauf hinweisen. Es lesen ja viele Menschen mit.

LG Ute
Hey Ute und genau das wird im Moment geforscht und laut neuen Studien ist die Ursache nicht das Kiffen. Vermutlich schlummerte es schon in einem und wird durch Thc ausgelöst, falls überhaupt mit thc zu tun hat. Oft nehmen Leute die thc konsumieren gern auch härtere Drogen

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04.04.2018 Noch keine Symptome, mir geht es Super und die Nebenwirkung sind sehr gering. Von meiner Grunderkrankung keine Spur
10.04.2018 Noch keine Symptome. Mir geht es immer noch sehr gut und vom Zwang auch keine Spur. Bin leicht müde, liegt aber vom Wochenende noch, da ich wegen einem Paris Trip kaum geschlafen habe.
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28.04.2018 folgende Absetz Symptome sind verschwunden:
Übelkeit und Schwindel
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26.06.2018 immer noch Absetz Symptome, die stündlich ihre Starke ändern aber Alltag tauglich bleibt. Wahrnehmung immer noch gestört. Seid 3 Tagen CBD seid 8 Tagen Mariendistelsamen und L-Tryptophan
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Re: Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 22.06.18, 12:23

Hallo yberion,

deswegen sprach ich von einer Disposition. :)
Nur weiß man vielleicht nicht immer, ob man diese hat oder nicht.

Ich kenne eine junge Frau, der dummerweise genau das passiert ist. Sie ist nach zweimaligem Kiffen in eine ganz schwere Psychose gerutscht.
Sie hat sonst nichts genommen.
Es geht ihr heute wieder gut aber es hat fast zwei Jahre und einige Klinikaufenthalte gedauert und sie nimmt heute noch Medikamente. :shock:

Seitdem sehe ich das mit etwas anderen Augen.

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Re: Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

Beitrag von yberion45 » Freitag, 22.06.18, 12:36

Hey

Ja sowas kann passieren, ich bin mir nur sicher das ich zur falschen Zeit mit dem Kiffen aufgehört habe. Ich hätte es tun sollen, wenn mein Leben stabiler gewesen wäre. Kurze Zeit nach dem Ich aufgehört habe kam dann das ganz große Paket, Verhaftung wohnungsverlust zurück zu Eltern wo dann meine Jugend hochkam dann Rückfall amphetamine und geboren waren die Zwänge. Heute denke ich, hätte ich zu diesem Zeitpunkt noch gekifft, wäre es anders verlaufen. Nach 11 Jahren kiffen war bei mir nicht die Gefahr da, dass thc sowas auslöst.

Ich finde aber, dass noch zu wenig geforscht wurde und genau diese Sachen noch herausgefunden werden müssen. Trozdem sehe ich in cbd und Thc großes Potenzial, weit mehr als bei Antidepressiva. Die neuen Studien in USA, die im Moment laufen gehen auch in diese Richtung. Mein Beitrag sollte eigentlich nur darauf aufmerksam machen. Ich persönlich kriege jetzt cbd und hoffe das mein Hausarzt heute zum Schluss kommt das was geht. Wenn ja will ich mir das Preparat Bedrolite verschreiben lassen. Es enthält 9% Cbd und gibt als Cranulat was die Kasse zählt...
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Re: Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 22.06.18, 12:42

Hallo yberion,

mein Beitrag sollte nicht als Angriff gemeint sein. :hug:

Ich bin wie gesagt keineswegs gegen Cannabis, wollte nur für Mitlesende, die damit eben keine Erfahrung haben, eine Warnung dalassen, dass es zu solchen Folgen kommen kann.
Das ist extrem selten, das weiß ich auch. Ich kenne einen Haufen Kiffer, die problemlos mit dem Stoff klarkommen.

LG Ute
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Re: Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

Beitrag von yberion45 » Freitag, 22.06.18, 12:51

Hey Ute

Habe ich auch nicht als Angriff gesehen. Inzwischen hasse ich Antidepressiva und lese halt viel zu Alternativen und da sind CBD und Thc sehr am kommen. Sollte meine Zwangsgedanken auch wieder Akut gehen, werde ich im Eigenregie auch Thc ausprobieren. Habe inzwischen 3 Therapien durchlaufen und irgendwie raten sie alle rum und so richtig weiß keiner warum weshalb und ob so was heilt.

Dagegen habe ich eine Erfahrung.
Nachdem der Zwang ausgebrochen war habe ich bei der Fachabi Party genau 4 Züge von einem Joint genommen. Natürlich kann ich keine Information geben welche Sorte etc. Was mir danach aufgefallen ist, dass die ersten 60 Minuten der Zwang sich verstärkte. Aber anders. Diesmal konnte ich es einfach zu ende denken. Aber so richtig ich habe mir ausgemalt was wäre wenn und so richtig vorgestellt was passieren würde wenn ich schwul wäre. Keine Spur von Angst. Ich habe wirklich 60 Minuten richtig tiefgründig drüber Philosophiert. Nach diesen 60 Minuten waren alle Symptome einfach weg. Nichts mehr da. Göttliche Ruhe. Am nächsten Tag, kamen sie wieder aber deutlich schwächer und seid dem auch nie wieder so stark. Ich habe diese beobachtung meinem Pyschiater und Therapeuten gesagt, aber keiner wollte mir glauben und ich habe mich wieder einreden lassen und bin nicht weiter drauf eingegangen. Hier stellt sich die Frage was würde passieren wenn ich jedes Wochenende mir meinen Joint gegönnt hätte. Ich vermute irgendwann hätte ich diese Gedanken durch Philosophiert das meinem Gehirn langweilig geworden wäre und ab da es sich erledigt hätte.

Deswegen werde ich sollte es nochmal akut werden. Hier ansetzen und meine eigene Therapie starten. Zu verlieren have ich eh nichts. Krankheit ist da kann nur besser qerden

LG yberion
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02.02.2018 -5mg: 10 mg keine Symptome kaum Nebenwirkungen keine Gedanken
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07.02.2018 Nebenwirkungen wieder da aber abgeschwächt als bei 15 mg sonst ganz gut keine Gedanken

09.02.2018 Mir geht es super, keine Symptome und die Nebenwirkung sind noch da, aber sehr erträglich
17.02.2018 keine Absetz Symptome, Nebenwirkungen sehr schwach
20.02.2018 immer noch keine absetz Symptome, Nebenwirkungen da
01.03.2018 keine Absetz Symptome bekommen seid 3 Tagen sind die Nebenwirkungen gesunken. Ich vermute es liegt daran, dass ich jetzt jeden Tag jogge
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23.03.2018 - 5mg: 5 mg mal sehen wie es wird bis jetzt ist nichts, aber auch zu früh
04.04.2018 Noch keine Symptome, mir geht es Super und die Nebenwirkung sind sehr gering. Von meiner Grunderkrankung keine Spur
10.04.2018 Noch keine Symptome. Mir geht es immer noch sehr gut und vom Zwang auch keine Spur. Bin leicht müde, liegt aber vom Wochenende noch, da ich wegen einem Paris Trip kaum geschlafen habe.
05.04.2018 seid heute 0 mg
28.04.2018 folgende Absetz Symptome sind verschwunden:
Übelkeit und Schwindel
Folgende Absetz Symptome habe ich noch:
Augen brennen, komische Wahrnehmung von mir selber und manchmal Kopfschmerzen und Matschig. Jedoch Wellen artig mal besser und mal schlechter.
26.06.2018 immer noch Absetz Symptome, die stündlich ihre Starke ändern aber Alltag tauglich bleibt. Wahrnehmung immer noch gestört. Seid 3 Tagen CBD seid 8 Tagen Mariendistelsamen und L-Tryptophan
31.08.2018: Symptome sehr zurück gegangen, normale Gedanken kommen wieder, Gehirn nur noch leicht betäubt, schwankt etwas

Blumenwiese
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Re: Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

Beitrag von Blumenwiese » Freitag, 22.06.18, 15:54

Hallo

Ich hab vor 20 Jahren 1x Grass und 2x Haschisch ausprobiert.

Nach dem 2. Mal Haschisch bin ich in so schlimme Zustände gerutscht, dass ich 3 Jahre nichts in meinem Leben mehr hinbekommen habe. 3 Jahre lang dauerten diese Zustände an, bis es sich dann ganz langsam besserte.

Meine erste Vermutung war, eine drogeninduzierte Psychose. Aber da lag ich falsch. Als ich dann 4 Jahre nach der Einnahme erstmalig in Therapie ging, erfuhr ich, dass sich durch die Droge meine Symptomatik nur massiv verschlechtert hatte.

Es waren durchgängige sehr massive dissoziative Zustände, Halluzinationen, Schmerzzustände und Panikattacken.

Ich war schon immer hoch dissoziativ gewesen aber das übertraf alles. Ich konnte oft nicht mal ohne Hilfe laufen.

Ich bin sehr gegen solche Drogen, wenn sie nicht von einem verantwortungsvollen Arzt verschrieben worden sind. Und ich halte sie auf keinen Fall für besser als andere Psychopharmaka.

Liebe Grüße
Blumenwiese
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Movicol 1 Beutel/Tag, SliTONE Ultra zur Desensibilisierung geg. Pollenallergie, Cranberry Kapseln, Magnesium 150 mg, Vitamine A-Z
Bedarf: Ibulysin 684 mg, Solidago Steiner (Goldrutenkrautextrakt)

Ich reduziere schneller als empfohlen.
Bitte nimm mich nicht als Vorbild.

Daniel89
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Re: Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

Beitrag von Daniel89 » Sonntag, 22.07.18, 22:00

Hallo,

ich habe nie viel Geraucht, da es auf mich kaum einen positiven Effekt hat und die negativen deutlich stärker spürbar sind. Aber kenne natürlich auch Leute, die darauf schwören und denen es damit gut geht und wiederum welche, die darauf schwören, bei denen man aber merkt, dass sich der exzessive Konsum negativ auf ihre Psyche ausgewirkt hat. Aus meiner Erfahrung ist es eine betäubende Droge wie jede andere, die auch abhängig machen kann und Nebenwirkungen verursacht. Ob sie "besser" ist als Alkohol, Tabak, Psychopharmaka oder sonstige legale Drogen spielt dann eher eine untergeordnete Rolle, da ich finde, dass auf lange sicht keine Droge, kein Betäuber die richtige Lösung für psychische Probleme sein kann.

In den USA ist mittlerweile ein riesiger Wirtschaftszweig entstanden und immer wenn es um viel Geld geht, wird der eigentlich positive Grundgedanke korrumpiert und der gesellschaftliche Nutzen tritt in den Hintergrund. Cannabis wird schon positive Effekte (z.B. zur Schmerzlinderung) haben - aber Studien können dann auch nur Mittel zum wirtschaftlichen Zweck sein.

Liebe Grüße
Daniel
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Re: Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankunge

Beitrag von yellohmellow » Samstag, 19.01.19, 9:39

Daniel89 hat geschrieben:
Sonntag, 22.07.18, 22:00

In den USA ist mittlerweile ein riesiger Wirtschaftszweig entstanden und immer wenn es um viel Geld geht, wird der eigentlich positive Grundgedanke korrumpiert und der gesellschaftliche Nutzen tritt in den Hintergrund. Cannabis wird schon positive Effekte (z.B. zur Schmerzlinderung) haben - aber Studien können dann auch nur Mittel zum wirtschaftlichen Zweck sein.
Lieber Daniel,

Deine Aussage, Studien können nur Mittel zum wirtschaftlichen Zweck sein, halte ich für falsch. Besonders das „nur“ stört mich daran.

In der Charité in Berlin wird derzeit erforscht, welchen Nutzen psychotrope Substanzen, zu denen auch Cannabis zählt, in der Behandlung von psychischen Krankheiten haben können. Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend, wie ich vom einem Arzt, der an der Studie beteiligt ist, erfuhr. Es stimmt nicht, dass die Studie privatwirtschaftlich finanziert wird. Die Förderung stammt aus Mitteln, die von Bund und Ländern für die wissenschaftliche Forschung an Universitäten vergeben werden.

Der gesellschaftliche Nutzen von Cannabis war im übrigen schon seit langer Zeit bekannt, unterbrochen nur durch repressive Maßnahmen der staatlichen Machthaber. Es ist leider noch zu wenig bekannt, aus welchen Gründen der Cannabisanbau und Konsum kriminalisiert wurde. Es begann in Amerika zur Zeit der Prohibition. Das war auch die Zeit, in der Schwarze dort noch vielerorts als Sklaven gehalten wurden. Um die Sklaverei zu ertragen, konsumierten sie vorher Alkohol. Durch das Alkoholverbot war dies jedoch für Sie unerreichbar, weshalb sie anfingen, Cannabis anzubauen und zu konsumieren.

Die Wirkung von Cannabis ist jedoch völlig anders als bei Alkohol. Sie wirkt bewußtseinserweiternd. Die Sklaven begannen, ihre Situation klarer zu erkennen, Cannabis half Ihnen, die Angst vor Widerstand zu überwinden oder zumindest zu verringern. Das bekamen natürlich auch die Sklavenhalter zu spüren. Schnell wurde Ihnen klar, woher der „Wind“ oder besser Rauch wehte. Und das war der Beginn der Kriminalisierung von Cannabisanbau und Konsum. Heute scheint Rassismus fast überwunden zu sein, aber bestimmte Auswüchse dieser Gesinnung sind leider immer noch real vorhanden.

Du hast natürlich recht damit, dass der wirtschaftliche Aspekt besonders in USA und Kanada mittlerweile eine große Rolle spielt. Aber ist das nicht in einer kapitalistisch geprägten Wirtschaftsordnung selbstverständlich und bezieht sich auf sämtliche Verbrauchsgüter, natürlich dann auch bei Cannabis?
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Re: Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

Beitrag von Daniel89 » Samstag, 19.01.19, 13:11

Hallo yellohmellow,

danke für deine informative Antwort! Ich hab auch nicht gemeint, dass jede Studie wirtschaftliche Zwecke erfüllt, sondern dass ich es für wahrscheinlich halte, dass es Studien gibt, die nur den Zweck verfolgen, Cannabiskonsum in ein gutes Licht zu rücken. Denn wie du sagst, ist es leider eine Selbstverständlichkeit, die oft aber trotzdem undurchschaubar bleibt und viel Leid verursachen kann - Studien zu Psychopharmaka sind hier ein naheliegendes Beispiel. Mit meinem Post wollte ich jedenfalls nicht ausdrücken, dass es keine unabhängigen Studien gäbe.

Liebe Grüße
Daniel
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Re: Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

Beitrag von Lithium » Samstag, 19.01.19, 23:02

Liebes Forum,

das Cannabis begleitet mich schon mein halbes Leben. Und zwar in positiver Weise. Ich möchte aber diesbezüglich etwas ausholen:

Ich hab in meinem Leben Drogen genommen wie MDMA, Speed, Kokain, LSD, Magic Mushrooms, Ephedrin. Und natürlich habe ich Alkohol getrunken. Von all den Drogen (inkl. Alkohol) habe ich unmissverständlich erfahren dass sie kurzfristig angenehm sein können (während des Rausches) aber das Schadenspotential enorm ist. Unmittelbar nach einem Rausch fängt es mit Depressionen und Ängsten an. Von körperlichen Symptomen will ich garnicht anfangen weil diese im Vergleich zu den psychischen Symptomen harmlos sind.
Es gibt nur eine Droge bei der das Gegenteil der Fall war. Die Rauschwirkung war als Jugendlicher ganz witzig. Aber auch irgendwie nervig. Selbst als ich noch in der Phase war in der ich dem Rausch das Urteil "ganz witzig" gegeben habe, habe ich festgestellt dass die eigentlich Wirkung bei mir erst anfängt wenn sie bei allen anderen aufgehört hat. Und so ist es bis heute. Nur dass der Rausch einfach nur noch nervtötend ist. Da ich aber für die positive Wirkung nur absolut homöopathische Mengen benötige ist das für mich akzeptabel. Und die positive Nachwirkung hält im Normalfall bis zu einer Woche an. Gott sei Dank gibt es auch mittlerweile legal das CBD. Es ist kein vollständiger Ersatz aber es kommt schon sehr nah hin.

Ich habe auch unzählige NEMs probiert. Keines konnte langfristig überzeugen. Und ich war in den letzten 15 Jahren überaus experimentierfreudig. Und auch über das Mirtazapin kann ich nur sagen dass es die ersten Monate nach der Ersteinnahme und nach der ersten Erhöhung von 30mg auf 45mg einen positiven Effekt über 3 oder 4 Monate hatte. Mehr kann ich erst zum Mirtazapin sagen wenn ich auf der 0 bin. :shock:

Cannabis ist die einzige Substanz die seit fast 20 Jahren immer wieder einen verlässlichen, reproduzierbaren positiven Effekt bewirkt. Mal ist dieser Effekt stärker mal schwächer. Aber er ist da. Definitiv.

Trotzdem ist mir bewusst dass Cannabis auch gefährlich sein kann und dass die Anzahl an Cannabis-Respondern unten den Leuten mit psychischen Erkrankungen relativ klein sein dürfte.

Soviel dazu!

Liebe Grüße :)

Lithium
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Daniel89
2003 Herbst: Diagnose Saisonale Depression 30mg Mirtazapin
2004 Frühjar: Absetzen Mirtazapin auf 0 innheralb von 2 Wochen. 4 Tage sehr starke Absetzsymptome danach alles bestens
2004 Winter: Mirtazapin 30mg
2007 Herbst: Mirtazapin 45mg
2008 Frühjahr: Mirtazapin 30mg
2012 Frühjahr: Absetzversuch innerhalb von 1,5 Monaten auf 7,5mg. Sehr starke Absetzsymptome bei 7,5mg und wegen psychischer Instabilität wieder zurück auf 30mg
2012 Herbst: Mirtazapin 45mg
2013 Frühjahr: Absetzversuch innerhalb von 2 Monaten auf 15mg. Sehr starke Absetzsymptome bei 15mg und wegen psychischer Instabilität wieder zurück auf 45mg
2014 Herbst: Zusätzlich phasenweise 5 HTP 25mg - 150mg bis zum heutigen Tag. Aber generell keine Probleme wenn auf 0mg reduziert wird.
2017 Sommer: Cannabidiol manchmal am Abend

2018 Januar: 1. Absetzversuch von 45mg Mirtazapin mit sehr langsamen Reduktionsschritten. Absetzgeschwindigkeit: konstant 0,5mg Mirtazapin / Woche bis heute.

Aktuell:
18.02.2019 15mg Mirtazapin

yellohmellow
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Re: Cannabis gegen Zwänge und Depression und anderen Erkrankungen

Beitrag von yellohmellow » Montag, 21.01.19, 11:00

Daniel89 hat geschrieben:
Samstag, 19.01.19, 13:11
sondern dass ich es für wahrscheinlich halte, dass es Studien gibt, die nur den Zweck verfolgen, Cannabiskonsum in ein gutes Licht zu rücken. Denn wie du sagst, ist es leider eine Selbstverständlichkeit, die oft aber trotzdem undurchschaubar bleibt und viel Leid verursachen kann - Studien zu Psychopharmaka sind hier ein naheliegendes Beispiel. Mit meinem Post wollte ich jedenfalls nicht ausdrücken, dass es keine unabhängigen Studien gäbe.
Hallo Daniel,

Studien zu Psychoparmaka und Zu Cannabis haben einen entscheidenden Unterschied und sind deshalb m.M.n. nicht in einen Topf zu werfen.

Psychopharmakastudien werden von den Entwicklern der Präparate beeinflusst, um ihre Gewinne zu maximieren. Bei Cannabis ist die Natur der Entwickler, die Natur kann aber keine Gewinne machen, im Gegenteil, sie macht gerade in der Gegenwart große Verluste.

Cannabis ist seit vielen Jahrhunderten als natürliches Heil- und Genußmittel bekannt. Warum der Anbau und Konsum kriminalisiert wurde habe ich bereits dargelegt.

Wenn heute Studien zu Cannabis angefertigt werden, besteht für mich eher der Verdacht, daß diese von den Herstellern von Psychopharmaka subventioniert werden. Natürlich wohl kaum aus dem Grund, Cannabiskonsum in ein positives Licht zu rücken. Wohl eher das Gegenteil. Sie fürchten um ihre Gewinne, besonders für den Fall, daß der Konsum auch in unserem Land legalisiert werden sollte.

Die Studie zur Wirksamkeit von Cannabis bei psychiatrischen Erkrankungen, auf die ich mich in meinem Beitrag beziehe, hat jedenfalls nicht die Absicht, Cannabiskonsum in ein positives Licht zu rücken, aber das hattest Du ja auch selber nicht so gemeint.
Liebe Grüße! :hug: :hug:
yellohmellow

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