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Seminar "Kreativ gegen Gewalt und Zwang" Sa, 9.9. in Aachen

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Matthias Seibt
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Seminar "Kreativ gegen Gewalt und Zwang" Sa, 9.9. in Aachen

Beitrag von Matthias Seibt » Mittwoch, 16.08.17, 19:36

Tagesseminar: Kreativ gegen Zwang und Gewalt

Viele Psychiatrie-Erfahrene haben Gewalterfahrungen im psychiatrischen Hilfesystem gemacht. Unterbringungen, Fixierungen, Gewalt durch Profis oder Mitpatienten. Dies ist noch immer ein Tabu-Thema, kaum jemand ist bereit mit Betroffenen darüber zu sprechen, oftmals wird schnell das Thema gewechselt. Selbst Therapeuten umgehen dieses Thema, obwohl die Gewalt durch Fixierungen nachweislich in einigen Fällen zu Traumata führt. Hier soll einmal Raum dafür sein, über Erfahrungen, Gefühle, Langzeitfolgen und den Umgang damit, zu sprechen.
Es wäre schön, wenn jeder eine eigene Geschichte erzählt. In einem Info-Austausch wollen wir für die eigenen Rechte anhand von UN-Behindertenrechtskonvention, Menschenrechten, Grundgesetz, Psych-KG, WHO-Definition der Gesundheit, sensibilisieren, aber auch darüber sprechen, was im Gehirn angesichts von Bedrohung geschieht.
Zum Ende des Seminars wollen wir Ideen entwickeln, wie Gewalt im psychiatrischen System zu verhindern wäre. Gerne würden wir z.B. die Geschichten und Veränderungswünsche sammeln um daraus ein kleines Heft für alle Teilnehmer oder auch andere Zwecke (z.B. Aufklärung von Profis) die von allen gemeinsam beschlossen werden, zu erstellen – natürlich nur, wenn alle einverstanden sind.

Referentinnen: Elke Müller und Ute Walkenhorst
9.September 2017 von 10 – 17 Uhr
Ort: Treffpunkt der Psychiatrie Patinnen und Paten e.V.
Adalbertsteinweg 123, 52070 Aachen
Bushaltestelle Josefkirche

Teilnahme, Snacks und Getränke sind kostenfrei. Teilnahme ist nur nach Anmeldung bis zum 2.9.2017 beim LPE NRW Doris Thelen unter Tel. 0241/9976831 oder per E-Mail an doris.thelen@psychiatrie-erfahrene-nrw.de möglich! Für eine verbindliche Anmeldung sind vorab 10 € Anmeldegebühr, das sogenannte Reuegeld, auf das LPE NRW Konto zu überweisen, diese 10 € gibt es während des Seminars zurück – sonst nicht. Bankverbindung des LPE NRW: Bank für Sozialwirtschaft IBAN: DE98370205000008374900 BIC: BFSWDE33XXX

Die TeilnehmerInnenzahl ist auf 12 Menschen begrenzt. Ein Fahrtkostenzuschuss für Bedürftige -billigste Möglichkeit- kann nur bei der Anmeldung beantragt werden.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Matthias Seibt für den Beitrag (Insgesamt 3):
padmacarlottaArianrhod
Von Dezember 77 bis Januar 85 nach einem 10-wöchigen Psychiatrieaufenthalt von Neuroleptika (und teilweise von Antidepressiva) dauerabhängig. Mehrere vorsichtige Reduktions- und Absetzversuche musste ich in diesen Jahren rückgängig machen, weil ich nach einiger Zeit merkwürdige Seelenzustände erlebte. Einen zweiten Psychiatrieaufenthalt wollte ich nicht riskieren. 85 bis 10 gelegentlicher (0 bis 4-mal jährlich, meistens halbe oder ganze Tablette) Konsum von 25 mg Neurocil / Levomepromazin zum Zweck der Schlaferzwingung. In dieser Zeit (90 und 92) zwei kurze (14 Tage und 3,5 Tage), zwangsweise Psychiatrieaufenthalte. Seit 11 nur noch Alkohol (sehr massvoll) und Kaffee. Letzterer wird bei beginnenden Schlafstörungen auf eine Tasse am Tag reduziert.

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