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Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Dienstag, 19.04.16, 14:55
von Kassiopeia
Liebe Murmeline, danke für das Verschieben. Ich hatte eine Suche durchgeführt, aber die hat nichts ergeben. Aber ich freue mich, dass es einen Thread zum Thema gibt.

Dieses Kribbeln ist momentan wirklich wild. Vor allem die rechte Handfläche. Zuletzt habe ich meine Dosis verringert und auf abends statt morgens eingestellt. Wie schon erwähnt habe ich in letzter Zeit recht viel Alkohol konsumiert was durchaus auch eine Ursache sein kann. Ich habe den Konsum schon reduzieren können, aber noch nicht ganz eingestellt.

Ich finde es schlimm, dass die Ärzte solche Hemmungen haben, mögliche Nebenwirkungen zu melden. Immerhin gilt ja die Markteinführung der Medikamente gewissermaßen als letzte Testperiode, und wenn da keine Rückmeldungen kommen, dann ist das pure Augenauswischerei. Das ist wirklich eine Frechheit.

Die Zusammenhänge sind so komplex - ich würde mir wirklich mehr Untersuchungen auf dem Gebiet wünschen. Was ist nur los mit den ganzen Neurologen?

Alles Liebe,
Kassiopeia

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Donnerstag, 21.04.16, 17:14
von Arianrhod
Hallo Kassiopeia,
Kassiopeia hat geschrieben:Wie schon erwähnt habe ich in letzter Zeit recht viel Alkohol konsumiert was durchaus auch eine Ursache sein kann. Ich habe den Konsum schon reduzieren können, aber noch nicht ganz eingestellt.
Wenn du ein Alkoholproblem hattest ( hast?) , dann werden die Ärzte das sicher als Ursache vermuten.

Kassiopeia hat geschrieben:Was ist nur los mit den ganzen Neurologen?
Bei mir war es so, dass die häufigsten Gründe Alkohol und Diabetes nicht zutrafen. Nun meinte mein Neurologe letzends , es wäre genetisch.( weil man ja keine Ursache kennt) Da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Ich sagte: "Aber meine Eltern und Geschwister haben das nicht."
Doctor: "Das überspringt auch immer eine Generation."
Ich: "Meine Großeltern hatten auch nix."
:whistle:
Themenwechsel.....weil , was nicht sein darf, nicht ist: Die "wunderbaren" Psychopharmaka machen keine Polyneuropathie.... :frust:

liebe Grüße Arianrhod

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Donnerstag, 21.04.16, 18:55
von Schildkroete
Bei mir hat mein Hausarzt neulich auch eine alternative Erklärung "aus dem Hut gezaubert" - es könnte ja auch die Wirbelsäule sein -, und mir ein MRT vorgeschlagen. Ich weiß noch nicht, ob ich das mache, weil es mir an den Haaren herbeigezogen vorkommt. Die Beschwerden in den Händen und in den Füßen haben zur gleichen Zeit angefangen, das heißt, ich müsste zufällig gleichzeitig sowohl in der Hals- als auch in der Lendenwirbelsäule einen Bandscheibenvorfall gehabt haben. Das halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Dem Venlafaxin gegenüber ist mein Hausarzt schon kritisch, aber den Weg, unerwünschte Arzneimittelwirkungen zu melden, hält er für nicht zielführend bzw. zu mühsam. Leider.

Gruß
Schildkröte

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Freitag, 22.04.16, 5:26
von Jamie
Hallo Schildkröte,

ich halte bei dir einen pharmakologischen Zusammenhang auch eher für wahrscheinlich. Du kannst eindeutig einen Zusammenhang herstellen und vermutlich will es nur dein Arzt nicht glauben, was das Zeug alles anrichten kann :o .

Allerdings kannst du dir ja trotzdem überlegen, ob du ein MRT machen willst.
Die Methode kommt ohne schädliche Strahlung aus, nur ein starkes Magnetfeld wird erzeugt (wobei wir da warnen, dass es evtl. Symptome triggern könnte).

Für Kribbeln in den Extremitäten müssen nicht zwangsläufig Bandscheibenvorfälle verantwortlich sein; ich habe das auch und die Ursache sind Knochenausfransungen der Wirbelsäule *autsch* (sog. Osteochondrose), die in das Rückenmark drücken / abquetschen und das tut teilweise höllisch weh und versucht andererseits diese Missempfindungen (vor allem in meinen Fingern, weil die HWS betroffen ist).

Ich kann nur von mir sprechen, aber ich war froh um das MRT, weil ich endlich wusste, was mir fehlte.

Grüße
Jamie

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Freitag, 22.04.16, 21:54
von Schildkroete
Hallo Jamie,

vielen Dank fürs Teilen deiner Erfahrungen! Ich werde mir überlegen, ein MRT machen zu lassen.

Gruß
Schildkröte

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Montag, 09.05.16, 9:30
von Kassiopeia
Liebe Alle,

ich habe jetzt mal mit Vitamin B begonnen, mal sehen ob das hilft. Momentan ist es schon sehr schlimm, vor allem weil das Gefühl dauerhaft da ist. Dass ihr das schon so lange habt...und wieder herrscht große Ratlosigkeit in der Ärzteschaft.

Alles Liebe
Kassiopeia

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Montag, 09.05.16, 19:41
von Schildkroete
Liebe Kassiopeia,

ich drücke dir die Daumen, dass es etwas bringt!

Ich werde das mit den B-Vitaminen auch selbst weiterverfolgen, vielleicht ist das auch aus anderen Gründen für mich sinnvoll. Termin fürs MRT habe ich auch gemacht.

Gruß
Schildkröte

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka? - MRT ohne Befund

Verfasst: Sonntag, 13.11.16, 15:47
von Schildkroete
Hallo allerseits,

ich möchte nachtragen, dass ich das MRT (Hals- und Lendenwirbelsäule) inzwischen hatte und es - erwartungsgemäß - keinen pathologischen Befund ergeben hat.

Die Ursache der Polyneuropathie bleibt also weiter unklar. Allerdings kommt es mir so vor, dass Häufigkeit und Intensität der Schmerzen in den letzten Wochen/Monaten zurückgegangen sind.

Gruß
Schildkröte

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Freitag, 20.10.17, 16:34
von Arianrhod
hallo Schildkröte,
auch wenn es da nichts der Verursacher war, fand ich es verantwortungsbewusst von deinem Arzt , dich ins MRT zu schicken und es nicht als "alles psychisch" abzustempeln. Ein Bandscheibenvorfall L1/L2/L3 , also ziemlich oben KANN manchmal Beine und Arme gleichzeitig betreffen.

Mir hat damals ein Neurologe empfohlen, mehr Neuroleptika (!!!!) zu nehmen, dann würden die Missempfindungen weggehen.

liebe Grüße Arian

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Freitag, 20.10.17, 17:17
von Schildkroete
Hallo arian,
Arianrhod hat geschrieben: Ein Bandscheibenvorfall L1/L2/L3 , also ziemlich oben KANN manchmal Beine und Arme gleichzeitig betreffen.
das wusste ich in der Tat nicht.

Ich habe inzwischen weitere Ärzte konsultiert (in erster Linie wegen anderer Beschwerden, die zur gleichen Zeit wie die Neuropathie angefangen haben), und die plausibelste Hypothese ist jetzt, dass alles durch eine Infektion verursacht wurde.

Gruß
Schildkröte

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Donnerstag, 15.02.18, 19:30
von Hebatu
Hallo Ihr Lieben,
Wie sieht es mit Diabetes Typ II aus, wer von Euch hat durch jahrelange Einnahme von NL. Diabetes, Hashimoto Thyreoiditis oder ähnliche Erkrankungen des Stoffwechsels?
Bei Vorbeugung der Diabetes Polyneuropathie wird Millgamma als Kur empfohlen.

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Freitag, 16.02.18, 16:44
von Arianrhod
Hebatu hat geschrieben:
Donnerstag, 15.02.18, 19:30
Hallo Ihr Lieben,
Wie sieht es mit Diabetes Typ II aus, wer von Euch hat durch jahrelange Einnahme von NL. Diabetes, Hashimoto Thyreoiditis oder ähnliche Erkrankungen des Stoffwechsels?
Bei Vorbeugung der Diabetes Polyneuropathie wird Millgamma als Kur empfohlen.
Hallo Hebatu, Diabetes ist der häufigste Verursacher für Polyneuropathie.
ich wurde eine Woche in eine neurologische Klinik geschickt und dort auf den Kopf gestellt - inklusive 24-Stunden- Urin sammeln, Rückenmarkpunktion und Vitaminstatus - gefunden haben sie nix. Ein Diabetes wäre nicht übersehen worden.

; ich wollte diese Nebenwirkung bzw. es ist ja eher ein Spätschaden, melden - leider hätte ich dazu einen Arzt gebraucht, der den Zusammenhang zu den NL herstellt - und das kann eben kein Arzt belegen. Sie tappern genauso im Dunkeln wie ich selbst.

Millgamma ist ein Kombipräparat B1 und B6 ; die B- Komplexwerte waren bei mir auch in Ordnung.

liebe Grüße Arian

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Freitag, 16.02.18, 19:18
von Hebatu
Hallo Arianrhod,

Ursachen medikamentös-toxischer Polyneuropathien
Arzneistoffgruppe :arrow: Wirkstoff
Antiallergika :arrow: Cromoglicinsäure
Antiarrhythmika :arrow: Amiodaron
Antibiotika/Antiinfektiva/
Chemotherapeutika :arrow:
Amphotericin B, Chloramphenicol, Chloroquin, Dapson, Ethambutol, Ethianamid, Gentamycin, halogenierte
Hydroxychinoline, INH, Metronidazol, Neosalvarsan, Nucleosid-Analoga, Nitrofurane, Nitroimidazol, Penicillin,
Salvarsan, Streptomycin, Suramin
Antidepressiva :arrow: Amitriptylin; Doxepin, Imipramin, Lithium
Antiepileptika :arrow: Sultiam
Antihypertonika :arrow: Enalapril, Hydralazin
Antirheumatika :arrow: Chloroquin, Gold, Indometacin, Methaqualon,
früher Thalidomid
Thyreostatika :arrow: Carbimazol, Methylthiouracil
Zytostatika :arrow: Cisplatin, Cytarabin, Procarbazin, Propylthiouracil, Vinblastin

Wieso sollte eine Medikamenten induzierte Polyneuropathie nicht auf Milgamma ansprechen. Benfothiamin ist der Wirkstoff. Vitamin B1 fettlöslich. B 6 ist Folsäure.

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Freitag, 16.02.18, 22:41
von Jamie
Hallo Hebatu, :)

du kannst das Milgamma ja nehmen, spricht nichts dagegen.
Es wäre natürlich optimal erst gar keinen Diabetes zu entwickeln, aber wenn er schon da ist, dann ist das A und O eine gute Einstellung des Diabetes und möglichst passable Zuckerwerte sowie Minimierung weiterer Risikofaktoren (Stichwort metabolisches Syndrom).

Ob eine durch Diabetes entstandene Polyneuropathie durch B Vitamine geheilt werden kann, wage ich zu bezweifeln, es sei denn sie befindet sich im absoluten Anfangsstadium, aber lindern geht möglicherweise

Ich habe früher übrigens immer Keltican forte bei Polyneuropathie empfohlen (war in der Apotheke tätig), aber eine konsequente Therapie hält fast keiner durch, weil das Präparat unglaublich teuer ist.

Schönen Abend :bettzeit:
Jamie

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Samstag, 17.02.18, 16:35
von Arianrhod
Hebatu hat geschrieben:
Freitag, 16.02.18, 19:18

Wieso sollte eine Medikamenten induzierte Polyneuropathie nicht auf Milgamma ansprechen. Benfothiamin ist der Wirkstoff. Vitamin B1 fettlöslich. B 6 ist Folsäure.
Es kann sein, dass sie darauf anspricht, ich wollte nur sagen, ich hatte in diesem Bereich keinen Mangel.
Die Megavitamintherapie ist auch nicht unumstritten.
ich selbst substituiere B12, weil ich mich vegetarisch ernähre.
Gerade B1 und B6 kann man wohl auch überdosieren - dann treten ähnliche Symptome auf wie bei einem Mangel.
Beispiele für Vitamin B Nebenwirkungen
Es existieren eine Reihe von wissenschaftlichen Studien beziehungsweise Beobachtungen, die über Nebenwirkungen in Verbindung mit den einzelnen B-Vitaminen berichten. Zu nennen wären unter anderem:

B1 Magenbeschwerden, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Hautreaktionen mit Juckreiz, Atemnot.
B2 keine Nebenwirkungen bekannt.
B5 Auch bei hohen Dosen sehr geringe oder keine Nebenwirkungen (außer leichte Darmstörungen)
B6 Gleichgewichtsstörungen und Komplikationen im Nervensystem vermutet.
B8 Nicotinamid nahezu ohne Nebenwirkungen. Nicotinsäure bei hohen Dosen Hautrötungen, Hitzegefühl.
B9 Bei hohen Dosen: Magen-Darm-Probleme, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Depressionen, z.T. Allergien
B12 Akne, anaphylaktische / anaphylaktoide Reaktionen vermutet.
https://www.vitamine.com/vitamin-b/nebenwirkungen/

liebe Grüße Arian

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Montag, 19.02.18, 15:51
von Hebatu
Einen schönen Wochenanfang wünsche ich euch,

Ich scheine wohl hier Personen nahegetreten zu sein. War nicht meine Absicht
Dass Millgamma Diabetes heilen würde, habe ich mit keinem Wort geschrieben. Vorbeugend als Kur gegen eine durch Diabetes verursachte Polyneuropathie ja. Ich mag auch niemanden etwas aufschwatzen zu wollen!
Und Romane schreibe ich auch nicht gerne.
Wollte nur informativ interagieren.

Einen lieben Gruß.

Hebatu

PS Ich bin examinierte Krankenschwester und ich habe Mal etwas Medizin studiert, wenns um Kompetenz außerhalb meiner eigenen Sache geht.

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Montag, 19.02.18, 17:03
von Arianrhod
Hallo Hebatu,
Hebatu hat geschrieben:
Montag, 19.02.18, 15:51
Ich scheine wohl hier Personen nahegetreten zu sein. War nicht meine Absicht
Dass Millgamma Diabetes heilen würde, habe ich mit keinem Wort geschrieben. Vorbeugend als Kur gegen eine durch Diabetes verursachte Polyneuropathie ja. Ich mag auch niemanden etwas aufschwatzen zu wollen!
Und Romane schreibe ich auch nicht gerne.
Wollte nur informativ interagieren.
ich habe es nicht so aufgefasst. Ich meinte nur, dass ich keinen Diabetes habe und auch nie hatte , sondern laut Ärzte eine "Polyneuropathie unbekannter Genese" , die ich aber für eine neuroleptikainduziert halte. Weisst du, ob das Millgramma bei allen Formen der Polyneuropathie vorbeugend wirkt?
Und da es als Kombiprodukt sehr teuer ist, was spricht dagegen, B1 und B6 aus anderen Quellen/ als NEM zu substituieren?
Die dritte Frage ist natürlich : Ist Millgramma auch bei der Behandlung noch zielführend, denn zur Vorbeugung ist es bei mir eindeutig zu spät.

liebe Grüße Arian

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Montag, 19.02.18, 19:46
von Ululu 69
Hallo Arian, :)

ich habe heute mal in eigener Sache eine Frage an dich, weil du dich so gut mit Polyneuropathie auskennst.

Ich habe seit einigen Wochen immer wieder hauptsächlich abends Probleme mit brennenden Fußsohlen. Sie kribbeln nicht und es ist auch nichts taub, sie Brennen nur so, als wäre ich zwölf Stunden shoppen gewesen.
Mein Mann bestätigt dass sie sich nicht heiß anfühle und sehen tut man auch nichts.
Ich mache mir jetzt ein wenig Sorgen, weil ich ja, zwar in niedriger Dosis, immer noch das Quetiapin nehme. :(

Wie hat das bei dir angefangen? Waren die Symptome gleich massiver oder kann es sein, dass das bei mir schon in die Richtung geht ?

Beim Arzt war ich übrigens noch nicht, wenn es Absetzerscheinungen sind, findet der sowieso nichts. Die Blutwerte sind soweit okay.

LG Ute

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Montag, 19.02.18, 22:27
von weg
hallo ute,

entschuldigung wenn ich mich hier auch äussere. ich habe auch polyneuropathie, wahrscheinlich auf grund der chemotherapie. wobei man ja nicht so genau weiss warum wir pn haben. bei mir hat es ganz akut begonnen. ich laufe extrem viel. im jahr so zwischen 2000 bis 3000 km. plötzlich so fall auf knall konnte ich meine füsse mit nur grosser mühe abrollen. ich konnte ein paar mal fast nicht mehr ein öffentliches verkehrsmittel erreichen.

meine neurologin hat dann die nevengleitfähigkeiten in meinen beinen gemessen und konnte so eine verzögerung derer gleitfähigkeiten feststellen. es sind bei mir die ganz kleinen äusseren nerven betroffen, die sich so langsam zurückziehen und das tut weh und gibt mir missempfindungen. zum teil heftiges brennen, zum teil wie gefühllos.

meine HA schickte mich dann noch zu einem orthopäden. der verordnete mir einlagen und einen ganz steifen schuh. der steife schuh war für mich herausgeworfenes geld. die einlagen haben mir etwas geholfen. nicht gegen die pn, sondern für den senkfuss. :)

gegen die schmerzen hat mir die neurologin lyrika verschrieben. die vertrage ich nicht. zum glück 8-)

meine HA arbeitet mit einer sehr erfahrenen feldenkraistherapeutin zusammen. diese therapeutin hat mir meine füsse behandelt und hat mich im gehirn so stimuliert, dass ich die füsse anders belaste. seither kann ich wieder normal gehen.

schmerzen und das heftige brennen habe ich immer noch. ich kann jedoch gut damit umgehen. einerseits trage ich einen ziemlich weichen schuh und laufe über steine und felsen und unebene wege. damit kann ich meine nervenenden stimulieren und das brennen und die missempfindungen bilden sich zurück.

am abend vor ins bett gehen laufe ich noch in meiner wohnung herum. es sieht so aus wie eine "gehmeditation von Tich Nathan". so ein ganz ganz langsames bewusstes genaues abrollen der füsse und mir auch ganz genau vorstellen, wie ich gehe. ich habe erst viel später mal die verbindung mit tich nathan bekommen, ich habe nicht gewusst, dass es so eine meditation gibt.

mit dem langsamen gehen und belasten der füsse, kann ich auch das brennen aushaltbar machen. vielleiccht ist es eine art schmerz mit schmerz behandeln. ich müsste mir da noch mehr gedanken darüber machen, falls es dich interessieren sollte.

ich hoffe ich habe dich nicht zu sehr gelangweilt und wünsche dir eine gute nacht.

herzlich
weg

Re: Polyneuropathie durch Psychopharmaka?

Verfasst: Mittwoch, 28.02.18, 20:10
von Hebatu
Liebe Arianrhod,
ja, ich gehe davon aus dass es auf jeden Fall ein Versuch wert ist. Unterstützende Kneippkur, wie Wechselbäder, morgendliches Tautreten, und Güsse als Reiztherapie wäre auch gut.

L.G. Hebatu