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Entzug und Partnerschaft.....

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Rune
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Entzug und Partnerschaft.....

Beitrag von Rune » Montag, 03.04.17, 12:52

Hallo zusammen.

Mich würde mal interessieren wie Eure Partnerschaften den Entzug aushalten?

Bei mir ist es derzeit sehr schwierig, ich bin gern für mich allein, schnell reizbar und gefühlsarm, dauernd müde und Lust auf Sex habe ich erstrecht nicht.
Meine 3 Kinder und das Arbeiten kosten mich schon genug Kraft, da möchte ich nicht auch noch nett und liebevoll sein müssen :zombie:

Mein LG ist überaus verständnisvoll, aber ich merke wie ihn das alles auch belastet und fühle mich dauernd verantwortlich, was meinem Entzug natürlich auch nicht zuträglich ist :?
Er tut mir so leid.....

Allzu oft greife ich dann doch zum Alkohol, wenn ich die Anspannung nicht mehr aushalte.
Aber das ist auch keine Lösung.
Wir reden viel darüber, aber irgendwann ist alles gesagt und im Moment schweigen und leiden wir irgendwie nur :?

Wie geht ihr mit dem ganzen Mist um als Partner?
2006: Beginn Trevilor 75 mg, rauf dosiert bis 225 mg wegen schwerer Depressionen, ebenfalls Auftreten von Hashi nach 1. Schwangerschaft

2004: 3 Monate psychosomatische Kur wegen Depression und Essstörung 3 Monate in Bad Essen, anschließend 1 Jahr ambulante Therapie.
in der Klinik auf 75 mg reduziert, dann kalt abgesetzt,ohne Symptome

2006: erneut Trevilor, 75 bis 150 mg wegen erneuter Depressionen nach persönlichem Einschnitt


2009: wieder kalt absetzen wollen, wusste von Absetzsymptomen nichts, dachte, ich muss das also weiternehmen und blieb bei 75 mg.
Mit Hilfe der HÄ auf 37.5 (Haltedosis), ohne Probleme, ohne Rückfall stabil.

Anfang 2010: dieses schnell ausgeschlichen wegen Schwangerschaft. Symptome minimal und nach 2 Wochen vorbei.

2014: erneut Venlafaxin bis 150 rauf wg. großem privatem Einschnitt der mich umgehauen hat.

2015: auf 75 runter weil ich mich leer und Gefühlsarm empfand . Dann wieder rauf wegen Aggressionen, Selbstverletzung und burnout.

2016: Wechsel zu fluoxetin 20mg in der Hoffnung, die Esssucht damit zu "behandeln ". Klappte aber nicht.Heißhunger blieb.

Psychisches Tief stellte sich als massive SD Unterfunktion heraus wofür ich wochenlang bei Ärzten gekämpft habe. Jeder stempelte mich als Psycho ab und wollte mich weiter raufdosieren.

Aaaaber: Tolle Endokrinologin in Leer bestätigte endlich meinen Verdacht eines Hashi-Schubes. Verantwortlich für Panik, Müdigkeit, Burnout, WasserEinlagerung und Fressanfälle war die SDU.
Einstellen der Werte und beheben der Anämie (Folsäure und Eisen) wurde ich wieder Mensch.
heute: Vertrauen in die Therapeutin verloren, Dez 2016 auf eigene Faust begonnen auszuschleichen.

Bis jetzt auf etwas mehr als eine viertel Tablette runter. Also weniger als 10 mg, mehr als 5.
Absetzerscheinungen halten sich in Grenzen.

15.02.17: runter auf 5 mg. Symptome schwanken in ihrer Stärke.
Nehme nun verschiedene Aminosäuren zum Auffangen. Klappt relativ gut.

03.03.17: Seit der Reduzierung ununterbrochen Heißhunger und weniger belastbar. Durch viel privaten Müll der auf uns zu kam, war das Halten der 5mg nicht machbar für mich. Heute wieder rauf auf 8mg.

Plan: Halten für 3 Wochen, dann mit der WLM in 10 Prozent Schritten alle 6 Wochen runter.
Aminosäuren behalte ich bei, bin damit fitter (Glutamin, Arginin, Citrullin, Asparaginsäure, Kreatin. Nicht zuletzt auch weil ich wieder intensiv Krafttraining betreibe. Endlich wieder möglich nach monatelanger Zwangspause)

30.03.17 : bleibe vorerst bei [b]8mg[/b](benutze die WLM) Müdigkeit und Erschöpfungsgefühl schränken mich zu stark ein.

Grund für das Ausschleichen: 12 Jahre AD reichen. Ich will dieses Teufelszeug nicht mehr. Ich bin sicher, inzwischen schaffe ich es auch ohne. Außerdem ist meine Libido auf Null runter.
TherapeutIn kann mich gerne haben. Zu ihr kein Vertrauen mehr. Hält Absetzsymptome für eine Erfindung. Ist überzeugt, dass es sich um Rückfälle handelt.

Sonstige Medis: LTHYROX 175 wg. Hashimoto (welches mein persönlicher Hauptverdächtiger für meine psych Probleme schon immer war, Ärzte aber zu unfähig und unwissend sind was Hashi betrifft)

Desweiteren suplimentiere ich einiges an NE um das Absetzen zu erleichtern und meine SD zu unterstützen.

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Claudiiii
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Re: Entzug und Partnerschaft.....

Beitrag von Claudiiii » Montag, 03.04.17, 19:08

Hallo Rune,

Das Thema ist schon sehr individuell und ich kann mich nur bedingt in deine Situation hinein versetzen, da ich keine Kinder habe.
Mein Partner und ich sind seit fast 7 Jahren ein Paar und nun auch schon über einem Jahr verlobt. (Die Hochzeit wird wohl noch warten müssen, denn im Entzug traue ich mir das einfach nicht zu)

Ohne ihn hätte ich meinen schlimmen ersten Absetzversuch wohl nicht überstanden. Aber ich merke auch, wie ihn das Ganze belastet. Ich merke teilweise auch selbst, wenn ich mich unfair verhalte und ihn vorschnell angehe. Manchmal gelingt es mir ihm das dann direkt zu sagen, dass es jetzt nicht unbedingt meine eigenen Gefühle waren, denn ich habe durch den Entzug immer mal Neuro-Emotionen. Es hilft unglaublich viel, ihn immer an meinen Gefühlen, Gedanken und Symptomen teilhaben zu lassen. Oft bin ich auch einfach nur schwach und wirke deshalb uninteressiert. Wenn ich dann aber sage, wie es ist, hat er eigentlich immer Verständnis dafür.
Vielleicht hilft es dir auch noch offener damit umzugehen?
Dass man keine Lust auf Sex hat ist natürlich auch nicht förderlich für eine gesunde Beziehung, aber mir geht es da ähnlich. Auch da bin ich ehrlich und er versteht das, auch wenn es im Unterbewusstsein natürlich trotzdem nachteilig wirkt.
Dass du "nicht auch noch liebevoll sein willst" klingt sehr hart. Eigentlich sollte es ja etwas sein, was man automatisch ist auch wenn das natürlich sehr schwer ist, wenn man gerade beim Absetzen so gefühlskalt ist. Aber du sagst auch, dass es dir Leid tut, also ist er sir ja nicht egal. Vielleicht kannst du ihm das in einem guten Moment einfach so sagen.

Ich fände es wichtig, dass ihr auch mal Zeit zu zweit verbringt, mal essen geht oder soetwas. Wenn du mal überlegst, fällt dir sicher etwas ein, was man auch im Entzug schönes zu zweit machen kann. Natürlich ist das von mir leicht gesagt, denn ich kann nur erahnen, wie viel Stress Kinder bedeuten und dass man dann vielleicht einfach keine Energie mehr hat bzw. sich um eine Kinderbetreuung kümmern muss. Aber versuchen muss man es trotzdem!

Das mit dem Alkohol finde ich sehr negativ. Das macht alles nur schlimmer. Die Nebenwirkungen, die Absetzsymptome und deinen Partner belastet das sicher noch mehr. Nur allzu schnell landest du in der nächsten Abhängigkeit, wenn du dem Drang nachgehst. Das wäre für mich die wichtigste Maßnahme: Finger weg vom Alkohol. Höchstens zum Genießen des Geschmacks. (Das fehlt mir gerade denn ich vertrage im Entzug absolut keinen Alkohol und traue mich nichtmal an ein Glas Rotwein beim Italiener :cry: )

Hoffentlich kannst du mit meinen Gedanken dazu was anfangen. Kann nur meine Erfahrungen schreiben.

Alles Gute,
Claudi
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Aufgrund von Panikattacken und Angst Venlafaxin bis 75mg eindosiert, außerdem 7,5mg Mirtazapin. Nach 1 Monat Beginn mit Absetzen, durch zu schnelles Absetzen extreme Symptome: Durchfall, Übelkeit bis zum Erbrechen, Traurigkeit, Angst und Panik schlimmer als je zuvor. Besserung durch erneutes Hochdosieren von Venlafaxin. Mirtazapin unter Qualen und Hartnäckigkeit losgeworden.

ab 08.07.16 37,5mg Venlafaxin
ab 15.07.16 75mg = Maximaldosis
ab 08.08.16 Beginn mit Absetzen
Nach viel zu schneller Reduktion (alle 4 Tage 12,5mg) und wieder minimalem Hochdosieren auf 25mg stabilisiert und auf Kügelchen-Präparat umgestiegen
20.10.16 55 Kügelchen 18mg
20.11.16 45 Kügelchen 15mg
15.12.16 35 Kügelchen 11,5mg
11.01.17 25 Kügelchen 6,9mg
08.02.17 15 Kügelchen 4,2mg
08.03.17 10 Kügelchen 2,8mg zu großer Schritt daher
09.03.17 12 Kügelchen 3,3mg schlimmste Symptome
11.05.17 13 Kügelchen 3,6mg Aufdosiert, da keine Stabilisierung in Sicht war
09.10.17 12 Kügelchen 3,3mg endlich weiter runter, seitdem kaum Symptome
10.10.17 11 Kügelchen 3,4mg (neue Packung mit weniger Kügelchen pro Kapsel)
11.11.17 10 Kügelchen 3,1mg
12.12.17 09 Kügelchen 2,8mg
18.01.18 08 Kügelchen 2,5mg
12.03.18 07 Kügelchen 2,2mg
25.04.18 06 Kügelchen 1,9mg
08.06.18 05 Kügelchen 1,6mg
20.07.18 04 Kügelchen 1,2mg
08.08.18 04 Kügelchen 1,1mg (neues Präperat mit mehr Kügelchen pro Kapseln)

Symptome nach (zu schneller) Reduktion am Morgen extrem und schrecklich: Nervosität, Anspannung, schneller Puls, Angst, Panik, extreme Blähungen, zeitiges Aufwachen, dann Durchfall, manchmal mit Übelkeit bis zum Würgen, teilweise Erbrechen.

Dann Symptome auch ganztägig verteilt: plötzliche Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Gefühl das Gehirn schwitzt und ist warm, Unwirklichkeitsgefühl, vereinzelt Anflug von Panik, Traurigkeit, Weinerlichkeit, Pessimismus, wirre Träume.

Nachmittags ist es oft gut und es gibt auch Symptomfreie Tage, wenn ich dann endlich auf einer Dosis stabilisiert bin.

Immer wieder, auch außerhalb der schlimmen Wellen:
schmerzhafte Nacken- und Rückenverspannungen, ständig Blähungen und täglich Durchfall, selten kurzes aber schmerzhaftes Stechen im rechten Unterbauch, Schwindel, Kopfschmerzen

Katharina
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Re: Entzug und Partnerschaft.....

Beitrag von Katharina » Montag, 03.04.17, 22:38

Hallo Rune!

Es ist schlimm für mich, mich selbst zu erleben wenn ich hart,knapp und ungerecht bin, beim besten Willen, ich kann dann nicht mal so tun als ob.

Ich versuche in besseren Momenten, Zeiten, mich mehr und intensiver hin zuwenden, damit beide Seiten erlebbar sind, und mein Bemühen
deutlich bleibt,
nach so langer Zeit des Hin und Her.

Alles Liebe, und gute Nacht,
Katharina
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Re: Entzug und Partnerschaft.....

Beitrag von Rune » Dienstag, 04.04.17, 13:50

Lieben Dank ihr beiden für Eure Antworten.

Ich komme die Tage darauf zurück.

Meine Mittlere hat sich gestern das Schienbein gebrochen und hier ist derzeit Chaos...


Trigger olé :frust:

Liebe Grüße,

Rune
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2016: Wechsel zu fluoxetin 20mg in der Hoffnung, die Esssucht damit zu "behandeln ". Klappte aber nicht.Heißhunger blieb.

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Bis jetzt auf etwas mehr als eine viertel Tablette runter. Also weniger als 10 mg, mehr als 5.
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Sonstige Medis: LTHYROX 175 wg. Hashimoto (welches mein persönlicher Hauptverdächtiger für meine psych Probleme schon immer war, Ärzte aber zu unfähig und unwissend sind was Hashi betrifft)

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Re: Entzug und Partnerschaft.....

Beitrag von Katharina » Dienstag, 04.04.17, 17:50

Ohje, Rune!

Gute Besserung!!

Gruß,
Katharina
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Re: Entzug und Partnerschaft.....

Beitrag von padma » Mittwoch, 05.04.17, 12:17

hallo zusammen, :)

hier 3 threads mit ähnlicher Thematik
viewtopic.php?f=8&t=10648
viewtopic.php?f=8&t=11074
viewtopic.php?f=50&t=11844

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Wie gehen eure Partner im Entzug mit euch um?

Beitrag von StefanKremer377 » Samstag, 23.12.17, 18:12

Hallo an das hilfreichste Forum der Welt

Wollte mal hören wie eure Partner in der miesen Phase mit euch umgehen? Verstehen sie euch? Unterstützen Sie?
Ich bin jetzt 6 Wochen auf null vom Sertralin. Davor 6 Jahre Citalopram. Bin gerade dabei meine Signatur vorerst auf Papier zu bringen, da ich seid 2011 ne Menge schlucken musste. Von A wie Abilify bis Z wie Zoloft.

Ich versetze mich vielleicht zu oft in die Lage meiner Partnerin. Wie denkt sie, bzw verhalte ich mich richtig. Das ist so ein imenser Druck.... Wenn es mir dann bedingt durch die Palette an Symptomen schlecht geht, gebe ich ihr Bescheid das ich mal kurz im Nebenzimmer einfach mal die Stille brauche. Keine drei Minuten später steht sie im Besagten und diskutiert wie sehr ich mich verändert habe, ob es wirklich so gut ist das abzusetzen etc.
Nach 6 Jahren Chemie mit drei stationären Aufenthalten möchte ich einfach mal wieder mich und die Umwelt spüren.
Zeigte ihr auch ne Menge Tipps und Ratschläge von dieser Seite für Angehörige. Wird aber irgendwie nicht wirklich verstanden.

Hoffe das es euch mit euren Lieben ein wenig besser geht und die euch unterstützen.
Gesegnete Weihnachten, euer Stefan
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KatharinaLinLinaClarissa
2008 Schilddrüse wegen kalten Knoten komplett entfernt. Dan :whistle: ach PA ohne Ende. War per Du mit den Notärzten und Krankenhäusern. Schwindel, Herzrasen

2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde
Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
Neuerdings gibt es immer mal Stunden wo ich mich "wie früher fühle". Allerdings 10 Tage Welle.... 2 Std durchatmen.... Dann geht es von vorne los. Komisches Wellenmuster...
Seid 30.05. In der Tagesklinik

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Re: Entzug und Partnerschaft.....

Beitrag von Eva » Samstag, 23.12.17, 18:40

Hallo,

das Thema berührt mich gerade, auch wenn ich persönlich nicht so davon bertroffen bin. Aber die hier angesprochene Problematik macht die Sache sicher noch mal schwerer ...

Wie soll der Partner, wenn wir uns schon oft selber nicht verstehen, Verständnis für all unsere Schwierigkeiten und das, was ihm wie Launen erscheinen mag, aufbringen? Ist es nicht klar, dass er/sie mindestens gelegentlich meint, es ging (mit) dem anderen besser, als der noch nicht am Absetzen war? Sicher sollte es ihm auch vorrangig am Herzen liegen, dass wir uns aus unserer Zwangslage befreien, aber ich finde es schon eine Menge verlangt und würde es sicher nicht automatisch erwarten ... Jedenfalls hat auch er Nachsicht und Rücksicht und Vorsicht verdient, nicht weniger als wir selbst - so sehe ich es. Wenn wir gerade nicht liebevoll sein können, ist das aber nicht zu ändern, dann ist es eine Zeit lang so ...

Mehr als es x-mal erklären, geht nicht, meine ich. Haben wir also Geduld, mit dem anderen und mit uns selbst.

Gruß, Eva
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Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.
Erst kürzlich Rückfall mit beidem (zum Schlafen :cry: gehabt) glücklicherweise wieder losgeworden.

Neu: Trimipramin 25 mg,
verordnet als regelmäßige Einname am Abend zum Schlafen.

Vor 5 Wochen mit 25 mg begonnen und dann gleich 50 mg, weiter auf 75 mg und 100 mg hochdosiert - höchste erlaubte Menge zum Schlafen.

Erst bei 100 mg spürte ich nach 2 Stunden (!) Müdigkeit. Trotzdem hat das Einschlafen kaum geklappt, allerdings das Durchschlafen, wenn es mal gelangt, in den Schlaf zu kommen; das war dann bemerkenswert tief und ohne zwischendurch zu erwachen. Aber der Körper hatte sich rasend schnell angepasst, das Durchschlafen klappte nämlich dann auch schon mit 100 mg nicht mehr.

19.08.2018 - 12,5 mg Trimi. abgesetzt

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Re: Entzug und Partnerschaft.....

Beitrag von Katharina » Sonntag, 24.12.17, 9:50

Lieber Stefan!

Ich habe mich rundum fast zu Tode erklärt und gerechtfertigt wie ein Kind.
Ewigkeiten lang.

Die, in der Ferne
oder die im Freundeskreis kommen erstaunlich gut klar, sie informieren sich und basta.

Familie und engere....

da muss jeder selbst sehen.
Ich erkläre mich nicht mehr.-

Ich will es mir gegenüber nicht
und ich bin müde,

ich will und werde es mir nicht mehr an tun, auch das noch.

Plus der Ärzte die nicht glauben, das wir noch bei Trost sind.

X Störungen/ Krankheiten werden
'angenomen'
wir nicht. -

Wo liegt da was im Argen ?
In uns?
Oder im Aussen??

Ich bin es leid.

Hier steht alles,
es gibt Literatur,
in der Mediathek gibt es Beiträge zur Genüge.

Es ist nicht leicht, nein.
Da es so lange dauert.

Andere leben mit Menschen, alte und ganz junge
die bald sterben werden.

Und lassen diese wie sie sind
in Akzeptanz Respekt,
Würde
und Ruhe.

Ich würde beide Seiten betrachten
und dann eine Entscheidung treffen.

Du hast das nicht aus Jux und Dollerei geschluckt.

Dein Ruheraum ist tabu,
finde ich.

Es tut mir sehr leid, das sind schwere Zeiten.

Ich bin nicht mehr bereit
nach all dem Leid
was hier beschrieben steht:

"....Mein XYZ hat sich das so nicht vor gestellt
und mich raus geschmissen,
da ich so schwierig bin

so anders
mit und ohne diesen
Medikamenten....". -

fast sagen sie - wie viele Ärzte voller Überzeugung:
nimm sie bloß um der guten Ruhe wieder ein.

Selbst wenn, funktioniert aber nicht.
Dann ist man noch
"gestörter" und und und.

Ein Krebserkrankter wird ganz anders betrachtet, geachtet
mit welchem Recht.

In was für einem 'menschlichen' Miteinander leben wir?

Weil diese Symptome unsichtbar sind?

Die sollen sich richtig informieren -
,
eventuell Familien/Partner/
Krisenberatung in Erwägung ziehen
- wer schlägt das denn einmal vor?

Wie viele: komm lass uns einmal versuchen, vielleicht überbrücken wir so besser und leichter diese schwere Zeit.

Alles da in unserem Land
Unbequem vielleicht.-

- und gefälligst Respekt einer oft kaum tragbaren Situation über Monate
hinweg, ohne Ende in Sicht
zollen.

Ein Leben in 'guten wie in schlechten Zeiten'
scheint out zu sein. -

Ist es da besser
"mit oder ohne?"

Weniger Demütigung
sind definitiv besser und tragen zur besseren
Symptomatik - Erträglichkeit
bei.

Es tut mir leid, das klingt kalt und hart.

Ich empfinde es aber so, nach Jahren;
kalt und hart: wer nicht passt...


Schau auf Dich, Stefan
hab den Mut zu Dir selbst.

Von Herzen,

Katharina
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Eva
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Re: Entzug und Partnerschaft.....

Beitrag von Eva » Sonntag, 24.12.17, 10:18

Guten Morgen.

Katharina, wenn man das Erklären leid ist, ist es ganz richtig, das nicht mehr zu tun. Auch das kann man sich selbst schuldig sein. Ich denke, nach dem, was ich von Dir lese, Du hast wahrhaftig oft genug versucht, Dich verständlich zu machen.

Ich glaube eben nur, es ist niemandes böser Wille und ein Verweigern des Verstehens, sondern ein Unvermögen. Aber auch unser Verständnis dafür endet irgendwo, klar.

Meinem Mann erkläre ich alles, rede mit ihm über das Prinzip und über die Schritte, aber ich merke, dass ihm das Thema nicht nur unangehm ist, sondern ihn auch in gewisser Weise überfordert. Dann belasse ich es bei dem Wenigen, aber ich habe doch das Gefühl, mit meinem Problem real nicht ganz allein zu sein. Denn kein anderer in meinem "echten" Leben, außer Arzt und Psychologe, weiß ja davon. Und muss es auch nicht.

Ich versuche mit dieser Regelung für mich klarzukommen, weiß, es gäbe wohl Idealeres, aber ich mach mir viel weniger Illusionen als früher. So wie jeder Entzug ganz individuell ist, erlebt auch jeder sein Umfeld anders, denke ich.

Liebe Grüße,
Eva
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Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.
Erst kürzlich Rückfall mit beidem (zum Schlafen :cry: gehabt) glücklicherweise wieder losgeworden.

Neu: Trimipramin 25 mg,
verordnet als regelmäßige Einname am Abend zum Schlafen.

Vor 5 Wochen mit 25 mg begonnen und dann gleich 50 mg, weiter auf 75 mg und 100 mg hochdosiert - höchste erlaubte Menge zum Schlafen.

Erst bei 100 mg spürte ich nach 2 Stunden (!) Müdigkeit. Trotzdem hat das Einschlafen kaum geklappt, allerdings das Durchschlafen, wenn es mal gelangt, in den Schlaf zu kommen; das war dann bemerkenswert tief und ohne zwischendurch zu erwachen. Aber der Körper hatte sich rasend schnell angepasst, das Durchschlafen klappte nämlich dann auch schon mit 100 mg nicht mehr.

19.08.2018 - 12,5 mg Trimi. abgesetzt

Marko92
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Re: Entzug und Partnerschaft.....

Beitrag von Marko92 » Sonntag, 24.12.17, 13:01

Hallo,

psychische Probleme belasten ja nicht nur einen selbst, die Partnerin oder der Partner sind ja auch betroffen, wenn man sich anders verhält wie sonst. Ich denke es macht da nicht viel Unterschied, ob man Symptome durch Depression etc oder absetzbedingt hat. Man ist anders als zu Anfang der Beziehung, wer sich in einen humorvollen, unternehmungslustigen Optimisten verliebt hat, tut sich schwer, wenn man sich zurückzieht und leidet. -
Erklärungen ändern ja nichts daran, dass man sich anders verhält. -
Ich hatte durch die GAS anfangs viele Freunde verloren, Beziehung ging auch kaputt. Ich war damals sehr sauer und enttäuscht, im Nachhinein denke ich, ich habe meine Ex völlig überfordert, weil psychische Symptome schwerer für andere nachzufühlen sind und weil in einer Beziehung nicht über längere Zeit immer einer nimmt und Versändnis braucht und der andere nur gibt.

Ich hatte beim Absetzen nur leicht Symptome, hatte einfach Glück, dass das Paroxetin als Pflaster gewirkt hat, dann Therapie und dann ausgeschlichen, war stabil, meine Freundin hätte sich aber auch Gedanken gemacht, wäre es mir beim Absetzen schlechter gegangen. -
Was soll denn jemand sagen, der keine psychischen Symptome hat, keine Medis genommen und abgesetzt hat? Wie soll der es denn verstehen können?

Dann gibt es so viele gegensätzliche Aussagen zu PP, wer keine genommen hat kann es nicht verstehen, wie man sich damit fühlt, wenn man sie nicht gut verträgt. - Ich finde es aber auch verständlich, wenn sich der Partner Sorgen macht, wenn es einem beim Ausschleichen schlechter geht. Sehe da keine schlechten Absichten, nur Sorgen und Unvermögen zu verstehen, Zweifel vielleicht. - Es ist doch auch verständlich, wenn man schon in der Psychiatrie war, Sui-Versuch vielleicht hatte, dass der Partner dann nachhakt, wenn es schlechter geht.

VG Marko :)
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Re: Entzug und Partnerschaft.....

Beitrag von Katharina » Sonntag, 24.12.17, 13:50

Hallo !

Bemerkenswert fand ich:

Ein Mensch, nach der Beschreibung, rein anatomisch ohne psychische Komponenten,
- wenn das möglich sein sollte - zumindest keine
psychiatrischen Diagnosen
HWS Problematik, starke Schmerzen.
Schmerz - Zentrum.

Dort Schmerzmittel Einstellung
,etwas zum Entspannen der Muskulatur,

zum Schlafen
und Escitalopram.

Dieser Person wird plötzlich
'komisch' im Befinden.

Sie kann nicht berichten,ob sie weniger depressiv war,

bekanntlich unter Dauerschmerz kann das jeder werden
wenn der Schmerz im Fokus ist und bleibt, das ist 'normal depressiv' für mein Verstehen;

auch derjenige der nie eine psychologische oder psychiatrische Behandlung in Anspruch nehmen musste.

Diese Person wehrt sich, setzt ab,
1 Woche eine halbe Tablette
1 Woche 1/4 Tablette
Runter auf null.

Sie fand dies langsam, sie wusste es nicht anders.

Sie verlässt ein halbes Jahr das Haus nicht.
Alle haben das Vermögen
zu verstehen.

Nach diesem halben Jahr ist alles wieder gut,
Glück gehabt
oder sie gehört zu denen,
die nicht so arge dauerhafte Symptome haben und auch nicht hatte
ich sehe die Aktivitäten und wie sie lebt etc.

Wie ist das eine von den anderen zu trennen.

Was ist Un-vermögen ?

Absetz-symptomatik ist heute nicht mehr ausschließlich auf Latein oder in englischer Sprache als
Google - Ergebnis zu finden.

Oder in der Buchhaltung.

Valoron/ Tilidin gegen starke Schmerzen (den Wirkstoff kenne ich nicht,) wird von vielen Menschen auf Entzugsstationen reduziert und entzogen.

Keinerlei Unvermögen, was das Verstehen betrifft wenn diese Menschen gebeutelt nach Hause kommen,
eine Reha besuchen,
in den Urlaub fahren.

Meine Mutter befindet sich in einem Alter,
sodas sie Tilidin - da sie nicht erhöht,- (und sich berät, wenn die Schmerzen sehr schlimm sind )
bis an das Ende ihres Leben nehmen kann und wird.

Ich (ich ! )
entschuldige kein Unvermögen.

( Mein Onkologe sagte: "...Interferon/Ribavirin ist schlimmer als Chemo, aber das darf ich nicht sagen, denn sie ( ich ) haben keine Krebserkrankung.
Schlimmer, weil es keine Pause erlaubt, erst nach 12 Monaten.
Wenn man Glück hat,
sonst geht es nach ca. 6 Wochen von vorn los für 12 Monate ).

Leber-Erkrankung/ Hepatitis
galt erst einmal ganz groß
als
Säufer/Fixer - Erkrankung.

Krebs und Tumor sind von Anbeginn erlaubt,
ich habe viele Freunde verloren, sie wurden umhegt mit Anteilnahme.
Von Familie, Freunden, Nachbarn.

Wenn sie durchdrehten, weil Morfium schlecht verträglich o.ä.
wurden sie liebevoll er-tragen.
Keiner wollte verstehen,
man war bei ihnen.

Immer, ohne je irgendetwas
infrage zu stellen.

Bei denen, die über Jahre litten
und denen, die innerhalb eines halben Jahres gehen mussten.

Ebenso, wer nach der Nierentransplantation, -ein Transplantat hält eine gewisse Zeit- dann
im Sterben lag.
Auch mit Beruhigungsmittel und Schlafmittel versorgt, Gott sei Dank.

Und jetzt mein Schwager, dessen Lebertherapie nicht half, der jetzt im Sterben liegt.

Alle sind da, rund um die Uhr, seit langen Monaten,
keiner hinterfragt.

Worin liegt der Unterschied im Vermögen des Verstehens, Wert kann wann was und wann nicht.


Ich will gar nicht, dass jemand diesen Horror hier versteht oder sich auch vorstellen könnte!

Ich verbitte mir die vielen Miss-behandlungen oder Missachtungen,

seht es wie ihr es empfindet,
jeder hier leidet unter ähnlichem aber natürlich anders, erlebt es ganz anderes.

Wie: Du fliegst aus der 'Ehe'.
Und: das bildest du dir ein.
Arzt: kann nicht sein, gibt es nicht solche Symptome.
Reisse dich zusammen.

Wie ist das für uns zu verstehen.

Gruß,
Katharina












Schmerzmittel Zusammenstellung
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Eva
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Re: Entzug und Partnerschaft.....

Beitrag von Eva » Montag, 25.12.17, 9:56

Frohe Weihnachten allerseits. :)

Hallo Katharina,

da Du mich hier indirekt ansprichst, mit der Frage nach dem
Un-vermögen
und:
Wie ist das für uns zu verstehen.
erlaube ich mir eine Antwort:
Gar nicht. Es ist im Grunde nicht zu verstehen.

Und ich finde das ebenso erschreckend wie Du.

Das einzige, das ich für mich ändern konnte, ist, dass ich keine Bitterkeit in meinem Herzen haben will, da sie mir nicht gut tut.
Und sie würde auch nichts Vergangenes verhindern.
Ich kann - und will - nicht wütend sein auf die gierige Pharmaindustrie, die unwissenden Ärzte, die verharmlosenden Psychiater ... und nicht auf die Partner und Familien, deren Grenzen irgendwo erreicht und eventuell, aus welchen Gründen auch immer, überschritten werden.

Wer himmelsschreiende Schmerzen hat, furchtbare gesundheitliche Einschränkungen erleben muss oder Dauerschmerzpatient ist und z. B. auf der Intensivstation wegen Suizidversuchs lag, kann m. E. nicht unglücklich sein darüber, von Schmerzen und Angst entlastet zu werden. Hinterher darauf zornig zu sein, macht für mich keinen Sinn. Dass sich dann eine neue Problematik ergeben kann, ist sicher eine unglückselige Sache, die neu bewältigt werden will; dieses Forum spricht darüber Bände. Das Schicksal stellt uns vor riesige Aufgaben, immer wieder.

Sicher ist jedes Erleben anders. Ich kann verstehen, wenn das Gefühl, dass das eigene Leid und die darin empfundene Ungerechtigkeit nicht ausrechend gewürdigt werden, zu Wut führt, weil das dem nie versiegten Schmerz neuen hinzufügt. Ich rede auch niemandem in seine Empfindungen hinein, schon gar nicht in seine Verletzungen, über die nur hauchdünn eine neue Haut gewachsen ist, bin im Gegenteil jederzeit bemüht, damit behutsam umzugehen, behaupte jedoch nicht, dass mir das immer gelingt; leider tut es das nicht.

Ich meine nicht Dich, wenn ich hier über mich und mein Empfinden schreibe, das kann nur für mich gelten und für diejenigen, die sich dem von sich aus anschließen möchten und können. Auch über Partner schreibe ich so, wie es mir aus meiner Sicht möglich ist. Diejenigen, die das völlig anders sehen, haben ebenso das Recht auf ihre Sicht und selbstverständlich allen Respekt, Akzeptanz und Mitgefühl verdient und bekommen sie auch von mir.

Dies also nur noch mal zum Verständnis, dass meine eventuell abweichenden Meinungen niemals aus Respektlosigkeit und Nichtakezptanz resultieren.

Liebe Grüße,
Eva
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Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.
Erst kürzlich Rückfall mit beidem (zum Schlafen :cry: gehabt) glücklicherweise wieder losgeworden.

Neu: Trimipramin 25 mg,
verordnet als regelmäßige Einname am Abend zum Schlafen.

Vor 5 Wochen mit 25 mg begonnen und dann gleich 50 mg, weiter auf 75 mg und 100 mg hochdosiert - höchste erlaubte Menge zum Schlafen.

Erst bei 100 mg spürte ich nach 2 Stunden (!) Müdigkeit. Trotzdem hat das Einschlafen kaum geklappt, allerdings das Durchschlafen, wenn es mal gelangt, in den Schlaf zu kommen; das war dann bemerkenswert tief und ohne zwischendurch zu erwachen. Aber der Körper hatte sich rasend schnell angepasst, das Durchschlafen klappte nämlich dann auch schon mit 100 mg nicht mehr.

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