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Gibt es ein Schema zwecks Wellen und Fenstern

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Gibt es ein Schema zwecks Wellen und Fenstern

Beitrag von StefanKremer377 » Montag, 12.02.18, 20:05

Hallo, liebe Leidensgenossen!

Könntet ihr mir mal berichten, ob ihr ein Schema entdeckt habt, in welchen Abständen die Wellen und Fenster gekommen sind. Es heißt ja immer das die sich irgendwie abwechseln sollen. Habe das Gefühl, dass ich nur Wellen habe, und für ne halbe Std am Tag vllt ein kleines Fenster.

Bin jetzt drei Monate auf null. Heute geht es irgendwie garnet gut. Extremer Schwindel etc.

Eine nette Dame hier meinte das es bei ihr nach ca 6 Monaten deutlich besser wurde. Könnte das hier jemand bestätigen.
Vielleicht bin ich auch einfach zu ungeduldig

Danke fürs Leben.

Lg Stefan
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2008 Schilddrüse wegen kalten Knoten komplett entfernt. Dan :whistle: ach PA ohne Ende. War per Du mit den Notärzten und Krankenhäusern. Schwindel, Herzrasen

2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde
Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
Neuerdings gibt es immer mal Stunden wo ich mich "wie früher fühle". Allerdings 10 Tage Welle.... 2 Std durchatmen.... Dann geht es von vorne los. Komisches Wellenmuster...
Seid 30.05. In der Tagesklinik

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Re: Gibt es ein Schema zwecks Wellen und Fenstern

Beitrag von Katharina » Dienstag, 13.02.18, 16:22

Lieber Stefan !

Ich konnte und kann nur fest machen, wann es diesem oder den anderen Zustand gibt;

nur eines weiss ich gewiss: Die Absetzsymptome vom Antidepressiva
Escitalopram waren plötzlich weg
und sind nie wieder zurück gekehrt.

Denn das vergisst man nicht, einmal
zweitens könnte ich nicht sagen, es geht vorbei wenn ich nicht darauf zurück blicken könnte.

Es hilft wirklich nur Geduld, Akzeptanz und Ablenkung.
Es lohnt sich, enorm das Gefühl wenn diese Medikamente nachlassen.

Alles Gute, Katharina
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Re: Gibt es ein Schema zwecks Wellen und Fenstern

Beitrag von StefanKremer377 » Donnerstag, 15.02.18, 12:50

Danke, Katharina!

Gerade das mit der Geduld ist ein großes Problem. Ich bin jetzt 3 Monate auf null. Wie aber bereits die liebe Lena erklärte, kann nach 3-6 Monaten nochmal ein Höhepunkt der Symptome kommen.
Schön das sie bei dir auf einmal weg waren. Das hätte ich auch gerne gehabt.
Vergessen kann man das natürlich nicht.
Wollte hier nur mal von andren hören, ob man das ca an tagen oder Wochen festmachen kann wie lange so ne Welle geht. Bei jedem ist das ja auch anders..

Lg Stefan
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Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
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März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
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Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
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Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
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Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
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Re: Gibt es ein Schema zwecks Wellen und Fenstern

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 15.02.18, 16:20

lieber Stefan !

bei mir sind die Antidepressiva Symptome weg
jetzt habe ich die anderen reduziere Symptomatik

and in dieser Woche besonders Atemlosigkeit und Schwächen

Geduld ist wirklich eine Geduld Frage
und manchmal schier unerträglich

aber ich lasse mich von Ungeduld nicht Übermannen
es macht mir alles schlimmer

ich versuche mir das fest zu sagen
immer wieder immer zu
es geht sowieso nicht anders

leichte leichte Worte schöne Worte
es nützt nichts

ich sitze seit einer Woche in der Wohnung und kann so gut wie nichts tun
jetzt auch noch verzweifelen,
auf gar keinen Fall

alles alles Gute für dich Gruß Katharina
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Re: Gibt es ein Schema zwecks Wellen und Fenstern

Beitrag von Flummi » Dienstag, 06.03.18, 10:24

Hallo,
auch wenn ich mir vorgenommen hatte, erst nach vier Wochen die neue Dosisreduktion vorzunehmen, haben sich bei mir drei Wochen eingependelt. Es liegt einfach daran, dass in der ersten und zweiten Woche nach dem Reduzieren Absetzsymptome auftauchen, in der dritten Woche bekomme ich aber das Gefühl, ich sollte langsam wieder reduzieren, weil sonst die Müdigkeit und Schlappheit wieder zu stark durch die Medikamente wird.

Liebe Grüße,
Claudia
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Re: Gibt es ein Schema zwecks Wellen und Fenstern

Beitrag von padma » Donnerstag, 08.03.18, 19:11

von LenaLena, :)
Bis zur Mitte von Monat 6 waren es bei mir mehr oder weniger immer die gleichen Muster und Symptome. Brennende Nervenschmerzen, aber auch plötzliche Angstzustände, emotionale Labilität, Schwindel, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, Benommenheit, Grippegefühle...
Ich hatte immer einige gute Tage im Monat, dann viele so mittelmäßige und einige Wellenspitzen über mehrere Tage.
Grundsätzlich hatte ich aber schon jeden Monat mehrere Tage, wo ich nur herumliegen konnte. Verstärkt hat es sich bei mir erst in Monat 6 und 7. Da hatte ich das erste mal eine lange, krasse, schlimme Welle über 5 Wochen (oder sogar 6?). Danach gings wieder :)

Hört sich an, als würdest du gerade in eine Welle oder Wellenspitze kommen. Das ist so schwer, wenn man grad mittendrin ist... :( aber stell dir vor, du surfst auf der Welle und kommst irgendwann auf der anderen Seite wieder ans Licht :)
Einfach von Stunde zu Stunde leben, von Tag zu Tag. Anders gehts nicht.

Die Wellen sind "Healing in action", wie Baylissa sagt :)
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