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Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

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Arianrhod
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Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von Arianrhod » Montag, 07.12.15, 19:57

hallo,

ich nehme 25 mg Pregabalin gegen die neuropathischen Schmerzen. Wenn ich sie weglassen möchte, wäre meine Schmerztherapeutin einverstanden,
im Gegensatz zu Psychiatern bestehen sie nicht aufd der Medikation.

Sie hat mit mir auch mit einem Absetzplan Targin, ein Opioid abgesetzt , und das hat gut geklappt. Da ist sie aber auf ein anderes Medikament umgestiegen, dass feiner dosiert werden konnte, und dann raus.

Die Ärztin meinte auch mal, wenn man Lyrica nicht aus psychischen Grunden nimmt, gibt es eher keine Absetztsymptome, aber irgendwie glaube ich das nicht so recht. Lyrica wirkt auf GABA - mit oder ohne psychischen Symptome.

Pregabalin sind weiße Kapseln. Da man sie alle 12 Stundfen nimmt, denke ich, es ist ein retardiertes Medikament.

Um mich vorzubereiten, habe ich eine Kapsel geöffnet. Da ist ein weißes Pulver drin, ein bißchen wie Kokain. Es klebt aber irgendwie zusammen und ist gar nicht so einfach, mit einem Dosierlöffelchen aufzunehmen.

Ich habe zwei Fragen:

Ist es möglich, dass man mir in der Apotheke kleinere Dosierungen abfüllt, wenn die Ärztin mir ein Rezept gibt?

und wenn das nicht geht oder sie es unnötig findet ( Ärzte unterschätzen gerne den Sprung auf Null):

Wie setzt man Pregabalin am besten ab?

Danke
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Arianrhod
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Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 08.12.15, 18:30

Wer toll, wenn ich eine Antwort bekäme - ich habe morgen nämlich den Arzttermin.
Danke.
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padma
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Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von padma » Dienstag, 08.12.15, 18:46

hallo Arianrhod, :)
Die Ärztin meinte auch mal, wenn man Lyrica nicht aus psychischen Grunden nimmt, gibt es eher keine Absetztsymptome, aber irgendwie glaube ich das nicht so recht. Lyrica wirkt auf GABA - mit oder ohne psychischen Symptome.
Für Absetzsymptome ist der Grund der Einnahme völig irrevelant.

Ich habe auch den Eindruck, dass Opioide einfacher abzusetzen sind als Psychopharmakas.
Ist es möglich, dass man mir in der Apotheke kleinere Dosierungen abfüllt, wenn die Ärztin mir ein Rezept gibt?
Ja, das ist möglich: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=1030
hier im Video: https://www.youtube.com/watch?v=ql7Nw3CY2R8

Wenn dir die Ärztin kein Rezept gibt, könntest du die Kapselherstellung notfalls selber bezahlen. Gut wäre dann aber eine Bescheinigung, dass du diese Dosierung benötigst.

Eine weitere Möglichkeit wäre das Abwiegen des Pulvers mit einer Feinwaage.

Auf keinen Fall solltest du von 25 mg direkt auf 0 gehen. :shock:

alles Gute für deinen Termin morgen

liebe Grüsse,
padma
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Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von fruehling » Dienstag, 08.12.15, 19:41

Hallo Arianhod,
also ich möchte mich ja nicht zu weit aus dem Fenster hängen, aber mein Onkel nahm Lyrika aufgrund von Polyneuropathien nach Chemo. Er hat die Tabletten schon öfter genommen und einfach abgeetzt. Er hatte keine Probleme.
Dennoch denke ich, dass jeder anders reagiert. Du hast es ja nicht so eilig, deshalb würde ich der Sicherheit halber die Kapsel öffnen und langsamer vorgehen. Dein Nervensystem und dein Schmerzgedächtnis wird es dir danken.
Schmerzpatienten reagieren dann auch oft mit mehr Schmerzen, was aber nicht sein muss. Schmerz ist ja auch ein sehr subjektives Empfinden.
In de Regel ist es ja auch bei psychischen Medikamenten, do, dass man beim Absetzen eben die Symptome vermehrt bekommt, gegen die DAS Medikament ursprünglich mal eingesetzt wurde, weil eben bestimmte Rezeptoren angesprochen werden.
Meine Mutter z.B hat eine sehr hohe Dosis Lyrika (600mg) abgesetzt und musste sehr langsam vorgehen. Insgesamt hat sie von der Reduktion sehr profitiert, ihr ging es immer besser, aber Absetzsymptome waren deutlich zu spüren.
Zuletzt geändert von fruehling am Dienstag, 08.12.15, 22:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Kevin05

Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von Kevin05 » Dienstag, 08.12.15, 21:09

Also ich habe eine Bekannte die bekam eine Zeitlang auch Lyrica, die hat es auch von heute auf morgen abgesetzt, funktionierte nicht, sie musste es ausschleichen, funktionierte aber gut, Zeitraum weiß ich nicht mehr, aber es waren Wochen und nicht Monate, aber von 25 mg auf 0 würde ich grad bei lyrica nicht gehen, so rein von Berichten, ich hab Lyrica immer abgelehnt, ich habe es x-fach angeboten bekommen. Übrigens meine Bekannte hatte keinerlei Erfolg damit, auch nicht mit anderen Schmerzmitteln, der hat letztendlich nur die Akupunktur geholfen und sie war bei dem einzigen, denn ich in meinem Land kenne, wo ich sage, der es kann, daher mach ich mich auch immer wieder grad für die Akupunktur stark, vor allem wenn es jemand kann, wobei das sind wirklich total wenige, da muss man viel recherchieren, aber es ist sicher gesünder als alle Medikamente.

Ich nehme hochdosiert Diazepam und mein Arzt hat es mehrfach geschafft mich von höchster Aufregung zum Einschlafen zu bringen, kein Benzo hätte so massiv gewirkt, also nochmals, es gibt Menschen, die da was können, aber ich respektiere und glaube auch, dass es einigen nicht hilft oder paradox wirkt, ich kann nur über mich schreiben. Ich mache es nicht mehr, weil eine Sitzung 50 Euro kostet und man braucht mindestens 12 und Menschen wie ich wohl noch mehr, also nicht finanzierbar.

Übrigens auch Schmerzmittel machen mit der Zeit mehr Schmerzen zumindest hab ich das gehört, was ich auch hörte von einer Mitarbeiterin der Suchtberatung, dass kurioserweise Opiate weniger schädlich sind für den Körper, ob das stimmt weiß ich nicht, da wissen aber sicher auch Menschen vom Team mehr, alles Gute auf jeden Fall, Kevin

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Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 11.12.15, 21:59

Hallo an alle,

leider hat der Arzt meine Bedenken nicht ernst genommen. Er hält Lyrica 25 mg für eine Minidosis und meint, ich könne gleich damit raus. Er sagte mir, dass es früher überhaupt nur 75 mg gegeben hätte, die 25er wären extra fürs Absetzen gedacht.
Er fand es leider auch unnötig, mir das Rezept für die Apotheke zu geben.
Jetzt werde ich selbst teilen müssen.

Unlogisch erscheint mir, dass dere Arzt mir bestätigt hat, dass Lyrica ein hohes Suchtpotential besitzt ( trotzdem sieht er kein Problem. Er will, dass ich einen Monat lang 25 mg nehme und dann raus ( werd mich hüten)
Kevin05 hat geschrieben: was ich auch hörte von einer Mitarbeiterin der Suchtberatung, dass kurioserweise Opiate weniger schädlich sind für den Körper, ob das stimmt weiß ich nicht, da wissen aber sicher auch Menschen vom Team meh
Das liegt daran, dass Opioide im Gegensatz zu NSAR weder Leber noch Niere schädigen. 1/3 aller Dyalysepatienten hat das Problem wegen Einnahme von Ibuprofen, Dicloflenac und Co. ( Zumindest die Erklärung der Schmerztherapeuten. )

liebe Grüße Arianrhod
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Arianrhod
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Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 11.12.15, 22:06

Nochmals: Ich begreife es nicht, dass der Arzt sich sperrt. Ich habe bereits einmal aufs Absetzen psychotisch reagiert, bin also auch besonders empfindlich für Absetzsymptome - trotzdem nicht! :(
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Thomas
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Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von Thomas » Samstag, 12.12.15, 12:28

Hallo Arian,

die 25 mg sind ja schon die kleinste Einheit von bis zu 300 mg, wie Du sagst. Wofür genau willst Du da ein Rezept? Da überforderst Du den Arzt denk ich und ich weiß auch nicht, ob die Apo da wirklich irgendwas spezielles anmischen würde. Ich selbst würde die 25er einfach mal versuchen wegzulassen. Wenn das nicht gut läuft, kannst Du es dann vielleicht mit Pregabalin-ratiopharm 20 mg/ml Lösung z. Einnehmen versuchen. Dafür kann er Dir ja ein Rezept machen. Musst ihm dann sicher sagen, dass Dus versucht hast mit den Kapseln, aber auch diesen kleinen Schritt einfach nicht packst und diese und jene Symptome bekommst.

Grüße
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Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von Finchen015 » Samstag, 12.12.15, 17:31

Hallo Arian,

Lyrica gibt es mittlerweile als Generikum. Ich hab eine Schachtel 25 mg Tabletten zu Hause (zum Testen). Ich hab mir mal eine angeschaut. Die kann man lässig "kleinheckseln", also bis zu einem Viertel bin ich gekommen. Das wären dann noch 6,25 mg. Und in Wasser lösen sich die Dinger auch noch auf. :)

Frag mal Deinen Hausarzt wegen dem Generikum. Das war bei mir nämlich die Idee meinen Hausarztes, falls ich Probleme beim Absetzen bekommen sollte - dabei hatte ich nur nebenbei erwähnt, dass es die Lyrica in der kleinsten Einheit nur als 25 mg Kapseln gibt. Und er: "Nö, da haben wir noch was anderes. Probieren Sie das mal aus. Damit geht's auch schonender."

Ich hab Lyrica auch noch vor mir und stell im Zweifelfall auf das Generikum um und dosiere damit langsam ab.

Viele Grüße
Finchen <3
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- 75 mg Lyrica (letzte Einnahme 06/16)
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Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von padma » Samstag, 12.12.15, 18:23

hallo Arianrhod, :)

manchmal denke ich, die Ärzte wollen es einfach nicht begreifen. :frust:

Ich würde die 25 mg keinesfalls einfach weglassen. :shock:
Vielleicht lässt sich die Apotheke darauf ein, dir auf dein Rezept das Generika zu geben? Die Lösung könnte evtl. teurer sein, das könntest du ja in Erfahrung bringen.

Es ist so frustierend, dass man sich mit sowas auch noch rum schlagen muss, wenn man einfach nur schonend absetzen möchte.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 12.12.15, 19:03

Thomas hat geschrieben:Hallo Arian,

die 25 mg sind ja schon die kleinste Einheit von bis zu 300 mg, wie Du sagst. Wofür genau willst Du da ein Rezept? Da überforderst Du den Arzt denk ich und ich weiß auch nicht, ob die Apo da wirklich irgendwas spezielles anmischen würde.
ich nehme zweimal am Tag die 25 mg. Ich hätte gerne Kapseln mit 12, 5 mg , damit ich wieder zweimal am Tag welche nehmen kann. Ich halte es für keine gute Idee , ein retardiertes, suchterzeugendes Medikament nur einmal am Tag einzunehmen , da es eine Wirkzeit von 12 Sdt. hat und ich immer ein wenig in einen Mini- Entzug reingeraten würde. Die Apotheke müsste sie mir nur "umpacken", dafür brauche ich jedoch ein ärztliches Rezept.

Die Lösung ist aber eine Super-Idee, damit kann ich dann langsam abdosieren, danke.
Finchen015 hat geschrieben:Frag mal Deinen Hausarzt wegen dem Generikum.
Verstehe ich das richtig, Finchen? Das Generikum sind Tabletten? Ich habe sie nämlich von Ratiopharm und Beta , aber alles sind Kapseln. Welches Generikum ist es ?
padma hat geschrieben:Vielleicht lässt sich die Apotheke darauf ein, dir auf dein Rezept das Generika zu geben?
ich bekomme in der Apotheke fast jedesmal ein Generikum, abver leider immer Kapseln.
Das interessiert mich jetzt aber. Du hast Recht, ich verstehe auch nicht, was das Problem ist, außer dass Ärzte Absetzprobleme irgendwie nicht ernst nehmen :(

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 12.12.15, 19:10

Ich werde wegen der Lösung meinen Hausarzt fragen, der verschreibt sie mir hoffentlich, habe am 21. einen Termin. Gottseidank habe ich drei Ärzte an der Hand, die mir Pregabalin aufschreiben würden, fühle mich nur blöd, dass ich sie immer bequatschen muss.

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von Finchen015 » Montag, 14.12.15, 11:29

Hallo Arian,

also, wenn ich zwischen Tabletten und Tropfen wählen könnte, würde ich auch die Tropfen nehmen. Meine Tabletten sind ein "unverkäufliches Muster" (hahahahahaha....) von Neuraxpharm. Hab gerade gegoogelt und find die aber nicht. Da muss ich wohl erst mal den Arzt meines Vertrauens fragen - vielleicht wurden die schon wieder zurückgezogen? :shock: :rotfl: Was hab ich da nur bekommen???

Liebe Grüße von
Finchen, dem Versuchskaninchen <3 :D
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Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 24.12.15, 19:20

ich bekomme die Tropfen von meinem Hausarzt, allerdings erst ab nächsten Monat. Er gab mir recht, dass man eine psychotische Absetzreaktion doch nicht riskieren sollte.

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von Moselaner » Dienstag, 18.07.17, 16:22

padma hat geschrieben: Ich habe auch den Eindruck, dass Opioide einfacher abzusetzen sind als Psychopharmakas.

[
Hallo ihr Lieben
ne das ist leider nicht so, da Opiate bei sehr starken schmerzen eingesetzt wird, und der Körper ein schmerz Gedächtnis besitzt und die schmerzen sofort, oder noch schlimmer, zurückkehren
. wenn , wie in meinem fall, das targin plötzlich abgesetzt wird, endete es mit 3 tagen , überwachungsstation , komplett verkabelt, fast wie Intensivstation.
dadurch das ich gleichzeitig Morphium dann bekommen habe, war es vom Schmerzgefühl nicht ganz so schlimm.
aber dies muss auch sehr langsam ausgeschlichen werden. ich konnte es letzte nacht nicht aushalten vor schmerzen.... ich rede von wirklichen schmerzen....

das lyrica hatte ich mit 100mg morgens und 75 mg abends genommen.
dies hab ich aber nach 4 Monaten einfach selbst abgezogen, weil es derart auf die Potenz schlägt....da ging gar nichts mehr.....
war aber problemlos bei mir.


lg an euch
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Seit 01.08.17: 1,125 mg Zopiclon
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14.8.17: 0,7 mg Zopiclon
21.8.17: 0,5 mg Zopiclon
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01.09.17: 0,1 mg Zopiclon
04.09.17: 0mg Zopiclon

Hier der Verlauf meines Entzugs:
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Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von padma » Dienstag, 18.07.17, 18:44

hallo Moselaner, :)


das ist ein Missverständniss, da habe ich mich unglücklich ausgedrückt. Ich habe nicht gemeint, dass man ein Opiat einfach weglassen kann. :shock:
Und bei bestehender Schmerzproblematik bzw. bei einem Schmerzgedächnis kommen die Schmerzen dann natürlich leider wieder.

Was ich sagen wollte ist, dass Opiate wenn sie langsam ausgeschlichen werden, im Vergleich zu Psychopharmaka anscheinend weniger diese schweren Entzugsverläufe mit dieser Vielzahl an Symptomen machen. Aber das ist nur mein Eindruck, wissen tue ich es nicht.

liebe Grüsse und gute Besserung,
padma
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Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von Moselaner » Dienstag, 18.07.17, 18:57

hallöchen,

also ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen, das Opiate und Morphium die Psyche dermaßen verändern, das ich mehrere freunde ( 3) verloren habe , als ich a) es genommen habe und b) beim versuch Morphium auszuschleichen.

mir selber war das leider nicht so bewusst. eine Freundin nähert sich so langsam wieder an mich an. das Pärchen ist für immer weg.
ich hatte mich tatsächlich sehr verändert, habe zu oft meine Meinung breit getreten, und war total gereizt, bei jeder Kleinigkeit
lg
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14.8.17: 0,7 mg Zopiclon
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28.8.17: 0,25mg Zopiclon
01.09.17: 0,1 mg Zopiclon
04.09.17: 0mg Zopiclon

Hier der Verlauf meines Entzugs:
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Arianrhod
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Re: Nochmals : Pregabalin (Lyrica)

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 18.07.17, 19:42

hallo Moselaner,
jeder Jeck is anners sagen die Kölner, und ja, auch beim Absetzen muss es so sein. Ich habe Opioide und Benzos problemlos absetzen können - und drehe bei Minidosen Neuroleptika absetzen voll am Rad.
Gerade diese Verschiedenheit macht es auch so schwer, einen Entzugsverlauf einzuschätzen. daher ist es generell besser, von vorneherein nichts zu riskieren.


liebe Grüße Arian
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