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Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Luna
Beiträge: 1468
Registriert: 17.05.2014 02:57

Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Luna »

Hallo zusammen
Ich schiebe nicht Alles auf Entzug. Vieles hat damit zutun...ja auf jeden Fall aber nicht nur. Viele hatten ja vor pp schon Probleme...ob nun psychisch oder auch körperlich. Das ist nie ohne Grund und fast immer wird es falsch behandelt wie bei meiner Freundin, die eine unentdeckte Intoleranz hatte und dadurch Symptome vor allem Depression und sie bekam pp. Jetzt hat sie nicht nur das sondern pp Chaos dazu aber immerhin fand sie dadurch die richtige Ursache.

Stress kann jeden Körper auch sensibel machen, das Alter, Behandlungen, Medikamente halten den Körper sensibel...auch Hormone, usw usw.
Unverträglichkeiten bleiben oft länger...vor allem...siehe Faktoren. Ich kenne Menschen, die eine massive Hit oder Allergien bekommen haben alleine durch Stress. Histamin wird ja aus Mastzellen ausgeschüttet, die bei Stress aktiv werden. Pp hindern auch noch oft den Abbau und blockieren Rezeptoren.

Bei Stress sind u.a die Mastzellen Immunzellen auch immer mit aktiv. Diese sind ja eh erhöht worden durch Pp usw und die Nebennieren geschwächt. Je länger Stress besteht um schwächer wird das Immunsystem...dann ist man wieder mehr überflutet mit Stresshormonen. Lässt der Stress nach oder die Stresshormone sind erschöpft dann ist man wieder überflutet mit Mastzellen/Immunzellen usw bzw merkt das mehr, da nicht alles gedämpft. Ein auf und ab. Totale Regulationprobleme.

Angstpatienten leiden unter so vielen Symptomen...ganz ohne Entzug.
Menschen die älter sind, heilen langsamer, weil das Immunsystem anders funktioniert als bei jungen Menschen. Es lernt nicht mehr so viel mit Dingen klar zu kommen.
Bei mir ist pp der Auslöser für viele Symptome und Schwächen im System aber leider auch Stress wie Trauma usw. Das bleibt nicht aus.
Zudem Entzugstrauma. Wir reagieren auf Lebensmittel und das speichert auch das Hirn...es entwickelt sich eine Angst davor und es passiert nicht selten, dass wir aus Angst mehr reagieren mit Symptome.
Das ist so komplex und löst auch wieder Entzündungsreaktion im Körper aus.
Nerven werden gereizt, Muskeln tun dann weh,Augen machen Probleme, grippeähnliche Symptome, Kopfschmerzen Migräne haben mit Entzündungen der Nerven zutun, usw.

Man weiß welche Lebensmittel tatsächlich Entzündungen machen...die sollte man weg lassen. Rest halt was man verträgt und auch mal kleine Mengen probieren aber niemals mit Angst. Ich selbst merke dann....ich reagiere heftiger sogar auf verträgliches. Meditation beim essen hilft auch manchmal...entspannt atmen, es sich am Tisch hübsch machen so als wäre die Mahlzeit ein Festessen und wenn es nur Kartoffeln oder Reis mit Butter ist....usw. Viele essen gestresst. Ich auch oft.
Ich schaffe das auch nicht immer und ich bin sicher, dass bei mir Pp, Stress wie Trauma und Ängste da auch Probleme machen. Das kann und werde ich nie ausblenden. Symptome hab ich auch genug vor allem zurzeit...Ischias löst Ängste aus und ist ganz sicher auch eine Nervensystem Sache, Corona Thema nervt mich usw.

Klar die pp haben ein Ungleichgewicht, zelluläre Schäden, ein aggressives Immunsystem hinterlassen und das Fass zum überkochen gebracht. Das sind keine Bonbons gewesen. Das machen Toxine leider...auch Schimmel usw. Sie dämpfen auch das Immunsystem und das kann nicht richtig arbeiten und lernen usw und ein Teil des Immunsystem wird immer aggressiver. Ich bin der Meinung, dass die pp psychisch instabilen Menschen so richtig schaden, weil solche Menschen eh schon sensibel sind durch Ängste, Trauma...Stress eben.

Es sind aber viele Menschen geheilt...auch wenn es Jahre gedauert hat aber manchmal ist man von Grundauf sensibel aus verschiedenen Gründen und das darf man nie außer Acht lassen.

Alles gute euch allen. Wir geben nicht auf...niemals. Wir müssen versuchen das Beste daraus zu machen und auf unseren Körper zu achten soweit es geht. Manches vielleicht auch akzeptieren und oder an sich arbeiten. Tun was einem gut tut und lassen was einem schadet....das ist nicht immer einfach da das passende zu finden. Kenne ich gut.
LG Luna

viewtopic.php?t=16975
Danke LenaLena
https://www.philosophie-des-gesundwerde ... vensystem/

Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.


[spoil]Meine Symptome, die mich mal begleitet haben( auch schon teils mit Medikamente) und teils noch begleiten....

trockene Schleimhäute dadurch Nasenbluten gehabt
Harndrang
Schleimhautbrennen gehabt
Stimmungsschwankungen mit zb viel weinen oder Aggressionen oder Tiefs
Muskelschmerzen, Sehnenschmerzen,Faszien,Gelenke,Nerven
Müdigkeit
Rosacea
Verspannungen im Kiefer, Nacken usw
Augenbrennen /tränen
Gliederschmerzen
Rückenschmerzen
Tremor rechte Seite Parkinsonähnlich gehabt
Unruhe
Innerlich und äußerlich leicht zittrig
unbegründete Panik
Schwindel
Sodbrennen
Kopfschmerzen
Verstopfungen,gelengentlich Durchfall
Ohrendruck
Bauchschmerzen, zuviel Luft im Bauch und Blähungen
Magenschmerzen
Übelkeit
Zahnfleisch geschwollen
Zahnschmerzen, da nerven gereizt
ruckartiges Zucken mit Kopf gehabt
Ohrensausen bzw Tinnitus
Schmerzen unterm linken Rippenbogen
Nase dicht
Lymphknoten geschwollen
Halsschmerzen und oder Rachenbrennen
Juckreiz, auch Schleimhautjucken
Haaraufall
geschwollene Lippen
wunde Schleimhäute und Aphten
Hirnnebel
Wahrnehmung gestört
Neben sich stehen
Vergesslicht
Heiße Ohren und oder mal Gesicht flush
Schwäche im Körper
Atemprobleme
Blutzucker schwankt
plötzlich Akne
Grippeähnliche Symptome teils mit leicht Fieber
räuspern mit Schleim
Reizblase und auch mal Entzündung
frieren oder schwitzen
Gewichtsabnahme/Zunahme
blaue Flecken
Geruchsempfindlich,Geräuschempfindlich und manchmal Lichtempfindlich
unkontrolliert auf Zähne beißen
Ohrenschmerzen/stechen
Sehstörung
Brustschmerz oder Druck auf der Brust
Fremdkörpergefühl im Hals
Herzrasen
Herzschmerzen
Schlafstörung
Unterleibschmerzen nicht im Zusammenhang der Periode
Zyklusstörung
Taubheitsgefühl
Schuppenflechte
Kurzzeitig Blut im Stuhl noch im Entzug von Venlafaxin und nach absetzen hörte das Bluten auf.

Venlafaxin musste ich sehr schnell entziehen...nicht mehr vertragen.
Zolpidem 15mg ca 1 Jahr entzogen.

Die meisten Symptome habe ich gut in Griff bekommen mit Selbsthilfe.
Ich war absolut nicht lebensfähig aber ich kämpfte und konnte mir helfen so, dass ich schnell auf die Beine kam. Einige Symptome habe ich durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Sensibilität. Einige Symptome werden durch Stress verstärkt.
Noch befinde ich mich im Heilungsprozess mit Berg auf und Berg ab laufen.

Bittchen
Beiträge: 1357
Registriert: 24.11.2017 09:35

Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Bittchen »

Liebe Luna,

vielen Dank für deinen Bericht,dem kann ich nur 100%tig zustimmen.
Symptome sind nicht weg,erneute Wellen machen uns zu schaffen,so ist es leider .
Die jetzige Corona-Zeit löst noch zusätzliche Zukunftsängste aus.
Es ist ja jeder irgendwie betroffen davon,entweder gesundheitlich,finanziell, oder auch aus Ängste um unsere Liebsten.
Auch ich habe immer noch Symptome, auch die,die du beschrieben hast.
Mal mehr, Mal weniger heftig.
Heute weiß ich ,wie sehr mir die PP geschadet haben und meine depressive Störung manifestiert haben.
Trotz allem habe ich keinen Tag bereut, endlich die PP los zu sein.
Der Weg dahin war sehr stressig und doch habe ich ihn immer wieder neu bewältigt.
Auch mit dem Fachwissen und immer wieder mit dem Austausch in diesem Forum ist mir das gelungen.
Es war und ist nicht einfach , denn ich habe auch im Entzug sehr großen Stress von Außen gehabt,den ich nicht so einfach mal lösen oder
Aussitzen konnte.
Das Leben kann ja immer wieder Schwierigkeiten, Sorgen, Trauer, Ärger für uns bereit halten.
Dagegen helfen keine PP, das habe ich nach sehr langer Zeit kapieren dürfen.
Heute ist ein neuer Tag,ein neuer Anfang,ich werde versuchen das Beste daraus zu machen.

Liebe Grüße an dich und an alle Mitleser.
Brigitte
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

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