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Hypnosetherapie

Beitrag von Marsupilami » Samstag, 11.06.11, 15:35

Liebe MitstreiterInnen,

ich habe heute auf rbb eine wie ich fand recht gelungene Sendung über Hypnosetherapie bei Schmerzen und auch psychischen Problemen/ernsthaften Erkrankungen (Schlaflosigkeit, Panikattacken, Magersucht, Depressionen) gesehen. Hier ist sie auf youtube zu sehen:

http://video.google.com/videoplay?docid ... 846879524#

Diese Klinik in Friesland scheint allerdings nur für Privatpatienten da zu sein, soweit ich es ergoogeln konnte.

Vielleicht ist der Film ja für irgendwen von Nutzen oder jemand hat Erfahrungen mit Hypnotherapie, die er/sie vielleicht berichten möchte?

Liebe Grüße,

Marsu

Das-kleine-Runde

Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Das-kleine-Runde » Montag, 13.06.11, 11:26

Hallo Marsu :) ,

der Beitrag umfaßt diverse Einsatzgebiete für Hypnose.

Ich habe selber einige Sitzungen mit einer sehr milden Form von Trance genutzt, um diffusen Ängsten und Blockaden auf den Grund zu gehen und Zusammenhänge zu klären, die mir bewußt nicht zugänglich waren.
Dabei wurden keine Suggestionen eingesetzt oder irgendeine therapeutische Intervention durchgeführt. - In diesem Umfang finde ich Trance nützlich, um Blockaden zu lösen, die man durch andere Techniken und Gespräche nicht erreicht.

Eine Therapie, bei der man die Kontrolle umfassender abgibt, würde ich persönlich ablehnen, ebenso Suggestion, daß wäre mir ein zu großer Eingriff in meine persönliche Integrität.

Außerdem denke ich, bedarf die langfrisige Klärung einer psychischen Problematik immer des bewußten Aufarbeitens.

Bei therapeutischer Arbeit in Trance wären leider auch die Risiken für Therapiefehler größer, da einige seelische Schutzmechanismen ausgeschaltet sind.

Liebe Grüße :group:
Rundi

Marsupilami

Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Marsupilami » Montag, 13.06.11, 12:07

Hallo Rundi,

sehe ich auch so. Ich denke auch, dass man auf jeden Fall einen Therapeuten braucht, der einen selbst entscheiden lässt, welche Möglichkeiten man bei dieser Therapieform zulassen kann und möchte.
Bezahlt wird Hypnosetherapie von der Kasse nicht, glaube ich, oder? Ist ja leider auch oft ein wichtiger Punkt.

Gruß,

Marsu

bewell

Re: Hypnosetherapie

Beitrag von bewell » Dienstag, 14.06.11, 8:28

Hey ho, bewell hier

Hypnotherapeuten haben eine besondere Anschauung unserer Teilbereiche unseres Ich´s, indem sie davon ausgehen, dass diese Einzelteile veruchen, was sie nur können, um etwas Positives zu bewirken. Verscheidene Teile in uns mögen in alten Mustern oder Glaubenssätzen festsitzen ( bestimmt sogar) und nur beschränkt einsatzfähig sein.

Andere Teile sind Lagerstätte alter Ängste und verstrickter Wurzeln des Selbstschutzes. Wieder andere versuchen mit dem, was in der Vergangenheit gültig war, zurechtzukommen, obwohl wir diesen zeiten längst entwachsen sind.
In der Hypnotherapie werden diese Teilbereiche direckt angesprochen, um Verbindung herzustellen und Mitarbeit zu ermöglichen. Es erscheint oft wie ein Vorstellungsspiel - und genau das ist es auch.

Denn nur im Unterbewusstsein lässt sich eine ungestörte Kommunikation dieser Einzelteile erreichen. Es wird die bewusste Verbindung geschaffen, indem eine durch die Vorstellung eine Form verliehen wird wie sie aussehen, wie sie sprechen, sich benehmen...usw...

Indem diese Teilbereiche bewusst gemacht werden, entwickeln wir eine Verbundenheit mit ihnen, die einen wirklichen Wandel fördern kann.

DIES ist auch der Kern von EFT.

...und ich kann es wiedereinmal nur wärmstens empfehlen. :roll:

habt es gut heute...
LG
bewell

irat
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Registriert: Samstag, 01.03.08, 12:01

Re: Hypnosetherapie

Beitrag von irat » Freitag, 08.07.11, 17:17

Hallo Marsu,

mein Verhaltenstherapeut ist ausgebildeter Hypnotherapeut( Bezahlt die Kasse) und ich muss sagen,dass es mir sehr gut hilft.

lg irat

tellerrand
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von tellerrand » Freitag, 08.07.11, 17:49

würde mich mal interessieren wie da eine sitzung abläuft und inwiefern das einem was bringt - was ist danach anders?

Marsupilami

Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Marsupilami » Samstag, 09.07.11, 0:17

Hallo Irat,

danke, hab jetzt verschiedenlautende Infos von Therapeuten gehört, die wohl teilweise Hypnosethera als tiefenpsychologisch oder verhaltenstherapeutisch abrechnen, Andere weigern sich und man soll selbst zahlen. Astronomische Wartezeiten übrigens mal wieder... Und komisch, dass einem das nie gesagt wird, auch wenn man total verzweifelt ist, weil einem sonst nichts hilft...
Vielleicht hast Du ja Lust, etwas über Deine Therapie zu berichten, wenn es nicht zu persönlich ist, vielleicht so allgemein, ich hab auch keine so echte Vorstellung, wie das abläuft. Gibt es bei Dir ein Pendel zum Trance-Einleiten? Und ist das wirklich so, dass die Augenlider anfangen zu flattern und das ein Anzeichen dafür ist, dass man wirklich in ausreichend tiefer Trance war? Hat man Dir erklärt, wie Hypnose wissenschaftlich erklärt wird, was da genau passiert? Schön, dass es Dir hilft.

Gruß,

M.

Das-kleine-Runde

Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Das-kleine-Runde » Samstag, 09.07.11, 9:21

Hallo Tellerrand :) ,
würde mich mal interessieren wie da eine sitzung abläuft und inwiefern das einem was bringt - was ist danach anders?
Sie Dir das verlinkte Info-Material ganz oben an, da findest Du etwas über den Ablauf einer Sitzung.
Mir haben die Trance-Sitzungen geholfen, Gefühle zu klären und etwas aus dem Unterbewußtsein ans Licht zu bringen.


Liebe Marsu :)
hab jetzt verschiedenlautende Infos von Therapeuten gehört, die wohl teilweise Hypnosethera als tiefenpsychologisch oder verhaltenstherapeutisch abrechnen, Andere weigern sich und man soll selbst zahlen
Schau mal, hier findest du ziemlich gut, was wann bezahlt wird:
http://de.wikipedia.org/wiki/Psychotherapie

Dort u.a. :
1) Hypnosetherapie: in Deutschland Einzelbehandlung für Erwachsene anerkannt, muss von einem Arzt oder einem Psychologischen Psychotherapeuten, der die Abrechnungsgenehmigung dafür hat, durchgeführt werden
Ich bin skeptisch, ob Hypnose allein, ohne von anderen therapeutischen Ansätzen ergänzt zu werden, hilfreich ist.

Liebe Grüße :group:
Rundi

Marsupilami

Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Marsupilami » Samstag, 09.07.11, 18:13

Hallo,

was heißt das mit der Abrechnungsgenehmigung denn? Ist das Alles verwirrend... Warum nur muss man das Alles als ohnehin Angeschlagener immer selbst rausfinden, weil sich keiner gescheit auskennt von denen, die es eigentlich wissen sollten, das ist doch zum Kotzen, dieses System, echt :evil:

Das-kleine-Runde

Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Das-kleine-Runde » Samstag, 09.07.11, 19:58

Hallo Marsu :) ,

im Zweifel würde ich bei der Kasse fragen, welche Anbieter von Hypnose oder der Therapie, für die Du Dich interssierst, ihre Leistungen über die KK abrechnen können.
Bei Psychologischen Therapeuten hatte ich seinerzeit eine Liste bekommen, wessen Leistungen übernommen werden, das hängt meines Wissens auch von der jeweiligen Kassse ab.

Liebe Grüße :group:
Rundi

Marsupilami

Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Marsupilami » Sonntag, 10.07.11, 14:14

Danke, Ihr Lieben. Wieder was gelernt, was man vielleicht mal gebrauchen kann :D . Naja, vielleicht bin ich ja auch eigentlich ein Eichhörnchen mit meinem Informations-Sammelzwang, :shock: :?:

irat
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von irat » Montag, 11.07.11, 21:36

Hallo,

Also über Hypnose weiss ich nicht bescheid,aber

Hypnotherapie hat nichts mit Hypnose zu tun und man ist auch nicht in einem Trancezustand.Auch ist es nicht so ,dass der Therapeut einem irgendetwas suggeriert.

Ich würde es so beschreiben.Mann nimmt über imaginere,visuelle Vorstellung-angeleitet durch den Therapeuten-
Verbindung zu seiner inneren Stimme,innerem Kind,zu seiner Intuition usw auf.Je nachdem was Thema ist kommen veschiedene Bilder zustande und es koennen dann z.B energetische Blockaden geloest werden,oder man erhält eine Antwort oder Vision auf eine Frage.Oder man kann Gefühle wie z.B Wut o Angst transformieren.

Das Zentrum deines Gehirnes,wo du Bilder kreierst ist nahe mit dem limbischen System(welches den Hippocampus einschliesst) ,welches wiederum die Gefühle regiert,verbunden.Und mit dem Hypothalamus,welcher das autonome Nervensystem und das hormonelle System regiert,und ebenfalls mit dem Imunsystem.Das bedeutet,dass deine Emotionen Bilder produzieren und ebenso,dass die Bilder die du kreierst deine Emotionen und Teile deines Nervensystems beeinflussen ,welches wiederum dein Stress-impuls beinflusst usw usw.......

Also: Mentale Imagination kann Einfluss nehmen auf deine Ängste,deine Stimmung und die Art wie du auf äussere Einflüsse reagierst verändern.

Das ist Hypnotherapie.

Und auch das ist kein Allheilmittel.Depressionen betreffen alle Aspekte unseres Lebens: Die Biologie,Einstellung,Activität,Beziehungen,Sozialer Status,Einkommen,Nahrung....

Hier nochmal eine Buchempfehlung,welche wirklich alle Seiten beleuchtet: Unstuck von James Gordon.
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Marsupilami

Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Marsupilami » Dienstag, 12.07.11, 18:40

Hallo,

danke in die Runde. Ja, dass es keine Wundertherapie gibt und Emotionen in der Entstehung und Veränderung sich nicht mit einer einzigen simplen Theorie erklären lassen, sondern weitaus komplexer sind, das sehe ich auch so. Bzw. letztlich weiß man noch nicht wirklich viel Niet- und Nagelfestes darüber, was aber keiner richtig zugibt...

Gruß,

M.

Rieke
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Rieke » Donnerstag, 14.07.11, 22:36

Hallo Marsu
Du schreibst es gibt eine Klinik in Friesland. Weißt Du genau wo?
Gruß Rieke
Ab August 2002 20 mg Citalopram, erhöht später auf 40 mg
abgesetzt 9/2003
10/2003 15 mg Remergil
12/2004 wieder Citalopram 20 mg
reduziert bis Juli 2004 auf 15 mg
abgesetzt Ende Juli 2004, wegen schlimmer Panikatacke
ab Mitte August Johanniskraut 900 mg
Johanniskraut auch abegesetzt,
diverse homöopathische Mittel, Akupunktur
seit September 2005 Bachblüten

Marsupilami

Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Marsupilami » Freitag, 15.07.11, 13:52

Hallo Rieke,

ich glaube, das ist diese hier: http://www.hypnose-klinik.com/ Was leider in der Sendung mal wieder verschwiegen wurde ist, dass es eine Privatklinik ist bzw. Erstattung über Beihilfe möglich, was leider nicht auf viele Patienten zutreffen wird. Also für Leute mit geringem oder normalem Einkommen wahrscheinlich unerschwinglich. :evil:
Da frag ich mich, was solche Sendungen sollen, wenn die guten Kliniken gar nicht zugänglich sind für die meisten...

Gruß,

Marsu

Dunkle_Seele
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Dunkle_Seele » Samstag, 13.09.14, 23:35

Hallo,

was irat schreibt, ist falsch! Wer auch immer das behauptet, hat von Hypnotherapie nicht wirklich Ahnung...

Hypnotherapie ist selbstverständlich Hypnose!

Man ist dem Therapeuten nicht willenlos ausgeliefert, man ist auch nicht "bewusstlos"...
sondern in einem Zustand höchster Konzentration, bei dem alles um einen herum unwichtig wird.

Es ist ein Zustand völliger Entspannung, es gibt keine Methode, die ähnliches hervorrufen kann.

Besonders effektiv im Bereich Trauma-Therapie ist die Tiefenhypnose (Somnambulismus), bei dem an Traumata gearbeitet werden kann, ohne dass der Betroffene zu sehr wiedererlebt.
Hochkommende Gefühle können gut aufgefangen werden. Bei anderen Therapieformen besteht ein größeres Risiko der Re-Traumatisierung.

Es gibt auch keine Methode, die so schnell wirkt und zu Veränderungen führt.
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Penelope
Aktuelle Medikation:
* seit 2010 Venlafaxin, 150mg retard morgens
* zum Schlafen 20mg Pipamperon
* bei Bedarf Lorazepam (bei mir keine Abhängigkeit vorhanden)

Venlafaxin-Entzug:
* Start: 08.09.2014 - Reduzierung um zunächst 20 Kügelchen, dann jedoch nur noch um 10 Kügelchen.
- 08. - 14.09. Besserung von Aufmerksamkeit, fühlte mich wacher, gute Stimmung
- 15.09. - 18.09. Entzugssymptome sehr heftig: Weinkrämpfe, Erschöpfung, Muskelzittern/Krampfanfälle, Appetitlosigkeit, Gereiztheit
- 28.09. Reduzierung von 150mg auf 112,5mg auf ärztlichen Rat
- 29.09. seit 2 Tagen Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Benommenheit, Übelkeit, Gereiztheit, Selbstverletzungsdrang, Weinen, Erschöpfung, Krampfanfälle
- 01.10. Beginn eines 3-wöchigen Klinikaufenthaltes (Akutpsychiatrie) - Oberärztin wirft mich raus, weil ich mich weigere, wieder hochzudosieren!!
- 14.11. Nächster Schritt der Reduzierung beginnt.
- seit 24.01.15 auf 87,5mg - kaum Nebenwirkungen. Psychisch relativ stabil, solange nichts unvorhergesehenes passiert.
- seit 28.02.15 auf 75mg - Halbzeit!! Leider Probleme mit unreiner Haut und Rückfall bzgl Selbstverletzung


* 2 Absetzversuche mit Venlafaxin:
1. abruptes Absetzen, eine Woche lang Schwindel, Benommenheit aber "wacheres" Gefühl - dann jedoch Weinanfälle und heftige Suizidgedanken - Wiederaufnahe der ursprünglichen Dosierung.
2. Ausschleichen mit Kügelchen-Methode von 150mg auf 100mg - durch starken Stress jedoch wieder seelischer Einbruch und während Klinikaufenthalt Hochdosierung auf 150mg

Weitere Medikamenten-Versuche:
* Sertralin: unbekannte Muskelzuckungen der Arme, Arzt glaubte nicht, dass es NW von Sertralin sind!
* Quetiapin/Seroqu*l: dauerhafte Müdigkeit, innerhalb von 4 Tagen 4kg Gewichtszunahme - sofortiges Absetzen, zum Glück wieder Gewichtsabnahme.
* Lorazepam: als Notfallmedikament gut geeignet, keine Probleme
* Opipramol: Schwindel, Übelkeit, nach einmaliger Einnahme Abbruch

Nebenwirkungen:
* 2011: eine Art "epileptischer" Anfall, ob Zusammenhang zu Neuroleptika besteht, ist nicht bekannt
* immer wiederkehrende Muskelzuckungen, längste Dauer: 10 Stunden. Bisherige Erklärung: dissoziative/psychogene Krampfanfälle.
* Benommenheitsgefühl, ob durch Medikamente oder Dissoziation kann ich nicht unterscheiden...

Jamie
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Jamie » Sonntag, 14.09.14, 14:30

Hallo dunkle_Seele,

danke für die Ergänzung.
Allerdings ist der Thread schon drei Jahre alt, ich weiß nicht, ob sich die Beteiligten da nochmal äußern werden, wobei irat hier ab und an noch vorbeischaut.
Ich glaube eher, dass es sich hier um eine Diskussion über Begriffe handelt. Hypnotherapie versus Hypnosetherapie.
Dahinter verbergen sich wohl verschiedene Konzepte, aber ich finde es müßig, das zu erörtern.
Ich kann mit beiden Begriffen was anfangen, sowohl deine Beschreibung als auch irats Beschreibung nachvollziehen (und bin der Meinung, hier wird von zwei Paar Schuhen gesprochen :) ).

Ich habe eine Hypnose-Therapie gemacht (1 Jahr lang). Habe letztes Jahr und Anfang diesen Jahres alle 2 Wochen eine Sitzung in selbstorganisatorischer Hypnose gehabt.
Es ist in der Tat ein zutiefst entspannter, aber gleichzeitig wacher und konzentrierter Zustand. Eine leichte Trance, die ich sehr angenehm empfinde und bei der ich gelernt habe, diese auch im Alltag anzuwenden.
Leider hat die Therapie mir nicht geholfen meine Schlafstörungen zu überwinden, aber sie war sicher nicht umsonst.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von irat » Montag, 13.10.14, 21:34

Hallo,

mein Gott ist das ein Ton hier-und alles wird genau.auf die Goldwaage gelegt.Was soll denn die Aussage: wer das behauptet hat keine Ahnung.??????Was ist daran falsch???

Ich selbst habe bei Gunther Schmidt (3Monate in der Klinik)und einem bekannten Therapeuten sehr lange Hypnotehrapie nach Erickson gemacht,und es ist genauso wie oben beschrieben.

Mit : -Es ist keine Hypnose- meine ich es ist keine Hypnose im Sinne wie es vielleicht die meisten aus dem Fernsehen kennen,dass ein anderer dich in Hypnose setzt und du keine Kontrolle mehr hast und derjenjige mit einem machen kann was man will. Damit hat Hypnotherapie nichts zu tun.Du kannst mit Hypnotherapie Traumas aufarbeiten genausogut Allergien heilen......
also erst mal fragen,bevor man gleich losdonnert-Sowas kann ich überhaupt nicht leiden.

http://www.intakkt.de/hypnotherapiekrefeld.html
http://www.swr.de/betrifft/betrifft-hei ... index.html

ich wende es schon lange sogar ohne Therapeut an. irat
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Kassiopeia » Samstag, 17.10.15, 23:49

Liebe Foris,

ich möchte mich, obwohl der Thread schon älter ist, auch noch einmal zur Hypnosetherapie äußern, weil ich mir eine Therapeutin gewählt habe, die diese Methode anwendet. Und ich habe sie so wie irat erlebt. Die Hypnose ist ein Hilfsmittel, das in der Therapie (die trotzdem in erster Linie eine Gesprächstherapie ist) als zusätzliches Werkzeug eingesetzt, um in Trance Bilder, Assoziationen, Gefühle zu ermöglichen, die ansonsten allzu gerne vom Wachbewusstsein zensiert werden. Derzeit verwirrt es mich noch sehr, was da so "hochkommt", aber ich weiß, dass es eine Bedeutung hat, und irgendwann wird sich mir diese auch erschließen. Meine Therapeutin ist sehr professionell und ich fühle mich sehr gut aufgehoben. Wie gesagt, die Hypnose ist ein besonderer Zustand, indem man voll da ist, aber auch irgendwie nicht. Schwer zu erklären. Auf jeden Fall tritt die Ratio in den Hintergrund und lässt das Emotionale/Bildhafte sprechen und das ist gerade für "verkopfte" Menschen wie mich sehr sinnvoll). Es ist ein Werkzeug und kein Wundermittel. Die therapeutische Arbeit, und das ist immer ein längerer Prozess, bleibt einem nicht erspart.

Alles Liebe
Kassiopeia
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Diagnose 3/2013: Schwere/mittlere Depression/Burn-Out induzierte D.>>März 2013: Venlafaxin 75 mg>>auf 225 mg
nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Penelope » Mittwoch, 23.03.16, 15:26

Irat
Du bringst da etwas arg durcheinander. Es gibt überhaupt keine Form der Hypnose, bei der der Hypnotisierte auf irgend eine Art und Weise die Kontrolle verliert. Hypnotherapie und Hypnosetherapie ist genau das gleiche. Es ist auch kein geschützter Begriff. Es gibt verschiedene Richtungen. Erickson ist ein anderer Weg, um Hypnose anzuwenden als Elman. Aber was "Hypnose" als Definition angeht, gibt es keinen Unterschied. Deshalb weil Hypnose kein anderer Zustand ist. Hypnose ist eine Technik, um den Fokus vom Bewusstsein (Verstand, Ratio) auf das Unterbewusstsein (Gefühle, Emotionen) zu lenken, wobei das Bewusstsein immer aktiv bleibt und nicht ausgeschaltet werden kann.

Hypnose ist also kein Zustand, sondern eine bewusste Lenkung der Wahrnehmung auf die Gefühlswelt. Wir alle sind auch selber, ohne äussere Einwirkung, häufig in Hypnose (bzw. auf der Ebene unseres Bewusstseins). Dies kann in allen emotionalen Momenten sein, in der Natur, an einem faszinierenden Konzert, in der Meditation oder auch typisch morgends und abends kurz vor dem Einschlafen oder nach dem Aufwachen. Wir haben also auch ohne Hypnose immer wieder den Zugang zum Unterbewusstsein. Da wir diesen Zustand allerdings selten auf Knopfdruck herbeiführen können, kann die Hypnose als Technik genau dies bewerkstelligen.

Auch muss ich noch sagen - gemäss dem uralten Anfangspost -, dass es schade wäre, in der Hypnose keine Suggestionen oder Interventionen zu machen. Da wird nur viel Staub aufgewirbelt und nichts verändert. Eine gute und seriöse Hypnosetherapie zielt unbedingt auf Interventionen ab, denn man will ja etwas verändern und nicht nur etwas aufdecken und dann so stehen lassen. Allerdings geistert da wieder die falsche Annahme herum, man könne einen anderen durch Hypnose manipulieren oder ihm etwas suggerieren, was er/sie nicht möchte. Doch dies ist nicht möglich. Alles, was nicht zu den eigenen Werte und Einstellungen eines Menschen passt, wird in Hypnose sofort abgelehnt. Und weil die Ratio auch in Hypnose noch aktiv ist, wird man niemanden dazu überreden können, etwas anzunehmen oder zu tun, was ihm nicht dient. Ausserdem geht es bei den Interventionen nicht darum, dem anderen etwas einzubläuen, was er nicht selber so gewünscht hat. In der Hypnosetherapie wird der Klient gefragt, was nun die Lösung des Problems ist. Es ist nicht der Therapeut, der irgendwas analysiert und dann einen Vorschlag bringt. Es ist der Klient selbst, der sich heilt und der schliesslich weiss, was gut für ihn ist. Genau aus diesem Grund wird ja überhaupt das Unterbewusstsein befragt.

Ach ja, ich bin selber (u.a.) Hypnosetherapeutin. Daher musste ich hier natürlich kurz meinen Senf dazu geben :-)
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Symptome vor dem SSRI (Frühling 2014 - September 2014)

Kopfschmerzen, erhöhter Puls, Schlafstörung, innere Unruhe, Muskelschmerzen, Stimmungsschwankungen, Hirn wie unter Strom, inneres Vibrieren, Sehstörungen, Gedächtnisverlust, Wortfindungsstörung, Brustschmerzen, zu geweitete Bronchien

Citalopram (September 2014 - heute)

Dosierung ab September 2014: erst auf 10, 1 Woche später auf 20 mg
Beschwerden gingen alle massiv zurück, blieben nur noch leicht spürbar vorhanden

Dosierung ab Mai 2015: von 20 auf 10 mg
Absetzsymptome: 3 Monate lang gleich wie Grundsymptome, aber die Intensität ging zurück wie zuvor mit 20 mg

Dosierung ab Ende 2016: von 10 auf 5 mg
Absetzsymptome: nach 3 Tagen für 4-5 Tage (gleich wie im Mai 2015), dann bereits verschwunden

Dosierung ab 5. März 2016: von 5 auf 0
Absestzsymptome: nach 3 Tagen steigernd, gleiche Symptome wie vor SSRI, aber nicht so stark

Wechsel zum Ausschleichen auf Ecitalopram Tropfen

Aufdosierung ab 22. März 2016: Beginn mit 3 Tropfen (=3 mg)
Absetzsymptome: nach einer Woche für ein paar Tage sehr schlimm, dann rasche Besserung

Dosierung ab 2. Mai 2016: Beginn mit 2 Tropfen (= 2 mg)
Absetzsymptome: schlechter Schlaf, nach langer Zeit wieder einmal stark erhöhter Puls

Dosierung ab 1. Juni 2016: 1 Tropfen (=1 mg)
Keine Absetzsymtome mehr

Dosierung ab 14. Juli 2016: auf 0

6 Wochen später: Absoluter Terror. Angst, Unruhe, unaushaltbare Gefühle der Traurigkeit

Dosierung ab 8. September: Wiederaufnahme Escitalopram 3 Tropfen (=3 mg)
Sofortige Besserung am 1. Tag

8. Oktober: Erhöhung auf 4 Tropfen (4 mg Escitalopram)

1. Januar - 30. Mai: runter auf 3 Tropfen (3 mg)

30. Juni: Versuch unter 3 Tropfen misslungen (starke Symptome), auf 4 zurück

14. Juli: Runter auf 3.75 mg

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