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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Was gibt es für andere Behandlungsformen? Was hast Du ausprobiert? Was hilft Dir? Antidepressiva, Benzodiazepine, Neuroleptika und andere Psychopharmaka können manchmal kurzfristig helfen, sind aber keine dauerhafte Lösung.
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Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von ataraxia » Freitag, 05.12.14, 11:28

Mich beschäftigt schon länger eine Frage...
Ich habe mich (durch mein protrahiertes Absetzsyndrom) viel mit Benzos und SSRI beschäftigt, also viel gelesen und würde sie niemandem als Dauermedikation empfehlen! :wacko:

Aber es kommt manchmal vor, dass ich Bekannten meine Geschichte (ganz oberflächlich) erzähle und sie dann sagen, sie nehmen selbst auch etwas bzw. überlegen gerade etwas zu nehmen.
Oft sagen sie, dass sie schon ein halbes Jahr oder länger gegen ihre Ängste/Depressionen/Zwänge ankämpfen und total fertig sind, manche haben auch Psychotherapie versucht und es hat nicht geholfen.
Diese Personen sehen dann keinen anderen Ausweg als Psychopharmaka.
Und ich habe die Meinung, dass das nicht richtig ist, aber mir gehen dann die Argumente aus, was sie sonst unternehmen könnten...
Versteht ihr was ich meine?
Was würdet ihr dann raten?
Seid ihr auch manchmal in solchen Situationen?
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Ursprüngliche Diagnose 2009/10: Angst- und Panikstörung.
Medikation: Citalopram 20-30mg. 3 Jahre genommen.

3 Monate lang ausgeschlichen (zu schnell!), seit Ende April 2013 medikamentenfrei und im protrahierten Entzug

Nach 6 Monaten kleine Besserung, nach 18 Monaten große Besserung! Nach 2 Jahren gesund.

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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmak

Beitrag von padma » Freitag, 05.12.14, 11:37

Liebe Ataraxia, :)

ich kenne das Problem auch. :(
Ich denke, man kann nicht mehr machen, als über die Risiken der Psychopharmakas aufzuklären. Wenn sich jemand dann trotzdem dafür entscheidet, ist das seine Entscheidung, die ich dann aktzeptiere.

Dann kann man nur noch eindringlich darauf hinweisen, wie wichtig das richtige Absetzen ist, und dafür Hilfe anbieten, wenn die Person irgendwann absetzen will.

liebe Grüsse,
padma
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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmak

Beitrag von edgar » Montag, 08.12.14, 21:13

Hallo Ataraxia,

ich stimme da Padma :) absolut zu. Die Aufklärung über die Antidepressiva ist enorm wichtig und auch eines unserer Hauptanliegen hier im Forum - neben der Unterstützung beim Reduzieren und Absetzen.

Empfehle doch den besagten Bekannten und Freunden unser Forum und auch folgende sehr wichtige Homepage bzgl. Depressionen.

http://www.depression-heute.de/alternat ... liste.html

Ergänzend kann ich noch folgendes sagen:

- Entscheidend ist auch, dass jemand der depressiv ist, weiß, warum er depressiv ist.

Können Dir Deine Bekannten genau sagen, warum ?

- Es ist auch überaus wichtig gerade in unserer heutigen Zeit, sich klarzumachen, dass bestimmte Dinge bzw. Phasen im Leben, die man als unangenehm empfindet bzw. in denen man leidet, auch wieder vorübergehen, aber das Zeit braucht, die man sich heute nicht mehr gibt und es einem schwer gemacht wird, sich diese Zeit zu nehmen. Ein halbes Jahr ist nicht unbedingt ein langer Zeitraum für eine Lebenskrise, aber es kommt hierbei natürlich darauf an, was die Gründe sind. "Gut Ding will Weile haben. " Und es sind wichtige Erkenntnis- und Entwicklungsprozesse im einzelnen Menschen, die sich in diesen Zeiträumen vollziehen.

Heute wollen viele Menschen leidvolle Gefühle - was ja auch irgendwo verständlich ist - so schnell wie möglich weg haben.
Nicht zu leiden ist ja auch ein ureigenes menschliches Bedürfnis. Aber gerade in der heutigen Zeit hat man leider immer mehr das Gefühl, wieder funktionieren zu müssen, aber was ist mit der eigenen seelischen Entwicklung. Gerade in Krisenzeiten bietet sich die Chance mehr denn je, über sich hinauszuwachsen und zu reifen.

Die Antidepressiva rauben einem diese Entwicklungschancen und gaukeln einem vor, dass alles wieder in Ordnung sei, ohne dass man dafür etwas tun müsse. Daher kommt dem Arzt und Psychiater heute die Rolle des Versuchers zu. Man müsse nur diese Pille nehmen und alles ist wieder gut wie von Zauberhand. Dass sie damit in einen körperlichen Abhängigkeitsprozess geraten und ihre Gesundheit durch diesen unnatürlichen, massiven Eingriff ins Neurotransmittersystem, das komplexe Vorgänge im Körper steuert, ist kaum jemandem bekannt.

Du kannst Deinen Freunden und Bekannten auch sagen, dass die Wirksamkeit der Medikamente auch selbst bei schweren Depressionen gegenüber Placebo kein nennenswerter Unterschied ist, denn es ist nachgewiesen, dass 3 Punkte mehr auf der Hamilton-Skala, nach der die Depression gemessen wird und was dann als signifikante Wirkung gilt, immer noch bedeuten kann, dass ich innerhalb der Punktegruppe bin, die noch als schwer depressiv eingestuft wird. Was bringt es mir also. Welche nennenswerte Besserung meines Lebens haben ich mit 3 Punkten mehr.

Meditation ist nachgewiesenmaßen hilfreich auch bei schweren Depressionen und Ängsten, wenn man diese über 2 Monate betreibt (es gibt eine Studie dazu).

Sport wirkt auch sehr gut. Ist auch gut für´s Selbstwertgefühl.

Laut der Psychoanalyse ist Depression eine unterdrückte Aggression verbunden mit nicht verarbeiteter Trauer. Auch das gilt es zu berücksichtigen und in einen Veränderungsprozess zu integrieren.

Soweit erst mal.

Das alles steht ja auch an verschiedenen Stellen hier im Forum. Ich wollte es nur nochmal kompakt zusammenfassen. Wobei es noch einiges mehr zu sagen gäbe.

Grüße
edgar
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Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.

Peter_Ansari
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmak

Beitrag von Peter_Ansari » Donnerstag, 12.02.15, 17:54

Also, das mit dem Sport ist übrigens besser und wirksamer als so mancher denkt.

Wobei ich Leistungssportler davon ausdrücklich ausnehme. Wer eh schon beruflich Sport macht und Wettkämpfe oder ähnliches hat, dem hilft kein Sport :cry: sondern mal ein gutes Buch :shock: !

Aber zurück zum Sport, ich kenne da einige Fachleute, die ich nicht besonders mag und die sich auch ganz seltsam dem Thema Depression nähern.

Naja, aber die haben als Kontrolle zu Medikamentenstudien eine Gruppe nur Sport machen lassen. Also an Crosstrainer, Laufband, usw. ... und nach 12 Wochen ging es denen viel besser als denen mit Medikament oder Placebo. Seit dem ziehen die das mit dem Sport vorrangig durch und messen die Körperwerte, die sich dabei ergeben - verändern.

Also wer es schafft und sich motiviert das ganze auch Draußen zu machen 3 bis 4 mal die Woche kann sich viel Leid ersparen - aber wie schon edgar sagt. ganz ohne Leid geht es im Leben nicht.
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die unter der Einnahme der Antidepressiva leiden, eine Stimme geben.
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Rät zur Vorsicht im Umgang mit Antidepressiva und warnt vor der Langzeiteinnahme.Gratuliert allen, die es geschafft haben, die Medikamente abzusetzen und wünscht denen, die gerade dabei sind die notwendige Kraft :sports: um den Weg weiter zu beschreiten. Auch wenn es dauert: Ihr schafft das :hug: !

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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmak

Beitrag von Peter_Ansari » Montag, 16.02.15, 9:19

... und weil Sport alleine nicht alles ist und es auch andere Methoden gibt - oder gute ergänzende Methoden - die einen Schutz vor Rückfällen bieten können ...

die auch :) gesunden Patienten helfen:

Hier noch ein Buchtipp von Jon Kabat-Zinn: Gesund durch Meditation
http://www.amazon.de/Gesund-durch-Medit ... 426875683/
Das ist eine Zusammenfassung seines 8-wöchigen Programms, mit dem er seit 1979 nicht nur depressive Patienten behandelt.

Oder hier für Leute, die es genauer wissen wollen.
http://www.amazon.de/achtsame-durch-Dep ... 936855803/

Wer ist Jon Kabat-Zinn?
https://www.youtube.com/watch?v=8wP7Co6Txds
http://de.wikipedia.org/wiki/Jon_Kabat-Zinn
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmak

Beitrag von Lisamarie » Montag, 16.02.15, 16:29

Hallo lieber Peter, danke für die Links, die sehen sehr vielversprechend aus. Und wir werden sie an Betroffene weiterleiten.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Markus 77
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Markus 77 » Donnerstag, 14.05.15, 11:18

Der letzte soll Schritt Psychachtrie sein ....!alternativen , Psychotherapie , genaue körperliche abklärung somatischer Erkrankung , Schilddrüse usw. Wenn unbedingt Medis nur eines und informieren ausschleichen usw. ....lg Markus
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OliverMurmelineBittchen
Seit 1.2 mirtazapin 15mg ca. 14tage ausgeschlichen. Psychische Krise: 25.2 .14 15mg mirtazapin ca. 15Tage u. 15 Tage 7,5 mg u.ausgeschlichen. ( schlief 15 Std. Damit)Seit.25.2 citalopram 10mg ( 65 Tage)umstieg am 5.4 30mg Duloxetin 14 Tage .. Dann Null( Grund:heftige kopfschmerzen,Augendruck , blutdruckkrise) seit. 15.5 Probleme mit starker Ermüdung/ tagesschläfrigkeit / war vorher nie/starker Erschöpfung/ am 1.6 2tage escitalopram 5mg ( starke Kopfschmerzen)26.6.14 in psychiatrischer Klinik mirtazapin 15mg u. 75mg bupropion . 2 Tage mit 150mg ... 75 mg zurückdosiert ( bekam bei 150mg blutdruckkrise zittrige Hände, übelkeit , Schwindel) ....Derzeitige Medikamente seit ca.seit ca.18.7:6,5m mirtazapin 7.8 ca 5mg Mitra. 2-3 mg Mirta seit 20.8..Seit 30.8 ..Seit 20.10 ca.6,5 mirtazapin seit 3. 11 15mg mirtazapin seit. 7.11 ca.12mg mirta weil 15 mg nicht benötigt!! 11mg Mirtazapin seit 21.11.13 13mg 2.12 .13 seit 18.1 Temsta 4,5mg reduziert auf null seit 22.2. 15 .! seit 20.2 15mg Mirtazapin seit 10.3.15 20mg stabil 18mg seit 15.4 .2015 seit 20.5 auf 16,5 mg schlaf 8 Std. Past 22.6 15,5 mg Versuch
....seit 14.7 . 14,5 mg mirtazapin seit 8.7.15 abilify 5mg abilify seit 18.7 2,5 mg mirta zapin seit 18.7 14mg , 13 mg mirta seit 11.8 12,5 mirtazapin seit 22.8 seit 3.9 12mg , seit 20.9 11mg ,seit 8.10.
...10 mg mirtazapin rezed. Depressionen .seit 1.10.15 9 mg 1.12.15 8 mg mirtazapin und seit 15.11 5 mg abilify schlaf ca.7-8 std . absetzerscheinung :erschöpfung (körperlich ,nervliche) erbrechen , übelkeit ...... ...7mg mirtazapin seit 25.12. 30.1......6,5mg mirtazpin 6 mg seit 29.2.16 .....19.3 5,5 mg
abilify 4,75mg ...!! abilify 5 mg 19.3 3.4.16 Umstieg wasserlösmethode 35ml ergibt 5,25
mg Mirtazapin 33ml ( 5 mg Mirtazapin ) 8.4. 16......30 ml ,( 4,5 mg ) 17.4 .16... 4mg ( 27ml ) 9.5 .16 .....31.5.16 ...3,5 mg ( 35 ml ) 24.6.16 3 mg ( 30ml ) 16.7
(26 ml ) 2,6 mg 18. 7 . 2,7 mg ( 27 ml ) 14 .8 ( 24 ml .. 2,4 mg 11.9.16 21 ml 2,1 mg ... 2 mg seit 25.9. 1,8 ml ( 1,8 mg ) seit 10.10 1,5 mg seit 5.11.16 ...1,2mg seit 30.11. (12ml ) .. 1mg ( 10ml ) 28.12.16....22.1 .17 ...0,8 mg .0,7 mg seit ...8.2.. 0,6 mg seit 18.2 ...0,5 mg 24.2 ..0,4mg ...3.3.17 0,3 mg 17.3 seit . 25.3 abgesetzt .....wieder eindosiert mit 0,2 mg ...ab 1.4.17....abgesetzt 27.4 .17 mit 0,15 mg Mirtazapin abgesetzt ...!!schlaf past 6-9 std.....seit 6.6.17 .........4 mg abilify 3,5 mg Abilify ....seit 29.6....21.7.. ..3mg. 2,6 mg ...seit 21.8 .....21.9.. 2,1 mg ...21.10...1,8 mg 21.11 1,4 mg .....21.12. .....1,00 mg .... 22.1 0,7 mg ....22.2 ... 0,4 mg abgesetzt

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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmak

Beitrag von Jimmmy_C » Freitag, 30.10.15, 18:26

Hallo Ihr Lieben,
Hallo Edgar,

der thread ist zwar schon älter, aber trotzdem wollte ich mich dafür bedanken, Edgar. Du hast das so wunderbar geschrieben, dass ich richtig gefühlt habe, was ich als Mensch brauche und wie ich wirklich funktioniere. Sich die Zeit nehmen, gut für sich zu sorgen, dass ist m.E. ein Schlüssel.
Ich habe mir in der letzten Zeit viel im Netz angesehen, was Depressionen angeht und in einem Bericht kam eben auch vor, wie viele psychische Krankheiten es auf einmal gibt, die es früher nie gab. Jemand der schüchtern ist hat eine generalisierte Sozialphobie und kann gleich medikamentös behandelt werden. Ich glaube, es liegt viel in meiner Verantwortung und mir Zeit zu nehmen, für mich und meine Entwicklung und meine "Wachstumsschmerzen" ist ein ganz wesentlicher Schritt.

Vielen Dank nochmal!!
edgar hat geschrieben:
Können Dir Deine Bekannten genau sagen, warum ?

- Es ist auch überaus wichtig gerade in unserer heutigen Zeit, sich klarzumachen, dass bestimmte Dinge bzw. Phasen im Leben, die man als unangenehm empfindet bzw. in denen man leidet, auch wieder vorübergehen, aber das Zeit braucht, die man sich heute nicht mehr gibt und es einem schwer gemacht wird, sich diese Zeit zu nehmen. Ein halbes Jahr ist nicht unbedingt ein langer Zeitraum für eine Lebenskrise, aber es kommt hierbei natürlich darauf an, was die Gründe sind. "Gut Ding will Weile haben. " Und es sind wichtige Erkenntnis- und Entwicklungsprozesse im einzelnen Menschen, die sich in diesen Zeiträumen vollziehen.

Heute wollen viele Menschen leidvolle Gefühle - was ja auch irgendwo verständlich ist - so schnell wie möglich weg haben.
Nicht zu leiden ist ja auch ein ureigenes menschliches Bedürfnis. Aber gerade in der heutigen Zeit hat man leider immer mehr das Gefühl, wieder funktionieren zu müssen, aber was ist mit der eigenen seelischen Entwicklung. Gerade in Krisenzeiten bietet sich die Chance mehr denn je, über sich hinauszuwachsen und zu reifen.

Die Antidepressiva rauben einem diese Entwicklungschancen und gaukeln einem vor, dass alles wieder in Ordnung sei, ohne dass man dafür etwas tun müsse. Daher kommt dem Arzt und Psychiater heute die Rolle des Versuchers zu. Man müsse nur diese Pille nehmen und alles ist wieder gut wie von Zauberhand. Dass sie damit in einen körperlichen Abhängigkeitsprozess geraten und ihre Gesundheit durch diesen unnatürlichen, massiven Eingriff ins Neurotransmittersystem, das komplexe Vorgänge im Körper steuert, ist kaum jemandem bekannt.

Du kannst Deinen Freunden und Bekannten auch sagen, dass die Wirksamkeit der Medikamente auch selbst bei schweren Depressionen gegenüber Placebo kein nennenswerter Unterschied ist, denn es ist nachgewiesen, dass 3 Punkte mehr auf der Hamilton-Skala, nach der die Depression gemessen wird und was dann als signifikante Wirkung gilt, immer noch bedeuten kann, dass ich innerhalb der Punktegruppe bin, die noch als schwer depressiv eingestuft wird. Was bringt es mir also. Welche nennenswerte Besserung meines Lebens haben ich mit 3 Punkten mehr.

Grüße
edgar
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MurmelinepadmaMockingjay
Seit Juni 2015 beginnend depressive Verstimmungen aufgrund beruflicher Überlastung

Im September 2015 vom Psychiater Fluoxetin verschrieben bekommen
Nach 11 Tagen wegen massiven Nebenwirkungen (Todesangst, Panikattacken, Suizidialität, Depression, Aggression, Gereiztheit)
Insgesamt 11 Tage eingenommen

1 Woche 0 mg - Extreme Panikattacken, nicht arbeitsfähig, Schwitzen, Durchfall, Kreislaufbeschwerden, Depression, starke, kaum aushaltbare "Stresszustände"
2 Woche 0 mg - Einmal Rettungsstelle wegen Panikattacken mit Depersonalisierung und depressiven Zuständen, als Bedarfsmedikament: Promethazin 25mg
3 Woche 0 mg - bin wieder bedingt arbeitsfähig, trotzdem depressive Verstimmungen, Ohrensausen lauter, Wellen von Ausgeglichenheit, immer noch phasenweise "Fremdheitsgefühl"
4 Woche 0 mg - überwiegend jetzt depressive Zustände (Stärke ungefähr leicht bis mittelschwer) und Unruhe abwechselnd über den Tag mit positiven Fenstern, abends besser als morgens, teilweise Schlaflosigkeit - fühlt isch immer noch fremd an.
5 Woche 0 mg - Auf der körperlichen Ebene ist soweit alles wieder i.O, bis auf manchmal etwas Schwindel und Kreislaufunregelmäßigkeiten (Wenn ich zu schnell aufstehe z.B.). Im Moment gibt es über den Tag Wellen von Angst/Depressions-Zuständen, die an Stärke abnehmen. Teilweise schlimme und gruselige Zwangsgedanken besonders Abends, was das Einschlafen erschwert. Joggen und gutes Essen tun mir gut.
6 Woche 0 mg - depressive Zustände, ca. leicht bis mittelschwer, teilweise Suizidphantasien, Erschöpfung, Alltag geht, aber mit Kraftaufwand, Verlauf der Besserung oder Veränderung gegenüber den ersten Tagen nicht mehr so gut wahrnehmbar.
7 und 8 Woche 0 mg - körperlich kaum mehr Symptome, ansonsten depressive Gefühlslage mit Suizidgedanken. Speziell morgens und dann flacher über den Tag verteilt
12 Woche 0 mg - immer noch depressive Zustände, leicht bis mittelschwer, bin aber arbeitsfähig, jogge regelmäßig und kann bedingt soziale Kontakte pflegen, paradoxe Wirkung von Medikamenten sogar teilweise Genussmitteln, Schwierigkeiten zu entspannen
Update 17.03.2016: 5 Monate und 14 Tage auf 0mg. Kuriere gerade eine Virusgrippe aus. Hatte 4 Tage lang Fieber. Heute ist Tag 14. Ich bin noch ziemlich geschwächt. Leider hat das alles wieder angetriggert. Angst- und Depressionsgefühle vorne weg. Bin sehr niedergeschlagen.

Update 17.05.2016, 8 Monate und 3 Tage auf 0mg. Immer noch depressive Gefühle, mal stärker mal schwächer. Schwankt zwischen Verstimmung und Wellen mittelschwerer Depression. Angst und immer noch finstere Gedanken. Sport ist immer noch schwierig

SPatriot
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von SPatriot » Montag, 15.02.16, 13:55

Hallo !

Bezüglich guter Bücher kann ich Eckart Tolle empfehlen. Mir hat seine Lehre in den dunkelsten Stunden sehr geholfen. Bei ihm dreht sich alles um das JETZT. Den Moment so zu akzeptieren wie er ist. Einfach nichtmehr gegen ihn (gegen den aktuellen Zustand) kämpfen, sondern einfach loslassen und erstmal annehmen. Das war natürlich äußerst oberflächlich wiedergegeben......aber darum dreht sich u.a. der Inhalt seiner Bücher. Mir hat das sehr geholfen, da ich nicht gut darin bin, die Dinge so anzunehmen, wie sie sind. dadurch entsteht immer ein Kampf.....welcher vollkommen unproduktiv ist. Und gewinnen kann man ihn auch nicht. Der erste wesentliche Schritt zur Genesung war wohl bei jedem immer erstmal das Annehmen. Das hat bei mir fast 4 Monate gedauert.....dann, als ich endlich losgelassen habe (von gedanken wie "warum nur ich....?"...."ich will mein altes Leben wieder"....usw.) ging es leichter. Ich kann Eckart Tolle nur jedem empfehlen, sofern die Muse besteht ein Buch zu lesen. :)

Ich denke, die wichtigste Erkenntnis, die ich seit meines Zusammenbruchs machen durfte ist, dass jede Erkrankung immer (auch wenn es schwer fällt, das so zu akzeptieren) auch irgendetwas wichtiges und gutes mit sich bringt. Mir z.B. hat das alles trotz der wirklich fiesen und dunklen Tage, Nächte und Stunden auch ungleich mehr Mitgefühl für andere Menschen in Not gebracht. Ich genieße die Natur (die ich sowieso schon immer liebte) nochmal auf eine wesentlich intensivere Form. Die "Fenster" sind für mich ein Geschenk ......und erst jetzt lerne ich das Leben plötzlich richtig zu schätzen und zu lieben. Ich beschwere mich kaum noch über irgendetwas. Ja...auch wenn es komisch klingt, aber mich hat das alles ziemlich schnell extrem verändert.
Ich denke, wenn man das (inkl. der zähen Ausschleicherei) überstanden hat....geht man als völlig anderer Mensch (in positivem Sinne) durch die Welt.

Ich wollte mich kurz noch zum Thema Sport äußern....
Es gibt viele Möglichkeiten in eine Krise zu rutschen. Ein Burnout kann durch unsagbar viele Faktoren auftreten. Ein wichtiger Faktor, der selten angesprochen wird und selten als Grund für einen Burnout gesehen wird ist das Übertraining. Zuviel und zu harter Sport über lange Zeit ohne genug Regeneration räumt zuverlässig sämtliche Speicher leer. Durch diese dauerhafte überlastung des sympatischen Nervensystems geriet ich in einen derart heftigen Überlastungszustand, dass es mir nichtmehr möglich war, 10 Treppenstufen zu erklimmen. Mein Körper war fertig. Die Ärzte in der Klinik rieten mir wegen meines Herzens (Sportlerherz - Ruhepuls bei 48) unbedingt etwas Ausdauersport zu betreiben. Gesagt getan.....20 Minuten ganz leichtes Jogging und 10 Minuten lockeres Brustschwimmen. Also 30 Minuten leichter Sport. Mein Zusammenbruch lag bis dahin rund 5 Wochen zurück. Nach der ersten Sporteinheit kolabrierte mein System komplett. (Herzrasen, Panik, Nervenzusammenbruch). Jetzt, knapp 4,5 Monate später kann ich immernoch keinen Sport machen!

Sport ist also nur bedingt ratsam....da er eben das sympathische Nervensystem triggert.

Wenn ich mich rückblickend frage, ob ich mit jetzigem Wissensstand eine Alternative zu den AD und NL sehe, muss ich leider gestehen, dass ich keine sehe. Zu Beginn hatten sie ihre Daseinsberechtigung. Leider war die Aufklärung bezgl. des Umgangs mit den Medis quasi nicht vorhanden. Darin liegt das Problem.

Ergänzend zu den Tipps, die hier schon aufgeführt sind, finde ich noch folgendes hilfreich...
- tagsüber 30-60 Minuten in der Natur (Wald) spazieren gehen. Auch im Regen. Die frische Luft ist extrem wohltuend.
- Meditation, oder einfach nur auf dem Sofa sitzen und in sich hinein hören....aufkommende Emotionen verarbeiten, statt sie zu unterdrücken.
- Musik !

Liebe Grüße !
Mario
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MurmelineOliverLinLinapadmaJamieMonalindejojonicJeanetteDomuratDane
- Ende Sept. 2015 - Übertraining - kompletter Zusammenbruch
- 01.10.2015 - 3 Wochen Klinik
Entlassen mit :
30 Mg Mirtazapin
250 mg Quetiapin

Reduktion :

Mirtazapin:
28.12.2015 : Reduktion auf 15mg. 14 Tage später Angst, völlige Leere, Schlaflosigkeit. Vollkommene Verzweiflung, Gebete und Tränen. Trotzdem bei 15 mg geblieben.

Quetiapin:
Silvester '15 von 250 mg auf 150 mg und dann weiter auf 62,5 mg ! Viel zu schnell !! Januar '16 war insgesamt ein kompletter Alptraum : Suizidabsichten, Schlaflosigkeit, vollständige Verzweiflung, Angst, Wut UND Selbsterkenntnis.
12.02.2016 : 62,5 mg Stabilisierung.

Stand 12.02.2016 : 15 mg Mirtazapin / 62,5 mg Quetiapin

Start der kontrollierten Reduktion :

Quetiapin :

05.03.2016 - Quetiapin 56 mg (leichte Absetzsymptome - Unruhe, weniger Schlaf. Alles aushaltbar)
19.03.2016 - Quetiapin 50 mg (keine Symptome)

- seit Anfang April (Stand 10.04.) heftige Welle (Mehrere Tage schlaflos, Neuro-Wut/Angst, Zaps und Nervenflimmern - Horror!) - vermutlich ein Rebound von der 50%-Redukion (Mirtazapin) während der Jahreswende. Erstmal Reduktionsstop. :cry:

29.05.2016 - Quetiapin 44 mg (Mitte der 2 Woche leichte Symptome : schlechter Schlaf, Emotionslosigkeit, Dumpfheit, innere Unruhe, Nerven fühlen sich an, als würden sie leicht unter Strom stehen - seltsam. Nach 3 Wochen hat sich alles gelegt)
18.06.2016 - Quetiapin 37,5 mg (in der 4 Woche leichte Probleme mit den Nerven und dem Schlaf)
23.07.2016 - Quetiapin 31,25 mg
03.09.2016 - Quetiapin 25,00 mg
12.10.2016 - Quetiapin 18,75 mg
20.11.2016 - Quetiapin 12,50 mg
04.02.2017 - Quetiapin 6,25 mg
14.03.2017 - Quetiapin 0,00 mg
Die Symptome während der Absetzschritte waren immer gleich oder sehr ähnlich und traten prinzipiell sofort ab der ersten Nacht für etwa 2 Tage auf, dann folgte eine ruhigere Zeit über etwa 3 Wochen. In der 4 und 5 Woche kamen dann wieder die immer selben Beschwerden für kurze Zeit. Ich liste das alles mal in der Reihenfolge auf, wie ich es wahr nahm :
- sehr schlechter Schlaf, Kribbeln im Kopf (nur nachts !)
- Vibrieren (nur nachts)
- ab der 4 und 5 Woche immer nur kurze Zeit :
- Neurowut !
- latente Angststörung und Verfremdung
- latente Dumpfheit/Teilnamslosigkeit
- Anflug leichter Depression
- gelegentlich Gedankenspiralen mit Endlosschleifen
- Aggression
-------------------------------------------

Mirtazapin :

25.05.'17 - 14,00 mg
30.06.'17 - 13,00 mg
04.08.'17 - 12,00 mg
23.10.'17 - 11,00 mg
11.12.'17 - 10,00 mg
29.01.'18 - 09,00 mg
19.03.'18 - 08,00 mg
07.05.'18 - 07,20 mg
02.07.'18 - 06,40 mg
27.08.'18 - 05,60 mg
08.10.'18 - 04,80 mg
03.12.'18 - 04,00 mg (Mega Absetzzymptome !! :shock:)
15.12.'18 - 05,00 mg (ging nicht anders)
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Jamie » Montag, 15.02.16, 18:49

Hallo,

mir hat das Hörbuch von Eckhart "Jetzt! Die Kraft der Gegenwart" das Leben gerettet.
Ich war im Entzug, die Klinik hat mich auf Benzos eingestellt und damit zu einer Abhängigen gemacht, mein Freund - meine große Liebe - hat mich verlassen, ich musste die Uni abbrechen, ich hatte keine Wohnung mehr und musste zu meinen Eltern zurückziehen.
Ich hatte alles verloren. Alles.

Ich habe über Monate jeden Tag den Impuls gehabt sterben zu wollen. Eckhart saved my life.

Ich habe hier im ADFD schon oft über Tolle und seine Hörbücher / Bücher / Videos gesprochen. Ich freue mich immer, Gleichgesinnte zu treffen.


Grüße :hug:
Jamie
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von SPatriot » Montag, 15.02.16, 19:49

Hey Jamie!

cool! Selten trifft man Personen, die mit Tolle etwas anfangen können, geschweige denn ihn überhaupt kennen! Freut mich auch sehr!

"Die Kraft der Gegenwart".... dieses Buch begleitet mich schon seit Jahren. Jetzt während meiner Erkrankung habe ich es voller Zorn inmitten einer heftigen Panik-Angst-Attacke mehrmals gegen die Wand geschleudert.... und dann wieder liebevoll zusammengeklebt. Ich habe es und mich gehasst dafür, dass es mir während der schlimmen Krisen nicht gelungen ist, im Jetzt zu bleiben... in meinem inneren Körper zu ruhen, sondern stattdessen einen Katastrophengedanken nach dem nächsten wuchern zu lassen.
Es hat mich stark geprägt und die Lehre (die übrigens auch u. a. sehr schön von Ramana Maharshi gelehrt wird) ist mein fester Glaube, der mir Trost und Kraft gibt. "Stille spricht" ist auch ein schönes Buch von ihm. Oder "Eine neue Erde".
Ich kann übrigens auch "Die Kürze des Lebens" von Seneca sehr empfehlen :)

Liebe Grüße,
Mario
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- Ende Sept. 2015 - Übertraining - kompletter Zusammenbruch
- 01.10.2015 - 3 Wochen Klinik
Entlassen mit :
30 Mg Mirtazapin
250 mg Quetiapin

Reduktion :

Mirtazapin:
28.12.2015 : Reduktion auf 15mg. 14 Tage später Angst, völlige Leere, Schlaflosigkeit. Vollkommene Verzweiflung, Gebete und Tränen. Trotzdem bei 15 mg geblieben.

Quetiapin:
Silvester '15 von 250 mg auf 150 mg und dann weiter auf 62,5 mg ! Viel zu schnell !! Januar '16 war insgesamt ein kompletter Alptraum : Suizidabsichten, Schlaflosigkeit, vollständige Verzweiflung, Angst, Wut UND Selbsterkenntnis.
12.02.2016 : 62,5 mg Stabilisierung.

Stand 12.02.2016 : 15 mg Mirtazapin / 62,5 mg Quetiapin

Start der kontrollierten Reduktion :

Quetiapin :

05.03.2016 - Quetiapin 56 mg (leichte Absetzsymptome - Unruhe, weniger Schlaf. Alles aushaltbar)
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29.05.2016 - Quetiapin 44 mg (Mitte der 2 Woche leichte Symptome : schlechter Schlaf, Emotionslosigkeit, Dumpfheit, innere Unruhe, Nerven fühlen sich an, als würden sie leicht unter Strom stehen - seltsam. Nach 3 Wochen hat sich alles gelegt)
18.06.2016 - Quetiapin 37,5 mg (in der 4 Woche leichte Probleme mit den Nerven und dem Schlaf)
23.07.2016 - Quetiapin 31,25 mg
03.09.2016 - Quetiapin 25,00 mg
12.10.2016 - Quetiapin 18,75 mg
20.11.2016 - Quetiapin 12,50 mg
04.02.2017 - Quetiapin 6,25 mg
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Die Symptome während der Absetzschritte waren immer gleich oder sehr ähnlich und traten prinzipiell sofort ab der ersten Nacht für etwa 2 Tage auf, dann folgte eine ruhigere Zeit über etwa 3 Wochen. In der 4 und 5 Woche kamen dann wieder die immer selben Beschwerden für kurze Zeit. Ich liste das alles mal in der Reihenfolge auf, wie ich es wahr nahm :
- sehr schlechter Schlaf, Kribbeln im Kopf (nur nachts !)
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- Neurowut !
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- latente Dumpfheit/Teilnamslosigkeit
- Anflug leichter Depression
- gelegentlich Gedankenspiralen mit Endlosschleifen
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Mirtazapin :

25.05.'17 - 14,00 mg
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Sephoris0 » Dienstag, 22.03.16, 21:22

Hey,
ich habe jetzt nicht alles durchgelesen, möchte einfach meine "Erfahrung" schreiben. Ich hatte schwere Depri, Angst, Panik, Zwang.
Klar, ich hatte/habe Medis und war in Intensivbehandlung. Aber was mir wirklich rausgeholfen hat - ich fühle mich seit Sommer 2015 gesund - war die richtige Thera und mein Wille, mein unbedingter Wille. Meine Stärke war dazu auch wichtig. Ich habe mir Bücher gekauft und im Internet viel gelesen...aber nicht so Zeug wie "Mir gehts schlecht, wem geht es noch so?". Mir war immer wichtig, eine Lösung für das Problem zu finden. Im Net habe ich gegooglet nach "Was tun gegen Depri u.a.". Und das dann auch ernst nehmen und befolgen...bewusst umdenken, egal wie schwer es ist. Stopp setzen bei schlimmen Deprigedanken, inneres Niedermachen unterbinden. Sich selbst loben, nicht alles zerreden. Lob von anderen annehmen, wie sehr man auch widersprechen möchte, und sich bedanken. Bei Deprischub bewusst nicht rumhängen, sondern raus, aktiv sein, Tagesablauf planen,...
Beim Zwang wirklich gegen die Angst angehen, dass etwas passieren könnte, mit aller Kraft nicht den Zwang ausüben, das danach auch positiv und bewusst als Erfolg verbuchen. Wenn es mal nicht gelingt, es nicht gleich dramatisieren.
Selbstbewusstsein dringend aufbauen. Auch hierzu bietet das Net Infos.
Ich habe auch die Thera immer gefragt: Was kann ich dagegen tun?
Gegen die Angst bewusst in diese Situationen reingehen, merken, dass man dabei nicht stirbt, es als Erfolg verbuchen und weiter üben...
Und so weiter...es ist eine harte Arbeit, aktive Arbeit, man braucht den unbedingten Willen (haben aber leider nur wenige) und man muss sich seine Stärke auch zulassen. Man darf nicht locker lassen.
Und kommunizieren, wenn es mal schlecht geht, aber sich bewusst da wieder mit positiver "Sonne" rausholen, umdenken!
Es geht! LG, Sephoris0
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Meine Diagnosen und Medis, Verlauf:
2007 Diagnose Hashimoto - heute 150mg L-Thyroxin

2008 Diagnose Rheumatoide Arthritis - heute 1x1 Sulfasalazin

2011 Diagnosen Angststörung (mit Panik), Zwang, schwere rezidivierende Depression, soziale Phobie

Mediverlauf:
03/2011 Mirtazapin 30 mg - hat mich umgehauen - auf 15 mg gegangen
05-11/2011 Truxal als Bedarfsmedi
06/2011 Risperidon 2,0 mg
12/2011 Mirtazapin aprupt abgesetzt (sollte laut Arzt) und ersetzt durch erst 150, dann 300 mg Elontril
08/2012 Risperidon 2,5 mg
2013 Risperidon 2,0 mg
2013 Opipramol 50 als Bedarfsmedi, dann 50 mg als Dauermedi, dann 100 mg als Dauermedi
2014 Risperidon auf 1,5 mg, auf meinen Wunsch hin
1,0 mg Tavor als Bedarfsmedi
09/2015 Opipramol auf 50 mg eigenmächtig
08/2015 Risperidon auf 1,0 mg eigenmächtig
01/2016 Risperidon auf 0,5 mg eigenmächtig
seit Ende 2014 Bitte an die Ärztin, Medis runtersetzen zu dürfen, 2015 Bitte, Elontril runterzusetzen u.a. - immer abgelehnt
2016 immer noch 15 mg Opipramol - Ende 04/16 0 mg
02/2016 150 mg Elontril bzw. Ersatzpräparat
03/16 Risperidon auf 0,25 mg
Seit 02/2016 Medikamentenkrise - immer muss man für alles Medis nehmen :x :shock: :o
aprupt Medis abgesetzt wegen Absetzerscheinungen
Seit 05/2016 völlig frei von AD's, Benzos und Antiepileptika,...

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Re: Das schöne Wetter und die Symptome

Beitrag von Katharina » Dienstag, 07.06.16, 15:29

Hallo!

Was mir wichtig ist,ist fest zuhalten , das ich nach meiner 18 Jährigen Benzo und vielen anderen Psychofarmkaabhängigkeit (bis zu hundert Tropfen Rohypnol auf einmal vor einer Prüfung in Anatomie um die Prüfungspanik niedrig zuhalten)

nach der 9 wöchendlichen stationären, sehr schweren Entgiftung, mindestens einem Jahr dananch Entzügikeit plus darauf folgende schwerste Traumaauf- und Verarbeitung

WÄHRENDESSEN und 10 Jahre insgesammt nach der Entgiftung bis zu einer anderen medikamentösen Therapie,
die wiederum Psychofarmaka not-wendig machte,

FREI

von jeglicher Medikamentation war, kein Aspirin bei Kopfweh usw. nicht, keine Ausnahme okay, nach dem Zahnziehen bat ich, das man mir abgezählte Schmerzmittel mit gab.

Ohne jegliches AD o.ä. durch das nicht gewusste unbewusste dann hochgekommene Trauma durch.
Welcher Art ungefähr steht in meinem Bericht.

Ich fuhr 40 Kilometer Rad an Sommertagen währendessen, zum Badesee zum Therapeuten, zur Arbeit und zum Badesse zurück, dann nach Hause. Mit einem normalen Fahrrad.
Ich aß, ich war kräfig, ich stand früh morgens auf, trotz Depression trotz Panik trotz allem.
Nicht weil ich so toll war, sondern weil es mir möglich war.

ich möchte dies mit aller Deutlichkeit den jungen Menschen hier schreiben, um Mut zu machen, sich in Krisensituationen erst einmal bei den Medikamenten"verteilenden" Ärtzen aufzurichten, was unmöglich scheint im Leid und zu erbitten, erst einmal andere Therapievorschläge an den Tag zu legen.

Ich denke wenn man einen Menschen in einer Krise zwei Wochen krank schreibt zum Beispiel, damit er sich in Ruhe nach Alternativen um sehen kann, mal liegen bleiben kann, was auch immer ihm gut tun möge, ein langes Wochenende muß ja nicht weit weg sein ,Tapetenwechsel, Familien-Abstand, Arbeitgeber-Abstand und vieles andere mehr.

Ich maße mir nicht an zu sagen, Psychofarmka kann man soll man muß man weglassen, ich kenne Menschen die mit diesen Medikamenten nur am Leben bleiben können.

Ich kenne Zeiten und Krisen, schwere Familienzusammenbrüche, Ermordung durch einen stalker u deren zerstörte Familie Kleinstkinder ohne Mutter, Bruder mit einem Mörderbruder.
All die anderen schweren Tragödien die auch ohne Psychofarmaka durchlebt wurden.
Da schrie die Betroffene in Ohnmacht und es ließ ab von ihr. Sie schrie gesund und nicht medikamentenbetäubt, bis sie es lassen konnte aber man ließ sie schreien, die Schwiegermutter schrie mit.
Die Kinder durchlebten Identitätskrisen, gingen vom "rechten Wege" ab verhielten sich Besorgnis erregend und fingen sich wieder ein, holten ein Jahr Schule nach, erreichten nicht ihre Ziele schlugen andere Wege ein und nahmen andere Ziele an.

Heroinabhängige sollten nach Entzug wenn irgendmöglich keine Psychofarmaka akzeptieren, Suchtverlagerung ist schnell erreicht.
Einer lebt sein Lebennach der Heroineinahme plus Psychofarmaka leicht depressiv, leicht hypochondrisch, ging aber dann plötzlich Samba-Tanzen und wuchs im "Alter" noch über sich hinaus, wird immer seine Schäden und Unmachbarkeiten haben und behalten.
Ist das alles weg zu therapieren? Weshalb? Es geht nicht gut aber es geht.

Ihr jungen Leute, 16jährig unter den anderen, bitte. Ihr schafft das da wieder raus zu kommen.

Ich merke sehr deutlich das ich immer sensibler werde was Psychofarmakareduzierung und "normale" Medikamenteneinahme bei Kopfschmerzen, mir geht es immer schlechter damit mein Körper tolleriert es nicht mehr.

Es kann immer etwas Großes passieren wie die lebensgefährliche Bauchspeicheldrüsenentzündung, da bekam ich einem Medikamentenmix, Schmerzmittel Opiate Antiübelkeit, da muss man dann durch.

Geht vorsichtig um mit dem Körper und seinen Möglichkeiten, individuell natürlich, Medikamente aufzunehmen und zu verarbeiten.

Stellt die Ärzte, die Medikamente die Pharmaindustrie in Frage; es ist extrem schwierig dies zu tun, wenn man sich am Ende fühlt, das Rezept herüber gereicht wird, mit einem "es wird besser damit".

Ich möchte Hoffnung gegen das es auch Ohne besser werden kann und wird.

Denn wir hier, wir haben unsere Krisen und Probleme nach wie vor und setzen mit diesen nun auch noch unsere uns kränker machenden Medikamente ab!

Ist das nicht toll?
Macht das keine Hoffnung?

Ich wünsche viel, viel Mut und Zuversicht.

Katharina
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Mockingjay
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Mockingjay » Mittwoch, 23.11.16, 15:06

Akezptanz, Dankbarkeit und Selbstmitgefühl lernen. <3 <3
Yoga & Autogenes Training -> wirkt Wunder, sofern regelmässig (täglich)

Leichter Sport (Bsp. Aerobic, Gymnastik)
möglichst viel in den Wald spazieren gehen
Gesunde Ernährung, Verzicht auf Weizenprodukte
Vitamin D, Magnesium, Eisenkrauttee, Omega-3.
Bei akuten Angstzustünden ca.30-40 Baldriantropfen mit wenig Wasser verdünnt einnehmen.
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2016-2018:
Juni 2016 direkt von 20 auf 15mg -> schwere Probleme nach 2-3 Monaten, wieder aufdosiert.
Neuer Versuch ab Januar 2017 mit 1mg Schritten bis auf 10mg ab September 2017. 6 Monate Absetzpause.
Ab 18.04.2018 wieder rauf auf 15mg wegen akuter Suizidgefahr aufgrund neuer Jobsitutation. Anfang Juni während stationärem Aufenhalt auf 20mg und Abbruch des Absetzversuches bis auf weiteres. Seit Mai 2018 nicht mehr berufstätig. Beginn Abklärng Frührente (IV).
2019:
05.02. Reduktion auf 15mg.
Jahrgang 1974.

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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Mockingjay » Donnerstag, 24.11.16, 8:21

Da bin ich derzeit auch wieder dran, diese Seite gibts schon seit Jahren, ein Glückstraining von Dr. Hirschhausen, dem bekannten TV-Arzt. (positive Psychologie).

http://www.glueck-kommt-selten-allein.de/
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2016-2018:
Juni 2016 direkt von 20 auf 15mg -> schwere Probleme nach 2-3 Monaten, wieder aufdosiert.
Neuer Versuch ab Januar 2017 mit 1mg Schritten bis auf 10mg ab September 2017. 6 Monate Absetzpause.
Ab 18.04.2018 wieder rauf auf 15mg wegen akuter Suizidgefahr aufgrund neuer Jobsitutation. Anfang Juni während stationärem Aufenhalt auf 20mg und Abbruch des Absetzversuches bis auf weiteres. Seit Mai 2018 nicht mehr berufstätig. Beginn Abklärng Frührente (IV).
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Rachel34 » Sonntag, 15.01.17, 21:48

Was ratet man dann bipolaren als,Alternative????
Oder bei Tinnitus? Eine,Tante ist nun auf der psychopharmiker Schiene.
Das frag ich mich auch? Glg Rachel
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01/2014 Stillpsychose danach schwere Depression
Medikamente: Zyprexa 10mg, Duloxetin 120mg, Valproinsäure ?mg, Lyrica ?mg
03/2015 Rückfall Depression, da Zyprexa abgesetzt für 1 Woche
10/2015 rasches Ausschleichen von Zyprexa 10mg - Ca. 2 Monate,
01/2016-03/2016 Ausschleichen von Valproinsäue ?mg

Aktuell:
Ausschleichen von Duloxetin 120mg seit 15.05. Um 2,5% weniger
Seit 22.05.16 um 5% weniger
Seit 19.06.16 um 15% weniger = 102 mg
Seit 17.07.16 um 25% weniger = 90mg
Seit 14.08.16 wieder 10% weniger = 78mg
Ab 11.09.16 wieder 10% weniger = 66mg
Seit 09.10.16 um 10% weniger = 54 mg (stimmte nicht, da ich falsch gezählt habe!!!!) Richtig ist, dass ich da schon auf 48mg war!!!! Dafür dann 2 Monate, da ich Lungenentzündung und dann Gürtelrose hatte.
Seit 04.12.16 minus 168 Kügelchen von 290 Kügelchen der 60mg Dosis = 25mg
Seit 29.01.2017 13 mg.....es geht dem Ende zu...juhuu :party2:
Seit 08.02. Wieder 15 mg
Seit 27.03. Um 5% reduziert....aktuell 9 mg
Seit 23.04.17 um 4,5 mg reduziert....aktuell 4,5 mg
Seit 03.08.17....auf 4mg (22 Kügelchen)
Seit 27.08.17....3,5 mg (19 kügelchen)
Seit 29.09.17.....3 mg (16 Kügelchen)
Seit 12.11.17....2,5 mg (13 Kügelchen)
Seit 17.12.17....2 mg (10 Kügelchen)
vor Weihnachten wieder aufdosiert auf 2,5 mg (13 Kügelchen)
Seit 18.02. Auf 12 Kügelchen (2,3 mg)
03/2018 ...11 Kügelchen
Seit 21.04.....1,92 mg (10 Kügelchen)
Vor 4 Wochen von 3 Kügelchen auf 2 reduziert. Am 17.02. Auf 1 Kugel reduziert, obwohl starke Nackenschmerzen. 1 Tag später psychotische Symptome? Angst und Panik, starker Schwindel
Seit 20.02.19 wieder 2 Kügelchen

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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Jamie » Montag, 16.01.17, 9:55

Hallo Rachel,

also zu bipolar sind meine Erfahrungen begrenzt, aber einen Tinnitus mit AD behandeln zu wollen ist bescheuert.
Man weiß bis heute nicht, wie Tinnitus entsteht, aber eine psychische Erkrankung ist es nicht. Es scheint zwar eine eindeutige Stresskomponente zu geben, aber dann muss man in aller erster Linie den Stress / die Belastung reduzieren und Entspannungsübungen / Achtsamkeit und Abschalten lernen und sich mehr Ruhe gönnen.
Wenn man da AD nimmt, dann hat man höchstens den Effekt, dass man dem Tinnitus gleichgültiger gegenübersteht, weil viele AD einen abschirmen.
Aber was soll das bringen? Dadurch ist weder der Ton weg noch die Ursache angegangen (?)

Grüße
Jamie
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Rachel34 » Montag, 16.01.17, 22:09

Hallo Jamie.

Ja, leider sehr ich das auch so mit dem Tinnitus.
War geschockt, als ich erfuhr, dass sie nun AD nehmen muss. Schlafmittel muss sie auch nehmen und was genau noch, weiß ich leider nicht. Werde aber mal genauer fragen und mir die Medis zeigen lassen.
Angstzustände hat sie, deshalb die AD.
Sie,tut mir sooo leid, möchte gern helfen, g ab ihr Hypnose vorgeschlagen (hab ich zwar selber noch nie gemacht), aber vielleicht kann n an die Ursache so finden?

Lg Rachel
01/2014 Stillpsychose danach schwere Depression
Medikamente: Zyprexa 10mg, Duloxetin 120mg, Valproinsäure ?mg, Lyrica ?mg
03/2015 Rückfall Depression, da Zyprexa abgesetzt für 1 Woche
10/2015 rasches Ausschleichen von Zyprexa 10mg - Ca. 2 Monate,
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Seit 22.05.16 um 5% weniger
Seit 19.06.16 um 15% weniger = 102 mg
Seit 17.07.16 um 25% weniger = 90mg
Seit 14.08.16 wieder 10% weniger = 78mg
Ab 11.09.16 wieder 10% weniger = 66mg
Seit 09.10.16 um 10% weniger = 54 mg (stimmte nicht, da ich falsch gezählt habe!!!!) Richtig ist, dass ich da schon auf 48mg war!!!! Dafür dann 2 Monate, da ich Lungenentzündung und dann Gürtelrose hatte.
Seit 04.12.16 minus 168 Kügelchen von 290 Kügelchen der 60mg Dosis = 25mg
Seit 29.01.2017 13 mg.....es geht dem Ende zu...juhuu :party2:
Seit 08.02. Wieder 15 mg
Seit 27.03. Um 5% reduziert....aktuell 9 mg
Seit 23.04.17 um 4,5 mg reduziert....aktuell 4,5 mg
Seit 03.08.17....auf 4mg (22 Kügelchen)
Seit 27.08.17....3,5 mg (19 kügelchen)
Seit 29.09.17.....3 mg (16 Kügelchen)
Seit 12.11.17....2,5 mg (13 Kügelchen)
Seit 17.12.17....2 mg (10 Kügelchen)
vor Weihnachten wieder aufdosiert auf 2,5 mg (13 Kügelchen)
Seit 18.02. Auf 12 Kügelchen (2,3 mg)
03/2018 ...11 Kügelchen
Seit 21.04.....1,92 mg (10 Kügelchen)
Vor 4 Wochen von 3 Kügelchen auf 2 reduziert. Am 17.02. Auf 1 Kugel reduziert, obwohl starke Nackenschmerzen. 1 Tag später psychotische Symptome? Angst und Panik, starker Schwindel
Seit 20.02.19 wieder 2 Kügelchen

Katharina
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Katharina » Dienstag, 17.01.17, 1:46

:group: Hallo, :group:

Da ich eine schwere Trauma Behandlung nach stationären Entzug ohne Medikamente gemacht habe, und 10 Jahre nicht ein Aspirin genommen habe, denn nach meiner 18 jährigen Psychofarmaka Abhängigkeit waren Medikamente tabu, glaube ich an andere Möglichkeiten.

Heute weiß ich das der Therapeut oft fürchtete mich einweisen zu müssen, aufgrund der Aufarbeitungssymptomatiken.

Ich habe aber eine Krankenhaus Phobie.
( Betten, und Fixierungs-Panik -wenn auch nie im KH fixiert aber "anderswo und andersartig;" ).

Ich habe es so geschafft, indem ich einen Therapeuten hatte, zur PT-Bewältigung, eine ambulante Sucht-Gruppe, und für jeden Wochentag eine Selbsthilfe Gruppe.

Später zwei Selbsthilfe Gruppen plus einer wöchentlichen Therapie Stunde, im Notfall mehr.

Aus den Selbsthilfegruppen ergaben sich Freundschaften und Bekanntschaften,Not-Telefonnummern wurden vergeben, private Treffen fanden statt.

Kurz: reden reden reden, beieinander sein, Betroffene kennen lernen, etwas gemeinsam unternehmen.


Psychofarmaka habe ich nach 10 Jahren unter Begleitung des Suchttherapeuten
wieder begonnen zu nehmen, als der Arzt mir drohte, die lebensnotwendige
Interferon Therapie zu streichen,
er meinte ich müsse Antidepressiva begleitend
dazu einnehmen.

Wenn es möglich ist, eine schwere Trauma-Therapie ohne jegliche Tablette
zu ertragen, einfach weil Tabletten keine Option darstellten, als Schwerstabhängige,
und mir das Gelingen dessen ohne Medikamente meine eigenen Kräfte auf zeigte
was wiederum erneut enorm stärkt, dieses
aus eigener Kraft heraus zu können

müsste das auch eine Möglichkeit für andere Menschen sein, wenn ein enges
menschliches "Schutznetz" besteht,
nicht anders,als dieses Forum es letztlich ist.

Für psychische Schwerstarbeit müssen, meiner Meinung nach ein und mehrere Gegenüber vorhanden sein.

Meine Traumatische Problematik begann im dritten Lebensjahr, führte fort bis zum 21,
völlig unbewusst, abgespalten von normalen Alltag. Es war keine leichte PTBS, wie man heute sagt.

Durch jahrelange Deckelung mit Psychofarmaka blieben die dennoch auftretenden
Symptome erträglich.

Nach deren Wegfallen durch den Entzug kam hoch,was hoch kommen musste
und ist therapiert und beendet,
es sei denn Trigger treten auf, was normal ist.

Vier andere Menschen kenne ich, die aufgrund von schwerer Substanz-Abhängigkeit nie wieder ein Medikament, zumindest kein Psychofarmaka, und keinen Tropfen Alkohol lebenslang einnehmen, nachdem sie erfahren mussten was dann geschah, wie blitzschnell eine Verlagerung zur anderen Substanz geschah, ohne eigenen Willen, duch das Suchtmuster.

Sie haben das alle geschafft, sie haben alle ihre Eigenartigkeiten und mehr oder minder schwere Leben zu führen, sind aber frei von im Hirnstoffwechsel wirksamen Substanzen.

Ich weiß, das alle vier ihre Würde wieder errungen haben und diese um keinen Preis der Welt wieder hergeben würden, egal wie holperig ihr Weg, wie einsam ihr Leben uvm. sich ihnen ermöglicht.


Ich wünsche, das alternative Wege und Möglichkeiten in den Vordergrund geraten in Zukunft.


Gruß,
Katharina
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Sephoris0
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Sephoris0 » Freitag, 17.02.17, 16:34

Hey,
ich bin ja nun lange alles Psychopharmaka los.
Ich frage mich im Nachgang immer wieder, was hat mir das Zeug eigentlich "geholfen"? Was hat es bewirkt? Es hat mein Gehirn gedämpft, mich langsamer gemacht, meine Gefühle genpommen, mich sprachlos gemacht, und das wars. Ich wurde ein Zombie gefühlt. Ich bin lange schon ohne das Zeug und mit intensivem an mir arbeiten gesund geworden (kämpfen - auch wenn man meint, man kann es nicht - es geht!).
Wenn Ärzte dazu raten, Medis zu nehmen, kann ich es nicht mehr nachvollziehen. Was bringt das Zeug wirklich?
Es deckelt, macht abhängig, verändert - und dann?
Ich rate allen, wirklich gesund werden zu wollen - den unbeingten Willen braucht man. Und kämpfen, positiv denken, an den Sieg glauben, etc. Viele glauben das nicht und meinen dann, ich hätte es ja nicht so schwer gehabt, ich sei ja so stark, bla bla. Wenn ich dann meine Diagnosen benenne, die ich mal hatte, gucken die Leute wie Frettchen, wechseln das Thema, ändern aber nichts.
Man muss an sich glauben.
LG, Sephoris0
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Meine Diagnosen und Medis, Verlauf:
2007 Diagnose Hashimoto - heute 150mg L-Thyroxin

2008 Diagnose Rheumatoide Arthritis - heute 1x1 Sulfasalazin

2011 Diagnosen Angststörung (mit Panik), Zwang, schwere rezidivierende Depression, soziale Phobie

Mediverlauf:
03/2011 Mirtazapin 30 mg - hat mich umgehauen - auf 15 mg gegangen
05-11/2011 Truxal als Bedarfsmedi
06/2011 Risperidon 2,0 mg
12/2011 Mirtazapin aprupt abgesetzt (sollte laut Arzt) und ersetzt durch erst 150, dann 300 mg Elontril
08/2012 Risperidon 2,5 mg
2013 Risperidon 2,0 mg
2013 Opipramol 50 als Bedarfsmedi, dann 50 mg als Dauermedi, dann 100 mg als Dauermedi
2014 Risperidon auf 1,5 mg, auf meinen Wunsch hin
1,0 mg Tavor als Bedarfsmedi
09/2015 Opipramol auf 50 mg eigenmächtig
08/2015 Risperidon auf 1,0 mg eigenmächtig
01/2016 Risperidon auf 0,5 mg eigenmächtig
seit Ende 2014 Bitte an die Ärztin, Medis runtersetzen zu dürfen, 2015 Bitte, Elontril runterzusetzen u.a. - immer abgelehnt
2016 immer noch 15 mg Opipramol - Ende 04/16 0 mg
02/2016 150 mg Elontril bzw. Ersatzpräparat
03/16 Risperidon auf 0,25 mg
Seit 02/2016 Medikamentenkrise - immer muss man für alles Medis nehmen :x :shock: :o
aprupt Medis abgesetzt wegen Absetzerscheinungen
Seit 05/2016 völlig frei von AD's, Benzos und Antiepileptika,...

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