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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Katharina » Freitag, 04.11.16, 21:41

Vorsicht Scherz:

( Lina...., :Herz:

... wenn aus mir eine jähzornige Katharina werden würde, dann "... hätte ich mein Ziel erreicht ...".

Eine Spiegeltüre habe ich hier......und einen uralten italienischen Hammer.....).

Das wäre das positivste in meiner ganzen Escitalopram Karriere das jemand wie ich mal ausrastet )

Besser Scherz Ende.

Lolol Katharina
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Melkigi » Samstag, 05.11.16, 10:03

Hi, ich habe mich mit einem heißen Bad herumtergefahren das hat mir geholfen, ich war total entspannt danach, vorgestern war ich zur Taimassage das hat mir sehr gut getan, ich bin mit einem lächeln dort raus. War wie neu geboren. Ich versuche viel zu entspannen, wie mir hier geraten wurde.

Lg mel
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Ich litt ca 2 Jahre unter starken Rückenschmerzen, Nacken- und Kopfschmerzen. Dachte erst an Verspannungen und Migräne die mich des öfteren plagen. Ich wurde mit den üblichen Mitteln behandelt, Ibuprofen, Diclofenac und Cortison. All das half nichts, unter Cortison fühlte ich mich zwar super aber nach absetzen schnell wieder schlechter, im Oktober 2015 hielt ich die Schmerzen nicht mehr aus, viele Therapien folgten, Krankengymnastik, Spritzen und hochdosiert Cortison. Und mein Arzt meinte ich hätte eine Nerventzündung und da bekam ich zum ersten Mal Pregabalin 50 mg einmal täglich, gesteigert auf 3x täglich, den Zeitraum weiss ich nicht mehr genau, nach ca 4 Wochen habe ich einfach abgesetzt wegen der Nebenwirkungen, alle sagten meine Persönlichkeit hat sich verändert, ich war sehr aggressiv. Schell auf 180, die Schmerzen waren aber besser, und nach dem Absetzen ging es wieder los, Schmerzen wieder da,ich fühlte mich seltsam , wusste nicht das ich eigl. langsam absetzen muss, hat mir keiner gesagt. Ich ging dann zum Orthopäden, der dann endlich ein Röntgenbild und ein MRT veranlasst hat. Und bähm ein Bandscheibenvorfall hws, der Nerv total eingedrückt, bekam weiter cortisoninfusin und sollte Tilidin nehmen, hab ich nicht vertragen. Am ersten Tag super, totale Euphorie und am 2 Tag Übelkeit und total depressive, dann auf Tramal umgestiegen und genau das gleiche erlebt, abgesetzt, im Februar 2016 zum Neurochirurgie überwiesen worden, eine OP wurde mir empfohlen,
Am 28.02.16 wurde ich dann operiert und eine Bandscheibenprothese wurde mir eingesetzt und Knochen der den Spinalkanal eingeengt hat weggefräst.
Danach bekam ich wieder Pregabalin 3x 50mg täglich da der Nerv so lange gequetscht war, sollte er damit erst mal beruhigt werden, Schmerzen besser, aber meine Persönlichkeit hat sich wieder verändert.

- [ ] Nebenwirkungen:
- [ ] Kopfschmerzen
- [ ] Beinschmerzen
- [ ] Schwellung der Gelenke
- [ ] Psyche verändert
- [ ] Aggressiv
- [ ] Konnte keine Menschenmengen vertragen
- [ ] Antriebslos
- [ ] Gewicht zugenommen ,immer Hunger
- [ ] Im Internet schlau gemacht über Pregabalin, dann hab ich selbständig wie folgt runterdosier:
1. Ab ca01.03.16 3x täglich 50mg
2. Ab Juni 2016 2x täglich 50 mg
3. Ab Juli 2016 1x täglich 50 mg
4. Ab 07.10.16 1x täglich 25 mg ( auf Wunsch bei meinem Arzt angefordert)sollte es 14 Tage nehmen und dann ganz weglassen.
Wie es mir nun erging ohne Pregabalin:
1. Tag: noch keine Veränderung erkennbar
2. Tag: leichte Übelkeit, Kraftlosigkeit, geschwollener Magen( dacht an eine Magen/Darminfektion oä)
3. Es wurde immer schlimmer, vomex gegen Übelkeit genommen, starke Magenkrämpfe, ganzer Körper tat weh.
4. -9. Tag ging mir immer schlechter
Am 30.10.16 dieses geniale Forum entdeckt und endlich brauchbare Hilfe bekommen, mir wurde geraten mit der letzten Dosis wieder einzusteigen, 25mg 1x täglich.
Der Wiedereinstieg , Pregabalin 25mg täglich
1. Tag, 31.10.16 kaum zu fassen alle Beschwerden weg nach ca einer Stunde
2. Tag, 01.11.16 keine Entzugserscheinungen mehr. Allerdings die Nebenwirkungen sind auch zurück aber nicht so stark, ich kann wieder essen. Fühle mich super, nicht mehr weinerlich.
3. tag. 02.11.16 leider wieder, schlechter alle Emotionen nacheinander, besonders Übelkeit und Magenschmerzen, Magen dick wie Handball. Heute abend geht es mir besser, morgens und mittags ist es am schlimmsten.

Jessica_83
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Jessica_83 » Dienstag, 07.03.17, 22:19

Ich versende auch schonmal Neuroemotionen bzw. Neuropanik. Ich werde dann relativ anfällig auf Reize und dergleichen.

live-slow
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von live-slow » Dienstag, 21.03.17, 16:49

endlich ein name für das kind!
vielen dank!
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JayBlue
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von JayBlue » Sonntag, 09.04.17, 16:17

Hallo,

ich habe nicht alles in dem Thread gelesen aber den Artikel von beyondmeds.com. Sie schreibt dort, dass die Nebennieren zu viel Cortisol aussenden, was den Stresslevel des Körpers erhöht. Das wäre wohl eine logische Erklärung, warum man so reagiert wie man reagiert beim Entzug. Allerdings gibt es dazu keine Studien, oder? Ich denke, es ist plausibel geschrieben, aber es ist eben nur eine Theorie von einer Nichtmedizinerin, so wie ich das bis jetzt verstanden habe. Das mit dem Cortisol-Gehalt müsste sich doch messen lassen, oder? Den kann man heute ja glaube ich schon am Ohrläppchen messen (oder war das was anderes :D :D ). Wenn ja müsste bei allen im Entzug ja der Cortisol-Wert stark erhöht sei und die Nebenniere müsste eben ziemlich viel "arbeiten". Hat das schon mal jemand messen lassen bei sich? Ich weiß nicht, ob es da Langzeitmessgen gibt. Bei Sportlern wird das ja denke ich auch regelmäßig gemacht.

Viele Grüße

Jay :-)
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In der Vergangenheit viele unterschiedliche AD's und NL genommen (kann leider nicht mehr alle aufzählen).
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* Vor 16.07.16: Cymbalta 30mg (ca. 6 Jahre). Diagnose war damals Zwangsstörung/Angststörung, Depression.
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* In der Zwischenzeit mehrere Versuche. War auf bis zu 15mg runter und hatte heftige Symptome während des Urlaubs. Wieder hoch dosiert auf 30mg 1x täglich. Gewechselt auf Duloxetin von ALUID Pharma.
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* 13.03.17: 12mg.
* 14.03.17: Wieder hoch auf 13mg da zu starke Symptome. Umstellung auf Kügelchenmethode da Feinwaage zu ungenau.
* 14.03.17: 13mg (52 K.)
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von gelblack » Montag, 05.06.17, 17:33

Liebe Foris

War gerade bei James Heaney unterwegs und habe ein Statement von Altostrata entdeckt bezüglich dem Zusammenhang Cortisol mit Serotonin. Vielleicht auch eine Antwort auf den Beitrag von jayblue.

Altostrata says:
Many unpleasant emotions, such as anger, are felt intensely in withdrawal because the regulating system has been disabled by withdrawal and downregulation of serotonin receptors. This enables an abnormally high release of cortisol, which exacerbates anxiety, fear, anger, and depression.
Some people are overcome by these neurologically induced emotions and do things that are rash or dangerous, feeling they literally have lost their minds or have brain damage.
You may be interested in visiting http://survivingantidepressants.org, a peer support site, for more detailed information about tapering, antidepressant withdrawal syndrome, and withdrawal symptoms.
https://npanth.wordpress.com/2012/07/02 ... ithdrawal/


Übersetzung:

Altostrata sagt:
Juli 2, 2012
Viele unangenehme Emotionen, wie Wut, werden im Entzug intensiv empfunden, weil das Regulatorische System durch den Entzug beeinträchtigt ist und somit auch die Serotonin Rezeptoren runtergefahren sind. Das erlaubt eine abnormal hohe Ausschüttung von Cortisol und verschlimmert somit Angst, Wut und Depression.
Einige Leute werden von diesen neurologisch ausgelösten Gefühlen überwältigt und tuen unüberlegte oder gefährliche Dinge … fühlen sich, als ob sie wörtlich den Verstand verloren hätten oder ein Schaden im Gehirn vorliegt.

Vielleicht hast du Interesse daran unsere Website zu besuchen … siehe Text oben

Eigene Sicht:
Die Quintessenz dieses kurzen Textes ist für mich das Verstehen des Zusammenspiels von Cortisol mit Serotonin. Die durch das Antidepressiva verursachte Runterregulierung der Serotonin Rezeptoren stehen diese beim Absetzen nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung. Das Gehirn muss sich an das reduzierte Serotonin Angebot anpassen und bildlich gesprochen wieder wachsen. In dieser Zeit des Absetzens entsteht eine Serotonin Unterversorgung und somit ein Cortisol Überschuss, der Neuroemotionen fördert.
Neben all den anderen Effekten, wie beispielsweise Schlafstörungen, etc. … und liefert somit den Grund der immer wieder erneut auftretenden Absetzsymptome nach einem Reduktionsschritt.

Alles Gute!!
Gelblack
Zuletzt geändert von padma am Dienstag, 13.06.17, 18:10, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Quelle eingefügt
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von padma » Dienstag, 06.06.17, 19:50

hallo Gelblack, :)

danke dir fürs Reinstellen und Übersetzen. :D
Könntest du bitte die genaue Quelle (link) noch dazu schreiben?

hallo Jay, :)
Wenn ja müsste bei allen im Entzug ja der Cortisol-Wert stark erhöht sei und die Nebenniere müsste eben ziemlich viel "arbeiten". Hat das schon mal jemand messen lassen bei sich?
In der Tat haben schon einige Foris Cortisol messen lassen und die Werte waren erhöht. Das Problem beim Messen ist, dass die Werte stark schwanken und eine Tagesprofil erforderlich ist.

Auch eine Nebenniereschwäche wurde von einigen vermutet und diskutiert. Gib die Begriffe mal in die Suche ein.

Ein Indiz für die verstärkte Cortisolausschüttung ist auch, dass viele in den frühen Morgenstunden, wenn Cortisiol circadian ausgeschüttet wird, besonders starke Sympome haben und das Befinden sich gegen Nachmittag/Abend wenn das Cortisol natürlicherweise abgebaut wird, bessert

liebe Grüsse,
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von JayBlue » Sonntag, 11.06.17, 10:21

Ein Indiz für die verstärkte Cortisolausschüttung ist auch, dass viele in den frühen Morgenstunden, wenn Cortisiol circadian ausgeschüttet wird, besonders starke Sympome haben und das Befinden sich gegen Nachmittag/Abend wenn das Cortisol natürlicherweise abgebaut wird, bessert

liebe Grüsse,
padma
Hallo padma,

ja das kann ich bestätigen. Morgens fühle ich mich oft schlechter als am Nachmittag/frühen Abend. Ich habe es eigentlich immer darauf geschoben, dass so langsam die Wirkung vom Duloxetin nachlässt. Es wird auch besser, sobald ich es dann nehme. Vielleicht hängt das aber auch nur damit zusammen, dass ich dann mal aufgestanden bin und sich der Cortisol-Wert wieder langsam verringert?! Kann man das irgendwie im Selbsttest messen?

Danke und viele Grüße

Jay
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* In der Zwischenzeit mehrere Versuche. War auf bis zu 15mg runter und hatte heftige Symptome während des Urlaubs. Wieder hoch dosiert auf 30mg 1x täglich. Gewechselt auf Duloxetin von ALUID Pharma.
* 22.11.16: 18mg.
* 17.12.16: 15mg.
* 10.02.17: 13mg.
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Annanas » Sonntag, 11.06.17, 15:32

Hallo Jay :) ,
JayBlue hat geschrieben: Kann man das irgendwie im Selbsttest messen?
So viel ich weiß, gibt es die Möglichkeit, einen Speicheltest zu kaufen, bei dem man mehrmals
am Tag zu vorgegebenen Zeiten, Speichel in mitgelieferte Phiolen bringt.
Die werden dann eingeschickt u. eigentlich umfangreich ausgewertet.Cortisol Speicheltest
Das ist keine Werbung - nur ein Beispiel, es gibt auch noch andere Firmen.

Liebe Grüße von Anna

PS: geht natürlich auch übers Blut - aber ich fand das angenehmer, als 3x zum Arzt zu rennen, zumal man die oft
erst überreden muß, so einen Test vorzunehmen :roll: ! Wenn vom Arzt keine entsprechende Diagnose vorliegt,
die einen Cortisol-Test rechtfertigt, muß man den sowieso privat bezahlen.
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von gelblack » Montag, 12.06.17, 16:16

https://npanth.wordpress.com/2012/07/02 ... ithdrawal/

Hallo Padma

Sorry ... hatte vergessen die Quelle mit in den Post aufzunehmen. Ist hiermit passiert ... das Altostrate Quote steht nach dem Text unten am Ende als erstes Post der Leser.

Ich finde ja die Argumentation Serotonin Ungleichgewicht führt zu Cortisol Überschuss plausibel und somit beruhigend zu wissen, dass sich das wieder einspielen wird (hoffentlich).

Viele Grüße
gelblack :)
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von JayBlue » Sonntag, 18.06.17, 19:18

Annanas hat geschrieben: So viel ich weiß, gibt es die Möglichkeit, einen Speicheltest zu kaufen, bei dem man mehrmals
am Tag zu vorgegebenen Zeiten, Speichel in mitgelieferte Phiolen bringt.
Die werden dann eingeschickt u. eigentlich umfangreich ausgewertet.Cortisol Speicheltest
Das ist keine Werbung - nur ein Beispiel, es gibt auch noch andere Firmen.
Hallo Anna,

danke für den Link. Ist interessant zu wissen :-). Was gibt es denn da für Therapien wenn man an einem Cortisol-Überschuss leidet? Ich glaube jetzt mal nicht, dass das bei mir zutrifft. Und wenn, wie padma schreibt, es schwer zu messen und festzustellen ist, da der Spiegel stark schwankt, dann ist warscheinlich eine Therapie auch schwierig.

Es ist schon wirklich seltsam, dass man oft das Gefühl hat man wird von einem starken Gefühl übermannt, obwohl man sich gerade nicht schlecht fühlt. Warscheinlich ist es oft auch schwer zwischen "Neuro-Emotionen" und "richtigen Emotionen" zu unterscheiden, weil man ja nicht weiß, ob man gerade etwas verdrängt und unterbewusst einen doch etwas beschäftigt.

Viele Grüße

Jay
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Derzeit (2016):
* Vor 16.07.16: Cymbalta 30mg (ca. 6 Jahre). Diagnose war damals Zwangsstörung/Angststörung, Depression.
* Seit 16.07.16 Cymbalta (30mg) -> alternierend alle 2 Tage auf Anraten des Arztes.
* In der Zwischenzeit mehrere Versuche. War auf bis zu 15mg runter und hatte heftige Symptome während des Urlaubs. Wieder hoch dosiert auf 30mg 1x täglich. Gewechselt auf Duloxetin von ALUID Pharma.
* 22.11.16: 18mg.
* 17.12.16: 15mg.
* 10.02.17: 13mg.
* 13.03.17: 12mg.
* 14.03.17: Wieder hoch auf 13mg da zu starke Symptome. Umstellung auf Kügelchenmethode da Feinwaage zu ungenau.
* 14.03.17: 13mg (52 K.)
* 22.03.17: 12,5mg (50 K.)
* 15.05.17: 12mg (48 K.)
* 11.06.17: 11,5mg (46 K.)
* 26.07.17: 11,0mg (44 K.)
* 07.10.17: 10,5mg (42 K.)
* 25.11.17: 10,4mg (42 K.) <- Neue Packung Duloxetin.
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Annanas » Sonntag, 18.06.17, 20:02

Hallo Jay :) ,
JayBlue hat geschrieben:Was gibt es denn da für Therapien wenn man an einem Cortisol-Überschuss leidet? Ich glaube jetzt mal nicht, dass das bei mir zutrifft.
Einer wirklichen ständigen Überproduktion von Cortisol (Cushing-Syndrom) müßte mit ärztlichen Untersuchungen auf den
Grund gegangen werden, meistens sind Tumore in der Nebennierenrinde der Übeltäter.
Aber dieses Syndrom läßt sich auch teilweise schon am äußeren Erscheinungsbild erkennen:
Der Cortisol-Überschuß führt zu Veränderungen des äußeren Erscheinungsbildes mit stammbetonter Fettumverteilung, Gesichtsschwellung, Büffelnacken, Vollmondgesicht, dünner Haut, Neigung zu Blutergüssen, rötlicher Streifenbildung an Bauch, Hüften und Oberarmen, unreine Haut (Aknebildung), vermehrter Körperbehaarung nach männlichem Typ (Hirsutismus) sowie zu Muskelschwäche, Knochendichteminderung (Osteoporose), Depressionen, hohem Blutdruck (Hypertonie) und zur Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
Quelle: http://www.nerves.ag

Aber ganz ehrlich gesagt, ich denke auch nicht, daß es bei dir zutrifft.

MMn entstehen unsere "Cortisolschübe" aus dem Stress, den der Entzug verursacht. Selbst jeder negative/ängstliche Gedanke führt dazu,
daß vermehrt Cortisol gebildet wird - das sind die Regularien, die in unseren Genen liegen (Kampf/Flucht) u. ohne die wir Menschen
nicht existieren könnten.

Ohne Cortisol könnten wir nicht überleben - es ist ein Hormon, das eben bei Stress vermehrt ausgeschüttet wird u. hat aber auch
noch Einfluß auf zahlreiche andere Vorgänge im Körper z.B. auf Fettstoffwechsel, Blutzuckerregulation oder auch auf das
Immunsystem - es hemmt hier Entzündungen.

Man kann in unserem Fall nur versuchen, Stress zu minimieren, so weit es möglich ist - die Leistung, die unserem Gehirn beim
Entzug abverlangt wird, können wir leider nicht beeinflussen - deshalb denke ich, daß es eben beim Absetzen vermehrt bzw
öfter mal zu Cortisolschüben kommt.
JayBlue hat geschrieben:Es ist schon wirklich seltsam, dass man oft das Gefühl hat man wird von einem starken Gefühl übermannt, obwohl man sich gerade nicht schlecht fühlt. Warscheinlich ist es oft auch schwer zwischen "Neuro-Emotionen" und "richtigen Emotionen" zu unterscheiden, weil man ja nicht weiß, ob man gerade etwas verdrängt und unterbewusst einen doch etwas beschäftigt.
Ich kenne diese starken Gefühle aus dem Nichts auftauchend auch - aber ich finde, mit der Zeit, kann man da etwas, wenn auch
nicht immer :cry: differenzieren:
indem ich z.B. überlege, woran ich gerade gedacht habe oder was mich generell beschäftigt - dann ist das eher ein "richtiges" Gefühl.
Neuro-Emotionen erlebe ich momentan in jeder Reduktionsphase, leider - entweder sind das Heulanfälle ohne Grund oder
sehr oft Gereiztheit u. Wut, auch ohne Grund oder völlig überreagierend. Da diese z.B. gar nicht meiner Persönlichkeit entsprechen u.
sich zudem irgendwie "übergestülpt/nicht echt" anfühlen, ordne ich sie eher da ein.

Also zusammenfassend denke ich, daß du dir keine Sorgen machen mußt - es sind "nur" :cry: die ganz normalen Absetzsymptome,
die uns heimsuchen.

Liebe Grüße von Anna
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von JayBlue » Sonntag, 18.06.17, 20:33

Hallo Anna,
Annanas hat geschrieben: Einer wirklichen ständigen Überproduktion von Cortisol (Cushing-Syndrom) müßte mit ärztlichen Untersuchungen auf den
Grund gegangen werden, meistens sind Tumore in der Nebennierenrinde der Übeltäter.
Aber dieses Syndrom läßt sich auch teilweise schon am äußeren Erscheinungsbild erkennen:
Der Cortisol-Überschuß führt zu Veränderungen des äußeren Erscheinungsbildes mit stammbetonter Fettumverteilung, Gesichtsschwellung, Büffelnacken, Vollmondgesicht, dünner Haut, Neigung zu Blutergüssen, rötlicher Streifenbildung an Bauch, Hüften und Oberarmen, unreine Haut (Aknebildung), vermehrter Körperbehaarung nach männlichem Typ (Hirsutismus) sowie zu Muskelschwäche, Knochendichteminderung (Osteoporose), Depressionen, hohem Blutdruck (Hypertonie) und zur Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
Quelle: http://www.nerves.ag
... nein das habe ich ganz sicher nicht :D . Ich denke auch wie du, dass es bei uns nicht krankhaft ist, sondern einfach von dem Stress beim Absetzen kommt.
Ich kenne diese starken Gefühle aus dem Nichts auftauchend auch - aber ich finde, mit der Zeit, kann man da etwas, wenn auch
nicht immer :cry: differenzieren:
indem ich z.B. überlege, woran ich gerade gedacht habe oder was mich generell beschäftigt - dann ist das eher ein "richtiges" Gefühl.
Neuro-Emotionen erlebe ich momentan in jeder Reduktionsphase, leider - entweder sind das Heulanfälle ohne Grund oder
sehr oft Gereiztheit u. Wut, auch ohne Grund oder völlig überreagierend. Da diese z.B. gar nicht meiner Persönlichkeit entsprechen u.
sich zudem irgendwie "übergestülpt/nicht echt" anfühlen, ordne ich sie eher da ein.
Ja das kenne ich leider auch, dass man das Gefühl hat man hat so extreme Gefühle und kann sie nicht einordnen. Ich versuche auch oft zu hinterfragen und wenn ich dann etwas finde dann weiß ich zumindest, dass das ein "richtiges" Symptom war. Es ist aber trotzdem schwer im Alltag mit den anderen Symptomen umzugehen. Ich weiß, dass ich meinen Partner ziemlich belaste damit und würde es so gern ändern, aber kann es nicht :cry: .
Also zusammenfassend denke ich, daß du dir keine Sorgen machen mußt - es sind "nur" :cry: die ganz normalen Absetzsymptome,
die uns heimsuchen.
Nein Sorgen mache ich mir keine. Selbst wenn ich wüsste an was es genau liegt kann ich es ja trotzdem nicht ändern :( .

Ich merke auf jeden Fall, dass ich z.B. morgens oft ängstlicher bin als abends. Das kann durchaus auch mit vermehrter Cortisol-Ausschüttung zu tun haben. Jetzt mal unabhängig von den Tabletten :D .

Viele Grüße

Jay
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In der Vergangenheit viele unterschiedliche AD's und NL genommen (kann leider nicht mehr alle aufzählen).
Derzeit (2016):
* Vor 16.07.16: Cymbalta 30mg (ca. 6 Jahre). Diagnose war damals Zwangsstörung/Angststörung, Depression.
* Seit 16.07.16 Cymbalta (30mg) -> alternierend alle 2 Tage auf Anraten des Arztes.
* In der Zwischenzeit mehrere Versuche. War auf bis zu 15mg runter und hatte heftige Symptome während des Urlaubs. Wieder hoch dosiert auf 30mg 1x täglich. Gewechselt auf Duloxetin von ALUID Pharma.
* 22.11.16: 18mg.
* 17.12.16: 15mg.
* 10.02.17: 13mg.
* 13.03.17: 12mg.
* 14.03.17: Wieder hoch auf 13mg da zu starke Symptome. Umstellung auf Kügelchenmethode da Feinwaage zu ungenau.
* 14.03.17: 13mg (52 K.)
* 22.03.17: 12,5mg (50 K.)
* 15.05.17: 12mg (48 K.)
* 11.06.17: 11,5mg (46 K.)
* 26.07.17: 11,0mg (44 K.)
* 07.10.17: 10,5mg (42 K.)
* 25.11.17: 10,4mg (42 K.) <- Neue Packung Duloxetin.
* 01.02.18: 10,15mg (41K.)
* 04.03.18: 9,90mg (40K.)
* 20.03.18: 20mg <- Absetzstop!

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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Annanas » Sonntag, 18.06.17, 21:42

Hallo Jay :) ,
JayBlue hat geschrieben:Ich merke auf jeden Fall, dass ich z.B. morgens oft ängstlicher bin als abends. Das kann durchaus auch mit vermehrter Cortisol-Ausschüttung zu tun haben. Jetzt mal unabhängig von den Tabletten .
Ja, auf jeden Fall - ich kenne das auch.

Ich weiß nicht, ob wir dir das schon mal empfohlen hatten: einfach morgens gleich etwas Süßes essen (kannst du dir
auch auf den Nachttisch legen) einen Keks o.Ä. - das ergibt einen Insulinausstoß und der verringert die
Wirkung vom Cortisol.

Ich futtere da meistens meine 2 Stück Bitterschokolade - das wars dann mit Schokolade für diesen Tag :roll: !

Lieben Gruß von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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28.01.2018 30. Red. 1 mg auf 6 mg - wegen starker Beschwerden am 02.02. auf 6,3 mg aufdosiert
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Monalinde » Montag, 19.06.17, 11:54

Hallo,

ich habe oft den Gedanken, dass unser Nervensystem durch die Antidepressivaeinnahme viel störanfälliger ist, als zu gesunden Zeiten, vielleicht auch durch die vorangegangenen Depressionen oder Ängste. Ich bin daher oft nicht dazu in der Lage, ich habe ja schon seit vier Jahren abgesetzt, welchen Kriterien ich meine Emotionen nun zuordnen soll oder nicht.
Das ist frühmorgens. Ich wache noch sehr oft mit fiesen Albträumen auf, was eine Folge des hohen Cortisolspiegels sein kann, aber auch umgekehrt. Oft bin ich den ganzen Tag auch über unruhig, was sich am späten Nachmittag wieder legt. Manchmal bin ich auch morgens nur erschöpft und ängstlich, ohne dass ich es begründen könnte, vielleicht doch Neuroemotionen?.

Im Verlauf der Zeit ist eine Besserung eingetreten, indem ich insgesamt mich ruhiger fühle. Mir geht es aber auch oft so wie Jay Blue, manches scheint dann auch wieder situationsbedingt zu sein. Mir hilft es dann, wenn ich mich ablenke oder versuche, mir einfach ein Wurstigkeitsgefühl zuzulegen oder blöde Gedanken einfach fürs erste auf die Seite zu schiebenl. Möglicherweise ist es auch so, dass unser ganzes Gedankensystem erst wieder lernen muss, Muster, aufzubauen, die vielleicht auch lange in Vergessenheit geraten sind.

Vielleicht entbehrt das jeglicher wissenschaftlicher Grundlage, aber ich wollte es auf jeden Fall einmal dalassen, weil es mir manchmal zu helfen scheint.

Mona
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2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

Mole25
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Mole25 » Mittwoch, 21.06.17, 21:02

Hallo Monalinde, Jay u. Anna,

Cortisol ist immer morgens stärker. Das habe ich vor 10 Jahren erlebt. Irgendwann kommt es, dass man ganz "ruhig" aufwacht.

2017: Mittlerweise akzeptiere ich diese Unruhe morgens und sage "Na ja, Charlie bist du wieder da' Dann stehe ich auf und esse ein leckeres Frühstück. Dann kommen die Gedanken - wie wird der Tag? Und leichte Ängste oder diese Neuro-Emotionen (Blips). Dumme Gedanken!! Ich kann 10.000 mal durch das Treppenhaus gehen, den Garten anschauen, Einkaufen gehen ohne Panik - trotzdem habe ich oft diese dummen Gedanken - "Hey, das kannst du nicht". Oder du schaffst es nicht"
Nachmittags bin die alter wieder.
Diese Neuro-Emotionen sind nicht ernst zu nehmen aber zu bremsen, wenn sie zuviel Spannung/Ängste im Körper verursachen - durch a) tief einatmen, Schulter senken und bewusst relaxen b) denk an Situationen, wenn du ganz ruhig bist (relaxen in der Sonne) c) Ablenken z.B durch Gartenarbeit. d) PMR - Jacobson e) Hobbies f) Wiederholung des Satzes "ich freue mich auf ....."

Wenn die Halsschmerzen zu stark sind und meine Gedanken immer mit diesen Schmerzen beschäftigt sind - dann nehme Chilli/Menthol Pflaster und putze die Wohnung (kein Wunder, dass es bei mir Pico Bello aussieht!!)
Ashwagandha ist wirklich super - es reduziert Cortisol- ich bin in den letzten Tagen viel ruhiger. Habe sogar ein Mittagsschlaf gehabt - das erste Mal seit 6 Monaten - und 8 Std in der Nacht geschlafen.
LG Mole
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:whistle: :whistle: Nov/ Dez 2016 Panikattacken
11.2016 - 12.2017 15,00 mg Citalopram
Starke Nebenwirkungen: Halluzination, Durchfall, mehr Unruhe
Langsames Absetzen Citalopram.
Psychologin will mich nicht weiter behandeln
Feb 2017: 10,00 mg Citalopram
Anfang März 2017: 9,00 mg Citalopram
Ende März 2017: 8,00 mg Citalopram / Starke Entzugssymptome, aber 4 Tage ohne Beschwerden
01.04.2017: 7,50 mg Citalopram / weiterhin starke Entzugssymptome
30.04.2017: 7,00 mg Citalopram / weiterhin teilweise starke Entzugssysmptome
inkl. Nackenschmerzen / Herzstechen
20.06.17: 3,50 mg Citalopram
01.07.17 3,00 mg Citalopram
05.07.17 2,50 mg Citalopram
14.07.17 2,00 mg Citalopram
03.09.17 0 Citalopram / diverse Entzugssymptome manchmal sehr stark
Seit 01.06.18 Omega Öl 6000 mg + Vitamin Bs
Seit ungefähr Jan 18 CBD Öl - beruhigt
Seit 12.02.18 Black Seed Oil / Cumin - beruhigt
Seit 20.02.18 Chlorella - Dr. Klinghardt
Seit 24.02.18 ausgeprägtes Brain movement, Schmerzen - kann mich kaum
konzentrieren. Autofahrten verursachen noch mehr Schmerzen
26.02.18 Brain Zaps und Schmerzen nicht zu ertragen
Seit 26.02.18 kein Chlorella mehr - Verdacht auf verschlimmerte Symptome
Seit 06.18 Omega Öl mit Mega DHA - positive Erfahrung
Seit 07.18 Rhodiola Rosea - effektiv bei der Reduzierung von Cortisol
Seit einer Woche zum ersten Mal:
Kein Cortisol-Unruhe beim Aufwachen, Keine Übelkeit morgens, und ab und zu mal kurze
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 27.07.17, 18:40

Querverweis: Claudia hat einen Text zu Metasymptomen beim Absetzen übersetzt.

Sie schreibt:
Es folgt meine Übersetzung des Artikels Meta symptoms of SSRI withdrawal von James Heaney, dabei geht es darum, dass durch die ganzen Probleme beim Absetzen noch weitere Zusatzsymptome auftreten, weil man Angst vor der nächsten Welle hat oder weil der Umgang mit diesen so schwer ist, dass man in eine depressive Phase rutscht. Ich kenne selbst das Problem Angst vor den Wellen zu haben und der Text hilft mir das besser einzuordnen. Vielleicht ist er für den ein oder anderen auch interessant und beschreibt genau das, was er erlebt.
Artikel ist hier zu finden: viewtopic.php?f=50&t=13243
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Guglhupf » Mittwoch, 30.08.17, 1:57

Hallo

mir fällt es wie Schuppen von den Augen!

Ich wache manchmal morgens auf - mit Herzrasen und weiß nicht, woher das kommt. Organisch alles ok, Panik hatte ich eigentlich keine und doch werde ich schon morgens an mein 'Problem' erinnert.

Das gleiche mit der in meinen heftigsten Phasen so schier unendlichen Angst in meinem Bauch. Ich empfand eine Hitze, eine Nervosität im Bauch und wusste nicht woher das kommt. Völlig verzweifelt, weil anscheinend alles Anzeichen für einen Rückfall und der klare Beweis, dass ich nie mehr ohne Medikamente leben kann, hab ich auf den Arzt gehört und Escitalopram (Lundbeck) weitergenommen.

Endlich hat das alles Sinn und einen Namen!
Ab jetzt nur noch so 'Guten Morgen Neuroemotion, sorry heute keine Zeit für dich' ;-)
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- reines Lavendelöl

"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher."

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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Stud_psych » Sonntag, 22.10.17, 12:11

Hi ihr Lieben,

Ich leide massiv unter Neuroemotionen. Ich bin extrem nervös, bin unsicher und leide auch unter Angst, die aber kein konkreten Gegenstand hat.
Wenn es still ist wird es komischerweise mehr, zu viele Reize also ein Familienfest zum Beispiel ist auch sehr anstrengend für mich und verschlimmert meine Situation.
Beruhigungsmittel (pflanzlich) helfen mir eigentlich nicht.
Wäre prima, wenn jmd Tipps hat was mir vielleicht helfen könnte.

Lg
Februar 2017 150 mg Venlafaxin
Bis Ende März auf 110mg runter
Bis April runter auf 75 mg

Mai- September jede 6-8 Wochen um 3-4 mg reduziert.
Oktober pause
Anfang November auf 42 mg (um 3 mg reduziert).
01.01 Reduzierung auf 39 mg
01.4 reduziert auf 36 mg
22.5 reduziert auf 27 (ausversehen)
23.5 aufdosiert auf 33 mg

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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitrag von Katharina » Sonntag, 22.10.17, 18:51

Hallo lieber Stud psych !


Ich kenne diese Gefühls-Welt leidersehr gut.
Sie begleitet mich wie eine Achterbahn fahrt;

ich habe für mich beschlossen dass es künstliche Gefühle sind,
die nicht zu meiner aktuellen Situation passen.

Es ist schlimmer wenn Familien Situationen kritisch sind, Streitigkeiten etc.

es ist nichts vorhanden für mich, welches die Symptomatik ab wenden kann.

Abends hilft mir irgend ein Film, der für meine Stimmung positiv ist
eine Zeit diese Gefühle zu überlagern .

Zum Beispiel hatte ich heute Vormittag ein großes Tief und eine definitive Verzweiflung mit dem immer vorhandenen festen Glauben und der Überzeugung
es wird niemals besser niemals

ich weiß nicht was dann passiert ist
ich habe dann einfach meinen Tagesablauf weiter geführt und plötzlich waren mir Dinge möglich die ich seit einem sehr langen Zeitraum herbei gesehnt habe, im Stande zu sein kompliziert gebaute hohe Altbaufenster zu putzen.

Dies hat geklappt, es ist durch eine gewisse Bauart sehr kompliziert schwierig und äußerst anstrengend
zugleich wurde auch meine Stimmung besser,
ich habe sogar Musik gehört, was mir sonst vollkommen unmöglich ist da es mir psychische Schmerzen bereitet.

Die letzten Fenster waren kaum machbar, Schwäche kann und oft hängt sich an diese eine Panik Attacke, ich wollte das Ganze unbedingt beenden.

Ich habe die Musik so laut gestellt dass ich laut mit singen konnte
eine gute Atemtechnik,es hat geklappt. -

so kann ich heute Abend zufrieden auf diesen Tag zurück blicken.

Eines ist immer gleich,
wenn ich in dieser Situation der Verzweiflung
der Angestrengtheit
der Überempfindlichkeit
der körperlichen Nervosität in der Wirbelsäule
der Schwäche die psychische wie auch der physischen
der Minderwertigkeitsgefuhle
der schlechten Gewissen
der Gefühle der Schuldigkeit die ganze Negative BandBreite.

Dann habe ich das Gefühl es ist unmöglich dass irgend etwas zu mir hin durch dringen könnte was mir sagen möge:
das geht vorbei.

das geht nicht, das gibt es für bei mir nicht.
ich kann es mir auf einen Zettel schreiben
ich kann meine eigenen Schriften die hier nieder gelegt sind
mir laut vorlesen
es nützt nichts.

wenn ich da drin bin
bin ich da drin.

wenn es dann vorbei geht kann ich mir nicht vorstellen
dass ich anderthalb Stunden zuvor in solcher der Art der Verzweifelt auf dem Sofa gesessen habe mit Ängsten, die natürlich zu diesen Zuständen Neuro Emotionen dazu gehören zu diesen Gefühlen, dass nichts mehr geht
Es ist natürlich dass die Angst dazu kommt
oder das eine Angst dadurch entsteht,
es fühlt sich an, als sei man am Ende einer Sackgasse ohne Wendemöglichkeit.

Ich hatte Angst heute Vormittag und war vollkommen davon überzeugt, mdas ich nicht mehr im Stande sein würde, einkaufen gehen zu können.

2 Stunden später habe ich zwei Waschmaschinen aufgehängt, was mich angestengt und diese komplizierten Fensterputzerei hinter mich gebracht
was auch noch bedeutet das dass ich nicht nur diese Fenster putzen muss
die Altbaufenster
sondern die gesamte Küchenzeile plus der Gegenstände,
die dort stehen abräumen abwaschen frisch machen abstauben neu aufstellen muss

also eine Menge körperliche Arbeit;
hätte man mir das heute Morgen gesagt dass ich das tun würde
hätte ich gesagt,
geh bitte zu Seite
geh bitte und lass mich in Frieden
komm bitte nie wieder.

leider verläuft das so,
ich habe nie begriffen wie lange das dauert
ich habe nie verstanden wodurch es endet

ich weiß nur das es endet und durch gute, normale glückliche, zufriedene Zeiten ausgetauscht wird.

liebe Grüße und ganz ganz viel Mut wünscht dir Katharina
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