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Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 18.04.18, 18:19

Und noch einer für speziell Leipzig:
https://www.offenerdialog-ev.de/

Liebe Grüße,
Claudia
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inandout
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von inandout » Mittwoch, 18.04.18, 18:28

Hallo Ute, Claudia und alle Interessierten,

ich komme da sehr ins Grübeln: Ich habe mir unter dem Link mal unter "Angebote" "Berlin" angeschaut. Da geht es darum, "Elemente" des offenen Dialogs einzubauen, auf ganz normalen Stationen. Dort steht auch nichts davon, dass keine oder wenig Medikamente verwendet werden.

Wenn man den Film "Open Dialogue" gesehen hat (das Modell in Finnland), dann erwartet man eigentlich etwas anderes.

Kennt ihr denn oder irgendjemand wirklich in Deutschland so eine Psychiatrie, die inhaltlich mit dem Umfeld mit Menschen in Erst-Krisen arbeitet und versucht, möglichst keine Medikamente zu geben? (In dem Open Dialogue System in Finnland erhalten nur 30% der Patienten Medikamente).

Mir kommt das ganze leider so vor: es wird wieder einmal mit einem schönen Titel Werbung gemacht, man möchte "Elemente" übernehmen, "den Patienten ermutigen" und lauter tolle Sachen, aber man will doch nicht ernsthaft die Psychiatrie verändern.

In dem originalen Modell in Finnland ging es ja gerade darum, die psychiatrische Klinik AUFZULÖSEN, was man auch getan hat, und nicht ein neues Etikett auf die alte Psychiatrie zu kleben.

Ich finde, hier muss Realismus sein, und möglichst keine falschen Hoffnungen. Scheinbar versammelt sich unter "offener Dialog" so einiges...

LG, inandout
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Flummi » Samstag, 21.04.18, 22:29

Hallo inandout,
ich bin gerade in der open dialogue Fortbildung in Leipzig und habe das bisher so verstanden, dass die das genauso machen. Sie werden ja auch von Volkmar Aderhold ausgebildet bzw. den Finnen. Ich kann mal nachfragen, wie das mit den Medis ist, aber bisher bin ich davon ausgegangen, da das ganze von Psychologen organisiert wird in Leipzig und eh kein Psychiater im Team ist. Allerdings steht eben Leipzig auch nicht auf der Seite und bei dieser Seite ist mir das auch aufgefallen, dass da alles mögliche steht.
Kann Dir die Frage sicher nach der Fortbildung beantworten.

Liebe Grüße,
Claudia
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von inandout » Sonntag, 22.04.18, 7:48

Hallo Claudia,

ah, das ist interessant und erfreulich, wenn es in Leipzig so läuft, und Aderhold ist natürlich eine Adresse ;) Vielleicht haben sie gute Gründe, nicht auf der Seite zu stehen...

Liebe Grüße,
inandout
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Arianrhod
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 03.08.18, 16:32

Mein Naturheilarzt hat mir die homöopathischen Komplexmittel Emvita, Paravita und Chavita ( sind Markennamen, daher bitte selbst googeln) verschrieben und aufs Rezept " anstelle allopathischer Psychopharmaka" .( Allopathie = "Heilmethode der Schulmedizin, bei der Krankheiten im Unterschied zur Homöopathie mit entgegengesetzt wirkenden Medikamenten behandelt werden".)
geschrieben.
Die gesetzlichen KK beteiligen sich mit 80% an den Kosten, so dass ich selbst für zwei Monate 17 Euro bezahlen muss.
Ich bin sehr gespannt, ob ich eine Veränderung spüre.

Es geht bei mir wesentlich darum, dass sich ein Trauma somatisiert hat, also ein Körpertrauma.

liebe Grüße Arian
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Markus 77
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Markus 77 » Montag, 27.08.18, 23:28

Genaue Abklärung , Sport , pytotherapie, Entspannungsübungen , Psychotherapie mit guten Therapeuten! Alles nur keine medis ! Lg Markus
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Seit 1.2 mirtazapin 15mg ca. 14tage ausgeschlichen. Psychische Krise: 25.2 .14 15mg mirtazapin ca. 15Tage u. 15 Tage 7,5 mg u.ausgeschlichen. ( schlief 15 Std. Damit)Seit.25.2 citalopram 10mg ( 65 Tage)umstieg am 5.4 30mg Duloxetin 14 Tage .. Dann Null( Grund:heftige kopfschmerzen,Augendruck , blutdruckkrise) seit. 15.5 Probleme mit starker Ermüdung/ tagesschläfrigkeit / war vorher nie/starker Erschöpfung/ am 1.6 2tage escitalopram 5mg ( starke Kopfschmerzen)26.6.14 in psychiatrischer Klinik mirtazapin 15mg u. 75mg bupropion . 2 Tage mit 150mg ... 75 mg zurückdosiert ( bekam bei 150mg blutdruckkrise zittrige Hände, übelkeit , Schwindel) ....Derzeitige Medikamente seit ca.seit ca.18.7:6,5m mirtazapin 7.8 ca 5mg Mitra. 2-3 mg Mirta seit 20.8..Seit 30.8 ..Seit 20.10 ca.6,5 mirtazapin seit 3. 11 15mg mirtazapin seit. 7.11 ca.12mg mirta weil 15 mg nicht benötigt!! 11mg Mirtazapin seit 21.11.13 13mg 2.12 .13 seit 18.1 Temsta 4,5mg reduziert auf null seit 22.2. 15 .! seit 20.2 15mg Mirtazapin seit 10.3.15 20mg stabil 18mg seit 15.4 .2015 seit 20.5 auf 16,5 mg schlaf 8 Std. Past 22.6 15,5 mg Versuch
....seit 14.7 . 14,5 mg mirtazapin seit 8.7.15 abilify 5mg abilify seit 18.7 2,5 mg mirta zapin seit 18.7 14mg , 13 mg mirta seit 11.8 12,5 mirtazapin seit 22.8 seit 3.9 12mg , seit 20.9 11mg ,seit 8.10.
...10 mg mirtazapin rezed. Depressionen .seit 1.10.15 9 mg 1.12.15 8 mg mirtazapin und seit 15.11 5 mg abilify schlaf ca.7-8 std . absetzerscheinung :erschöpfung (körperlich ,nervliche) erbrechen , übelkeit ...... ...7mg mirtazapin seit 25.12. 30.1......6,5mg mirtazpin 6 mg seit 29.2.16 .....19.3 5,5 mg
abilify 4,75mg ...!! abilify 5 mg 19.3 3.4.16 Umstieg wasserlösmethode 35ml ergibt 5,25
mg Mirtazapin 33ml ( 5 mg Mirtazapin ) 8.4. 16......30 ml ,( 4,5 mg ) 17.4 .16... 4mg ( 27ml ) 9.5 .16 .....31.5.16 ...3,5 mg ( 35 ml ) 24.6.16 3 mg ( 30ml ) 16.7
(26 ml ) 2,6 mg 18. 7 . 2,7 mg ( 27 ml ) 14 .8 ( 24 ml .. 2,4 mg 11.9.16 21 ml 2,1 mg ... 2 mg seit 25.9. 1,8 ml ( 1,8 mg ) seit 10.10 1,5 mg seit 5.11.16 ...1,2mg seit 30.11. (12ml ) .. 1mg ( 10ml ) 28.12.16....22.1 .17 ...0,8 mg .0,7 mg seit ...8.2.. 0,6 mg seit 18.2 ...0,5 mg 24.2 ..0,4mg ...3.3.17 0,3 mg 17.3 seit . 25.3 abgesetzt .....wieder eindosiert mit 0,2 mg ...ab 1.4.17....abgesetzt 27.4 .17 mit 0,15 mg Mirtazapin abgesetzt ...!!schlaf past 6-9 std.....seit 6.6.17 .........4 mg abilify 3,5 mg Abilify ....seit 29.6....21.7.. ..3mg. 2,6 mg ...seit 21.8 .....21.9.. 2,1 mg ...21.10...1,8 mg 21.11 1,4 mg .....21.12. .....1,00 mg .... 22.1 0,7 mg ....22.2 ... 0,4 mg abgesetzt

Zimtsterni
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Zimtsterni » Dienstag, 09.10.18, 8:20

Ich kann momentan Abends nur schwer einschlafen. Habt ihr Tipps? Baldrian? Oder was tut ihr so dagegen?
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stubi
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von stubi » Dienstag, 09.10.18, 9:22

Hallo Arian,

wurden diese von dir genannten Mittel ausgetestet? Mit PSE von Rubimed.

Würde mich interessieren wie das bei dir wirkt?

Ist ja sehr kostenintensiv.

Grüße von stubi
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 09.10.18, 9:59

Hallo Zimt,

Vielleicht findest du hier Tipps?
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=9278

Murmeline
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Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Eulensohn
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Eulensohn » Samstag, 13.10.18, 21:24

Ich weiß ja, was hier mittlerweile abgeht. Aber dass hier selbst bei allen gescheiterten Versuchen mit Alternativen immer noch Medikamente verteufelt werden, macht mich baff...nun ja.

Ich frage mich echt, wieviele Leute hier vor sich hinsiechen, weil hier so schlecht über Medikamente geredet wird. Aber sonst jeder Quacksalber in den Himmel gelobt. Ich meine, ich bin auch ein Gegner von Medikamenten. Aber in Situationen, in denen meine Lebensqualität so leidet, dass es nicht anders geht, nehme ich es.

Blumenwiese
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Blumenwiese » Samstag, 13.10.18, 21:55

Hallo,

Ich erlebe es hier nicht so.

Es wurde von Forumsmitgliedern mehrfach bei mir geschrieben, dass in meiner Situation Medikamente sinnvoll und angebracht sein könnten und es immer auf die Person und die aktuelle Situation ankommt.

Ich finde eher, dass das Forum einen kritischen Umgang mit Medikamenten fördert und darauf hinweist, dass ein Deckeln der Symptome ohne entsprechende Therapie nicht sinnvoll ist. Ich wurde nie dafür verurteilt, wenn ich mich für eine medikamentöse Begleitung entschieden hatte.

Ich hab früher mein Bedarfsmedikament wie Smarties eingeworfen, weil ich mich nicht richtig damit auseinandergesetzt habe.

Das Forum soll ja niemanden bevormunden, sondern bei der Meinungsbildung unterstützen. Jeder ist schließlich für sich selbst verantwortlich.

Liebe Grüße
Blumenwiese
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Quetiapin Retard Verlauf:
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Aktuell:
Quetiapin Retard 150 mg 0-0-1-0
Bedarf: Promethazin bis zu 50 mg/Tag
*********************************
Sonstige Medikamente:
Movicol 1-2 Beutel pro Tag, Grazax u. SliTONE Ultra zur Desensibilisierung geg. Pollenallergie, Cranberry Kapseln, Magnesium 450 mg
Bedarf: Ibulysin 684 mg

Eulensohn
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Eulensohn » Sonntag, 14.10.18, 9:37

Wenn dem so ist, nehme ich die Vorwürfe zurück. Ich kann mich nur erinnern, dass vor längerer Zeit ein User ziemlich angegangen worden ist, weil er sich entschieden hat, wieder etwas zu nehmen. So wie es auch bei mir der Fall war, als ich das Leiden nicht mehr hinnehmen wollte und mir die Sprüche "jeder hat mal schlechte Zeiten" zuviel wurden. Bei manchen sind Medikamente nunmal das Mittel der Wahl.
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Towanda1 » Sonntag, 14.10.18, 10:57

Eulensohn hat geschrieben:
Sonntag, 14.10.18, 9:37
Wenn dem so ist, nehme ich die Vorwürfe zurück. Ich kann mich nur erinnern, dass vor längerer Zeit ein User ziemlich angegangen worden ist, weil er sich entschieden hat, wieder etwas zu nehmen. So wie es auch bei mir der Fall war, als ich das Leiden nicht mehr hinnehmen wollte und mir die Sprüche "jeder hat mal schlechte Zeiten" zuviel wurden. Bei manchen sind Medikamente nunmal das Mittel der Wahl.
Hallo Eulensohn,

ich habe jetzt extra nochmal Deine Beiträge gelesen - ich kann nirgends herauslesen, daß Dich irgend jemand angegangen hätte oder gar den von Dir zitierten Spruch gesagt hätte.

Was bezweckst Du mit Diesen Vorwürfen an uns, die ja nicht wirklich begründet sind?

Gruß, Towanda
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11.02.18 - 22,50 mg Mirtazapin - Zustand stabilisiert sich, NW: leichte Muskel- und Gelenkschmerzen,
aber gut auszuhalten, hin und wieder Kribbelbeine
19.02.18 - Psychiatertermin - bei 22,5 mg bleiben
29.03.18 - 18,75 Mirtazapin
07.04.18 - wegen Gewichtszunahme Intervallfasten begonnen
14.05.18 - Psychiatertermin - Kribbelbeine sind schlimmer geworden, Empfehlung: Mirtazapin auf 15 mg reduzieren
22.05.18 - 15,00 mg Mirtazapin - 3 Tage später leichte Stimmungsschwankungen, 1 x Drehschwindel,
insgesamt nicht so stabil, Tagesschwankungen, aber auszuhalten
26.06.18 - 5 Glob. Ciprofloxacin C30 einmal wöchentlich
30.06.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Wasserlösmethode
01.07.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Umstieg auf Feinwaage und Nagelfeile :D
03.08.18 - 12,00 mg Mirtazapin
09.09.18 - 10,80 mg Mirtazapin
10.10.18 - 9,50 mg Mirtazapin
09.11.18 - 8,50 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
1 x tgl. Thyreoidea comp. 5 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Eulensohn » Sonntag, 14.10.18, 14:33

Der Beitrag wurde meines Wissens damals gelöscht...ist aber auch schon Ewigkeiten her. Der zitierte Spruch ist hier sehr wohl gefallen. Ich werde hier auch nicht jedes Detail beweisen. Meine Vorwürfe beziehen sich auf die fast schon dogmatische Ablehnung von Psychopharmaka. Ich bin ein Skeptiker, halte sie aber für durchaus sinnvoll in bestimmten Lagen....ähnlich wie Krieg im worst case eine Lösung sein kann, ja muss.

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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Arianrhod » Sonntag, 14.10.18, 14:48

stubi hat geschrieben:
Dienstag, 09.10.18, 9:22
Hallo Arian,

wurden diese von dir genannten Mittel ausgetestet? Mit PSE von Rubimed.

Würde mich interessieren wie das bei dir wirkt?

Ist ja sehr kostenintensiv.

Grüße von stubi
Hallo Stubi,

mittlerweile habe ich die 80% Kostenerstattung von der KK bekommen, allerdings erst nach Widerspruch , weil die erste Sachbearbeiterin die Mittel schlicht nicht auf ihrer Liste fand. :wink:
Die Wirkung ist sehr subtil. Ich habe das Gefühl, dass ich ruhiger bleibe, wenn ich Dinge aus meiner Vergangenheit berachte , und dass ich allgemein fröhlicher bin. Aber eventuell war das auch der Sommer....
Was ich sagen möchte, ist, dass diese Mittel nicht so reinhauen wie es Allopathie tut, sondern langsamer, leiser wirken.

Getestet hat der Doctor mit PSE. Allerdings bin ich wegen Schmerzen in der Schulter hingegangen, nicht wegen Psyche. Die Testmethode hat aber ein Psychotrauma ergeben, was auch stimmte - da war ich schon erstaunt.

liebe Grüße Arian
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Arianrhod » Sonntag, 14.10.18, 15:00

Eulensohn hat geschrieben:
Sonntag, 14.10.18, 14:33
Der Beitrag wurde meines Wissens damals gelöscht...ist aber auch schon Ewigkeiten her. Der zitierte Spruch ist hier sehr wohl gefallen. Ich werde hier auch nicht jedes Detail beweisen. Meine Vorwürfe beziehen sich auf die fast schon dogmatische Ablehnung von Psychopharmaka. Ich bin ein Skeptiker, halte sie aber für durchaus sinnvoll in bestimmten Lagen....ähnlich wie Krieg im worst case eine Lösung sein kann, ja muss.
Hallo Eulensohn,
ich bin Migränikerin und nehme Triptane. Warum nehme ich sie ? Weil sie WIRKEN, weil die Nebenwirkungen für mich tolerierbar sind ( ich schlafe dann halt mehrere Stunden ) , weil Migräne in der Tat so übel ist, dass man es kaum aushält.
Ich würde sie nicht nehmen, wenn sie a) nicht wirken würden b) als Nebenwirkung Kopfschmerzen hätten, weil es dann völlig sinnlos ist, dass zu tun.
Nicht vergessen, bei Pp sind 30% der Patienten Non- Responder, und die haben nur Nebenwirkungen.
Keine gewünschte Wirkung.
Die Nebenwikungen und Spätfolgen sind krass und das bei unsicherer Wirksamkeit ( Abbau der grauen Gehirnmasse, Spätdyskinesien, Herzrhythmusstörungen, metabolisches Syndrom.....)

das ist die eine Seite. Die zweite Seite ist, dass wenn man erkannt hat, dass diese Medikamente nicht das Richtige sind, und man absetzen möchte, ganz schnell merkt, dass das richtig schwierig ist. Es droht eine Absetzsymptomatik , die aus einer körperlichen Abhängigkeit resultiert - und die vielen ärzten nicht einmal bekannt ist.

Dahin berät dieses Forum.
Eulensohn hat geschrieben:
Sonntag, 14.10.18, 14:33
Meine Vorwürfe beziehen sich auf die fast schon dogmatische Ablehnung von Psychopharmaka.
Was ist bitte daran dogmatisch, wenn man nicht tolerierbare Nebenwirkungen hat? Und "nicht tolerierbar" ist individuell, der eine hasst das Gefühl, nicht mehr fühlen zu können, der andere verkraftet die hohe Gewichtszunahme nicht.....

Du findest hier im Forum sehr viel Expertise zu Pp und zum Absetzen . Je mehr ich mich mit der Materie beschäftigt habe , desto mehr kam ich zum Schluss, dass Pp auf alles mögliche wirken, aber nicht da, wo es gewünscht wäre.

die Idee ist verlockend, dass es eine Pille gäbe, die fröhlich macht ohne etwas anderes einzuschränken. Nur -
Lebensprobleme lassen sich vermutlich nicht mit Pillen lösen, nur mit einer Menge Arbeit.

liebe Grüße Arian
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von stubi » Sonntag, 14.10.18, 20:29

Liebe Arian,

ich wünsche dir viel Erfolg und würde mich freuen wenn du weiter über dein Befinden mit dieser Methode hier berichten würdest.

Liebe Grüße
Renate
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