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Re: Arianrhod: Mein Erfahrungsbericht: Absetzen von Quetiapin

Verfasst: 11.10.2018 14:21
von Lucifer
Hallo Arianrhod

Habe soeben gelesen dass jemand von Neuropathie geheilt wurde durch den Pilz: viewtopic.php?f=4&t=15969

Re: Arianrhod: Mein Erfahrungsbericht: Absetzen von Quetiapin

Verfasst: 03.10.2019 18:24
von Arianrhod
Ein Spruch von mir :

" Neuroleptika ist mehr als mit Kanonen auf Spatzen zu schießen,
es bedeutet eher , mit Kanonen blindlings in den Himmel zu ballern
und wenn dann etwas herunterfällt, zu schreien: "Das war ein Spatz!"


:whistle:

liebe Grüße Arianrhod

Re: Mein Erfahrungsbericht: Absetzen von Quetiapin

Verfasst: 02.11.2019 14:14
von n-m-
Arianrhod hat geschrieben: 17.11.2015 00:26
6- 12 Woche 400 mg ( Hier wollte mein Psychiater eigentlich, dass ich aufhöre. Aber ich wollte nicht aufhören. Ich fing allmählich an, mich besser zu fühlen und nicht mehr 16 - 20 Stunden täglich zu schlafen. )


12 - 18 Woche 300 mg
Hallo Arianrhod,

Wie ich sehe, bist du von 400mg auf 300mg heruntergegangen.
Du schriebst auch an einer Stelle, weiter unten im Thread dies hier:
Arianrhod hat geschrieben: 28.11.2017 14:38 Gerade bei hohen Anfangs- Dosen ist es am Anfang oft möglich, große Schritte zu machen und sogar die Dosis zu halbieren.
Der Grund ist, dass die Andockstellen für die Neurotransmitter alle schon 100% besetzt sind , und mehr als 100% geht nicht! Die hohe Dosis ist eigentlich eine Überdosis , die auch außer Nebenwirkungen nichts mehr bringt.
800 mg Quetiapin ist defintiv über dem Sättigungswert.
Weißt du noch, ob du bei diesem Wechsel von 400 auf 300mg viel gemerkt hast an Absetzsymptomen? Oder war es ein leichter Schritt?
Wie schon im anderen Thread gesagt, meine Oma bekommt 400mg (Quetiapin retard. Ich schrieb fälschlich 300mg, ich weiß auch nicht, wie ich darauf gekommen bin. Es sind 400mg.)

Wie ich in deinem Absetzbericht lese, wurde es bei 200mg schwierig.

Würdest du es wieder so machen, oder würdest du, wenn du es nochmal machen würdest, auch in den höheren Bereichen jetzt langsamer absetzen, also dich strickter an die 10% Regel halten?

Wow, es klingt ja wirklich toll, wie sich deine Kognition, Wahrnehmung, Gedächtnis verbessert hat. Also dass du dich ab 400mg besser gefühlt hast und schon ab da weniger geschlafen hast. Dass sich ab 100mg deine Denkfähigkeit verbessert hat.

"Meine Denkfähigkeit verbesserte sich enorm.
Ich konnte ganz lange keine Seite in einem Buch lesen, keine Filme sehen, aus dem Grund, weil ich das Vorhergehende gleich wieder vergaß.
Personen konnte ich mir auch nicht merken. Bei Tests waren meine kognitiven Fähigkeiten ganz unten,
Das war ein großer Schlag gewesen, weil ich mich immer auf meinen Verstand verlassen hatte. Ab 100mg Quetiapin verbesserte sich die kognitive Leistung schlagartig und ab da kontinuierlich."

Auch gut zu hören für mich, auch wenn es für dich anstrengend war, ist, dass ab 200gm deine Gefühle zurückgekehrt sind, die Unberührtheit nachgelassen hat.

Ich werde nochmal die 2 Berichte lesen, von den 2 Ärzten, die du gepostet hast.


Grüße,
Nicole

Re: Arianrhod: Mein Erfahrungsbericht: Absetzen von Quetiapin

Verfasst: 02.11.2019 16:37
von Reena
Hey Arianrhod,
wie kommt es, dass du es insgesamt so schnell geschafft hast, abzusetzen? Ich glaube, du hast geschrieben 1 Jahr und 9 Monate... ich habe Mitte 2016 angefangen, dass Quetiapin abzusetzten und bin jetzt bei ca 3,5mg, also setze ich schon seit über 3 Jahren ab und ich komme durch die 10% Emfehlung nur so langsam vorwärts, da es jetzt ja weiterhin gefühlt noch ewig dauert, wenn ich mit 10% jeweils weiter mache...
VIele Grüße Reena

Re: Arianrhod: Mein Erfahrungsbericht: Absetzen von Quetiapin

Verfasst: 03.11.2019 18:18
von Arianrhod
Hallo n- m,
n-m- hat geschrieben: 02.11.2019 14:14 Weißt du noch, ob du bei diesem Wechsel von 400 auf 300mg viel gemerkt hast an Absetzsymptomen? Oder war es ein leichter Schritt?
Wie schon im anderen Thread gesagt, meine Oma bekommt 400mg (Quetiapin retard. Ich schrieb fälschlich 300mg, ich weiß auch nicht, wie ich darauf gekommen bin. Es sind 400mg.)

Wie ich in deinem Absetzbericht lese, wurde es bei 200mg schwierig.

Würdest du es wieder so machen, oder würdest du, wenn du es nochmal machen würdest, auch in den höheren Bereichen jetzt langsamer absetzen, also dich strickter an die 10% Regel halten?
Das war eher ein leichter Schritt für mich. Aber das ist sehr individuell. Es schadet bestimmt nicht, bei einem alten Menschen, dessen ZNS noch viel sensibler sein dürfte, einen Zwischenschritt 350 mg einzubauen,


Hallo Reena,
Reena hat geschrieben: 02.11.2019 16:37 wie kommt es, dass du es insgesamt so schnell geschafft hast, abzusetzen? Ich glaube, du hast geschrieben 1 Jahr und 9 Monate... ich habe Mitte 2016 angefangen, dass Quetiapin abzusetzten und bin jetzt bei ca 3,5mg, also setze ich schon seit über 3 Jahren ab und ich komme durch die 10% Emfehlung nur so langsam vorwärts, da es jetzt ja weiterhin gefühlt noch ewig dauert, wenn ich mit 10% jeweils weiter mache...
Ich glaube, das lag daran, dass ich die ersten Schritte sehr schnell gemacht habe, eben mit dem Gedanken, dass ich anfangs schon weit über der 100% - Rezeptorblockierung lag., und ich gar nicht merken würde, wenn ich enen großen Schritt mache. Denn mehr als 100 % kann nicht blockiert werden. Ich war mit 800 mg sehr überdosiert.
Also , so wie beschrieben, habe ich abgesetzt.
Wichtig war es mir, mich genau zu beobachten. mein Absetz- Leitsymptom war "Angst" , hätte ich unbestimmte Angstgefühle bekommen, wäre ich jedrzeit wieder hochgegangen und dort bis zur Stabilisierung geblieben. Du hattest die körperlichen Symptome mit Übelkeit . Erst ein Neurologe hat mir gesagt, dass das eindeutig Absetzsymptome sind ( mein Psychiater meinte, o, Ihnen ist schlecht, das sind bestimmt Vergiftungsängste :frust: ).
Wir sind alle sehr individuell , jeder kann andere Symptome haben und unterschiedliche Zeit benötigen.

In einem anderen Thread viewtopic.php?f=50&t=11852 schreibe ich, dass ich Glück im Unglück hatte - wegen einer anderen Sache bekam ich zeitweise Targin, ein Opioid , verschrieben. Opioide gehören bestimmt zu den Medikamenten, die Entugssymptome abfedern . Auf diese Weise ging bei mir das Absetzen von Quetiapin im Niedrigdosisbereich vielleicht (!) besser - aber später musste ich natürlich auch das Opioid absetzen.
Bei 3.5 mg - was ist dein nächster Schritt ?
liebe Grüße Arian

Re: Arianrhod: Mein Erfahrungsbericht: Absetzen von Quetiapin

Verfasst: 03.11.2019 21:08
von Reena
Vielen Dank Arian, für deine Antwort!!!!
Das Problem bei mir ist, dass ich parallel eine chronische Krankehit habe, man nennt das CFS, mit ziemlich vielen Symptomen, so weiß ich manchmal nicht, wenn zb Symptome deutlich schlimmer werden, ob das nun vom Absetzten gekommen ist, oder ob es sowieso gekommen wäre. Bei manchen Symptomen bin ich mir allerdings sicher, wie zb Übelkeit oder Schwindel. Aber alles andere kann ich nie einschätzen. Deshalb dauert es glaube ich auch so lange. Ich möchte jetzt als nächstes 0,5 mg absetzen und hoffe, dass es gut gehen wird, dann wäre ich bei 3mg...
Ja, das ist erstaulich, dass du es vor allem dann im unteren Bereich so schnell abgestzen konntest. Verrückt, was die Psychater so für einen Schweiß erzählen... Vergiftungsängst... haha, schön wäre es, wenn es nur das wäre. Die haben leider wirklich keine Ahnung. Ich bin einfach immer noch Fassungslos darüber und sollte mich wohl langsam mal daran gewöhnen.
Liebe Grüße

Re: Arianrhod: Mein Erfahrungsbericht: Absetzen von Quetiapin

Verfasst: 11.11.2019 23:08
von n-m-
Arianrhod hat geschrieben: 03.11.2019 18:18 Hallo n- m,
n-m- hat geschrieben: 02.11.2019 14:14 Weißt du noch, ob du bei diesem Wechsel von 400 auf 300mg viel gemerkt hast an Absetzsymptomen? Oder war es ein leichter Schritt?
Wie schon im anderen Thread gesagt, meine Oma bekommt 400mg (Quetiapin retard. Ich schrieb fälschlich 300mg, ich weiß auch nicht, wie ich darauf gekommen bin. Es sind 400mg.)

Wie ich in deinem Absetzbericht lese, wurde es bei 200mg schwierig.

Würdest du es wieder so machen, oder würdest du, wenn du es nochmal machen würdest, auch in den höheren Bereichen jetzt langsamer absetzen, also dich strickter an die 10% Regel halten?
Das war eher ein leichter Schritt für mich. Aber das ist sehr individuell. Es schadet bestimmt nicht, bei einem alten Menschen, dessen ZNS noch viel sensibler sein dürfte, einen Zwischenschritt 350 mg einzubauen,
danke! :)