Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->
Liebe ADFDler,


wir wünschen euch einen schönen Sommer. Achtet gut auf euch, überlastet euch nicht und denkt daran, dass die Hitze für den Körper nicht leicht ist, gerade im Entzug und/oder wenn man Medikamente nimmt.

Das Team ist weiterhin nur gering besetzt, die Neuanmeldungen nehmen aber weiter zu. Bitte schaut daher gegenseitig gut auf euch. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

Schneckenclub

Regenbogenbluete
Beiträge: 35
Registriert: Samstag, 27.06.15, 19:11
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 34 Mal

Schritt für Schritt ...

Beitrag von Regenbogenbluete » Dienstag, 13.10.15, 19:07

:schnecke: :schnecke: :schnecke:

"Tranquilla Trampeltreu aber wanderte weiter über Stock und Stein, durch Sand und Hain, bei Nacht und Sonnenschein..."

Hier ist sie, die beständige Schildkröte - auch ich empfehle jedem dieses Buch :)
CAM00327.jpg
(Eigenkreation!!!)

Tranquilla und ich erbitten Aufnahme in den Schneckenclub, denn auch wir gehören eher zu den gemütlichen, aber beharrlichen Typen!

Im Moment geht es mir wie beim Zahnarzt, sprich: Wenn man im Wartezimmer sitzt, tut nix mehr weh! Will sagen: MIT Cymbalta konnte ich hervorragend Pläne schmieden, wie es ohne geht. Ich kann auch am besten abnehmen, wenn ich satt bin 8-)

Kurz zusammengefasst: Bis Juni habe ich 120 mg Cymbalta eingenommen - was bei der Aufdosierung schon herrliche Nebenwirkungen verursachte, aber ich war in Not und dachte, da müsste ich jetzt durch. Bisher hatte ja kein anderes AD oder Antieplileptikum geholfen. Also rein in die hohle Birne und durchhalten. Nach kurzer Zeit konnten wir auf 120 mg aufdosieren (meine Ärztin und ich) - diese Dosis war für mich aber effektiv zu viel, was sich vor allem durch massives Herzrasen und noch schlaflosere Schlaflosigkeit bemerkbar machte als bisher schon. Also runter auf 90 mg was ganz gut ging. Von 90 auf 60 ging auch noch mit der Kügelchenmethode ganz gut. Bei 60 mg bin ich ein paar Monate geblieben und dachte: "Joar, bist zwar ziemlich antriebslos, aber ansonsten..." - und war bereit, mal eine Weile so dahinzudümpeln. Mit meinem Gewicht war alles o.k., ich konnte in Ruhe eine Therapeutin suchen und nicht finden und mein eigentlich zu bearbeitendes Trauma ins hinterste Gehirnstübchen packen. Zugenommen hatte ich auch nix innerhalb eines halben Jahres, schien also alles bestens.
Von wegen! Fast direkt einen Tag nach Verstreichen des halben Jahres ging es aufwärts! (Ich meine sogar, meine Lipozyten kichern gehört zu haben, aber das könnte auch ein Ohrgeräusch gewesen sein :o ) Nicht mit mir, mit meinem Gewicht - kiloweise! :shock:
Und da ich leider eher nicht zu den Gazellen dieses Erdballs gehöre, ich direkt Termin bei der Ärztin gemacht. Die meinte: "Die Zunahme kommt nicht vom Lamotrigin (nehme ich noch 100 mg), sondern vom Cymbalta!" Ich: "Hä, wat? Ich nehm das doch jetzt schon 6 Monate, wie kann das denn?" Sie: "Die meisten Befragten werden nur am Anfang nach Gewichtszunahme gefragt, nach einem halben Jahr fragt keiner mehr, ergo erscheint das auch nirgends!" - Na danke!
Nun hieß es also abwägen. Eine weitere Gewichtszunahme in Kauf nehmen, aber einigermaßen psychisch zurechtkommen, oder Cymbalta weg und wieder der Realität begegnen???
Also war Ehrlichkeit mir selbst gegenüber gefragt. Na jaaa, eine kleine Lücke gab´s noch, eine klitzekleine Möglichkeit, dass ich vllt. doch nicht weiter zunehme und der Realität noch ein Weilchen entkommen konnte. Ich mich also auf die Waage geschlichen (wenn man schleicht, hört sie einen nicht und kann sich nicht auf große Zahlen vorbereiten, echt!), Mist, schon wieder ein Pfündchen mehr. Verstehe ich gar nicht - wo eine doofe Nebenwirkung doch Appetitsteigerung ist. Hm, an den Keksen, die ich seit Einnahmebeginn von Cymbalta nachts esse, kann es doch nicht liegen, oder? Dass ich durch den Antriebsmangel nicht mehr wie sonst 2x in der Woche schwimmen gehen konnte - niemals! Also konnte es nur an der doofen Waage liegen. Ergo: Batterie raus, neue Batterie rein, rauf auf das Ding! Mist, neue Batterie, altes Gewicht. Scheißding, Lügnerin. Also habe ich die klitzekleinste letze Möglichkeit genutzt: Waage von Parkett auf Badezimmerteppich und drauf. Tja, was soll ich sagen.... :frust:

Ich wusste, wenn ich Cymbalta reduziere, wird sich die Realität und so auch das Trauma mit allen Auswirkungen wieder Bahn brechen. Aber ich wusste/weiß auch, dass ICH das Tempo bestimmen kann. Also habe ich angefangen, Cymbalta zu reduzieren. Und zwar kügelchenweise. Ich habe mir Leerpillen gekauft und die Kugeln abgewogen (die genaue Anleitung habe ich in einem anderen Thread hier veröffentlicht). Zeitweise sah es hier aus wie in einem Dealerbüro :lol:

Letzten Samstag habe ich die letzte Tablette genommen. Mit 11 mg Cymbalta drin. Es gibt noch kleinere Dosierungen in meinem Kästchen, aber ich möchte cymbaltafrei an unserem Chorprojekt teilnehmen und hoffe, den Entzug bis nach den Herbstferien geschafft zu haben.

Seit heute merke ich die Symptome, vor allem bin ich tüddelig und laufe die Ecken rund. Und, ja, Gewicht wollte ich loswerden, also motze ich auch nicht und spiele Quizduell aufm Klo!

Da ich schon andere Entzüge durchgestanden habe, sind diese Symptome derzeit für mich noch gut auszuhalten, allerdings brauche ich auch nicht zu arbeiten und kann mich ausruhen. Ich bin zeitweise sehr unruhig, weiß mich aber abzulenken. Konzentration? Nö! Mal sehen, wie es nachts wird, da die Nächte eh nicht meine Freunde sind.

Es gab übrigens einen ganz wichtigen Grund, keine Cymbalta mehr zu nehmen: Ich habe keine Kekse mehr... :rotfl:

Ich kenne übrigens einige Leute, die Medis fitzelchenweise absetzen. Unglaublich, wie sensibel der Körper und das zentrale Nervensystem reagieren. Kein Mensch hat darüber zu bestimmen, welches Tempo jeder einhält. Mit zunehmendem Absetzen merke ich, dass ich wieder aktiver werde. Ich habe Cymbalta gebraucht, um mich für eine Weile von der Welt zu erholen, um Kräfte zu sammeln, um pünktlich zur Hochzeit des Sultans zu kommen :wink:

Viel Glück uns allen

Rbb
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Regenbogenbluete für den Beitrag (Insgesamt 6):
OliverJamieMurmelinepadmaLinLinaKaulquappe 411
Erneuerung der Signatur:
aktuelle Medikation:
- vor 4 Wochen Wechsel von Citalopram 50 mg morgens auf Escitalopram 25 mg morgens ohne größere Probleme
- seit gut 5 Jahren Zopiclon 3,75 mg zur Nacht, ohne Dosissteigerung mit kurzen Pausen, aktuell seit 6 Tagen ohne Zopiclon, darunter: Beinkrämpfe nachts, Albträume, Todesangst nachts und beim Aufwachen, massive innere Unruhe, vor allem beim Aufstehen, teilweise ist es mir erst 3 Stunden nach dem Aufwachen möglich, aufzustehen, weil die Unruhe mich "lähmt"
Seit ca. 9 Monaten 2x 1/2 mg Tavor Expidet, ca. um 18 + 23 Uhr - Tavor bewirkte, dass sich meine Angst, mich hinzulegen bzw zu schafen (Kontrollverlust) etwas linderte, Zopiclon bewirkte, dass ich einschlafen konnte. Schlafunterbrechungen mit Hochschrecken in Todesangst zuletzt auch unter Tavor + Zopiclon. Mehr Zopiclon oder Tavor toleriert mein Körper nicht, die Angst vor dem Kontrollverlust ist stärker. Versuche, auf ein stärkeres Schlafmittel umzustellen, scheiterten deshalb. (Zum Glück?)

Jamie
Beiträge: 15332
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 18742 Mal
Danksagung erhalten: 24701 Mal

Re: Schneckenclub

Beitrag von Jamie » Dienstag, 13.10.15, 20:19

Hallo Regenbogenbluete :),

ich finde es ja wirklich klasse, wie du schreibst, aber ich muss dich warnen: "Bis nach den Herbstferien" als Projekt "Ausschleichen" ist viel zu schnell.
Lass dir das von jemandem sagen, der jetzt schon wirklich eine ganze Weile berät und viele Stories gelesen hat.
Tue dir und deinem ZNS den Gefallen und mache langsam :schnecke: :schnecke: :schnecke: .

Du hast jetzt bereits Symptome, die werden sich aufaddieren und dann kann es am Ende ganz bitter werden.
Denk bitte nochmal drüber nach.

Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 4):
MurmelinepadmaLisamarieRegenbogenbluete
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Regenbogenbluete
Beiträge: 35
Registriert: Samstag, 27.06.15, 19:11
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 34 Mal

Re: Schneckenclub

Beitrag von Regenbogenbluete » Mittwoch, 14.10.15, 16:09

Hallo Jamie,

danke für die Warnung! Im Gegensatz zu anderen Entzügen geht es mir ganz gut, ich kenne die Verläufe. Ich habe da wirklich schon heftigere Sachen erlebt. Vorgenommen habe ich mir, das Ganze bis Freitag erst mal zu beobachten, sollte ich keine Besserung bemerken, dosiere ich wieder etwas auf und mache noch langsamer.

Das Härteste, das ich mal gebracht habe und mir heute selbst dafür in den Allerwertesten treten könnte, war der Schnellentzug von Trevilor. Wie von der Ärztin geraten, bin ich in Schnelldosen abwärts gegangen (kann mich aber leider nicht mehr an die Schritte erinnern). Nix mit Kügelchen in geringer Anzahl, sondern gleich Menge halbieren, etc. Das Ganze habe ich durchgezogen eine Woche nach meiner HWS-OP (2 Bandscheibenersatzteile) und 1,5 Wochen bis zum runden Geburtstag meines Mannes - also insgesamt in 3 Wochen, bei dem wir ein großes Programm hatten. Das war gruselig, mit Todesangst, Lähmungen, etc., hier brauche ich das ja nicht weiter zu erklären, weil es viele kennen. Weitere 2 Wochen nach dem Geburtstag wurde ich am Fuß operiert. Also 2x Vollnarkose in kurzer Zeit und der Entzug. Damals habe ich nicht besonders gut aufgepasst und mich zusätzlich noch auf die Empfehlungen der Ärztin verlassen, die natürlich meinte..... Na? Genau - kommt alles nicht vom Absetzen!
Meine jetzige Ärztin musste zwar erst schmunzeln, als ich ihr das mit der Kügelchenmethode erzählt habe, leitet diese aber inzwischen weiter. Ich finde es sehr merkwürdig übrigens, dass das so wenig bekannt ist. Ich habe ihr gesagt, dass sie nicht mehr schmunzeln würde, wenn sie die Symptome mal am eigenen Leib erfahren würde...

Ich passe gut auf mich auf - und notfalls verlängere ich die Herbstferien bis Juni 2016 ;-)

Liebe Grüße und Danke

Rbb
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Regenbogenbluete für den Beitrag (Insgesamt 4):
OliverMurmelinepadmaLisamarie
Erneuerung der Signatur:
aktuelle Medikation:
- vor 4 Wochen Wechsel von Citalopram 50 mg morgens auf Escitalopram 25 mg morgens ohne größere Probleme
- seit gut 5 Jahren Zopiclon 3,75 mg zur Nacht, ohne Dosissteigerung mit kurzen Pausen, aktuell seit 6 Tagen ohne Zopiclon, darunter: Beinkrämpfe nachts, Albträume, Todesangst nachts und beim Aufwachen, massive innere Unruhe, vor allem beim Aufstehen, teilweise ist es mir erst 3 Stunden nach dem Aufwachen möglich, aufzustehen, weil die Unruhe mich "lähmt"
Seit ca. 9 Monaten 2x 1/2 mg Tavor Expidet, ca. um 18 + 23 Uhr - Tavor bewirkte, dass sich meine Angst, mich hinzulegen bzw zu schafen (Kontrollverlust) etwas linderte, Zopiclon bewirkte, dass ich einschlafen konnte. Schlafunterbrechungen mit Hochschrecken in Todesangst zuletzt auch unter Tavor + Zopiclon. Mehr Zopiclon oder Tavor toleriert mein Körper nicht, die Angst vor dem Kontrollverlust ist stärker. Versuche, auf ein stärkeres Schlafmittel umzustellen, scheiterten deshalb. (Zum Glück?)

Murmeline
Team
Beiträge: 12906
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50

Re: Schneckenclub

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 14.10.15, 16:26

Liebe regenblüte!

Wir müssen die Ärzte überzeugen. Gut gemacht! Finde ich toll, dass sie es weiterträgt.

Weise sie doch mal bitte auf den Artikel im Arzneimittelbrief hin. Auch dort steht: ein sicheres absetzen dauert ggf. Monate.

Kann man als kennenlernartikel anfordern und auch selbst lesen.

viewtopic.php?f=6&t=10466

Grüße, murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Regenbogenbluete
Beiträge: 35
Registriert: Samstag, 27.06.15, 19:11

Re: Schneckenclub

Beitrag von Regenbogenbluete » Mittwoch, 14.10.15, 17:26

Danke, mach ich! Vor allem werde ich das an meine Stieftochter weitergeben - mein 14-jähriger Enkel soll ja Venlafaxin bekommen....

Beste Grüße

Rbb
Erneuerung der Signatur:
aktuelle Medikation:
- vor 4 Wochen Wechsel von Citalopram 50 mg morgens auf Escitalopram 25 mg morgens ohne größere Probleme
- seit gut 5 Jahren Zopiclon 3,75 mg zur Nacht, ohne Dosissteigerung mit kurzen Pausen, aktuell seit 6 Tagen ohne Zopiclon, darunter: Beinkrämpfe nachts, Albträume, Todesangst nachts und beim Aufwachen, massive innere Unruhe, vor allem beim Aufstehen, teilweise ist es mir erst 3 Stunden nach dem Aufwachen möglich, aufzustehen, weil die Unruhe mich "lähmt"
Seit ca. 9 Monaten 2x 1/2 mg Tavor Expidet, ca. um 18 + 23 Uhr - Tavor bewirkte, dass sich meine Angst, mich hinzulegen bzw zu schafen (Kontrollverlust) etwas linderte, Zopiclon bewirkte, dass ich einschlafen konnte. Schlafunterbrechungen mit Hochschrecken in Todesangst zuletzt auch unter Tavor + Zopiclon. Mehr Zopiclon oder Tavor toleriert mein Körper nicht, die Angst vor dem Kontrollverlust ist stärker. Versuche, auf ein stärkeres Schlafmittel umzustellen, scheiterten deshalb. (Zum Glück?)

Kaulquappe 411
Beiträge: 896
Registriert: Sonntag, 21.12.14, 22:12
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Hat sich bedankt: 1950 Mal
Danksagung erhalten: 1536 Mal

Re: Schneckenclub

Beitrag von Kaulquappe 411 » Donnerstag, 15.10.15, 22:00

Hallo, wollte einfach nur mal so einen lieben Gruß an alle hier im Schneckenclub da lassen.
Bild BildBildBildBildBildBild

Gute Nacht!!!
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kaulquappe 411 für den Beitrag (Insgesamt 3):
OliverpadmaMaya
Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
KG 170 g
22 Kügelchen

Maya
Beiträge: 379
Registriert: Donnerstag, 01.08.13, 11:37
Hat sich bedankt: 811 Mal
Danksagung erhalten: 514 Mal

Re: Schneckenclub

Beitrag von Maya » Freitag, 16.10.15, 15:19

Huhu :group:

ich glaube ich erfülle spätestens jetzt die Vorraussetzung für den Schneckenclub :schnecke:

Nach dem vorletzten Absetzschritt von auch nur 0,25 mg Citalopram (entsprechend 0,125 mg Escitalopram) ging es mir lange Zeit sehr sehr schlecht mit großer Mutlosigkeit, depressivem Gefühl, sehr sehr nervös und nur ganz langsamer Besserung.
Ich trau mich jetzt nur noch Schritte von 0,1 mg Citalopram (entsprechend 0,05 mg Escitalopram) und plane für den letzen mg noch mindestens ein Jahr ein... :?
Ich wünsche euch :schnecke: :schnecke: :schnecke: ein symptomarmes Wochenende...

Eure Maya
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Maya für den Beitrag (Insgesamt 3):
MurmelinepadmaKaulquappe 411
2007- 2013 (Juli) Trimipramin 2-5 Tropfen abends (zwischendurch ca. 12 Monat Sertralin, kein Ausschleichen, auch keine Symptome)
2008-2009 Citalopram 20 mg (Kurzfristig 40 mg) wegen sehr schwieriger persönlicher Situation,
2009-2013 Citalopram 10 mg, 2010 kurzfristig zusätzlich Johnniskraut hochdosiert, bei "Bedarf" zwischendurch 20 mg Citalopram,
zwei gescheiterte Absetzversuche da direkt auf 5 mg

22.07.2013 Citalopram 9,5 mg am dritten Tag Kopfdruck, dumpfes Gefühl, unruhige Beine, innere Leere, Ängstlichkeit
15.08.2013: 9,0 mg, Symptome wie oben
06.09.2013: 8,5 mg, keine Symptome
06.10.2013: 8,0 mg,
03.12.2013: 7,5 mg,
18.02.2014: 7,0 mg,
18.03.2014: 6,5 mg,
02.04.2014: 6,0 mg,
21.04.2014: 5,5 mg.
03.05.2014: 5,0 mg, Kopfschmerzen, fiebrig, Muskel- und Gelenkschmerzen, starkes Krankheitsgefühl,
Übelkeit für zwei Wochen
10.08.2014: 4,5 mg, keine Symptome
26.08.2014: 4,0 mg,
09.09.2014: 3,75 mg,
20.10.2014: 3,25 mg, Unruhe, Mutlosigkeit
26.10.2014: 3,0 mg, Frust, Hoffnungslosigkeit, nach ca. 3 Wochen langsam Besserung, eine Woche darauf sehr depressives Gefühl,
hält noch an :-(, Kopf- und Gelenkschmerzen für weitere 2 Wochen
02.01.2015: 2,5 mg, Eisenmangelanämie, Eisentabletten, B12, Vit D zusätzlich, keine Absetzsymptome
30.01.2015: 2,0 mg, nach 13 Tagen zunehmend depressives Gefühl
nach 4 Wochen langsam Besserung, extreme Nervosität wegen beruflicher Gespräche, Kortisonspritzen, langsame Besserung

15.04.2015: 1,75 mg keine Symptome
12.05.2015: 1,5 mg, nach 7 Tagen depressives Gefühl, "Ziehen" im Kopf, als wenn wirklich ein Stoff fehlt
zwischendurch oft depressives Gefühl, ab Ende Juni besser
11.07.2015: 1,25 mg, keine Symptome
14.08.2015: 1,00 mg, am 6. Tag Beinschmerzen, nach 10 Tagen fiebrig, nach 3 Wochen depressiv, hoffnungslos, Gefühl der Einsamkeit, auch Ende September noch sehr depressives Gefühl, sehr nervös

14.10.2015: 0,9 mg, keine Symptome
12.11.2015: 0,8 mg, nach 5 Tagen minimale Symptome für 3 Tage, nach drei Wochen "Ziehen und Watte im Kopf, depressives Gefühl für 2 Tage
10.12.2015: 0,7 mg, keine Symptome
06.01.2016: 0,6 mg, keine Symptome
04.02.2016: 0,5 mg, zwei grippale Infekte innerhalb 5 Wochen, oft erhöhte Temperatur, körperlich sehr schwach
03.03.2016: 0,4 mg, keine Symptome

31.03.2016: 0,3 mg, nach 5 Tagen Beinschmerzen, Nackenschmerzen, sehr erschöpft, leichtes Fieber für einen Tag. Nach 14 Tagen depressives Gefühl

29.04.2016: 0,2 mg, nach 7 Tagen Unwohlsein ( Wetterumschwung? ), gereizt, überempfindlich, etwas benommen, leicht fiebrig, Muskelschmerzen, starker Durst, traurig, sehr müde, nach 5 Wochen etwas Besserung

15.06.2016: 0,15 mg, nach 5 Tagen leichter Kopfdruck, "Ziehen" im Kopf für zwei Tage, danach besser

20.07.2016: 0, 1 mg, nach 5 Tagen leichter Kopfdruck und leichtes Ziehen im Kopf, etwas matschig, komisches Gefühl im Mund, nach 3 Wochen Kopfschmerzen, leichter Vit.-D-Mangel (23): ab 08.09.16 für zwei Tage 100000 Einheiten, danach wöchentlich 20000 Einheiten Vit. D
14.10.2016: 0, 05 mg Citalopram, drei Wochen Antibiotika wegen starker Blasenentzündung, insgesamt sehr schwach
02.11.2016: 0 mg, Schluss aus vorbei mit AD, bisher keine Symptome :D

4 Monate auf Null, keine Symptome

Lisamarie
Beiträge: 9434
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Schneckenclub

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 17.10.15, 11:01

hallo liebe Maya, willkommen im :schnecke: Club, so langsam wachsen wir uns zu einer Karawane aus. Zusammen schnecken wir uns ans Ziel.
lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
.

Regenbogenbluete
Beiträge: 35
Registriert: Samstag, 27.06.15, 19:11
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 34 Mal

Re: Schneckenclub

Beitrag von Regenbogenbluete » Freitag, 23.10.15, 11:30

Hallo ihr Lieben,

in :schnecke: :schnecke: gerechtem Tempo habe ich eine Woche gebraucht, um mal wieder zu schreiben! Nachdem ich gemerkt hatte, dass ich in die entgegengesetzte Richtung unterwegs war als die, in die ich eigentlich wollte, brauchte ich ein paar Tage, um wieder auf den richtigen Kurs zu kommen. Und in unserem Tempo dauert das ja gut und gerne mal ein Weilchen!

Nachdem ich letzte Woche dachte, "mal eben" den Rest vom Cymbalta ausschleichen zu können, wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Ein Schnecken-ZNS stellt sich wohl doch nicht so schnell um wie das eines Jaguars. Das "Zucken" im Kopf und der Schwindel waren ja noch erträglich, das kenne ich schon und habe langsam gemacht und alle Termine abgesagt. Die hätte ich wegen des flotten Heinrichs eh nicht einhalten können (zum Glück habe ich damals nicht gespart und mir ein :schnecke: nhaus mit eingebauter Toilette gegönnt!). Aber die Aggressivität war einfach unglaublich. Ich habe Dinge durch die Gegend geworfen, war total dünnhäutig, hätte mir selbst gern wehgetan, habe gesprochen, ohne vorher nachzudenken und habe meinen Mann verbal attackiert - auch das ist nichts Neues für mich beim Absetzen von AD. Da wusste ich, dass ich das nicht "mal eben" durchziehen kann mit dem Entzug. Also habe ich die zum Glück noch aufbewahrten Pillen wieder aus meinem Häuschen gekramt (sind ja auch teuer, die Sch...dinger!) und artig wieder angefangen mit der Einnahme. Die Entzugssymptome verschwanden auch innerhalb der ersten 1-2 Tage.

Doch was auch wieder zurückkam, ist die extreme Müdigkeit, die mir in den Knochen - haben Schnecken Knochen, nein, ich glaube nicht - also im Schleimapparat steckt. Wenn ich einen Tag voller Aktivitäten vor mir habe, muss ich drumherum einige Ruhetage einplanen, unglaublich. Mittwochs probe ich z.B. mit meinen Enkelkindern Musikstücke für den 40. ihrer Mutter und habe noch von 20.00 - 21.30 Uhr Chorprobe. Als ich vorgestern nach Hause gekrochen bin, hätte ich schwören können, von einer hämisch grinsenden Arion rufus überholt worden und von ihr in ihren Schleimschatten gestellt worden zu sein. Wer so eine Demütigung einmal erlebt hat, wird mich verstehen :cry:

Nun ist es aber logistisch nicht anders möglich, 2-3 Stresstage in den nächsten 2 Wochen zu haben, weil die Eltern selbst und auch meine Enkel alle schnell aufeinander Geburtstag haben (es müssen kalte Winter gewesen sein, als die Kids gezeugt wurden!). Also heißt es, alle Kräfte zu mobilisieren. Es ist ja auch nicht so, dass ich keinen Spaß an den Dingen hätte, aber ich bin so erschöpft, dass ich z.B. nur mit halber Kraft singen kann. Ich bin froh, dass aus meiner Querflöte wenigstens einigermaßen akzeptable Töne kommen.

Mir ist der Aktivitätsunterschied klar geworden zwischen der Zeit vor Cymbalta generell und mit Cymbaltaeinnahme und auch Wiedereinnahme jetzt. Vor der Einnahme war ich fit (na ja, so halbwegs wenigstens) und konnte regelmäßig schwimmengehen und am Alltag mit weniger Einschränkungen teilnehmen. Auch während der Woche Entzug fühlte ich mich wieder aktiver. Doch jetzt ist selbst eine Oma mit Rollator wieder eine Rakete gegen mich.
Auch ist mir nach der Wiederaufdosierung aufgefallen, dass - hm, wie soll ich das erklären - in einer "unteren Bewusstseinsschicht" ganz viel Aggression und Wut sind, die da rumtoben, ohne dass ich an sie herankäme. Ich fühle mich wie zwei Menschen gleichzeitig. Und irgendwie so lahm gelegt, während es "unten drunter" unruhig bleibt.


Zum Cymbalta nehme ich ja noch 100 mg Lamotrigin, und ich frage mich, ob es dieser Medikamentencocktail ist, der mich so umhaut? Ich werde das noch mit meiner Ärztin besprechen, aber vielleicht hat hier jemand eine Idee oder Erfahrungen damit? Lamotrigin allein hat mich nicht so müde gemacht, zumal ich es schon um 50 mg reduziert hatte.

Ich würde es gerne mit einer Koffeininfusion versuchen, blöderweise sind die Infusionsflaschen aber größer als mein Häuscheneingang, und da ich keine Arme habe, kann ich sie ja auch nicht neben mir herschieben. Mit Gewalt (Koffeintabletten, Energydrinks, zu viel Kaffee, etc.) will ich es auch nicht machen, das kann ja vom Verstand her schon nicht gut sein.

Ein MRT für die Woche des Entzugs hatte ich zum Glück abgesagt, weil ich hier davon gelesen habe, dass es nicht gut sein könnte.

Wenn ich jetzt bei 25 mg Cymbalta bin, wann und wieviel Mg kann ich denn weiter absetzen? Ich habe von 30 mg auf 25 mg keine Probleme gehabt, aber man soll ja zum Ende eh immer langsamer werden. Ich hab´s nicht mehr eilig, freue mich aber auf die Zeit, wo ich mal wieder gemütlich neben meiner Nachbarin mit ihrem Rollator spazierenkriechen kann, ohne immer hinterherzuschleichen :)

Ach ja, was ich noch sagen wollte: ich danke dir, Jamie, dass du mich auf die Entzugssymptome noch einmal deutlich hingewiesen hast. Ich habe mir das sehr zu Herzen genommen. Ich finde, hier setzen sich Menschen für das Wohl anderer ein, wir helfen uns gegenseitig, dem ganzen Zeug Adieu zu sagen. Aber das gelingt nur, wenn man auch Tipps ernstnimmt und darüber nachdenkt von Menschen, die das Ganze einmal oder auch mehrfach durchgemacht haben. Also, finde ich!

So, jetzt krieche ich in die Küche - das sind gut 5 m, da müsste ich rechtzeitig heute Nachmittag zum Kuchenbacken angekommen sein!

Ich wünsche euch weiterhin ein geduldiges von-der-Stelle-Kommen

Rbb
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Regenbogenbluete für den Beitrag (Insgesamt 3):
MurmelineLisamariepadma
Erneuerung der Signatur:
aktuelle Medikation:
- vor 4 Wochen Wechsel von Citalopram 50 mg morgens auf Escitalopram 25 mg morgens ohne größere Probleme
- seit gut 5 Jahren Zopiclon 3,75 mg zur Nacht, ohne Dosissteigerung mit kurzen Pausen, aktuell seit 6 Tagen ohne Zopiclon, darunter: Beinkrämpfe nachts, Albträume, Todesangst nachts und beim Aufwachen, massive innere Unruhe, vor allem beim Aufstehen, teilweise ist es mir erst 3 Stunden nach dem Aufwachen möglich, aufzustehen, weil die Unruhe mich "lähmt"
Seit ca. 9 Monaten 2x 1/2 mg Tavor Expidet, ca. um 18 + 23 Uhr - Tavor bewirkte, dass sich meine Angst, mich hinzulegen bzw zu schafen (Kontrollverlust) etwas linderte, Zopiclon bewirkte, dass ich einschlafen konnte. Schlafunterbrechungen mit Hochschrecken in Todesangst zuletzt auch unter Tavor + Zopiclon. Mehr Zopiclon oder Tavor toleriert mein Körper nicht, die Angst vor dem Kontrollverlust ist stärker. Versuche, auf ein stärkeres Schlafmittel umzustellen, scheiterten deshalb. (Zum Glück?)

Sommersprosse
Beiträge: 624
Registriert: Montag, 01.06.15, 6:18
Hat sich bedankt: 1085 Mal
Danksagung erhalten: 1355 Mal

Re: Schneckenclub

Beitrag von Sommersprosse » Freitag, 06.11.15, 11:52

Halli Hallo...Ihr lieben :schnecke: (n),

möchte mich gern in Euren Club einreihen...ob Ihr wohl noch ein kleines Plätzchen für mich :schnecke: habt ?

Liebe :schnecke: (n) Grüße von der Sommersprosse
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Sommersprosse für den Beitrag:
Murmeline
Ich habe z.Zt. ein kleines, techn. Problem - kann bei einigen Threads keine DANKSAGUNG vergeben, u. bitte um Verständnis

Mein Reduzierungsverlauf:
► Text zeigen


Bild .......... Der Weg ist das Ziel
.........................Zitat von Konfuzius

padma
Team
Beiträge: 14981
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 36729 Mal
Danksagung erhalten: 19550 Mal

Re: Schneckenclub

Beitrag von padma » Freitag, 06.11.15, 18:26

liebe Sommersprosse, :)

klar haben wir ein Plätzchen für dich. Willkommen im :schnecke: Club :party2:
Unsere Karawane wächst :schnecke: :schnecke: :schnecke: :schnecke: :schnecke: :schnecke: :schnecke: :schnecke:

mit lieben :schnecke: Fühlerchengrüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag:
Sommersprosse

Regenbogenbluete
Beiträge: 35
Registriert: Samstag, 27.06.15, 19:11
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 34 Mal

Re: Schneckenclub

Beitrag von Regenbogenbluete » Montag, 09.11.15, 15:37

Hi Sommersprosse!

Ganz, wie es sich für eine :schnecke: gehört, kommt meine Antwort jetzt SCHON!

Die anderen sind schon gute 5 cm weiter vorne, ich muss mich beeilen, hinterherzukommen :D

Liebe Grüße

Rbb
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Regenbogenbluete für den Beitrag (Insgesamt 2):
SommersprosseMurmeline
Erneuerung der Signatur:
aktuelle Medikation:
- vor 4 Wochen Wechsel von Citalopram 50 mg morgens auf Escitalopram 25 mg morgens ohne größere Probleme
- seit gut 5 Jahren Zopiclon 3,75 mg zur Nacht, ohne Dosissteigerung mit kurzen Pausen, aktuell seit 6 Tagen ohne Zopiclon, darunter: Beinkrämpfe nachts, Albträume, Todesangst nachts und beim Aufwachen, massive innere Unruhe, vor allem beim Aufstehen, teilweise ist es mir erst 3 Stunden nach dem Aufwachen möglich, aufzustehen, weil die Unruhe mich "lähmt"
Seit ca. 9 Monaten 2x 1/2 mg Tavor Expidet, ca. um 18 + 23 Uhr - Tavor bewirkte, dass sich meine Angst, mich hinzulegen bzw zu schafen (Kontrollverlust) etwas linderte, Zopiclon bewirkte, dass ich einschlafen konnte. Schlafunterbrechungen mit Hochschrecken in Todesangst zuletzt auch unter Tavor + Zopiclon. Mehr Zopiclon oder Tavor toleriert mein Körper nicht, die Angst vor dem Kontrollverlust ist stärker. Versuche, auf ein stärkeres Schlafmittel umzustellen, scheiterten deshalb. (Zum Glück?)

Sommersprosse
Beiträge: 624
Registriert: Montag, 01.06.15, 6:18
Hat sich bedankt: 1085 Mal
Danksagung erhalten: 1355 Mal

Re: Schneckenclub

Beitrag von Sommersprosse » Freitag, 13.11.15, 14:35

Wie niedlich :hug: Regenbogenblüte,
hoffe Du hast die anderen :schnecke: :schnecke: bereits erreicht und kannst nun in der :schnecke: :schnecke: :schnecke: Karawane mithalten :wink:

Viele liebe Grüße,
von der nun mitschleichenden Sommersprosse(n) Bild
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Sommersprosse für den Beitrag:
Murmeline
Ich habe z.Zt. ein kleines, techn. Problem - kann bei einigen Threads keine DANKSAGUNG vergeben, u. bitte um Verständnis

Mein Reduzierungsverlauf:
► Text zeigen


Bild .......... Der Weg ist das Ziel
.........................Zitat von Konfuzius

Regenbogenbluete
Beiträge: 35
Registriert: Samstag, 27.06.15, 19:11

Re: Schneckenclub

Beitrag von Regenbogenbluete » Samstag, 14.11.15, 16:29

Liebe Sommersprossen :schnecke: ,

das mit dem Aufholen ist in meinem Alter gar nicht mehr so einfach! Aber 3 cm habe ich schon geschafft :party2:

Ist wie mit dem Cymbalta bei mir - immer schon Milligramm nach Milligramm absetzen!

Wie gehts den anderen :schnecke: :schnecke: :schnecke: denn so?

Viele Grüße aus dem useligen Rheinland

Rbb :bettzeit: :bettzeit:
Erneuerung der Signatur:
aktuelle Medikation:
- vor 4 Wochen Wechsel von Citalopram 50 mg morgens auf Escitalopram 25 mg morgens ohne größere Probleme
- seit gut 5 Jahren Zopiclon 3,75 mg zur Nacht, ohne Dosissteigerung mit kurzen Pausen, aktuell seit 6 Tagen ohne Zopiclon, darunter: Beinkrämpfe nachts, Albträume, Todesangst nachts und beim Aufwachen, massive innere Unruhe, vor allem beim Aufstehen, teilweise ist es mir erst 3 Stunden nach dem Aufwachen möglich, aufzustehen, weil die Unruhe mich "lähmt"
Seit ca. 9 Monaten 2x 1/2 mg Tavor Expidet, ca. um 18 + 23 Uhr - Tavor bewirkte, dass sich meine Angst, mich hinzulegen bzw zu schafen (Kontrollverlust) etwas linderte, Zopiclon bewirkte, dass ich einschlafen konnte. Schlafunterbrechungen mit Hochschrecken in Todesangst zuletzt auch unter Tavor + Zopiclon. Mehr Zopiclon oder Tavor toleriert mein Körper nicht, die Angst vor dem Kontrollverlust ist stärker. Versuche, auf ein stärkeres Schlafmittel umzustellen, scheiterten deshalb. (Zum Glück?)

Sommersprosse
Beiträge: 624
Registriert: Montag, 01.06.15, 6:18
Hat sich bedankt: 1085 Mal
Danksagung erhalten: 1355 Mal

Re: Schneckenclub

Beitrag von Sommersprosse » Freitag, 27.11.15, 11:45

Kurz mal reinschauen, " HALLO " sagen
und ein paar liebe :schnecke: :schnecke: :schnecke:....Grüße da lasse.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Sommersprosse für den Beitrag (Insgesamt 2):
Oliverpadma
Ich habe z.Zt. ein kleines, techn. Problem - kann bei einigen Threads keine DANKSAGUNG vergeben, u. bitte um Verständnis

Mein Reduzierungsverlauf:
► Text zeigen


Bild .......... Der Weg ist das Ziel
.........................Zitat von Konfuzius

Lisamarie
Beiträge: 9434
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3526 Mal
Danksagung erhalten: 9375 Mal

Re: Schneckenclub

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 29.11.15, 10:46

Hallo ihr lieben , ich zeig euch mal die Reiseroute

Erst über den Kilimandscharo. (Entzug, ab und zu holprig und schwierig)
image.jpeg
Dann weiter Richtung Küste, ( die letzten mg)
image.jpeg
image.jpeg (19.41 KiB) 467 mal betrachtet
Dann erreichen der Arche Noah und Fahrt ins gelobte Land das Psychophamakafreiheit heißt (0 erreicht)
image.jpeg
Also auf auf Arche Noah wir kommen :party2: :party2:
image.gif
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lisamarie für den Beitrag (Insgesamt 6):
OliverpadmaSommersprosseMurmelineLana19Dia_HB

Sommersprosse
Beiträge: 624
Registriert: Montag, 01.06.15, 6:18
Hat sich bedankt: 1085 Mal
Danksagung erhalten: 1355 Mal

Re: Schneckenclub

Beitrag von Sommersprosse » Sonntag, 06.12.15, 19:55

Was für eine wunderschöne Reise Du uns da vorstellst, liebe Lisamarie
Habe diese Route schon des öfteren Revue passieren lassen...einfach schön !

Es ist so wichtig, sich Brücken zu bauen, den Wert des negativ Gefühls in positive Gedanken zu bringen.
So kann man/frau vieles schaffen, was anfänlich unmöglich erschien.

Kleines Beispiel:
Als mein Ehemann 2011 an Krebs erkrankte, war ein riesengroßer Berg abzuarbeiten.
Um es mir selbst ein wenig leichter erscheinen zu lassen, drehte ich den Berg einfach um...
so kam mir der Weg nicht so mühsam vor, da ich ja bergab ging.
Das Gefühl, mein Ziel erreichen zu können war dadurch erreichbarer.

Liebe Nikolausgrüße schickt Dir Sommersprosse(n) Bild
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Sommersprosse für den Beitrag:
padma
Ich habe z.Zt. ein kleines, techn. Problem - kann bei einigen Threads keine DANKSAGUNG vergeben, u. bitte um Verständnis

Mein Reduzierungsverlauf:
► Text zeigen


Bild .......... Der Weg ist das Ziel
.........................Zitat von Konfuzius

Sommersprosse
Beiträge: 624
Registriert: Montag, 01.06.15, 6:18
Hat sich bedankt: 1085 Mal
Danksagung erhalten: 1355 Mal

Re: Schneckenclub

Beitrag von Sommersprosse » Mittwoch, 09.12.15, 14:30

Bild

Was meint Ihr ?, liebe Clubmitglieder.....auch wir halten durch !!!, oder ?

Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg beim schleichen,
wünscht Sommersprosse(n) Bild
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Sommersprosse für den Beitrag (Insgesamt 2):
padmaOliver
Ich habe z.Zt. ein kleines, techn. Problem - kann bei einigen Threads keine DANKSAGUNG vergeben, u. bitte um Verständnis

Mein Reduzierungsverlauf:
► Text zeigen


Bild .......... Der Weg ist das Ziel
.........................Zitat von Konfuzius

Lisamarie
Beiträge: 9434
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Schneckenclub

Beitrag von Lisamarie » Donnerstag, 10.12.15, 12:11

klar wir schaffen alles, wir sind zwar Schnecken, aber die hartnäckige Sorte, die Überlebenskämperschnecke.
lg Petra

LinLina
Team
Beiträge: 6519
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20

Re: Schneckenclub

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 10.12.15, 12:38

Ihr lieben,

bitte um Aufnahme im Schneckenclub. Ich bin zwar eine Möchtegern-Turboschnecke, aber innendrin mit richtigem Schneckenherzen :schnecke: :schnecke: :schnecke:

lg Lina

Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,004 mg Mein Thread
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Antworten