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Dauer des (Langzeit-)Entzuges? - Erfahrungen

Verfasst: 29.06.2016 18:09
von gouvion
 ! Nachricht von: padma
Bitte beachtet, dass es sich bei den folgenden Einträgen, nicht um eine durchschnittliche Entzugsdauer handelt. Hier im Forum sind v.a. Betroffene, die unter einem besonders langen Entzug leiden
Wenn dich das ängstigt, lies diesen thread besser nicht

Hallo zusammen

Darf ich fragen, wie lange Euer Entzug ging? Postet doch schnell eine Antwort. Dann hätten wir eine super Übersicht und das würde bestimmt vielen Kraft geben, die dann wirklich sehen, dass es verdammt lange gehen kann.
Darf ich das machen, liebe Administratoren?

Mein Entzug seit 15 Monaten. Erste signifikante Besserung nach 6 Monaten. Durchschlafen kann ich wieder ab Monat 14 (seit drei Wochen). Symptomwellen hab ich immer noch (Müde, Konzentrationsschwierigkeiten, Nervosität und manchmal unbegründete Ängste). Jetzt grad wieder eine heftige seite 2 Wochen.

Danke und allen gute Besserung, Gouvion

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 29.06.2016 19:04
von Anerom
Hallo Gouvion

ich bin nun nun seit dem 18.05. Cipralex am ausschleichen. Bin immer noch bei 3mg und werde es noch für eine Zeit so beibehalten. Hattest du keine Probleme von 5mg auf 2,5 mg?

Gruss Anerom

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 30.06.2016 23:31
von Nospie
Hallo,
gouvion hat geschrieben: In erster Linie seit 0. Aber viele auf 0 sind wahrscheinlich nicht mehr da.
Diejenigen,die auf Null sind und keine Probleme mehr haben,werden eher nicht mehr hier reinschauen.
Man ist ja heilfroh diesen Irrsinn hinter sich zu haben ...ich kann das gut verstehen.

Ich bin seit 45 Monaten auf Null,nach zu schnellem Absetzen (3 Monate),ich bin Langzeitbetroffene
und habe noch immer diverse Probleme - bin also noch nicht durch.
Aber kein Vergleich mehr zu dem Horror vor einem oder (noch schlimmer) zweieinhalb Jahren !
LG
Nospie

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 01.07.2016 09:26
von Poti
Hey,

ich bin nun 27 Monate auf Null und auch noch nicht durch..

Mein Leben ist zwar nicht mehr die Hölle, wie vor knapp einem Jahr, aber es sind doch noch einige sehr einschränkende Symptome vorhanden.
Ich würde schätzen, dass wenn die Intensität der Symptome zu Beginn des protrahierten Entzugs bei 100 % lag, ich nun vllt noch im Bereich von 45 % liege :)

liebe Grüße,
Poti

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 01.07.2016 19:37
von sybsilon
Hallo,

bin seit 16 Monaten mit Venlafaxin auf "0". Seit 13 Monaten im verzögerten Entzug. Bekam im Juni 2015 nochmal Mirtazapin (4Wochen) abrupt abgesetzt dann 3 Wochen Doxepin auch abrupt abgesetzt. Seitdem weiterhin im Entzug.
Es wird langsam besser, aber Lebensqualität keine.
Jeder Tag ist ein Überraschung .
Jedoch nicht mehr so schlimm wie noch im Dezember 2015.

LG sybsilon

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 01.07.2016 21:14
von diane
Hallo....
Seit ca 2.5 Monaten auf Null..
Langsames ausschleichen über 6 Monate.. Letzte Dosis 6mg dann auf 0mg... 2 wochen ging gut u seitdem Ängste unruhe, Gewichtsabnahme (7kg) uvm zur zeit Stationärer Aufenthalt.


Wenn ich das von anderen hier lese .. Ohje. .. da bek ich angst das es nie besser wird :(

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 02.07.2016 21:57
von Arianrhod
Quetiapin absetzen 2 Jahre. Ausgangsdosis: 800 mg täglich.

Auf 0 seit 3 Jahren. Lebensqualität: Ich danke Gott für jeden neuen Tag OHNE Neuroleptika!

liebe Grüße Arianrhod

ich schreibe es trotzdem hierherein, obwohl es um AD geht, aber Quetiapin (Seroquel) wird auch gerne bei sogenannten therapieresistenten Depressionen verordnet oder als add-on für AD; es ist auch für schwere Depressionen und bipolare Störungen zugelassen.

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 03.07.2016 09:31
von sonne
Hallo,

Bin seit März 2016 auf 0

Ausschleichphase dauerte ca 1 Jahr .

Symptome sind noch vorhanden , jedoch deutliche Verbesserung

Noch vorhanden sind :

Zeitweise benommenheit
Müdigkeit
Eingeschränkte Leistungsfähigkeit
Depressive leichte Phasen


Liebe Grüße

Sonne

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 03.07.2016 12:20
von Monalinde
Hallo, ich bin langzeitbetroffen und seit 42 Monaten auf Null. In der Zwischenzeit habe ich meinen Mann verloren nach zehnjähriger Krankheit.

Meine Nervenschwäche möchte ich diesem Umstand zuordnen. Aber

Tinnitus besonders nach Schlaf und Aufregung
Schleim im Hals
lebhafte Träume
Angst- und Unruhezustände sporadisch
Verstimmungszustände
Müdigkeit, Gähnattacken,
Stromgefühl in den Armen nach dem Aufwachen
Muskelverspannungen


sind meiner Meinung nach, ein deutliches Zeichen dafür, dass der Entzug noch immer nicht vorüber ist. Mir tut sehr viel Ruhe gut und auch Ablenkung, alles wohldosiert, größere Anstrengungen lösen Heulattacken aus. Zur Zeit habe ich ein neues Symptom entwickelt, Kälteschauer obwohl es nicht kalt ist.

Ich kann nicht ausschließen, dass die psychische Verfassung auch eine gewisse Rolle dabei spielt, aber eben nicht nur.

LG Mona

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 04.07.2016 15:54
von Sommersprosse
Hallo ihr Lieben,

schließe mich dem Thread gern an und berichte von meiner
Kurzeinnahme (76 Tage) und absetzen des Pregabalins.

Aus technischen Gründen (Signatur wird zu lang)
habe ich meine Reduzierung von Pregabalin abgekoppelt
und stelle den Verlauf dazu hier noch einmal ein.

Kurzzeiteinnahme (76 Tage) - Pregabalin 100mg/tägl.
24. 03. 2015 - Ausgangsmedikation - Pregabalin: 0 - 75mg - 75mg
schwere Alpträume - Suizidgedanken - das Gefühl neben mir zu stehen
07. 04. 2015 - Reduzierung der Medikation: 0 - 50mg - 75mg (mit ärztlicher Absprache)
Nebenwirkungen unverändert - daher Absetzungsversuch
05. 06. 2015 - Ausschleichen der Medikation: 0 - 50mg - 50mg (ohne ärztliche Absprache)
06. 06. 2015 - Übelkeit, Schwindel, innerliches Zittern, kribbeln und Kältegefühl in den Knien
07. 06. 2015 - Ausschleichen der Medikation: 0 - 0 - 50mg
(vergessen die Tagesdosis 50 mg zu nehmen ! - wollte auf 50mg - 0 - 50mg)
08. 06. 2015 - fühle mich heute das erste Mal wieder klarer im Kopf
dafür mittags Magenschmerzen in Magenkrämpfe übergehend - Dosis abends erhöht auf 75mg
08. 06. 2015 - 0 - 0 - 75mg /weiter ab >
09. 06. 2015 - 50mg - 0 - 50mg
11. 06. 2015 - gestern guter Tag / in der Nacht Alpträume - starke Schweissausbrüche - Dosis weiter wie zuvor
13. 06. 2015 - keine wesentlichen Entzugsmerkmale bei jetziger Dosierung - das Gefühl ständig verschnupft
zu sein nimmt zu (ständiges Nase putzen) was mir anfangs unter Einstiegsdosierung bereits auffiel, obwohl ich nicht erkältet bin

14. 06. 2015 - gestern nachmittag starke Erschöpfung - in der Nacht sehr schlimme Alpträume
18. 06. 2015 - Medikation reduziert auf 0 - 50mg - 25mg
28. 06. 2015 - mir geht es gut - keine negativen Symtome
02. 07. 2015 - gehe heute auf 25mg - 0 - 25mg (Verschiebung der Medikation um ein Zeitfenster zu halten)
09. 07. 2015 - reduziert auf 0 - 25mg - 0
28. 07. 2015 nach wie vor geht es mir gut - keine negativen Symtome
05. 08. 2015 - seit dem 31. 07. 2015 ohne Pregabalin - keine Absetzsymtome , mir geht es gut.


Bei der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft hatte ich eine
Meldung unerwünschter Arzneimittelwirkung (UAW) vorgenommen.

*********
Seit 10/2016 bin ich dabei Trevilor auszuschleichen - > ab hier berichte ich in meinem Thread

Eine möglichst schmerz-und nebenwirkungsfreie Zeit wünscht euch, Sommersprosse (n) Bild

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 04.07.2016 16:22
von MorulaMyomatosus
Hallo,

am 14.07. bin ich 2 Jahre auf 0 nach einem Kaltentzug von Citalopram. Seither im protrahierten Entzug.

LG

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 05.07.2016 13:25
von Siggi
Hallo ihr Lieben

auch ich möchte mich anschließen, aber niemand mit meinem protrahierten Entzug ängstigen :sports:

Ich habe ca. 2 Jahre lang meine 20 mg Mirtazapin ausgeschlichen und bin nun seit 22 Monaten auf Null!

Meine Entzugs - Symptome sind sicherlich schon wesentlich besser geworden, aber ich erlebe dennoch
eine eingeschränkte Lebensqualität, denn oft mangelt es an der nötigen Kraft!

Dazu gehören:

Fast tägliche Stimmungsschwankungen, wechselnd,von jetzt auf die nächsten Minute- von froh bis zur Depri Phase !
Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen
Durch auftretende Wellen verstärkte Lebensmittel- Unverträglichkeit , die selbst meine 4 verträglichen Nahrungsmittel
noch reduzieren.
Verstärkter Tinnitus. Mein ,seit sehr vielen Jahren chronischer Tinni , der einen Düsenjäjer mit allen Tonfacetten überlagert,
verstärkt sich manchmal noch mehr.... hatte jedoch bisher immer wieder das Glück, dass er am nächsten Tag
zur "normalen" Lautstärke zurückkehrt!
Irrelae und diffuse Unruhe, Panik, Ängste, die oft ohne irgendwelche Anlässe kommen, ich kann sie mental
nicht steuern ,.. etwas Linderung gelingt teilweise nur durch Ablenken und Radfahren :sports:
Schlafstörung, meist nur 5-6 Std. Schlaf mit zwei mal nächtlichem Harngang ...
Oft niederer Blutdruck, trotz Radfahrens z.B. 95 / 60
Benommenheit
Schmerzhafte und steife Muskel- und Gelenkschmerzen...
Und dies alles ordne ich meinem protrahierten Entzug zu.....denn vor Mirta hatte ich derlei Symotome nicht.

Liebe Grüße
Siggi

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 05.07.2016 14:01
von diane
Hallo,

ACh herje, was für eine Liste Siggi....

Ich weiss nicht aber dieser Thread nimmt mir jegliche poitive erwartungshaltung.... :(
Ich geh seit 2 Monaten durch die Hölle u das würde ich kein Jahr o Jahre ertragen :/

Lg

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 05.07.2016 14:40
von Siggi
Liebe Diana,

natürlich tuts mir leid, dass du Angst bekommst, wenn du von all diesen langen,protrahierten Phasen liest.
Aber vergiss nicht, dass jeder eine andere Geschichte, eine andere Seele und einen anderen Körper besitzt.

Vielleicht kann ich dich auch etwas "beruhigen", dass meine Symptome sicher nicht so langzeitig wären,
hätte ich:
kein Hashimoto,
keine 3 mal 3 stündige Narkose,
wenn ich jünger wäre.... (ich bin 74 Jahre alt)
und wenn ich nicht schon mal im Jahr 2006 einen langen, fast ein jährigen,schweren Mitraentzug hinter mir hätte!

Dies alles sind Kriterien, die den Organismus, die Psyche, vor allen Dingen dem Darm ernorm zusetzen.

Never ever muss es bei dir ebenso lange dauern.....ich gehe jedenfalls NICHT davon aus...

Verlier nicht den Mut, lass solche negativen Gedanken nicht zu, sie schüren nur vermehrt Ängste,
freue dich einfach nur ein wenig, dass dus geschafft hast, auf NULL zu sein.

Ich wünsche dir alles Gute :hug:
Siggi

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 05.07.2016 16:31
von Fibie77
HALLO :roll: ,na dann schließe ich mich hier auch mal an und Berichte kurz von mir.
Habe mein Sertralien im Februar 2016(dieses Jahr)komplett auf 0 mg runter gefahren.
Von 50 auf 0 mg dauerte es ungefähr ein Jahr.
Absetzerscheinungen habe ich nach wie vor immer in Wellen.
Diese sind Sehstörungen,leichter Schwindel,Übelkeit, einen heißen Kopf (ohne Fieber zu haben),ziemliche Stimmungsschwankungen, Ängste, leichte Gangunsicherheit,Kopfschmerzen,manchmal ein Gefühl wie wenn mir im Kopf gleich die Sicherung durchbrennt (so wie elektrische Wellen)Müdigkeit und Sodbrennen.
Die Beschwerden kommen immer in Wellen,mal mehr und dann wieder weniger.
LG .Fibie :)

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 09.07.2016 20:49
von gouvion
Danke Euch. Eigentlich wollte ich niemand demotivieren, sondern das Gegenteil bewirken.
Wer hats geschafft und wie lange ging der Entzug? Dies wäre hilfreich. Das könnte motivieren, denn nach 14 Monate Entzug braucht es schon Willenstärke weiterhin daran zu glauben, dass es sich um Absetzsymptome und nicht um die Grunderkrankung handelt.

Ich bin nun neu bei einem sehr guten Psychotherapeuten und der hat mir versichert, dass der Entzug von SSRi so lange gehen kann. Er hatte genügen Patienten, die nun geheilt sind. Ich mache nun regelmässig Hypnose-Therapie bei ihm und EFT. Dazu Gespräch. Das tut gut.

Nicht aufgeben: Die Medis sind Gift. Bin seit April 2015 auf 0 und kann erst seit Anfang Juni / Ende Juni wieder richtig schlafen, also nach 14 Monaten.
Es wird wirklich von Monat zu Monat besser, gang ganz langsam. Ich spüre aber, dass es besser wird und nich schlechter. Diese zeign auch meine Befindlichkeit-Charts, die ich erstellt habe. Kopf hoch allen und durchhalten. Es geht weiter, das Leben. Immer und immer. Es geht immer weiter. Immer geht irgendwo eine Tür auf. Immer, immer. Und es ist egal, was die anderen denken. Es ist egal, wenn es im Moment einem schlecht geht. Irgendwann geht es wieder gut und diese Menschen, die heute auf dich zeigen, werden auch merken, dass es dir wieder gut geht. Denn es geht immer weiter.

Alles Gute..

Re: Dauer des (Langzeit-)Entzuges? - Erfahrungen

Verfasst: 10.07.2016 07:26
von Johanna_1
hallo ihr mutigen....
auch ich bin schon seit fast 7 wochen auf null. ich bin sehr froh darüber das ich keine chemie mehr schlucke...aber es ist noch sehr wechselhaft und schwer. ich kann die dinge die ich tun will...nicht immer tun. mein körper und meine befindlichkeit zeigen mir wo es lang geht und nicht mein verstand.
an manchmen tagen denke ich ...oh...es ist schon besser geworden, dann gibt es tage an denen ich denke wieder ganz am anfang zu stehen, was natürlich nicht stimmt aber es fühlt sich so an.
am meisten machen mir diese schmerzen zu schaffen und die mega erschöpfung. wenn die erschöpfung da ist habe ich das gefühl total krank zu sein und denke manchmal da steckt doch noch etwas anderes hinter. man kann doch nur soooooooo erschöpft sein, wenn man eine massive erkrankung hat. aber am nächsten tag geht es dann schon wieder besser und ich verwerfe den gedanken bis zum nächsten mal.
tja...ich glaube es ist ganz individuell wie es einem geht. wir sind alle nicht aus dem gleichen holz geschnitzt, haben alle eine andere geschichte und jeder körper ist so individuell wie ein fingerabdruck. ich muss sagen, dass mir hilft, dass ich versuche ruhig zu bleiben mit meiner achtsamkeitsmeditation und manchmal gibt es auch schon tage an denen ich denke, dass mein körper und geist mich nciht im stich lassen und die selbstheilungskräfte irgendwann siegen werden. nach langen klinikaufenthalten wegen diverser anderer erkrankungen habe ich festgestellt, dass ich mich auf mich selbst verlassen muss und nicht auf die diversen ärzte. aber es hat lange gedauert bis ich das begriffen habe und es ist auch nicht leicht. aber ich wünsche allen hier, dass sie es schaffen mut zu entwickeln und sich zeit zu geben. es ist in unserer heutigen gesellschaft nicht leicht sich nur auf sich zu verlassen, weil wir ja funktionieren sollen, so sein sollen wie die anderen und vorallem sollen wir nicht jammern, wenn es uns schlecht geht. aber auch das jammern gehört dazu, denn wir wollen verstanden und gesehen werden in unserem leid und wenn es menschen gibt, die uns unterstützen und sehen was wir durchmachen geht es uns sicher rein stückchen besser und wir finden mut.
liebe grüsse
sophia

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 18.07.2016 15:14
von Fibie77
Hallo,
ich bin im Februar diesen Jahres auch auf 0 mg gegangen und habe bis jetzt immer noch diese Wellen.
Wobei,nachdem ich die ersten Wochen auf 0 mg war,ging es noch.
Ich habe eher so das Gefühl,dass es bei mir erst nach ca.2 bis 3 Monaten zu verstärkten Symptomen kam.
Im Moment geht es mir bescheiden.
1 Tag geht es mir mal gut und den nächsten Tag,habe ich mit Übelkeit und starker Müdigkeit zu tun.
Diese Übelkeit (es ist wie eine Art Sodbrennen)macht mich echt fertig.
Wenn ich auf Arbeit bin und es beginnt dann wieder,geht es mir so schlecht,dass ich meine es geht jetzt garnichts mehr.
Diese Übelkeit hält dann wieder 10 Minuten und dann wird es wieder besser.
Irgendwie ist alles durcheinander bei mir,der ganze Gehirnstoffwechsel.Alles verdreht,........mein Kopf arbeitet und dieses Gefühl,....wie wenn im Kopf die Sicherungen nicht richtig im Lot sind,sprich ,....dass Gleichgewicht nicht stimmt ist einfach nur furchtbar.
Ich vermute ganz stark,dass das Gehirn irgendwie mit dem Darm verkuppelt ist,sonst wäre das doch nicht so mit dieser blöden Übelkeit.
Ich hoffe so sehr,dass das irgendwann besser wird.
Ich fühle mich dann immer so schrecklich,....
Manchmal denke ich so bei mir,ich bin bestimmt die einzige,die das mit der Übelkeit hat.
Oh,.....Bitte ich hoffe so sehr das es nun langsam besser wird.
Meine Psyche ist vom Gefühl her,stabil. Nur der Körper spielt verrückt, .....
Es muss doch nun mal langsam werden!!!
Ich hoffe so sehr,dass es wieder besser wird.
Bitte,bitte,bitte,......
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 18.07.2016 18:20
von sybsilon
Hallo liebe Fibie,

leider kenne ich das mit dieser ekelhaften Übelkeit.
Dauerte bei mir fast ein Jahr bis es besser wurde. Weg ist es aber immer noch nicht.
Merke es wenn ich Stress habe vermehrt, und den habe ich grad total. Extreme Lärmbelastung bei der Arbeit. Es ist eigentlich unzumutbar.

Hab Geduld und pass auf dich auf.
Wir müssen da einfach durch.

LG sybsilon

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Verfasst: 18.07.2016 22:31
von Fibie77
HALLO Sybsilon :)
Es ist gut zu wissen,dass ich nicht die einzige bin mit dieser Übelkeit.
Es ist ein ganz ekliges Gefühl wenn man das hat und man ist dann einfach so machtlos.
Auch bei mir merke ich,dass Stress das ganze verschlimmert.
Ich arbeite mit Kindern und da kann ich nicht sagen,.....oh Bitte seit ein bissel leiser, ich kann gerade nicht,.....mir ist nicht so gut.
Man muss funktionieren und das ist hart,wenn es einem dann gerade mal garnicht gut geht.
Hab so bei mir gedacht,oh jetzt werden diese blöden Kopfschmerzen und diese Augenschmerzen endlich besser und nun beginnt das mit der Übelkeit.
Es ist so ein ganz komisches Gefühl,....ist so in der Mitte zwischen den Rippenbögen oder bei der Leber.
Halt da oben und es ist auch ein bissel wie Sodbrennen.
So ein mischmasch, .....Weißt wie ich mein.
Nachdem absetzten des Medikamentes Sertralien, sind Kopfschmerzen,Gangunsicherheit,Benommenheit,starke Müdigkeit, Augenprobleme wie brennen und schlechtes Sehen, im Kopf elektrische Schläge ,.....usw.stark vorhanden gewesen.
Dies ist nun besser geworden,doch nun plagt mich diese Übelkeit, .....
Morgens wache ich auf,da ist es gut und dann so 2 Stunden später beginnt es,...
Ist dann wieder ne Stunde da und dann mal wieder weg.
Kommt und geht wann es will,....abends wird es dann besser.
Ich denke mittlerweile schon abends darüber nach,dass es morgen nicht kommt.
Und hoffe darum,......
Ist so anstrengend und belastend wenn man arbeitet.
Bin jetzt ungefähr 4,5 Monate Medi frei und wenn ich dann höre,dass es mich noch längere Zeit begleiten kann,....dann wird mir grad bange,....
Meine Psyche ist echt super Stabil,nur der Körper ist irgendwie aus dem Lot.
Echt der Hammer,was so ne kleine Pille alles bewirken kann.
Da sagen die Ärzte es gibt keine Absetzerscheinungen, .....ha,....dass ich nicht lache.
Die sollten es alle mal an sich selbst ausprobieren und dann würden sie es sehen und wissen,was es bewirken kann.
Liebe Grüße Fibie