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Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

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Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 20.04.16, 10:02

Ihr Lieben :group:

Da ich immer wieder beim Stöbern im Internet auf verschiedene Texte und Informationen stoße, die mir gut tun, die mir helfen den Entzug auszuhalten und die ich gerne mit euch teilen möchte aber ich noch nicht sicher bin, wohin es passt, mache ich hier eine kleine Sammlung auf.

Manches taucht vielleicht in anderer Form schon irgendwo auf, manches werde ich dann in andere Kategorien verschieben oder kopieren. Aber hier will ich es erstmal aufschreiben oder verlinken, damit es mir nicht wieder verloren geht.


Ich wünsche uns allen, dass wir immer auch einen Lichtblick behalten, einen Funken Hoffnung, Liebe und Zuversicht.


Dass wir aus dieser schweren Zeit zwar reicher an Leid aber auch reicher an Dankbarkeit und Liebe, gestärkt, vollständiger, hervorgehen.


Liebe Grüße,

Lina
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Im Freien Fall

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 20.04.16, 10:04

http://alovinghealingspace.blogspot.de/ ... space.html
Falling through empty space

The story is unyielding, the questions are relentless, and there is a familiar sense of urgency: you must find answers, soon; you must come to resolution, get 'clear' on what's next, figure out who you are now, discover 'why' you have come here, and find respite from the uncertainty. It feels as if your very survival is dependent upon it.

The rug has been pulled out from under you. You are falling through empty space with no landing in site, on fire to locate a reference point from which you can orient.

It is natural to want to leave the realm of death and spin quickly into rebirth, to put everything back together, and to resolve the contractions. But the beloved has no bias for rebirth over death. She is holding you close and working with her envoys in the collapse and deflation of the old dream of 'me.' For she loves you this much.

She is appearing as everyone around you—as the colors, the wind, the moon, and the tides, to reveal to you that nothing has gone wrong. No mistake has been made. There is only path here. In all of her shapes and forms, she only continues to unfold her message for you, out of the vast, tender silence:

Please do not disavow and split away from death and push into rebirth prematurely. For it is only within the luminous soil of the darkness that the jewels hidden there can transmute and emerge as wild love in this world.
Im freien Fall

Deine Situation ist unverändert, die Fragen sind unbarmherzig und dich beherrscht ein vertrautes Gefühl von Dringlichkeit: Du musst Antworten finden, bald, du musst zu einer Lösung kommen, dir klar machen was als nächstes kommt, herausfinden wer du jetzt bist, aufdecken, warum du in dieser Situation gelandet bist, brauchst eine Atempause von der Unsicherheit.

Es fühlt sich so an, als ob dein Überleben davon abhängt.

Der Boden wurde dir unter den Füßen weggezogen. Du bist im freien Fall, mit keinem Landeplatz in Aussicht, kein Leuchtfeuer um dir einen Orientierungspunkt zu geben.

Es ist nur natürlich, dass du das Reich des Todes verlassen und rasch zur Wiedergeburt kommen willst. Um alles wieder zusammenzufügen und um die Spannungen aufzulösen.

Aber die Höchste Liebevolle Kraft unterscheidet nicht zwischen Wiedergeburt und Tod, alles ist gleich wertvoll. Sie hält dich ganz fest und ist mit ihren Abgesandten emsig tätig im Zusammenstürzen und Entschwinden der alten Illusion des "Ichs".

So sehr liebt sie dich.

Sie erscheint in allem was dich umgibt: als die Farben, der Wind, der Mond, die Flut, um dir zu zeigen, dass nichts falsch gelaufen ist. Kein Fehler wurde gemacht. Es gibt nur einen Weg. In all ihren Erscheinungsformen fährt sie fort ihre Botschaft an dich zu übermitteln, aus der unermesslichen, liebevollen Stille:

Bitte, lehne die Todeserfahrung nicht ab, spalte sie nicht ab und leugne sie nicht - dränge nicht frühzeitig zur Wiedergeburt. Denn nur auf dem Grunde der Dunkelheit können sich die versteckten Kleinode verwandeln und als stürmische, unbändige Liebe in dieser Welt erscheinen.
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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 20.04.16, 10:55

Oh Gott Lina - der Inhalt des Textes hat mich voll in meiner Seele getroffen - ich sitze hier und die
Tränen laufen und laufen, aber es ist ein erlösendes, erleichterndes Weinen, was ich so schon
ewig nicht mehr konnte (als ob in mir etwas aufgebrochen ist).

Danke für diesen Beitrag... :hug:

Liebe Grüße Anna
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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von Multivitamin » Samstag, 09.07.16, 12:43

Schluck...was für ein wunderschöner Text. Auch bei mir rollen da die Tränen. Er erinnert mich sehr an mein Lieblingsgedicht. Das reihe ich hier mal ein:

David Whyte, "Sweet Darkness"

Wenn deine Augen müde sind,
ist die Welt ebenfalls müde.

Wenn deine Vision dahin ist,
kann kein Teil der Welt dich finden.

Zeit, sich ins Dunkel zu begeben,
wo die Nacht Augen hat,
um ihresgleichen zu erkennen.

Dort kannst du sicher sein,
dass du nicht jenseits von Liebe bist.

Das Dunkel wird dein Mutterschoß sein
heute Nacht.

Die Nacht wird dir einen Horizont geben,
der weiter ist, als du sehen kannst.

Eine Sache musst du lernen:
Die Welt wurde gemacht, damit du frei bist in ihr.

Gib alle anderen Welten auf,
außer der, zu der du gehörst.

Manchmal bedarf es der Dunkelheit und der süßen Beschränkung deines Alleinseins,
damit du lernst,

dass alles,
was dich nicht lebendig macht,

zu klein für dich ist.
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Diagnose 2001: Depression
Medikation:
2001-2011: Paroxetin zwischen 20-30mg (abgesetzt innerhalb ca. 4 Monate, dann schlimme Absetzsymptome) und somit
2011-2012: Venlafaxin 150mg (Wirkungsverlust ab Mitte 2012)
11/12-01/13: Citalopram (wegen Unverträglichkeit abgesetzt) - nach 6 Wochen völliger körperlicher Zusammenbruch
von 2013-2014 bekommen: Venlafaxin, Paroxetin, Amitryptilin, Valdoxan, Mirtazapin, Atosil, Truxal, Opipramol, Cymbalta (alles nur kurz genommen, dann wieder Wechsel)

05/14-08/14 - Seroquel: im KH (04/14) 100mg, nach Entlassung (1.5.) 50mg; absolut widerlich, hab mich nicht mehr gespürt:
07/14: viel zu schnell reduziert bis auf 25mg
Ende 08/14: 25mg kalt abgesetzt, da weiteres Reduzieren unmöglich
Zur "Absetzerleichterung" vom Arzt 80mg Dominal Forte, haben mich umgehauen und hab nur noch geschlafen. Gewechselt auf Dominal Tropfen 40mg abends
Aufgrund der unerträglichen Absetzsymptome des Seroquel
ab 10/14-11/14 - Lorazepam 1,0 mg / Tag
1.11 Beginn Reduktion: 0.25mg alle 2 Wochen; ich bin völlig durchgedreht!
seit 10.12.14 Benzofrei

aktuelle Medikation:
Lamotrigin 85 mg (5%-Reduzierung alle 4 Wochen)


Seelischer Zustand katastrophal: völliges Chaos im Kopf und Zustände, die ich vor diesen Medikamenten NIE hatte.

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Glückskiller

Beitrag von LinLina » Freitag, 12.08.16, 11:05

Gerade zufällig im Netz gefunden, die Seite sieht insgesamt sehr interessant und inhaltlich ansprechend aus.
Dieser Text ist nicht gedacht für Leser, die gerade in der Depression
stecken oder aber eine Krise durchstehen. Die Zeilen würden den ohnehin schon
geplagten Leser leicht überfordern. Am Besten, man merkt sich in diesem Falle
diese Webseite vor und liest sie später durch.
Achtung, Ironie :D
Glückskiller

Wie kann ich meinem persönlichen Glück selbst im Wege stehen ? Hier finden sich einige einfache, aber höchst wirkungsvolle und bewährte Rezepte von Dr. Rolf Merkle, um andauernd selig im eigenen Unglück zu schwelgen. Heutzutage ist es jedem möglich, die eigenen Gefühle dauerhaft und nachhaltig zu verschlechtern. Dabei kommen die verschiedenen Glückskiller erfolgreich zur Anwendung und bewirken Unglücklichsein, Depressionen, Schuldgefühle, Ängste, Minderwertigkeitsgefühle, geringes Selbstbewusstsein, Eifersucht, Stress, Einsamkeit, Alkoholismus
und so weiter [...]

Liste der Glückskiller

- Denke stets schlecht von dir selbst
- Mach deinen Wert immerzu nur vom Ergebnis Deines Handelns abhängig
- Mache immer gute Miene zum bösen Spiel
- Falls du unglücklich bist, dann finde heraus, weshalb dem so ist
- Verzeih dir nie Deine Fehler
- Vergleiche dich immerzu mit den anderen
- Sei nie zufrieden mit dem, was du hast
- Verzeih anderen nie deren Schwächen und Fehler
- Denke stets über die Nachteile des Älterwerdens nach
- Übernimm niemals die Verantwortung für Dein Handeln
- Traue ja keinem über den Weg
- Verberge stets Deine wahren Gefühle
- Spiele mit den Menschen das "Wenn ..., dann ...-Spiel"
- Manipuliere die Mitmenschen nach Strich und Faden
- Verlange von Dir, alles perfekt machen zu müssen
- Glaube fest daran, dass andere in der Lage sind, Deine Gefühle zu verletzen
- Glaube fest daran, dass Du nicht dazu imstande bist, Dich zu ändern
- Verlange, dass wichtige Leute dich mögen müssen
- Sieh Dich selbst als Opfer Deiner Vergangenheit und Deiner Lebensumstände
- Rechne immerzu mit dem Schlimmsten
- Zweifle an Deinen Fähigkeiten
- Glaube fest daran, dass Deine Gefühle sich Deiner Kontrolle entziehen
- Sei fest davon überzeugt, ein Pechvogel zu sein
- Arbeite und leiste nur gerade noch so viel, dass du nicht unangenehm auffällst
- Fühle dich allein verantwortlich für andere und deren Wohlbefinden
- Lass dir vorschreiben, auf welche Art du zu leben hast
- Meide alle Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten
- Rede unablässig über Krankheiten
- Sorge Dich um das Morgen
- Suche und finde stets das berühmte Haar in der Suppe
- Gehe stets davon aus, zu versagen
- Bemühe dich darum, es allen anderen auch recht zu machen
- Erzürne Dich stets über Ungerechtigkeiten
Ausführliche Erläuterung der einzelnen Glückskiller findet sich auf http://www.einblicke-altenburg.de/?q=node/57

lg Lina
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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von LinLina » Freitag, 24.11.17, 18:09

Hallo :-)

Ich krame mal diesen meinen Thread wieder aus um was ganz anderes zu posten.

Ich bin gerade zufällig gerade auf ein kleines Browser-Spiel gestoßen, das anhand schön gezeichneter Simulationen und auf Basis der Spieltheorie zeigt, unter welchen Umständen sich Vertrauen und Kooperation oder Misstrauen und Ausnutzen verbreiten kann.

Wirklich sehr gut gemacht, leider nur auf Englisch.

http://ncase.me/trust/

Liebe Grüße
Lina

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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von LinLina » Freitag, 15.12.17, 12:26

Da das immer mal wieder Thema ist - was kann man im Gehirn messen - ein informativer Artikel bei Spektrum der Wissenschaft:

Was können Hirnscans und was nicht?
Gibt es das Durchschnittshirn überhaupt?

Ein Beispiel hierfür aus der Depressionsforschung lieferten der Psychologe Stephan Schleim von der niederländischen Universität Groningen und sein Kollege Jonathan Roiser vom University College London in einer Übersichtsarbeit von 2009. Zwar reagiere der für Emotionen wichtige Mandelkern im statistischen Durchschnitt bei Menschen mit akuten Depressionen verstärkt, wenn diese Gesichter mit emotional negativem Ausdruck wahrnehmen. Man könne nun aber nicht einen beliebigen depressiven Menschen herausgreifen und bei ihm auf jeden Fall eine erhöhte Mandelkernaktivität feststellen. Auch müsse umgekehrt eine Person mit einer überaktiven Amygdala nicht depressiv sein.
Es ist also keineswegs der Fall, wie Presseberichte manchmal glauben machen, dass man eine Versuchsperson einfach in ein MRT legen und dann direkt sehen kann, wie das Gehirn arbeitet. Und erst recht gewähren die Hirnscanner keinen Liveeinblick in das, was Probanden fühlen oder denken. Es ist eine Menge Statistik und Interpretation im Spiel. Vom echten Gedankenlesen ist man meilenweit entfernt.
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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 20.12.17, 12:39

Hallo :-)

ich lese gerade viel bei Spektrum der Wissenschaft.

Ich habe dort wieder ein interessantes Beispiel dafür gefunden, wie Gehirnforschung zu "Störungen" im Gehirnstoffwechsel/den Rezeptoren interpretiert werden kann (oder auch nicht)

Der Artikel trägt die Überschrift

"Die Transmitterchemie stimmt nicht"

Und fast zusammen:
Als Ursache des Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom wird immer mehr eine Störung der chemischen Signalübermittlung eingekreist. Sie kann dazu führen, dass sich Hirnneurone anschweigen oder überstimmen - und betrifft nicht nur einen Hirnbereich.
Liest man den Artikel, so könnte man über weite Strecken meinen, es gäbe generell eine klar messbare abweichende Signalübertragung bei ADHS-Patienten, die dann die wahrscheinliche (einzige oder hauptsächliche) Ursache der Problematik ist. Aber nein, so einfach ist es nicht. Schade, dass schon wieder dieser Eindruck vermittelt wird.

http://www.spektrum.de/news/die-transmi ... ht/1007330

Ich habe mir die wissenschaftliche Veröffentlichung angesehen, auf die sich der Artikel bezieht.

Dort gibt es unter anderem diese Grafik, die die gemessenen Unterschiede zwischen "normalen" Probanden und jenen mit einer diagnostizierten ADHS Problematik zeigen soll:
jpc90005f3.png
Quelle: https://jamanetwork.com/journals/jama/f ... cle/184547

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als gäbe es eine deutlich Unterscheidung zwischen ADHS-Gruppe (ausgefüllte Kreise) und Kontrollgruppe (leere Kreise). Beim genaueren Hinsehen sieht man aber, dass die offensichtliche Trennung der beiden Gruppen in der Grafik fast vollständig durch die Diagnostischen Merkmale, die in der vertikalen Achse aufgetragen sind, zustande kommen.

Die in der Studie gemessenen Rezeptorenbindungspotentiale sind aber auf der horizontalen Achse aufgetragen. Schaut man sich diese Verteilung an, so sieht man, dass die ADHS-Gruppe zwar im Durchschnitt tatsächlich ein etwas geringeres Dopamin-Rezeptorenbindungspotential hat, aber die allermeisten Betroffenen komplett gleichauf liegen mit der Kontrollgruppe.

Es gibt also keinesfalls eine deutliche Trennung auf Rezeptorebene, wo man individuell zwischen normal und auffällig unterscheiden könnte, es ist ein Spektrum, wobei die überwiegende Anzahl an ADHS-Betroffenen durchaus ganz normale Rezeptorenbindungspotentiale aufweist, und nur manche darunter liegen, so dass im Durchschnitt zwar eine Korrelation gibt, aber meiner Ansicht nach keinen Anlass, die Rezeptorenbindungspotentiale bei der Mehrheit der ADHS-Diagnostizierten als "gestört" oder abweichend zu bezeichnen.

Was die Ergebnisse für mich viel eher wieder bestätigen ist, dass es eben nicht so einfach funktioniert, Probleme auf Verhaltensebene und im psychosozialen Bereich auf einzelne Rezeptorentypen und Fehlfunktionen zurückzuführen. Sicher gibt es Zusammenhänge und genetische Prädispositionen, aber bestimmte psychische Problematiken auf einen einzelnen biochemischen Faktor/Rezeptor zurückzuführen und dann angeblich gezielt (nur) durch Substanzen zu therapieren halte ich weiterhin für nicht realistisch und sinnvoll.

Liebe Grüße
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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von Eva » Mittwoch, 20.12.17, 13:24

Hi,

aus einem Beitrag weiter oben über die wirksamsten Glückskiller:
Erzürne Dich stets über Ungerechtigkeiten
Einer der mir hier im Forum sehr häufig begegnenden ...

Ich sehe es so, dass es nicht nur denen, "die uns etwas angetan" haben, zu verzeihen gilt - "Denn sie wissen nicht, was sie tun"-, sondern auch zu sehen, dass sie mit all dem, woraus sich unser Leiden aufgebaut hat, vielleicht sogar unserem Leben etwas gegeben haben, an dem wir wachsen und reifen können.

Und im übrigen hat Vergebung viel mehr mit uns selbst zu tun als mit dem oder denen, die an uns schuldig wurden. Ganz abgesehen davon: "Wer unter euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein", sind WIR es, die unter unserem ewig weitergrollenden Herzen leiden. Bitterkeit aufzubauen, in der wir dann für den Rest unseres "verpfuschten" Lebens und somit in der Opferrolle steckenbleiben - das kanns einfach nicht sein.

Ich finde, in den besten Texten hier kommt genau das auch zum Ausdruck. Lieber Kämpferwillen kultivieren. :sports:

LG Eva

P.S. Die beiden rot hervorgehobenen Aussagen sollen mein Beitrag zum Thema sein, falls das unklar geblieben ist. :wink: Sie stammen zwar aus einem bestimmten, sehr alten Buch, aber darin sind sich eigentlich alle Religionen so ziemlich einig mit Weltanschauungen und einfach dem klugen Menschenverstand.
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Erst kürzlich Rückfall mit beidem (zum Schlafen :cry: gehabt) glücklicherweise wieder losgeworden.

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verordnet als regelmäßige Einname am Abend zum Schlafen.

Vor 5 Wochen mit 25 mg begonnen und dann gleich 50 mg, weiter auf 75 mg und 100 mg hochdosiert - höchste erlaubte Menge zum Schlafen.

Erst bei 100 mg spürte ich nach 2 Stunden (!) Müdigkeit. Trotzdem hat das Einschlafen kaum geklappt, allerdings das Durchschlafen, wenn es mal gelangt, in den Schlaf zu kommen; das war dann bemerkenswert tief und ohne zwischendurch zu erwachen. Aber der Körper hatte sich rasend schnell angepasst, das Durchschlafen klappte nämlich dann auch schon mit 100 mg nicht mehr.

19.08.2018 - 12,5 mg Trimi. abgesetzt

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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 20.12.17, 13:53

Liebe Eva :-)

Ich stimme dir zu, zuviel Groll auf Dauer tut nicht gut.

Aber was ich ganz wichtig finde, dass man eben auch wütend sein darf und sollte. Gerade wir Frauen bekommen das oft ab-erzogen, die Wut rauszulassen und deutliche Worte zu finden die benennen was passiert ist.

Das schreibst du ja aber auch, besser Kämpferisch sein als Bitterkeit und Groll empfinden. Und doch, alle Gefühle gehören phasenweise dazu denke ich, nur sie auch wieder loslassen zu können, das ist wohl wichtig.

Liebe grüße
Lina
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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von Eva » Mittwoch, 20.12.17, 14:01

Liebe Lina, :)

Du hast Recht. Gerade Frauen neigen zum Schlucken (von Pillen!) und Schweigen. Männer vielleicht eher zum flüssigen Schlucken und herum Brüllen. (Sorry für die vielleicht unzulässige Verallgemeinerung :wink: .)

Leider bin ich da schon hier und da missverstanden worden, wenn ich dieses Thema anspreche. Ich meine aber, Groll und Wut haben - ja natürlich: haben "dürfen", sie wahrnehmen, richtig sauer werden, darin ruhig eine Weile baden und wenns sein muss, auch Gegenstände kaputtwerfen, auf Kissen einkloppen, allein im Auto laut losschreien - oder alles konstruktiv umsetzen in liegengebliebene Hausarbeit.

Und dann nach einer Zeit nachfühlen, ob es mir eigentlich noch gut tut, immer noch oder immer wieder so verärgert zu sein und womöglich zu bleiben ...

Liebe Grüße,
Eva
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Vor 5 Wochen mit 25 mg begonnen und dann gleich 50 mg, weiter auf 75 mg und 100 mg hochdosiert - höchste erlaubte Menge zum Schlafen.

Erst bei 100 mg spürte ich nach 2 Stunden (!) Müdigkeit. Trotzdem hat das Einschlafen kaum geklappt, allerdings das Durchschlafen, wenn es mal gelangt, in den Schlaf zu kommen; das war dann bemerkenswert tief und ohne zwischendurch zu erwachen. Aber der Körper hatte sich rasend schnell angepasst, das Durchschlafen klappte nämlich dann auch schon mit 100 mg nicht mehr.

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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von weg » Mittwoch, 20.12.17, 14:55

hallo
eva hat geschrieben:
"Wer unter euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein",
ob die arme frau, die da gesteinigt werden sollte, ich bin im schweren buch nicht sattelfest, dann wohl eine traumatherapie erhalten hat, oder medikamente?

was ist wohl mit ihr geschehen? ich würde darauf tippen, dass sie nachher alleine gelassen wurde. keine familie mehr, kein mann will sie noch haben....

vielleicht ist sie jetzt im entzug und niemand glaubt ihr, dass es schwere entzugssymptome geben kann. sie ist allein im bett, zittert, hat todesangst, derealisationen....nicht einmal fähig einen stein zu werfen.

von weg,
die gerne pflasterstine wirft.
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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von Eva » Mittwoch, 20.12.17, 15:45

von weg,
die gerne pflasterstine wirft.
Dann hoffe ich nur, dass Du sie auch auffangen kannst, wenn sie angeflogen kommen. :wink:

Grüße von Eva
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.
Erst kürzlich Rückfall mit beidem (zum Schlafen :cry: gehabt) glücklicherweise wieder losgeworden.

Neu: Trimipramin 25 mg,
verordnet als regelmäßige Einname am Abend zum Schlafen.

Vor 5 Wochen mit 25 mg begonnen und dann gleich 50 mg, weiter auf 75 mg und 100 mg hochdosiert - höchste erlaubte Menge zum Schlafen.

Erst bei 100 mg spürte ich nach 2 Stunden (!) Müdigkeit. Trotzdem hat das Einschlafen kaum geklappt, allerdings das Durchschlafen, wenn es mal gelangt, in den Schlaf zu kommen; das war dann bemerkenswert tief und ohne zwischendurch zu erwachen. Aber der Körper hatte sich rasend schnell angepasst, das Durchschlafen klappte nämlich dann auch schon mit 100 mg nicht mehr.

19.08.2018 - 12,5 mg Trimi. abgesetzt

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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von weg » Mittwoch, 20.12.17, 16:22

hallo eva,
eva hat geschrieben:
P.S. Mir ist es immer wieder ein Rätsel, wieso Sätze von universeller Gültigkeit, offenbar weil sie aus diesem "pööösen" Buch stammen, Spott nach sich ziehen. Aber sei's drum.
ich zitiere mich selber: :)
ob die arme frau, die da gesteinigt werden sollte, ich bin im schweren buch nicht sattelfest, dann wohl eine traumatherapie erhalten hat, oder medikamente?

was ist wohl mit ihr geschehen? ich würde darauf tippen, dass sie nachher alleine gelassen wurde. keine familie mehr, kein mann will sie noch haben....

vielleicht ist sie jetzt im entzug und niemand glaubt ihr, dass es schwere entzugssymptome geben kann. sie ist allein im bett, zittert, hat todesangst, derealisationen....nicht einmal fähig einen stein zu werfen
ich habe das bitter ernst so gemeint, was ich es geschrieben habe. ausser den pflasterstein nehme ich zurück :) (weil mich dein ansatz wütend gemacht hat).

schau mal, ich bin knallhart aufgewachsen. ich habe auf der strasse gelebt. ich stand fast über ein jahr lang an einem geländer an deinem fluss in der stadt (ich habe nie angeschafft, ich stand einfach da, weil ich nicht wusste wohin ich gehen sollte). im laufe des jahres sind tagtäglich leute an mir vorbeigagangen die meinten: dich soll man in den fluss werfen, dich soll man erschiessen...das sind noch die feineren verletzungen, ich vergleiche sie mit den steinen, einfach auf die heutige zeit übertragen.

wenn du so einen satz wie
"Wer unter euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein",

hereinwirfst, fehlt mir einfach darin das mitgefühl, eben auch dann darauf was nachher in der geschichte geschieht und dann auch deine erfahrungen damit.
LinLina hat geschrieben:
Aber was ich ganz wichtig finde, dass man eben auch wütend sein darf und sollte
so ist es

weg
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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 20.12.17, 16:58

Hallo :-)

ich kopiere mal den ganzen Text der Geschichte aus der Bibelpassage hier rein:
8:1 Jesus aber ging nach dem Ölberg. 2 Frühmorgens aber kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm; und er setzte sich und lehrte sie. 3 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber bringen eine Frau, die beim Ehebruch ergriffen worden war, und stellen sie in die Mitte 4 und sagen zu ihm: Lehrer, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. 5 In dem Gesetz aber hat uns Mose geboten, solche zu steinigen. Du nun, was sagst du? 6 Dies aber sagten sie, ihn zu versuchen, damit sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 7 Als sie aber fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. 8 Und wieder bückte er sich nieder und schrieb auf die Erde. 9 Als sie aber dies hörten, gingen sie, einer nach dem anderen, hinaus, angefangen von den Älteren; und er wurde allein gelassen mit der Frau, die in der Mitte stand. 10 Jesus aber richtete sich auf und sprach zu ihr: Frau, wo sind sie? Hat niemand dich verurteilt? 11 Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr!
https://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_und ... ebrecherin

Was mit der Frau hinterher geschieht, wird natürlich nicht erwähnt, die Frage ist natürlich schon berechtigt - sie wird sicher dennoch in gewisser weise von den anderen verurteilt, und sicher ist ja noch nicht einmal, dass sie das vorgeworfene "Verbrechen" wirklich verschuldet hat. Sogar Frauen, die Opfer einer Vergewaltigung wurden können/konnten des Ehebruchs bezichtigt und dafür bestraft werden :cry:

Für damalige Verhältnisse war es sicher ganz revolutionär und unglaublich, dass diese Frau nicht gesteinigt werden sollte. Da war kein Mitgefühl und kein Sinn dafür, wie grausam das ist, und wie es dieser Frau wohl danach ergehen mag.

Ich denke, die Geschichte ist nicht wirklich so gut passend bezogen auf uns und die Ärzte und das Gesundheitssystem/Pharmaindustrie, das unser Leid mitverursacht hat. Wenn wir wütend sind auf Ärzte sind wir nicht eine (überlegene) Menge die Macht hat und die ein Urteil über einzelne spricht, aus einem Gefühl der moralischen Überlegenheit heraus.

Meines Verständnisses nach geht es in der Geschichte eben darum: Dass man sich nicht selbst moralisch überlegen fühlt und mit dem Finger auf andere (meist in irgendeiner Form Unterlegene/sich in schwächerer Position befindliche Menschen) zeigt, wegen vermeintlicher moralischer Fehltritte, wo man doch selbst nicht ohne Fehler ist.
schau mal, ich bin knallhart aufgewachsen. ich habe auf der strasse gelebt. ich stand fast über ein jahr lang an einem geländer an deinem fluss in der stadt (ich habe nie angeschafft, ich stand einfach da, weil ich nicht wusste wohin ich gehen sollte). im laufe des jahres sind tagtäglich leute an mir vorbeigagangen die meinten: dich soll man in den fluss werfen, dich soll man erschiessen...das sind noch die feineren verletzungen, ich vergleiche sie mit den steinen, einfach auf die heutige zeit übertragen.
:hug: das ist schlimm.
Ich verstehe, dass du das Vergleichbar empfindest, ja das hört sich so grausam an wie Steine werfen.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von weg » Mittwoch, 20.12.17, 17:45

danke dir lina,

bin froh über deinen beitrag. :hug:

herzlich
weg

bild: ich habe einen wächter vor meine "innnere türe" gestellt, ist nicht gegen jemanden gerichtet; nur für mich. :)
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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von Eva » Mittwoch, 20.12.17, 17:55

Hallo,

weg, ich hatte die Passage, die Du zitiert hast, wieder weggenommen, aus gutem Grund, nämlich weil mir klar wurde, dass das in eine weitere Diskussion einmünden würde. Eine Diskusssion über die Berechtigung bestimmer Bibelpassagen und über Sinn und Unsinn der zugrundeliegenden biblischen Geschichten führt von aber eher dem weg, worum es mir persönlich mit den zitierten Bibelworten ging: um inneren Frieden.

Mir ist klargeworden: Wenn diese Worte von verletzten Menschen gelesen werden, können sie auf diese Verletzungen bezogen zu Irritationen führen, aber das ist sicher nicht das, was ich möchte. Ich werde also in Zukunft nichts mehr aus der Bibel zitieren, lieber Verse von koreanischen Mönchen wie in Kevins Thread; das regt wenigstens niemanden auf.

Ich verstehe, dass Du aufgrund Deiner eigenen schlimmen Erfahrungenen in Zorn geraten bist. Ich gestatte mir jedoch, manche Dinge anders zu empfinden. Auch mein Leben war hart, ich habe vor vielen Jahren einen sehr ernsthaften Suizidversuch unternommen, und mir hat dann der neu gefundene Glaube geholfen.

Auf den Inhalt der Bibelstelle sowie die Schlussfolgerungen ist Lina :) bereits eingegangen. Danke, Lina, ich fühle mich damit auch verstanden.

Grüße, Eva
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Vor 5 Wochen mit 25 mg begonnen und dann gleich 50 mg, weiter auf 75 mg und 100 mg hochdosiert - höchste erlaubte Menge zum Schlafen.

Erst bei 100 mg spürte ich nach 2 Stunden (!) Müdigkeit. Trotzdem hat das Einschlafen kaum geklappt, allerdings das Durchschlafen, wenn es mal gelangt, in den Schlaf zu kommen; das war dann bemerkenswert tief und ohne zwischendurch zu erwachen. Aber der Körper hatte sich rasend schnell angepasst, das Durchschlafen klappte nämlich dann auch schon mit 100 mg nicht mehr.

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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 20.12.17, 18:10

Hallo ihr Lieben,


Diese Stelle zeigt ein ganz anderes Gesicht:
Dann ging Jesus in den Tempel, jagte alle Händler und Käufer hinaus, stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler um
13 und rief: »Ihr wisst doch, was Gott in der Heiligen Schrift sagt: 'Mein Haus soll ein Ort des Gebets sein', ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!«
Matthäus 21, 13 - 14
Und er machte eine Geisel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern und schüttete den Wechslern das Geld aus und stieß die Tische um und sprach zu denen, die die Tauben verkauften: Tragt das weg und macht nicht meines Vaters aus zum Kaufhaus."
Joh 2:13-16

ich habe es immer so verstanden, die Frau war vielleicht aus Armut und/oder Unwissenheit fehlgegangen, da war Jesus liebevoll und verurteilte sie nicht, aber Geldgier hat er sehr wohl verurteilt, und sie hat seinen Zorn geweckt..
Ich weiss natürlich nicht, ob das wirklich so passiert ist oder nichts davon, eventuell sind es auch Gleichnisgeschichten,
in der ersten soll vor Selbstgerechtigkeit gewarnt, in der zweiten die religiös-politische- wirtschaftliche Macht angeprangert werden.


liebe Grüße Arian
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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 20.12.17, 18:52

Hallo, leider kurz da Migräne:

Ein Therapeut und Seelsorger sagte: es wäre vermessen
Menschen, die Schwerstes erlitten haben und noch tun

mit Worten wie

Vergeben
Dankbarkeit
positiv

etc uvm

zu begegnen.

( ich habe eine Art Vergebung im Stillen
UM MEINET WILLEN

für meinen Frieden
um los (!!) zu kommen vom ÜbelTÄTER

bewerkstelligt. )

Zuvor jedoch war alles da,
HASS
WUT
RACHEGEDANKEN

uvm

dann das Bedürfnis nach
Ruhe

das dafür sorgen müssen
Ruhe zu erreichen

denn.... sonst könnte ich heute weder reduzieren .

Aber wehe dem,
der mir gewagt hätte
so etwas vor zuschlagen, weil... was immer auch.

So etwas muss und kann man nur allein begehen
das darf und muss man eventuell
unterlassen, mit Selbstverständlichkeit !

Also lieber Weg, bleibe auf deinem tapferen
Weg,
mit geraden Kopf und aufrechtem Gang.

Man kann alles beleuchten
alles verstehen.

man kann /darf /muss
dies ebenso alles ablehnen

ohne jedwede
Rechtfertigung

das ist zu respektieren,
dem jenigen gegenüber,

der kaum leben durfte oder auch heute kaum kann oder darf oder
zu gebrochen ist.

bitte dies ist keine Kritik an niemandem hier,

alles Liebe für jede von euch für jeden von euch
Katharina
mit horrenden schreibbild das tut mir leid
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Re: Lina's Textesammlung: Weise Worte, Nachdenkliches, Praktisches

Beitrag von Eva » Mittwoch, 20.12.17, 21:08

Sorry, aber meine Worte in dem ersten Beitrag über die Bibelworte waren doch gar nicht an WEG gerichtet!

Was ist denn nur los?! Ich würde niemandem "etwas an den Kopf werfen" wollen, schon gar niemandem, der mir signalisiert, dass es für ihn das Falsche ist! Aber ich darf in so einem Thread, wo es um allgemeine Weisheiten geht, doch schreiben, was ich für mich für passend finde und vielleicht sogar für den einen oder anderen hier auch, oder nicht? Als wenn ich hier jemandem etwas antun wollte ...

Wenn ich hier dermaßen missverstanden werde - warum bin ich dann hier??

Jetzt auch verletzt. Und sauer.
Eva
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Erst kürzlich Rückfall mit beidem (zum Schlafen :cry: gehabt) glücklicherweise wieder losgeworden.

Neu: Trimipramin 25 mg,
verordnet als regelmäßige Einname am Abend zum Schlafen.

Vor 5 Wochen mit 25 mg begonnen und dann gleich 50 mg, weiter auf 75 mg und 100 mg hochdosiert - höchste erlaubte Menge zum Schlafen.

Erst bei 100 mg spürte ich nach 2 Stunden (!) Müdigkeit. Trotzdem hat das Einschlafen kaum geklappt, allerdings das Durchschlafen, wenn es mal gelangt, in den Schlaf zu kommen; das war dann bemerkenswert tief und ohne zwischendurch zu erwachen. Aber der Körper hatte sich rasend schnell angepasst, das Durchschlafen klappte nämlich dann auch schon mit 100 mg nicht mehr.

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