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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Hypnosetherapie

Was gibt es für andere Behandlungsformen? Was hast Du ausprobiert? Was hilft Dir? Antidepressiva, Benzodiazepine, Neuroleptika und andere Psychopharmaka können manchmal kurzfristig helfen, sind aber keine dauerhafte Lösung.
Murmeline
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 23.03.16, 15:43

Hallo Penelope,

Irat war seit über einem Jahr nicht mehr im Forum angemeldet und wird wohl keine Rückmeldung geben.

Aber danke für Deine Ausführungen!

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Penelope
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Penelope » Mittwoch, 23.03.16, 19:00

Habe es auch mehr geschrieben, um es nicht so stehen zu lassen, mit all den Missverständnissen :-)
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Symptome vor dem SSRI (Frühling 2014 - September 2014)

Kopfschmerzen, erhöhter Puls, Schlafstörung, innere Unruhe, Muskelschmerzen, Stimmungsschwankungen, Hirn wie unter Strom, inneres Vibrieren, Sehstörungen, Gedächtnisverlust, Wortfindungsstörung, Brustschmerzen, zu geweitete Bronchien

Citalopram (September 2014 - heute)

Dosierung ab September 2014: erst auf 10, 1 Woche später auf 20 mg
Beschwerden gingen alle massiv zurück, blieben nur noch leicht spürbar vorhanden

Dosierung ab Mai 2015: von 20 auf 10 mg
Absetzsymptome: 3 Monate lang gleich wie Grundsymptome, aber die Intensität ging zurück wie zuvor mit 20 mg

Dosierung ab Ende 2016: von 10 auf 5 mg
Absetzsymptome: nach 3 Tagen für 4-5 Tage (gleich wie im Mai 2015), dann bereits verschwunden

Dosierung ab 5. März 2016: von 5 auf 0
Absestzsymptome: nach 3 Tagen steigernd, gleiche Symptome wie vor SSRI, aber nicht so stark

Wechsel zum Ausschleichen auf Ecitalopram Tropfen

Aufdosierung ab 22. März 2016: Beginn mit 3 Tropfen (=3 mg)
Absetzsymptome: nach einer Woche für ein paar Tage sehr schlimm, dann rasche Besserung

Dosierung ab 2. Mai 2016: Beginn mit 2 Tropfen (= 2 mg)
Absetzsymptome: schlechter Schlaf, nach langer Zeit wieder einmal stark erhöhter Puls

Dosierung ab 1. Juni 2016: 1 Tropfen (=1 mg)
Keine Absetzsymtome mehr

Dosierung ab 14. Juli 2016: auf 0

6 Wochen später: Absoluter Terror. Angst, Unruhe, unaushaltbare Gefühle der Traurigkeit

Dosierung ab 8. September: Wiederaufnahme Escitalopram 3 Tropfen (=3 mg)
Sofortige Besserung am 1. Tag

8. Oktober: Erhöhung auf 4 Tropfen (4 mg Escitalopram)

1. Januar - 30. Mai: runter auf 3 Tropfen (3 mg)

30. Juni: Versuch unter 3 Tropfen misslungen (starke Symptome), auf 4 zurück

14. Juli: Runter auf 3.75 mg

Pawel1986
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Hypnose gegen Angst- und Panikattacken und Depressionen

Beitrag von Pawel1986 » Freitag, 17.03.17, 16:20

Hallo zusammen,

hatte mich die letzten Tage damit befasst eine Hypnosetherapie zur Raucherentwöhnung zu machen.

Fast jede Therapeutin bietet auch Hypnosen gegen Angst- und Panikattacken sowie Depressionen an.

Hat damit jemand Erfahrungen schon gemacht?

Kann man eigentlich während des Absetzten überhaupt eine Raucherentwöhnung per Hypnose machen?

Liebe Grüße

Christoph
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Diagnose: Angst- und Panikattacken, somatoforme Störung, leichte Depression
Therapie: Psychotherapie und Escitalopram 20mg
Erfolge: ca. 2 Wochen nach Tabletteneinnahme
Beginn: April 2016

Absetzten:

20mg --> 15mg 3. September 2016 (bisschen innere Unruhe, sonst ok)

15mg --> 10mg 11. Oktober 2016 (Magen- und Darmprobleme, sonst ok)

10mg --> 15mg 06. Dezember 2016 (Aufdosierung wegen erneuter Panikattacke)

15mg --> 10mg 27. Dezember 2016 (Antriebslosigkeit, sonst ok)

10mg ---> 5mg 14. Februar 2017 (Antriebslosigkeit, leichte innere Unruhe, Übelkeit)

5mg --> 7mg 08. April 2017 (Aufdosieren wegen NW, wurde nicht besser)

7mg --> 5mg 10. Oktober 2017

5mg --> 10mg (Todesfall in der Familie) 11. Februar 2018

10mg --> 5mg (Leberwerte nicht i.O.) 28.Marz 2018

5mg --> 0mg 08.Mai 2018

07.08.18 Rückfall. Kompletten Tag Angst und Panik
Nach Rücksprache nit dem Arzt sofort wieder einschleichen.
Alle 3-4 Tage 5mg mehr.

24.09.18 Beginn 5mg

27.09.18 --> 10mg

02.10.18 --> 15mg

01.06.19 --> 20mg (wegen erneuter PA aufdosiert)



"Angst ist nicht Real.
Der einzige Ort an dem Angst existieren kann, ist in unserer Vorstellung von der Zukunft.
Sie ist ein Produkt unser eigenen Fantasie, lässt uns Dinge fürchten die in der Gegenwart nicht existieren und vielleicht niemals existieren werden.
Sie grenzt an Wahnsinn.
Die Gefahr ist sehr wohl Real, aber Angst ist eine Entscheidung!"

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Re: Hypnose gegen Angst- und Panikattacken und Depressionen

Beitrag von Annanas » Freitag, 17.03.17, 16:30

Hallo Christoph,
eigentlich raten alle seriösen Therapeuten von einer Hypnose unter Psychopharmakaeinnahme ab.

Ich weiß auch gar nicht, ob es überhaupt möglich ist, während des Absetzens in den
Zustand der Trance zu kommen.

Ich denke eher, daß es nicht so gut funktionieren würde, weil das ZNS sowieso schon
immensem Stress ausgesetzt ist u. man dadurch ja diese Angst- u. Panikattacken als Entzugssymptome entwickelt.

Diese entstehen ja nicht durch Situationen/Probleme, die man in der Hypnose auflösen könnte,
sondern durch den Umbau der im ZNS stattfindet, um mit weniger Wirkstoff wieder ins Gleichgewicht
zu gelangen.

Das wäre so meine Ansicht zu diesem Thema,
lG von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Jamie
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Re: Hypnose gegen Angst- und Panikattacken und Depressionen

Beitrag von Jamie » Freitag, 17.03.17, 16:43

Hallo ihr Beiden, :)

ich erlaube mir einen Beitrag hier rein zu kopieren, den ich erst vor zwei oder drei Wochen an Petra / GoeOWL geschrieben habe bzgl. Hypnose.
Es ist unbedingt notwendig sich umfassend zu informieren, denn Hypnose ist nicht gleich Hypnose (siehe Beitrag).
Hallo Petra :)

Hypnose ist nicht gleich Hypnose.
Klassische Hypnose käme für dich Petra überhaupt nicht infrage; sie kommt für alle Traumatisierten oder an PTBS Leidenden nicht infrage, weil unter Umständen Instanzen umgangen werden, die sich sonst möglicherweise schützend dazwischenschalten würden.

Ich habe vor drei Jahren ca. ein dreiviertel Jahr lang selbstorganisatorische Hypnose gemacht, das ist etwas ganz Besonderes.
Hier, geh mal auf den Link und schaue links unter "Therapeutensuche". Da sind nach PLZ gelistet Therapeuten, die diese Hypnoseart praktizieren:
http://www.renartz.de/

Hier ist eine Ärztin, die sich die Mühe gemacht hat, das Konzept zusammenzufassen:
http://www.aerztliche-hypnose-frankfurt.de/5.html

ich leide selbst unter PTBS und Traumatisierung und für mich war diese Hypnose kein Problem. Es war sogar sehr angenehm. Ich habe meine Fähigkeiten vertieft in eine leichte Trance fallen zu können. Man ist trotzdem hellwach und klar und es geschieht nichts gegen seinen Willen.
Ich habe mich selbst nicht für hypnotisierbar gehalten, dem war aber nicht so. Ich bin sogar schnell hypnotisierbar gewesen - wohl, weil mein Unterbewusstsein sich so nach der Ruhe / Trance gesehnt hat.

2023-2014, als ich die Hypnose machte, war ich angeschlagen, aber natürlich nicht in einem so schlimmen Zustand wie Petra.
Da müsste man ein gewissenhaftes Vorgespräch führen, ob das infrage kommt. Ein seriöser und erfahrener Therapeut wird dich beraten und nicht nach dem Geld schielen. Und wenn er zu dem Ergebnis kommt, man sollte es lassen, zumindest aktuell, dann sollte man es auch lassen.

Viele Grüße
Quelle: viewtopic.php?f=18&t=12334&start=260#p182170
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Hypnose gegen Angst- und Panikattacken und Depressionen

Beitrag von Double » Samstag, 18.03.17, 11:56

Hallo Christoph,

ich komme mit Hypnose gut klar. Das war auch so, als ich Psychopharmaka genommen habe. Während des Absetzens viel es mir schwerer in Trance zu geraten aber auch da habe ich davon profitiert. Wenn eine Hypnosesitzung unangenehm verläuft, kann man sofort abbrechen.

Viele Grüße
Double :)
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Apintofbit
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Apintofbit » Samstag, 08.07.17, 18:52

Hallo,

benutzt jemand Hypnotherapie gegen soziale Phobie? Hat da wer Erfahrungen? Kann Hypnotherapie auch gegen Absetzsymptome bei Escitalopram helfen? Freue mich über jede Antwort.

Lg,
Chris
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Fibie77
Seit 2015 Escitalopram 10 mg

am 09.02.17 7,5 mg

am 20.3.17 5mg

am 8.6. 0 mg auf Absprache von Psychiater hin.

25.06.17: Schlafstörungen, starke Benommenheit, Depressivität (keine Lust auf nichts, starke Grübelei: Was könnten andere von mir denken?, Unkonzentriertheit)

28.6. 1mg
3.7. 0,5 mg
10.7 3mg
14.7. 5 mg
23.7. 3 mg
8.8. 4mg
15.8. 5mg
20.8. 6mg

Fibie77
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Fibie77 » Sonntag, 09.07.17, 16:09

Hallo ,...Chris
Ja,ich habe Erfahrungen damit.
Mache gerade eine Hypnosetherapie nach Dr. Norbert Preetz aus Magdeburg.
Gibt es auch einige Filme auf You Tube dazu.
Ich bin bei einer Frau,die von ihm ausgebildet wurde.
Bin nun bei der 4 Sitzung gewesen und muss sagen,es hilft mir sehr.
Muss jedoch alles selbst bezahlen,pro Sitzung 80 Euro.
Ich mache die Therapie wegen Ängste.
Habe durch das Absetzen von Sertralin,durchgehen mal mehr und mal wieder weniger Symptome.
Dadurch immer Angst,....
Habe Probleme in den Supermarkt zu gehen usw.
Die Hypnose hilft mir ruhiger zu werden und sie tut mir einfach nur gut.
Lg.Fibie
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LinLinapadmaMurmeline
- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
-Februar 2018 ( 2 Jahre auf 0 mg)

Straycat
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Straycat » Montag, 02.10.17, 21:47

Hallo ihr Lieben.

ich mache seit Anfang des Sommers wöchentlich eine Hypnosetherapie.
Es ist ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe. Man denkt - vermutlich durch die eher bekanntere Showhypnose - dass man in Trance versetzt wird und dann in sein Unterbewusstsein "reist". Bei mir sieht es etwas anders aus.
Insbesondere geht es bei den Sitzungen darum, den Körper sehr genau wahrzunehmen und mehr den Körper "sprechen" lassen, als den Verstand. Meine Therapeutin "überwacht" das ganze zusätzlich mit Biofeedback. Man sieht danach dann auch, wie sich das ganze körperlich auswirkt. Speziell das beobachten der Bilder, die man vor dem inneren Auge sieht, wirkt sich in meinem Fall sehr gut aus. Dabei darf man sich keine konkreten Bilder vorstellen, es sind eher Farben und Formen, die sich bewegen und verändern. Meine Therapeutin hat mir erklärt, dass durch diese Aktivität des Sehnervs der Teil im Gehirn stimuliert wird, der auch alte Traumata speichert (wenn ich mich richtig erinnere ist es der Hippocampus).
So schafft man es das Unterbewusstsein zu "öffnen", um dort auch heilen zu können.

Es war bei mir nie so, dass mir auf einmal wieder etwas lange Vergessenes eingefallen ist und damit der Knoten gelöst wurde; sondern eher so, dass sich mein Körper an einiges erinnern und so auch Blockaden gelöst wurden. Wie es ganz exakt funktioniert kann ich schwer beschreiben, aber es funktioniert bei mir um einiges besser als die klassische Gesprächstherapie. Ich habe viele Jahre Gesprächstherapie gemacht und bin damit nie zu meinen echten Problemen durchgedrungen. Ich neige dazu, alles über den Verstand lösen zu wollen und dabei meinen Körper und seine Signale auszublenden. Die Hypnosetherapie hat mir geholfen, wieder mehr auf den Körper, die Intuition zu hören.

Ich kann es nur sehr empfehlen!
Bei meinen Panikattacken hat es mir indirekt auch geholfen, weil Anspannung durch die Sitzungen auch besser wieder bewusst zugelassen wurde und sich dadurch nicht angestaut und in Form von Panikattacken aus mir heraus gebrochen ist. So wie wenn man es schafft einen Tsunami und regelmäßige Wellen umzuwandeln ;)

Alles Liebe,
Cat
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padmaMonalindeKaulquappe 411MurmelineJamieLenaLenaGuglhupf
Symptome : Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas; Panikattacken/ Neuralgien seit 2017 Diagnose: unipolare Depression (2006), Panikstörung (2017)
Behandlung mit Escitalopram 10mg, später Steigerung auf 15mg und 20mg - ingsgesamt 10 Jahre
08/2016: Bupropion 300mg - eingeschlichen 1 Woche 150mg, dann 300mg
seit Volldosierung Bupropion (300mg) schrittweises Ausschleichen von Escitalopram (1 Woche 15mg, 2 Wochen 10mg, 1 Woche 5mg)
Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
03-04/2017: starke Panikattacken, Diagnose: Burnout. Ich vermute aber eher verspätete Absetzerscheinungen und arbeitsseitige Überbelastung. Danach folgten 6 Monate Krankenstand und intensive Psychotherapie.
Seit 03/2017: 2 Wochen 37,5mg Venlafaxin, seither 75mg Venlafaxin
04-05/2017: 50mg Trittico, wieder abgesetzt
Seit 06.05.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% (also Reduktion um 7,5 mg) - derzeit also 67,5 mg Venlafaxin
Seit 05.06.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6,7 mg) - derzeit 60,75 mg Venlafaxin
Seit 05.07.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6 mg) - derzeit 54,7 mg Venlafaxin
Seit 01.08.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 5,5 mg) - derzeit 49,2 mg Venlafaxin
Seit 10.08.2018: leichte Anhebung wieder auf 54 mg Venlafaxin (aufgrund eines Kreislaufkollaps, von dem ich mir nicht sicher bin, ob eine Panikattacke dabei war)
Seit 19.09.2018: Reduktion Venlafaxin auf 50 mg (ca. um 7%)
Seit 14.11.2018: Reduktion Venlafaxin auf 42 mg
Seit 14.12.2018: Reduktion Venlafaxin auf 36 mg - seit Ende Dezember immer wieder leichte bis mittlere Panikattacken
Seit 03.01.2019: Erhöhung Venlafaxin auf 37,5 mg (wegen Absetzsymptomen, Panikattacken) - erstmal Reduktionspause, bis sich alles wieder stabilisiert hat
Seit 29.04.2019: Reduktion auf ca. 35,6 mg (Absetzsymptome haben sich weitgehend wieder stabilisiert)
Seit ca. 01.06.2019: Reduktion auf 31,1 mg (Absetzsymptome halten sich in Grenzen)
Seit ca 01.07.2019: Reduktion auf 27,9 mg (leichte Absetzsymptome, aber weiß, wie ich sie in Griff bekomme)
Link zu meinem Thread

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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von JayBlue » Freitag, 19.01.18, 10:03

Hallo,

ich wollte hier auch mal meinen Senf dazu geben. Ich hatte auch eine Hypnosesitzung, die mich leider extrem getriggert hat. Es wurde mit dem "inneren Kind" gearbeitet und scheinbar hat es in mir etwas ausgelöst. Nach der Sitzung hatte ich starke Panikattacken, die ich so seit Jahren schon nicht mehr hatte. Ich bin seither nun krankgeschrieben und konnte mich mit Hilfe eines homöopathischen Beruhigungsmittels wieder einigermaßen fangen. Ich möchte mit diesem Post die Hypnose nicht verteufeln, allerdings sollte man aufpassen, wenn man im Entzug steht, dass es evtl. stark Triggern kann und die Entzugssymptome evtl. verstärken kann. Vor Allem Menschen, die arbeiten gehen, brauchen danach erst einmal Zeit das zu verarbeiten und bei mir ging das beim Arbeiten nicht.

Ich wünsche jedem, dass er seinen Weg finden und seine Probleme in den Griff bekommt!

Viele Grüße :hug: :group:
Jay
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Mein Absetzthread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=11981
In der Vergangenheit viele unterschiedliche AD's und NL genommen (kann leider nicht mehr alle aufzählen).
Derzeit (2016):
* Vor 16.07.16: Cymbalta 30mg (ca. 6 Jahre). Diagnose war damals Zwangsstörung/Angststörung, Depression.
* Seit 16.07.16 Cymbalta (30mg) -> alternierend alle 2 Tage auf Anraten des Arztes.
* In der Zwischenzeit mehrere Versuche. War auf bis zu 15mg runter und hatte heftige Symptome während des Urlaubs. Wieder hoch dosiert auf 30mg 1x täglich. Gewechselt auf Duloxetin von ALUID Pharma.
* 22.11.16: 18mg.
* 17.12.16: 15mg.
* 10.02.17: 13mg.
* 13.03.17: 12mg.
* 14.03.17: Wieder hoch auf 13mg da zu starke Symptome. Umstellung auf Kügelchenmethode da Feinwaage zu ungenau.
* 14.03.17: 13mg (52 K.)
* 22.03.17: 12,5mg (50 K.)
* 15.05.17: 12mg (48 K.)
* 11.06.17: 11,5mg (46 K.)
* 26.07.17: 11,0mg (44 K.)
* 07.10.17: 10,5mg (42 K.)
* 25.11.17: 10,4mg (42 K.) <- Neue Packung Duloxetin.
* 01.02.18: 10,15mg (41K.)
* 04.03.18: 9,90mg (40K.)
* 20.03.18: 20mg <- Absetzstop!
* Seit ca. Mai 2018: 30mg
* 01.07.19: 27mg (97 K.)
* 02.07.2019: ~28,6 (103 K.)
* 04.07.2019: 30mg
* 05.07.2019: ~28,6 (103 K.) <- Neuer Versuch 8-)
* 08.07.2019: ~29,44mg (~106 K.)

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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von LenaLena » Montag, 14.05.18, 17:54

Hi,

ich hab ja schon häufig darüber geschrieben und werde daher auch hier meine Erfahrungen verewigen :)

Ich habe nach einigen anderen erfolglosen Therapien (Angststörung) eine Hypnosetherapie gemacht, teilweise mit Biofeedback. Sie lief so ab, wie es Straycat :) oben beschreibt. Naturalistische Hypnose.
Und es war das Erste, was mir nachhaltig geholfen hat! Ich lernte meinen Körper zu verstehen und zu entspannen, Dinge zu verarbeiten und loszuwerden.
Ich war übrigens die ganze Therapie über unter SSRI (leider). Ich nahm sie damals schon viele Jahre und kam ja nicht davon weg. Ich hatte aber dennoch das Gefühl, halbwegs an mein Inneres ranzukommen - wenn das nicht der Fall war, wird sich das nach Beenden meines Entzugs 8-) zeigen, dann müsste ich noch mal einige Stunden nehmen.
Ich musste übrigens die Therapie wie immer selbst bezahlen, 100-130 Euro pro Stunde (die Therapeutin forscht auch selbst und ist sehr sehr gut, daher der hohe Preis...).

Hypnosetherapie im Entzug:
Als ich die Medikamente absetzte und recht schnell Entzugssymptome bekam, machte ich mir noch mal einige Termine aus. DerTherapeutin war Entzug bekannt und ich kommunizierte klar, dass sie mir helfen soll, damit klarzukommen.
Leider griffen im Entzug die Methoden nicht. Teilweise triggerte es sogar ein wenig, ich konnte mich schlecht auf die Hypnose konzentrieren und war total unruhig und zappelig... was wieder Panik auslöste...

Das war das erste Mal, wo ich merkte, dass Entzug was durchgängig Körperliches ist, das mit den Methoden aus der Psychologie nicht erreicht werden kann. Diese Erfahrung habe ich in den letzten 10 Monaten sehr häufig gemacht.

LG Lena
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hat jemand schonmal Hypnose ausprobiert? In Eigener Sache

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 19.10.18, 14:16

Die Sache ist so, ich konnte ja nach meinen OPs nicht mehr richtig laufen , war gangunsicher und bin ein paar Mal gestürzt. Mittlerweile glaube ich, dass ich physisch wieder in Ordnung bin, aber die Angst ist geblieben.
Im Sommer und weil es trocken war, war diese Angst weg, aber jetzt kommt sie wieder und ich traue mich oft nicht aus dem Haus. bzw es ist gar keine Angst, es ist mehr die ERINNERUNG an die ANGST , es ist schwierig zu erklären.

Daher dachte ich an Hypnose, wollte euch aber fragen, ob jemand Erfahrung damit hat.

liebe Grüße Arian
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Re: hat jemand schonmal Hypnose ausprobiert? In Eigener Sache

Beitrag von padma » Freitag, 19.10.18, 17:13

liebe Arian, :)

wir haben hier https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=4&t=6403 einen thread dazu.
Ich schiebe deinen Beitrag später da hin.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Sommersprosse » Montag, 22.10.18, 15:18

Liebe Arian,

immer mehr Praxen stellen ihre Dienstleistungen um, spreche hier von Psychotherapie.
Es werden daher mehr Betroffene zu Selbstzahlern da die Leistungen " Heilpraktiker für Psychotherapie " von den Kassen nicht übernommen werden.

Ich möchte dir gern eine CD vorstellen die auf der Internetseite dieser Praxis, ohne Zeitbegrenzung zum abspielen/Anwendung angeboten wird.
Evtl. bekommst du einen kleinen Einblick wie eine Hypnosetherapie ablaufen könnte ?

Angst u. Depressionen | Hypnose CD/MP3

Mich persönlich hatte die CD sehr angesprochen.

Viele Grüße Sommersprosse (n) :schnecke:
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Guglhupf » Mittwoch, 27.02.19, 12:58

Hallo ihr Lieben

ich habe kürzlich eine Hypnosetherapeutin kennengelernt, die mir natürlich von ihren guten Erfolgen bei Angstpatienten berichtete. Jetzt habe ich mir den Thread durchgelesen und weiß nicht recht, ob ich das im Entzug wagen soll.

Das "Fallenlassen" ist nicht das Problem. Ich habe eher Angst, dass im ohnehin irritierten ZNS Wunden aufgerissen werden, die ohne Entzug aufgrund intakter Schutzmechanismen nicht aufgerissen werden könnten. Bei mir gehts konkret um Hypochondrie, nicht dass das dadurch schlimmer statt besser wird..

Die Erfolge sind ja schon überzeugend, bloß denke ich ist der Körper im Entzug unberechenbar.

Was meint ihr bzw. wie sind eure Erfahrungen?

Danke schon jetzt,

glg Anna
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Ululu » Freitag, 01.03.19, 19:09

Hallo Anna,

ich selbst würde ehrlich gesagt nicht mit meinem Unterbewussten arbeiten lassen wollen, wenn ich mich insgesamt nicht stabil fühle, was in der Absetzphase der Fall ist.

Es besteht in jedem Fall Triggerpotential, was du ja sicher gelesen hast.

Es ist natürlich eine sehr persönliche Entscheidung und hängt sicher teilweise auch mit der Art der Ursprungserkrankung zusammen.

Ehrlich gesagt jagt mir, als Angstbetroffene und Kontrollfreak der Gedanken an eine Hypnose kalte Schauer über den Rücken.
:?

LG Ute
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von LenaLena » Samstag, 09.03.19, 16:53

Liebe Anna,

ich wende nach wie vor meine hypnotischen Übungen aus der Hypnosetherapie im Entzug erfolgreich an, mache auch manchmal geführte Hypnosen und habe mich im letzten halben Jahr zum Thema Selbsthypnose weitergebildet.
Ich würde es dir auf alle Fälle empfehlen, da Hypnose gerade bei Hypochondrie sehr große Erfolge bewirken kann. Bei mir ist das nach wie vor kein Problem mehr.
Außer du bist gerade in einer sehr schlimm sensiblen Entzugsphase.

Eine Freundin von mir ist nun bei meiner Therapeutin in Behandlung, sie nimmt kein AD, ist aber aus psychischen Gründen mindestens in so einem Zustand wie wir oftmals im Entzug (die Symptome ähneln sich erschreckend). Und das ist kein Hinderungsgrund, im Gegenteil, ihr hilft die Therapie total.
Ululu 69 hat geschrieben:
Freitag, 01.03.19, 19:09
Ehrlich gesagt jagt mir, als Angstbetroffene und Kontrollfreak der Gedanken an eine Hypnose kalte Schauer über den Rücken.
Liebe Ute,
dann weißt du aber offensichtlich absolut nicht, was Hypnosetherapie ist ;) Das ist das Kreuz mit den doofen öffentlichen Bild, das die Medien immer zeichnen, dass man an Showhypnose denkt und an Kontrollverlust und dass einer mit dir machen kann, was er möchte. Das hat mit medizinischer Hypnose NICHTS, aber wirklich GAR NICHTS zu tun!
Ich finde es sehr schade, dass das so oft der Grund ist, warum dieses so hilfreiche Mittel mit so großem Potenzial nicht eingesetzt wird oder man Angst davor hat.

Wusstest du, dass eine Hypnose einfach nur eine Fokussierung ist? Wenn du konzentriert liest oder einen Brief schreibst, oder hier einen langen Post, dann bist du de facto in Trance und somit in einem hypnotischen Zustand. Du kannst aus diesem wieder raus, wann immer du willst.
Auch die Achtsamkeit, das Zurückkommen ins Jetzt (weg von Vergangenheits- oder Zukunftsgrübeleien) ist eine Art, in einen hypnotischen, oder nenn es meditativen (weniger angstbesetztes Wort) Zustand zu kommen.

Die Übungen im Buch von Klaus Bernhardt, das hier an vieler Stelle empfohlen wird (auch von mir), wo man sich vorstellt, wie man Situationen ohne Angst meistern würde - genau das ist Hypnose (darum funktioniert sein Therapieansatz auch so enorm gut). Genau das macht man auch, allerdings eben durch die Stimme des Therapeuten geführt, in der Therapie.

Ich hoffe, ich konnte Angst und Misstrauen etwas nehmen.
Verzichtet nicht auf so wunderbare, hilfreiche Werkzeuge wegen Vorurteilen, die am Ende nicht mal stimmen ;)

LG Lena
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Guglhupf » Samstag, 09.03.19, 17:35

Liebe Lena

Vielen Dank für deinen Beitrag, der sehr aufschlussreich ist. Ich habe dich als sehr gründlich kennengelernt und bin sehr froh über deine positiven Schilderungen.

Dann werde ich das gerne probieren. Ich bin seit gut 7 Wochen in einer stabilen Phase. Es fühlt sich so an, als hätte sich das System auf den letzten Reduktionschritt nun großteils gut angepasst. Direkt davor hatte ich aber auch eine starke Welle - genau wie du immer schreibst :-)

Ich werde dann gerne von meinen Erfahrungen berichten.

LG Anna
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Re: Hypnosetherapie

Beitrag von Melina 17 » Sonntag, 10.03.19, 12:40

Hallo,

also ich glaub auch, daß Hypnosetherapie eine Chance sein kann und relativ risikoarm ist. Ich hab selbst mal ne sehr interessante Erfahrung gemacht, als eine Verhaltenstherapeutin mal eine Hypnosesitzung mit mir gemacht hat. Die war zwar völlig anders als geplant, für mich aber sehr aufschlußreich.

Damals ging eine Angsterkrankung los, ich hatte im Ausland eine Paniknacht erlebt und seitdem Angst, mich groß wegzubewegen und auch vor jeder Nacht.

Ich ging dann in leichte Trance und sie wollte wohl eigentlich was positives suggerieren und erst mal die Trance vertiefen, indem sie sagte: Gehen Sie tiefer, immer tiefer." Sie wollte "zudecken"; meinem Unterbewußtsein war aber nicht nach zudecken und so nahm ich dieses "tiefergehen" wörtlich. In Gedanken ging ich eine Kellertreppe immer tiefer runter (übrigens voll faszinierend, wie stark bei sowas die inneren Bilder sind, das ist echt wie fernsehen) und tief unten fand ich ein Gefühl, das mich sofort explosionsmäßig zum weinen brachte. Ich entdeckte ein furchbares Gefühl von Verlassenheit, welches mir komplett unbewußt war, bis dahin hatte ich mich selbst nämlich immer für äußerst autark gehalten.

Die Therapeutin sagte, als sie mein Weinen bemerkte, "ja, manchmal können auch nicht so schöne Erlebnisse kommen, aber suchen Sie weiter nach einem Ort,an demSie sich geborgen fühlen." Das nahm ich dankbar an, mein Impuls war "sofort raus aus diesem Keller" und ich "konstuierte" mir fast einen schönen Ort in der Natur.

Das Erlebnis war nicht so geplant, aber es war sehr aufschlußreich für mich. Danach hab ich mich um eben diesen verdrängten Teil kümmern können, der gar nicht so stark war, wie ich immer dachte, ich konnte mich um dieses verlassene kleine Kind kümmern.

Es war zwar schmerzhaft, aber zu keiner Zeit bedrohlich; ich glaub, das Unterbewußsein schützt einen auch da, daß man mit nix konfrontiert wird, was man nicht auch verpacken kann. Also jedenfalls in dieser leichten Trance, wie sie ja medizinisch verwendet wird. man hat jederzeit die volle Kontrolle, also kann jederzeit sagen "ich öffne jetzt die Augen und das war`s", also man braucht wirklich keine Angst zu haben. Nur Mut!

liebe Grüße

Melina
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1994 erste Einnahme Doxepin ca 5mg zum Schlafen
1996-1997 Doxepin 20mg, Absetzen problemlos, jedoch ein Jahr gedauert, bis ich mich wieder wie "ich selbst" fühlte
Herbst 2004 erneute Einnahme von Doxepin wegen schwerer depri, raufdosiert auf 100mg
Frühling 2005 Abdosieren von Doxepin, Einschleichen von Citalopram ca 30mg
Frühling 2006 abruptes Absetzen von Citalopram, nach 4 Wochen extreme Depri, wieder Einnnahme; paar Wochen später Ausschleichen über ca 4 Wochen, nach drei Monaten schwere Depri
immer mal wieder Reduktion versucht, kam auch mal bis ca 7,5 mg, aber immer wieder depri, im Lauf der jahre Einnahme zwischen 10 und 40 mg (auch zwischendurch escitalopram)
ca Mai 2018 nach wasserlösmethode in 10% über 4 Wochen von 15 auf 7 mg reduziert, dann instabil geworden, wieder auf 10 mg hochgegangen
09.09.18 auf 9 mg Citalopram reduziert
17.09. zusätzlich 6 bzw 12 mg Doxepin abends zum schlafen (brauch ich oft im Herbst)
ca Anfang Oktober 2018 gleichmäßige Einnahme Doxepin 12,5 mg
24.10.18 8mg Citalopram
24.11.18 ca 7,5 mg
22.12.18 7 mg Citalopram, Doxepin nur noch bei Bedarf (entweder 6,25 oder 12,5 mg)
18.01.19 ca 6,5 mg Citalopram
11.02. 6,4 mg Citalopram
18.02. 6,3 mg
20.02. 6,0 mg
23.03. 5,7 mg
18.04. 5,3 mg
17.05. 5,7 mg (wegen Urlaub. erhoffte bessere Laune)
23.05. 6,0 mg (wegen Ängste im Urlaub)
29.05.5,7 mg (erhoffte positive Wirkung nicht stattgefunden, stattdessen eher weniger Genußfähigkeit)
zwischen 21.05 und 13.06 abends 6,25 bzw 12,5 mg Doxepin, einmal auch wegen starker Ängste 2 mg Tavor und ca 30 mg Doxepin
16.06. 5,3 mg
21.06. 5 mg
19.07. 4,7 mg

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