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Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Was gibt es für andere Behandlungsformen? Was hast Du ausprobiert? Was hilft Dir? Antidepressiva, Benzodiazepine, Neuroleptika und andere Psychopharmaka können manchmal kurzfristig helfen, sind aber keine dauerhafte Lösung.
Jamie
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Jamie » Montag, 16.01.17, 9:55

Hallo Rachel,

also zu bipolar sind meine Erfahrungen begrenzt, aber einen Tinnitus mit AD behandeln zu wollen ist bescheuert.
Man weiß bis heute nicht, wie Tinnitus entsteht, aber eine psychische Erkrankung ist es nicht. Es scheint zwar eine eindeutige Stresskomponente zu geben, aber dann muss man in aller erster Linie den Stress / die Belastung reduzieren und Entspannungsübungen / Achtsamkeit und Abschalten lernen und sich mehr Ruhe gönnen.
Wenn man da AD nimmt, dann hat man höchstens den Effekt, dass man dem Tinnitus gleichgültiger gegenübersteht, weil viele AD einen abschirmen.
Aber was soll das bringen? Dadurch ist weder der Ton weg noch die Ursache angegangen (?)

Grüße
Jamie
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Rachel34 » Montag, 16.01.17, 22:09

Hallo Jamie.

Ja, leider sehr ich das auch so mit dem Tinnitus.
War geschockt, als ich erfuhr, dass sie nun AD nehmen muss. Schlafmittel muss sie auch nehmen und was genau noch, weiß ich leider nicht. Werde aber mal genauer fragen und mir die Medis zeigen lassen.
Angstzustände hat sie, deshalb die AD.
Sie,tut mir sooo leid, möchte gern helfen, g ab ihr Hypnose vorgeschlagen (hab ich zwar selber noch nie gemacht), aber vielleicht kann n an die Ursache so finden?

Lg Rachel
01/2014 Stillpsychose danach schwere Depression
Medikamente: Zyprexa 10mg, Duloxetin 120mg, Valproinsäure ?mg, Lyrica ?mg
03/2015 Rückfall Depression, da Zyprexa abgesetzt für 1 Woche
10/2015 rasches Ausschleichen von Zyprexa 10mg - Ca. 2 Monate,
01/2016-03/2016 Ausschleichen von Valproinsäue ?mg

Aktuell:
Ausschleichen von Duloxetin 120mg seit 15.05. Um 2,5% weniger
Seit 22.05.16 um 5% weniger
Seit 19.06.16 um 15% weniger = 102 mg
Seit 17.07.16 um 25% weniger = 90mg
Seit 14.08.16 wieder 10% weniger = 78mg
Ab 11.09.16 wieder 10% weniger = 66mg
Seit 09.10.16 um 10% weniger = 54 mg (stimmte nicht, da ich falsch gezählt habe!!!!) Richtig ist, dass ich da schon auf 48mg war!!!! Dafür dann 2 Monate, da ich Lungenentzündung und dann Gürtelrose hatte.
Seit 04.12.16 minus 168 Kügelchen von 290 Kügelchen der 60mg Dosis = 25mg
Seit 29.01.2017 13 mg.....es geht dem Ende zu...juhuu :party2:
Seit 08.02. Wieder 15 mg
Seit 27.03. Um 5% reduziert....aktuell 9 mg
Seit 23.04.17 um 4,5 mg reduziert....aktuell 4,5 mg
Seit 03.08.17....auf 4mg (22 Kügelchen)
Seit 27.08.17....3,5 mg (19 kügelchen)
Seit 29.09.17.....3 mg (16 Kügelchen)
Seit 12.11.17....2,5 mg (13 Kügelchen)
Seit 17.12.17....2 mg (10 Kügelchen)
vor Weihnachten wieder aufdosiert auf 2,5 mg (13 Kügelchen)
Seit 18.02. Auf 12 Kügelchen (2,3 mg)
03/2018 ...11 Kügelchen
Seit 21.04.....1,92 mg (10 Kügelchen)

Katharina
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Katharina » Dienstag, 17.01.17, 1:46

:group: Hallo, :group:

Da ich eine schwere Trauma Behandlung nach stationären Entzug ohne Medikamente gemacht habe, und 10 Jahre nicht ein Aspirin genommen habe, denn nach meiner 18 jährigen Psychofarmaka Abhängigkeit waren Medikamente tabu, glaube ich an andere Möglichkeiten.

Heute weiß ich das der Therapeut oft fürchtete mich einweisen zu müssen, aufgrund der Aufarbeitungssymptomatiken.

Ich habe aber eine Krankenhaus Phobie.
( Betten, und Fixierungs-Panik -wenn auch nie im KH fixiert aber "anderswo und andersartig;" ).

Ich habe es so geschafft, indem ich einen Therapeuten hatte, zur PT-Bewältigung, eine ambulante Sucht-Gruppe, und für jeden Wochentag eine Selbsthilfe Gruppe.

Später zwei Selbsthilfe Gruppen plus einer wöchentlichen Therapie Stunde, im Notfall mehr.

Aus den Selbsthilfegruppen ergaben sich Freundschaften und Bekanntschaften,Not-Telefonnummern wurden vergeben, private Treffen fanden statt.

Kurz: reden reden reden, beieinander sein, Betroffene kennen lernen, etwas gemeinsam unternehmen.


Psychofarmaka habe ich nach 10 Jahren unter Begleitung des Suchttherapeuten
wieder begonnen zu nehmen, als der Arzt mir drohte, die lebensnotwendige
Interferon Therapie zu streichen,
er meinte ich müsse Antidepressiva begleitend
dazu einnehmen.

Wenn es möglich ist, eine schwere Trauma-Therapie ohne jegliche Tablette
zu ertragen, einfach weil Tabletten keine Option darstellten, als Schwerstabhängige,
und mir das Gelingen dessen ohne Medikamente meine eigenen Kräfte auf zeigte
was wiederum erneut enorm stärkt, dieses
aus eigener Kraft heraus zu können

müsste das auch eine Möglichkeit für andere Menschen sein, wenn ein enges
menschliches "Schutznetz" besteht,
nicht anders,als dieses Forum es letztlich ist.

Für psychische Schwerstarbeit müssen, meiner Meinung nach ein und mehrere Gegenüber vorhanden sein.

Meine Traumatische Problematik begann im dritten Lebensjahr, führte fort bis zum 21,
völlig unbewusst, abgespalten von normalen Alltag. Es war keine leichte PTBS, wie man heute sagt.

Durch jahrelange Deckelung mit Psychofarmaka blieben die dennoch auftretenden
Symptome erträglich.

Nach deren Wegfallen durch den Entzug kam hoch,was hoch kommen musste
und ist therapiert und beendet,
es sei denn Trigger treten auf, was normal ist.

Vier andere Menschen kenne ich, die aufgrund von schwerer Substanz-Abhängigkeit nie wieder ein Medikament, zumindest kein Psychofarmaka, und keinen Tropfen Alkohol lebenslang einnehmen, nachdem sie erfahren mussten was dann geschah, wie blitzschnell eine Verlagerung zur anderen Substanz geschah, ohne eigenen Willen, duch das Suchtmuster.

Sie haben das alle geschafft, sie haben alle ihre Eigenartigkeiten und mehr oder minder schwere Leben zu führen, sind aber frei von im Hirnstoffwechsel wirksamen Substanzen.

Ich weiß, das alle vier ihre Würde wieder errungen haben und diese um keinen Preis der Welt wieder hergeben würden, egal wie holperig ihr Weg, wie einsam ihr Leben uvm. sich ihnen ermöglicht.


Ich wünsche, das alternative Wege und Möglichkeiten in den Vordergrund geraten in Zukunft.


Gruß,
Katharina
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Sephoris0
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Sephoris0 » Freitag, 17.02.17, 16:34

Hey,
ich bin ja nun lange alles Psychopharmaka los.
Ich frage mich im Nachgang immer wieder, was hat mir das Zeug eigentlich "geholfen"? Was hat es bewirkt? Es hat mein Gehirn gedämpft, mich langsamer gemacht, meine Gefühle genpommen, mich sprachlos gemacht, und das wars. Ich wurde ein Zombie gefühlt. Ich bin lange schon ohne das Zeug und mit intensivem an mir arbeiten gesund geworden (kämpfen - auch wenn man meint, man kann es nicht - es geht!).
Wenn Ärzte dazu raten, Medis zu nehmen, kann ich es nicht mehr nachvollziehen. Was bringt das Zeug wirklich?
Es deckelt, macht abhängig, verändert - und dann?
Ich rate allen, wirklich gesund werden zu wollen - den unbeingten Willen braucht man. Und kämpfen, positiv denken, an den Sieg glauben, etc. Viele glauben das nicht und meinen dann, ich hätte es ja nicht so schwer gehabt, ich sei ja so stark, bla bla. Wenn ich dann meine Diagnosen benenne, die ich mal hatte, gucken die Leute wie Frettchen, wechseln das Thema, ändern aber nichts.
Man muss an sich glauben.
LG, Sephoris0
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Meine Diagnosen und Medis, Verlauf:
2007 Diagnose Hashimoto - heute 150mg L-Thyroxin

2008 Diagnose Rheumatoide Arthritis - heute 1x1 Sulfasalazin

2011 Diagnosen Angststörung (mit Panik), Zwang, schwere rezidivierende Depression, soziale Phobie

Mediverlauf:
03/2011 Mirtazapin 30 mg - hat mich umgehauen - auf 15 mg gegangen
05-11/2011 Truxal als Bedarfsmedi
06/2011 Risperidon 2,0 mg
12/2011 Mirtazapin aprupt abgesetzt (sollte laut Arzt) und ersetzt durch erst 150, dann 300 mg Elontril
08/2012 Risperidon 2,5 mg
2013 Risperidon 2,0 mg
2013 Opipramol 50 als Bedarfsmedi, dann 50 mg als Dauermedi, dann 100 mg als Dauermedi
2014 Risperidon auf 1,5 mg, auf meinen Wunsch hin
1,0 mg Tavor als Bedarfsmedi
09/2015 Opipramol auf 50 mg eigenmächtig
08/2015 Risperidon auf 1,0 mg eigenmächtig
01/2016 Risperidon auf 0,5 mg eigenmächtig
seit Ende 2014 Bitte an die Ärztin, Medis runtersetzen zu dürfen, 2015 Bitte, Elontril runterzusetzen u.a. - immer abgelehnt
2016 immer noch 15 mg Opipramol - Ende 04/16 0 mg
02/2016 150 mg Elontril bzw. Ersatzpräparat
03/16 Risperidon auf 0,25 mg
Seit 02/2016 Medikamentenkrise - immer muss man für alles Medis nehmen :x :shock: :o
aprupt Medis abgesetzt wegen Absetzerscheinungen
Seit 05/2016 völlig frei von AD's, Benzos und Antiepileptika,...

Luce
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Luce » Samstag, 18.02.17, 16:10

Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?......

......das was uns die Natur gibt.
Öle für innen und außen, aromaöle,
Sonne, Berge, Seen


.....das was von uns innen kommt....
Atmen, Akupressur, Yoga oder meditieren (mir bringt meditieren/atmen in Bewegung = Yoga,z.b mehr),

...... Das was wir von außen annehmen können und in unseren Alltag integrieren können.....
Buddhismus, Achtsamkeit
Atem, Body Scan oder yogaeinheiten auf youtube hören,

....Alternative Heilmittel...(wirkt/hilft nicht bei jedem)
Bioresonanz
Homöopathie, TCM,

Thaimassage
Tiere
Reden reden offen sein
Kabarett

Alles liebe und nicht aufgeben
Luce
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Achtung ich bin ungeplant schwanger - und versuche ab Nov. (SSW5) schneller abzusetzen als die 10% Regel!

Mein Absetzverlauf davor war innerhalb der 5 % - 10% Regel und hat großartig geklappt. Auch wenn :schnecke: Anders hätte das Vollzeitarbeiten inkl Überstunden und Doktorratstudium fertig machen nicht funktioniert.
Meine Medis, meiner Meinung nach fehldiagnostiziert. Saroten (Amitriptylin - max Dosis 40mg ) und Paroxetin (max Dosis 10 - 5 mg)

Absetzen Paroxetin

Ausgansdosis: ich schätze zwischen 4.5 - 5-5 mg Paroxat (keine Waage vorhanden vor Weihnachten 2016)

Meine üblichen Neben und Absetzsymptome:
Unruhe, wütend, Aggression, weinerlich, erhöhter Puls, Verdauungsstörungen

ab 23.12.16 4.1mg zum Stabilisieren

7.2.17 3.9 mg
6.4.17 3.7 mg
25.4.17 3.6 mg
ZURÜCK da ab 4.5. Nebenwirkungen/Absetzerscheinungen (zuviel Stress und Unruhe im allgemeinen System - der Doktor muss fertig werden)
6.5. ca 3.7 - 3.6 mg
24.5 3.5 mg
(7.6.2017 Einschub Amitriptylin (saroten) von 40 mg --> 35 mg)
8.7. 3.3 mg
6.8. 3.1 mg
9.9. 2.8 mg - 2.7 mg
9.10 2.4 - 2.3 mg

11.11.2017 positiver Schwangerschaftstest

14.11 2 mg
26.11 1.8 mg (2x die Woche 5 Globuli Paroxetin C30)
9.12. 1.5 mg
21.12. 1.2 mg
3.1.18 0.9 mg
(Einschub Ami 20 --> 15)
13.1 0.6 mg
25.1 0.3 mg
7.2 0 mg

Absetzen Amitryptilin (Saroten)
7.6.2017 Einschub Amitriptylin (saroten) von 40 mg --> 35 mg
Kurzschlussreaktion wegen positiven SS Test Reduktion von Amitriptylin (saroten)
11.11. 35 mg --> 25 mg
1.12 20 mg
5.1 15 mg (Wasserlösemethode, ab nun alle 2-3 Tage homöophatische Ami)
x.2 12.5mg
17.3 10mg
11.4 7.5mg
1.5 5mg
21.5 2.5mg
5.6 1.25mg
13.6 0mg

Mein AD Historie bevor ich das Forum gefunden haben
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Leni85
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Leni85 » Sonntag, 16.04.17, 17:00

wow es gibt leute im forum die eckart tolle kennen?
ja eckart tolle würde ich verzweifelten menschen auch empfehlen . meditation zu praktizieren und die beschäftigung mit spiritualität ohne dadurch den bezug zu dieser dreidimensionalen welt zu verlieren . wichtig ist sich die frage zu stellen wo ist der ursprung für diesen schmerz und dann das alte loslassen und auflösen zu können. dabei kann auch die arbeit mit dem inneren kind helfen . jeden morgen seine chakren und seine aura zu reinigen und sich zu schützen könnte auch helfen.
wichtig ist sich nur mit menschen zu umgeben die einem gut tun und in die selbstliebe zu gehen. es geht darum sich so zu akzeptieren und lieben zu lernen wie man ist und die eigene "krankheit " als chance auf heilung anzushehen. wichtig ist , alles was einem nicht gut tut loszulassen (beziehungen ,berufe usw) . es geht darum das man sich auch hobbies sucht und dinge die einem wiklich etwas geben und die einem freude bereiten . kreativität leben .
auch die ernährung kann sehr stark zum wohlbefinden beitragen. vielleicht einfach mal gluten , industriezucker und tierische produkte weglassen und stattdessen leckere vegane gerichte ausprobieren und viele grüne smooties und frische säfte trinken. eventuell mal eine entgiftung machen.auch colon hydro therapie kann wahre wunder bewirken
auch menschen mit denen man sich austauschen kann und bei denen man so sein kann wie man wirklich ist können helfen
und hört immer auf eure intuition und geht euren herzensweg!
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padma
Seit dem Sommer 2006 15 mg Mirtazapin/Remergil .Dann irgendwann runtergegangen auf 7,5 mg .Einige Versuche es auszuschleichen scheiterten .Nun ein neuer Versuch von 7,5mg auf Null.
Das schnelle Absetzen hat leider nicht funktioniert und nun bin ich wieder bei 7,5 mg womit es mir gut geht
seit September 2013 auf 3,5 mg runtergegangen.gut damit zurecht gekommen
seit april 2015 auf 1mg runtergegangen. gut damit zurecht gekommen
februar 2016 seit 2 monaten völlige schlaflosigkeit
März 2016 wieder hochgegangen auf 3,7 mg bis ich mich stabiliert habe
dann den Monat weiss ich nicht mehr ganz langsames ausschleichen was mehr oder weniger gut funktionierte
nun seit 2 Wochen im März 2017 seitdem ich auf 2,0 mg bin völlige Schlaflosigkeit und die Angst vor dem was mir noch bevor steht

Katharina
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Katharina » Sonntag, 16.04.17, 17:31

Liebe Leni!

Das Schwierige ist, da man in manchen Situationen
nichts
mehr macht.
Weil alles zu schwer ist.
Und Kreativität grade abgestorben ist, ohne Gefühle nur mit Leere geht nichts.

Ich habe mich nach draussen gezwungen, um dort die Füsse kaum vom Boden zu bekommen.

Ich kann Filme ansehen.
Sonst nichts.

Vor wenigen Tagen war ich noch im 'Hoch'
was viel zu hoch war
aber x mal besser als dies.

Schöne Ostertage,
Katharina
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Leni85
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Leni85 » Sonntag, 16.04.17, 17:56

Liebe Katharina
ja ich weiss in manchen lebenssituationen geht gar nichts mehr aber lieber iergendetwas anderes versuchen anstatt zu medikamenten zu greifen
LG Leni
Seit dem Sommer 2006 15 mg Mirtazapin/Remergil .Dann irgendwann runtergegangen auf 7,5 mg .Einige Versuche es auszuschleichen scheiterten .Nun ein neuer Versuch von 7,5mg auf Null.
Das schnelle Absetzen hat leider nicht funktioniert und nun bin ich wieder bei 7,5 mg womit es mir gut geht
seit September 2013 auf 3,5 mg runtergegangen.gut damit zurecht gekommen
seit april 2015 auf 1mg runtergegangen. gut damit zurecht gekommen
februar 2016 seit 2 monaten völlige schlaflosigkeit
März 2016 wieder hochgegangen auf 3,7 mg bis ich mich stabiliert habe
dann den Monat weiss ich nicht mehr ganz langsames ausschleichen was mehr oder weniger gut funktionierte
nun seit 2 Wochen im März 2017 seitdem ich auf 2,0 mg bin völlige Schlaflosigkeit und die Angst vor dem was mir noch bevor steht

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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Katharina » Sonntag, 16.04.17, 23:39

Leni,

Auf alle Fälle!

Ich wűrde alles versuchen, Auszeit, Urlaub
Kündigung Trennung.
Auszeit auf der Schule- sagt man das zu jemandem scheint es ein Weltuntergang. alle müssen zum Abi, sofort.

Sagt sich leicht.

Aber das hier
dauert lange und ist sehr schwer auszuhalten.

Ich würde einen Umzug raten, und wenn es die aller bescheidendste Lebensführung wäre.
Denn in einem Tief nutzt nur eines wirklich, dass trockene Dach überm Kopf,
Menschen die es wahrhaftig mit einem meinen, ohne lieber Verzicht.

Was machst Du wenn Du überhaupt nicht schläfst?

Ich drücke Dir die Daumen dass es vorübergehend ist.
Katharina
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Arianrhod
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 13.05.17, 13:09

Artikel aus Doccheck über die Wirkung von Yoga bei psychischen Störungen
Die 1.339 Patienten litten unter Depressionen, Alkoholabusus, posttraumatischer Belastungsstörung, Schizophrenie oder Essstörung. Die „Verumgruppe“ absolvierte ein zwei- bis 24-wöchiges Yoga-Gruppenprogramm von fünf bis 100 Stunden, die Kontrollgruppe nicht. Alle Probanden bekamen vergleichbare Grundbehandlungen wie Psychotherapie, die sie während der Intervention wie gewohnt weiterführen sollten. Als Ergebnis der Studien wurde eine Verbesserung von Angst, Stress, Lebensqualität und Wohlbefinden definiert.

Die Yoga-Gruppe verbesserte sich bei diesen Kriterien signifikant gegenüber der Kontrollgruppe. Die Metaanalyse lieferte Hinweise dafür, dass Yoga mit den zentralen Bestandteilen Asanas (Körperhaltungen des Yoga) und Pranayama (Atemübungen) einen vielversprechenden komplementären Ansatz in der Behandlung psychischer Störungen darstellt.
http://news.doccheck.com/de/newsletter/ ... a966bc033f

Schön, dass als vergleichbare Grundbehandlung die "Psychotherapie" gelistet ist und keine Psychopharmaka.

liebe Grüße Arian
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Wertzu
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Wertzu » Dienstag, 16.05.17, 14:35

Ich habe aufgrund eines schweren protrahierten Entzuges das Thema "Alternativen zu Psychopharmaka" für mich selber schon vorwärts und
rückwärts durchkonjugiert und das Ergebnis ist leider recht ernüchternd.

Zunächst mal muss ganz klar und ohne den geringsten Zweifel festgestellt werden, dass keines der derzeit bekannten Naturheilmittel auch nur annähernd ausreicht, um die Entzugsfolgen zu beheben. Es ist fast so, als ob ein hochgradig Alkoholabhängiger seinen Entzug mit einem Schluck Bier pro Tag lindern will.

Ich habe auch schon das komplette Sammelsurium der innerweltlichen Arbeit durch (Achtsamkeit, Yoga, sehr ernsthafte und langfristige Auseinandersetzung mit traditionellen Meditationsmethoden etc. etc.) und auch in diesem Feld muss man sehr lange suchen, bis man etwas findet, das einem hilft.
Vor allem sollte man davon Abstand nehmen, sich für irgendetwas davon in Unkosten zu stürzen oder zu viel zu erwarten. Den Sektor, welchen ich mal als "New Age" bezeichnen will, kann man aus meiner Sicht komplett vergessen, ebenso wie die nicht wenig verbreitete "du musst dir nur erlauben,
glücklich zu sein"-Populärpsychologie ("positive psychology" usw.).
Das, was dort im eigenen Gehirn passiert ist, gleicht einem maximalen GAU und den bekommt man nicht mit Wattestäbchen und Glückskeksen weg. Natürlich müssen auch die interindividuellen Varianzen zwischen Menschen beachtet werden - bei einigen ist der protrahierte Entzug weitaus weniger dramatisch, mitunter auch aufgrund besserer Lebensumstände.

Eine Veränderung der psychosozialen Lebensumstände (wenig Stress, erfüllende Partnerschaft, gute Freundschaften usw.) ist natürlich oft das beste,
lässt sich nur für die meisten nicht unmittelbar erreichen. Persönlich kann ich ansonsten regelmäßigen, äußerst intensiven Sport bis an die
Belastungsgrenzen empfehlen (wirkt sich neurophysiologisch extrem positiv aus), zudem Gespräche mit Freunden, das Finden von Meditationstechniken, die zu einem passen (tendenziell finde ich traditionellere Techniken weitaus hilfreicher als neuere Methoden) und persönlichen Ausdruck über Kunst, Musik usw.
Zuletzt geändert von Jamie am Dienstag, 16.05.17, 15:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 16.05.17, 16:10

Hallo wertzu,
Wertzu hat geschrieben:ch habe aufgrund eines schweren protrahierten Entzuges das Thema "Alternativen zu Psychopharmaka" für mich selber schon vorwärts und
rückwärts durchkonjugiert und das Ergebnis ist leider recht ernüchternd
ich denke, es ist teilweise einfacher, etwas zu finden, mit dem man Psychopharmaka ersetzen kann als etwas, das die Entzugssymptome lindert.
Das sind wohl zwei verschiedene Baustellen; zeigt jedoch um so mehr, dass Entzugssymptome nicht mit dem so gerne diagnostizierten "Rückfall in die Krankheit" gleichzusetzen sind.

Wenn beispioelsweise Yoga bei Depressionen hilft, heißt das noch lange nicht, dass es auch bei Entzugssymptomen von Antidepressiva hilft - leider nicht, zu wünschen wäre es natürlich jedem hier!!!

Meine Erfahrung war auch, dass sogenannte beruhigende Medikamente wie niederpotente Neuroleptika die Unruhezustände beim Entzug nicht in den Griff bekamen.

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Eva » Freitag, 01.09.17, 11:23

Hallo,

sehr interessanter und wichtiger Faden, aus dem ich auch für mich eine Menge mitnehmen kann.

Eine Frage an Euch noch, die ich hier nicht beantwortet fand: Wie schaut es bei einer bipolaren Störung aus mit Lithium? Ich habe selbst miterlebt, wie jemand zuerst abdriftete in das absolute Jammertal und von da aus in die Manie hinaufschoss - ich kann nur sagen, es war beängstigend! Und in den Phasen hilft ihr anscheinend nur Lithium. Lässt sich so etwas tatsächlich ohne Pschopharmaka in den Griff bekommen?

Oder eben auch schizophrene Episoden mit Stimmenhören und - darf ich das so sagen - Wahnvorstellungen, z. B. dass der Teufel anwesend sei? Auch das habe ich persönlich leider bei einer Bekannten akut mitbekommen. In der Klinik wurde dannn gesagt, die Anfälle seien bei ihr zurückgekommen, weil sie ihre Medikamente nicht eingenommen habe. :cry:

Also, was in solchen Extremfällen tun, wenn keine Psychopharmaka?

Grüße, Pons
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Monalinde » Freitag, 01.09.17, 14:18

Hallo Pons,

vielleicht kann dir jemand deine interessante Fragen beantworten, der selber betroffen ist.

Ich kann nur bedingt etwas dazu sagen. Mein Sohn leidet seit Jahren an paranoider Schizophrenie und nimmt Medikamente. Er wagt nicht, sie abzusetzen, weil es dann tatsächlich aller Erfahrung nach vorkommen kann, dass die Psychose zurückkehrt, vielleicht auch schneller.

Nun ist es aber so gekommen, dass er trotz der regelmäßigen Medikamenteneinnahme wieder eine Psychose (Verfolgungswahn mit depressivem Einschlag, aber ohne Halluzinationen) bekommen hat und sich in das Bezirkskrankenhaus begeben musste. Man hat ihn verdächtigt, seine Medikamente abgesetzt zu haben. Das war aber nicht der Fall, denn er ist der Typ, der lieber einmal eine höhere Dosis einnimmt, als seiner Meinung nach, zu wenig. Selbst wenn er einmal eine Tablette vergessen hat, flippt er fast aus.

Für mich sind Stresssituationen meiner Meinung nach, genau so förderlich für eine Psychose, oder vielleicht auch für eine Manie, wie das Weglassen der Medikamente. Es scheint bei den Betroffenen irgend einen Mechanismus zu geben, vielleicht eine erhöhte Verletzbarkeit, die sog Vulnerabilität, die die Krankheit immer wieder bei gewissen Stresssituationen zum Ausbruch kommen lässt, selbst wenn es nur hausgemachter Stress ist. Vielleicht auch, wenn der Körper auf sonstige Weise geschwächt ist.

Die Medikamente setzen durch einen sog, Beruhigungseffekt, grob ausgedrückt, diese Stressempfindlichkeit im wesentlichen herab, mehr tun sie eigentlich nicht
Insofern mag es manchmal wirklich angebracht sein, Medikamente einzunehmen. Ob sie letztendlich das Krankheitsbild insgesamt verschlimmern, vermag ich nicht zu sagen.

Man geht jetzt immer mehr dazu über, bei Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis, auch Psychotherapie einzusetzen, mit einigem Erfolg. Schade, dass man im Grund noch sehr wenig über dies Psychoseerkrankungen weiss.

Mona
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2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg, ich habe in diesem Rahmen manchmal erhöht und reduziert
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Dezember 2012 auf Null abgesetzt, ausschleichend alle drei Wochen 10 Prozent der ursprünglichen Dosis
Diagnose: Depression und Angststörung

Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
2013: Zahlreiche Symptome:

( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018: N i c h t mehr vorhanden: Reflux, saures Aufstoßen, Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel

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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Kaulquappe 411 » Montag, 02.10.17, 18:23

Hallo,

habe gerade oben gelesen, dass Yoga bei psychischen Störungen u.a. auch Traumafolgestörung, erfolgreich eingesetzt wurde bei einem Gruppenversuch.

Dazu kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass Yoga mir nicht gut getan hat, da zuviel durch die Körperhaltungen (Asanas) und durch die Atmung an inneren Erinnerungen, die im Körper gespeichert waren, in Fluss gekommen sind, sich Erinnerungstore öffneten.

Mir ging es nach Yoga schlechter als jemals zuvor, und wenn man nicht stabil ist und sein Trauma noch nicht verarbeitet hat, dann halte ich Yoga nicht für angebracht, ohne Gefahr zu laufen, Retraumatisiert zu werden.

Das ist zumindest meine Erfahrung, daher sollte man bei Traumafolgestörung in Verbindung mit Yoga ( Mediation ebenfalls) sehr vorsichtig sein.
Ich habe dann eine Zwangspause eingelegt, die bis heute dauert, kann mir aber vorstellen, irgendwann wieder damit anzufangen, allerdings wesentlich vorsichtiger.

Quäppchen :)
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Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
KG 170 g
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharma

Beitrag von Katharina » Montag, 02.10.17, 19:19

Hallo, guten Abend!

Ich habe eine Traumatherapie
( Traumabeginn: 3tes Lebensjahr;
Bewusstwerdung nach langjähriger Psychofarmaka Einnahmen und definitiver stationären Kaltentzug im Alter ca. 37 )

Innnerhalb der 10 Jahren ohne Medikamente habe ich die Therapie gemacht;
schließlich war ich Psychopharmaka - schwerst abhängig
Medikamente kamen nicht infrage.

es war eine außerordentliche Erfahrung für mich,schwieriges aus eigener Kraft bewältigen zu können.


Fazit: Gespräche / Selbsthilfegruppen

Gruß Katharina
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Zimtsterni » Samstag, 03.02.18, 11:04

Moin Moin,

ich mache 2 - 3 x pro Woche Kraft- und Ausdauersport. Das allein reicht leider nicht. Habe schon einige Selbsthilfegruppen durch, mit denen ich auch nichts anfangen konnte.

Liebe Grüße
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von infront » Sonntag, 15.04.18, 23:21

wurde sicher schon öfters gesagt, schliesse mich einfach mal an -

- bewegung !
sport -> irgendwas macht jedem freude, probieren und seins finden,
man sagt ne halbe stunde schwitzen, dann regelt sich das gehirn.

nich unintressant kann dabei kampfsport, kampfkunst, defense (krav maga zb) sein.
(das sind auch 3 verschiedene dinge, ich kann es auf wunsch gerne ausführen)

oder sowas tai chi, capoira, oder contact improvisation (das macht eine bekannte die auf diese weise viel in bezug auf nähe und distanz lernt.. da hab ich keine weitere ahnung von, aber googelt gerne mal dazu :)

manchen gefällt mannschaftssport, anderen die keinen körperkontakt mögen dann joggen tennis, kraftsport, wandern,...

und da wären wir beim 2. ;)

- natur !
- tageslicht,
vielleicht mal in südliche gefilde wo die sonne einen verwöhnt,
das hat sehr gute effekte :)

- ich persönlich kann auch nur empfehlen zu tauchen <3
also mit flasche... also scuba diving, es hat diverse sehr gute effekte..

- tiere zulegen, wobei ich der ansicht bin, dass das sehr gut abgewogen werden muss, und tiere kein besitz sind sondern ein partner für das (tier)leben,
wer aber sich zutraut ein würdiger partner zu sein, kann mit einem haustier sehr viel glück und entwicklung erfahren
ich persönlich halte mich aufgrund meines lebenswandels dafür nich geeignet, und halte deshalb keines,
aber ich weis das, auch von anderen wie tiere die seele fördern <3


- auch gut -> neugier, wechsel, verschiedene dinge probieren, verschiedene hobbys pflegen, ortswechsel, gewohnheiten ändern..

- auf sein umfeld achten, manche menschen bringen ein weiter, manche menschen zuehen runter, umfeldhygiene kann sinnvoll sein.

- musik und tanz, subkultur -> kann auch sehr viel bewegen und abfangen...

- bewusster genuss von gesunden lebensmitteln,
die auswirkungen von guter/schlechter ernährung werden oft unterschätzt,
allein schon was gewürze alles so können,..
- hausmittel wie natron oder aufsättigung mit vitaminen etc, ein umfassendes blutbild kann viel sinn machen, was leider nur privartkassen wohl bezahlen bzw gute heilpraktiker eben durchführen.
war selber mal bei einer guten heilpraktikerin die mir sehr wertvolle dinge zu meinem körper und meiner psyche auch bewusst gemacht und erklärt hat, mit eindeutig positiven ergebnissen auf längere sicht.


es gibt vieles... :)


lg !


edit - sparsamer bzw umsichtiger gebrauch digitaler medien, vielleicht ein verzicht aufs smartphone..
dazu empfehle ich vorträge von prof. manfred spitzer, zb auf youtube..

- politisches engagement vielleicht..
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Flummi » Montag, 16.04.18, 21:17

Hallo,
wer das Glück hat, eine Station von "Offener Dialog" in der Nähe zu haben, rate ich dazu, dort anzurufen, dort geht es mit gar keinen bis wenig Medikamenten aus der Krise herauszukommen.
Herzliche Grüße,
Claudia
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Re: Was ratet ihr verzweifelten Personen statt Psychopharmaka?

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 17.04.18, 15:34

Hallo,

hier ein Link dazu.
http://www.offener-dialog.de/

LG Ute
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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